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Vorrichtung zum Herstellen einer gleichförmigen Mischung aus körnigem
Gut Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Herstellen einer gleichförmigen
Mischung aus körnigem Gut, bestehend aus einem sich nach unten verjüngenden, das
zu mischende Gut in waagerechten Schichten enthaltenden Bunker mit unterer Entleerungsöffnung
und einer sich über die gesamte Höhe des Bunkerinhals erstreckenden Vorrichtung,
die um eine in der Nähe der Entleerungsöffnung angeordnete lotrechte Achse schwenkbar
und zu dieser schräg nach oben und außen gerichtet ist und die bei der Schwenkbewegung
Gutteile von dem Bunkerinhalt löst, die dann auf der durch die Vorrichtung erzeugten
Böschung zu der Austrittsöffnung des Bunkers herabrieseln (deutsche Patentschrift
675440) Bei der bekannten Vorrichtung ist in der Mitte eines kegelförmigen Behälters
eine Welle vorgesehen, die mit Messern zum Abschaben des Mischgutes versehen ist.
Handelt es sich hier um körniges Gut, dann wird der Behälter gedreht, so daß die
Fliehkraft das Nachrutschen des Materials verhindert.
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Durch die Messer wird ein konischer Schacht aus der Mitte des Mischgutes
ausgeschnitten, durch den das aufgelockerte Mischgut zur unteren Öffnung des Behälters
und durch diese hindurch in eine Mischmaschine fällt. Durch die schneidende Wirkung
der Messer tritt ein starker Abrieb auf.
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Es ist weiter eine Vorrichtung für das Mischen von feuchtem Gut bekannt,
bei der das Gut in einem aus lotrechten Seitenwänden und ebener Bodenfläche bestehenden
Bunker mit unterem Gutaustrag gelagert wird. Das in waagerechten Schichten übereinander
in den Bunker eingefüllte Material wird hierbei mittels einer über die Bunkerlänge
verfahrbaren Vorrichtung, die mit einer Anzahl um ihre waagerechte Achse laufender
und gemäß dem Böschungswinkel des Gutes übereinander angebrachter Fräswalzen ausgestattet
ist, gelockert und mit Hilfe von parallel zum Boden des Bunkers angeordneten Förderschnecken
zum Bodenaustrag transportiert. Auch bei dieser bekannten Vorrichtung tritt, insbesondere
bei Steinkohle, ein starker Abrieb auf, wodurch der Verkaufswert der Kohle verringert
wird und infolge der Bildung von Staub und Feinkorn Schwierigkeiten bei der Aufbereitung
der Kohle auftreten.
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Die Erfindung schafft eine Vorrichtung, bei der der Abrieb des Materials
möglichst gering ist und unter allen Umständen eine vollständige Vermischung der
verschiedenen Materialschichten erreicht wird.
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Dies wird dadurch erzielt, daß gemäß der Erfindung bei Verwendung
einer in einem langgestreckten Bunker mit unterer länglicher Entleerungsöffnung
und einer auf oder etwa auf den Böschungswinkel des
Gutes eingestellten, über die
Bunkerlänge verfahrbaren und aus um ihre eigenen Achsen umlaufenden Fräswalzen bestehenden
Austragvorrichtung, wie sie Gegenstand eines älteren Patents ist, bei Ausbildung
des Bunkers als Schlitzbunker mit geneigten Seitenwänden und einer im Entleerungsschlitz
verfahrbaren Entleerungsvorrichtung die Austragvorrichtung aus mit ihren Achsen
im Böschungswinkel des Gutes angeordneten Auflockerungswalzen besteht und die lotrechte
Achse, um die die Walzen schwenkbar sind, mit der Entleerungsvorrichtung verfahrbar
ist Das Material wird durch die Fräswalzen so aufgelockert, daß es sich unter dem
Einfluß der Schwerkraft an der Böschung entlang zum Austrag bewegt.
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Das aus dem Bunker abgeführte Material setzt sich infolge dieser Ausbildung
der Austragvorrichtung aus Teilen aller Schichten des Bunkers zusammen, so daß die
Zusammensetzung dieses Materials während der gesamten Entleerungsperiode praktisch
konstant ist. Da während des Transports des Materials an der Böschung entlang kein
Druck auf die Materialteile einwirkt, bleibt der Abrieb minimal.
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Die Auflockerungswalzen beschreiben eine Kegelfläche, deren erzeugende
Linie einen Winkel mit der horizontalen Ebene bildet, der dem Winkel der natürlichen
Böschung des Materials im Bunker gleich ist bzw. etwas kleiner ist als dieser Winkel.
Dieser
Winkel kann einstellbar sein, um den Stand der Auflockerungswalzen
dem spezifischen Böschungswinkel des im Bunker aufgeschütteten Materials anzupassen.
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Eine sehr geeignete Ausführungsform erhält man, wenn die Auflockerungswalzen
als Stachelwalzen ausgebildet sind. Die Stacheln können Stifte oder Schaufeln sein.
Eventuell können die Stacheln an den unteren Enden der Stachelwalzen länger als
an den oberen Enden sein, so daß die Böschung hier etwas steiler verläuft, was dem
Nachschub des Materials förderlich ist.
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Der Abtransport des Materials erfolgt vorzugsweise mit einem beweglichen
Transportmittel, das sich immer nahe am Fuß der Böschung im Bunker befindet und
das das sich dort befindende Material durch den Schlitz auf einen Förderer lädt.
Als Austragsmittel kann ein sich in dem Schlitz bewegendes Schaufelrad benutzt werden.
Es ist auch möglich, das Material unmittelbar auf den Förderer oder in einen Wagen
zu laden, wenn es frei durch den Schlitz abfließen kann. Der Schlitz ist in diesem
Fall mit Platten abgedeckt, die an der Stelle, an der sich der Fuß der Böschung
befindet, weggenommen werden.
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Die Erfindung wird an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
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Das zu mischende Material 1 wird durch eine nicht gezeichnete Aufgabevorrichtung
in horizontalen Schichten in einen Schlitzbunker 2 eingeführt. Vorzugsweise wird
hierfür ein Tiefbunker verwendet, der in die Erde eingegraben wird und dadurch billiger
ausgeführt werden kann als ein überirdisch aufgestellter Bunker. Unter dem über
die ganze Länge des Bunkers verlaufenden Schlitz 3 befindet sich eine Bodenplatte
4, auf der das Material eine Böschung 5 bildet, so daß es nicht frei aus dem Bunker
ausfließen kann.
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Über dem oberen Rand 6 des Bunkers kann ein Wagen 7 hin- und hergefahren
werden, an dem eine vertikale Spindel 8 drehbar aufgehängt ist. An der Spindel sind
Querstangen 9 befestigt, in deren Enden eine Walze 10 gelagert ist, die von einem
in der Zeichnung nicht dargestellen Motor angetrieben werden kann. Die Walze ist
durch Anderung der Länge der Stangen 9 auf einen Winkel einstellbar, der dem jeweiligen
Winkel der Materialböschung 11 im Bunker entspricht. Ferner ist die Walze mit Stiften
bzw.
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Stacheln 12 ausgerüstet, die beim Drehen der Walze die Oberfläche
der Böschung auflockern, so daß die sich an dieser Stelle befindenden Materialteile
nach unten rollen oder gleiten.
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Der Fuß der Böschung ruht auf der Bodenplatte 4.
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An dieser Stelle ist als Austragsmittel ein Schaufelrad 13 vorgesehen,
das das Material am Fuß der Böschung von der Bodenpiatte abstreift und auf ein Förderband
14 bringt. Die Bewegung des Schaufelrades 13 ist mit der der Stachelwalze 10 gekuppelt,
so daß es mit dieser gleichen Schritt hält.
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Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das in der Zeichnung dargestellte
Ausfühtungsbeispiel. So können mehrere mit Stacheln ausgerüstete Walzen 10 die Böschung
bearbeiten. Bei breiten Bunkern können die Stachelwalzen auch rund um die vertikale
Spindel geschwenkt werden. Ferner kann statt einer mit Stacheln ausgerüsteten Walze
eine eggenförmige Einrichtung verwendet werden, die eine hin- und hergehende Bewegung
ausführt.
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Patentanprüche: 1. Vorrichtung zum Herstellen einer gleichförmigen
Mischung aus körnigem Gut, bestehend aus einem sich nach unten verjüngenden, das
zu mischende Gut in waagerechten Schichten enthaltenden Bunker mit unterer Entleerungsöffnung
und einer sich über die gesamte Höhe des Bunkerinhalts erstreckenden Vorrichtung,
die um eine in der Nähe der Entleerungsöffnung angeordnete lotrechte Achse schwenkbar
und zu dieser schräg nach oben und außen gerichtet ist und die bei der Schwenkbewegung
Gutteile von dem Bunkerinhalt löst, die dann auf der durch die Vorrichtung erzeugten
Böschung zu der Austrittsöffnung des Bunkers herabrieseln, dadurch gekennz e i c
h n e t, daß bei Verwendung einer in einem langgestreckten Bunker mit unterer länglicher
Entleerungsöffnung und einem auf oder etwa auf den Böschungswinkel des Gutes eingestellten,
über die Bunkerlänge verfahrbaren und aus um ihre eigenen Achsen umlaufenden Fräswalzen
bestehenden Austragvorrichtung bei Ausbildung des Bunkers als Schlitzbunker mit
geneigten Seitenwänden und einer im Entleerungsschlitz verfahrbaren Entleerungsvorrichtung
die Austragvorrichtung aus mit ihren Achsen im Böschungswinkel des Gutes angeordneten
Auflockerungswalzen (10) besteht und die lotrechte Achse (8), um die die Walzen
schwenkbar sind, mit der Entleerungsvorrichtung (13) verfahrbar ist.