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Zerlegbares Lagerregal Die Erfindung betrifft ein zerlegbares Lagerregal
mit durch Querträger und Diagonalversteifungen zu Endrahmen verbundenen Pfosten,
die einen U-förmigen Querschnitt aufweisen und mit Reihen von Längsschlitzen zur
lösbaren Aufnahme von Hakenplatten versehen sind, die seitlich über die Schenkel
des Pfostenprofils vorstehende, nach oben offene, mit einer schrägen Anzugskante
versehene Haken aufweisen, in die an den Enden der Längsträger befestigte abgewinkelte
Platten einhängbar sind.
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Um bei diesem bekannten Regal die Längsträger mit dem Pfosten zu verbinden,
sind in den durch den Steg und die Schenkel des U-Profils der Pfosten gebildeten
Ecken zwei Reihen Längsschlitze vorgesehen, in welche Hakenplatten von innen her
unter einem Winkel von etwa 45° einfuhrbar sind, wobei sie schräg nach vorn vom
Regal vorstehen, was äußerst unerwünscht ist, da diese vorstehenden Teile scharfe
Ecken und Kanten bilden, die zu Verletzungen Anlaß geben können. Die an den Enden
der Längsträger vorgesehenen Platten weisen ein Winkelprofil auf, welches im Scheitel
mit einer Ausnehmung und einer Öffnung versehen ist, die zur Aufnahme der Haken
der Hakenplatte dienen, wenn der Längsträger an den Pfosten befestigt ist. Die Haken
der Hakenplatte weisen eine schräge Anzugskante auf, um die Winkelplatte in Anlage
an die Pfosten zu drücken. Weiterhin sind die Endrahmen des Regals, welche aus Pfosten,
Querträgern und Diagonalversteifungen gebildet sind, als Schweißkonstruktion ausgebildet
und können somit nicht für den Versand bzw. die Lagerhaltung zerlegt werden.
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Eine andere bekannte Ausführung zeigt ein zerlegbares Lagerregal mit
durch Querträger und Diagonalversteifungen zu Endrahmen verbundenen Pfosten, die
mit im Längsabstand angeordneten Öffnungen zur lösbaren Aufnahme von Hakenstützen
versehen sind. Dabei ist der durch zwei Pfosten, zwei Querträger und zwei sich kreuzenden,
jedoch nicht miteinander verbundene Diagonalversteifungen gebildete Endrahmen durch
Betätigung eines Spannschlosses, welches Bestandteil einer der Diagonalversteifungen
ist, leicht zusammenbaubar und zerlegbar ausgebildet.
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Auch ist es bei zerlegbaren Lagerregalen bekannt, die Schenkelenden
der im Querschnitt U-förmig ausgebildeten Pfosten um 180° zurückzubiegen, wobei
diese bekannte Ausführung jedoch im übrigen vom Gegenstand der Erfindung abweicht.
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Mit der Erfindung soll nun ein in seine Bestandteile zerlegbares Lagerregal
geschaffen werden, bei dem die Verbindungen der Einzelteile kräftiger und stabiler
sind, als dies bei den bekannten Regalen dieser Art der Fall ist. Vor allen Dingen
jedoch soll vermieden werden, daß nach vorn von dem Regal vorstehende Teile vorhanden
sind, die zu Verletzungen Anlaß geben könnten. Im Gegensatz zu dem bekannten Regal,
von dem die Erfindung ausgeht, weisen die Pfosten nur eine in der Mitte des Steges
angeordnete Reihe von Längsschlitzen auf und lassen somit eine wesentlich rationellere
Fertigung zu. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß durch die über-Kreuz-Verbindung
der Hakenplatten und der Winkelplatten und die Verankerung der Winkelplatten mit
dem gerundeten Teil an den entsprechend gerundeten zurückgebogenen Schenkelenden
der Pfosten und die Verankerung der Hakenplatten mit dem hakenförmig umgebogenen,
von außen her in die Längsschlitze eingesetzten Teil eine wesentlich stabilere und
festere Verbindung entsteht, als dies bei dem bekannten Regal der Fall ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabenstellung besteht die Erfindung darin, daß
einerseits die Enden der Schenkel der Pfosten mit einer Rundung um 180° zurückgebogen
sind und von der Rinne der Winkelplatte überdeckt sind sowie andererseits die gegenüberliegende
Seite der Winkelplatte über den Steg des Pfostens hinaus mit nach unten offenen
Haken vorsteht und die Hakenplatten an der den Haken gegenüberliegenden Seite hakenförmig
umgebogene Fortsätze aufweisen, welche in die Längsschlitze des Pfostensteges so
einhängbar sind, daß die Hakenplatten flach am Steg des Pfostenprofils anliegen
und die Haken der Winkelplatten und der Hakenplatten im rechten Winkel zueinander
stehen.
Zur Erzielung einer festen und stabilen Verbindung der Teile
sieht die Erfindung vor, daß die Haken der an den Längsträgern befestigten Winkelplatten
und die Hakenplatten mit schrägen Anzugskanten versehen sind, um die zu verbindenden
Teile in zwei Richtungen fest gegeneinanderzuziehen. Die Stabilität der Verbindung
kann noch dadurch erzielt werden, daß die Hakenplatten zwei im Abstand angeordnete
hakenförmig umgebogene Abschnitte aufweisen, welche in zwei übereinandergelegene
Längsschlitze des Steges der Pfosten eingreifen.
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Um eine im wesentlichen glatte Außenfläche des Regals zu erhalten,
besteht ein weiteres Merkmal der Erfindung darin, daß die Stege der Pfosten zur
Rückseite des Regals gerichtet sind.
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Die Erfindung soll nunmehr an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispieles beschrieben werden. Es zeigt F i g. 1 eine perspektivische
Ansicht eines Lagerregals nach der Erfindung, F i g. 2 eine Ansicht des Lagerregals
nach F i g. 1 in auseinandergebautem Zustand, F i g. 3 einen vergrößerten Teilschnitt
der in F i g. 1 gezeigten Konstruktion nach Linie 3-3 der F i g. 1, F i g. 4 einen
vergrößerten Querschnitt der in F i g. 3 gezeigten Konstruktion nach Linie 4-4.
der F i g. 3, F i g. 5 eine Teilansicht der in F i g. 4 gezeigten Konstruktion nach
Linie 5-5 der F i g. 4, F i g. 6 die Hakenplatte in perspektivischer Darstellung,
F i g. 7 die an den Längsträger angeschweißte Winkelplatte in der Perspektive, F
i g. 8 einen vergrößerten Teilschnitt der in F i g.1 gezeigten Konstruktion nach
Linie 8-8 der F i g. 1, F i g. 9 einen vergrößerten Tellschnitt der Konstruktion
der F i g. 1 nach Linie 9-9 der F i g. 1, F i g, 10 eine perspektivische
Teilansicht eines Pfostens mit einem Paar mittels Winkelplatten an ihm befestigter
Längstrilger, wobei sich die Winkelplatten in ihrer Form von den bereits gezeigten
unterscheiden, F i g. 11 eine Teilansicht eines zusammengebauten Regals, bei dem
die vorderen und hinteren Pfosten in entgegengesetzte Richtungen weisen, damit die
abgesetzten Teile der Längsträger einander zugewandt sind, um quer dariibeargelegte
Holzbretter zu unterstützen, F i g. 12 einen vergrößerten Teilschnitt der in F i
g. 11 gezeigten Konstruktion nach Linie 12-12 der F i g.11.
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Das Lagerregal gemäß der Erfindung besteht aus vier Pfosten 15, mehreren
Längsträgern 16, die den Abstand der Eckpfosten in der Längsrichtung des Regals
bestimmen, und Querträgern 17, welche die Eckpfosten in der Querausdehnung des Regals
auf Abstand halten. Jedes Paar Pfosten 15 und die Querträger 17 sind durch zwei
Diagonalversteifungen 18 und 19; welche durch ein gn der Versteifung 19 befestigtes
Spannschlvß U gespannt werden, starr aneinander befestigt.
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Die Pfosten 15 sind von gleicher Konstruktion und haben einen U-förmigen
Querschnitt mit einem Steg 22 und Schenkeln 23 und 24, welche um Abschnitte
28 zurückgebogen sind, um auf Abstand gehaltene parallele Flänscäendfeile 26 innerhalb
des von dem Steg und den Schenkeln begrenzten Kanals zu bilden. Die Abschnitts 25
(welche eigentlich Klemmflächen zur Zusammenwirkung mit passenden auf den Winkelplatten
32 der Längsträger vorgesehene Oberflächenteile 33 sind) können, wie gezeigt, halbrund,
V-förmig oder von einer anderen Form sein. Der Steg weist eine Reihe von rechteckigen
Längsschlitzen 27 auf, welche einen vorbestimmten Abstand zueinander haben, um die
Längsträger 16 längs der Pfosten auf Abstand zu halten. Wie in F i g. 4 gezeigt,
ist jeder Längsträger kastenförmig ausgebildet und hat einen L-förmigen Querschnitt.
Sein oberer Abschnitt 31 ist von geringerer Breite als der untere Abschnitt, wodurch
eine Leiste 30 gebildet wird, deren Grund und Zweck im folgenden noch erklärt wird.
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Jedes Ende der Längsträger weist eine Winkelplatte 32 auf, die durch
Schweißen oder anderweitig an ihm befestigt und deren äußeres Ende 33 so geformt
ist, daß es mit dem Abschnitt 25 des Pfostens übergreifend zusammenpaßt, wobei das
gegenüberliegende Ende der Winkelplatte 32 ein Paar auf Abstand gehaltene Befestigungshaken
34 und 35 aufweist. Hakenplatten 36 klemmen die Winkelplatten 32 (und damit den
zugeordneten Längsträger 16) an dem Pfosten fest, wobei die Hakenplatten
an dem einen Rand auf Abstand gehaltene, nach rückwärts weisende hakenförmig umgebogene
Fortsätze 38 aufweisen, welche in benachbarte Längsschlitze des Pfostens 15 hineinragen
und am gegenüberliegenden Rand nach oben weisende, mit Einkerbungen versehene Haken
38 und 39 aufweisen, welche zu den mit nach unten offenen Haken 34 und 35
der Winkelplatte 32 passen. Sämtliche Haken sind mit schrägen Anzugskanten 41 versehen,
durch die die Teile 32,36 in zwei Richtungen fest gegeneinander und in Anlage
an den Pfosten zu ziehen sind, um den Längsträger kraftschlüssig daran zu befestigen.
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In Querrichtung des Regals sind ein Paar Pfosten 15 mittels zweier
Querträger 17 auf Abstand voneinander gehalten. Die Querträger 17 haben einen U-förmigen
Querschnitt und sind so breit, daß sie zwischen die nach innen gebogenen Flansche
26 der Pfosten 15 hineinragen. Die Querträger sind in jedem Endbereich mit Einkerbungen
43 versehen, welche den unteren Rand eines der im Steg 22 des Pfostens 15 vorgesehenen
Längsschlitze27 übergreifen. Die Enden 44 der zwei Diagonalversteifungen 18 und
19 sind im Winkel gebogen, um am oberen oder unteren Rand einer der Längsschlitze
27 des Pfostens 15 in dessen Steg 22 gehakt zu werden. Wenn das Spannschloß 21 der
Diagonalversteifung 19 angezogen ist, sind die Pfosten und die Querträger fest miteinander
verbunden. Die Stege der Querträger sind genügend voneinander entfernt, um die Enden
44 der Diagonalversteifungen aufzunehmen, so daß sie über den Rand desselben Längsschlitzes
27 gehakt werden können, in welche die Querträger eingreifen. Durch Verwendung der
Querträger und Diagonalversteifungen können während des Gebrauches zwei Endpfosten
starr miteinander verbunden, jedoch auch wieder gelöst werden, so daß alle erforderlichen
Einzelteile während ihrer Verfrachtung ein Minimum an Laderaum einnehmen. Selbstverständlich
können die Querträger-und/oder die Diagonalversteifungen an den Pfosten angeschweißt
werden, um so an Stelle der lösbar ausgebildeten Teile 15,17,18 und 19 starr verbundene
Regelrahmen vorzusehen.
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Bei der Errichtung eines Lagerregals werden zunächst die Endpfostenpaare
15 mittels der Querträger 17 und Diagonalversteifungen 17, 18 und 19 miteinander
verbunden. Sodann wird ein Paar der zusammengebauten
Pfosten mit
Abstand voneinander aufgerichtet, so daß die Längsträger 16 daran befestigt werden
können, um eine starre selbsttragende Regalkonstruktion zu bilden. Die unteren Enden
der Pfosten 15 sind mit Füßen 45 versehen, in denen sich Öffnungen befinden, welche
es gestatten, die Pfosten im Boden zu befestigen, falls es erwünscht ist, das Regal
bleibend an einem Orte aufzustellen. Aus der in den F i g. 1 und 2 gezeigten Anordnung
ist ersichtlich, daß die Schenkel der Pfosten in gleicher Richtung nach außen weisen
und daß die Längsträger von vorn nach hinten gegen die Vorderseite der Pfosten angeordnet
und durch die Winkelplatten 32 in ihrer Stellung an den Pfosten festgeklemmt werden.
Die Winkelplatten 32 können wahlweise in Längsschlitze 27 der Pfosten 15 eingesetzt
werden, deren Höhe von den auf dem Regal zu lagernden Gegenständen abhängt. Das
Regal kann durch Anwendung zusätzlicher Pfostenpaare verlängert werden, die in einem
Abstand angeordnet sind, welcher der Länge eines Längsträgers entspricht.
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Die Passung der schrägen Anzugskanten 41 der Haken 34 und 35
mit den Haken 38 und 39 hat zur Folge, daß die halbrunden Endabschnitte 33 der Winkelplatte
32 mit den halbrunden Randteilen 25 des Pfostens 15 fest zusammengezogen werden,
wie aus F i g. 4 ersichtlich ist. F i g. 5 zeigt, daß die schrägen Anzugskanten
41 der Haken 38 und 39 der Hakenplatte 36 die Winkelplatte
32 wie auch die Hakenplatte 36 gegen die Flansche 23 und 24 der Pfosten drücken,
so daß beide Platten die ihnen angepaßten Steg- und Schenkelabschnitte und die Flanschabschnitte
der Pfosten fest umschließen. Wenn es erwünscht ist, das Regal zu zerlegen oder
die Höhe der Längsträger zu verändern, ist es lediglich notwendig, die Enden der
Längsträger nach oben zu schlagen, um sie von der Hakenplatte 36 zu lösen, so daß
sie entfernt oder in einer anderen Höhe an den Pfosten befestigt werden können.
Wenn das Regal genügend von einer Wand entfernt ist, um die Anordnung eines Längsträgers
daran von der Wandseite her zu gestatten, können die anstoßenden Pfosten, wie in
den F i g. 11 und 12 gezeigt, nach außen weisen, so daß die die Öffnungen 27 enthaltenden
Stege nach innen und die Stege in entgegengesetzter Richtung nach außen weisen.
Der hintere Längsträger wird umgewendet und Ende für Ende von der Wandseite her
an den beiden hinteren Pfosten befestigt, so daß die Leisten 30 zweier Längsträger
einander zugewendet sind, um auf Abstand gehaltene Leisten zu bilden, auf denen
Lagerplatten 47 in solcher Weise angeordnet werden können, daß sie mit der Oberseite
des Längsträgers in einer Ebene liegen und ein entfernbares Bord bilden. Der abgesetzte,
die Leiste 30 bildende Teil 31 der Längsträger ist auch insofern nützlich,
als er einen Spielraum für die Haken 38 der Halteplatte 36 schafft, die mit dem
oberen Abschnitt des Längsträgers ausgerichtet ist.
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In F i g. 10 wird eine etwas andere Konstruktion gezeigt, in welcher
an den Enden der Längsträger 52 Winkelplatten 51 vorgesehen sind, wobei die Längsträger
beispielsweise einen rechteckigen Querschnitt aufweisen. Die Winkelplatten 51 sind
mit einem Außenflansch 53 und mit einem Innenflansch 54 versehen,
die durch einen mit dem Abschnitt 25 des Pfostens zusammenpassenden halbrunden Abschnitt
miteinander verbunden sind. Der Innenflansch 54 liegt am Ende des Längsträgers 52
an und ist durch Schweißen an diesem befestigt. Der Außenflansch 53 ist mit einem
Paar auf Abstand gehaltene Haken 55 und 56 versehen, die in benachbarte öffnungen
27 in den Pfosten 15 hineinreichen und durch die schrägen Anzugskanten
41 darin befestigt sind, wobei die Anzugskanten 41 den halbrunden Abschnitt
der Winkelplatte gegen den U-förmigen Abschnitt 25 der Pfosten ziehen. Im oberen
Abschnitt der Flansche 53 und 54 können Einkerbungen oder Löcher 57 vorgesehen werden,
um ein Klemmelement aufzunehmen, welches die Flansche an einer Auseinanderbewegung
hindert, wenn der Längsträger bis zur Höchstgrenze seiner Tragfähigkeit belastet
ist.