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Tabakschneidmaschine Die Erfindung betrifft eine Tabakschneidmaschine
mit hohler umlaufender Messerwalze, die mehrere, im Betrieb dauernd nachgeschärfte
und automatisch vorgeschobene Plattenmesser aufweist, und die einzelnen Messervorschubvorrichtungen
mittels Schrauben- oder Schneckengetriebe mit einer gemeinsamen, koaxial zu der
Messerwalze im Inneren derselben angeordneten Messervorschubwelle gekuppelt sind,
die die Schnekken für den Antrieb der Messervorschubvorrichtungen trägt und zumindest
an einem Ende aus der Messerwalze herausgeführt ist. Der Antrieb der Messervorschubwelle
ist dabei von der Umlaufbewegung der Messerwalze abgeleitet, während der Vorschub
der Messer unter Anwendung eines Umlaufgetriebes und einer Schaltkupplung derart
erfolgt, daß die Nachstenbewegung eines Messers selbsttätig abgeschaltet wird, wenn
der Vorschub des Messers auf einen bestimmten Widerstand stößt.
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Bei einem bekannten Tabakschneider dieser Art ist zwischen jeder einzelnen
Vorschubvorrichtung eines Messers und der allen Messervorschubvorrichtungen gemeinsamen
Messervorschubwelle je eine Rutschkupplung vorgesehen, welche die betreffende
Messervorschubvorrichtung von ihrem Antrieb ' d. h. von der gemeinsamen Messervorschubwelle,
abschaltet, wenn die Vorschubbewegung des entsprechenden Messers auf einen vorbestimmten
Widerstand stößt. Infolgedessen wird bei diesem bekannten Tabakschneider jeweils
nur die Nachstellbewegung derjenigen Messerplatte abgeschaltet, die bei ihrem Vorschub
auf den vorbestimm en Widerstand stößt, d. h. so weit abgenutzt wird, daß
der betreffende Messerschieber gegen einen festen Anschlag stößt. Die Messerwalze
läuft dagegen weiter um und die übrigen Messerplatten werden weiter vorgeschoben,
bis ihre Vorschubbewegung jeweils einzeln in derselben Weise abgeschaltet wird.
Diese Ausbildung weist den Nachteil auf, daß sich die Schneidkante der Messerplatte,
deren Vorschubbewegung aufgehalten wird, sehr bald abstumpft und infolge der Weiterdrehung
der Messerwalze unregelmäßige, zerfranste Schnitte des aus dem Mundstück der Maschine
austretenden Tabakstranges bewirkt. Es ist also trotz der selbsttätig arbeitenden
Vorschub- und Abschaltvorrichtung der Messerplatten eine dauernde überwachung des
vom Tabakschneider gelieferten Schnittabaks durch besonders geschultes Personal
erforderlich, um die Maschine stillzusetzen, sobald unregelmäßige Schnitte bzw.
Zerfransungen des Tabaks -auftreten. Diese Unregelmäßigrkeiten können aber vom Überwachunggspersonal
nicht sofort bemerkt werden, so daß es praktisch fast unmöglich ist, den Anfall
einer ziemlich großen Menge schlecht geschnittenen Tabaks zu vermeiden. Es ergibt
sich infolgedessen ein ziemlich hoher Ausschuß, sowie Zeitverluste für die erforderliche
Ausscheidung des schlecht geschnittenen Tabaks. Bei den genannten bekannten Tabakschneidem
ist es deshalb erforderlich, die Maschine periodisch und ziemlich oft anzuhalten
und die Abnutzung aller auf der Messerwalze angeordneten Messerplatten mit erheblichem
Zeit-und Arbeitsaufwand zu kontrollieren.
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Aufgabe der Erfmdung ist es, die obigen Nachteile der bekannten Tabakschneider
zu beheben. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Schaltkupplung und
das Umlaufgetriebe nacheinander zwischen der Messervorschubwelle und der Messerwalze
eingeschaltet sind, wobei die Messervorschubwelle beim Anhalten der Vorschubbewegung,
eines Messers durch den axialen Schub der betreffenden, auf dieser Welle befestigten
Schnecke in axialer Richtung gegen die Kraft einer Feder derart verschiebbar ist
und auf einen elektrischen Schalter im Steuerstromkreis des Antriebsmotors einwirkt,
daß sie die Tabakschneidmaschine stiUsetzt und die Schaltkupplung ausrückt.
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Der mit dieser Ausbildung erzielte Vorteil besteht vor allem darin,
daß die ganze Tabakschneidmaschine, d. h. auch deren umlaufende Messerwalze
selbsttätig stillgesetzt wird, sobald die Vorschubbewegung einer einzigen beliebigen
Messerplatte infolge der Abnutzung gehemmt wird. Dabei erfolgt die StiUsetzung der
Maschine aus Sicherheitsgründen auf zweifache Weise, indem einerseits der Antriebsmotor
der Maschine durch Betätigung des entsprechenden Schalters ausgeschaltet
und
andererseits die Verbindung zwischen der Messerwalze und ihrem Antrieb durch die
Ausrückung der Schaltkupplung gelöst wird. Die von ihrem Antrieb, insbesondere vom
Umlaufgetriebe, gelöste Messerwalze wird dem EMuß der Trägheitskräfte dieses Getriebes,
die die Umlaufbewegung aufrechtzuerhalten streben, entzogen und bleibt bereits nach
wenigen Umdrehungen ohne Zuhilfenahme von besonderen Bremsvorrichtungen stehen.
Dadurch ist es möglich, die Maschine ohne dauernde aufmerksame Überwachung bzw.
ohne häufige Kontrollen der Messerplatten arbeiten zu lassen.
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Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist die längsverschiebbare
Messervorschubwelle durch die Schaltkupplung mit einer koaxialen, unverschlebbaren
Antriebswelle verbunden, wobei das Umlaufgetriebe zwei nebeneinanderliegende, auf
dem äußeren Ende der Antriebswelle gelagerte und eine etwas unterschiedliche Zähnezahl
besitzende Mittelräder aufweist, von denen das eine mit der Antriebswelle und das
andere mit der Messerwalze fest verbunden ist, wobei mit beiden diesen Mittelrädern
ein Umlaufrad im Eingriff steht, das in einem um die Antriebswelle rotierenden und
mit der Messerwalze durch ein Unter- oder übersetzungsgetriebe verbundenen Gehäuse
gelagert ist.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind aus nachstehender Beschreibung
des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles zu ersehen. Es zeigt
F i g. 1 eine nach der Erfindung ausgebildete Tabakschneidmaschine im Aufriß,
F i g. 2 die umlaufende Messerwalze dieser Maschine, im Querschnitt nach
der Linie II-11 der F i g. 4, F i g. 3 einen Teil der Messerwalze,
in größerein Maßstab und im Querschnitt nach der Linie III-III der F i
g. 4, F i g. 4 die umlaufende Messerwalze im Längsschnitt nach der
Linie IV-IV der F i g. 2.
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Die dargestellte Tabakschneidmaschine weist zwei endlose, übereinaiiderliegende
Transportbänder 1, 2 auf (F i g. 1), die auf das Mundstück
3 zu konvergieren. Die zu zerschneidenden Tabakblätter werden auf das untere
Transportband 1 geschüttet und von diesem gegen das Mundstück 3 gefördert,
wobei das Blattgut fortschreitend zwischen den Transportbändern 1, 2 zusammengedrückt
und als dichter Strang durch das Mundstück 3 gepreßt wird. Das aus dem Mundstück
3 austretende, zusammengepreßte Blattgut wird durch eine umlaufende, waagerechte
Messerwalze 4 zerschnitten, die vor dem Mundstück 3 angeordnet ist und mehrere,
jeweils nach einer Sekante der Messerwalze angeordnete und zu der Messerwalzenachse
13 schief gestellte Messer 5 aufweist. Jedes Messer 5 besteht
aus einem Stahlblatt, das sich längs der Messerwalze 4 über die gesamte Breite der
Austrittsmündung des Mundstückes 3 erstreckt. Die Schnittkanten der Messer
5 ragen etwas aus der Messerwalze 4 heraus und liegen auf einer zylindrischen
Fläche 6, wobei sie in der Arbeitsstellung der Messerwalze und während deren
Umlaufbewegung dicht an dem Mundstück 3 vorbeifahren. Die umlaufende Messerwalze
4 wird durch den nicht dargestellten Motor der Tabakschneidmaschine über die Keilriemen
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und die Riemenscheibe 40 angetrieben.
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Im Betrieb der Tabakschneidmaschine werden die Messer 5 der
Messerwalzen 4 fortlaufend durch einen zylindrischen Schleifzylinder 7 geschärft,
der sich über die ganze Messerlänge erstreckt und mit dem die Messer bei jeder Umdrehung
der Messerwalze in Berührung kommen. Dieser Schleifzylinder 7 ist
über die Messerwalze 4 auf der entgegengesetzten Seite des Mundstückes
3 angeordnet und wird durch einen eigenen, nicht dargestellten Motor angetrieben.
Der Schleifzylinder 7 ist auf einem Tragkörper 8 gelagert, der am
Maschinengestell 10 befestigt und um die Achse 9 von und zu der darunterliegenden
Messerwalze 4 verschwenkbar ist, wobei Mittel vorgesehen sind, mit deren Hilfe der
Tragkörper 8 des Schleifzylinders in einer solchen Schärfstellung eingestellt
und festgehalten werden kann, in welcher die von der Messerwalze 4 vorspringenden
Schneidkanten der Messer 5 den Schleifzylinder 7 gerade berühren.
Der Tragkörper 8 kann ferner durch eine vertikale, handbetätigte Schraubenspindel
11, die auf das dem Schleifzylinder 7 entgegengesetzte Ende des Tragkörpers
8
drückt, um seine Schwingachse 9 aufwärts von der Messerwalze 4 weggeschwenkt
werden, in eine Winkelstellung, in der der Schleifzylinder 7 mit einer darüber
angeordneten und in Längsrichtung hin und her verschiebbaren Diamantabrichtvorrichtung
in Berührung kommt. Im Betrieb der Tabakschneidmaschine wird die Drehachse
13 der umlaufenden Messerwalze 4 in der eingestellten Lage festgehalten.
Um die durch den Abschliff bewirkte, fortschreitende Abnützung der Messer
5 auszugleichen, werden diese selbsttätig und kontinuierlich vorgeschoben,
und zwar derart, daß die aus der Messerwalze 4 vorspringenden Schneidkanten der
Messer 5 stets auf derselben zylindrischen und das Mundstück 3 fast
berührenden Fläche 6 liegen bleiben.
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Obwohl die Messerwalze 4 im Betrieb in der eingestellten Arbeitslage
festgehalten wird, kann sie wahlweise von Hand aus von und zum Mundstück
3
verstellt werden. Zu diesem Zweck ist die Messerwalze 4 drehbar auf einem
z. B. gabelförmigen Tragkörper 14 gelagert, der seinerseits um die Achse
15
schwenkbar gelagert ist.
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Jedes Messerblatt5 liegt in der Nähe seiner Schneidkanten auf einer
entsprechenden ebenen Führungs-und Stützfläche 22 der Messerwalze 4 auf und wird
durch eine darüberliegende Halteplatte 23 - festgehalten, die durch Schrauben
24 an der Messerwalze 4 befestigt ist (F i g. 2 und 3). Jedes Messer
5 ist in einer entsprechenden flachen Ausnehmung 123 der Halteplatte
23 angeordnet, wobei in dieser Ausnehmung, um die Befestigungssehrauben 24
der Halteplatte 23
Distanzscheiben 25 od. dgl. vorgesehen sind, die
ein festes Anpressen der Innenfläche der Halteplatte 23
gegen das entsprechende
Messerblatt 5 verhindern. Das Messer 5 kann sich also auf seiner Stützfläche
22 in der Ausnehmung 123 der Halteplatte 23 quer zu seiner Schneidkante
verschieben. Der feste Sitz des Messers 5 wird daher durch abgefederte Anpreßglieder
26 gewährleistet, die in entsprechenden Bohrungen der Messerwalze 4 gelagert
und über die ganze Länge des Messers in Abständen voneinander verteilt sind. Diese
Anpreßglieder 26 drücken das Messer 5
elastisch fest gegen die darüberliegende
Halteplatte23.
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Die fortschreitende selbsttätige Vorschubbewegung jedes Messers
5 wird nach F i g. 2 und 4 durch zwei Schieber 27 bewirkt,
die auf die innere, d. h. rückwärtige Kante des Messers 5 drücken,
und jeweils links und rechts von der mittleren Querebene der Messerwalze 4 angeordnet
sind. Jeder Schieber 27 ist quer zu dem betreffenden Messer 5 verschiebbar,
jedoch
nicht verdrehbar in einer entsprechenden Führungsnut30 der
Messerwalze4 angeordnet. Durch jeden Schieber 27 ist eine Schraubenspindel
28 durchgeschraubt, die sich quer zu dem entsprechenden Messer5 unterhalb
desselben erstreckt und verdrehbar, jedoch nicht verschiebbar in Lagerbüchsen
29 gelagert ist. Durch gleichzeitiges Verdrehen beider Vorschubschrauben
28 werden die darauf geschraubten Schieber 27 in den entsprechenden
Führungsnuten 30
vorgeschoben und drücken das betreffende Messer
5
entsprechend aus der Messerwalze 4 heraus.
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Die Messervorschubschrauben 28 können auch von Hand aus mit
Hilfe von entsprechenden, an den rückwärtigen Enden dieser Schrauben befestigten
Handhabungsköpfen 31 betätigt werden. Im Betrieb der Tabakschneidmaschine
werden jedoch alle Messervorschubschrauben 28 gleichzeitig und selbsttätig
mit derselben Geschwindigkeit durch eine gemeinsame Vorschubvorrichtung angetrieben.
Diese Vorschubvorrichtung besteht aus einer Welle 32, die koaxial zu der
Messerwalze 4 in deren Hohlraum 104 angeordnet und über ein Schneckengetriebe mit
den einzelnen Messervorschubschrauben 28 gekuppelt ist. Zu diesem Zweck sind
auf der Welle 32 innerhalb der Ivlesserwalze 4 zwei Schnecken 33 befestigt,
von denen die eine dem rechten und die andere dem linken Satz der beiderseits der
mittleren Querebene der Messerwalze 4 angeordneten Messerschieber 27 zugeordnet
ist.
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Auf jeder Messervorschubschraube 28 ist ein Zahnrad 34 befestigt,
das mit einem auf einer entsprechenden Vorgelegewelle 36 längsverschiebbar
befestigten Zahnrad 35 irn Eingriff steht. Jeder Messervorschubschraube
28 ist eine solche, dazu parallele Vorgelegewelle 36 zugeordnet, die
drehbar in der Messerwalze 4 gelagert ist. Das auf der Vorgelegewelle
36 längsverschiebbare Zahnrad 35 wird durch eine Feder 38 in
Eingriff mit dem Zahnrad 34 der zug eordneten Messervorschubschraube 28 gehalten.
Auf jeder Welle 36
ist ferner ein Schneckenrad 37 befestigt. Die Schnekkenräder
37 aller rechts bzw. links von der mittleren Querebene der Messerwalze angeordneten
Vorgelegewellen 36 stehen mit der entsprechenden Schnecke 33
der zentralen
Welle 32 im Eingriff. Im Betrieb der Tabakschneidmaschine wird die Messervorschubwelle
32 relativ zu der Messerwalze 4 gedreht und bewirkt den gleichzeitigen langsamen
Vorschub aller Messer 5, indem sie gleichzeitig mit derselben Geschwindigkeit
alle Vorschubschrauben 28 über das betreffende Schneckengetriebe
33, 37 und das entsprechende Zahnradpaar 35, 34 antreibt und dadurch
alle Messerschieber 27 nach vorn verschiebt.
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Die Drehbewegung der Messervorschubwelle 32 ist von der Drehbewegung
der Messerwalze 4 abgeleitet. Es wird dadurch der Vorteil erzielt, daß die Vorschubgeschwindigkeit
der Messer 5 automatisch von der Drehgeschwindigkeit der Messerwalze 4 und
infolgedessen von der Häufigkeit, mit der der Schleifzylinder 7 auf die Schneidkanten
der Messer einwirkt, d. h. von dem tatsächlichen Abschliff der Messer
5
abhängt. Zu diesem Zweck sind die seitlichen, durch Wälzlager 41 in dem
gabelförmigen Trag-körper 14 drehbar gelagerten Wellenstümpfe 113, 213 der
Messerwalze 4 hohl ausgebildet, und die dazu koaxiale Messervorschubwelle
32 ist z. B. durch den linken Wellenstumpf 113 der Messerwalze 4 aus
dieser auf der entsprechenden Seite des gabelförmigen Tragkörpers 14 herausgeführt.
Diese Verlängerung der Messervorschubwelle 32 kann in beliebiger Weise erfoI-gen,
z. B. durch ein mit der Welle 32 dauernd fest verbundenes Wellenteil. In
dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedoch in dem hohlen Wellenstumpf
113 der Messerwalze 4 eine von der Messervorschubwelle 32 getrennte
und dazu koaxiale Antriebswelle 42 drehbar gelagert, die mit der Messervorschubwelle
32 durch eine beliebige, sich befin axialen Auseinanderrücken der zwei Wellen
32, 42 selbsttätig lösende, und z. B. alsFrontalzahnkupplung ausgebildete
Schaltkupplung 43 verbunden ist. Die Antriebswelle 42 ist in Längsrichtung unverschiebbar
in dem Wellenstampf. 113 der Messerwallze 4 gelagert, während die Messervorschubwelle
32 axial verschiebbar in dem entgegengesetzten Wellenstumpf 213 der
Messerwalze 4 gelagert und durch eine Feder 44 in Richtung auf -die Antriebswelle
42 hin gedrückt ist. Die Feder 44 hält dadurch die Schaltkupplung 43 zwischen den
beiden Wellen 32, 42 normalerweise in eingerücktem Zustand.
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Die Antriebswelle 42 ist durch ein als Umlaufgetriebe ausgebildetes
Untersetzungsgetriebe mit der Messerwalze 4 verbunden. Dieses Getriebe besteht aus
einem Zahnrad 46 (F i g. 4), das frei drehbar auf dem äußeren Ende der Antriebswelle
42 gelagert und mit der Messerwalze 4 drehfest verbünden ist. In dem dargestellten
Beispiel ist das Zahnrad 46 durch eine Zahnkupplung 146 mit dem Kopfende des entsprechenden
Wellenstumpfes 113 der Messerwalze 4 gekuppelt. Auf demselben Ende der Antriebswelle,
42 ist auf der der Messerwalze 4 zugekehrten Seite des Zahnrades 46 eine davon getrennte
Riemenscheibe 45 frei drehbar gelagert. Auf der entgegengesetzten Seite des Zahnrades
46 ist auf der Antriebswelle 42 ein Zahnrad 47 befestigt, das - bei etwa
gleichem Durchmesser - eine etwas größere Zähnezahl als das mit der Messerwalze
4 zusammenhängende Zahnrad 46 besitzt. Das Zahnrad 47 kann z. B.
100 Zähne, dagegen das Zahnrad 46 nur 99 Zähne aufweisen. Mit beiden
Zahnrädern 46, 47 steht ein Umlaufrad 48 in Eingriff, das in einem mit der Riemenscheibe
45 fest verbundenen und mit dieser um die Welle 42 umlaufenden Gehäuse 49 (Steg)
drehbar gelagert ist. Auf dem Wellenstumpf 113 der Messerwalze 4 ist eine
R.iemenscheibe 40 befestigt, die - wie bereits 'beschrieben - für
den Antrieb der Messerwalze dient. Neben dieser Riemenscheibe 40 ist auf dem Wellenstumpf
113 der Messerwalze 4 eine weitere, bedeutend kleinere Riemenscheibe
50 befestigt,--die-gu--dem Wellenstampf 113 bzw. an der größeren Riemenscheibe
40 angeformt sein kann. Die Riemenscheibe 50 treibt über den Riemen
51 und eine entsprechende Riemenscheibe, 52 eine Vorgelegewelle
53 an, die auf dem Schlitten 16,koaxial zu der Schwingachse 15 des
gabelförmigen Tragkörpers 14 der Messerwalze 4 gelagert ist (F i g. 1 und
4). Auf der Vorgelegewelle 53
ist eine aus zwei gegeneinander verstellbaren
Kegelhälften bestehende Keilriemenscheibe 54 befestigt, die durch einen Keilriemen
55 die mit dem umlaufenden Steg 49 des Umlaufgetriebes verbundene Riemenscheibe
45 antreibt.
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Im Betrieb der Tabakschneidmaschine wird also der Steg 49 und mithin
das darin gelagerte Umlaufrad 48 durch die mit der Messerwalze 4 zusammen
hängende
Riemenscheibe 50 über den übersetzungsriementrieb 51, 52,
54, 55, 45 um die Antriebswelle 42 gedreht. Der Unterschied zwischen
den Drehgesch,windigkeiten der Messerwalze 4 und der Riemenscheibe
45
entspricht dem übersetzungsverhältnis des Riementriebes 51, 52,
54, 55. Derselbe Unterschied besteht auch zwischen den Drehgeschwindigkeiten
des mit der Messerwalze 4 zusammenhängenden Zahnrades 46 und des mit der Riemenscheibe
45 zusammenhängenden Gehäuses 49, in dem das Umlaufrad 48 gelagert ist. Das Umlaufrad
48 dreht sich infolgedessen um seine eigene Achse und überträgt die genannte Drehgeschwindigkeitsdifferenz
über das Zahnrad 47 auf die Antriebswelle 42, und zwar mit einer weiteren, dem Verhältnis
zwischen den Zähnezahlen der beiden Zahnräder 46 und 47 entsprechenden Untersetzung.
Die auf diese Weise zwischen der Messerwalze 4 und der Antriebswelle 42 erzielte
relative Drehbewegung wird von der Antriebswelle 42 über die Schaltkupplung 43 auf
die Messervorschubwelle 32 übertragen und dient zum fortschreitenden
'
langsamen Vorschieben der Messer 5 über die bereits beschriebenen
Einzelvorschubvorrichtungen. DieVorschubgeschwindigkeit der Messer 5 kann
innerhalb gewisser Grenzen durch gegenseitiges Verschieben der Kegelscheibenhälften
der Riemenscheibe 54 abgeändert werden.
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Die Tabakschneidmaschine ist ferner mit einer Vorrichtung versehen,
die die Maschine selbsttätig anhält, wenn sich auch nur ein einziges Messer
5 bis auf einen vorbestimmten Rest abnützt bzw. wenn unzulässige überbelastungen
der Messervorschubvorrichtungeintreten. Zu diesem Zweck ist die längsverschiebbar
gelagerte Messervorschubwelle 32 durch den hohlen Wellenstumpf
213 der Messerwalze 4 herausgeführt und wirkt über eine an ihrem Kopfende
vorgesehene Einstellsähraube 56 auf einen elektrischen Schalter
57 ein, der im elektrischen Steuerstromkreis der Tabakschneidmaschine vorgesehen
ist (F i g. 4). Jedes Messerblatt 5 gilt als abgenützt, wenn die entsprechenden
Schieber 27 das vordere Ende ihrer Führungsnuten 30 erreichen, bzw.
gegen das vordere Drehlager 29 der entsprechenden Vorschubschraube
28 anschlagen und dadurch angehalten werden (F i g. 2). In dieser
Endstellung der Schieber 27
wird die weitere Bewegung der entsprechenden Vorschubschrauben
28 und der zugeordneten Zahnräder 34, 35 sowie der betreffenden Schneckenräder
zwangläufig gesperrt. Die Messervorschubwelle 32 wird je-
doch durch
die Antriebswelle 42 weitergedreht. Die auf der Welle 32 befestigten und
mit den nunmehr gesperrten Schneckenrädern 37 im Eingriff stehenden Schnecken
33 üben deshalb auf die Messervorschubwelle 32 eine axial gerichtete
Kraft aus und verschieben infolgedessen diese Welle in Längsrichtung entgegen der
Kraft der Feder 44. Eine solche verhältnismäßig kleine Längsverschiebung der Messervorschubwelle
32 genügt bereits, damit dieses mit ihrem äußeren Kopfende den Schalter
57 betätigt, dadurch den elektrischen Steuerstromkreis der Tabakschneidmaschine
unterbricht und infolgedessen die Maschine zum Stillstand bringt. Sollte aus irgendeinem
Grund der Schalter 57 nicht betätigt werden, bzw. sollte er trotz Betätigung
die Tabakschneidmaschine nicht abschalten, so wird die Messervorschubwelle
32 durch die Schnecken 33 weiter in Längsrichtung entgegen der Feder
44 verschoben, und zwar so weit, bis die Schaltkupplung 43 zwischen den Wellen
32 und 42 ausgerückt wird. Dadurch wird die Messervorschubvorrichtung von
ihrem Antrieb ausgekuppelt und stillgelegt, obwohl die Messerwalze 4 weiter umläuft.
Nach dem Anhalten der Messerwalze 4 wird die Messervorschu,bwelle 32 durch
die Feder 44 in axialer Richtung zurückverschoben, wodurch die Schaltkupplung 43
selbsttätig wieder eingerückt wird.
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Die Tabakschneidmaschine ist schließlich mit einer Handbetätigungsvorrichtung
der Messervorschubschrauben 28 versehen, um die Messerschieber
27
nach der Abnützung der entsprechenden Messerblätter schnell in ihre zurückgezogene
Ausgangsstellung zu verschieben bzw. um die anfängliche Messervorlage aus der Messerwalze
4 genau einstellen zu können. Jede Messervorschubschraube 28 kann von Hand
aus mit Hilfe ihres äußeren Kopfes 21 gedreht werden,doch es ist dazu erforderlich,
die Schraube 28 zuerst von ihrem nicht umkehrbaren Schneckengetriebe
33, 37 auszukuppeln. Zu diesem Zweck ist an der Messerwalze 4 für jedes Messer
5 eine Leiste 58 vorgesehen, die mit allen verschiebbaren, die Vorschubschrauben
28 des betreffenden Messers 5 antreibenden Zahnrädern 35
zusammenwirkt: (F i g. 2 und 4). Diese Leiste 58 ist auf der
den Federn 38 entgegengesetzten Seite der Zahnräder 35 quer zu den
Vorgelegewellen 36 angeordnet und kann in Längsrichtung dieser Wellen
36 durch eine beliebige handbetätigte Vorrichtung verschoben werden. Dadurch
werden alle einem Messer 5 zugeordneten Zahnräder 35 auf den Vorgelegewellen
36 so weit in axialer Richtung entgegen der Kraft der betreffenden Federn
38 verschoben, bis sie sich von dem entsprechenden, auf den Messervorschubschrauben
28 befestigten Zahnrädern 34 lösen. Die Schrauben 28 können dann von
Hand aus frei verdreht werden. Nach dem Einstellen des Messers 5 wird die
Leiste 58 in ihre Ausgangsstellung zurück-bewegt und die Federn
38 schieben die Zahnräder 35 erneut in Eingriff mit den Zahnrädern
34 der Vorschubschrau#ben 28.
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Vorrichtung zurBetätigung
der Leiste 58 aus einer Büchse 59 (Fig. 3 und 4), die die quer
dazu gerichtete Leiste 58 trägt und verschiebbar auf einem festen Führungszapfen
60 gelagert ist.Der Zapfen 60 ist parallel zudenWellen36 derverschiebbarenZahnräder35ausgerichtet
und zwischen den beiden, einem Messer5 entsprechenden Wellen angeordnet. Die Büchse59
wird auf ihrem Führungszapfen 60 durch einen Exzenter 61 verschoben,
der an einem durch die Halteplatte 23 des betreffenden Messers
5 aus der Messerwalze 4 herausgeführten und von Hand aus mit Hilfe eines
entsprechenden Schlüssels od. dgl. verdrehbaren Bolzen 62 befestigt ist.