DE1197791B - Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur Beflockung - Google Patents
Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur BeflockungInfo
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Classifications
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- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D—PROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D1/00—Processes for applying liquids or other fluent materials
- B05D1/16—Flocking otherwise than by spraying
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
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- B05D1/00—Processes for applying liquids or other fluent materials
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D—PROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D3/00—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials
- B05D3/14—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials by electrical means
Landscapes
- Electrostatic Spraying Apparatus (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
B 44c
Deutsche KL: 75b-4
Nummer: 1197791
Aktenzeichen: G 37994 VI b/75 b
Anmeldetag: 19. Juni 1963
Auslegetag: 29. Juli 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen
zur Beflockung von Materialien mit Textilfasern durch Ionisierung.
Bei der Beflockung von Materialien mit Textilfasern werden hochgespannte elektrostatische Felder
angewendet, durch welche die Textilfasern beschleunigt und auf das Material aufgebracht werden. Da die
Textilfasern im wesentlichen den Feldlinien folgen, sind zur Erzielung einer gleichmäßigen Beflockung
weitgehend homogene elektrostatische Felder erforderlich.
Die Praxis zeigt nun, daß der Betrieb von Beflokkungsvorrichtungen
stark von den atmosphärischen Verhältnissen abhängig ist und daß es oftmals über
mehrere Stunden hinweg nicht möglich ist, die Beflockungsvorrichtungen zu betreiben. Diese
Schwierigkeit tritt insbesondere auf, wenn mit langen Textilfasern gearbeitet werden muß oder wenn aus
wirtschaftlichen oder sonstigen Gründen räumlich sehr ausgedehnte Materialien, z.B. breite Gewebebahnen,
beflockt werden sollen. Die Einregelung der elektrostatischen Felder und der anderen Variablen
der Beflockungsvorrichtung bedingt ein Personal mit sehr großer Facherfahrung, da der Einfluß verschiedener
Faktoren theoretisch noch weitgehend ungeklärt ist. Trotzdem gelingt es, wie oben beschrieben,
nicht immer, eine Einstellung zu finden, bei welcher ein Betrieb der Beflockungsvorrichtung möglich ist.
Es ist bekannt, beim elektrostatischen Berlocken die Feuchtigkeit der Flocken und die relative Luftfeuchtigkeit
des Beflockungsraumes einzustellen. Es läßt sich jedoch zeigen, daß nach den bekannten Verfahren
erhebliche Feuchtigkeitsunterschiede zwischen verschiedenen Raumzonen vorhanden sind, worauf
Unregelmäßigkeiten bei der Beflockung zurückzuführen sind, die sich besonders beim Beflocken von
Breitware bemerkbar machen. Es ist weiterhin bekannt, bei der elektrostatischen Beschichtung von isolierenden
Stoffen unerwünschte Aufladungen durch die Einwirkung von radioaktiven Strahlen zu verhindern.
Abgesehen davon, daß die letzte Maßnahme sehr große Aufwendungen hinsichtlich des Schutzes
und der Fürsorge für das Bedienungspersonal erfordert, scheint der Erfolg bei diesem Verfahren nicht
gewährleistet.
Selbstverständlich gibt es Fälle, bei denen die genannte Problemstellung nicht oder nur wenig in Erscheinung
tritt und durchaus brauchbare Materialien mit üblichen Arbeitsweisen erzielt werden können.
Dies ist z.B. der Fall, wenn mit kurzen Flocken aus bestimmten Materialien gearbeitet wird.
Verfahren zur Beeinflussung von
elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen
zur Beflockung
elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen
zur Beflockung
Anmelder:
Glücksbandwerk G. Roth & Cie.,
Göppingen, Bleichste. 1-5
Als Erfinder benannt:
Edmund Gröhl, Heiningen bei Göppingen
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 23. Juni 1962 (A 5040/62)
Die Flocke bildet im Feldbereich einen Dipol. Nach dem Einschießen in die Klebschicht trägt also das
freie Ende eine Ladung. Diese Ladung macht sich um so stärker bemerkbar, je länger die Flocke ist, d. h.,
die Faserenden stoßen sich gegenseitig ab. Solange jedoch die Ladungsverteilung gleichmäßig ist, wird
auch die Faserverteilung und insbesondere die Faserrichtung auf dem herzustellenden Flockmaterial
gleichmäßig sein.
Die Praxis zeigt jedoch, daß nicht alle Fasern in die Klebstoffschicht so eingeschossen werden, daß sie
sich fest in derselben verankern. Ein Teil der Fasern fällt auf den Zubringer zurück und wird von diesem
nochmal angehoben oder aus der Vorrichtung heraustransportiert. Die heraustransportierten Fasern
müssen nun längere Zeit gelagert und einer speziellen Behandlung unterworfen werden, damit sie ihre
Ladungen verlieren. Da bis dahin oftmals die Flockvorrichtung auf eine andere Fasergattung oder Faserfarbe
umgestellt wurde, stapeln sich große Vorräte an, bis sich eine Gelegenheit bietet, die spezielle Faser
wieder zu verwenden. Bringt man die Fasern jedoch ohne diese Behandlung sofort wieder in Umlauf, so
bilden sie infolge ihrer unregelmäßigen Ladungsverteilung eine erhebliche Störungsquelle. Ein anderer
Teil der Fasern fällt nicht ganz bis zum Zubringer zurück; die Fasern kehren vielmehr — oftmals unter
Durchführung eines Überschlages — um und werden dann eingeschossen. Die unterschiedliche Ladungsverteilung der Flocken führt nun zu einem unregelmäßigen
Bild des Faserflores der Flockware — sei es, daß die Faserverteilung, nämlich die Anzahl der je
Quadratmillimeter eingeschossenen Fasern, unregelmäßig ist, sei es, daß die Faserrichtung verschieden
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ist und sich dementsprechend Kränze, Krater oder andere Unregelmäßigkeiten bilden. Die Problemstellung
wird um so schwieriger, je langer die verwendeten Fasern sind. Es war aus diesen Gründen
bisher z.B. kaum möglich, einwandfreie Pelzimitationen mit Langhaarfasern von über 10 mm herzustellen.
Es ist mit den eingangs erwähnten, bekannten Maßnahmen auch nicht möglich, die angegebene Problemstellung
zu lösen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt es sich nun überraschenderweise, daß eine Herstellung auch
von Langfaserflockware in sehr guter Qualität möglich ist.
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht dabei darin, daß Gase, Nebel oder Dämpfe, die negative
oder positive Ionen enthalten, in den Feldbereich der Elektroden eingebracht werden.
Obwohl der physikalische Effekt, der bei dem Verfahren
gemäß der Erfindung auftritt, noch nicht vollständig geklärt ist, kann behauptet werden, daß durch
die angegebene Maßnahme die Ladungsverteilung auf den Fasern gleichmäßiger wird. Dies wirkt sich in
einer Verbesserung des Endproduktes aus.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden Nebel, Gase oder Dämpfe, denen Feststoffe oder
Lösungen — insbesondere Salze oder Halogene — beigemischt werden, in den Feldbereich eingebracht.
Es kann auch in den Feldbereich reine ionisierte Luft eingebracht werden.
Bei der in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsform gemäß der Erfindung wird ein
Fasermaterial 1 durch eine elektrisch vorgespannte, gitterförmige Elektrode 2 von einem Zubringer 3 abgehoben
und unter Wirkung des elektrischen Feldes nach oben in ein zu beflockendes, mit Klebschicht
versehenes Material 4 eingeflockt. Das Material 4 liegt an einer Unterlage 5 an.
Seitlich ist eine Dampf- oder Nebelerzeugungseinrichtung angeordnet. Der Dampf oder Nebel wird
über eine an die Einrichtung 6 angeschlossene Düse 7 in den Feldbereich eingebracht.
Claims (3)
1. Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur Beflokkung
von Materialien mit Textilfasern durch Ionisierung, dadurch gekennzeichnet, daß Gase, Nebel oder Dämpfe, die negative oder
positive Ionen enthalten, in den Feldbereich eingebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Nebel, Gase oder Dämpfe,
denen Feststoffe oder Lösungen — insbesondere Salze der Halogene — beigemischt werden, in den
Feldbereich eingebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Feldbereich reine ionisierte
Luft eingebracht wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1230199;
Zeitschrift Blech, 7 (1960), S. 309;
Bull. Ass. Suisse electric, 44/1953, Nr. 21, S. 923.
Französische Patentschrift Nr. 1230199;
Zeitschrift Blech, 7 (1960), S. 309;
Bull. Ass. Suisse electric, 44/1953, Nr. 21, S. 923.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 628/126 7.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1197791X | 1962-06-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1197791B true DE1197791B (de) | 1965-07-29 |
Family
ID=3686995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG37994A Pending DE1197791B (de) | 1962-06-23 | 1963-06-19 | Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur Beflockung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1197791B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10326112A1 (de) * | 2003-06-06 | 2004-12-23 | Uwe Arnold | Verfahren zum Aufbringen von sichtbaren Beschriftungen auf Netze |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1230199A (fr) * | 1958-07-10 | 1960-09-14 | Dunlop Sa | Procédé perfectionné pour le revêtement ou l'enduisage d'objets par voie électrostatique, et appareil utilisé |
-
1963
- 1963-06-19 DE DEG37994A patent/DE1197791B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1230199A (fr) * | 1958-07-10 | 1960-09-14 | Dunlop Sa | Procédé perfectionné pour le revêtement ou l'enduisage d'objets par voie électrostatique, et appareil utilisé |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10326112A1 (de) * | 2003-06-06 | 2004-12-23 | Uwe Arnold | Verfahren zum Aufbringen von sichtbaren Beschriftungen auf Netze |
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