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DE1197791B - Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur Beflockung - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur Beflockung

Info

Publication number
DE1197791B
DE1197791B DEG37994A DEG0037994A DE1197791B DE 1197791 B DE1197791 B DE 1197791B DE G37994 A DEG37994 A DE G37994A DE G0037994 A DEG0037994 A DE G0037994A DE 1197791 B DE1197791 B DE 1197791B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flocking
electrostatic fields
field area
fibers
devices
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG37994A
Other languages
English (en)
Inventor
Edmund Groehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gluecksbandwerk G Roth & Cie
Original Assignee
Gluecksbandwerk G Roth & Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gluecksbandwerk G Roth & Cie filed Critical Gluecksbandwerk G Roth & Cie
Publication of DE1197791B publication Critical patent/DE1197791B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D1/00Processes for applying liquids or other fluent materials
    • B05D1/16Flocking otherwise than by spraying
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D1/00Processes for applying liquids or other fluent materials
    • B05D1/007Processes for applying liquids or other fluent materials using an electrostatic field
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D3/00Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials
    • B05D3/14Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials by electrical means

Landscapes

  • Electrostatic Spraying Apparatus (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
B 44c
Deutsche KL: 75b-4
Nummer: 1197791
Aktenzeichen: G 37994 VI b/75 b
Anmeldetag: 19. Juni 1963
Auslegetag: 29. Juli 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur Beflockung von Materialien mit Textilfasern durch Ionisierung.
Bei der Beflockung von Materialien mit Textilfasern werden hochgespannte elektrostatische Felder angewendet, durch welche die Textilfasern beschleunigt und auf das Material aufgebracht werden. Da die Textilfasern im wesentlichen den Feldlinien folgen, sind zur Erzielung einer gleichmäßigen Beflockung weitgehend homogene elektrostatische Felder erforderlich.
Die Praxis zeigt nun, daß der Betrieb von Beflokkungsvorrichtungen stark von den atmosphärischen Verhältnissen abhängig ist und daß es oftmals über mehrere Stunden hinweg nicht möglich ist, die Beflockungsvorrichtungen zu betreiben. Diese Schwierigkeit tritt insbesondere auf, wenn mit langen Textilfasern gearbeitet werden muß oder wenn aus wirtschaftlichen oder sonstigen Gründen räumlich sehr ausgedehnte Materialien, z.B. breite Gewebebahnen, beflockt werden sollen. Die Einregelung der elektrostatischen Felder und der anderen Variablen der Beflockungsvorrichtung bedingt ein Personal mit sehr großer Facherfahrung, da der Einfluß verschiedener Faktoren theoretisch noch weitgehend ungeklärt ist. Trotzdem gelingt es, wie oben beschrieben, nicht immer, eine Einstellung zu finden, bei welcher ein Betrieb der Beflockungsvorrichtung möglich ist.
Es ist bekannt, beim elektrostatischen Berlocken die Feuchtigkeit der Flocken und die relative Luftfeuchtigkeit des Beflockungsraumes einzustellen. Es läßt sich jedoch zeigen, daß nach den bekannten Verfahren erhebliche Feuchtigkeitsunterschiede zwischen verschiedenen Raumzonen vorhanden sind, worauf Unregelmäßigkeiten bei der Beflockung zurückzuführen sind, die sich besonders beim Beflocken von Breitware bemerkbar machen. Es ist weiterhin bekannt, bei der elektrostatischen Beschichtung von isolierenden Stoffen unerwünschte Aufladungen durch die Einwirkung von radioaktiven Strahlen zu verhindern. Abgesehen davon, daß die letzte Maßnahme sehr große Aufwendungen hinsichtlich des Schutzes und der Fürsorge für das Bedienungspersonal erfordert, scheint der Erfolg bei diesem Verfahren nicht gewährleistet.
Selbstverständlich gibt es Fälle, bei denen die genannte Problemstellung nicht oder nur wenig in Erscheinung tritt und durchaus brauchbare Materialien mit üblichen Arbeitsweisen erzielt werden können. Dies ist z.B. der Fall, wenn mit kurzen Flocken aus bestimmten Materialien gearbeitet wird.
Verfahren zur Beeinflussung von
elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen
zur Beflockung
Anmelder:
Glücksbandwerk G. Roth & Cie.,
Göppingen, Bleichste. 1-5
Als Erfinder benannt:
Edmund Gröhl, Heiningen bei Göppingen
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 23. Juni 1962 (A 5040/62)
Die Flocke bildet im Feldbereich einen Dipol. Nach dem Einschießen in die Klebschicht trägt also das freie Ende eine Ladung. Diese Ladung macht sich um so stärker bemerkbar, je länger die Flocke ist, d. h., die Faserenden stoßen sich gegenseitig ab. Solange jedoch die Ladungsverteilung gleichmäßig ist, wird auch die Faserverteilung und insbesondere die Faserrichtung auf dem herzustellenden Flockmaterial gleichmäßig sein.
Die Praxis zeigt jedoch, daß nicht alle Fasern in die Klebstoffschicht so eingeschossen werden, daß sie sich fest in derselben verankern. Ein Teil der Fasern fällt auf den Zubringer zurück und wird von diesem nochmal angehoben oder aus der Vorrichtung heraustransportiert. Die heraustransportierten Fasern müssen nun längere Zeit gelagert und einer speziellen Behandlung unterworfen werden, damit sie ihre Ladungen verlieren. Da bis dahin oftmals die Flockvorrichtung auf eine andere Fasergattung oder Faserfarbe umgestellt wurde, stapeln sich große Vorräte an, bis sich eine Gelegenheit bietet, die spezielle Faser wieder zu verwenden. Bringt man die Fasern jedoch ohne diese Behandlung sofort wieder in Umlauf, so bilden sie infolge ihrer unregelmäßigen Ladungsverteilung eine erhebliche Störungsquelle. Ein anderer Teil der Fasern fällt nicht ganz bis zum Zubringer zurück; die Fasern kehren vielmehr — oftmals unter Durchführung eines Überschlages — um und werden dann eingeschossen. Die unterschiedliche Ladungsverteilung der Flocken führt nun zu einem unregelmäßigen Bild des Faserflores der Flockware — sei es, daß die Faserverteilung, nämlich die Anzahl der je Quadratmillimeter eingeschossenen Fasern, unregelmäßig ist, sei es, daß die Faserrichtung verschieden
509 628/126
ist und sich dementsprechend Kränze, Krater oder andere Unregelmäßigkeiten bilden. Die Problemstellung wird um so schwieriger, je langer die verwendeten Fasern sind. Es war aus diesen Gründen bisher z.B. kaum möglich, einwandfreie Pelzimitationen mit Langhaarfasern von über 10 mm herzustellen. Es ist mit den eingangs erwähnten, bekannten Maßnahmen auch nicht möglich, die angegebene Problemstellung zu lösen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt es sich nun überraschenderweise, daß eine Herstellung auch von Langfaserflockware in sehr guter Qualität möglich ist.
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht dabei darin, daß Gase, Nebel oder Dämpfe, die negative oder positive Ionen enthalten, in den Feldbereich der Elektroden eingebracht werden.
Obwohl der physikalische Effekt, der bei dem Verfahren gemäß der Erfindung auftritt, noch nicht vollständig geklärt ist, kann behauptet werden, daß durch die angegebene Maßnahme die Ladungsverteilung auf den Fasern gleichmäßiger wird. Dies wirkt sich in einer Verbesserung des Endproduktes aus.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden Nebel, Gase oder Dämpfe, denen Feststoffe oder Lösungen — insbesondere Salze oder Halogene — beigemischt werden, in den Feldbereich eingebracht.
Es kann auch in den Feldbereich reine ionisierte Luft eingebracht werden.
Bei der in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsform gemäß der Erfindung wird ein Fasermaterial 1 durch eine elektrisch vorgespannte, gitterförmige Elektrode 2 von einem Zubringer 3 abgehoben und unter Wirkung des elektrischen Feldes nach oben in ein zu beflockendes, mit Klebschicht versehenes Material 4 eingeflockt. Das Material 4 liegt an einer Unterlage 5 an.
Seitlich ist eine Dampf- oder Nebelerzeugungseinrichtung angeordnet. Der Dampf oder Nebel wird über eine an die Einrichtung 6 angeschlossene Düse 7 in den Feldbereich eingebracht.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur Beflokkung von Materialien mit Textilfasern durch Ionisierung, dadurch gekennzeichnet, daß Gase, Nebel oder Dämpfe, die negative oder positive Ionen enthalten, in den Feldbereich eingebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Nebel, Gase oder Dämpfe, denen Feststoffe oder Lösungen — insbesondere Salze der Halogene — beigemischt werden, in den Feldbereich eingebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Feldbereich reine ionisierte Luft eingebracht wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1230199;
Zeitschrift Blech, 7 (1960), S. 309;
Bull. Ass. Suisse electric, 44/1953, Nr. 21, S. 923.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 628/126 7.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEG37994A 1962-06-23 1963-06-19 Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur Beflockung Pending DE1197791B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1197791X 1962-06-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1197791B true DE1197791B (de) 1965-07-29

Family

ID=3686995

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG37994A Pending DE1197791B (de) 1962-06-23 1963-06-19 Verfahren zur Beeinflussung von elektrostatischen Feldern bei Einrichtungen zur Beflockung

Country Status (1)

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DE (1) DE1197791B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10326112A1 (de) * 2003-06-06 2004-12-23 Uwe Arnold Verfahren zum Aufbringen von sichtbaren Beschriftungen auf Netze

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1230199A (fr) * 1958-07-10 1960-09-14 Dunlop Sa Procédé perfectionné pour le revêtement ou l'enduisage d'objets par voie électrostatique, et appareil utilisé

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1230199A (fr) * 1958-07-10 1960-09-14 Dunlop Sa Procédé perfectionné pour le revêtement ou l'enduisage d'objets par voie électrostatique, et appareil utilisé

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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