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DE1197492B - Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelaegen fuer Sportplaetze, Schulhoefe od. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelaegen fuer Sportplaetze, Schulhoefe od. dgl.

Info

Publication number
DE1197492B
DE1197492B DEI17360A DEI0017360A DE1197492B DE 1197492 B DE1197492 B DE 1197492B DE I17360 A DEI17360 A DE I17360A DE I0017360 A DEI0017360 A DE I0017360A DE 1197492 B DE1197492 B DE 1197492B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
mixture
bitumen
minerals
pigments
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI17360A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Jurinek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEI17360A priority Critical patent/DE1197492B/de
Priority to CH1383060A priority patent/CH387683A/de
Priority to BE665301D priority patent/BE665301A/xx
Publication of DE1197492B publication Critical patent/DE1197492B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C13/00Pavings or foundations specially adapted for playgrounds or sports grounds; Drainage, irrigation or heating of sports grounds
    • E01C13/06Pavings made in situ, e.g. for sand grounds, clay courts E01C13/003
    • E01C13/065Pavings made in situ, e.g. for sand grounds, clay courts E01C13/003 at least one in situ layer consisting of or including bitumen, rubber or plastics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)
  • Road Repair (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelägen für Sportplätze, Schulhöfe od. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelägen für Sportplätze, Schulhöfe od. dgl. Man hat bereits derartige Beläge hergestellt, die einen wasserdurchlässigen Unterbau aus Bruchsteinen, Kies, Schotter, Ziegelbrocken oder ähnlichen Materialien aufweisen. Auf derartige Unterbauten.werden bei den bekannten Verfahren Schichten grober und feiner Schlacke als Auflage und darauf eine Decke aus Ziegelmehl, Lehm, Ton, Mergel, Asche oder ähnlichen bindenden Naturprodukten oder aus Abraummaterial aufgebracht. Solche Decken werden dann weiter mit feinem Ziegelmehl rot oder durch Beimischung von grüner Farbe grün aufgezogen, eingeschlämmt und durch häufiges Bewässern sowie Walzen so weit verdichtet, daß die Plätze trittfest werden.
  • Alle diese Decken zeigen jedoch nach kürzerer oder längerer Benutzung Mängel. Die oberen Schichten der Decken werden durch das ständige barüberlaufen so stark komprimiert, daß trotz eines wasserdurchlässigen Unterbaues die obere Schicht allmählich immer mehr wasserundurchlässig wird. Die Folge davon ist, daß sich Regenwasser auf der Oberfläche derartiger Plätze ansammelt und fast nur durch Verdunsten wieder entfernt wird. Die Plätze sind dadurch nach jedem Regen mehr oder weniger lange Zeit unbenutzbar. Ein weiterer Nachteil solcher Decken besteht darin, daß sie bei trockenem und heißem Wetter, bei welchem gerade Sportplätze sehr häufig benutzt werden, große Staubentwicklung zeigen. Wenn solche Decken mit Lehm, Mergel oder Rotgrand gebunden sind, werden sie außerdem hart und rissig, Es ist auch bereits bekannt, zur Herstellung solcher Decken bitumengebundene Emulsionen zu benutzen. Diese werden z. B. für Tennisplätze rot eingefärbt. In der Praxis wirken solche Decken wasserundurchlässig, d. h., sie müßten ein Gefälle erhalten, um das Wasser abzuführen. Gerade für sportliche Zwecke ist es jedoch erwünscht, Decken ohne Gefälle herzustellen. Außerdem hat sich herausgestellt, daß die Farben solcher Decken nicht haltbar sind. Beim Tennisspielen werden z. B. Schuhe, Bälle und Kleidung stark rot verschmutzt, so daß sie entweder unbrauchbar werden oder mit viel Mühe gereinigt werden müssen. Insbesondere der große Verschleiß an Tennisbällen hat es angezeigt sein lassen, solche Belege für Tennisplätze nicht zu verwenden.
  • Die Erfindung hat demgegenüber zum Ziel die Herstellung von Deckenbelägen, die unabhängig von Wetter und Jahreszeit ununterbrochen spielbereit sind und eine Blendwirkung der Augen ausschließen. Gemäß der Erfindung wird bei dem Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelägen für Sportplätze, Schulhöfe od. dgl., bei denen als Unterbau auf eine grobe Schotterschicht eine Schicht aus Kleinschotter aufgebracht, abgewalzt, mit einer Bitumenemulsion bespritzt und mit einer Deckschicht versehen wird, auf den Unterbau vor dem Aufbringen des Deckbelages eine Verbindungsschicht aus Kalksteinsplitt, hydraulischem Kalk sowie einer Bitumenemulsion aufgebracht. Nach der Komprimierung und Austrocknung wird ein aus zwei Schichten bestehender Deckbelag aufgespritzt, für dessen erste Schicht bei einer roten Decke eine Mischung aus
    16,4% Natur- und/oder synthetischen Harzen,
    20,0% anorganischen Farbstoffen und/oder
    Pigmenten,
    37,6% Alkoholen und Lösungen von Methyl-
    äthyl-ketonen,
    26,0% Mineralstoffen,
    bei einer grünen Decke aus
    15,8% Natur- und/oder synthetischen Harzen,
    7,0% anorganischen Farbstoffen und/oder
    Pigmenten,
    37,2% Alkoholen und Lösungen von Methyl-
    äthyl-ketonen,
    40,0% Mineralstoffen,
    und für dessen zweite Schicht bei einer roten Decke eine Mischung aus
    36,0% einer Mischung aus organischen Ölen
    mit Glyzerin und Phthalharz,
    10,0% anorganischen Farbstoffen und/oder
    Pigmenten,
    38,0% Mineralstoffen,
    16,0% Terpentinölersatz,
    bei einer grünen Decke aus
    36,0% einer Mischung aus organischen Ölen
    und Glyzerin und Phthalharz,
    13,0% anorganischen Farbstoffen und/oder
    Pigmenten,
    35,00/e Mineralstoffen,
    16,00/e Terpentinölersatz
    verwendet wird. Ein nach diesem Verfahren hergestellter Belag ist sehr haltbar, wasserdurchlässig, glatt, ohne daß man jedoch darauf leicht rutschen würde, farbbeständig und staubfrei, insgesamt also erfüllt ein derartiger Belag alle Anforderungen, die in der Prams gewöhnlich an ihn gestellt werden. Während bei den bekannten Spielflächen die Aufzeichnungen der Spielfelder leicht verwischen, hat sich gezeigt, daß die auf einer erfindungsgemäß hergestellten Fläche aufgezeichneten Spielfelder sehr haltbar sind.
  • Die Haltbarkeit der Spielfläche kann noch dadurch erhöht werden, daß die obere Schicht des Deckbelages nach Erhärtung der zuerst aufgetragenen Schicht in zu der Auftragungsrichtung der ersten Schicht etwa rechtwinkeliger Richtung aufgetragen wird.
  • Als günstig für die Verbindungsschicht hat sich eine Mischung aus einer Bitumenemulsion unter Verwendung von Bitumen der Penetration 80, einem Kalksteinsplitt der Körnung 3 bis 8 mm und hydraulischem Kalk erwiesen, insbesondere dann, wenn auf jeden Quadratmeter etwa 40 kg Kalksteinsplitt, 8 kg hydraulischer Kalk und 7 kg Bitumenemulsion aufgebracht werden.
  • Die Verbindungsschicht wird in üblicher Weise gut gewalzt und komprimiert. Nachdem aus der Schicht praktisch alle in der bituminösen Emulsion enthaltenen flüssigen Bestandteile ausgetrocknet, »ausgeblutet« sind, ein Zustand, der nach etwa 2-bis 3wöchiger Liegezeit eintritt, wird die Oberfläche sauber abgekehrt, um von Staub und sonstigen eingefallenen Bestandteilen, wie Laub usw., frei zu sein.
  • Dann wird der Deckbelag mit farbigen Kompositionen Grün, Rat, Rotbraun od. dgl. in zwei Arbeitsgängen unter hohem Druck aufgespritzt.
  • Der Auftrag der ersten Schicht dient als Siegler, um das Durchdringen des bituminösen Untergrundes zu verhindern. Dabei ist es zweckmäßig, diese Schicht in einer bestimmten Richtung aufzutragen. Sodann muß diese erste Schicht trocknen und erhärten.
  • Danach erfolgt der Auftrag der zweiten Schicht. Sie dient als Vollendungsmischung des betreffenden Farbtones und gibt der Decke eine nicht abfärbende Struktur. Es ist zweckmäßig, diese zweite Schicht etwa rechtwinkelig zur ersten Schicht aufzubringen.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Beläge sind wasserdurchlässig und deshalb unmittelbar nach Regenfällen wieder benutzbar. Frost und Hitze wirken kaum nachteilig auf solche Decken ein.
  • Die Decken sind farbbeständig, nicht abfärbend und staubfrei, geben den Benutzern eine gute Stand-und Laufsicherheit und bei Tennisplätzen einen einwandfreien Ballabsprung. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Decken bedürfen die erfindungsgemäß hergestellten Decken praktisch überhaupt keiner Wartung und Pflege.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelägen für Sportplätze, Schulhöfe od. dgl., bei denen als Unterbau auf eine grobe Schotterschicht eine, Schicht aus Kleinschotter aufgebracht, abgewalzt, mit einer Bitumenemulsion bespritzt und mit einem Deckbelag versehen wird, d a -durch gekennzeichnet, daß vordemAufbringen des Deckbelages eine Verbindungsschicht aus Kalksteinsplitt, hydraulischem Kalk und Bitumenemulsion eingebracht wird, nach deren Komprimierung und Austrocknung ein aus zwei Schichten bestehender Deckbelag aufgespritzt wird, für dessen erste Schicht bei einer roten Decke eine Mischung aus 16,4% Natur- und/oder synthetischen Harzen, 20,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 37,6% Alkoholen und Lösungen von Methyl-äthyl-ketonen, 26,0% Mineralstoffen,
    bei einer grünen Decke aus 15,81/o Natur- und/oder synthetischen Harzen, 7,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 37,2% Alkoholen und Lösungen von Methyl-äthyl-ketonen, 40,0% Mineralstoffen,
    und für dessen zweite Schicht bei einer roten Decke eine Mischung aus 36,01/o einer Mischung aus organischen ölen mit Glyzerin und Phthalharz, 10,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 38,0% Mineralstoffen, 16,0% Terpentinölersatz,
    bei einer grünen Decke aus 36,0% einer Mischung aus organischen Ölen und Glyzerin und Phthalharz, 13,00% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 35,0% Mineralstoffen, 16,0% Terpentinölersatz
    verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Schicht des Deckbeläges nach Erhärtung der zuerst aufgetragenen Schicht in zu der Auftragsrichtung der ersten Schicht etwa rechtwinkeliger Richtung aufgetragen wird.
  3. 3. Zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 verwendbare Mischung für die Verbindungsschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung aus einer Bitumenemulsion unter Verwendung von Bitumen der Penetration 80, aus Kalksteinsplitt der Körnung 3 bis 8 mm und aus hydraulischem Kalk besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: »Straßen- und Tiefbau«, 1957, S. 285 bis 287; »Zentralblatt für Industriebau«, 1957, Heft 2, S.68.
DEI17360A 1959-12-12 1959-12-12 Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelaegen fuer Sportplaetze, Schulhoefe od. dgl. Pending DE1197492B (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI17360A DE1197492B (de) 1959-12-12 1959-12-12 Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelaegen fuer Sportplaetze, Schulhoefe od. dgl.
CH1383060A CH387683A (de) 1959-12-12 1960-12-09 Verfahren zur Herstellung eines bituminösen Belages
BE665301D BE665301A (de) 1959-12-12 1965-06-11

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DEI17360A DE1197492B (de) 1959-12-12 1959-12-12 Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelaegen fuer Sportplaetze, Schulhoefe od. dgl.

Publications (1)

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DE1197492B true DE1197492B (de) 1965-07-29

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ID=7186084

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DEI17360A Pending DE1197492B (de) 1959-12-12 1959-12-12 Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelaegen fuer Sportplaetze, Schulhoefe od. dgl.

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CH (1) CH387683A (de)
DE (1) DE1197492B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3032545A1 (de) * 1980-08-29 1982-03-18 Anton 3030 Walsrode Morbach Verfahren zum regenerieren von ziegelsteinmehlschichten und ziegelsteinmehl

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3032545A1 (de) * 1980-08-29 1982-03-18 Anton 3030 Walsrode Morbach Verfahren zum regenerieren von ziegelsteinmehlschichten und ziegelsteinmehl

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BE665301A (de) 1965-06-30
CH387683A (de) 1965-02-15

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