DE1197492B - Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelaegen fuer Sportplaetze, Schulhoefe od. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelaegen fuer Sportplaetze, Schulhoefe od. dgl.Info
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01C—CONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
- E01C13/00—Pavings or foundations specially adapted for playgrounds or sports grounds; Drainage, irrigation or heating of sports grounds
- E01C13/06—Pavings made in situ, e.g. for sand grounds, clay courts E01C13/003
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelägen für Sportplätze, Schulhöfe od. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelägen für Sportplätze, Schulhöfe od. dgl. Man hat bereits derartige Beläge hergestellt, die einen wasserdurchlässigen Unterbau aus Bruchsteinen, Kies, Schotter, Ziegelbrocken oder ähnlichen Materialien aufweisen. Auf derartige Unterbauten.werden bei den bekannten Verfahren Schichten grober und feiner Schlacke als Auflage und darauf eine Decke aus Ziegelmehl, Lehm, Ton, Mergel, Asche oder ähnlichen bindenden Naturprodukten oder aus Abraummaterial aufgebracht. Solche Decken werden dann weiter mit feinem Ziegelmehl rot oder durch Beimischung von grüner Farbe grün aufgezogen, eingeschlämmt und durch häufiges Bewässern sowie Walzen so weit verdichtet, daß die Plätze trittfest werden.
- Alle diese Decken zeigen jedoch nach kürzerer oder längerer Benutzung Mängel. Die oberen Schichten der Decken werden durch das ständige barüberlaufen so stark komprimiert, daß trotz eines wasserdurchlässigen Unterbaues die obere Schicht allmählich immer mehr wasserundurchlässig wird. Die Folge davon ist, daß sich Regenwasser auf der Oberfläche derartiger Plätze ansammelt und fast nur durch Verdunsten wieder entfernt wird. Die Plätze sind dadurch nach jedem Regen mehr oder weniger lange Zeit unbenutzbar. Ein weiterer Nachteil solcher Decken besteht darin, daß sie bei trockenem und heißem Wetter, bei welchem gerade Sportplätze sehr häufig benutzt werden, große Staubentwicklung zeigen. Wenn solche Decken mit Lehm, Mergel oder Rotgrand gebunden sind, werden sie außerdem hart und rissig, Es ist auch bereits bekannt, zur Herstellung solcher Decken bitumengebundene Emulsionen zu benutzen. Diese werden z. B. für Tennisplätze rot eingefärbt. In der Praxis wirken solche Decken wasserundurchlässig, d. h., sie müßten ein Gefälle erhalten, um das Wasser abzuführen. Gerade für sportliche Zwecke ist es jedoch erwünscht, Decken ohne Gefälle herzustellen. Außerdem hat sich herausgestellt, daß die Farben solcher Decken nicht haltbar sind. Beim Tennisspielen werden z. B. Schuhe, Bälle und Kleidung stark rot verschmutzt, so daß sie entweder unbrauchbar werden oder mit viel Mühe gereinigt werden müssen. Insbesondere der große Verschleiß an Tennisbällen hat es angezeigt sein lassen, solche Belege für Tennisplätze nicht zu verwenden.
- Die Erfindung hat demgegenüber zum Ziel die Herstellung von Deckenbelägen, die unabhängig von Wetter und Jahreszeit ununterbrochen spielbereit sind und eine Blendwirkung der Augen ausschließen. Gemäß der Erfindung wird bei dem Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelägen für Sportplätze, Schulhöfe od. dgl., bei denen als Unterbau auf eine grobe Schotterschicht eine Schicht aus Kleinschotter aufgebracht, abgewalzt, mit einer Bitumenemulsion bespritzt und mit einer Deckschicht versehen wird, auf den Unterbau vor dem Aufbringen des Deckbelages eine Verbindungsschicht aus Kalksteinsplitt, hydraulischem Kalk sowie einer Bitumenemulsion aufgebracht. Nach der Komprimierung und Austrocknung wird ein aus zwei Schichten bestehender Deckbelag aufgespritzt, für dessen erste Schicht bei einer roten Decke eine Mischung aus
bei einer grünen Decke aus16,4% Natur- und/oder synthetischen Harzen, 20,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 37,6% Alkoholen und Lösungen von Methyl- äthyl-ketonen, 26,0% Mineralstoffen, und für dessen zweite Schicht bei einer roten Decke eine Mischung aus15,8% Natur- und/oder synthetischen Harzen, 7,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 37,2% Alkoholen und Lösungen von Methyl- äthyl-ketonen, 40,0% Mineralstoffen, bei einer grünen Decke aus36,0% einer Mischung aus organischen Ölen mit Glyzerin und Phthalharz, 10,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 38,0% Mineralstoffen, 16,0% Terpentinölersatz, verwendet wird. Ein nach diesem Verfahren hergestellter Belag ist sehr haltbar, wasserdurchlässig, glatt, ohne daß man jedoch darauf leicht rutschen würde, farbbeständig und staubfrei, insgesamt also erfüllt ein derartiger Belag alle Anforderungen, die in der Prams gewöhnlich an ihn gestellt werden. Während bei den bekannten Spielflächen die Aufzeichnungen der Spielfelder leicht verwischen, hat sich gezeigt, daß die auf einer erfindungsgemäß hergestellten Fläche aufgezeichneten Spielfelder sehr haltbar sind.36,0% einer Mischung aus organischen Ölen und Glyzerin und Phthalharz, 13,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 35,00/e Mineralstoffen, 16,00/e Terpentinölersatz - Die Haltbarkeit der Spielfläche kann noch dadurch erhöht werden, daß die obere Schicht des Deckbelages nach Erhärtung der zuerst aufgetragenen Schicht in zu der Auftragungsrichtung der ersten Schicht etwa rechtwinkeliger Richtung aufgetragen wird.
- Als günstig für die Verbindungsschicht hat sich eine Mischung aus einer Bitumenemulsion unter Verwendung von Bitumen der Penetration 80, einem Kalksteinsplitt der Körnung 3 bis 8 mm und hydraulischem Kalk erwiesen, insbesondere dann, wenn auf jeden Quadratmeter etwa 40 kg Kalksteinsplitt, 8 kg hydraulischer Kalk und 7 kg Bitumenemulsion aufgebracht werden.
- Die Verbindungsschicht wird in üblicher Weise gut gewalzt und komprimiert. Nachdem aus der Schicht praktisch alle in der bituminösen Emulsion enthaltenen flüssigen Bestandteile ausgetrocknet, »ausgeblutet« sind, ein Zustand, der nach etwa 2-bis 3wöchiger Liegezeit eintritt, wird die Oberfläche sauber abgekehrt, um von Staub und sonstigen eingefallenen Bestandteilen, wie Laub usw., frei zu sein.
- Dann wird der Deckbelag mit farbigen Kompositionen Grün, Rat, Rotbraun od. dgl. in zwei Arbeitsgängen unter hohem Druck aufgespritzt.
- Der Auftrag der ersten Schicht dient als Siegler, um das Durchdringen des bituminösen Untergrundes zu verhindern. Dabei ist es zweckmäßig, diese Schicht in einer bestimmten Richtung aufzutragen. Sodann muß diese erste Schicht trocknen und erhärten.
- Danach erfolgt der Auftrag der zweiten Schicht. Sie dient als Vollendungsmischung des betreffenden Farbtones und gibt der Decke eine nicht abfärbende Struktur. Es ist zweckmäßig, diese zweite Schicht etwa rechtwinkelig zur ersten Schicht aufzubringen.
- Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Beläge sind wasserdurchlässig und deshalb unmittelbar nach Regenfällen wieder benutzbar. Frost und Hitze wirken kaum nachteilig auf solche Decken ein.
- Die Decken sind farbbeständig, nicht abfärbend und staubfrei, geben den Benutzern eine gute Stand-und Laufsicherheit und bei Tennisplätzen einen einwandfreien Ballabsprung. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Decken bedürfen die erfindungsgemäß hergestellten Decken praktisch überhaupt keiner Wartung und Pflege.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Bitumenbelägen für Sportplätze, Schulhöfe od. dgl., bei denen als Unterbau auf eine grobe Schotterschicht eine, Schicht aus Kleinschotter aufgebracht, abgewalzt, mit einer Bitumenemulsion bespritzt und mit einem Deckbelag versehen wird, d a -durch gekennzeichnet, daß vordemAufbringen des Deckbelages eine Verbindungsschicht aus Kalksteinsplitt, hydraulischem Kalk und Bitumenemulsion eingebracht wird, nach deren Komprimierung und Austrocknung ein aus zwei Schichten bestehender Deckbelag aufgespritzt wird, für dessen erste Schicht bei einer roten Decke eine Mischung aus
bei einer grünen Decke aus16,4% Natur- und/oder synthetischen Harzen, 20,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 37,6% Alkoholen und Lösungen von Methyl-äthyl-ketonen, 26,0% Mineralstoffen, und für dessen zweite Schicht bei einer roten Decke eine Mischung aus15,81/o Natur- und/oder synthetischen Harzen, 7,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 37,2% Alkoholen und Lösungen von Methyl-äthyl-ketonen, 40,0% Mineralstoffen, bei einer grünen Decke aus36,01/o einer Mischung aus organischen ölen mit Glyzerin und Phthalharz, 10,0% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 38,0% Mineralstoffen, 16,0% Terpentinölersatz, verwendet wird.36,0% einer Mischung aus organischen Ölen und Glyzerin und Phthalharz, 13,00% anorganischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, 35,0% Mineralstoffen, 16,0% Terpentinölersatz - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Schicht des Deckbeläges nach Erhärtung der zuerst aufgetragenen Schicht in zu der Auftragsrichtung der ersten Schicht etwa rechtwinkeliger Richtung aufgetragen wird.
- 3. Zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 verwendbare Mischung für die Verbindungsschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung aus einer Bitumenemulsion unter Verwendung von Bitumen der Penetration 80, aus Kalksteinsplitt der Körnung 3 bis 8 mm und aus hydraulischem Kalk besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: »Straßen- und Tiefbau«, 1957, S. 285 bis 287; »Zentralblatt für Industriebau«, 1957, Heft 2, S.68.
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Publications (1)
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Cited By (1)
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| DE3032545A1 (de) * | 1980-08-29 | 1982-03-18 | Anton 3030 Walsrode Morbach | Verfahren zum regenerieren von ziegelsteinmehlschichten und ziegelsteinmehl |
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Non-Patent Citations (1)
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