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DE1197068B - Stabilisierung von 1, 1, 1-Trichloraethan - Google Patents

Stabilisierung von 1, 1, 1-Trichloraethan

Info

Publication number
DE1197068B
DE1197068B DEC18258A DEC0018258A DE1197068B DE 1197068 B DE1197068 B DE 1197068B DE C18258 A DEC18258 A DE C18258A DE C0018258 A DEC0018258 A DE C0018258A DE 1197068 B DE1197068 B DE 1197068B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trichloroethane
weight
stabilization
decomposition
aluminum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC18258A
Other languages
English (en)
Inventor
Charles Lloyd Cormany
William Richard Dial
Blaine Otis Pray
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PPG Industries Inc
Original Assignee
Pittsburgh Plate Glass Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pittsburgh Plate Glass Co filed Critical Pittsburgh Plate Glass Co
Publication of DE1197068B publication Critical patent/DE1197068B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/38Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C17/42Use of additives, e.g. for stabilisation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Stabilisierung von 1,1,1-Trichloräthan Die Erfindung betrifft die Verwendung von Acetonitril oder Acrylnitril zur Stabilisierung von l,l,l-Trichloräthan in einer Gewichtsmenge von 0,05 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf den zu stabilisierenden Ausgangsstoff, gegenüber der Zersetzung durch Aluminium und Flußstahl. l,l,l-Trichloräthan ist ein normalerweise flüssiger chlorierter Kohlenwasserstoff, der als technisches Lösungsmittel weitgehende Verwendung für eine große Anzahl verschiedener Verwendungszwecke findet. In der Hauptsache dient es zur Fettlösung in flüssiger Phase. Metallgegenstände werden in flüssiges l,l,l-Trichloräthan eingetaucht, wobei Fette, Öle u. dgl. von dem Gegenstand gelöst werden.
  • Bei dieser Verwendung neigt 1,1,1 -Trichloräthan stark zum Zerfall. Diese Zersetzung ist besonders stark bei Aluminium. Innerhalb ganz kurzer Zeit - tritt eine Zersetzung in solchem Maße ein, daß das l,l,l-Trichloräthan seinen praktischen Wert verliert und die zu behandelnden Metalle beschädigen kann.
  • Eine weitere wichtige Verwendung von l,l,l-Trichloräthan besteht in der Verwendung als Dampfdrucksenkungsmittel in Verbindung mit Aerosolen.
  • Es dient zur Herabsetzung des Druckes in einem mit Aerosolen gefüllten, geschlossenen Metallbehälter.
  • Infolge seiner eigenartigen Beschaffenheit greift aber l,l,l-Trichloräthan - insbesondere in Anwesenheit von Wasser - den Metallbehälter an.
  • Außerdem zersetzt es sich unter diesen Verwendungsbedingungen.
  • Ferner kann l,l,l-Trichloräthan als Fettlösungsmittel in der Gasphase Verwendung finden. Bei dieser Entfettungsart wird gasförmiges l,l,l-Trichloräthan auf Metallgegenständen kondensiert, von denen Öle, Fette u. dgl. entfernt werden sollen. Das Kondensat wird gesammelt und wieder verdampft, und Öle, Fette, Metallteilchen u. dgl. sammeln sich in der Flüssigkeit. Während der Gasentfettung tritt ein erheblicher Zerfall oder eine sonstige Zersetzung des l,l,l-Trichloräthans auf, die für seine Brauchbarkeit als wirksames Entfettungsmittel in der Gasphase nachteilig ist.
  • Diese Stabilitätsprobleme schränken die industrielle Verwendung von l,l,l-Trichloräthan stark ein, wenn sie nicht ausgeschaltet oder wesentlich herabgesetzt werden, läßt sich l,l,l-Trichloräthan nicht mit der erforderlichen Wirksamkeit und Leichtigkeit verwenden.
  • Hinsichtlich der Stabilisierung bereitete l,l,l-Trichloräthan seine eigenen besonderen Schwierigkeiten.
  • Die bei der Stabilisierung von anderen halogenierten Kohlenwasserstoffen gewonnenen Erfahrungen waren nicht anwendbar.
  • Man hat l,l,l-Trichloräthan bereits mit Hilfe von 1,4-Dioxan stabilisiert. Die erfindungsgemäß verwendeten Nitrile sind dem 1,4-Dioxan jedoch zur Stabilisierung von l,l,l-Trichloräthan gegenüber der Zersetzung durch Aluminium und Flußstahl überlegen.
  • Diese Überlegenheit geht aus der folgenden Tabelle 1 hervor, die die Ergebnisse von vergleichenden Korrosionsversuchen an Aluminium und Flußstahl wiedergibt, wobei l,l,l-Trichloräthan mit Dioxan, Acetonitril und Acrylnitril stabilisiert wurde.
  • Tabelle I Korrosionsdaten für stabilisiertes l,l,l-Trichloräthan
    Konzen-
    Gewichtsverlust des Streifens in Milligramm
    Stabilisator tration Säurezahl
    % Kolben t Soxhlet zuKühler 1 Insgesamt
    Korrosionsergebnisse an Aluminium
    Dioxan ........................ 3,3 190 1,0 5,3 65,5 71,8
    Acetonitril...................... 3,0 133+ 0,3 1,2 49,2 50,7
    Acrylnitril ...................... 3,0 98,0 3,3 1,6 23,3 28,2
    Korrosionsergebnisse an Flußstahl
    Dioxan ........................ 3,3 120,0 9,9 14,9 364,2 389,0
    Acetonitril...................... 3,0 schwarz 23,4 25,7 270,9 320,9
    Acrylnitril ...................... 3,0 30,0 1,1 9,1 51,2 61,4
    Bei der Durchführung dieser Stabilisierungsversuche wurden Teststreifen (2,0 7,5 cm) mit einer Dicke von 0,0051 cm (Aluminium) bzw. 0,159 cm (Stahl) in 100 cm8 der zu untersuchenden Flüssigkeit 72 Stunden in Gegenwart von Licht und 0,2 °to Wasser am Rückfluß erhitzt. Und zwar wurde je ein Teststreifen im Kolben, im Soxhlet und im Rückflußkühler untergebracht, um auch die stabilisierende Wirkung in der Gasphase zu prüfen.
  • Die Gewichtsverluste wurden durch Wägungen vor und nach dem Versuch festgestellt.
  • Die Säurezahl wurde dadurch bestimmt, daß in einer Wasserfalle in 100 cm8 Wasser alle Stoffe gesammelt wurden, die durch den Rückflußkühler hindurchgingen. Nach Beendigung der 72stündigen Erhitzung wurde dieses Wasser durch den Kühler in den Soxhlet gegosseh, wo es in den Sammelbehälter gesogen wurde. Die erhaltene Flüssigkeit wurde in Gegenwart von Phenolphthalein mit 0,01 n-NaOH titriert. Die Anzahl der titrierten Kubikzentimeter wurde als Säurezahl angegeben.
  • Da die stabilisierende Wirkung umso besser ist, je geringer die Säurezahl und je geringer der Gewichtsverlust des Streifens ist, zeigen diese Versuche eindeutig die Überlegenheit von Acetonitril und Acrylnitril gegenüber 1,4-Dioxan als Stabilisierungsmittel für l,l,l-Trichloräthan gegenüber der Zersetzung von Aluminium und Flußstahl.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Stabilisierungsmittel werden in einer Gewichtsmenge von 0,05 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,05 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf den zu stabilisierenden Ausgangsstoff, angewendet.
  • Als ebenfalls brauchbar für die Stabilisierung von l,l,l-Trichloräthan erwiesen sich auch Kombinationen aus den erfindungsgemäß verwendeten Stabilisierungsmitteln und einwertigen aliphatischen Alkoholen, z. B. Methanol, Äthanol, Isopropanol, n-Butanol oder Propanol.
  • Ferner können auch die nachfolgend genannten Epoxyde in Kombination mit Acetonitril oder Acrylnitril verwendet werden: Äthylenoxyd, Propylenoxyd, 2,3-Epoxypropanol-(1), Butylenoxyde (jedes Isomere oder ein isomeres Gemisch), Epichlorhydrin, Styroloxyd, Cyclohexenoxyd.
  • Bei Verwendung von mehr als einer Verbindung für Stabilisierungszwecke sollte die Gesamtmenge dieser Verbindungen zwischen 0,05 und 10°/o, vorzugsweise unter 6 Gewichtsprozent, bezogen auf das I,l,l-Trichloräthan, liegen. Die Menge des einzelnen Bestandteils kann bei dieser Stabilisierung schwanken.
  • Beispiel Bei den Versuchen zur Bewertung der Stabilität von l,l,l-Trichloräthanmischungen wurden 50 cm3 1,1,1-Trichloräthan in einen 250 cm3 Glaskolben gefüllt und anschließend unter atmosphärischen Bedingungen unter totalem Rückfluß am Rückflußkühler erhitzt. KleineAluminiumstreifen (1,27 1,27 cm poliertes Aluminium) wurden auf den Boden des Kolbens gelegt und dadurch in das siedende l,l,l-Trichloräthan eingetaucht. Das Stabilisierungsmittel war dem in den Kolben gegebenen l,l,l-Trichloräthan in der in Tabelle II gezeigten Konzentration zugesetzt.
  • Das Erhitzen am Rückflußkühler wurde so lange fortgesetzt, bis keine stabilisierende Wirkung mehr beobachtet wurde, was entweder durch die Entstehung von Teeren, Entwicklung von Chlorwasserstoff und das Auftreten von Niederschlägen angezeigt wurde.
  • Ohne ein Stabilisierungsmittel wurde l,l,l-Trichloräthan in Gegenwart von Aluminiumstreifen nach etwa Sminutigem Erhitzen am Rückflußkühler schwarz (was Zersetzung anzeigt).
  • In der Tabelle II sind die Ergebnisse für erfindungsgemäß stabilisiertes l,l,l-Trichloräthan aufgeführt: Tabelle II
    Stabilisierungsmittel Gesamte
    Ver- Konzen- Rückflußzeit
    tration
    such vor Zersetzung
    Bezeichnung
    Gewichts-
    prozent Stunden
    A - - 0,1
    B Acetonitril 3,0 1841
    C Acrylnitril 3,0 1441
    Acetonitril 3,0 1841
    D Butylenoxyd 1,0
    E ß-Methoxyaceto- 3,0 weniger als
    nitril 19,5
    1 Versuch eingestellt; während dieses Zeitraums trat keinerlei Zersetzung ein.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verwendung von Acetonitril oder Acrylnitril zur Stabilisierung von l,l,l-Trichloräthan in einer Gewichtsmenge von 0,05 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf den zu stabilisierenden Ausgangsstoff, gegenüber der Zersetzung durch Aluminium und Flußstahl.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die zusätzliche Verwendung von einwertigen aliphatischen Alkoholen.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die zusätzliche Verwendung von Äthylenoxyd, Propylenoxyd, 2,3-Epoxypropanol-(l), Butylenoxyden, Epichlorhydrin, Styroloxyd oder Cyclohexenoxyd.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 811252, 2737532.
DEC18258A 1958-02-03 1959-01-22 Stabilisierung von 1, 1, 1-Trichloraethan Pending DE1197068B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1197068XA 1958-02-03 1958-02-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1197068B true DE1197068B (de) 1965-07-22

Family

ID=22385895

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC18258A Pending DE1197068B (de) 1958-02-03 1959-01-22 Stabilisierung von 1, 1, 1-Trichloraethan

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DE (1) DE1197068B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1246702B (de) 1962-10-18 1967-08-10 Dynamit Nobel Ag Stabilisierung von 1, 1, 1-Trichloraethan
DE1293732B (de) 1963-09-26 1969-04-30 Dynamit Nobel Ag Stabilisierung von 1, 1, 1-Trichloraethan
US3959397A (en) * 1962-10-18 1976-05-25 Dynamit Nobel Aktiengesellschaft Stabilization of 1,1,1-trichloroethane with a three component system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2737532A (en) * 1953-02-17 1956-03-06 Columbia Southern Chem Corp Stabilization of perchloroethylene with alkoxyalkylnitriles
US2811252A (en) * 1954-03-30 1957-10-29 Dow Chemical Co Methyl chloroform inhibited with dioxane

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