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DE1196969B - Flugregler - Google Patents

Flugregler

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Publication number
DE1196969B
DE1196969B DEB74036A DEB0074036A DE1196969B DE 1196969 B DE1196969 B DE 1196969B DE B74036 A DEB74036 A DE B74036A DE B0074036 A DEB0074036 A DE B0074036A DE 1196969 B DE1196969 B DE 1196969B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gyro
signal
flight controller
aircraft
curve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB74036A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Waldemar Moeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PE Manufacturing GmbH
Original Assignee
Bodenseewerk Perkin Elmer and Co GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bodenseewerk Perkin Elmer and Co GmbH filed Critical Bodenseewerk Perkin Elmer and Co GmbH
Priority to DEB74036A priority Critical patent/DE1196969B/de
Priority to US393078A priority patent/US3296873A/en
Priority to GB43360/64A priority patent/GB1076116A/en
Priority to FR8166A priority patent/FR1412700A/fr
Publication of DE1196969B publication Critical patent/DE1196969B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C17/00Aircraft stabilisation not otherwise provided for
    • B64C17/02Aircraft stabilisation not otherwise provided for by gravity or inertia-actuated apparatus
    • B64C17/06Aircraft stabilisation not otherwise provided for by gravity or inertia-actuated apparatus by gyroscopic apparatus
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D1/00Control of position, course, altitude or attitude of land, water, air or space vehicles, e.g. using automatic pilots
    • G05D1/04Control of altitude or depth
    • G05D1/042Control of altitude or depth specially adapted for aircraft
    • G05D1/044Control of altitude or depth specially adapted for aircraft during banks
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T74/00Machine element or mechanism
    • Y10T74/12Gyroscopes
    • Y10T74/1221Multiple gyroscopes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T74/00Machine element or mechanism
    • Y10T74/12Gyroscopes
    • Y10T74/1229Gyroscope control
    • Y10T74/1257Damping

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)

Description

  • Flugregler Die Erfindung betrifft einen Flugregler, der zur Einleitung und Koordinierung eines Kurvenfluges dienen soll.
  • Zur Stabilisierung der Fluglage, d. h. der Orientierung des Flugzeuges im Raum werden üblicherweise drei Kreisel vorgesehen, von denen jeder die Lage des Flugzeuges um eine Achse stabilisiert. Lageabweichungen, z. B. durch Böen, werden durch Regelsignale korrigiert, die auf die Stellmotore, der Steuerflächen gegeben werden. Um die Flugbahn in der Horizontalebene mit einer bestimmten Winkelgeschwindigkeit co zu ändern, muß das Flugzeug um die Rollachse in eine Schräg glage drehen. Dadurch erhält man die aerodynamischen Kräfte quer zur Flugrichtung, die für den Kurvenflug erforderlich sind. Dabei sollen Winkelgeschwindigkeit co und Quemeigungswinkel y so aufeinander abgestimmt sein, daß die Kurve »koordiniert« ist, d. h., daß das Scheinlot auch in der Kurve senkrecht auf der Flugzeugquerachse steht. Der hierzu erforderliche-Querneigungswinkel hängt von der Flug- und Wendegeschwindigkeit ab und ergibt sich aus wobei v die Fluggeschwindigkeit ist. Wenn keine einwandfreie Koordinierung der Kurve stattfindet, ergibt sich eine Querbeschleunigung parallel zur Flugzeugquerachse: Das Flugzeug »schiebt« oder »hängt«. Um die Kurve zu fliegen, werden daher einmal dem Gierstabilisator, also der Kreiselanordnung, die die Lage des Flugzeuges um die Gier- oder Hochachse gegen Störeinflüsse stabilisielt, und zum anderen dem Rollstabilisator- Signale zugeführt, die als Führungsgrößen des Flugreglers ein Drehen des Flugzeuges in die Querneigungslage sowie eine Kurvendrehung bewirken.
  • Das Verhältnis des Quemeigungswinkels y (oder genauer seines Tangens) zu der Wendegeschwindigkeit w bei koordiniertem Kurvenflug hängt von der Fluggeschwindigkeit v ab. Es ist bekannt, das Verhältnis der auf Gier- und Rollstabilisator gegebenen Kurvenkommandos in Abhängigkeit von der Fluggeschwindigkeit automatisch zu verändern. Die Fluggeschwindigkeit wird dabei aus Staudruck, Luftdruck und Temperatur bestimmt. Eine solche Geschwindigkeitsmessung ist jedoch mit erheblichen Fehlern behaftet. Der daraus errechnete und eingesteuerte Querneigungswinkel wird gegen das zum Erdmittelpunkt gerichtete Lot gemessen. Dieses sogenannte wahre Lot ermittelt man im Flugzeug mit Kreiselgeräten, die aber gerade während des Kurvenfluges Fehler aufweisen. Es läßt sich daher mit den geschilderten Mitteln allein keine einwandfreie Koordinierung des Kurvenfluges erreichen. Vielmehr wird die richtige Querneigung nur angenähert erzielt. Es ist aus diesem Grunde bereits ein Scheinlotgeber in Gestalt eines Querbeschleunigungsmessers oder eines Scheinlotpendels zur Messung des Winkels zwischen Scheinlot und Flugzeughochachse oder eine Vorrichtung zur Messung des Schiebewinkels vorgesehen worden. Dieser Scheinlotgeber liefert ein Korrektursignal in einen Mischverstärker, das dem Querruderstellmotor zugeführt wird. Dabei ist aber zu beachten, daß das Scheinlotpendel durch Luftunruhe zu unkontrollierten Schwingungen erregt werden kann. Man darf daher das Signal vom Scheinlotgeber nicht allzu stark auf den Rollstabilisator aufschalten, weil man sonst undefinierte Signale an den Stelknotoren der Steuerflächen erhalten würde, die zu Schwingungen des ganzen Flugzeuges und gegebenenfalls zu einem Aufschaukeln Anlaß geben könnten. Man hat versucht, diese Schwierigkeiten dadurch zu vermeiden, daß man die Signale des Scheinlotgebers schwach aber integrierend aufschaltet, damit sich Störschwingungen herausmitteln. Durch die integrierende Aufschaltung steigt aber das von einem mittleren Scheinlotwinkel hervorgerufene Signal mit der Zeit stetig an, so daß schließlich doch die zur Korrektur erforderliche Signalamplitude erreicht wird. Eine solche integrierende Aufschaltung eines Fehlersignals hat aber den Nachteil, entdämpfend auf den Regelkreis zu wirken.
  • Man kann die Nick-, Gier- und Rollstabilisatoren mit freien Kreiseln aufbauen, vorteilhafter sind je- doch Stabilisatoren mit einem integrierend gefesselten Kreisel. Ein gefesselter Kreisel ergibt bekanntlich ein Drehmoment um die Präzessionsachse, das der Winkelgeschwindigkeit um die Empfindlichkeitsachse proportional ist. Bei einer reinen Federfesselung des Kreisels würde sich eine dieser Winkelgeschwindigkeit proportionale Auslenkung des Kreisels ergeben, die mit einem geeigneten elektrischen Abgriff in ein entsprechendes elektrisches Signal verwandelt werden kann. Wenn man aber dafür sorgt, daß die Fesselung nachgiebig ist, so daß die Auslenkungsgeschwindigkeit proportional dem Präzessionsmoment ist, dann erhält man an dem Abgriff ein Signal, das wenigstens in einem Anteil proportional dem Drehwinkel um die Empfindlichkeitsachse ist. Das kann in bekannter Weise in der Form geschehen, daß die Fesselung des Kreisels ausschließlich pneumatisch von Kolben bewirkt wird, die in mit drosselnden Auslässen versehenen Luftzylindern gleiten. Das in den Zylindern enthaltene Luftvolumen wirkt zunächst als Feder (Luftfeder). Durch die Kompression beim Auftreten eines Präzessionsmomentes entsteht im Zylinder ein überdruck und es strömt Luft aus dem gedrosselten Auslaß ab. Das geht um so schneller, je größer das Präzessionsmoment ist. Die Auslenkung des Kreisels ist dann infolge der Kompression der Luftfeder proportional dem Präzessionsmoment, und außerdem bewegt sich der Kreisel infolge der ausströmenden Luft mit einer dem jeweiligen Präzessionsmoment proportionalen Geschwindigkeit weiter. Da das Präzessionsmoment der Winkelgeschwindigkeit um die Empfindlichkeitsachse proportional ist, liefert der Kreisel ein Ausgangssignal, das eine lineare Funktion von Drehwinkel und Winkelgeschwindigkeit ist, deren Faktoren durch Veränderung des Luftvolumens bzw. des Drosselquerschnittes variiert werden können.
  • Es sind auch gleichwirkende Kreisel mit elektrischer Fesselung sowie pneumatisch integrierend gefesselte Kreisel bekannt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit möglichst geringem technischen Aufwand eine einwandfrei koordinierte Kurve zu steuern und dabei die geschilderten Nachteile der bekannten und für den gleichen Zweck vorgesehenen Einrichtungen zu vermeiden.
  • Der Flugregler geht dabei aus von einem integriereM gefesselten Kreisel zur Querlagenstabilisierung und einem Scheinlotgeber zw überwachung des Kreisels und zur Kurvenkoordinierung und kennzeichnet sich erfindungsgemäß dadurch, daß der Scheinlotgeber einen auf den Kreisel um die Präzessionsachse wirkenden Drehmomentgeber beaufschlagt und daß zur Einleitung einer Kurve auf den Drehmomentgeber außerdem von einem Kommandogeber ein pulsartiges Signal gegeben wird, dessen Zeitintegral dem für die Kurvenkoordinierung erforderlichen Querneigungswinkel wenigstens annähernd proportional ist.
  • Auf diese Weise hält der Scheinlotgeber die Flugzeugquerachse beim Geradeausflug horizontal, denn jede Abweichung von dieser Lage hätte ein Signal auf den Drehmomentgeber zur Folge. Dieses Signal würde eine Kreiselauslenkung sowie ein entsprechendes Steuersignal bewirken, die beide wegen der integrierenden Fesselung mit dem Zeitintegral des Scheinlotsignals anwachsen und das Flugzeug in die Horizontallage zurückdrehen würden, so daß ein gesonderter Lotkreisel hierbei entfallen kann. Durch die Aufschaltung des Scheinlotsignals auf den Drehmomentgeber des Rollkreisels erfolgt eine Integration des Scheinlotsignals. Diese Maßnahme ermöglicht das Scheinlotsignal relativ schwach aufzuschalten und außerdem Pendelungen des Scheinlotgebers herauszumitteln, so daß die Pendelungen nicht in den Steuersignalen wirksam werden. Ein gesonderter Integrator für das Scheinlotsignal wird hierbei ebenso entbehrlich wie ein Mischverstärker für Scheinlot- und Stabilisierungssignale. Vielmehr addiert der Kreisel selbst schon die auf den Dreh' momentgeber wirkenden Signale des Scheinlotgebers sowie die Stabilisierungssignale, die durch Störbewegungen des Flugzeuges um seine Rollachse hervorgerufen werden. Beide Einflüsse bewirken Drehmomente um die Präzessionsachse und rufen eine Kreiselauslenkung und eine Signalabgabe hervor.
  • Um eine Kurve zu fliegen, könnte man theoretisch ein Kurvenkommando nur auf den Gierstabilisator geben, das eine Drehung des Flugzeuges mit einer Winkelgeschwindigkeit co bewirkt. Hierdurch würde eine Zentrifugalbeschleunigung entstehen, die ein Signal des Scheinlotgebers auf den Rollstabilisator hervorruft, das eine Drehung des Flugzeuges in die richtige Querneigungslage für koordinierten Kurvenflug zur Folge haben würde. Hierzu wäre aber eine so starke Aufschaltung des integrierten Scheinlotsignals erforderlich, daß die schon erwähnte Entdämpfung und Unstabilität eintreten könnte.
  • Bei schwacher Aufschaltung des Scheinlotsignals dauert die Drehung in die richtige Quemeigungslage jedoch zu lange, so daß zur Einleitung der Kurve auf den Drehmomentgeber zunächst das pulsartige Signal gegeben wird, das durch die integrierende Fesselung des Kreisels integriert wird und das Flugzeug schnell in eine Querneigungslage dreht, die annähernd einem koordinierten Kurvenflug entspricht. Das Signal vom Scheinlotgeber braucht dann diese Quemeigungslage nur noch zu korrigieren und daher nur schwach aufgeschaltet zu werden. Das pulsartige Querneigungswinkelsignal kann von einem auf einen Gierkreisel gegebenen Wendegeschwindigkeitssignal über ein übertragungsglied abgeleitet werden, das nur auf Änderungen des Wendegeschwindigkeitssignals anspricht.
  • Der Winkel y für koordinierten Kurvenflug hängt nichtlinear nach einer Arcustangensfunktion von der Wendegeschwindigkeit (,) ab, die als Signal auf den Gierkreisel gegeben wird. Bei großen Wendegeschwindigkeiten muß diese Nichtlinearität berücksichtigt werden, wobei ein nichtlineares übertragungsglied verwendet wird. Als übertragungsglied ist ein Transformator mit sättigbarem Kern vorgesehen, der eine der Areustangensfunktion ähnliche Charakteristik besitzt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Flugregelanlage ist in der Abbildung schematisch dargestellt.
  • Die Flugregelanlage enthält einen Rollstabilisator R und einen Gierstabilisator G sowie einen KommandogeberK und einen Querbeschleunigungs-oder Scheinlotgeber Qu. Der Roll- und Gierstabilisator enthalten je einen Kreisel 1 bzw. l', der durch Luftzylinder 2 bzw. 2' um seine Präzessionsachse gefesselt ist. Die Luftzylinder 2 bzw. r besitzen einen drosselnden Auslaß, so daß die Auslenkung des Kreisels eine lineare Funktion des um die Präzessionsachse wirkenden Drehmomentes und dessen Zeitintegrals ist. Die Umlaufachse des Kreisels 1 liegt im Ruhezustand parallel zur Hochachse des Flugzeugs und seine Präzessionsachse parallel zur Querachse des Flugzeugs; so daß er auf Bewegungen des Flugzeugs um seine Längsachse anspricht und die Rollage stabilisiert. Der Kreisel l', dessen Umlaufachse in der Ruhelage parallel zur Querachse des Flugzeugs verläuft und dessen Präzessionsachse parallel zur Längsachse liegt, stabilisiert die Bewegungen um die Hochachse. Ein ähnlicher Kreisel stabilisiert die Bewegungen des Flugzeugs um die Querachse (Nickbewegungen), die jedoch bei der vorliegenden Aufgabenstellung nicht berücksichtigt werden. Die Auslenkung der Kreisel 1 bzw. l' wird durch Potentiometerabgriffe 3 bzw. 3' ermittelt und in entsprechende elektrische Signale umgewandelt. Diese Signale werden in bekannter Weise nach geeigneter Verstärkung Stellmotoren zugeführt, die auf die Quer- bzw. Seitenruder einwirken.
  • Bei einer durch eine Boe hervorgerufene Rollbewegung, des Flugzeugs erzeugt der Kreisel 1 ein Drehmoment um die Präzessionsachse. Hierbei erfolgt eine Kompression bzw. Expansion der Luft in den Zylindern 2, die eine Auslenkung des Kreisels proportional dem Drehmoment und damit der Rollgeschwindigkeit hervorruft. Außerdem strömt durch die Drosseln Luft aus bzw. ein, so daß die Fesselung nachgibt und sich eine dem Integral der Rollgeschwindigkeit, also dem Rollwinkel proportionale weitere Auslenkung des Kreisels ergibt. Diese Auslenkung erzeugt ein Signal am Abgriff 3 und bewirkt eine Bewegung der Querruder, so daß die Rollbewegung korrigiert bzw. ihr entgegengewirkt wird.
  • Auf die Präzessionsachse der Kreisel können aber auch noch Drehmomente wirken, die nicht von den Kreiseln durch Drehbewegungen des Flugzeugs um die Längs- bzw. Hochachse hervorgerufen werden, sondern die durch Signale von Drehmomentgebern 4 bzw. 4' erzeugt werden, die von einem Kommandogeber K und einem Scheinlotgeber Qu über Verstärker 5 bzw. 5' abgegeben werden.
  • Wenn beim Geradeausflug sich das Flugzeug aus irgendeinem Grunde in einer Schräglage befinden sollte, dann gibt der Scheinlotgeber ein Signal ab, das am Drehmomentgeber 4 ein Drehmoment um die Präzessionsachse erzeugt und eine Auslenkung des Kreisels 1 und ein Signal am Abgriff 3 bewirkt, das eine Rückdrehung des Flugzeugs in die Horizontallage veranlaßt. Durch die integrierende Wirkung der Fesselungsglieder 2 wird das Steuersignal am Ab- griff 3 eine lineare Funktion des Scheinlotsignals und seines Integrals. Das Signal des Scheinlotgebers Qu wird über einen Justierwiderstand 11 so schwach aufgeschaltet, daß praktisch nur das Intearal in Erscheinung tritt. Schwingungen des Scheinlotgebers Qu, durch Stöße und Erschütterungen, mitteln sich hierbei heraus. Auch das Integralsignal wächst so langsam - an, daß es zwar das Flugzeug sicher in die Horizontallage zurückführt aber eine Pendelung vermeidet. Das Querruder erfährt somit eine Auslenkung, wobei das durch die Rollgeschwindigkeit beim Rückdrehen in die Horizontallage hervorgerufene Moment des Kreisels um die Präzessionsachse dem Moment des Drehmomentgebers 4 die Waage hält.
  • Durch den Kommandogeber K wird über eine Potentiometerbrücke 6 ein Kurvenkommando gegeben, das der gewünschten Wendegeschwindigkeit proportional ist. Dieses Kurvenkommando kann entweder durch einen Steuerknüppel 7 oder aber auch von einem Radar- oder Funkleitstrahl gegeben werden. Das Kurvenkommando vom Geber K wird über einen Widerstand 8 und den Verstärker 5' dem Drehmomentgeber 4' zugeführt. Dieses stationäre Signal erzeugt ein stationäres Drehmoment am Geber 4, das zunächst eine dem Signal proportionale Auslenkung des Kreisels l' und dann ein weiteres Auswandern des Kreisels mit einer dem Signal proportionalen Geschwindigkeit bewirkt. Ein entsprechendes Steuersignal gibt ein Abgriff 3' auf den Stellmotor des Seitenruders. Das Seitenruder erzeugt dann eine Drehbewegung des Flugzeugs im Raum, wobei die durch die Drehgeschwindigkeit des Flugzeugs um die Gierachse am Kreisel l' hervorgerufenen Drehmomente dem Drehmoment am Drehmomentgeber 4' im wesentlichen die Waage halten.
  • Uni die erforderliche Querneigung beim Kurvenflug zu gewährleisten, liegt das Signal von der Potentiometerbrücke 6 außerdem über ein einstellbares Potentiometer 9 an der Primärwicklung eines Transformators 10 an. Die Sekundärwicklung des Transformators 10 liegt außerdem über den Verstärker 5 am Drehmomentgeber 4 an. Im Verstärker 5 wird das Signal von der Sekundärwicklung des Transformators 10 dem Signal vom Scheinlotgeber Qu überlagert, wobei der Transformator 10 so ausgebildet ist, daß sein Kein bei größeren Eingangsströmen in die Sättigung übergeht und dadurch das Ausgangssignal des Transformators begrenzt.
  • Im stationären Zustand überträgt der Transformator 10 überhaupt kein Signal, weil an der Potentiometerbrücke 6 und damit auch an der Primärwicklung des Transformators eine Gleichspannung anliegt. Wenn aber der Steuerknüppel 7 zur Einleitung einer Kurve verstellt wird, so erfolgt ein Spannungsanstieg an der Primärwicklung des Transformators 10. An der Sekundärwicklung des Transformators 10 entsteht dann ein pulsartiges Signal, das, sofern der Grad der Sättigung noch nicht erreicht ist, dem Differentialquotienten des Eingangssignalsprunges entspricht und ein entsprechendes Drehmoment am Drehmomentgeber 4 erzeugt. Die integrierende Fesselung des Kreisels 1 läßt den Kreisel unter dem Einfluß dieses pulsartigen Drehmomentverlaufes eine Auslenkung machen, die dem Zeitintegral des Drehmomentes und dem Signalsprung an der Primärwicklung des Transformators proportional sein soll.
  • Es entsteht somit ein Signal am Abgriff 3, das über die Querruder das Flugzeug so um die Rollachse dreht, daß durch die Präzessionsmomente das Signal am Abgriff 3 wieder auf Null zurückgebracht wird. Durch Einstellung des Potentiometers 9 kann für das Flugzeug dann wenigstens annähernd die für die je- weilige Wendegeschwindigkeit erforderliche Querneigungslage erreicht werden. Die Einstellung des Potentiometers 9 kann in bekannter Weise automatisch in Abhängigkeit von der Fluggeschwindigkeitsmessung erfolgen. Sofern eine einwandfreie Differentiation am Transformator 10 stattfindet, ist die Schräglage des Flugzeugs stets proportional der Wendegeschwindigkeit, solange tg y - y gesetzt werden kann. Für größere Werte von y bzw. w ist das nicht mehr der Fall, wobei y nicht größer als 90' sein darf. Bei größeren Stromimpulsen in der Primärspule des Transformators 10 erfährt sein Kern eine Sättigung, so daß eine weitere Erhöhung des Wendegeschwindigkeitssignals kein Signal mehr an der Sekundärwicklung erzeugt. Auf diese Weise läßt sich die Arcustangensfunktion mit guter Näherung nachbilden. Statt des dargestellten stetigen Kommandogebers K kann auch ein einfacher Schalter vorgesehen werden, der ein Wendegeschwindigkeitssignal für eine festeingestellte Normkurve aufschaltet. Es empfiehlt sich dann, die Einfügung einer Verzögerungsschaltung aus Widerstand und Kondensator in der Leitung vom Kommandogeber, um Stöße in der übertragung zu vermeiden.
  • Die dargestellte Anordnung geht von einem Integrationsregler aus, dessen Nullpunkt nicht an das Erdkoordinatensystem gebunden ist. Soll der Regler z. B. im Blindflug bei beliebiger Lage des Flugzeugs eingeschaltet werden, dann ist als Ausgangslage die Horizontale des Flugzeugs erforderlich.
  • Zu diesem Zweck kann man vorsehen, daß in der Nullstellung des Steuerknüppels eine Schaltung erfolgt und der Rollstabilisator R dann ein Lenksignal von einem Lotkreisel erhält. Sobald der Steuerknüppel aber aus der Mitte bewegt wird, erfolgt über einen Kontakt und Schaltrelais eine Umschaltung auf die dargestellte und beschriebene Wirkungsweise.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Flugregler mit einem integrierend gefesselten Kreisel zur Querneigungsstabilisierung und einem Scheinlotgeber zur überwachung des Kreisels und zur Kurvenkoordinierung, d a - durch gekennzeichnet, daß der Scheinlotgeber einen auf den Kreisel um die Präzessionsachse wirkenden Drehmomentgeber beaufschlagt und daß zur Einleitung einer Kurve auf den Drehmomentgeber außerdem von einem Kommandogeber ein pulsartiges Signal abgegeben wird, dessen Zeitintegral dem für die Kurvenkoordinierung erforderlichen Querneigungswinkel annähernd proportional ist.
  2. 2. Flugregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreisel für die Querneigungsstabilisierung pneumatisch durch Luftkolben mit einem gedrosselten Auslaß gefesselt ist. 3. Flugregler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das pulsartige Quemeigungswinkelsignal von einem auf einen Gierkreisel gegebenen Wendegeschwindigkeitssignal über ein nichtlineares übertragungsglied abgeleitet wird, das nur auf Änderungen des Wendegeschwindigkeitssignals anspricht. 4. Flugregler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtlineare übertragungsglied von einem Transformator mit sättigbarem Kein gebildet wird. 5. Flugregler nach den Ansprüchen 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gierkreisel als integrierend gefesselter Kreisel ausgebildet ist, dem das Wendegeschwindigkeitssignal über einen Drehmomentgeber zugeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 880 549, 896 427; USA.-Patentschriften Nr. 3 082 628, 3 082 978; britische Patentschrift Nr. 895 064.
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DE (1) DE1196969B (de)
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Also Published As

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