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DE1288437B - Daempfungsregler zum Stabilisieren der Drehbewegung eines Luftfahrzeuges um die Nick-, Roll- und Gierachse - Google Patents

Daempfungsregler zum Stabilisieren der Drehbewegung eines Luftfahrzeuges um die Nick-, Roll- und Gierachse

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Publication number
DE1288437B
DE1288437B DEN19302A DEN0019302A DE1288437B DE 1288437 B DE1288437 B DE 1288437B DE N19302 A DEN19302 A DE N19302A DE N0019302 A DEN0019302 A DE N0019302A DE 1288437 B DE1288437 B DE 1288437B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pitch
roll
aircraft
yaw
speed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN19302A
Other languages
English (en)
Inventor
Buxton Elliott Robbins
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
North American Aviation Corp
Original Assignee
North American Aviation Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by North American Aviation Corp filed Critical North American Aviation Corp
Priority to DEN19302A priority Critical patent/DE1288437B/de
Publication of DE1288437B publication Critical patent/DE1288437B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D1/00Control of position, course, altitude or attitude of land, water, air or space vehicles, e.g. using automatic pilots
    • G05D1/08Control of attitude, i.e. control of roll, pitch, or yaw
    • G05D1/0808Control of attitude, i.e. control of roll, pitch, or yaw specially adapted for aircraft
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C21/00Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
    • G01C21/10Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00 by using measurements of speed or acceleration
    • G01C21/12Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00 by using measurements of speed or acceleration executed aboard the object being navigated; Dead reckoning
    • G01C21/16Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00 by using measurements of speed or acceleration executed aboard the object being navigated; Dead reckoning by integrating acceleration or speed, i.e. inertial navigation
    • G01C21/166Mechanical, construction or arrangement details of inertial navigation systems
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C17/00Aircraft stabilisation not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Navigation (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Dämpfungsregler zum Stabilisieren der Drehbewegung eines Luftfahrzeuges, insbesondere eines Hochgeschwindigkeitsflugzeuges, um die Nick-, Roll- und Gierachse, mit diesen Hauptachsen zugeordneten Geschwindigkeitskreiseln,. deren Ausgangssignale über Rechenelemente und Verstärker den Stellgliedern der Steuerflächen zugeführt werden.
  • Es ist eine Anordnung zur Flugzeugregelung von Luftfahrzeugen bekanntgeworden, deren wesentliches Merkmal darin besteht, daß zur Uberwachung der Fluglage drei injeweils senkrecht zueinander stehenden Achsen angeordnete, gefesselte Kreisel eingesetzt sind, aus deren Winkelgeschwindigkeitssignalen durch Integration und Differentiation die zur Steuerung bzw.
  • Korrektur der Fluglage benötigten Signale erzeugt werden.
  • Das Bestreben, Flugzeuge und Flugkörper für sehr hohe Fluggeschwindigkeiten mit langen und schlanken Rümpfen hoher Massenzahl zu versehen und die Tragflügel bei geringer Spannweite hoch zu belasten, führt zu immer größeren Schwierigkeiten für die Flugstabilisierung. Bei solchen Flugzeugen beobachtet man sehr störende flugdynamische Erscheinungen, die auf den großen Unterschied der Trägheitsmomente des Flugzeuges um die Nick-, Roll- und Gierachse zurückzuführen sind. Insbesondere können schlanke, schwere Kampfflugzeuge mit geringer Spannweite bei der Durchführung von Rollmanövern unter bestimmten Flugbedingungen äußerst gefährliche Nick und Gierbewegungen ausführen, die eine Folge der durch die Trägheit verursachten Kreuzkoppelung der Roll-, der Nick- und der Gierbewegungen des Flugzeuges miteinander sind. Außerdem macht unter allen Flugbedingungen die Neigung des Flugzeuges, bei einer Bewegung um die eine Achse Bewegungsstörungen um eine andere Achse hervorzurufen, die Verfolgung des Zielobjektes schwieriger; dieses Bestreben verschlechtert natürlich die gesamte Steuerfähigkeit des Flugzeuges.
  • Es sind Flugregler bekanntgeworden, bei denen Meßfühler zur Herbeiführung einer Stabilisierung des Längsneigungswinkels und zur Uberwachung der Flugzeuglängsbewegung angewendet wurden. Auch hat man schon am Höhensteuergerät zur Stabilisierung und Dämpfung der Nickbewegung Signale verwendet, die von Beschleunigungsmessern herkömmlicher Art ausgehen. Man hat auch schon das von einem Lotkreisel ermittelte Ausmaß des Nickens zur Einstellung des Flugzeuglängsneigungswinkels benutzt. Ferner ist ein Flugregler der eingangs genannten Art bekannt, der zur Dämpfung der Gier-Roll-Bewegung mit einem kombinierten Signal arbeitet, das aus der Roll- und Giergeschwindigkeit abgeleitet wurde.
  • Die bekanntgewordenen Lösungen vernachlässigen jedoch den Zusammenhang zwischen Längs- und Seitenbewegung des Flugzeuges auf Grund der Trägheits-Kreuzkopplung. Tatsächlich war eine derartige gegenseitige Abhängigkeit bei älteren Flugzeugtypen, die infolge ihres geometrischen Aufbaus, ihrer Gewichtsverteilung und ihrer geringen Geschwindigkeit keine bedeutenden Kreiselmomente entwickelten, praktisch vernachlässigbar klein.
  • Bei tlberschallflugzeugen ist die Masse des Flugzeugkörpers weitgehend um dessen Rollachse verteilt, so daß das Trägheitsmoment um die Rollachse verhältnismäßig klein ist im Vergleich zu den Trägheitsmomenten um die Nick- und die Gierachse. Besonders bei heftigen Rollbewegungen verhält sich ein solches Flugzeug dynamisch wie ein Kreisel, wobei die Rollachse des Flugzeuges der Drehachse des Kreisels entspricht. Infolge der Verkoppelung der Nick-, Gier- und Rollbewegung, die eine Folge der Kreiselwirkung ist, wird ein Drehmoment um die Nick- und die Gierachse erzeugt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Dämpfung für solche Flugzeuge zu verbessern, deren Trägheitsmoment um die eine Achse kleiner ist als die Trägheitsmomente um die beiden anderen Hauptachsen. Außerdem sollen bei schlanken Hochgeschwindigkeits-Flugzeugen die Nick- und Gierschwingungen beseitigt werden, die eine Folge der durch die Trägheit verursachten Kreuzkopplung zwischen der Nick-, Roll- und Gierbewegung des Flugzeuges sind.
  • Erfindungsgemäß wird dies erreicht durch eine Rechenschaltung zur Bildung des Produkts der aus der Nick- und Rollgeschwindigkeit abgeleiteten Signale und durch ein Summierungsnetzwerk, in dem das gebildete Produkt mit entgegengesetzten Vorzeichen mit einem von der Giergeschwindigkeit abgeleiteten Signal summiert wird, wobei das entstehende Summensignal dem Stellglied für das Seitenruder zugeführt wird.
  • Die Erfindung umfaßt eine weitere Rechenschaltung zur Bildung des Produkts der aus der Roll- und Giergeschwindigkeit abgeleiteten Signale und durch ein Summierungsnetzwerk, in dem das gebildete Produkt mit entgegengesetzten Vorzeichen mit einem von der Nickgeschwindigkeit abgeleiteten Signal summiert wird, wobei das entstehende Summensignal dem Stellglied für das Höhenruder zugeführt wird.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnung näher erläutert.
  • Die durch die Trägheit verursachte Kreuzkopplung zwischen den einzelnen Bewegungen des Flugzeuges wird deutlich veranschaulicht durch die nachstehenden Differentialgleichungen für die Roll-, Nick- und Gierbeschleunigung eines Flugzeuges, = L I, (H Ij,) (1) @ - Ix Ix (@ @) (@) M (Iz - Ix) # = (# #) (2) Iy Iy lz I (i) fi), (3) iz wobei i) gleich der Rollgeschwindigkeit, ) gleich der Nickgeschwindigkeit, ei gleich der Giergeschwindigkeit, L gleich den aerodynamischen Momenten um die Rollachse, M gleich den aerodynamischen Momenten um die Kippachse, N gleich den aerodynamischen Momenten um die Gierachse, lx gleich dem Trägheitsmoment um die Rollachse, gleich dem Trägheitsmoment um die Nickachse, gleich dem Trägheitsmoment um die Gierachse ist.
  • Die Roll-, Nick- und die Gierachse sind die Hauptträgheitsachsen des Flugzeuges.
  • Aus den Gleichungen (2) und (3), die die Beschleunigung bei der Nick- und der Gierbewegung in Ausdrücken der Nickmomente, der Giermomente, der Trägheitsmomente und der Kreuzkopplungsfaktoren definieren, geht hervor, daß während stetigen Rollens (bei konstantem eP) die Nickbeschleunigung von der Giergeschwindigkeit'Y beeinflußt wird, während die Gierbeschleunigung von der Nickgeschwindigkeit ö beeinflußt wird, vorausgesetzt, daß die Differenzen - Ix) und (I - Ix) nicht Null sind. Für den größten Teil der Flugzeuge vor dem Erscheinen der mit Schall- und Uberschallgeschwindigkeit fliegenden Flugzeuge waren die Trägheitsmomente um jede der drei Hauptsachen im wesentlichen einander gleich, weshalb die Kopplung vernachlässigbar klein war und bei den meisten technischen Untersuchungen und Ausarbeitungen unberücksichtigt blieb. Bei den neuzeitlichen Hochleistungsflugzeugen jedoch sind die Trägheitsmomente um die Gierachse und um die Nickachse (Iz und 1,) wesentlich größer als das Trägheitsmoment um die Rollachse lx, so daß die Gier-und Nickgeschwindigkeit einen wesentlichen Einfluß auf die Nickbeschleunigung bzw. die Gierbeschleunigung haben.
  • Das in der Zeichnung schematisch dargestellte Gerät, das die nachteiligen Wirkungen der Kreuzkopplung dadurch beseitigt, daß das Höhenruder um einen Winkel verschwenkt wird, der dem zweiten Ausdruck auf der rechten Seite der Gleichung (2) proportional ist, während das Seitenruder um einen Winkel verschwenkt wird, der dem zweiten Ausdruck auf der rechten Seite der Gleichung (3) proportional ist. Dies wird mit Hilfe von drei Geschwindigkeitskreiseln bewirkt, die die Winkelgeschwindigkeit des Flugzeuges um die Roll-, Gier- und die Nickachse ermitteln. Ein dem Produkt aus den Ausgangssignalen der Kreisel für die Roll- und die Nickgeschwindigkeit proportionales Signal wird der Steuervorrichtung für das Seitenruder zugeführt, während ein dem Produkt der Ausgangssignale der Kreisel für die Roll- und Giergeschwindigkeit der Vorrichtung zugeführt wird, die das Höhenruder des Flugzeuges betätigt.
  • Ein Geschwindigkeitskreisel 10, dessen Eingangsachse auf der Nickachse P des Flugzeuges liegt, weist einen Rotor 12 auf, der in einer Kardanaufhängung 14 drehbar gelagert ist, die im Flugzeug um eineAchse 16 schwenkbar angeordnet ist. Die Schwenkbefestigung der Kardanaufhängung besitzt eine Federfesselung in Form eines Torsionsstabes 13. Dreht sich das Flugzeug um die Nickachse, so dreht sich die Abgriffsachse des entsprechenden Kreisels 16 um einen Wert, der der Winkelgeschwindigkeit des Flugzeuges um die Nickachse direkt proportional ist, wobei an der Abgriffsachse 16 die Schleifkontakte 21) und 22 zweier Potentiometer befestigt sind, die sich über die Widerstandselemente 24 und 26 des Doppelpotentiometers 25 bewegen. Die beiden Enden eines jeden Widerstandselementes sind an den Pluspol V + bzw. an den Minuspol V einer Spannungsquelle angeschlossen, so daß an den Schleifkontakten 20 und 22 des Doppelpotentiometers eine veränderliche Spannung liegt. Diese Spannung ist der Nickgeschwindigkeit proportional und wird über die Leitungen 21 und 23 dem Potentiometer 28 eines Geschwindigkeitskreisels 30 für die Rollgeschwindigkeit zugeführt. Dieser Kreisel gleicht im wesentlichen dem Kreisel für die Nickgeschwindigkeit mit der Ausnahme, daß dessen Meßachse R auf die Rollachse des Flugzeuges ausgerichtet ist, wobei die Winkelbewegung der Abgriffsachse 32 proportional der Rollgeschwindigkeit des Flugzeuges ist und eine Bewegung des an der Abgriffswelle 32 befestigten Potentiometerschleifarmes 34 bewirkt.
  • Das Seitenruder 36 des Flugzeuges wird von einem Kraftverstärker 38 betätigt. Der Eingang wird dem Kraftverstärker 38 über einen Stellmotor 40 von den Steuerorganen 42 und 44 des Piloten aus zugeführt.
  • Der Stellmotor 40 besteht aus einem Zylinder 46 und einem Kolben 48 und wird von einem elektrisch betätigten Servoventil 50 gesteuert.
  • An einem dem Stellmotor zugeordneten Potentiometer 52 tritt eine Ausgangsspannung auf, die die Stellung des Stellmotors mit Hilfe der Schleifkontakte 45 und 46 anzeigt, die an den Zylinder 46 und den Kolben48 und an das Potentiometer 52 angelenkt sind, so daß bei einer relativen Bewegung des Kolbens und des Zylinders dieAusgangsspannung des Potentiometers verändert wird. Diese Ausgangsspannung des Potentiometers 52 wird dem Eingang eines Verstärkers 58 über ein Summierungsnetzwerk 60 zugeführt, wobei der Verstärker dem Servoventil 50 ein Signal zuführt, das eine relative Bewegung zwischen dem Zylinder 46 und dem Kolben 48 sowie eine Veränderung der Potentiometerspannung in einer Richtung bewirkt, bei der die dem Verstärker zugeführte Eingangsspannung auf den Wert Null herabgesetzt wird. Somit wird durch das vom Potentiometerarm 34 für die Rollgeschwindigkeit abgenommene Signal, das der Polarität und Größe nach der Polarität und der Größe des Produktes der Nick- und Rollgeschwindigkeit proportional ist, am Eingang des Verstärkers ein Fehlersignal erzeugt derart, daß das Seitenruder in der geeigneten Richtung und in einem Ausmaß verschwenkt wird, das ausreicht, um das kreuzgekoppelte Nickmoment zu kompensieren. Der Stellmotor 40 liegt in einer Reihe mit der Handsteuerung, so daß der Pilot die Kontrolle über die Einstellung des Ruders nach wie vor behält, wobei jedes dem Summierungsnetzwerk 60 zugeführte Signal nur zur Veränderung der Steuerung durch den Piloten dient. Zwischen den Rudersteuergliedern 42, 44 für den Piloten und ortsfesten Teilen der Flugzeugzelle ist eine Feder 45 angeordnet, die dem Piloten ein Steuergefühl vermittelt. Tritt am Eingang des Verstärkers kein Signal auf so wirkt der Stellmotor als festes Betätigungsglied zwischen der Steuerung für den Piloten und dem Kraftverstärker 38 für das Ruder.
  • Da die am Potentiometer 28 liegende Spannung proportional der Nickgeschwindigkeit ist, das vom zugehörigen Geschwindigkeitskreisel abgeleitet wird, und da die Stellung des Potentiometerarmes 34 proportional der Rollgeschwindigkeit ist, so ist die am Schleifarm 34 liegende Spannung im wesentlichen proportional dem Produkt der Nick- und Rollgeschwindigkeit. Diese Spannung wird als Nick-Stabilisierungssignal dem Summierungsnetzwerk 60 zugeführt, in dem es mit dem Rückführungssignal vom Potentiometer 52 aus, das die Stellung des Stellmotors anzeigt, verglichen wird. Dabei wird am Ausgang des Verstärkers ein Fehlersignal erzeugt, das das Servoventil betätigt, wodurch die reine Ein gangsbewegung für den Kraftverstärker auf den Wert Null zurückgeführt wird. Die dem Kraftverstärker 38 am Punkt 62 zugeführte mechanische Eingangsbewegung besteht daher aus der Summe der Versetzung des Ruderpedals durch den Piloten (Verschiebung der Stange 42) und einer Versetzung, die dem Produkt aus der Roll- und Nickgeschwindigkeit proportional ist.
  • Die Maßstabsfaktoren sowie die mechanische und die elektrische Verstärkung sind so gewählt, daß die gesamte Verschwenkung des Ruders, die durch das Stabilisierungssignal vom Potentiometerarm34 aus bewirkt wird, im wesentlichen proportional dem Produkt der Roll- und Nickgeschwindigkeit multipliziert mit der der Differenz zwischen den Trägheitsmomenten der Gier- und Rollbewegungen. Diese Bedingung für den Gier- und Kippkanal kann mathelnatisch wie folgt ausgedrückt werden: wobei 6, der Ausschlag des Höhenruders, 8E <5£ der von F erzeugte Ausschlag des Höhenruders, aR der Ausschlag des Seitenruders und 1bR der von ob ¢ erzeugte Ausschlag des Seitenruders ist.
  • Der Kanal zum Stabilisieren der Gierbewegungen gleicht im Aufbau und der Funktion dem oben beschriebenen Kanal zum Stabilisieren der Nickbewegung und weist einen Kreisel auf (100), dessen Eingangsachse auf der Gierachse Y des Flugzeuges liegt und der die Schleifkontaktarme 120 und 122 der beiden Potentiometer 124 und 126 in Ubereinstimmung mit den Schwankungen der Kardanaufhängung des Kreisels betätigt. An den Armen 120 und 122 wird die Spannung für das Potentiometer 128 des Kreisels 30 für die Rollbewegungen abgegriffen, wobei die am Schleifkontaktarm 134 auftretende Spannung proportional dem Produkt aus der Gier- und Rollgeschwindigkeit ist. Diese Spannung wird mit der Spannung verglichen, die vom Stellungsanzeigepotentiometer 152 des Differentialstellmotors 140 im Mischnetzwerk 16D abgeleitet wird, wobei die Differenz verstärkt und dem hydraulischen Steuerventil 150 des Stellmotors zugeführt wird derart, daß die Abweichung auf den Wert Null zurückgeführt wird. Die mechanische Eingangsbewegung, die dem Kraftverstärker 138 für die Höhensteuerung zugeführt wird, besteht daher aus der Summe der Bewegung der Höhensteuerung durch den Piloten und einem Bewegungsschritt, der proportional dem Produkt aus der Gier- und Rollgeschwindigkeit ist.- Die Betätigung des Höhenruders vdn Hand erfolgt über die Steuerglieder 142 und 144, mit denen eine Feder 145 zur Vermittlung eines Steuergefühls, wie oben beschrieben, verbunden ist, BeimEntwurfvon Hochgeschwindigkeitsflugzeugen, der zu kleinen Flächen und kurzen wirksamen Momentarmen für die aerodynamischen Flächen führt, zusammen mit den Bedingungen eines Fluges in großen Höhen werden die aerodynamischen Dämpfungsgeräte wesentlich vermindert. Mit dem oben beschriebenen Gerät ist es vergleichsweise einfach, eine verstärkte Dämpfung der Gier- oder Nickschwingungen dadurch zu erzielen, daß dem Seiten-oder dem Höhensteuer eine zusätzliche Bewegung erteilt wird, die der Gier- und Nickgeschwindigkeit proportional ist. Dies wird bei demNickkanal dadurch bewirkt, daß die am Kontaktarm 22 liegende Spannung über den Leiter 64 zum Summierungsnetzwerkseingang 160 des Verstärkers 158 geleitet wird, während bei dem Gierkanal die am Kontaktarm 122 liegende Spannung über den Leiter 66 zum Summierungsnetzwerk 60 des Verstärkers 58 geleitet wird.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Dämpfungsregler zum Stabilisieren der Drehbewegung eines Luftfahrzeuges, insbesondere eines Hochgeschwindigkeitsflugzeuges, um die Nick-, Roll- und Gierachse, mit diesen Hauptachsen zugeordneten Geschwindigkeitskreiseln, derenAusgangssignale über Rechenelemente und Verstärker den Stellgliedern der Steuertlächen zugeführt werden, gekennzeichnet durch eine Rechenschaltung (28) zur Bildung des Produkts der aus der Nick- und Rollgeschwindigkeit abgeleiteten Signale, und durch ein Summierungsnetzwerk (601 in dem das gebildete Produkt mit entgegengesetzten Vorzeichen mit einem von der Giergeschwindigkeit abgeleiteten Signal summiert wird, wobei das entstehende Summensignal dem Stellglied (40) für das Seitenruder (36) zugeführt wird.
  2. 2. Dämpfungsregler nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine weitere Rechenschaltung zur Bildung des- Produkts der aus der Roll- und Giergeschwindigkeit abgeleiteten Signale und durch ein Summierungsnetzwerk (160), in dem das gebildete Produkt mit entgegengesetzten Vorzeichen mit einem von der Nickgeschwindigkeit abgeleiteten Signal summiert wird, wobei das entstehende Summensignal dem Stellglied (140) für das Höhenruder (136) zugeführt wird.
DEN19302A 1960-12-12 1960-12-12 Daempfungsregler zum Stabilisieren der Drehbewegung eines Luftfahrzeuges um die Nick-, Roll- und Gierachse Pending DE1288437B (de)

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