DE1196631B - Verfahren zur Herstellung ungesaettigter Aldehyde - Google Patents
Verfahren zur Herstellung ungesaettigter AldehydeInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Irrt, α.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C07c
Deutsche KI.: 12 ο -7/03
Stl9123IVb/12o
19. April 1962
15. Juli 1965
19. April 1962
15. Juli 1965
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung ungesättigter, vorzugsweise aliphatischer
Aldehyde durch katalytische Umsetzung von Olefinen und Sauerstoff, wobei die Umsetzung der
Olefine zu entsprechenden ungesättigten Aldehyden in technischem Maßstab in gleichmäßig hohen Ausbeuten
durchgeführt werden kann.
Es sind Verfahren zur Herstellung ungesättigter Aldehyde, wie Acrolein, durch Umsetzung von Olefinen
und Sauerstoff in Anwesenheit verschiedener Katalysatoren bekannt (vgl. deutsche Auslegeschriften
1079 615, 1092473, 1103911, 1125 901, die
britische Patentschrift 839 808, französische Patentschriften 1208 444 und 1247786 und Chemical
Abstracts, 55 [1961], Spalte 6377 h). Besonders günstige Ergebnisse werden mit den in der deutschen
Auslegeschrift 1129 150 beschriebenen Katalysatoren Wismutmolybdat und Wismutphosphormolybdat erreicht.
Dabei wird in dieser Patentschrift vorgeschlagen, das molare Verhältnis zwischen Sauerstoff und
Olefin in dem dem Reaktionsgefäß zugeführten Reaktionsgemisch von 0,5 :1 bis 5 :1, vorzugsweise
von etwa 1:1, zu halten. Falls zweckmäßig, kann das eingesetzte Produktengemisch auch Wasserdampf
enthalten. Bei umfangreicher Durchführung dieses Verfahrens wurde jedoch die Beobachtung gemacht,
daß der Grad der Umsetzung des Olefins zum ungesättigten Aldehyd im Verlaufe des Prozesses allmählich
zurückgeht, eine Beobachtung, die auch bei Verwendung anderer Katalysatoren als Wismutmolybdat
oder Wismutphosphormolybdat gemacht werden kann. Dieser allmähliche Abfall des Umsetzungsgrades
scheint durch ein Absinken der Aktivität des Katalysators hervorgerufen zu werden. Der
Katalysator kann in der Regel durch Behandlung mit Luft bei erhöhten Temperaturen in seinen ursprünglichen
Aktivitätszustand gebracht werden, wenn sich bei seiner Verwendung ein Absinken der Aktivität
bemerkbar gemacht hat. Diese Regeneration des Katalysators ist jedoch wegen Zeitausfalles unproduktiv,
und aus wirtschaftlichen Gründen ist es deshalb wünschenswert, diese Regenerationsperioden zu
vermeiden oder zumindest auf ein Minimum zu beschränken.
Es wurde nun ein Verfahren gefunden, das die Umsetzung zu den ungesättigten Aldehyden über
längere Zeiträume ohne wesentliches Absinken des Umsetzungsgrades von Olefin zum ungesättigten
Aldehyd ermöglicht.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung ungesättigter Aldehyde durch Umsetzung
eines gasförmigen Gemisches aus einem Olefin und Verfahren zur Herstellung ungesättigter Aldehyde
Anmelder:
The Standard Oil Company,
Cleveland, Ohio (V. St. A.)
Vertreter:
Dr .-Ing. Dr. jur. F. Redies,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. B. Redies
und Dr. D. Türk, Patentanwälte,
Opladen, Rennbaumstr. 27
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. B. Redies
und Dr. D. Türk, Patentanwälte,
Opladen, Rennbaumstr. 27
Als Erfinder benannt:
Ernest C. Milberger,
Maple Heights, Ohio (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20 April 1961 (104 254)
Sauerstoff in Gegenwart von Wismutmolybdat oder Wismutphosphormolybdat, gegebenenfalls auf einem
Träger als Oxydationskatalysator. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das das Reaktionsgefäß
verlassende gasförmige Reaktionsprodukt laufend oder in geeigneten Zeitabständen auf seinen Sauerstoffgehalt
analysiert wird und Sauerstoff dem dem Reaktionsgefäß zugeführten Gasgemisch in einer
solchen Menge zugefügt wird, daß der Sauerstoffgehalt in dem das Reaktionsgefäß verlassenden gasförmigen
Reaktionsprodukt stets größer als 0,1 Molprozent ist. Höhere Konzentrationen an Sauerstoff
können hingenommen werden. Im allgemeinen ergibt sich aber kein Vorteil, wenn höhere Konzentrationen
von Sauerstoff in dem das Reaktionsgefäß verlassenden Reaktionsgemisch enthalten sind. Bei der praktischen
Durchführung des Verfahrens ist die obere Grenze im allgemeinen etwa 7 Molprozent.
Die Bestimmung des Sauerstoffgehaltes des das Reaktionsgefäß verlassenden Reaktionsgemisches
kann nach den verschiedenen, an sich bekannten Methoden zur Bestimmung des Sauerstoffanteils
eines Gases durchgeführt werden. Wenn diese Messungen ergeben, daß der Sauerstoffanteil in dem das
Reaktionsgefäß verlassenden Reaktionsgemisch unter den vorherbestimmten erforderlichen Mindestgehalt
fällt, ist es nur erforderlich, die Sauefstoffmenge in
dem dem Reaktionsgefäß zugeführten Reaktions-
509 600/414-
gemisch zu erhöhen, um den gewünschten Effekt zu das Reaktionsgefäß verlassenden Reaktionsgemisch
erreichen. enthaltene Sauerstoffmenge automatisch und weit-
Bei der technischen Durchführung des Verfahrens gehend unabhängig von Bedienungspersonal auf der
wird der Sauerstoffanteil in dem das Reaktionsgefäß gewünschten Höhe gehalten werden,
verlassenden Reaktionsgemisch durch mehrere Fak- 5 Das Verfahren wird vorzugsweise bei erhöhter
toren beeinflußt. Abgesehen von der Menge an Luft Temperatur durchgeführt.
oder Sauerstoff, die dem Reaktionsgefäß zugeführt Das Verfahren der Erfindung wird vorzugsweise
wird, kann die Menge des verbrauchten Sauerstoffes zur Herstellung von Acrolein durchgeführt. In diesem
von der Temperatur und der Kontaktzeit abhängig Fall wird als Olefin Propylen und als Katalysator
sein. Wenn als Ausgangsprodukt eine Mischung von io vorzugsweise Wismutphosphormolybdat verwendet,
Propylen und Propan verwendet wird, schwankt die wobei als ungesättigter Aldehyd Acrolein erhalten
Menge des in der Reaktion verbrauchten Sauerstoffes, wird.
wenn eine Veränderung im Verhältnis dieser beiden Der nach dem Verfahren der Erfindung erzielte
Bestandteile eintritt. Einige dieser Faktoren sind technische Fortschritt wird an Hand der folgenden
nicht vollständig erfaßbar. Es ist deshalb erforder- 15 Beispiele erläutert,
lieh, den Sauerstoffgehalt in dem das Reaktionsgefäß
lieh, den Sauerstoffgehalt in dem das Reaktionsgefäß
verlassenden Reaktionsgemisch kontinuierlich zu Beispiel 1
überwachen. Dadurch erhält man schnell Kenntnis
überwachen. Dadurch erhält man schnell Kenntnis
von einer eventuellen Verringerung des Sauerstoff- Dieses Beispiel wurde in einem Laboratoriumsgehaltes
in dem das Reaktionsgefäß verlassenden 20 reaktor durchgeführt. Als Katalysator wurde eine
Reaktionsgemisch, und zwar unabhängig von der Wirbelschicht von Wismutphosphormolybdat ver-Ursache,
die der Veränderung des Sauerstoffanteils wendet. Der Katalysator wurde nach Beispiel 2 der
zugrunde liegt. Wenn die technische Anlage weit- deutschen Auslegeschrift 1129 150 hergestellt. Es
gehend automatisiert werden soll, kann ein kontinu- wurde eine Reaktionstemperatur von 427° C und ein
ierlich arbeitender Sauerstoffbestimmungsapparat 25 Überdruck von 0,21 kg/cm2 angewendet. Die scheinverwendet
werden. Es wird dann eine kontinuierliche bare Kontaktzeit beträgt 10 Sekunden. Das während
Messung des Sauerstoffanteils in dem das Reaktions- der Durchführung der Reaktion dem Reaktionsgefäß
gefäß verlassenden Reaktionsgemisch erzielt. Ver- zugeführte Reaktionsgemisch hatte einheitlich die
schiedene Arten von kontinuierlich arbeitenden folgende Zusammensetzung:
Sauerstoffbestimmungsapparaten sind im Handel er- 30 Bestandteil Molprozent
hältlich. Luft 52 2
Sauerstoffbestimmungsapparaten sind im Handel er- 30 Bestandteil Molprozent
hältlich. Luft 52 2
Solche kontinuierlich arbeitenden Sauerstoffbe- Wasser
391
Stimmungsapparate können automatische Kontroll- Proüvleri
87
ventile steuern, die die Sauerstoffmenge regulieren, '
die dem Reaktionsgefäß zugeführt wird. Auf diese 35 Die bei der Umsetzung erhaltenen Ergebnisse sind
Weise können also die dem Reaktionsgefäß züge- in der folgenden Tabelle wiedergegeben. In dieser
führte Sauerstoffmenge und damit auch die in dem Tabelle bedeutet:
„, T T Gewicht des zu Acrolein umgesetzten Propylene
% Umsetzung = ^,—r-rr-j—s *^—— · 100 .
Gewicht des Propylens im Zulauf
Nach den in der Tabelle angegebenen Zeiträumen wurden Proben entnommen.
| \Ta pe ι % /*!■* e— | Umsetzung | Sauerstoffmenge in dem das |
| V Cl 0 UL-IIa" H PIIPl* |
Reaktionsgefäß verlassenden | |
| UCtUCl | °/o | Reaktionsgemisch |
| Stunden | 23,6 | Molprozent |
| 1,0 | 21,6 | 1,2 |
| 4,5 | 26,2 | 1,6 |
| 8,5 | 24,8 | 1,1 |
| 12,5 | 23,7 | 0,8 |
| 16,5 | 29,2 | 1,0 |
| 20,0 | 26,3 | 1,3 |
| 24,0 | 1,1 | |
der Abänderung, daß die Zusammensetzung des dem Reaktionsgefäß zugeführten Reaktionsgemisch
45 durch Verminderung des Luftanteils die folgende Zusammensetzung hatte:
Bestandteil Molprozent
Luft 48,6
Wasser 41,5
50 Propylen 9,8
Das Ergebnis des Versuchs ist in der folgenden Tabelle wiedergegeben:
Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, daß bei Vorhan- 60 densein eines Sauerstoffüberschusses in dem das
Reaktionsgefäß verlassenden Reaktionsgemisch der Umsetzungsgrad von Propylen zu Acrolein auf einem
hohen Stand gehalten wurde.
Vergleichsversuch 5
Es wurde in derselben Apparatur unter gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 gearbeitet, jedoch mit
| Umsetzung | Sauerstoffmenge in dem das | |
| Y CIa UL-IIa- ΗίΠΙίΜ* |
Reaktionsgefäß verlassenden | |
| UdUCX | Vo | Reaktionsgemisch |
| Stunden | 24,0 | Molprozent |
| 1,1 | 27,9 | 0,03 |
| 4,5 | 22,7 | 0,01 |
| 8,5 | 16,9 | 0,01 |
| 12,5 | 12,7 | 0,02 |
| 16,5 | 9,7 | 0,06 |
| 18,5 | 8,4 | 0,04 |
| 23,3 | 0,00 | |
Aus diesem Beispiel ist ersichtlich, daß der Grad der Umsetzung von Propylen zu Acrolein allmählich
zu sehr niedrigen Werten absinkt, wenn das das Reaktionsgefäß verlassende Reaktionsgemisch nur
eine sehr geringe Menge Sauerstoff enthält. s
Beim Vergleich der in den Tabellen I und II wiedergegebenen Ergebnissen ist zu erkennen, daß nach
dem Verfahren der Erfindung über längere Zeiträume mit einem hohen Umsetzungsgrad gearbeitet werden
kann, wobei nur ein geringes oder überhaupt kein Absinken der Aktivität des Katalysators eintritt.
Es wurde eine Apparatur mit einem Festbettkatalysator eingesetzt, der 37,65 kg eines Wismutphosphormolybdatkatalysators
enthielt, der gemäß Beispiel 2 der deutschen Auslegeschrift 1129 150
hergestellt wurde. Der Katalysator hatte die Form von Tabletten, wobei jede Tablette etwa 4,75 mm
Durchmesser hatte und etwa 6,35 mm lang war. Es wurde eine Reaktionstemperatur von 427° C und ein
Überdruck von 0,21 kg/cm2 angewandt. Propylen wurde in der in Tabelle III angegebenen Menge eingesetzt.
Sauerstoff wurde dem Ausgangsgasgemisch in solchen Mengen zugegeben, daß die aus dem
Reaktionsgefäß austretenden Gase stets etwa 4 Molprozent Sauerstoff enthielten, wobei diese Gase laufend
auf ihren Sauerstoffgehalt analysiert wurden. Die Daten der Tabelle III zeigen, wie das Luft-Propylen-Verhältnis
in Abhängigkeit von der pro Zeiteinheit zugeführten Propylenmenge abgeändert werden
mußte. In Tabelle III sind die Ergebnisse von drei Ansätzen aufgeführt. Infolge der Änderungen der
Propylenzufuhr änderte sich auch die scheinbare Kontaktzeit. Bei einer Zufuhr von nur 1,8 kg Propylen
pro Stunde ist die Kontaktzeit relativ lang. Dies ergibt eine sehr hohe Gesamtumwandlung, wobei
aber ein hohes Luft-Propylen-Verhältnis von 14 :1 notwendig ist, um den gewünschten Sauerstoffgehalt
im gasförmigen Endprodukt aufrechtzuerhalten.
Im anderen Extrem des Versuches, bei dem die Propylenzufuhr sehr hoch und die Kontaktzeit entsprechend
geringer war, war die Reaktion selektiver, die Gesamrumwandlung des Propylens geringer, die
Wasserumwandlung (CO2, CO usw.) geringer und
infolgedessen das Luft-Propylen-Verhältnis zur Aufrechterhaltung des 4%igen Sauerstoffgehaltes in den
das Reaktionsgefäß verlassenden Gasen nur 6,9 :1. Dies zeigt, wie eine einzige Variable, nämlich der
Propylendurchsatz die notwendige Sauerstoffmenge beeinflussen kann. Es ist hieraus ersichtlich, daß es
nicht genügt, lediglich ein festes Sauerstoff-Propylen-Verhältnis in den dem Reaktionsgefäß zugeführten
Gasen aufrechtzuerhalten, weil die Reaktionsbedingungen die notwendige Sauerstoffmenge beeinflussen
können und infolgedessen das Luft-Propylen-Verhältnis dauernd durch Erhöhen oder Erniedrigen des
Luftanteils oder durch Änderung des Propylenanteils geändert werden muß, um einen konstanten
Sauerstoffgehalt in den Endgasen aufrechtzuerhalten.
Tabelle ΙΠ
| Kilogramm Propylen pro Stunde zugeführt |
Molverhältnis Luft zu Propylen im Ausgangsgas |
Umwandlung in Acrolein pro Durchgang in °/o |
Gesamtumwandlung pro Durchgang in °/o |
| 1,8 5,6 9,2 |
14 :1 10 :1 6,9:1 |
31,9 45,4 38,0 |
94,8 87,2 70,4 |
Es wurde wie bei Beispiel 2 unter Verwendung der gleichen Apparatur verfahren, wobei die Temperatur
variiert und drei Wismutphosphormolybdat-Katalysatoren mit verschiedener Aktivität verwendet wurden.
Solche Katalysatoren wurden gemäß Beispiel II der USA.-Patentschrift 2 941007 hergestellt, wobei
sich die Aktivität der Katalysatoren aus der Dauer der Wärmebehandlung bestimmt, denen die Katalysatoren
in der letzten Herstellungsstufe unterworfen wurden. Tabelle IV zeigt den Effekt der drei Katalysatoren,
die chemisch gleich, jedoch in ihrer Aktivität infolge der verschiedenen Erhitzungsdauer und
der dadurch bewirkten verschiedenen spezifischen Oberflächen verschieden waren. Bei jedem Ansatz
wurde der Sauerstoffgehalt der das Reaktionsgefäß verlassenden Gase kontrolliert und in Höhe von
2 bis 4 Molprozent aufrechterhalten. Die zur Aufrechterhaltung dieses Sauerstoffgehaltes notwendigen
Molverhältnisse zwischen Luft und Propylen sind in Tabelle IV für jeden Katalysator angegeben. Mit
dem am wenigsten aktiven Katalysator wurde eine verhältnismäßig niedrige Gesamtumwandlung des
Propylens und eine niedrige Umwandlung von Propylen in Acrolein und ein sehr bescheidenes Luft-Propylen-Verhältnis
von 4,9 :1 erreicht. Im anderen Extrem des Versuches, nämlich bei Einsatz des
hochaktiven Katalysators, war es notwendig, die Temperatur zu senken, um die Kontrolle über die
Reaktion zu bewahren; die Gesamrumwandlung war noch relativ hoch und das Luft-Propylen-Verhältnis
mußte bis auf 11,0:1 gesteigert werden, um den richtigen Sauerstoffgehalt in den Endgasen aufrechtzuerhalten.
| Katalysatoraktivität | Reaktionstemperatur 0C |
Molverhältnis Luft zu Propylen |
Umwandlung in Acrolein pro Durchgang in °/o |
Gesamtumwandlung pro Durchgang in % |
| Niedrig Mittel Hoch |
465 454 427 |
4,9:1 9,2:1 11,0:1 |
21,8 38,5 38,8 |
44,5 75,0 83,2 |
Das Verfahren der Beispiele 2 und 3 wurde in einem Großansatz mit einem Festbettkatalysator
wiederholt. Die Bedingungen im Reaktionsgefäß und die Resultate sind in Tabelle V wiedergegeben. Die
Ausgangsgaszusammensetzung betrug im wesentlichen wie folgt:
Luft 77,0%
Dampf 15,4%
Propylen 7,6%
Der Luft' und/oder Propylengehalt wurde jedoch
in dem Ausgangsgas so eingestellt, daß in den Abflußgasen gemäß den Aufzeichnungen eines kontinuierlichen
Sauerstoffbestimmungsgerätes ein Sauerstoffgehalt von 2 bis 4 Molprozent aufrechterhalten
wurde. Die Reaktionstemperatur wurde zwischen 454 und 482° C gehalten, und es wurde mit einer Kon- ao
taktzeit von 2 bis 2,2 Sekunden und einem Überdruck von 0,35 bis 0,56 kg/cm2 eingehalten. Als
Katalysator wurde ein Wismutphosphormolybdatkatalysator mittlerer Aktivität in Tabletenform eingesetzt.
Die Gesamtversuchszeit betrug 942 Stunden, wobei sich keine wesentliche Variation in dem Umfang
der Umwandlung von Propylen in Acrolein bemerkbar machte. Die Schwankungen im Luft-Propylen-Verhältnis
waren die Folge sowohl der beiden Temperaturen von 454 und 482° C als auch in
zweiter Linie anderer Variablen, die nicht kontrolliert wurden oder über die eine Kontrolle nicht möglich
war. So bewirkte z. B. eine gelegentliche Reaktionsbeschleunigung Druckveränderungen im
Reaktionsgefäß. Es war notwendig, die Abflußgase kontinuierlich zu analysieren und das Luft-Propylen-Verhältnis
in den zugeführten Gasen zur Aufrechterhaltung des gewünschten Sauerstoffgehaltes in den
Endgasen anzugleichen. Bei dieser Verfahrensweise wurde, wie in Tabelle III gezeigt, eine befriedigende
Quote für die Umwandlung von Propylen in Acrolein über die gesamte, lange Reaktionszeit aufrechterhalten,
ohne daß es notwendig war, den Katalysator periodisch zu regenerieren.
| Reak tionszeit |
Tempe ratur |
Umwandlung von Propylen in Acrolein |
Luft-Propylen- Molverhältnis |
| Stunden | 0C | »/ο | |
| 24 | 454 | 37,6 | 8,1 |
| 120 | 454 | 37,1 | 7,7 |
| 168 | 454 | 36,6 | 7,6 |
| 288 | 482 | 35,3 | 8,8 |
| 456 | 482 | 40,3 | 8,0 |
| 572 | 482 | 38,7 | 8,4 |
| 686 | 482 | 41,5 | 7,0 |
| 814 | 482 | 41,8 | 7,5 |
| 982 | 482 | 39,7 | 7,1 |
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung ungesättigter Aldehyde durch Umsetzung eines gasförmigen Gemisches aus einem Olefin und Sauerstoff in Gegenwart von Wismutmolybdat und/oder Wismutphosphormolybdat, gegebenenfalls auf einem Träger als Oxydationskatalysator, dadurch gekennzeichnet, daß das das Reaktionsgefäß verlassende gasförmige Reaktionsprodukt laufend oder in geeigneten Zeitabständen auf seinen Sauerstoffgehalt analysiert wird und Sauerstoff dem dem Reaktionsgefäß zugeführten Gasgemisch in einer solchen Menge zugefügt wird, daß der Sauerstoffgehalt in dem das Reaktionsgefäß verlassenden gasförmigen Reaktionsprodukt stets größer als 0,1 Molprozent ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1079 615,
1092473;britische Patentschrift Nr. 839 808;
italienische Patentschrift Nr. 580 541.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US10425461A | 1961-04-20 | 1961-04-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1196631B true DE1196631B (de) | 1965-07-15 |
Family
ID=22299441
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST19123A Pending DE1196631B (de) | 1961-04-20 | 1962-04-19 | Verfahren zur Herstellung ungesaettigter Aldehyde |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1196631B (de) |
| GB (1) | GB963611A (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1079615B (de) * | 1957-06-21 | 1960-04-14 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Acrolein |
| GB839808A (en) * | 1957-06-21 | 1960-06-29 | Bayer Ag | Process for the production of acrolein |
| DE1092473B (de) * | 1956-07-06 | 1960-11-10 | Ici Ltd | Verfahren zur katalytischen Oxydation von aliphatischen Kohlenwasserstoffen im Dampfzustand |
-
1962
- 1962-04-17 GB GB1491062A patent/GB963611A/en not_active Expired
- 1962-04-19 DE DEST19123A patent/DE1196631B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB839808A (en) * | 1957-06-21 | 1960-06-29 | Bayer Ag | Process for the production of acrolein |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB963611A (en) | 1964-07-15 |
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