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DE1196321B - Verfahren zur Gewinnung von Gamma-Oryzanol aus dem Alkalibodenschlamm von pflanzlichen OElen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Gamma-Oryzanol aus dem Alkalibodenschlamm von pflanzlichen OElen

Info

Publication number
DE1196321B
DE1196321B DET24633A DET0024633A DE1196321B DE 1196321 B DE1196321 B DE 1196321B DE T24633 A DET24633 A DE T24633A DE T0024633 A DET0024633 A DE T0024633A DE 1196321 B DE1196321 B DE 1196321B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oryzanol
gamma
extraction
alkali
oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET24633A
Other languages
English (en)
Inventor
Minoru Takubo
Koichi Tachibana
Shuji Watanabe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Toyo Koatsu Industries Inc
Original Assignee
Toyo Koatsu Industries Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Toyo Koatsu Industries Inc filed Critical Toyo Koatsu Industries Inc
Publication of DE1196321B publication Critical patent/DE1196321B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/21Esters, e.g. nitroglycerine, selenocyanates
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/02Solvent extraction of solids
    • B01D11/0288Applications, solvents

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Gamma-Oryzanol aus dem Alkalibodenschlamm von pflanzlichen ölen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Gamma-Oryzanol aus dem Alkalibodensatz von pflanzlichen ollen, besonders von Reiskleienöl.
  • Kürzlich wurde gefunden, daß Reiskleienöl einen sehr hohen Nährwert hat. Der Verbrauch von Reiskleienöl hat sich kürzlich unter den eßbaren Ölen erhöht, jedoch ist die Menge noch klein. Der Grund dafür soll darin bestehen, daß Reiskleienöl eine so große Menge freie Fettsäure enthält, daß die bei der Alkaliraffination enthaltenen Alkalibodenschlämme eine so große Menge ausmachen, daß sie schwierig zu behandeln sind. Jedoch enthalten derartige Alkalibodenschlämme Glyzeride und viele andere wertvolle Substanzen. Als Ergebnis von Untersuchungen zur Rückgewinnung derartiger wertvoller Substanzen aus den Alkalibodenschlämmen wurde nun ein Verfahren zur Abtrennung von Gamma-Oryzanol gefunden.
  • Die Alkalibodenschlämme von Reiskleienöl enthalten Gamma-Oryzanol, das zur Verwendung in der Human- und Vetennärmedizin sowie als Beifuttermittel wertvoll ist. Es gibt viele Berichte über die Wirkungen dieser Substanz.
  • Es ist insbesondere bekannt, daß Gamma-Oryzanol, das ein charakteristisches Maximum der UV.-Absorption bei 216, 231, 291 und 315 mll hat und das als eine Art von Ferulat betrachtet wird, eine starke wachstumsbeschleunigende Wirkung auf Tiere ausübt und ein wirksamer Bestandteil ist, der eine enge Beziehung zur Tierhaltung und Tierzüchtung hat. Es ist auch bekannt, daß derartige Ferulate ähnliche Wirkungen bei Tieren haben, wie Hormone und Vitamine. Die Menge an in den Alkalibodenschlämmen von Reiskleieöl vorhandenem Gamma-Oryzanol ist so gering, daß zu dessen Abtrennung ein Verfahren üblich ist, bei dem die Alkalischlämme in ein dunkles Öl überführt werden und das dunkle Öl selbst oder nach Veresterung destilliert, und der so erhaltene Destillationsrückstand, aus welchem die Fettsäuren oder Ester abdestilliert wurden und der konzentriertes Gamma-Oryzanol enthält, mit einem organischen Lösungsmittel, das ein Alkali enthält, behandelt wird. Es ist auch ein Verfahren bekannt, bei dem die Alkalischlämme in ein dunkles Öl überführt werden, das dann in eine Metallseife überführt wird, die dann entwässert und anschließend mit einem polaren organischen Lösungsmittel behandelt wird.
  • Die obenerwähnte bisherige Methode zur Extraktion von Gamma-Oryzanol aus dem Destillationsrückstand besitzt den Vorteil, daß die Konzentration an Ferulaten ausreichend hoch ist, und daß die Extraktion leicht erfolgt, hat jedoch den Nachteil, daß die Konzentrierungsstufe so kompliziert ist, daß die Ferulate zersetzt werden und verloren gehen, und der Ölbestandteil darin polymerisiert wird. Derartiges polymerisiertes Öl wird zusammen mit dem Gamma-Oryzanol abgeschieden und vermindert deren Reinheit und Ausbeute. Daher ist bei einem Verfahren zur Gewinnung von Gamma-Oryzanol aus dem Destillationsrückstand eine Stufe zur Abtrennung des polymerisierten Öls erforderlich. Diese Arbeitsweise wird im allgemeinen durch Variieren des pH-Wertes durchgeführt. Jedoch ist der pH-Wert, bei welchem sich das polymerisierte Öl abscheidet, so unterschiedlich, je nach dem Rohmaterial, daß eine äußerst fein ausgebildete Arbeitsweise erforderlich ist, und die Qualität des Gamma-Oryzanols sich beträchlich je nach dem Grad der Entfernung von polymerisiertem Öl ändert und schwierig konstant zu halten ist.
  • Wenn daherphysiologisch wirksames Gamma-Oryzanol direkt aus Alkalibodenschlämmen gewonnen werden, ergibt sich der Vorteil, daß keine Konzentrierungsstufe erforderlich ist, daß kein schädlicher Einfluß auf Grund der Verunreinigungen erfolgt, und daß das Verfahren merklich vereinfacht wird und die Qualität des Produktes nur sehr wenig wechselt.
  • Außerdem wäre in einem solchen Fall, da die Seifen-und Ölkomponenten in den Alkalibodenschlämmen leicht voneinander getrennt werden können, die Verwendung der Ölkomponente auf anderen Gebieten möglich.
  • Ziel der vorliegenden Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur Abtrennung von Gamma-Oryzanol aus Alkalibodenschlämmen von pflanzlichen Ölen, insbesondere aus den Alkalibodenschlämmen von Reiskleieöl in hoher Ausbeute und hoher Reinheit In Alkalibodenschlämmen sind beträchtliche Mengen an Wasser und Seifenkomponenten enthalten, die eine schädliche Einwirkung auf die Herstellung von Ferulaten ausüben. Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden daher zuerst die Wasser- und Seifenkomponenten soweit wie möglich aus den Alkalibodenschlämmen entfernt, indem diese bei Zimmertemperatur oder unter Erwärmen der Bodenschlämme mit einem organischen Lösungsmittel, insbesondere Methanol, Äthanol oder Aceton, behandelt werden.
  • Die Verwendung eines 1- bis 6fachen Lösungsmittelvolumens, bezogen auf das Volumen des Bodenschlammes, wird bevorzugt. Die Verwendung einer Lösungsmittelmenge außerhalb dieses Bereichs vermindert die Ausbeute an Gamma-Oryzanol und ist daher weniger zweckmäßig. Es wird auch bevorzugt, eine Temperatur von 20 bis 400 C anzuwenden. Der Rückstand nach dem Auslaugen mit einem solchen wasserlöslichen organischen Lösungsmittel wird dann einer Extraktion bei Zimmertemperatur mit einem wasserlöslichen organischen Lösungsmittel, wie Methanol, Äthanol oder Aceton, das eine alkalische Substanz enthält, unterzogen. Als alkalische Substanzen sind die Alkalihydroxyde, -carbonate und -bicarbonate, insbesondere NaOH, KOH, Na2CO3, NaHCOs, K2CO und KHCO3 zweckmäßig. In einem solchen Fall sollte das organische Lösungsmittel kein Wasser enthalten, wenn jedoch ein organisches Lösungsmittel mit einem Gehalt von weniger als 1O0/o Wasser verwendet wird, ist dies kein großer Nachteil. Die Extraktion kann in der Hitze ausgeführt werden, jedoch ergibt sich dabei gewöhnlich ein emulgierter Extrakt, der schwierig zu trennen ist.
  • Temperaturen im Bereich von 20 bis 400 C werden bevorzugt. Wenn außerdem die Alkalikonzentration zu hoch ist, wird der Extrakt ebenfalls emulgiert, und die Reinheit und die Ausbeute an Gamma-Oryzanol nimmt ab. Daher sollte die Alkalikonzentration der Extraktion weniger als etwa 0,5 n, insbesondere etwa 0,3 bis etwa 0,1 n, betragen, und die Menge an Extraktionslösung beträgt vorzugsweise das 2- bis 10fach des Gewichts dieses Rückstandes.
  • Wenn der so erhaltene Extrakt mit einer schwachen Säure neutralisiert wird, fallen Kristalle von Gamma-Oryzanol aus. Wenn eine Mineralsäure verwendet wird, wird das Gamma-Oryzanol zersetzt oder es werden Verunreinigungen ausgefällt. Daher wird eine schwache Säure verwendet. Eine organische Monocarbonsäure, wie beispielsweise Essigsäure, ist zweckmäßig. Da eine wäßrige Lösung bei dieser Neutralisation nicht verwendet werden kann, wird eine Lösung in einem organischen Lösungsmittel mit einem Gehalt von 30 bis 800/0 der Säure verwendet. Organische Lösungsmittel, wie Methanol, Äthanol und Aceton sind für diesen Zweck geeignet Weiter wird eine Einstellung des pH-Wertes auf 6 bis 9 bei der Neutralisation bevorzugt, da die Ferulate in stärker saurem Milieu zersetzt werden.
  • Das vorliegende erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet sich von den eingangs erwähnten Metho- den zur Herstellung von Gamma-Oryzanol aus pflanzlichen Ölen, da alle in dem Extrakt gelösten Verunreinigungen so gering sind, daß der Extrakt einfach mit einer Säure neutralisiert werden kann, und das Gamma-Oryzanol in hoher Reinheit ausgefällt wird, ohne das irgendeine Abtrennungsstufe für Verunreinigungen notwendig ist. Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Gamma-Oryzanol kann bei verschiedenen Anwendungszwekken, wie es ist, verwendet werden, da seine Qualität stets gleichbleibend ist.
  • Das organische Lösungsmittel kann weiter durch Destillation der organischen Lösungsmittellösung, aus welcher das Gamma-Oryzanol ausgefällt wurde, und des anfänglichen Extraktes, aus welchem Wasser und die Seifenkomponenten abgetrennt wurden, gewonnen werden. Der erhaltene Rückstand wird dann durch Waschen mit Wasser und Aussalzen gereinigt.
  • So wird die Seifenkomponente abgetrennt, und es hinterbleibt eine neutrale Ölkomponente, die bei der Herstellung von eßbaren Ölen verwendbar ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann auf die gleiche Weise nicht nur auf Reiskleieöl, sondern auch auf beliebige andere pflanzliche Öle, die Ferulate enthalten, angewandt werden, wie beispielsweise Maisöl, Reiskleieöl, Reiskeimöl, Weizenkeimöl, Rapsöl und Leinöl.
  • Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
  • Beispiel 200 ml Methanol wurden zu 50 g des Alkalibodensatzes von Reiskleieöl mit einer Verseifungszahl von 54,7 und einem Ferulatgehalt von 3,5°/o zugegeben.
  • Das Gemisch wurde bei Zimmertemperatur 30 Minuten gerührt und dann filtriert. Zu dem Extraktionsrückstand wurden 200ml Methanol mit einem Gehalt von 0,5 0/o Gewichtsprozent KOH zugegeben.
  • Das erhaltene Gemisch wurde bei Zimmertemperatur 30 Minuten gerührt, und durch Filtrieren wurden 11,4 g eines Extraktionsrückstandes, der eine braune Ölkomponente enthielt und überwiegend aus Seife bestand, abgetrennt. Dann wurde eine 50gewichtsprozentige Lösung von Essigsäure in Methanol zu dem Filtrat zugegeben, um den pH-Wert auf 6,0 einzustellen, worauf 0,65 g weiße Kristalle erhalten wurden. Diese Kristalle enthielten 97,50/a Gamma-Oryzanol, und die Ausbeute an Gamma-Oryzanol betrug 36,50/0. Um ein Produkt höherer Reinheit zu erhalten, kann der Niederschlag umkristallisiert oder nach üblichen Verfahren chromatographiert werden.
  • Das Methanol wurde durch Destillation aus dem ersten Methanolextrakt und aus dem Extrakt, aus welchem die Ferulate abgetrennt wurden, rückgewonnen. Der erhaltene Rückstand wurde dann mit Wasser gewaschen und ausgesalzen, um die begleitenden Seifenbestandteile abzutrennen. Es hinterblieben 6,0 g einer Ölkomponente mit einer Säurezahl von 0,6 und einer Verseifungszahl von 170. Die Ölkomponente war als Rohmaterial zur Herstellung von eßbaren Ölen brauchbar.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Gamma-Oryzanol aus den Alkalibodenschlämmen, die bei der Alkaliraffination von pflanzlichen Ölen erhalten werden und Oryzanol aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Alkalibodenschlämme mit einem Extraktionslösungsmittel, insbesondere Methanol, Äthanol oder Aceton ausgelaugt und der hinterbleibende Rückstand mit einer nicht mehr als 0,5 Lösung einer alkalischen Substanz, insbesondere Alkalihydroxyde, -carbonate oder -bicarbonate, in einem organischen Lösungsmittel, insbesondere Methanol, Äthanol oder Aceton, verrührt und filtriert und das erhaltene Filtrat mit einer nicht wäßrigen Lösung einer schwachen Säure, insbe- sondere einer Monocarbonsäure auf einem pH-Wert von 6,0 bis 9,0 eingestellt und der entstehende Niederschlag isoliert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des Extraktionslösungsmittels zum Auslaugen das 1- bis 6fache Volumen des auszulaugenden Alkalibodenschlammes beträgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die alkalische Extraktionslösung 0,1 bis 0,3 n ist.
DET24633A 1962-09-22 1963-09-03 Verfahren zur Gewinnung von Gamma-Oryzanol aus dem Alkalibodenschlamm von pflanzlichen OElen Pending DE1196321B (de)

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DET24633A Pending DE1196321B (de) 1962-09-22 1963-09-03 Verfahren zur Gewinnung von Gamma-Oryzanol aus dem Alkalibodenschlamm von pflanzlichen OElen

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DE (1) DE1196321B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1301002B (de) * 1963-09-05 1969-08-14 Toyo Koatsu Ind Inc Verfahren zur Gewinnung von ª†-Oryzanol
EP3612511A4 (de) * 2017-04-20 2021-01-20 Spero Renewables, Llc. Extraktion von natürlichem ferulat und cumarat aus biomasse

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1301002B (de) * 1963-09-05 1969-08-14 Toyo Koatsu Ind Inc Verfahren zur Gewinnung von ª†-Oryzanol
EP3612511A4 (de) * 2017-04-20 2021-01-20 Spero Renewables, Llc. Extraktion von natürlichem ferulat und cumarat aus biomasse

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