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Programmkarte für Programmsteuerungen Die Erfindung bezieht sich auf
eine Programmkarte für Programmsteuerungen, mit reliefartig über die Kartenebene
vorstehenden Bahnen, die bei der Programmierung nach Bedarf abschnittsweise entfernt
werden.
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Es sind Programmkarten bekannt, die als ebene Folien ausgebildet sind
und in die zum Zwecke der Programmierung ein bestimmtes Nockenprofil eingepreßt
wird. Dies erfolgt in der Weise, daß das Kartenmaterial an den zur Bildung einer
Steuernocke bestimmten Stellen durch einen Prägestempel nach außen gedrückt wird.
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Der wesentliche Nachteil dieser bekannten Programmkarten liegt darin,
daß das Material der ebenen Folie beim Ausformen der Nocken stark beansprucht wird.
Die Folie muß infolgedessen verhältnismäßig stark ausgebildet oder aus besonders
hochwertigem Material hergestellt sein, damit ein Reißen des Materials vermieden
wird. Ein weiterer Mangel dieser bekannten Programmkarten liegt darin, daß sich
die ursprünglich ebenen Folien beim Ausprägen der Nocken leicht in Längsrichtung
etwas verwinden, was durch die unterschiedliche Materialspannung in den einzelnen
Kartenbereichen bedingt ist.
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Es sind weiterhin Programmkarten bekannt, die reliefartig über die
Kartenebene vorstehende Bahnen aufweisen, die bei der Programmierung nach Bedarf
abschnittsweise entfernt werden. Dieses Entfernen erfolgt mittels einer handbetätigten
Zange, ,die entsprechend geformte Schnittkanten aufweist.
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Diese Art der Programmierung ist jedoch verhältnismäßig zeitraubend
und kann bei einem binärverschlüsselten Programm kaum von Laien durchgeführt werden.
Auch bereitet das abschnittsweise Ausschneiden der Bahnen bei einem engen Abstand
benachbarter Bahnen gewisse Schwierigkeiten.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der
Mängel der bekannten Ausführungen eine Programmkarte der eingangs genannten Art
zu entwickeln, die sich einerseits leicht programmieren fal3t, bei der anderseits
jedoch das Kartenmaterial beim Programmieren nur geringfügig beansprucht wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Bahnen
einen nach einer Seite hin offenen hohlen Innenraum aufweisen, dessen Querschnitt
wenigstens ebenso groß wie der Querschnitt des reliefartig vorstehenden Materials
der Bahnen ist.
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Eine derartige Programmkarte kann auf einfache Weise in einem Preßvorgang
programmiert werden. Das durch die Preßstempel verdrängte Material der Bahnen kann
dabei in den offenen hohlen Innenraum ausweichen. Das Material der erfindungsgemäßen
Programmkarte wird daher bei der Programmierung kaum beansprucht, so daß sowohl
die Gefahr eines Reißens des Materials als auch einer Verwindung der Karte entfällt.
Für die erfindungsgemäße Programmkarte kann infolgedessen verhältnismäßig billiges
Material und eine geringe Stärke gewählt werden,.
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Gegenüber den bekannten Programmkarten mit durch eine handbetätigte
Zange abschnittsweise herauszuschneidenden Bahnen zeichnet sich die erfindungsgemäße
Programmkarte durch einte wesentlich einfachere Programmierung aus, die ohne weiteres
automatisiert werden kann. Die benachbarten Bahnen können im Hinblick auf die Art
der Programmierung sehr eng aneinandergerückt werden.
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Zur Erhöhung der Steifigkeit der Programmkarte sind bei einer zweckmäßigen
Ausgestaltung der Erfindung in dem hohlen Innenraum der Bahnen Querrippen vorgesehen.
Diese Querrippen können verhältnismäßig dünn ausgebildet werden, so daß sie den
Preßvorgang bei der Programmierung nicht behindern.
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Werden auf beiden Seiten der Programmkarte Bahnen vorgesehen, so ist
es vorteilhaft, sie gegeneinander versetzt anzuordnen.
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Um eine sichere Führung derartiger Programmkarten zu gewährleisten,
ist es ferner vorteilhaft, wenn zwischen zwei auf unterschiedlichen Seiten der Karte
nebeneinanderliegenden Bahnen Führungsflächen vorgesehen sind.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
veranschaulicht. Es zeigt F i g.1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Programmkarte
mit einseitig angeordneten Bahnen, F i g. 2 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße
Programmkarte, die auf beiden Seiten mit Bahnen versehen ist,
F
i g. 3 einen Schnitt durch eine weitere Programmkarte mit einer anderen Querschnittsform
der Bahnen-F i g. 4 eine Aufsicht auf die Programmkarte gemäß F i g. 1 und F i g.
5 eine Ansicht der Rückseite einer Programmkarte entsprechend F i g. 1 mit Querrippen.
Die in F i g. 1 dargestellte Programmkarte besitzt einen plattenförmigen Grundkörper
1, der aus thermoplastischem Kunststoff besteht. In Längsrichtung der Programmkarte
sind reliefartig über die Kartenebene (Oberseite 5) vorstehende Bahnen 2 vorgesehen,
die einstückig mit dem plattenförmigen Grundkörper l der Programmkarte ausgebildet
sind.
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Beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 besitzen die Bahnen 2 eine
rechteckige Umrißform; wobei die Oberseiten 3 der Bahnen die Betätigungsflächen
der Programmkarte darstellen.
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Die Bahnen 2 weisen einen hohlen Innenraum 4 auf, der nach der Unterseite
6 der Programmkarte zu offen ist. Der Querschnitt dieses offenen hohlen Innenraumes
4 ist wenigstens ebenso groß wie der Querschnitt des die Bahnen 2 bildenden, reliefartig
vorstehenden Materials der Programmkarte.
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Dieser hohle Innenraum 4 dient zur Aufnahme des Materials der Bahnen
2, das bei der Programmierung durch einen Preßstempel nach unten gedrückt wird.
Bei dieser Programmierung liegt die Programmkarte mit ihrer Unterseite 6 zweckmäßig
auf einer Unterlage auf, so daß das in den hohlen Innenraum 4 gedrückte Material
nicht über die Unterseite 6 der Programmkarte austreten kann.
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In F i g. 2 ist eine erfindungsgemäße Programmkarte veranschaulicht,
die auf beiden Seiten mit reliefartig vorstehenden Bahnen 7, 8, 9 versehen ist.
Die auf beiden Seiten der Karte vorgesehenen Bahnen sind dabei gegeneinander versetzt.
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Zwischen den Seitenwänden 10 benachbarter, auf derselben Seite liegender
Bahnen (z. B. 7, 9) sind Führungsflächen 11 vorgesehen, die eine genaue Führung
der Programmkarte im Programmgeber bzw. im Programmiergerät ermöglichen. Bei den
Ausführungsbeispielen gemäß den F i g. 2 und 5 sind in dem hohlen Innenraum der
Bahnen Querrippen 12 vorgesehen, die zweckmäßig einstückig mit dem Grundkörper 1
der Programmkarte ausgebildet sind und zur Erhöhung der Steifigkeit dienen.
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Bei dem in F i g. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die reliefartig
vorstehenden Bahnen der Programmkarte halbwellenförmig ausgebildet. Diese Ausführung
hat den Vorteil, daß das beim Programmiervorgang verformte Material mit Sicherheit
in den hohlen Innenraum der Bahnen gedrückt wird.