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DE1195901B - Verfahren zur Herstellung von anfaerbbaren Spinnfasern oder Faeden aus Polypropylen oder Polyaethylen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von anfaerbbaren Spinnfasern oder Faeden aus Polypropylen oder Polyaethylen

Info

Publication number
DE1195901B
DE1195901B DEZ7302A DEZ0007302A DE1195901B DE 1195901 B DE1195901 B DE 1195901B DE Z7302 A DEZ7302 A DE Z7302A DE Z0007302 A DEZ0007302 A DE Z0007302A DE 1195901 B DE1195901 B DE 1195901B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polypropylene
threads
polyethylene
disperse
blue
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ7302A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Heinrich Wenning
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HJ Zimmer Verfahrenstechnik
Original Assignee
HJ Zimmer Verfahrenstechnik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HJ Zimmer Verfahrenstechnik filed Critical HJ Zimmer Verfahrenstechnik
Priority to DEZ7302A priority Critical patent/DE1195901B/de
Publication of DE1195901B publication Critical patent/DE1195901B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/02Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D01F6/04Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds from polyolefins
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/44Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from mixtures of polymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds as major constituent with other polymers or low-molecular-weight compounds
    • D01F6/46Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from mixtures of polymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds as major constituent with other polymers or low-molecular-weight compounds of polyolefins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von anfärbbaren Spinnfasern oder Fäden aus Polypropylen oder Polyäthylen Es ist bekannt, Polyäthylen und Polypropylen, die nach dem Niederdruckverfahren mit festen Katalysatoren in einem Molekulargewicht von 10 000 bis 1000 000 entstehen, zu Fäden von ausgezeichneten textilen Eigenschaften zu verspinnen. Fasern aus diesen Polymerisaten besitzen aber gebenüber synthetischen Fasern, die durch Polymerisation oder Kondensation von polare Gruppen tragenden Monomeren hergestellt werden, erhebliche Nachteile, weil sie nach den herkömmlichen Färbemethoden mit handelsüblichen Farbstoffen nicht echt eingefärbt werden können.
  • Es ist ferner bekannt, Fasern aus Polyäthylen oder Polypropylen im Schmelzspinnverfahren zu färben, wobei die Farbstoffe in Form anorganischer oder organischer Pigmente vor dem Spinnprozeß in der Schmelzmasse dispergiert werden.
  • Nach diesem Verfahren gelingt es jedoch nicht, feinere Nuancierungen in der Farbgebung zu erhalten, und es ist auch nicht möglich, ein fertiges Gewebe, das aus Gemischen mit anderen Fasern besteht, Ton in Ton oder mit Effekt zu färben.
  • Es ist ferner bekannt, gut einfärbbare Fäden aus Vinylpolymeren herzustellen, indem diese nach Zusatz von polare Gruppen tragenden Verbindungen aus einer Lösung versponnen werden. Beispielsweise wird die Anfärbbarkeit einer Faser aus Polyvinylchlorid dadurch verbessert, daß ihr polymere Pyridinverbindungen über die Lösung einverleibt werden und daß das Gemisch aus Lösungen von Aceton und Schwefelkohlenstoff versponnen wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich Spinnfasern oder Fäden aus Polypropylen oder Polyäthylen- mit Dispersionsfarbstoffen oder Säurefarbstoffen nach dem herkömmlichen Färbeprozeß echt einfärben lassen, wenn diesen Polyolefinen vor dem Schmelzspinnprozeß polare Gruppen tragende Polymerisate in Mengen von 1 bis 100/, im Schmelzfluß einverleibt werden. Als polare Gruppen tragende Polymerisate kommen z. B. in Frage: Polyvinylacetat, Polyacrylsäureester, Polymethacrylsäureester, wie der Methylester, Polyvinyläther, Polyacrylsäureamide oder deren Substitutionsprodukte, wie Isopropylacrylamid, ferner Polyvinylpyrrolidon und Polyvinylpyridin und andere ähnlich gebaute homologe und substituierte Polymerisate.
  • Für jedes Polymerisat und jeden Polymerisationsgrad (Molekulargewicht) existiert ein gewisser Bereich der Mischbarkeit, in welchem der Spinnprozeß der gemischten Polymerisate noch einwandfrei durchführbar ist und Spinnfäden aus den gemischten Polymerisaten von einheitlicher homogener Struktur herzustellen sind. Wenn die Grenze der Verträglichkeit überschritten wird, wird das Gemisch der Polymerisate uneinheitlich und führt zu nicht einwandfrei streckbaren, Knötchen tragenden, Einschlüsse enthaltenden Fäden, die auch keine gleichmäßige Anfärbung erlauben. Die Grenze der Verträglichkeit des spinnbaren Polyolefins für die polare Gruppen tragenden Polymerisate liegt im allgemeinen bei einem Gehalt von 10 Gewichtsprozent in der fertigen Faser und ist sowohl von dem Molekulargewicht des Polyolefins als auch des zugesetzten Polymerisates abhängig, das mit abnehmendem Molekulargewicht schlechter verträglich wird.
  • Das einfache Aufschmelzen kaltgemischter pulverförnüger oder granulierter Polymerisate im Spinnkopf genügt allein nicht, sondern führt zu Fäden von uneinheitlichem Titer und Fehlern, die den Wert des Fadens für Textilien herabmindern bzw. die Herstellung und Verarbeitung unmöglich machen.
  • Es ist auch nicht möglich, die Faser auf dem Wege einer Mischpolymerisation der Olefine mit polaren Monomeren herzustellen, da sich mit den Verfahren, die die Herstellung spinnbarer Polyolefine mit unverzweigter Kette ermöglichen, keine Mischpolymerisate der genannten Art herstellen lassen.
  • Die Einmischung der polare Gruppen tragenden Polymerisate in das Olefin-Polymerisat bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Polyolefins erfolgt, um eine einwandfreie Homogenisierung der Spinnmasse zu gewährleisten, zweckmäßig auf Walzen oder in Mischextrudern, in Knetern oder Mischern.
  • Das Einmischen der Polymerisate im Schmelzfluß bis zum Erreichen der erforderlichen Homogenität erfordert zwar eine gewisse, von dem Polyolefin, der Temperatur und der Mischeinrichtung abhängige Zeit, die jedoch möglichst nicht überschritten werden soll, um die Spinnmasse nicht zu lange der Hitzeeinwirkung auszusetzen. Auch bei der im allgemeinen ausreichenden Einmischzeit von 10 Minuten kann es von Vorteil sein, der Spinnmasse handelsübliche Hitzestabilisatoren zuzusetzen. Das so hergestellte Gemisch des hochmolekularen Polyäthylens oder Polypropylens mit dem Gehalt an polare Gr . uppen tragenden Polymerisat wird zweckmäßig direkt dem Spinnprozeß zugeführt, es kann aber auch als Granulat oder Pulver oder in beliebiger anderer Form gelagert und erst unmittelbar vor dem Verspinnen erneut aufgeschmolzen werden.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Spinnfasern oder Fäden lassen sich in üblicher Weise mit den bekannten im Handel befindlichen Dispersions- und Säurefarbstoffen echt einfärben. Die daraus hergestellten Textilien sind auch angenehmer im Griff und in der Tragfähigkeit, was darauf zurückzuführen sein dürfte, daß die Faser durch den Gehalt an polare Gruppen tragenden Polymerisaten hydrophiler wird. Beispiel 1 Polypropylen mit dem Molekulargewicht 150000 wird auf einer Walze bei 175 bis 185'C mit 9 0/, Polyvinylacetat vom Molekulargewicht 60000 verwalzt, bis eine einheitliche, transparente Schmelze ohne Schlieren und Einschlüsse erhalten wird. Der Prozeß erfordert etwa 7 Minuten.
  • Diese Polymerisaimischung wird nach Abkühlung zerschnitzelt und nach dem Schmelzspinnverfahren zu Fäden verarbeitet. Der erhaltene Faden wird einer Heißverstreckung unterzogen. Die Charakteristik der Spinndaten wird durch das einverleibte Polyvinylacetat nur unwesentlich verändert. Das Gespinst wird von Dispersionsfarbstoffen in Pastelltönen bis zu den sattesten Schwarztönen angefärbt.
  • C, Zusammensetzung der Faser. 91 Polypropylen, 9 Polyvinylacetat.
    Farbe Verwendeter Farbstoff Zu finden in Colour-Index
    Blau ..... Artisilblau 2RP ultra dispers C. 1. Disperse Blue, 19, Part 1, 1721, Part 11, 61 110,
    S.4136
    Rot ...... Artisilrubin R ultra dispers C. 1. Disperse Red, 5, Part 1, 1689, S. 4137
    Gelb ..... Cellitonechtgelb G C. 1. Disperse Yellow, 3, Part 1, 1660, Part 11, 11855,
    S.4183
    Schwarz Cellitonechtschwarz BTNU Disperse dye (Mixture), Part 1, 1742, S. 4182 (s. oben)
    + Cellitonechtgelb G
    Beispiel 2 Wie im Beispiel 1 beschrieben, wird ein Gemisch Von Polypropylen und Polyvinylacetat im Verhältnis 95:5 hergestellt und gefärbt. Den Komponenten werden vor dem Mischen in der Schmelze 0,5111, eines üblichen Stabilisators zugesetzt.
  • Zusammensetzung der Faser: 95 Teile Polypropylen, 0,5 Teile Stabilisator, 5 Teile Polyvinylacetat.
    Farbe Verwendeter Farbstoff Zu finden in Colour-Index
    Blau ..... Cellitonechtblau FFR C. 1. Disperse Blue, 3, Part 1, 1714, Part 11, 61505,
    S.4182
    Rot ...... Cibacetrot B C. 1. Disperse Red, 25, Part 1, 1698, S. 4202
    Gelb ..... Setacylgelb 2 GN supra C. 1. Disperse Yellow, 3, Part 1, 1660, Part 11, 11855,
    S.4429
    Schwarz Cellitonechtschwarz BTNU s. oben
    + Artisilmarine BNP C. I. Disperse Blue, 29, Part 1, 1726, S. 4137
    Beispiel 3 An Stelle des Polyvinylacetats wird bei 170 bis 180'C in 12 Minuten Polyacrylsäuremethylester eingemischt, Zusammensetzung der Faser: 95 Teile Polypropylen 5 Teile Polyacrylsäuremethylester
    Farbe Verwendeter Farbstoff Zu finden in Colour-Index
    Rot ...... Cellitonechtscharlach R C. 1. Disperse Red, 7, Part 1, 1690, Part 11, 11150,
    S.4183
    Blau ..... Artisilblau 2 R-P ultra dispers C. 1. Disperse Blue, 19, Part 1, 1721, Part 11, 61110,
    S.4136
    Schwarz Cellitonechtschwarz BTNU s. oben
    + Sedacylviolett 4 RT supra C. I. Disperse Violett, 12, Part 1, 1710, Part 11, 11 120,
    S.4428
    Beispiel 4 92 Teile Polypropylen, Molekulargewicht 80000, hergestellt im Niederdruckverfahren nach Z i e g 1 e r, und 8 Teile Polyisopropylacrylamid werden auf der Walze bei 180'C in 10 Minuten homogen vermischt. Die aus der Polymerisatmischung nach dem Schmelzspinnverfahren erhaltenen Fäden wurden heiß verstreckt und ließen sich mit Säurefarbstoffen nachstehender Typen einwandfrei anfärben. Zusammensetzung der Faser: 92 Teile Polypropylen, 8 Teile Polyisopropylacrylamid.
    Farbe Verwendeter Farbstoff Zu finden in Colour-Index
    Rot ...... Ponceau ABN Conc. C. 1. Food Red, 5, Part 1, 1784, S. 4401
    Blau ..... Wollechtblau B C. 1. Acid Blue, 89, Part 1, 1269, Part 11, 13 405, S. 4488
    Schwarz Supraminschwarz BR C. I. Acid Black, 31, Partl, 1387, PartII, 17580,
    S.4457
    Beispiel 5 Niederdruckpolyäthylen mit einem Molekulargewicht von 350 000 wird auf einer Walze bei 165 bis 175'C mit 8 0/, Polyvinylacetat vom Molekulargewicht 60 000 etwa 10 Minuten lang verwalzt, so daß eine homogene Schmelze entsteht.
  • Diese Polymerisatmischung wird nach Abkühlung zerschnitzelt und bei 330'C nach dem Schmelzspinnverfahren zu multifiler Kunstseide verformt. Anschließend wird das gesponnene Material um 1: 6 verstreckt. Der erhaltene Faden läßt sich in hellen und dunklen Tönen ohne Schwierigkeiten anfärben.
  • Zusammensetzung der Faser: 91 Polypropylen, 9 Polyvinylacetat.
    Farbe Verwendeter Farbstoff Zu finden in Colour-Index
    Gelb ..... Cellitonechtgelb G C. I. Disperse Yellow, 3, Part 1, 1660, Part 11, 11855,
    S.4183
    Blau ..... Cellitonechtblau FFR C. 1. Disperse Blue, 3, Part 1, 1714, Part 11, 61505,
    S.4182
    Rot ...... Cibacetrot B C. I. Disperse Red, 25, Part 1, 1698, S. 4202
    Bei den angegebenen Handelsnamen handelt es sich in der Regel um geschützte Warenzeichen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von anfärbbaren Spinnfasern oder Fäden aus Polypropylen oder Polyäthylen aus der Schmelze, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß dem Polypropylen oder Polyäthylen vor dem Spinnprozeß polare Gruppen tragende Polymerisate in Mengen von 1 bis 100/, im SchmeL-Ruß einverleibt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 731522, 886 371; deutsche Auslegeschrift Nr. 1010 697; schweizerische Patentschrift Nr. 326 496.
DEZ7302A 1959-05-02 1959-05-02 Verfahren zur Herstellung von anfaerbbaren Spinnfasern oder Faeden aus Polypropylen oder Polyaethylen Pending DE1195901B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1260782B (de) * 1964-08-13 1968-02-08 Sumitomo Chemical Co Thermoplastische Massen zur Herstellung von Fasern oder Folien aus Polyolefinen

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DE731522C (de) * 1938-05-18 1943-02-10 Ig Farbenindustrie Ag Borsten fuer Buersten, Besen o. dgl.
DE886371C (de) * 1944-03-12 1953-08-13 Rhodiaceta Ag Verfahren zur Verbesserung der Temperaturbestaendigkeit von Kunst-faeden aus Polyvinylchlorid oder Mischpolymerisaten des Vinylchlorids
DE1010697B (de) * 1952-09-04 1957-06-19 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Fasern und Flaechengebilden aus waessrigen Loesungen von Polyvinylalkohol
CH326496A (de) * 1953-07-31 1957-12-31 Polymer Ind Chimiche S P A Mit sauren Farbstoffen färbbare Vinylfaser und Verfahren zu deren Herstellung

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