DE1195363B - Schaltungsanordnung zum zyklischen Auswaehlen und Pruefen einer freien Hauptleitung fuer die Speisung eines Waehlsternschalters in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zum zyklischen Auswaehlen und Pruefen einer freien Hauptleitung fuer die Speisung eines Waehlsternschalters in Fernmelde-, insbesondere FernsprechanlagenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESGHRIFT
Int. CL:
H04m
Deutsche KL: 21 a3 - 51/10
Nummer: 1195 363
Aktenzeichen: T 24112 VIII a/21 a3
Anmeldetag: 7. Juni 1963
Auslegetag: 24. Juni 1965
Die Hauptpatentanmeldung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum zyklischen Auswählen und
Prüfen einer freien Hauptleitung für die Speisung eines Wählsternschalters in Fernmelde-, insbesondere
Fernsprechanlagen, bei der jeweils die gerade für die Speisung und Signalisierung benutzte Hauptleitung
für die Einleitung der nächsten Gesprächsverbindung verwendet wird und dann für die weitere
Speisung und Signalisierung die im Zyklus nächstfolgende freie Leitung ausgewählt und geprüft wird,
bei der die für die Speisung ausgewählte und geprüfte Hauptleitung im Störungsfalle als gestört gekennzeichnet
und ausgelöst wird, bei der gleichzeitig die Speisung und Signalisierung auf die im Zyklus
nächstfolgende freie Hauptleitung umgeschaltet wird und bei der auch die als gestört gekennzeichneten
Leitungen während eines jeden Zyklus erneut geprüft werden, und für die Speisung und Signalisierung
wieder benutzt werden, wenn keine Störung mehr feststellbar ist und der Störungsalarm wieder
abgeschaltet wird.
In der in der Hauptpatentanmeldung beschriebenen Wählsterneinrichtung wird jeweils nach der
Feststellung eines Verbindungswunsches dieser auf die gerade speisende und signalisierende Hauptleitung
durchgeschaltet, und dann wird die Speisung und Signalisierung auf die im Zyklus folgende freie
Hauptleitung umgeschaltet. Dieses Verfahren setzt voraus, daß jeder Wählsternteilnehmer bzw. jede an
die Wählsternübertragung angeschlossene Teilnehmeranschlußschaltung der Vermittlungsstelle Zugriff
zu jeder Hauptleitung hat. Bei koordinatenmäßigem Aufbau der Verbindungselemente müssen daher auf
beiden Seiten jeder Hauptleitung so viele Koppelelemente vorhanden sein wie Teilnehmeranschlüsse.
Die Hauptleitung stellen dabei vollkommene Bündel dar.
Nun ist es aber bekannt, daß durch Aufbau derartiger Vielfachschaltungen als unvollkommene
Bündel erhebliche Einsparungen an Koppelpunkten erzielt werden können, ohne daß dabei die Verkehrsleistung
wesentlich abzusinken braucht. Man kann beispielsweise die Zahl der Teilnehmer und die der
Hauptleitung jede in drei Gruppen aufteilen und dafür sorgen, daß jede Gruppe der einen Kategorie
zu nur jeweils zwei Gruppen der anderen Kategorie Zugriff hat. Die Zahl der erforderlichen Koppelpunkte
ermäßigt sich dadurch auf zwei Drittel.
Durch diese Sparmaßnahme entsteht aber die Schwierigkeit, daß es mit der Anordnung nach der
Hauptpatentanmeldung nicht möglich ist, alle Verbindungswünsche zu erfüllen, weil ein Drittel aller
Schaltungsanordnung zum zyklischen Auswählen und Prüfen einer freien Hauptleitung
für die Speisung eines Wählsternschalters in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
Zusatz zur Anmeldung: T 23897 VIII a/21 a 3 — Auslegeschrift 1191003
Anmelder:
Telefunken Patentverwertungsgesellschaft
m. b. H., Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Als Erfinder benannt:
Otto Ruppricht, Backnang
Otto Ruppricht, Backnang
Teilnehmeranschlüsse keinen Zugriff zu der jeweils gerade speisenden Hauptleitung hat.
Die Erfindung vermeidet diesen Nachteil in Weiterbildung der Anordnung nach der Hauptpatentanmeldung
dadurch, daß die Hauptleitung in an sich bekannter Weise als unvollkommene Bündel
ausgebildet sind und daß ein Zugriffszuordner nach der Signalisierung einer Verbindungsanforderung
auf der gerade speisenden Hauptleitung die Durchschaltbarkeit der Verbindung prüft, wonach die
Durchschaltung der Verbindung im Falle der Erreichbarkeit auf der gerade speisenden Hauptleitung
durchgeführt und die Speisung auf die im Zyklus nächstfolgende freie Hauptleitung umgeschaltet wird,
während im Falle der Nichterreichbarkeit die Speisung auf der gerade speisenden Hauptleitung weitergeführt
und für die Durchschaltung der Verbindung die im Zyklus nächstfolgende freie, erreichbare und
nicht als gestört gekennzeichnete Hauptleitung ausgewählt und benutzt wird.
Die Fig. la und Ib sind sinngemäß nebeneinanderzulegen
und dienen zur Erläuterung der zyklischen Steuerung der Leitungsübertragungen einer
Wählsterneinrichtung.
In dem Schaltbild sind die Leitungsübertragungen LtUeI, LtUeI und LtUe9 gezeichnet, an die einerseits
die AdernLaI, LbI, LaI, LbI und La9,
Lb 9 der zu dem im Vorfeld der Vermittlungsstelle
509 597/ΪΊ0
befindlichen Wählsternschalter führenden neun Bei der gerade speisenden Hauptleitung ist in der
Hauptleitungen angeschlossen sind und die anderer- Leitungsübertragung auch das Relais S angezogen,
seits je ein KoppelfeldKl, K2 und K9 enthalten, Der Haltestromkreis für dieses Relais verläuft z.B.
das über Kontakte eines Relais C die Verbindung bei Leitungsübertragung LtUeI wie folgt: Minus in
der Hauptleitung als unvollkommenes Bündel zu 5 der Leitungsübertragung LtUeI, Widerstand Wl,
einem Teil der der Wählsterneinrichtung zugeord- Kontakten in Ruhelage, Kontakt mil in Arbeitsneten
Teilnehmeranschlußschaltungen der Vermitt- lage, Relaiswicklung 51, Kontakt s 11 in Arbeitslungsstelle
ermöglicht. Die Koppelfelder Kl bis K9 lage, Kontakte j21 bis s9l in Ruhelage, Erde im
sind aufgebaut aus elektromagnetischen Relais Leitungszuordner LtZo'.
OHSU bis OHS 93 mit mehreren unabhängig von- io Die Lieferung der Speiseleistung und der Signaleinander
steuerbaren Ankern nach der deutschen impulse erfolgt an sich von dem Steuerteil aus. Der
Patentschrift 1 109 217, bei denen die Anker durch Weg verläuft vom Speisepunkt Sp-Sig-Anr über die
einen Dauermagneten in der Ruhelage festgehalten Kontakte j 1 bzw. s 12 in Ruhelage und el bzw. eil
werden und individuell durch dem Fluß des Dauer- in Arbeitslage. In diesem Ruhezustand hält sich im
magneten entgegengerichtete Steuerflüsse aus ihrer 15 Leitungszuordner LtZo' das Relais AK angezogen
Ruhelage lösbar und in die Arbeitslage überführbar über: Minus im Leitungszuordner LtZo', Wicklung
sind und bei dem alle in der Arbeitslage befind- AK, Kontakte ed4, w3 und d3 bzw. taS in Ruhelage,
liehen Anker gemeinsam durch eine elektromagne- Erde.
tisch steuerbare Rückstellvorrichtung wieder in die Zu den bereits in Fig. 2 der Hauptpatentanmel-
Ruhelage zurückfuhrbar sind. 20 dung gezeichneten Kontaktschienen oa, ob, oc, od,
Die in dem Schaltbild gezeichneten Leitungsüber- oe und of des zentralen Schaltgliedes für die Betragungen
LtUeI bis LtUe9 entsprechen an sich im Stimmung des Speisezyklus ZK, für das ebenfalls
wesentlichen den in der Hauptpatentanmeldung an eine Relaisbaueinheit nach der deutschen Patent-Hand
der dortigen F i g. 2 beschriebenen. Es sind schrift 1 109 217 verwendet wird, wird zusätzlich
jedoch durch die Einführung der unvollkommenen 25 die Kontaktschiene og für die Kennzeichnung der
Bündel die hier im Schaltbild gezeichneten Schal- gerade speisenden Hauptleitung benötigt. Es ist
tungseinzelheiten des Leitungszuordners LtZo' be- daher im Falle der Speisung über die Leitungsüberdingt
und sind für die Durchführung des Durch- tragung LtUeI auch der erste Kontakt an der Konschaltezyklus
gemäß der Erfindung zusätzlich zu den taktschiene og des zentralen Schaltgliedes ZK bebereits
in der Hauptpatentanmeldung im Leitungs- 30 tätigt.
zuordner LtZo für die Durchführung des Speise- Liegt ein Durchschalteanreiz eines Wählsternteil-
zyklus benötigten Schaltungseinzelheiten erforderlich. nehmers einer bestimmten Gruppe, z. B. eines Teil-
Um in den Koppelfeldern Kl bis K9 Koppel- nehmers der dritten Gruppe (Teilnehmer 41 bis 60)
punkte einzusparen, soll jeder Teilnehmer nur zu vor, den die speisende Wählsternhauptleitung LaI/
einem Teil der neun Hauptleitungen Zugriff haben. 35 LbI nicht übernehmen kann, so muß die dement-Bei
einer Wählsterneinrichtung für sechzig Wähl- sprechende Leitung ausgewählt werden, die im
Sternteilnehmer mit neun Hauptleitungen können Durchschaltezyklus an erster Stelle nach der speibeispielsweise
jeweils zwanzig Wählsternteilnehmer senden Wählsternhauptleitung liegt. Alle Leitungszu
einer Gruppe zusammengefaßt werden, die dann Übertragungen LtUeI bis LtUe9 kennzeichnen über
über nur sechs der neun Hauptleitungen durch- 40 Richtleiter, für welche Teilnehmergruppen sie
geschaltet werden kann. Bei einem vorliegenden Durchschaltungen ausführen können. Die Leitungs-Verbindungswunsch
muß eine solche Hauptleitung übertragung LtUe 2 gibt beispielsweise dieses Kennausgewählt
werden, über die der betreffende Teil- zeichen für die zweite Gruppe (Teilnehmer 21 bis 40)
nehmer auch tatsächlich durchgeschaltet werden über den Gleichrichter Gr 2 und für die dritte
kann. Zu diesem Zweck sind alle neun Haupt- 45 Gruppe (Teilnehmer 41 bis 60) über den Gleichleitungen
neben dem in der Hauptpatentanmeldung richter Gr 21: Minus im Leitungszuordner LtZo',
beschriebenen Speise- und Prüfzyklus auf einen Widerstand Wz 2, Koppelspule OD 2 des zentralen
Durchschaltezyklus verteilt. In diesem Zyklus ist die Schaltgliedes ZS, Kontakt al21 in Ruhelage, Kontakt
gerade speisende Hauptleitung jeweils Ausgangs- m2 in Arbeitslage, Gleichrichter Gr2 bzw. Gr21,
punkt für die Wahl der Durchschaltung. Der Durch- 5° Erde in der Koinzidenzschaltung Ud2 bzw. Ud3.
schaltezykras wird bestimmt durch das zentrale Gleichzeitig liefert auch das Steuerteil vom Punkte
Schaltglied ZS, für dessen technische Ausbildung Sp-Sig-Anr Erdpotential als Durchschalteanreiz
ebenfalls eine der bereits genannten Relaisbau- über diejenige Gruppenleitung, die für den durcheinheiten
nach der deutschen Patentschrift 1 109 217 zuschaltenden Teilnehmer zuständig ist, an eine der
mit den Kontaktschienen oda, odb, ode, odd, ode, 55 Koinzidenzschaltungen UdI bis Ud3, also beispiels-
odf, odg und odh verwendet wird. Angesteuert wird weise für die dritte Gruppe (Teilnehmer 41 bis 60)
dieses Schaltglied ZS über eine Kontaktreihe og, die an die Schaltung Ud3, wodurch ein Relais G3 über
zusätzlich auf dem zentralen Koppelglied ZK für die Wicklung G 31 zum Anzug gebracht wird: Minus
den Speisezyklus, das bereits in der Hauptpatent- im Leitungszuordner LtZo', Widerstand WzI, Konanmeldung
beschrieben wurde, aufgebracht ist. 60 takt ed3 in Ruhelage, Kontakt ak3 in Arbeitslage,
Im Ruhezustand sind in allen freien Leitungsüber- Wicklung G 31 des Relais G 3, Erde in der KoinzitragungenL/E/el
bis LtUe9 die Relais Ml bis M9 denzschaltung Ud3.
■angezogen. Der Haltestromkreis des Relais M2 in Das Relais G3 hält sich über seine Wicklung G32
der LeitungsübertragungLtUe2 verläuft z.B. wie weiter: Minus im LeitungszuordnerLtZo, Relais TA,
folgt: Minus in der Leitungsübertragung LtUe2, 65 Wicklung G32 des Relais G3, Kontakte g32, u3
Widerstand W2, ,Kontakt,C22 in Ruhelage, Kontakt und d3 bzw. taS in Arbeitslage, Erde.
mil in Arbeitslager Widerstand W22, Wicklung M2, Das in diesem Stromkreis liegende Relais TA zieht
mil in Arbeitslager Widerstand W22, Wicklung M2, Das in diesem Stromkreis liegende Relais TA zieht
Erde. ΐΓ^ ; · , . ' ebenfalls seinen Anker an, wodurch der Stromkreis
für die Koppelstufe OD 2 des zentralen Schaltgliedes
des Durchschaltezyklus über den Koppelpunkt og des zentralen Koppelgliedes ZK des Speisezyklus geschlossen
wird: Minus im Leitungszuordner LtZo', Widerstand Wz 2, Koppelspule OD 2, Kontakt al 21
in Ruhelage, Kontakt m 22 in Arbeitslage, Punkt 2 in der Leitungsübertragung LtUe 2, Punkt 2 im Leitungszuordner
LtZo', Kontakten in Ruhelage, Kontakt g31 in Arbeitslage, Koppelpunkt og der
Leitungsübertragung LtUeI, Widerstand Wz4, Kontakt
to 4 in Arbeitslage, Kontakte ed.4, κ 3 und d3
in Ruhelage, Erde.
Die der Leitungsübertagung Lt Ue 2 zugeordnete Koppelstufe OD 2 des zentralen Schaltgliedes ZS
wird betätigt, und damit werden alle die Durchschaltung betreffenden Koppelschienen oda bis odg {ode
ist nicht beschaltet) vom Leitungszuordner LtZo' zur Leitungsübertragung LtUe2 durchgeschaltet. Da die
den weiteren freien Leitungsübertragungen Lt Ue 3 bis LtUe9 zugeordneten Koppelspulen OD 3 bis
OD 9 des zentralen Schaltgliedes ZS über den Gleichrichter Grz 2 und die nachfolgenden Gleichrichter
parallel zur Koppelspule OD 2 liegen, weil bei ihnen die zugehörigen Relais M 3 bis M 9 betätigt
sind, erhalten sie infolge der nichtlinearen Kennlinien der Gleichrichter Fehlstrom und schalten
nicht durch. Durch den Anzug des Relais TA wurde außerdem ein Stromkreis für das Relais ED geschlossen:
Minus im Leitungszuordner LtZo', Widerstand Wz 3, Kontakt to 6 in Arbeitslage, Widerstand
WzT, Relais ED, Erde.
Das Relais ED zieht an und unterbricht mit dem Kontakt ed 4 den Stromkreis für die Koppelspule
OD 2 und das Relais AK. Außerdem wird mit dem Kontakt ed 3 der Kurzschluß des Relais U auf gehoben.
Das Relais AK fällt ab und bringt mit seinem Kontakt ak 4 das Relais U zum Anzug: Minus im
Leitungszuordner LtZo', Widerstand WzI, Relais U,
Widerstand Wz 6, Kontakt ak 4, Erde.
Nach dem Anzug des Relais U wird über die LeitungsübertragungLil7e2
ein Durchschaltebefehl für die Einleitung der Gesprächsverbindung zum. Wählsternschalter
gegeben: Potential — U im Leitungszuordner LtZo', Wicklung Dl des Relais D, Kontakte
ul und edl in Arbeitslage, Kontakt dl in
Ruhelage, Kontakt toi in Arbeitslage, Koppelpunktkontakt odb des zentralen Schaltgliedes ZS zur
LeitungsübertragungLtUe2, Kontakte21 in Ruhelage,
AderL&2, Wählsternschalter, Ader La 2, Kontakt
c2 in Ruhelage, Koppelpunktkontakt oda des zentralen Schaltgliedes ZS, Kontakt to 2 in Arbeitslage, Kontakt d2 in Ruhelage, Kontakte ed2 und u2
in Arbeitslage, Wicklung D 2 des Relais D, Potential + 17.
Hierdurch wird im Wählsternschalter der durch die Suchwähler vormarkierte Teilnehmer auf die
Hauptleitung La 2/Lb 2 durchgeschaltet. Das im Durchschaltestromkreis liegende Relais D zieht seinen
Anker an und beendet dabei den Durchschaltebefehl. Das Relais D hält sich weiter über: Potential — U
im Leitungszuordner LtZo', Wicklung Dl, Kontakte ul und edl in Arbeitslage, Widerstand Wz8, Kontakte
d2, ed2 und κ2 in Arbeitslage, Wicklung D2,
Potential + U.
Nach dem Anziehen des Relais D wird mit dem Kontakt d3 der Stromkreis für das Relais G3 über
dessen Wicklung G 32 und für das Relais TA unterbrochen. Beide Relais fallen ab. Das Relais TA
unterbricht dabei mit seinem Kontakt to 6 den Stromkreis für das Relais ED, das ebenfalls abfällt.
Ist das Relais D abgefallen, so wird der betreffende Wählsternteilnehmer auch im Koppelfeld K2 der
Leitungsübertragung Lt Ue 2 durchgeschaltet. Die Freigabe der Durchschaltung erfolgt von dem hier
nicht näher zu beschreibenden Steuerteil StUe der Suchwähler der Wählsternübertragung: Minus im
Steuerteil StUe, Kontakt ed 6 in Ruhelage, Kontakt
dS in Arbeitslage, Steuerteil StUe.
Die Durchschaltung selbst wird durchgeführt auf dem Weg: Steuerteil StUe, Koppelpunkt odg des
zentralen Schaltgliedes ZS zur Leitungsübertragung LtUe2, Relaisschalter OHS23 im Koppelfeld K2.
Das Relais ED bringt außerdem das Relais C der
Leitungsübertragung LtUe2 über die Wicklung C2 zum Anziehen: Minus in der Leitungsübertragung
LtUe2, Relais wicklung C 2, Koppelkontakt odc des
zentralen Schaltgliedes ZS, Kontakt d 4 in Arbeitslage, Kontakt ed 5 in Ruhelage, Erde.
Das Relais C hält sich über die Wicklung C 21 zur c-Ader der Teilnehmerschaltung des durchgeschalteten
Wählsternteilnehmers in der Vermittlungsstelle hin weiter: Minus in der Leitungsübertragung
LtUe2, RelaiswicklungC21, Kontakte23
in Arbeitslage, c-Ader der Teilnehmerschaltung, Erde.
Es sind sodann die Adern La 2 bzw. Lb 2 der Wählsternhauptleitung sowohl im Wählsternschalter
wie auch in der Wählsternübertragung zu den Koppelfeldern durchgeschaltet. Der Kontakte22 unterbricht
den Haltestromkreis für das Relais M 2, das abfällt. Das Relais ED, das bereits wie oben beschrieben
vor der Durchschaltung abgefallen war, hatte mit den Kontakten edl und ed2 den Haltestromkreis
für das Relais D über dessen Wicklungen Dl und D2 unterbrochen und mit dem Kontakt
ed3 das Relais U kurzgeschlossen. Das Relais D beendigt bei seinem Abfall mit den Kontaktend4 und
dS den Durchschaltebefehl. Nach dem Abfallen des Relais D und während der stark verzögerten Abfallzeit
des Relais U wird durch den Kontakt d4 der Rückstellstromkreis für das zentrale Schaltglied ZS
geschlossen: Minus im Leitungszuordner LtZo', Widerstand Wz 3, Kontakt to 6 in Ruhelage, Rückstellwicklung
ODR, vielfachgeschalteter Koppelkontakt odh, Kontakt u 4 in Arbeitslage, Kontakt
d4 und ed 5 in Ruhelage, Erde.
Während des Durchzuges des Rückstellmagneten ODR übernimmt der Rückstellmagnetkontakt odr
die Arbeit des sich öffnenden vielfachgeschalteten Koppelpunktkontaktes odh. Das Relais i7 unterbricht
nach seinem verzögerten Abfall mit dem Kontakt μ 4 den Stromkreis für den Rückstellmagneten
ODR und läßt über den Kontakt κ 3 das Relais AK erneut anziehen: Minus im Leitungszuordner LtZo',
Relais AK, Kontakte ed4, w3 und d3 bzw. to5 in
Ruhelage, Erde. Das Anziehen des Relais AK schließt den Durchschaltevorgang ab.
Die Wählsternhauptleitung La2/Lb 2 wurde nun, da sie nicht bislang für die Speisung benutzt war,
nicht vor der Durchschaltung der Gesprächsverbindung geprüft. Ist diese für die Durchschaltung ausgewählte
Wählsternhauptleitung beispielsweise unterbrochen, so kann das im Durchschaltestromkreis für
den Wählsternschalter mit seinen Wicklungen Dl und D 2 liegende Relais D nicht ansprechen. Daraufhin
fällt das Relais ED, weil es durch die Kontakte
u3 und d3 kurzgeschlossen ist, ab: Erde, RelaisED,
Gleichrichter Grz, Kontakt «3 in Arbeitslage, Kontakt d3 in Ruhelage, Erde.
Der Kontakt ed 3 läßt das Alarmrelais AL 2 der
Leitungsübertragung LtUeI ansprechen: Minus im Leitungszuordner LtZo', Widerstand WzI, Kontakte
ed3 und ak3 in Ruhelage, Widerstand WzS, Kontakt
ία 3 in Arbeitslage, Koppelschiene odd des zentralen
Schaltgliedes ZS zur Leitungsübertragung LtUeI, Wicklung AL2 des Relais AL, Erde.
Das Relais AL hält sich weiter über: Minus in der Leitungsübertragung LtUeI, Widerstand W2,
Kontak al 2 in Arbeitslage, Widerstand W 21, Wicklung AL 2, Erde.
Das Relais AL 2 gibt den Störungsalarm weiter und sperrt die Leitungsübertragung LtUe2 durch den
Kontakt al 21 gegen weitere Durchschaltungen.
Liegt ein Durchschalteanreiz eines Teilnehmers vor, den die gerade speisende Wählsternhauptleitung,
z.B. die LeitungLaI/LbI bedienen kann, so über- ao
nimmt diese die Durchschaltung.
Bei einem Durchschalteanreiz für einen der Wählsternteilnehmer 1 bis 20 der ersten Gruppe wird im
Leitungszuordner LtZo' das Relais Gl über die Wicklung GIl zum Anzug gebracht: Minus im Leitungszuordner
LtZo', Widerstand Wz 1, Kontakt ed 3 in Ruhelage, Kontakt ak3 in Arbeitslage, Wicklung
GIl des Relais Gl, Koinzidenzschaltung UDl, Erde im Speisepunkt SpSig-Anr.
Das Relais Gl hält sich über die Wicklung G12 weiter: Minus im Leitungszuordner LtZo', Relais
TA, Wicklung G12 des Relais Gl, Kontakt gl2 in Arbeitslage, Kontakte κ3 und d3 bzw. taS in Ruhelage,
Erde.
Das in diesem Stromkreis liegende Relais TA zieht ebenfalls seinen Anker an. Hierdurch wird über den
Koppelpunkt og des zentralen Koppelgliedes ZK der Stromkreis für die Koppelspule ODl des zentralen
Schaltgliedes ZS für den Durchschaltezyklus geschlossen: Minus im Leitungszuordner LtZo', Widerstand
Wz 2, Koppelspule OD1, Kontakt al 11 in
Ruhelage, Kontakt m 12 in Arbeitslage, Punkt 1 der Leitungsübertragung LtUeI, Punkt 1 zum Leitungszuordner
LtZo', Kontakt g 31 in Ruhelage, Koppelkontakt og des zentralen Koppelgliedes ZK für den
Speisezyklus, Widerstand Wz 4, Kontakt ία 4 in Arbeitslage, Kontakte ed 4, κ 3 und d3 in Ruhelage,
Erde.
Die der Leitungsübertragung LtUeI zugeordnete
Koppelstufe OD1 des zentralen Schaltgliedes ZS wird betätigt, und damit werden alle für die Durchschaltung
vorgesehenen Kontaktschienen oda bis ode {pdg ist nicht beschältet) vom Leitungszuordner
LtZo' zur Leitungsübertragung LtUeI durchverbunden.
Alle weiteren Vorgänge der Durchschaltung der Sprechverbindung zwischen dem Teilnehmer und
seiner Teilnehmerschaltung in der Vermittlungsstelle laufen wie schon oben beschrieben ab, nur daß die
Durchschaltung auf der speisenden Hauptleitung selbst erfolgt. Anschließend wird dann die Speisung
für den Wählsternschalter auf die im Speisezyklus nächstfolgende freie Wählsternhauptleitung, z. B.
auf die Leitung La 2ILb 2, umrangiert.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zum zyklischen Auswählen und Prüfen einer freien Hauptleitung
für die Speisung eines Wählsternschalters in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen,
bei der jeweils die gerade für die Speisung und Signalisierung benutzte Hauptleitung für die Einleitung
der nächsten Gesprächsverbindung verwendet wird und dann für die weitere Speisung
und Signalisierung die im Zyklus nächstfolgende freie Leitung ausgewählt und geprüft wird, bei
der die für die Speisung ausgewählte und geprüfte Hauptleitung im Störungsfalle als gestört
gekennzeichnet und ausgelöst wird, bei der gleichzeitig die Speisung und Signalisierung auf
die im Zyklus nächstfolgende freie Hauptleitung umgeschaltet wird und auch die als gestört
gekennzeichneten Leitungen während eines jeden Zyklus erneut geprüft werden und für die Speisung
und Signalisierung wieder benutzt werden, wenn keine Störung mehr feststellbar ist und der
Störungsalarm wieder abgeschaltet wird, nach Patentanmeldung T 23897 VIII a/213?, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hauptleitungen in an sich bekannter Weise als unvollkommene
Bündel ausgebildet sind und daß ein Zugriffszuordner (Sp-Sig-Anr) nach der Signalisierung
einer Verbindungsanforderung auf der gerade speisenden Hauptleitung (LaILb) die
Durchschaltbarkeit der Verbindung prüft, wonach die Durchschaltung der Verbindung im
Falle der Erreichbarkeit auf der gerade speisenden Hauptleitung durchgeführt und die Speisung
auf die im Zyklus nächstfolgende freie Hauptleitung umgeschaltet wird, während im Falle
der Nichterreichbarkeit die Speisung auf der gerade speisenden Hauptleitung weitergeführt
und für die Durchschaltung der Verbindung die im Zyklus nächstfolgende freie, erreichbare und
nicht als gestört gekennzeichnete Hauptleitung ausgewählt und benutzt wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Durchschaltezyklus
nächstfolgende freie, erreichbare und nicht als gestört gekennzeichnete Hauptleitung
durch ein elektromagnetisches Relais mit mehreren unabhängig voneinander steuerbaren Ankern
nach der deutschen Patentschrift 1109 217 für die Durchschaltung markiert wird.
3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Leitungszuordner
(LtZo') ein Prüfrelais (D) vorhanden ist, das vom Durchschaltebefehl gesteuert
wird und im Falle einer Leitungsunterbrechung das Alarmrelais (AL) der gerade durchschaltenden
Leitungsübertragung (LtUe) betätigt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509597/110 6.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET24112A DE1195363B (de) | 1963-04-26 | 1963-06-07 | Schaltungsanordnung zum zyklischen Auswaehlen und Pruefen einer freien Hauptleitung fuer die Speisung eines Waehlsternschalters in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
| JP3139464A JPS4119091B1 (de) | 1963-06-07 | 1964-06-03 |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DET23897A DE1191003B (de) | 1963-04-26 | 1963-04-26 | Schaltungsanordnung zum zyklischen Auswaehlen und Pruefen einer freien Hauptleitung fuer die Speisung eines Waehlsternschalters in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
| DET24112A DE1195363B (de) | 1963-04-26 | 1963-06-07 | Schaltungsanordnung zum zyklischen Auswaehlen und Pruefen einer freien Hauptleitung fuer die Speisung eines Waehlsternschalters in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1195363B true DE1195363B (de) | 1965-06-24 |
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ID=25999716
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DET24112A Pending DE1195363B (de) | 1963-04-26 | 1963-06-07 | Schaltungsanordnung zum zyklischen Auswaehlen und Pruefen einer freien Hauptleitung fuer die Speisung eines Waehlsternschalters in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1195363B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1299737B (de) * | 1967-08-11 | 1969-07-24 | Telefonbau & Normalzeit Gmbh | Schaltungsanordnung zur Anschaltung der Speiseeinrichtung einer ferngespeisten Vorfeldeinrichtung an eine zweiadrige Hauptleitung in Fernsprechvermittlungsanlagen |
-
1963
- 1963-06-07 DE DET24112A patent/DE1195363B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1299737B (de) * | 1967-08-11 | 1969-07-24 | Telefonbau & Normalzeit Gmbh | Schaltungsanordnung zur Anschaltung der Speiseeinrichtung einer ferngespeisten Vorfeldeinrichtung an eine zweiadrige Hauptleitung in Fernsprechvermittlungsanlagen |
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