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DE1195198B - Vorrichtung zum Rohschleifen asphaerischer Oberflaechen - Google Patents

Vorrichtung zum Rohschleifen asphaerischer Oberflaechen

Info

Publication number
DE1195198B
DE1195198B DES68625A DES0068625A DE1195198B DE 1195198 B DE1195198 B DE 1195198B DE S68625 A DES68625 A DE S68625A DE S0068625 A DES0068625 A DE S0068625A DE 1195198 B DE1195198 B DE 1195198B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
axis
workpiece
spherical
center
holder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES68625A
Other languages
English (en)
Inventor
Bernard Cretin-Maitenaz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tagnon & Cie
Original Assignee
Tagnon & Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Tagnon & Cie filed Critical Tagnon & Cie
Publication of DE1195198B publication Critical patent/DE1195198B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B13/00Machines or devices designed for grinding or polishing optical surfaces on lenses or surfaces of similar shape on other work; Accessories therefor
    • B24B13/04Machines or devices designed for grinding or polishing optical surfaces on lenses or surfaces of similar shape on other work; Accessories therefor grinding of lenses involving grinding wheels controlled by gearing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Rohschleifen asphärischer Oberflächen Es ist bei Werkzeugmaschinen bekannt, zum Einstellen verschiedener Oberflächeni)unkte eines Werkstücks lineare Verschiebungen über drei rechtwinklige Koordinaten x, y, z vorzunehmen. So führt beispielsweise bei Fräsinaschinen im allgemeinen der Werkstückhalter eine lotrechte Bewegung (z) aus, während das Werkstück auf einem querlaufenden Tisch (x) eines in Längsrichtung (y) bewegbaren Schlittens angebracht ist.
  • Diese Art der Einstellung eignet sich jedoch schlecht für die Bearbeitung von Sphäroidflächen. Vorteilhafter ist hierfür die Einstellung über Polarkoordinaten.
  • Zur Bearbeitung sphärischer Oberflächen, z. B. von optischen Linsen, ist es bekannt, eine sphärische Schleifkalottenfläche gegen das Werkstück anzupressen und gegenüber dem umlaufenden Werkstück in einer Ebene zu verschwenken. In zahlreichen Anwendungsflächen, insbesondere bei der Herstellung von Brillengläsern, ist jedoch ein sphärischer Schliff nicht ausreichend. Man ist daher zu torischen Gläsern übergegangen, die durch Drehung eines ringförinigen Werkstücks um eine Achse erzeugt werden, die nicht mit einem Durchmesser des Kreisrings zusammenfällt. Die Bearbeitung erfolgt hierbei nicht mehr flächenartig über das gesamte Werkstück, sondern jeweils nur längs einer Linie, welche die zu bearbeitende Werkstücksoberfläche überstreicht. Kompliziertere Oberflächenformen, die keine linienförinige Bearbeitung zulassen, können indessen unter Verwendung dieser bekannten Anordnungen nicht hergestellt werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der komplizierte asphärische Oberflächen durch punktweises Zusammensetzen einer entsprechenden Anzahl von vorbestimmten Oberflächenpunkten erhalten werden können.
  • Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung zum Rohschleifen einer asphärischen Oberfläche an einem mit sphärischer Ausgangsoberfläche versehenen Werkstück, das an einem Werkstückhalter befestigt ist, dessen Längsachse den Krümmungsmittelpunkt der sphärischen Ausgangsfläche enthält und der um eine durch diesen Mittelpunkt gehende und zur Längsachse senkrechte Achse schwenkbar ist, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Werkstückhalter zusätzlich um eine weitere durch den Krümmungsmittelpunkt gehende und auf der Längsachse sowie der Schwenkachse des Halters senkrecht stehende Achse schwenkbar und der Krümmungsmittelpunkt der sphärischen Ausgangsfläche als Schnittpunkt aller drei Achsen entweder in Richtung auf die Schleiffläche des Werkzeugs verschiebbar oder um eine zur letztgenannten Achse parallele Achse schwenkbar ist.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung kann zur Herstellung beliebiger rechnerisch festgelegter asphärischer Flächen benutzt werden.
  • Hierzu werden die Koordinaten einer hinreichenden Anzahl von Einzelpunkten der Oberfläche berechnet und durch Schwenken des Werkstücks in Verbindung mit einer zusätzlichen Verschwenkung der Schwenkachse diese. Einzelpunkte, nacheinander erzeugt, wobei die Schleiffläche des Werkstücks in einer Tangentialebene der gewünschten Oberfläche gehalten wird. Für die sich hierbei ergebende, aus benachbarten ebenen oder konkaven Teilflächen zusammengesetzte facettenartige Rohfonn der Fläche stimmt die Mitte jeder Teilfläche bezüglich Lage und Richtung mit der berechneten Oberfläche an diesen Punkten genau überein. Eine anschließende örtliche Glättung oder Schlichtung stellt dann die kontinuierliche Verbindung zwischen diesen Flächenabschnitten her und liefert damit die gewünschte Oberfläche mit um so größerer Genauigkeit, je größer die Anzahl der einzelnen rechnerisch vorbestimmten Punkte und die diesen entsprechend hergestellten Teilflächen ist.
  • In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weist die Verstelleinrichtung züm Schwenken des Werkstückhalters um die zu seiner Längsachse senkrechten Achsen einen Rahmen auf, demgegenüber der Werkstückhalter um, die eine der senkrechten Achsen schwenkbar und feststellbar ist, sowie einen Rahmenhalter, demgegenüber der Rahmen um die andere senkrechte Achse schwenkbar und feststellbar gelagert ist wobei zum Feststellen je ein mit Bohrungen für Haltebolzen versehenes Kreisringstück oder je ein mit einer Stellschnecke zusammenarbeitender Zahnbogen dient.
  • Die Erfindung ist im folgenden in Verbindung mit den Zeichnungen an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, F i g. 2 eine entsprechende Draufsicht, F i g. 3 eine Ansicht ähnlich der F i g. 1, wobei die Mittel zur Steuerung der Schwenkbewegung des Werkstückhalters abgewandelt sind, F i g. 4 in ähnlicher Weise eine abgewandelte Ausführungsform der Steuerung der translatorischen Relativbewegung des Werkzeuges, F i g. 5 eine schematische Ansicht zur Erläuterung der Arbeitsweise eines Werkzeuges mit sphärischer Oberfläche.
  • Um die relative Genauigkeit der Bearbeitung eines einer sphärischen Oberfläche angenäherten Werkstückes zu erhöhen, wird nach der Erfindung eine Art der Lagerung des Werkstückhalters gewählt, bei der es durch Verwendung von Polarkoordinaten, bezogen auf seinen Krümmungsmittelpunkt, möglich ist jeden Punkt der Oberfläche des Werkstücks einzustellen.
  • Wie aus F i g. 1 und 2 ersichtlich, sind für die Einstellung eines zu bearbeitenden Werkstücks P zwei Freiheitsgrade gegeben, die Schwenkbewegungen um die beiden Achsen xx' und zz", die sich in dem Punkt 0 schneiden. Die Längsachse yy' des WerkstückhaltersB für das WerkstückP enthält den Punkt 0, und der Werkstückhalter ist zu diesem Punkt derart eingestellt, daß die Strecke OC dem Bezugskrümmungsradius der Sphäroidfläche gleich ist.
  • Der Werkstückhalter B ist um die Achse zz' innerhalb eines Rahmens D schwenkbar, wobei der Rahmen D selbst mittels zweier Lagerzapfen, die sich gegen Träger F und F abstützen, um die waagerechte Achse xx' schwenkbar gelagert ist.
  • Die Einstellung der Koordinaten kann in einfacher Weise mit Hilfe von Kreisringstücken E und G erfolgen, die mit dem Rahmen D bzw. den Trägem F, r starr verbunden sind und Bohrungen zur Aufnahme von Haltebolzen V bzw. W aufweisen. Das Kreisringstück E dient der Einstellung des Werkstückhalters B mit Bezug auf die Achse z, z', das Kreisringstück G der Einstellung des Rahmens D mit Bezug auf die Achse xx., Die Träger FY sind auf einem Schlitten H gelagert, der auf einem Sockel K gleitbar angebracht und mittels einer von einem HandradI gedrehten Präzisionsspindel verschiebbar ist. Die mittels des Handrades I eingestellte Eindringtiefe kann auf einer an dem Sockel K angebrachten Skala oder auf einer Meßuhr L abgelesen werden, die fest mit dem Sockel verbunden ist und sich gegen einen Ansatz des Schlittens H abstützt.
  • Wenn, wie in F i g. 1 gezeigt, eine ebene Schleifscheibe M verwendet wird, erhält man mit dieser Vorrichtung eine aus Tangentialflächen zusammengesetzte Oberfläche, deren Abweichung von der sphärischen Oberfläche mit dem Bezugsradius CO für jeden ihrer Punkte berechnet werden kann.
  • Einige Details in der obigen Beschreibung wurden der Klarheit wegen vereinfacht. Es können jedoch innerhalb des Rahmens der Erfindung auch mit größerer Genauigkeit arbeitende oder sogar unterschiedliche Vorrichtungen verwendet werden. So kann die Winkeleinstellung um die Achsen xx', zz' statt mittels eines in Bohrungen eingreifenden Haltebolzens auch durch Drehung einer Stellschnecke AA erreicht werden, die, wie in F i g. 3 gezeigt, mit einem Zahnbogen kämmt. Es können ein oder zwei Stellschnecken AA, BB verwendet werden, je nachdem, ob diese Art der Einstellung für eine oder beide Verstellebenen Anwendung finden soll. Weiterhin kann der Vorschub der Schleifscheibe T gegen das Werkstück durch Verschieben des schwenkbaren Werkzeuges erreicht werden, während der Werkstückhalter ortsfest auf dem Sockel angebracht ist. Der Vorschub kann auch durch eine Schwenkbewegung um eine Hilfsachse gesteuert werden, die bei ww' im unteren Teil der F i g. 4 dargestellt ist. Diese Achse verläuft parallel zur Achse xx' in der Arbeitsebene der Schleifscheibe T, und die Drehung um diese Achse wird von einer Schraube N gesteuert, die über einen Hebel U gedreht wird. Eine von einem der Träger F oder F getragene und sich gegen den Sockel R abstützende Meßuhr Q mißt den Vorschub oder die Schleiftiefe unter Berücksichtigung des Hebelverhältnisses a zu b (F i g. 4).
  • Wenn die Oberfläche zu stark von der sphärischen Oberfläche abweicht, d. h. wenn der Abrieb an den verschiedenen Punkten zu unterschiedlich ist, so muß die Verlagerung des Berührungspunktes Z mit der Schleifscheibe berücksichtigt werden (F i g. 5). Um diesen Nachteil zu beseitigen, kann eine sphärische Schleifscheibe benutzt werden, wie sie in F i g. 3 gezeigt ist, deren Krümmungsmittelpunkt auf der Achse yy' liegt. Je kleiner der Radius dieser Schleifscheibe ist, um so geringer ist die Verlagerung der Berührungspunkte, jedoch bilden die so erhaltenen überschneidungen der nebeneinanderliegenden Schleifflächen Kanten oder Grate, die um so stärker vorspringen, je kleiner der Radius dieser Schleifscheibe ist. Praktisch wird für Oberflächen, deren Unterschiede der Eindringtiefe oder Schleiftiefe in der Größenordnung von 1 mm liegen, ein Radius in der Größenordnung von 60 mm verwendet, wodurch die Verlagerung des Berührungspunktes merklich verringert wird, ohne daß zu starke Kanten entstehen.
  • Um eine solche Fläche herzustellen, sind die Teile der Maschine so gewählt, daß die Strecke OS ein Vielfaches der Strecke OC ist, wodurch die zum Feststellen der Arbeitsstellung dienenden Bohrungen des Kreisringstücks G und ihre Abstände mit Genauigkeit hergestellt werden können. Wenn alle zwei Millimeter geschliffen werden soll und OS=30C beträgt, genügt es, wenn die Bohrungen des Kreisringstücks G 3 mm Abstand haben. Das gleiche gilt für die Einstellung um die Achse zz'. Je nachdem, ob diese Anordnung bei einer Spezialinaschine oder bei einer üblichen Fräs- oder Schleifmaschine verwendet wird, kann an die Stelle der beschriebenen waagerechten Anordnung beispielsweise eine lotrechte Anordnung treten. Diese letztgenannte Anordnung hat den Vorteil, die frei tragenden Teile gegenüber der waagerechten Anordnung zu reduzieren.
  • Allgemein erfordert die Bearbeitung solcher Werkstücke eine ziemlich lange Zeit, da die Anzahl der Schliffe sehr groß ist.
  • Die oben beschriebene einfache Vorrichtung kann daher zweckmäßig durch eine nicht die Erfindung mit darstellende automatische Steuerung der Bewegungen mittels Lochkarten vervollständigt werden. Zu diesem Zwecke genügt es, wenn die Spindeln AA und BB der F i g. 3 elektrisch gesteuert werden, um eine automatische Verschiebung von einer ,Schleiffläche zur anderen zu gewährleisten, wobei die Drehung des Rades I zur Steuerung der Eindringtiefe dann mit elektromechanischen oder hy- draulischen Mitteln durchgeführt wird, die ihre Angaben oder Steuersignale von der gleichen Lochkarte erhalten, die gleichzeitig die Spindeln AA und BB steuert.
  • Soll ein sphäroid-konkaves Werkstück bearbeitet werden, so sind der Werkstückhalter B und der Rahmen D derart abgestimmt, daß die Schleifscheibe mit sphärischer Oberfläche auf den Krilmmungsmittelpunkt 0 zentriert wird, wobei der Radius dieser Schleifscheibe dann kleiner ist als der Radius CO der sphärischen Ausgangsfläche.

Claims (2)

  1. Patentanspräche: 1. Vorrichtung zum Rohschleifen einer sphärischen Oberfläche an einem mit sphärischer Ausgangsoberfläche versehenen Werkstück, das an einem Werkstückhalter befestigt ist, dessen Längsachse den Krümmungsmittelpunkt der sphärischen Ausgangsfläche enthält und der um eine durch diesen Mittelpunkt gehende und zur Längsachse senkrechte Achse schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückhalter(B) zusätzlich um eine weitere durch den Krümmungsmittelpunkt(0) gehende und auf der Längsachse (yy) sowie der Schwenkachse (zz') des Halters senkrecht stehenden Achse (xx') schwenkbar und der Krümmungsmittelpunkt der sphärischen Ausgangsfläche (0) als Schnittpunkt aller drei Achsen entweder in Richtung auf die Schleiffläche des Werkzeugs (M, T) verschiebbar oder um eine zur Achse (xx') parallele Achse (ww') schwenkbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung zum Schwenken des Werkstückhalters (B) um die zu seiner Längsachse (yy') senkrechten Achsen (zz' und xx') einen Rahmen (D) aufweist, demgegenüber der Werkstückhalter (B) um die Achse (zz') schwenkbar und feststellbar ist, sowie einen Rahmenhalter (F, H) aufweist, demgegenüber der Rahmen (D) um die Achse (x, x') schwenkbar und feststellbar gelagert ist, wobei zum Feststellen je ein mit Bohrungen für Haltebolzen (V, W) versehenes Kreisringstück (E, G) oder je ein mit einer Stellschnecke (AA oder BB) zusammenarbeitender Zahnbogen dient. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 198 097, 353 336, 811,085; britische Patentschrift Nr. 596 099; USA.-Patentschriften Nr. 2 176 154, 2 589 488, 2 633 675, 2 747 339, 2 779 138.
DES68625A 1959-06-02 1960-05-21 Vorrichtung zum Rohschleifen asphaerischer Oberflaechen Pending DE1195198B (de)

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DES68625A Pending DE1195198B (de) 1959-06-02 1960-05-21 Vorrichtung zum Rohschleifen asphaerischer Oberflaechen

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