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DE1194921B - Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechwaehlaglagen, bei der zur Messung zweier Zeitvorgaenge, vorzugsweise zur Pruefung von Impulsreihen auf Impuls- und Pausendauer, der Ladungszustand von Kondensatoren geaendert wird - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechwaehlaglagen, bei der zur Messung zweier Zeitvorgaenge, vorzugsweise zur Pruefung von Impulsreihen auf Impuls- und Pausendauer, der Ladungszustand von Kondensatoren geaendert wird

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Publication number
DE1194921B
DE1194921B DES87972A DES0087972A DE1194921B DE 1194921 B DE1194921 B DE 1194921B DE S87972 A DES87972 A DE S87972A DE S0087972 A DES0087972 A DE S0087972A DE 1194921 B DE1194921 B DE 1194921B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
capacitors
pulse
series
circuit arrangement
charge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES87972A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Sedlmayr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES87972A priority Critical patent/DE1194921B/de
Publication of DE1194921B publication Critical patent/DE1194921B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M1/00Substation equipment, e.g. for use by subscribers
    • H04M1/24Arrangements for testing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechwählanlagen, bei der zur Messung zweier Zeitvorgänge, vorzugsweise zur Prüfung von Impulsreihen auf Impuls-und Pausendauer; der Ladungszustand von Kondensatoren geändert wird In Fernmeldeanlagen, insbesondere in Fernsprechwählanlagen werden zur Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktion und der Toleranzgrenzen von Stromstoßsendern Prüfgeräte eingesetzt, mit denen es möglich ist, durch verschiedene Messungen die einzelnen Arbeitswerte von Stromstoßsendern zu bestimmen. Dies geschieht bei den bekannten Anordnungen in der Weise, daß zur getrennten Überwachung von Stromstößen und Strompausen Zeitrneßkreise mit Kondensatoren vorgesehen sind, die zu Beginn des Prüfvorganges in einen festen Ausgangszustand gebracht werden und deren Ladungszustand dann während des Prüfvorganges geändert wird, woraus sich ein Maß für die zeitliche Dauer der Stromstöße und Strompausen ableiten läßt.
  • Die Nachteile solcher Anordnungen offenbaren sich bei den erhöhten Anforderungen, die z. B. in Selbstwählferndienst gestellt werden. Hier kommt es darauf an, Prüfeinrichtungen zu schaffen, die eine direkte Überwachung des Impuls-Pausen-Verhältnisses ermöglichen und eine Über- oder Unterschreitung vorgegebener Toleranzgrenzen in möglichst kurzer Zeit zur Anzeige bringen.
  • Bei den bekannten Einrichtungen der eingangs, genannten Art besteht hingegen lediglich die Möglichkeit, die zeitliche Dauer von Impulsen oder Impulspausen zu messen, wodurch infolge der dazu benötigten getrennten Meßkreise ein hoher Aufwand an Bauteilen entsteht. Eine direkte Messung und Anzeige des Verhältnisses der beiden Zeitvorgänge ist bei Anwendung dieser bekannten Einrichtungen nicht möglich.
  • Durch eine weitere bekannte Schaltungsanordnung ist es zwar möglich, den Quotienten der Einschalte-und Ausschaltezeit eines Impulsreihengebers direkt zu messen, jedoch ist der Aufwand für diese Anordnung durch die getrennte Messung der Einschalte-und Ausschaltezeit mittels je eines Zählwerkes, das durch einen Oszillator hoher Frequenz gesteuert wird, sowie durch ein besonderes Quotientenmeßwerk sehr hoch.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung zu schaffen, mit der es möglich ist, auch das Verhältnis zweier Zeitvorgänge durch Ändern des Ladungszustandes von Kondensatoren direkt zu messen und automatisch auszuwerten. Gleichzeitig soll dabei der Aufwand an Bauteilen im Vergleich zu den bekannten Anordnungen herabgesetzt werden.
  • Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß zur an sich bekannten Messung und Anzeige des Verhältnisses beider Zeitvorgänge die bei der Überprüfung der beiden Zeitvorgänge in ihrem Ladungszustand gleichsinnig geänderten Kondensatoren am Ende des Prüfvorganges gegensinnig in Reihe geschaltet werden und daß die sich durch die Reihenschaltung an den beiden Kondensatoren ergebende Summenspannung in an sich bekannter Weise in einem Prüfstromkreis ausgewertet wird.
  • Durch Ausnutzung der bei gegensinniger Reihenschaltung beider Kondensatoren auftretenden Summenspannung erhält man eine Meßgröße, die den Zusammenhang der beiden Zeitvorgänge als Verhältnis angibt. Diese Proportionalität der Summenspannung zum Verhältnis der beiden Zeitvorgänge resultiert aus der Zeitabhängigkeit der an den Kondensatoren infolge der Ladungsänderung herrschenden Spannung.
  • Der Prüfstromkreis kann je nach Anforderungen bezüglich des Meßergebnisses aus einem Prüfschah glied (z. B. polarisiertes Relais) mit Vergleichsspannungsquelle oder aus einem Spannungsmeßgerät bestehen.
  • Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird beispielsweise für den Fall der Messung des Impuls-Pausen-Verhältnisses von Stromstoßsendern der Ladungszustand eines der beiden Kondensatoren während der Stromstoßreihe -.dauernd, der des zweiten Kondensators im Rhythmus der einzelnen Impulse bzw. Pausen geändert.
  • Dadurch kann der Aufwand an Bauteilen weiter verringert werden, da bei einer solchen Anordnung eine Überwachung der ,gleichen Anzahl von Stromstößen und Strompausen durch eine besondere Zähleinrichtung nicht notwendig ist. Andererseits ist dadurch die Möglichkeit gegeben, bei einem vorgegebenem Toleranzbereich für die Ablaufzeit der zu messenden Stromstoßreihen die Ladestromkreise optimal zu dimensionieren und damit den Einfluß der Ablaufzeit auf das Impuls-Pausen-Verhältnis auf ein Minimum zu beschränken.
  • Weiterhin kann die Unabhängigkeit des Meßergebnisses von der Ablaufzeit der Nummernscheibe noch dadurch erhöht werden, daß die Ladungsänderung der beiden Kondensatoren für die Messung des Verhältnisses zweier Zeitvorgänge durch verschiedene Zeitkonstanten bestimmt ist, die durch die Ladewiderstände so eingestellt sind, daß sich nur bei Abweichung des zu messenden Verhältnisses von einem vorgegebenen mittleren Sollwert eine Summenspannung ergibt, deren Richtung in bezug auf die vorgegebene Vergleichsspannung ein Über- oder Unterschreiten des mittleren Sollwertes um einen die Toleranzgrenzen vorgebenden Wert angibt.
  • Erreicht z. B. ein zu prüfendes Impuls-Pausen-Verhältnis den vorgegebenen mittleren Sollwert, so ergibt sich in diesem Falle keine Summenspannung, da sich dann die Spannungen beider Kondensatoren gerade aufheben müssen. Unter Anwendung dieser Bedingung ist eine entsprechende Bemessung der Ladewiderstände möglich.
  • Eine andere Lösungsmöglichkeit besteht darin, daß die Zeitkonstanten für die Aufladung der beiden Kondensatoren durch die Ladewiderstände so bemessen sind, daß sich beim Prüfvorgang innerhalb des vorgegebenen Toleranzbereiches des zu messenden Verhältnisses eine Summenspannung mit gleichbleibender Richtung ergibt und daß die sich bei zwei aufeinanderfolgenden Prüfvorgängen ergebenden Summenspannungen mit zwei verschiedenen die beiden Toleranzgrenzen des zu messenden Zeitverhältnisses vorgebenden Vergleichspannungen verglichen werden.
  • Zusammen mit einer automatischen Auswerteschaltung ermöglicht diese Anordnung beispielsweise in Fernmeldeanlagen eine schnelle und direkte Prüfung des Impuls-Pausen-Verhältnisses von Nummernscheiben.
  • Für viele praktische Anwendungsfälle kann die Meßgenauigkeit der Anordnung gemäß der Erfindung zusätzlich erhöht werden, indem die beiden Kondensatoren vor Beginn des Prüfvorganges auf die Betriebsspannung aufgeladen sind und die beim Prüfen einsetzende Ladungsänderung bei umgekehrter Betriebsspannung in der zur Voraufladung entgegengesetzten Richtung erfolgt.
  • Auf diese Weise wird erreicht, daß die Umladung der beiden Kondensatoren in gleicher Weise wie eine Aufladung mit doppelter Betriebsspannung erfolgt. Damit ergeben sich größere Spannungsänderungen je Zeiteinheit, die bei gleicher Empfindlichkeit der Auswerteeinrichtungen eine größere Genauigkeit des Meßergebnisses ergeben.
  • An Hand von F i g. 1 bis 5 werden nachstehend der Aufbau und die Wirkungsweise zweier Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung im einzelnen beschrieben.
  • Die in F i g. 1 gezeigte Schaltungsanordnung ermöglicht die direkte, Messung des Impuls-Pausen-Verhältnisses von. Nummernschaltern im Vergleich zu einem vorgegebenen mittleren Sollwert. Im Ruhezustand sind in dieser Schaltungsanordnung die Kondensatoren Cl und C2 auf die Betriebsspannung aufgeladen über 1. Erde, 3v 2, 1v 1, Cl, 2v 3, R3, R4, -bzw.
  • 2. Erde, 21, 2, 2 v 1, i, C2, 2 v 3, R3, R4. -Durch die auf ihr Impuls-Pausen-Verhältnis zu prüfende Stromstoßreihe wird ein nicht gezeigtes Relais I betätigt, daß die Impulsreihe durch den Kontakt i auf die Prüfschaltung gemäß F i g. 1 überträgt. Mit dem ersten Impuls einer Stromstoßreihe wird ein nicht gezeigtes abfallverzögertes Relais V1 betätigt. Nach Ende des ersten Impulses sprechen gleichfalls nicht gezeigte abfallverzögerte Relais V2 und V3 in der Reihenfolge ihrer Kennziffern an und bleiben während der gesamten Stromstoßreihe angezogen. Diesen Relais sind Kontakte 1v 1, 2v 1 bis 31, 2 zugeordnet, die bei Beginn der Stromstoßreihe die Ladestromkreise für die Kondensatoren Cl und C2 umschalten. Mit Umlegen des Kontaktes 1,v 3 wird der Kondensator Cl bis zum Ende der Impulsreihe in der zur Voraufladung entgegengesetzten Richtung dauernd aufgeladen über 3. Erde, 3 v 1, Cl, 1 v 1, 1 v 3, R l, -.
  • Der Kondensator C2 wird nach Schließen des Kontaktes 1v 2 impulsweise und gleichfalls in der zur Voraufladung entgegengesetzten Richtung aufgeladen über 4. Erde, 3 v 1, C2, i, 1 v 2, R 2, -. Durch die Umpolung der beiden Kondensatoren Cl und C2 zu Beginn des Prüfvorganges und die damit erfolgende Umladung wird erreicht, daß die Spannung an den Kondensatoren Cl und C2 am Ende des Prüfvorganges einen Wert erreicht, der größer ist als die Betriebsspannung Ub. Am Ende der zu prüfenden Stromstoßreihe fallen die Relais V1, V2 und V3 in der Reihenfolge ihrer Kennziffern wieder ab. Die ihnen zugeordneten Kontakte kehren in die Ruhelage zurück. In der durch die Abfallverzögerung des Relais V2 bedingten Zeitspanne, in der die Kontakte des Relais V1 bereits wieder in der Ruhelage, die des Relais V2 jedoch noch in der Arbeitslage sind, ist folgender Prüfstromkreis geschlossen: 5. P (1), 2v 2, 2v 1, i, C2, Cl, 1v 1, 3v 2, B, An den beiden Spannungsteilern wird die Vergleichsspannung eingestellt. Sie wird wirksam, wenn der Kontakt 2v 3 in Arbeitslage ist, über 6. Erde, 2v 3, R3, R4, -.
  • Durch die Reihenschaltung der Kondensatoren Cl und C2 gegensinniger Polung kommt im Prüfstromkreis 5 als Summenspannung die Differenz der beiden Kondensatorspannungen zur Wirkung. Die Richtung dieser Summenspannung ist bestimmt durch die Größe der beiden Kondensatorspannungen zueinander. Über die Diode D1 oder D2 ergibt sich nun bei Abweichen der Summenspannung von der an R4 bzw. R3 eingestellten .Vergleichsspannung ein Ausgleichstrom durch das polarisierte Prüfrelais P, das in an sich bekannter Weise eine nicht gezeigte Anzeigeeinrichtung steuert.
  • Zur näheren Erklärung der beschriebenen Vorgänge dienen die in F i g. 2 dargestellten prinzipiellen Ladekurven für die Kondensatoren Cl und C2. Für den Fall der Prüfung des Impuls-Pausen-Verhältnisses von Nummernschaltern zeigt die Kurve U2 = f(ti) die Abhängigkeit der Spannung am Kondensator C2 von der gesamten Zeit einer bestimmten Zahl von Impulsen. Die Kurve U1 = f(ta) zeigt die Abhängigkeit der Spannung am Kondensator C1 von der mit dieser bestimmten Impulszahl verbundenen Ablaufzeit ta der Nummernscheibe. Für die Spannung U2 sind drei Kurven dargestellt, die verschiedenen Impuls-Pausen-Verhältnissen vu, vm, vo entsprechen. Durch Vorgabe einer minimalen und maximalen Ablaufzeit (tal; tat) und eines minimalen und maximalen Impuls-Pausen-Verhältnisses (vu, v") ist der zeitgemäße Arbeitsbereich für die Kurven festgelegt. Die Festlegung der Zeitkonstanten T1 und T2 für die Aufladung der Kondensatoren C1 und C2 erfolgt unter der Voraussetzung möglichst großer Unabhängigkeit der Messung von der Ablaufzeit ta. Die Aufladung des Kondensators C2 ist durch eine mittlere Zeitkonstante festgelegt, die durch ein mittleres Impuls-Pausen-Verhältnis vm. gegeben ist.
  • Im folgenden wird kurz der Zusammenhang der beiden Kurven U1 und U2 erläutert. Die im Prüfstromkreis 5 sich auswirkende Summenspannung der beiden Kondensatoren Cl und C2 ist: Bei Einführung des Impuls-Pausen-Verhältnisses ergibt sich Die Forderung nach völliger Unabhängigkeit des Meßergebnisses und damit der Summenspannung Us = U2 - U1 von der Ablaufzeit ta kann nur dann erfüllt werden, wenn in der vorstehenden Formel (b) die beiden Exponenten gleich sind. Daraus folgt als Bedingung für die beiden Zeitkonstanten T1 und T2: Wie aus F i g. 2 zu ersehen ist, kann diese Bedingung nur für ein bestimmtes Impul-Pausen-Verhältnis, im vorliegenden Fall für das mittlere Verhältnis v., erfüllt werden. Da aber die mittlere Ladekurve U2(vm = c"nst) = f (ti) nichtparallel zu den beiden Grenzkurven U2(vu = c"nst) = f (ti) und U2(v" - tonst) = f(ti) verläuft, ergeben sich bei Änderung der Ablaufzeit ta und der damit verbundenen Spannungsänderung am Kondensator Cl entlang der Kurve U1 = f(ta) unterschiedliche Summenspannungen Us bei gleichem Impuls-Pausen-Verhältnis, sobald dieses vom vorgegebenen mittleren Wert v. abweicht.
  • Der hierdurch bedingte Einfluß der Ablaufzeit auf das Meßergebnis kann durch entsprechende Dimensionierung der Zeitkonstante T2 gering gehalten werden. Ausgangspunkt hierfür ist die Tatsache, daß es für zwei Exponentialfunktionen einen gemeinsamen Abszissenwert gibt, für den sie ihren größten Abstand zueinander haben, so daß für jedes Exponentialfunktionenpaar gleichfalls zwei Abszissenpunkte existieren, für die die Abstände zwischen den beiden Kurven eines Kurvenpaares gleich groß sind. Die zur Mitte des so festgelegten Arbeitsbereiches hin erfolgende Ausbauchung der einen Kurve gegenüber der anderen wird im Rahmen der vorhandenen Meßungenauigkeit in Kauf genommen.
  • Auf der in F i g. 2 gezeigten Ladekurve für ein mittleres Impuls-Pausen-Verhältnis v. ist der Arbeitsbereich gemäß den Ablaufzeitgrenzen tal und tat durch die Punkte P und Q festgelegt. Ihnen entsprechen die Impulszeiten ti(,.) und ti2(z,m). Für die Grenzkurven U2(vu - tonst = f (ti) liegen die Zeitgrenzen des Arbeitsbereiches bei til("u) und ti2(vu). An diesen Grenzen treten die Summenspannungen Usl(vu) und Us2(,u) auf, die den Abständen der Grenzkurve zur mittleren Ladekurve entsprechen. Für die Grenzkurve U2(vo = "onst) = f(ti) liegen die Zeitgrenzen des Arbeitsbereiches bei til(") und ti2("). An diesen Grenzen treten die Summenspannungen Usl(,") und Us2(vo) auf. Gemäß obiger Überlegung müssen die Abstände der Kurven an den Grenzen des jeweiligen Arbeitsbereiches gleich sein: Usl(,u) = US2(vu), Usl(") = Us2(v"). (d) AusdiesenbeidenBedingungsgleichungenergebensich zwei Zeitkonstanten für die Ladekurve U2(vm = conss) = f(ti), aus denen ein Mittelwert zu bilden ist, da der Ladevorgang des Kondensators C2 nur durch einen Zeitkonstantenwert bestimmt sein kann und um den sich hieraus ergebenden Fehler für die beiden Grenzkurven möglichst gering zu halten. Über die Beziehung (c) läßt sich dann auch die Zeitkonstante T1 für die Ladekurve U1 = f(ta) berechnen. Bei einer Anordnung, die gemäß F i g. 2 nach einem mittleren Impuls-Pausen-Verhältnis vm dimensioniert ist, ergibt sich beim Prüfen nur dann eine Summenspannung an den beiden Kondensatoren Cl und C2, wenn das zu messende Impuls-Pausen-Verhältnis von dem Wert v. abweicht. Hierfür sei als Beispiel der Meßvorgang für einen Nummernschalter mit der Ablaufzeit tal und dem Impuls-Pausen-Verhältnis vu erläutert. Während des Prüfvorganges lädt sich der Kondensator Cl während der Ablaufzeit tal auf die Spannung UI auf. Die Spannung am Kondensator C2 erreicht jedoch nur den Wert U2, da das Impuls-Pausen-Verhältnis vom Wert vm, abweicht. Es ergibt sich somit eine Summenspannung Us. Bei Auswertung ihrer Richtung durch das Prüfrelais P ergibt sich aus ihrer Größe unmittelbar das Impuls-Pausen-Verhältnis vu. Der Zusammenhang läßt sich aus F i g. 2 leicht ableiten.
  • F i g. 3 zeigt eine andere Schaltungsanordnung, bei der die Ladewiderstände R1 und R2 und damit die Zeitkonstanten T1 und T2 so dimensioniert sind, daß sich ein Verlauf der beiden Ladekurven für die Spannungen U1 und U2 ergibt, wie er in F i g. 5 prinzipiell dargestellt wird.
  • F i g. 4 zeigt eine zur Schaltungsanordnung gemäß F i g. 3 gehörende Anzeigeeinrichtung, die zwei weitere Wicklungen des Prüfrelais P enthält. Um mit der Schaltungsanordnung gemäß F i g. 3 ein Impuls-Pausen-Verhältnis auf die Einhaltung der oberen und der unteren Toleranzgrenze zu prüfen, ist eine zweimalige Prüfung einer bestimmten Impulsreihe erforderlieh. Die Funktion dieser Schaltungsanordnung nach F i g. 3 wird im folgenden kurz beschrieben, soweit sie die Unterschiede zur Anordnung gemäß F i g. 1 betrifft. Nach Voraufladung der Kondensatoren Cl und C2 wird bei Beginn der zu prüfenden Impulsreihe der Kondensator Cl während der gesamten Ablaufzeit aufgeladen. Der Kondensator C2 wird über den Kontakt i impulsweise aufgeladen. Anschließend an die Impulsreihe werden die Kondensatoren C1 und C2 bei umgekehrter Polung hintereinandergeschaltet, so daß sich an ihnen eine Summenspannung ausbildet.
  • Über den Spannungsteiler R3 und einen Kontakt 4e liegt eine an R3 eingestellte Vergleichsspannung am Kondensator C3, die z. B, der unteren vorgegebenen Toleranzgrenze entspricht. Dieser dient für die Zeitspanne des Ladungsausgleichs und der Prüfung im Prüfstromkreis als Stromquelle mit geringem Innenwiderstand. Wie aus F i g. 5 hervorgeht, sind die Zeitkonstanten TI und T2 durch die Widerstände R 1 und R2 so dimensioniert, daß die Summenspannung der beiden Kondensatoren Cl und C2 immer dieselbe Richtung hat. Im Prüfstromkreis entsteht durch die Summenspannung und die an R3 eingestellte Vergleichsspannung eine Spannungsdifferenz, die je nach Größe der Summenspannung wechselnde Richtung haben kann.
  • Je nach Richtung dieser Differenzspannung ergibt sich ein Stromfluß wechselnder Richtung durch das polarisierte Prüfrelais P. Liegt das zu prüfende Impuls-Pausen-Verhältnis oberhalb der durch den Spannungsteiler R3 vorgegebenen unteren Toleranzgrenze, so wird der Kontakt p des Prüfrelais P in der Auswerteschaltung gemäß F i g. 4 in seine Zeichenlage z gebracht. Das Relais E zieht an über 7. Erde, 3 v 1, p, 2 e, E, -. Durch den Kontakt 1 e hält sich das Relais E während des folgenden Prüfvorganges. Mit dem Kontakt 4e wird in der Schaltungsanordnung gemäß F i g. 3 die am Spannungsteiler R4 eingestellte Vergleichsspannung fdie obere Toleranzgrenze des zu messenden Impuls-Pausen-Verhältnisses in den Prüfstromkreis eingeschaltet. Bleibt der Wert der Summenspannung unterhalb der am Spannungsteiler R4 eingestellten Vergleichsspannung, so liegt das zu messende Impuls-Pausen-Verhältnis unterhalb der oberen Toleranzgrenze. Das Prüfrelais P schaltet seinen Kontakt p in die Trennlage T um. In der Auswerteschaltung gemäß F i g. 4 zieht das abfallverzögerte Relais F an über B. Erde, 3v 1, p, T, G, 3e, F, -. Durch das Relais F wird der Prüfvorgang beendet. Die in F i g. 5 gezeigten Ladekurven für die Kondensatoren Cl und C2 unterscheiden sich von den in F i g. 2 gezeigten Ladekurven lediglich durch eine Überhöhung der für das Impuls-Pausen-Verhältnis v. geltenden Ladekurve. Durch diese Überhöhung wird erreicht, daß die jeweilige Summenspannung Us immer die gleiche Richtung hat. Im oberen Teil von F i g. 5 ist ein Spannungsdiagramm gezeigt, daß die Lage der beiden aus der Messung sich ergebenden Summenspannungen im Vergleich zur unteren Vergleichsspannung Uv 1 bzw. zur oberen Vergleichsspannung Uv2 zeigt. Aus den Ladekurven gemäß F i g. 5 ergibt sich für eine Ablaufzeit tal und ein Impuls-Pauseu-Verhältnis vu die Summenspannung Usl. Der Kondensator C1 lädt sich dabei gemäß der Kurve für die Ablaufzeit auf die Spannung U1 auf, der Kondensator C2 erreicht gemäß der für die Impulszeit ti geltenden Kurve die Spannung U2, Es ergibt sich dabei die Summenspannung Usl. Für ein Impuls-Pausen-Verhältnis v, würde sich beispielsweise die Summenspannung Us2 ergeben. Die Proportionalität der jeweiligen Summenspannung zu dem zu messenden Impuls-Pausen-Verhältnis läßt sich auch hier an Hand der Zeichnung leicht ableiten.
  • Für die Bestimmung der Zeitkonstanten gelten die bei der Beschreibung von F i g. 2 genannten Bedingungen in analoger Weise.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechwählanlagen, bei der zur Messung zweier Zeitvorgänge, vorzugsweise zur Prüfung von Impulsreihen auf Impuls- und Pausendauer, der Ladungszustand von Kondensatoren für die Dauer des jeweiligen Zeitvorganges durch Laden oder Entladen verändert wird und die Kondensatoren am Ende des jeweiligen Zeitvorganges mit einem Prüfschaltglied, z. B. einem polarisierten Relais, und einer Vergleichspannungsquelle in Reihe geschaltet werden, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß zur an sich bekannten Messung und Anzeige des Verhältnisses beider Zeitvorgänge die bei der Überprüfung der beiden Zeitvorgänge in ihrem Ladungszustand gleichsinnig geänderten Kondensatoren (Cl und C2) am Ende des Prüfvorganges gegensinnig in Reihe geschaltet werden und daß die sich durch die Reihenschaltung an den beiden Kondensatoren ergebende Summenspannung in an sich bekannter Weise in einem Prüfstromkreis ausgewertet wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfstromkreis aus einem Prüfschaltglied (P) und einer Vergleichspannungsquelle (R3, R4) besteht, die beide mit den beiden Kondensatoren (C1 und C2) in Reihe schaltbar sind.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfstromkreis aus einem Spannungsmeßgerät besteht, das mit den beiden Kondensatoren (Cl und C2) in Reihe schaltbar ist.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zur Messung des Impuls-Pausen-Verhältnisses von Stromstoßreihen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladungszustand eines (z. B. Cl) der beiden Kondensatoren nur während der Impulse, der des zweiten Kondensators (C2) nur während der Strompausen geändert wird.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zur Messung des Impuls-Pausen-Verhältnisses von Stromstoßreihen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladungszustand eines (z. B. Cl) der beiden Kondensatoren während der Stromstoßreihe dauernd, der des zweiten Kondensators (C2) im Rhythmus der einzelnen Impulse bzw. Pausen geändert wird.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsänderung der beiden Kondensatoren (Cl und C2) für die Messung des Verhältnisses zweier Zeitvorgänge durch verschiedene Zeitkonstanten (T1 und T2) bestimmt ist, die durch Ladewiderstände (R 1 und R2) so eingestellt sind, daß sich nur bei Abweichung des zu messenden Verhältnisses (v) von einem vorgegebenen mittleren Sollwert (v.) eine Summenspannung (Us) ergibt, deren Richtung in bezug auf die vorgegebene Vergleichspannung (Uv) ein Über- oder Unterschreiten des mittleren Sollwertes um einen die Toleranzgrenzen vorgegebenen Wert angibt.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitkonstanten (T1 und T2) für die Aufladung der beiden Kondensatoren (Cl und C2) durch die Ladewiderstände (R1 und R2) so bemessen sind, daß sich beim Prüfvorgang innerhalb des vorgegebenen Toleranzbereiches (v, und vu) des zu messenden Verhältnisses eine Summenspannung (Us) mit gleichbleibender Richtung ergibt, und daß die sich bei zwei aufeinanderfolgenden Prüfvorgängen ergebenden Summenspannungen (Usl und Us2) mit zwei verschiedenen, die beiden Toleranzgrenzen des zu messenden Zeitverhältnisses vorgebenden Vergleichsspannungen (Uvl und Uv2) verglichen werden. B. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kondensatoren (C1 und C2) vor Beginn des Prüfvorganges auf die Betriebsspannung (Ub) aufgeladen sind und daß die beim Prüfen einsetzende Ladungsänderung bei umgekehrter Betriebsspannung (Ub) in der zur Voraufladung entgegengesetzten Richtung erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 969 576; deutsche Auslegeschrift Nr. 1141683.
DES87972A 1963-10-22 1963-10-22 Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechwaehlaglagen, bei der zur Messung zweier Zeitvorgaenge, vorzugsweise zur Pruefung von Impulsreihen auf Impuls- und Pausendauer, der Ladungszustand von Kondensatoren geaendert wird Pending DE1194921B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1280985B (de) * 1966-12-16 1968-10-24 Siemens Ag Schaltungsanordnung fuer selbsttaetig arbeitende Pruefeinrichtungen in Fernmeldeanlagen

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969576C (de) * 1952-01-15 1958-06-19 Siemens Ag Pruefeinrichtung fuer Feuermeldelaufwerke oder aehnliche Stromimpulsgeber in Fernmeldeanlagen
DE1141683B (de) * 1959-10-24 1962-12-27 Krone Kg Schaltungsanordnung zur Pruefung von Impulsreihengebern der Fernmeldetechnik, insbesondere von Nummernschaltern

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