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DE1194908B - Verfahren zur Driftkompensation von Gleich-spannungsverstaerkern - Google Patents

Verfahren zur Driftkompensation von Gleich-spannungsverstaerkern

Info

Publication number
DE1194908B
DE1194908B DES81707A DES0081707A DE1194908B DE 1194908 B DE1194908 B DE 1194908B DE S81707 A DES81707 A DE S81707A DE S0081707 A DES0081707 A DE S0081707A DE 1194908 B DE1194908 B DE 1194908B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amplifier
input
voltage
negative feedback
switch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES81707A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Rolf Weber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES81707A priority Critical patent/DE1194908B/de
Publication of DE1194908B publication Critical patent/DE1194908B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03FAMPLIFIERS
    • H03F1/00Details of amplifiers with only discharge tubes, only semiconductor devices or only unspecified devices as amplifying elements
    • H03F1/30Modifications of amplifiers to reduce influence of variations of temperature or supply voltage or other physical parameters
    • H03F1/303Modifications of amplifiers to reduce influence of variations of temperature or supply voltage or other physical parameters using a switching device

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Driftkompensation von Gleichspannungsverstärkern Für viele Zwecke werden Verstärker benötigt, deren Ausgangsspannung auch bei der Frequenz Null noch ein verstärktes Abbild der Eingangsspannung ist. Die Ausgangsspannung eines solchen Verstärkers soll Null sein, wenn die Eingangsspannung Null ist. Diese Forderung läßt sich jedoch bei den üblichen Gleichspannungsverstärkern nur schwer erfüllen, da die Ausgangsspannung neben der der Eingangsspannung proportionalen Komponente noch zusätzliche Fehlerspannungen enthält, deren Größe von der Eingangsspannung unabhängig ist und sich mit der Zeit ändert. Diese Änderung wird im allgemeinen als Drift bezeichnet. Bei gebräuchlichen Meßverstärkern ist daher meist vor jeder Messung ein Nullabgleich durchzuführen.
  • Verantwortlich dafür ist vor allem die Temperaturabhängigkeit der elektrischen Daten und die Alterung der Bauelemente, insbesondere bei Verwendung von Halbleitergeräten.
  • Um die beim Bau von Gleichspannungsverstärkern auftretenden Probleme zu umgehen, hat man bereits vielfach die zu verstärkende Gleichspannung in eine Wechselspannung umgewandelt und diese mit wesentlich unkritischeren Wechselspannungsverstärkern verstärkt.
  • Dieser Weg ist für manche Anwendungszwecke zu aufwendig. Man hat sich daher bemüht, die Drift von Gleichspannungsverstärkern zu kompensieren. Dieser Weg führt aber nur dann zu brauchbaren Ergebnissen, wenn der Verstärkereingang stets an einer Spannungsquelle mit definiertem Innenwiderstand liegt. Je nachdem, ob es sich um eine Quelle mit eingeprägtem Strom oder eingeprägter Spannung handelt (sehr hoher oder sehr niedriger Innenwiderstand), kann eine Kompensation der Spannungs-oder der Stromdrift des Verstärkers durchgeführt werden. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, in einfacher Weise einen Verstärker so zu kompensieren, daß sich die Ausgangsspannung weder infolge der Spannungs- noch der Stromdrift ändert. Das bedeutet, daß die bekannten Kompensationsmethoden nicht zum Ziel führen, wenn der Verstärker je nach Anwendungsfall mit Spannungsquellen verschiedenen Innenwiderstandes zusammenarbeiten soll. Außerdem können durch die bekannten Kompensationsmethoden - die ihre Aufgabe nur in einem begrenzten Temperaturbereich erfüllen - Änderungen der Ausgangsspannung infolge von Alterung der Bauteile nicht verhindert werden.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Drift der Ausgangsspannung eines Gleichspannungsverstärkers so zu kompensieren, daß die Drift unabhängig von der Art der Signalspannungsquelle, von Temperatureinflüssen und von der Alterung der Bauelemente praktisch Null bleibt.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zur Driftkompensation von Gleichspannungsverstärkern nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Verstärkereingang periodisch von der Signalspannungsquelle getrennt und auf einen dem Innenwiderstand der Quelle entsprechenden Widerstand geschaltet wird und daß während dieser Zeit ein Gegenkopplungskreis eingeschaltet wird, über den die Ausgangsspannung in gegenkoppelndem Sinn auf den Verstärkereingang zurückgeführt wird.
  • Zu diesem Zweck kann die Signalspannungsquelle über einen periodisch betätigten Umschalter mit dem Eingang des Verstärkers verbunden werden. Durch diesen Umschalter wird abwechselnd entweder die Spannungsquelle oder ein Widerstand an den Eingang des Verstärkers geschaltet, dessen Wert annähernd dem Innenwiderstand der jeweils verwendeten Signalspannungsquelle entspricht. Wenn dieser Widerstand an dem Verstärkereingang liegt, ist die Ausgangsspannung des Verstärkers ein Maß für die Drift. In dem Gegenkopplungsnetzwerk ist ein weiterer Schalter vorgesehen, der synchron mit dem im Eingang des Verstärkers liegenden Schalter betätigt wird, und zwar so, daß der Gegenkopplungskreis immer dann geschlossen ist, wenn der Eingang des Verstärkers mit dem Widerstand abgeschlossen ist. Dadurch wird erreicht, daß nur die Driftspannung dem Eingang des Verstärkers zugeführt wird.
  • Die Gegenkopplung kann in einfacher Weise mit Hilfe eines Kondensators durchgeführt werden, der über den erwähnten Schalter und einen niederohmigen Begrenzungswiderstand periodisch dem Verstärkerausgang parallel geschaltet wird. Dieser Kondensator ist über einen hochohmigen Widerstand mit dem Eingang des Verstärkers verbunden, so daß die Kondensatorspannung am Verstärkereingang wirksam werden kann. Die Zeitkonstante des Entladekreises ist dabei vorzugsweise so zu bemessen, daß sich die Kondensatorspannung während einer Schaltperiode kaum meßbar verändert.
  • Als Schalter können periodisch betätigte Relais mit möglichst kurzen Schaltzeiten oder auch unterbrechungsfrei umschaltende Einrichtungen verwendet werden. Sie sollen einen geringen Reststrom bzw. eine geringe Spannung besitzten (Idealer Schalter). Vorzugsweise werden elektronische Schalter verwendet. Dabei empfiehlt es sich, zwei Transistoren zu verwenden, deren Emitter-Kollektor-Strecken invers hintereinander geschaltet sind. Diese Anordnung hat eine wesentlich geringere Restspannung bzw. Reststrom als ein einzelner Transistor und den zusätzlichen Vorteil, daß diese Restwerte kaum mehr temperaturabhängig sind. Der Schalter im Gegenkopplungskreis kann vorzugsweise durch einen symmetrischen Transistor realisiert werden.
  • Bei der vorgeschlagenen Lösung liegt die Steuerspannung nicht ständig am Verstärker. Trotzdem ist das Ausgangssignal ein gutes Abbild der Steuerspannung, wenn die Schaltzeiten wesentlich kürzer als die schnellsten Änderungen des Eingangssignales gewählt werden. Die Schaltfrequenz läßt sich nach dem Abtasttheorem bestimmen, wenn die kürzeste, in Frage kommende Änderung des Eingangssignales bekannt ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel ist in der Figur dargestellt. Dort ist mit 1 der Verstärker und mit 2 die Signalspannungsquelle bezeichnet. Sie besitzt einen Innenwiderstand 21 und ist über einen Kontakt 31 eines Umschalters 3 mit dem Eingang 11 des Verstärkers verbunden. An den anderen Kontakt 32 des Schalters 3 ist ein Widerstand 4 angeschlossen, dessen Wert etwa dem Innenwiderstand der Spannungsquelle 2 entspricht. Der Schalter 3 wird periodisch betätigt, so daß an dem Eingang des Verstärkers 1 abwechselnd die Spannungsquelle 2 und der Widerstand 4 liegen. Der Ausgang 12 des Verstärkers ist über einen Schalter 6 und ein RC-Glied 5 mit dem Eingang 11 verbunden. Das RC-Glied besteht aus einem niederohmigen Begrenzerwiderstand 51 und einem Kondensator 52, der über den Widerstand 51 und den Schalter 6 periodisch dem Ausgang des Verstärkers parallel geschaltet wird. Der Kondensator 52 liegt außerdem über einen hochohmigen Widerstand 53 an dem Eingang 11 des Verstärkers, so daß sich der Kondensator über den Widerstand 53 und den Verstärkereingang entladen kann. Der Schalter 6 wird gleichzeitig und im gleichen Takt mit dem Schalter 3 periodisch geöffnet, und zwar so, daß der Gegenkopplungskreis immer nur dann geschlossen ist, wenn der Eingang des Verstärkers mit dem Widerstand 4 abgeschlossen ist. In diesem Falle liegt am Verstärkerausgang 12 die Driftspannung, deren Höhe von verschiedenen Einflußgrößen und von der Zeit abhängig ist. Am Kondensator 52 entsteht somit eine der Driftspannung proportionale Spannung, die zugleich in gegenkoppelndem Sinn am Eingang des Verstärkers 11 liegt. Der Gegenkopplungskreis bildet somit praktisch einen zusätzlichen Regelkreis, der die Tendenz hat, die Ausgangsspannung des Verstärkers zu Null zu machen, wenn der Eingang des Verstärkers mit dem Widerstand 4 abgeschlossen ist.
  • Der besondere Vorzug dieses Verfahrens ist darin zu sehen, daß sich in allen Fällen eine von allen Beschränkungen freie Driftkompensation erreichen läßt und diese Kompensation bei jedem Verstärker ohne Eingriff in dessen inneren Aufbau durchgeführt werden kann.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Driftkompensation von Gleichspannungsverstärkern, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß der Verstärkereingang periodisch von der Signalspannungsquelle getrennt und auf einen dem Innenwiderstand der Quelle entsprechenden Widerstand geschaltet wird und daß während dieser Zeit ein Gegenkopplungskreis eingeschaltet wird, über den die Ausgangsspannung in gegenkoppelndem Sinn auf den Verstärkereingang zurückgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vor dem Verstärkereingang und der im Gegenkopplungskreis liegende Schalter im gleichen Takt mit einer Frequenz betätigt werden, die wesentlich höher als die höchste im Eingangssignal enthaltene Frequenz ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gegenkopplungskreis ein Kondensator liegt, der über einen niederohmigen Begrenzerwiderstand und den erwähnten Schalter periodisch dem Ausgang des Verstärkers parallel geschaltet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator über einen hochohmigen Widerstand mit dem Eingang des Verstärkers verbunden ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitkonstante des Entladekreises des Kondensators groß ist, gegenüber der Zeit, während der der Verstärkereingang mit der Signalspannungsquelle verbunden ist.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Gegenkopplungskreis ein zusätzlicher Verstärker liegt.
DES81707A 1962-09-27 1962-09-27 Verfahren zur Driftkompensation von Gleich-spannungsverstaerkern Pending DE1194908B (de)

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DE1194908B true DE1194908B (de) 1965-06-16

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ID=7509811

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DES81707A Pending DE1194908B (de) 1962-09-27 1962-09-27 Verfahren zur Driftkompensation von Gleich-spannungsverstaerkern

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DE (1) DE1194908B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1762621B1 (de) * 1968-07-20 1970-06-25 Messerschmitt Boelkow Blohm Gleichspannungsverstaerker nach dem Zerhackerprinzip
US3638129A (en) * 1970-05-07 1972-01-25 Rca Corp Chopper stabilized amplifier
DE2944988A1 (de) * 1978-11-08 1980-05-14 Sundstrand Data Control Ladungs-verstaerker-schaltung

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1762621B1 (de) * 1968-07-20 1970-06-25 Messerschmitt Boelkow Blohm Gleichspannungsverstaerker nach dem Zerhackerprinzip
US3638129A (en) * 1970-05-07 1972-01-25 Rca Corp Chopper stabilized amplifier
DE2944988A1 (de) * 1978-11-08 1980-05-14 Sundstrand Data Control Ladungs-verstaerker-schaltung

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