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DE1194176B - Galvanische Messkette fuer Redox-Potentiale - Google Patents

Galvanische Messkette fuer Redox-Potentiale

Info

Publication number
DE1194176B
DE1194176B DEA33583A DEA0033583A DE1194176B DE 1194176 B DE1194176 B DE 1194176B DE A33583 A DEA33583 A DE A33583A DE A0033583 A DEA0033583 A DE A0033583A DE 1194176 B DE1194176 B DE 1194176B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
chlorine
measuring
potential
measuring chain
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA33583A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Otmar Toeppel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aschaffenburger Zellstoffwerke AG
Original Assignee
Aschaffenburger Zellstoffwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aschaffenburger Zellstoffwerke AG filed Critical Aschaffenburger Zellstoffwerke AG
Priority to DEA33583A priority Critical patent/DE1194176B/de
Publication of DE1194176B publication Critical patent/DE1194176B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/28Electrolytic cell components
    • G01N27/283Means for supporting or introducing electrochemical probes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Electrochemistry (AREA)
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  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

  • Galvanische Meßkette für Redox-Potentiale Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine galvanische Meßkette zur Ermittlung von Redox-Potentialen, die an und in einem aus nichtleitendem Material bestehenden Rohr untergebracht ist und die sich zur Kontrolle der Zellstoffherstellung in Form einer Einstabmeßkette zur Messung von Redox-Potentialen in Zellstoffsuspensionen eignet.
  • Bei der Chlorierung von Zellstoff in wäßriger Phase wird der Chlorverbrauch durch folgende nebeneinanderlaufende Reaktionen bedingt, wobei aber die Reaktionstypen 1 und 2 überwiegen.
  • Chlorverbrauch: 1. Oxydation: 2. Substitution: 3. Addition: 4. (Fremdverbrauch): Zum Beispiel bedingt durch einen etwaigen Rest SO2-Gehalt im Verdünnungswasser usw.
  • Kennzeichnend ist, daß bei Reaktion 1 pro zugegebenes Mol C12 1 Mol Chlorion Reaktion 2 pro zugegebenes Mol C12 1/2 Mol Chlorion Reaktion 3 pro zugegebenes Mol C12 kein Mol Chlorion in der Reaktionsfolge gebildet wird.
  • Es steht fest, daß die Beteiligung der einzelnen Reaktionstypen am gesamten Chlorverbrauch ziemlich konstant ist. Daraus folgt, daß der Reaktionsablauf bzw. der Stand zu einer beliebigen Reaktionszeit aus dem Verhältnis Chlor zu Chlorion ersehen werden kann. Dieses Verhältnis ist aber durch Redox-Potentialmessungen leicht und schnell bestimmbar.
  • Bekanntlich stellt das Redox-Potential ein Maß für die Elektronenaktivität bei in flüssiger Phase verlaufenden Reaktionen dar, die unter Elektronenaustausch zwischen den Partnern verlaufen.
  • In der Bezeichnung »Redox« ist schon der Begriff von Oxydation-Reduktions-Reaktionen zusammengefaßt. Der Vorgang, der unter Elektronenabgabe erfolgt, heißt Oxydation (z. B. Übergang in eine höhere Wertigkeitsstufe bei Kationen, Fe+++ + 10-e Fe+++), der entsprechende Vorgang unter Elektronenaufnahme heißt Reduktion (z. B. Übergang in eine niedrigere Wertigkeitsstufe, C12 + 2 O--t 2 C1-).
  • Beide Vorgänge sind deshalb zwangläufig miteinander verbunden, indem immer ein elektronenliefernder Reaktionspartner (= Reduktor oder Reduktionsmittel) mit einem geeigneten elektronenaufnehmenden Partner reagieren muß.
  • Wenn man Redox-Reaktionen in flüssiger Phase betrachtet, so kann der Redoxablauf oder der Grad des Elektronen austausches dadurch bestimmt werden, daß man ein Stück Edelmetall, wie Gold oder Platin, in die Lösung eintaucht und das sich an der Metalloberfläche einstellende Potential durch eine daneben eintauchende Ableitelektrode in eine empfindliche Meßvorrichtung ableitet. Je nach der wechselseitigen Abgabe- oder Aufnahmefreudigkeit der Reaktionspartner für Elektronen überträgt sich ein gewisser »Elektronendruck« bei vorherrschenden Elektronengebern, bzw. Oxydationsmittel, oder »Elektronenunterdruck« (Sog) bei Überwiegen von Elektronenaufnehmern, wenn diese stärker elektronenaufnehmend sind als die Elektronenabgeber liefern.
  • Die Lage des Redox-Potentials ist hauptsächlich abhängig 1. von der vergleichsweisen Stärke der beiden Partner und 2. von dem Aktivitäts- bzw. im Grenzfall Konzentrationsverhältnis der elektronenaufnehmenden zu den elektronen abgebenden Partnern.
  • Die Größe des Redox-Potentials ist eine lineare Funktion des Logarithmus der Elektronenaktivität.
  • Um die Zusammenhänge rechnerisch erfassen zu können, ist zur Ausschaltung des relativen Konzentrationsverhältnisses der Reaktionszustand zu betrachten, wo die oxydierten und reduzierten Stufen in gleicher äquivalenter Menge vorliegen. Falls die Gleichgewichtseinstellung reversibel erfolgt, kann das Massenwirkungsgesetz Anwendung finden.
  • Redox-Reaktion: Ox + z #- 0- Red, [Ox][#]z MWG: K= [Red] Aus der durch diesen Schritt zugänglich gewordenen Massenwirkungskonstante K kommt man unter Anwendung der FNernstschen Gleichung« zum Elektrodenpotential E, denn diese Gleichung verknüpft beide Größen in folgender Formel miteinander: RT RT [Ox] E = E0 + ln #- = E0 + ln , [K], F # Z F [Red] RT RT [Ox] = E0 + ln K + ln .
  • # z F # z F [Red] Die weitere Umformung ergibt: @,@@@ [@@] E = E0 + log [Volt bei 20°C].
  • 2 [Red] Nach dieser als »Peters-Gleichung« bezeichneten Gesetzmäßigkeit ist also das Metallelektrodenpotential E abhängig vom Verhältnis der Aktivitäten der oxydierten zu den reduzierten Reaktionspartnern (Ionen), der Massenwirkungskonstante K sowie der Zahl der Elektronenübergänge und schließlich den RT allgemeinen Konstanten in der Quotientenform F (Nernstfaktor). Das Redox-Normalpotential Eist also um so negativer, je größer K ist.
  • Da die definitionsmäßig festgelegte Wasserstoffelektrode für praktische Meßzwecke zu unbequem ist, weil deren Potential sich je nach dem pH-Wert ändert, ist folgendes zu berücksichtigen: 1. Bei Änderungen des pH-Wertes gegen Normalbedingungen ist das Elektrodenpotential um den Betrag pH .57,7 [mV] zu berichtigen. (Eine pH-Wert-Einheit entspricht im allgemeinen einer Potentialdifferenz um 57,7 mV).
  • 2. Bei Verwendung einer anderen Ableitelektrode an Stelle der normalen Wasserstoffelektrode ist das gemessene Potential um den Wert zu erhöhen, wie die betreffende Elektrode edler als die normale Wasserstoffelektrode ist. Für den hier vorliegenden Fall kommt z. B. die gesättigte Kalomelelektrode mit 250 mV in Frage.
  • Zur Ausnutzung dieser Verhältnisse für die technische Zellstoffbleiche ist man von der Erfahrung ausgegangen, daß zur Erzielung eines optimalen Bleicheffekts im Stoff nach einer Reaktionszeit von etwa 5 Minuten, gemessen nach Chlorzugabe, noch 0,5 bis 10/, Chlor, bezogen auf Stoff vorhanden sein müssen bzw., ausgehend von 6°/o Chlorzugabe, daß sich zu dieser Zeit rund 83 bis 90% des zugegebenen Chlors umgesetzt haben sollen. Da diese Chlorierung nur in abgeschlossenen Gefäßen oder Rohrleitungen durch- geführt werden kann, um kein freies Chlor entweichen zu lassen, war es bisher nicht möglich, den Chlorgehalt in der Stoffsuspension unmittelbar nach dieser Reaktionszeit einwandfrei zu messen. Die Methode der Redox-Potentialmessungen schien daher durch die leichten Einbaumöglichkeiten der genannten Elektroden eine lang erhoffte Hilfe zu bringen. Praktisch ist man so vorgegangen, daß man die allgemeinen Methoden der Redox-Potentialmessungen anwendete, indem man z. B. in die Zellstoffsuspension eine Pt-Elektrode als Indikatorelektrode und eine Kalomel-, zum Teil auch Glas- als Ableitelektrode eintauchte und das zwischen den Elektroden bestehende Potentialgefälle über einen Meßverstärker auf einem Spannungsmesser zur Anzeige brachte. Der Meßwert stellte dann ein Maß für das Verhältnis elementares Chlor zu Chlorion bzw. unverbrauchtes zu verbrauchtes Chlor dar. Beim praktischen Versuch aber verfing sich jedoch der Zellstoff an den im Hauptstrom eingebauten Elektroden und Thermometer vor allem durch Brückenbildung zwischen den beiden Elektroden, und es war technisch nicht möglich, durch mechanische kontinuierliche Säuberung usw. der Elektroden betriebsmäßig befriedigende Bedingungen und Meßergebnisse zu erreichen.
  • Ferner ist eine Metall-Elektroden-Kette in Stabform bekannt, die aus einem Metall als Meßelektrode und einer Bezugselektrode besteht. Letztere ist aus Ag-AgC1 und ungesättigter KC1-Lösung zusammengesetzt, die über ein einglasiertes Diaphragma mit der Meßlösung in Verbindung steht. Die Vorrichtung ist nur für Oberflächen-pH-Messungen geeignet, während es mit dem Erfindungsgegenstand möglich ist, Redox-Potentiale in einer fließenden Zellstoffsuspension zu messen.
  • Schließlich ist noch ein polarographisches Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung von reduzierbaren Gasen, insbesondere von Sauerstoff in wäßrigen Lösungen, beschrieben worden. Das Prinzip besteht darin, daß für die Kathode ein Stoff mit höherer Überspannung gegen Wasserstoff und geringer Überspannung gegen Sauerstoff verwendet wird.
  • Als Kathode werden genannt: Eisen, Eisen-Chrom oder Eisen-Chrom-Nickel-Legierungen, Nickel, Zinn, Blei oder Kombinationen aus mehreren dieser Komponenten. Als Anode werden Platin bzw. Kalomel oder eine Ag-AgCl-Elektrode verwendet.
  • Die bisher gebräuchlichen Elektroden hatten die Form eines Stabes oder Tellers. Die Ableitelektrode wurde in einer zweiten Einzelarmatur untergebracht. eine ähnliche Vorrichtung ist auch zur pH-Messung in wasserarmen Suspensionen fasriger Stoffe vorgeschlagen worden, wobei die erste Einzelarmatur mit einer Glaselektrode und die zweite Einzelarmatur mit einer Ableitelektrode ausgerüstet war und der Minimalabstand zwischen den Armaturen 50 cm nicht unterschreiten sollte. Ein günstiger Strömungsverlauf an den Elektroden und die selbsttätige Reinhaltung der Elektroden wurde dabei zur Aufgabe gesetzt. Die Übertragung dieses für Glaselektroden zur pH-Messung vorgesehenen Elektrodenaufbaus auf die in der Zellstoffbleiche für die Redox-Potentialbestimmung notwendigen Pt-Elektroden erwies sich als nicht durchführbar, da bei dem weiten Abstand der Einzelarmaturen voneinander eine Beeinflussung des Meßwertes durch Digusions-bzw. Strömungspotentiale, wie auch durch Temperaturunterschiede, nicht auszuschalten war, Es ist zu beachten, daß nach jedem Meßfühler je nach Stoffdichte und Strömungsgeschwindigkeit eine Wirbelzone mit Entmischungsvorgängen auftritt.
  • Daraus ergibt sich eine besonders vorteilhafte Wirkung der erfindungsgemäßen Elektrodenkonstruktion.
  • Von verschiedener Seite wurde daher vorgeschlagen, den Einbau der Elektroden in einen Nebenstrom zu verlegen, wo man die normal eingehaltene Stoffdichte von 3 bis 40/o auf etwa 1 0/o verdünnen konnte und dadurch die Gefahr der Brückenbildung und falschen oder unsicheren Potentialanzeige einschränkte. Die Elektroden mußten aber in die Rohrleitungen so eingebaut werden, daß der Stoff etwa 1 bis 5 Minuten nach der Chlorzugabe gemessen werden kann. Dies führte zu einigen Schwierigkeiten: Die Durchflußgeschwindigkeit durch die Nebenstromleitung mußte groß gewählt werden, um ein Entmischen oder Absetzen der Stoffsuspension zu vermeiden. Der Abfluß aus der Meßzelle war besonders zu gestalten und rückzuführen, damit keine Geruchsbelästigung durch die chlorhaltigen Meßlösungen auftrat. Schließlich war dafür zu sorgen, daß die Durchflußgeschwindigkeit konstant eingehalten wurde, um den Einfluß der Reaktionszeit auf das Meßergebnis durch Konstanthalten der Durchflußgeschwindigkeit zu eliminieren.
  • Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß man gegenüber den sonst üblichen Pt-Elektroden wesentlich bessere Anzeigekonstanz und Genauigkeit bei Messungen in den fasserhaltigen Meßlösungen erhält, wenn man die eine Seite des Pt-Blechs blockiert, damit sie am Meßvorgang nicht teilnehmen kann. Dabei erweist es sich als weniger bedeutungsvoll, ob die Pt-Fläche plangeschliffen oder hauben- bzw. kegelförmig gestaltet ist. Besonders wichtig und ausschlaggebend für den Meßerfolg ist aber die Anbringung der Elektroden an einer durch den Strömungsverlauf begünstigten Stelle des Elektrodenschaftes.
  • Die weitere besondere Aufgabenstellung lag darin, eine für kontinuierliche betriebsmäßige Dauermessung geeignete Elektrodenkonstruktion zu finden, die es gestattet, a) die in der chlorhaltigen Meßlösung dem Verschleiß unterworfenen Teile leicht unter betriebsmäßigen Bedingungen und ohne Betriebsstörungen oder Abstellungen auszuwechseln bzw. zu regenerieren und b) durch druckfeste Ausführung unmittelbar in der Hauptleitung einsetzen zu können; die ferner c) sichere Meßwerte liefert, d) eine Brückenbildung von Stoff vermeidet und e) ein leichtes Einsetzen und Herausnehmen während des Betriebs ermöglicht.
  • Das Aufgabenziel konnte mittels der in den Ansprüchen definierten Erfindung dadurch erreicht werden, daß für die druckfeste Ausführung als Träger ein im Schnitt stromlinienförmiges Kunststoffrohr oder ähnliches Material gegebenenfalls mit Stahlkern verwendet wird, das in seiner Bohrung die dem Verschleiß unterliegenden Teile, z. B. die Ableitelektrode (Kalomel, Ag usw.) und an einer begünstigten Stelle des Stromlinienprofils die Pt-Elektrode in Form einer einseitigen freien Metallfläche von kreis- oder ringförmiger Gestalt aufnimmt.
  • Durch den stromlinienförmigen Querschnitt wird das Ansetzen von Stoffbatzen vermieden, wobei es sich besonders günstig auswirkt, daß die Pt-Elektrode durch die große Strömungsgeschwindigkeit von der faserhaltigen Meßlösung poliert und von den sich sonst bei längerem Betrieb ablagernden Schleimstoffen frei gehalten wird.
  • Bei den dem Verschleiß unterliegenden Teilen handelt es sich bei Verwendung von Kalomel als Bezugselektrode um das Diaphragma bzw. bei Ag/AgC1 um einen Ag-Block, der in beiden Fällen unmittelbar durch Konusdichtung oder Einschraubgewinde eingesetzt, nachjustiert bzw. ausgewechselt werden kann.
  • Außerdem ist es bei dieser Konstruktion leicht möglich, auf das Rohr eine Anschlußschlauchleitung zur Erzeugung eines Überdrucks durch hydrostatischen oder Luftdruck bzw. Inertgasdruck anzubringen, damit der in der zu messenden Phase herrschende Druck ausgeglichen und die bei Verwendung von Kalomelelektroden entstehenden Störungsmöglichkeiten durch Ausbildung von Diffusions- und Strömungspotentialen vermieden werden können.
  • Die Schwierigkeiten des eventuellen Ein- und Ausbaues der Elektroden während des Betriebs sind dadurch gelöst worden, daß der Elektrodenschaft in einem Rohr geführt wird, das in der Rohrleitung, in der gemessen werden soll, angebracht ist. Dieses Rohr ist auf der Druckseite mit einer Schwimmerkugel oder Gummiklappenventilkegel od. ä. verschlossen, die, durch ihren Auftrieb, Rückstellung bzw. durch Federkraft unterstützt, das Rohr abschließt.
  • Die Meßkette ist während des Betriebes in einem Führungsrohr mit Schwimmerkegel oder -kugel oder Gummiklappenventilverschluß montiert und mit einem zweiten Gewinde zwecks drucksicherer Einführung versehen.
  • Das Einsetzen der Elektrode wird zweckmäßig in der Weise vorgenommen, daß der Elektrodenkörper in das drucklose Führungsrohr eingesetzt und verschraubt wird.
  • Durch die Betätigung des zweiten Gewindes wird der Elektrodenkörper durch die Abdichtung des Führungsrohres hindurch in die Druckzone geführt, so daß jetzt erst durch Hinunterdrücken des Verschlußkegels bzw. der Klappe der Elektrodenkopf in die chlorhaltige Lösung eintauchen kann. Beim Ausbauen der Elektrode läuft diese Maßnahme rückwärts ab.
  • Die Erfindung wird an Hand eines Beispieles noch näher beschrieben: Der Aufbau der Meßkette wird in Übersichtsform durch eine Zeichnung (F i g. 4) erläutert. Der druckfest ausgeführte Elektrodenschaft 4 ist an den mit der zu messenden Lösung in Berührung kommenden Teilen mit einem stromlinienförmigen Profil versehen.
  • In die Bohrung 7 wird die Elektrolytfüllung für die Kalomelelektrode, die sich im oberen Elektrodenteil oder außerhalb des Schaftes befindet (Salzbrücke, elektrolytischer Heber), bzw. die Ableitung für den Silberblock 8 eingesetzt. Je nach gewünschter Größe des Silberblocks 8 oder des Diaphragmas 8 kann das untere Ende des Elektrodenschafts auf den größten Durchmesser erweitert werden. Der Begrenzungsring 5 dient als Anschlag für die Verschraubung des Elektrodenschafts im Führungsrohr durch eine Überwurfkappe. Die Zuleitungen 1 und 2 für die Indikatorelektrode 6 durch den Schaft 4 bzw. für die Ableitelektrode 8 durch die Bohrung 7 werden durch die Verschlußkappe 3 herausgeführt. Die Indikatorelektrode 6 selbst wird an einer strömungsmäßig begünstigten Stelle mit ringförmiger, 6a, ellipsenförmiger, 6b, oder kreisförmiger Gestalt, 6 c, angebracht Für den Fall, daß mit Kalomel als Ableitelektrode gemessen werden soll, ist es empfehlenswert, zur Kompensierung des eventuell in der Meßleitung herrschenden Überdrucks die Bohrung 7 als elektrolytischen Heber zu verwenden und eine Salzbrücke über einen Druckstutzen 9 an den Elektrodenschaft anzuschließen, wobei die Aufhanghöhe der Salzbrücke so gewählt sein muß, daß der in ihr herrschende hydrostatische und osmotische Druck den in der Meßleitung vorhandenen Druck kompensiert. Die Ziffer 9 a zeigt ein Beispiel für die Anschlußausführung mit Innengewinde und 9b entsprechend für Außengewinde. Schließlich kann eine Druckausgleichsdose unmittelbar an den Stutzen 9 angebracht werden.
  • Die Einsatzfähigkeit der oben beschriebenen Vorrichtung wird durch folgende Figuren erläutert: Fig. 1 zeigt die Potentialkurven für Meßketten, die unter Verwendung verschiedener Indikator- und Ableitelektroden aufgebaut worden sind. Für die Auswahl des Ortes für die Anbringung der Meßkrtte in einem technischen System ist es wichtig zu wissen, mit welcher Schnelligkeit das Chlor reagiert. Diese Verhältnisse sind in der F i g. 2 dargestellt. Es zeigt sich, daß etwa 5 Minuten nach der Chlorzugabe etwa 90°/0 des zugegebenen Chlors verbraucht sind, falls die Chlorzugabe dem theoretischen Bleichbedarf entsprochen hat. Die Regelgenauigkeit wird um so besser, je höher die Regelempfindlichkeit ist. Daher ist die Abhängigkeit der Potentialveränderung pro Prozentteil Chlor von Chlorkonzentration wichtig, die in F i g. 3 angegeben ist. Für praktische Messungen ist daher der Bereich zwischen Ox und Red wie 25: 75 bis 5: 95 am günstigsten. Hier entspricht eine Konzentrationsänderung von 1 °/o Teil einer Potentialverschiebung um ~7 mV bei 9401ob 4,5 mV bei 90010, 2,8 mV bei 8501o und 2 mV bei 80 0/, Chlorumsatz.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Galvanische Meßkette für Redox-Potentiale, die an und in einem aus nichtleitendem Material bestehenden Rohr untergebracht ist, erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr einen stromlinienförmigen Querschnitt hat; daß die Au- oder Pt-Indikatorelektrode in Form einer einseitigen freien Metallfläche von kreis- oder ringförmiger Gestalt auf der Außenfläche des Rohres aufgebracht ist und daß der Silberblock der Ag-AgHal-Ableitelektrode oder das Diaphragma der Kalomelelektrode in der Rohrbohrung angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßkette während des Betriebs in einem Führungsrohr mit Schwimmerkegel oder -kugel oder Gummiklappenventilverschluß montiert und mit einem zweiten Gewinde versehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kompensierung des in der Meßleitung herrschenden Überdruckes eine Innenbohrung zur Aufnahme des elektrolytischen Hebers eingebaut ist, der über eine Salzbrücke und über einen Druckstutzen an den Elektrodenschaft mit Außen- oder Innengewinde bzw. mit einer Druckausgleichsdose angeschlossen ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 824 268 ; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 039 260; Patentschrift Nr. 9 606 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9606C (de) * A. KOELLNER in Neumühlen bei Kiel Oelreinigungs-Apparat
DE824268C (de) * 1950-05-05 1951-12-10 Siemens & Halsake A G Polarographisches Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung von reduzierbaren Gasen, insbesondere von Sauerstoff, in waessrigen Loesungen
DE1039260B (de) * 1955-03-22 1958-09-18 Polymetron A G Vorrichtung zur pH-Messung in wasserarmen Suspensionen faseriger Stoffe

Patent Citations (3)

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