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DE1194150B - Verfahren zur Rueckgewinnung von Aluminium aus Aluminiumschlacken - Google Patents

Verfahren zur Rueckgewinnung von Aluminium aus Aluminiumschlacken

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Publication number
DE1194150B
DE1194150B DEK46617A DEK0046617A DE1194150B DE 1194150 B DE1194150 B DE 1194150B DE K46617 A DEK46617 A DE K46617A DE K0046617 A DEK0046617 A DE K0046617A DE 1194150 B DE1194150 B DE 1194150B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum
flux
slag
percent
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK46617A
Other languages
English (en)
Inventor
John William Lowry
Warren Stanley Peterson
Thomas William Fredrik Foster
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kaiser Aluminum and Chemical Corp
Original Assignee
Kaiser Aluminum and Chemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kaiser Aluminum and Chemical Corp filed Critical Kaiser Aluminum and Chemical Corp
Priority to DEK46617A priority Critical patent/DE1194150B/de
Publication of DE1194150B publication Critical patent/DE1194150B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B21/00Obtaining aluminium
    • C22B21/0084Obtaining aluminium melting and handling molten aluminium
    • C22B21/0092Remelting scrap, skimmings or any secondary source aluminium
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Rückgewinnung von Aluminium aus Aluminiumschlacken Die Erfindung betrifft die Rückgewinnung von freiem Aluminium, das in den Schlacken oder Schaum, die aus Schmelzen von Aluminium und Aluminiumlegierungen erhalten werden, eingeschlossen ist.
  • Beim Schmelzen von Aluminium, wie Umschmelzen oder Raffinieren von Aluminium-Masseln, sammeln sich auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls Oxyde, Nitride und andere nichtmetallische Verunreinigungen an. Vor dem Abstechen des geschmolzenen Metalls werden diese nichtmetallischen Substanzen von der Oberfläche des Schmelzes entfernt oder abgetraßt. Es ist unvermeidlich, daß dabei wesentliche Mengen Aluminium von den nichtmetallischen Bestandteilen eingeschlossen und mit diesen entfernt werden. Diese Mischung von nichtmetallischen Bestandteilen und freiem Aluminium wird als Aluminiumschlacke oder -schaum bezeichnet. Zur Vereinfachung wird diese Mischung aus nichtmetallischen Bestandteilen und freiem Aluminium im folgenden, d. h. in der Beschreibung und den angefügten Ansprüchen, als »Schlacke« bezeichnet.
  • Die aus Aluminiumschmelzen stammende Schlacke enthält unvermeidlich eine wesentliche Menge freien Aluminiums, und zwar als Ergebnis des üblichen Rührens der Schmelze und des Abziehens des schwimmenden Materials. Während des Abziehens, Abschäumens und Entfernens der Schlacke von der Oberseite der Metallschmelze wird die Schlacke in eine pastenförmige, schlammige Masse zusammengepreßt. Wenn diese Schlackenmassen vom Ofen entfernt werden, haben sie die Form von kleinen Klumpen in der Größe von Walnüssen bis zu großen Klumpen in der Größe einer Wassermelone. Die Menge des freien Aluminiums in der Schlacke kann zwischen 30 und 90 °/o des Gesamtgewichtes der Schlacke schwanken und ist abhängig von einer Anzahl von Faktoren, wie Zusammensetzung des zu schmelzenden Aluminiums, des folgenden Schmelzverfahrens und der Sorgfalt, mit der die Schlacke abgeschäumt oder von der Schmelze abgezogen wird. Wenn ein Ansatz von heißer Schlacke, der von einer Schmelze entfernt wurde, stehengelassen wird, sammelt sich etwas freies Aluminium am Boden der Masse, aber der größere Teil des freien Aluminiums bleibt gut mit den nichtmetallischen Bestandteilen in Form von Kügelchen oder kleinen Teilchen gemischt und trennt sich von den nichtmetallischen Bestandteilen nicht leicht ab. Wenn die heiße Schlacke der Atmosphäre ausgesetzt wird, kann sie auch beginnen, mit der Luft zu reagieren, wenn diese Reaktion nicht schon im Ofen eingesetzt hat; und wenn diese Reaktion nicht unterbrochen wird, geht ein großer Teil des verfügbaren Aluminiums verloren. Die Abtrennung des freien Aluminiums von dem nichtmetallischen Teil der Schlacke ist ein schwieriges Problem.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Aluminiumschlacke in einen Drehofen gebracht. Dann wird eine vorbestimmte Menge eines Flußmittelsalzes in fester Form, vorzugsweise gekörnt, das eine Mischung aus Natriumchlorid, Kaliumchlorid und einer Fluorid enthaltenden Verbindung ist, oben auf die Schlacke in den Drehofen gebracht. Der Ofen wird dann mit einer geeigneten Geschwindigkeit so gedreht, daß ein heftiges Umwälzen oder eine Kaskadenwirkung der Mischung aus Schlacke und festem Flußmittelsalz erreicht wird, um die großen Klumpen der Schlacke zu zerbrechen. Dann wird die Mischung aus Schlacke und Flußmittelsalz erwärmt, z. B. mit einem geeigneten Brenner, um das Flußmittel zu verflüssigen. Mit der Wärmezufuhr von außen kann zu jeder Zeit während der Drehung, um die Wälz- oder Kaskadenwirkung zu ergeben, begonnen werden; es ist jedoch vorzuziehen, mit der Erwärmung zu Beginn der Wälzwirkung anzufangen, d. h., der Brenner wird in den Drehofen gebracht, nachdem dieser mit dem Flußmittel gefüllt wurde. Nachdem das Flußmittel flüssig ist, wird die Mischung nur einer leichten Rollwirkung ausgesetzt, um eine möglichst große Gelegenheit für die Abtrennung von Metalltröpfchen von der Schlacke zu schaffen und zu ermöglichen, daß die Metalltröpfchen sich zu einem Tümpel flüssigen Metalls sammeln. Das flüssige Flußmittel, welches sehr innig mit den Schlackenteilchen gemischt ist, benetzt die Oxyde, Nitride und die nichtmetallischen Verunreinigungen selektiv und verbessert dadurch die Abtrennung des Metalls von der Schlacke. Nachdem der Ofen gedreht und das Material eine geeignete Zeit erhitzt wurde, wird das geschmolzene Metall aus dem Ofen abgelassen, und dann werden die Schlacke und der Flußmittelrückstand ausgekippt. Es wurde gefunden, daß die erforderliche Menge des Flußmittelsalzes in einem Verhältnis von Flußmittelsalz zu nichtmetallischen Bestandteilen in der Aluminiumschlacke im Bereich von 1:1 bis 3:1, bezogen auf das Gewicht, ist. Das Gewichtsverhältnis von Schlacke zum Gewicht des Flußmittelsalzes kann von 1:1 bis 3:1 variieren, wobei ungefähr 2:1 zu bevorzugen ist.
  • Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist ein wesentlicher Betrag von innigem Umwälzen des Flußmittelsalzes und der Aluminiumschlacke notwendig. Während das Flußmittelsalz fest ist, ist ein heftiges Umwälzen oder Kaskadieren der Mischung notwendig, um große Schlackenklumpen aufzubrechen. Wenn nach dem Schmelzen des Flußmittelsalzes kein heftiges Umwälzen stattfindet, so wird keine richtige Berührung zwischen dem Flußmittelsalz und der Aluminiumschlacke erhalten, und dadurch wird ungenügendes Ansammeln der Teilchen des geschmolzenen Metalls, das von der Aluminiumschlacke eingeschlossen ist, erhalten. Dementsprechend werden durch die Behandlung des Materials in einem Drehofen und durch das Drehen des Ofens mit einer geeigneten Geschwindigkeit, d. h. mit einer Geschwindigkeit, bei welcher eine Kaskadenwirkung der Mischung aus Schlacke und festem Flußmittel erhalten wird, große Klumpen der Schlacke zu Anfang zerbrochen, und dann werden die Schlacke und das Flußmittelsalz beim Schmelzen sehr innig vermischt. Die Geschwindigkeit des Drehofens soll unter der Geschwindigkeit liegen, bei der das Material im Ofen zentrifugiert, d. h. das Material in einem vollkommenen Kreis geführt wird. Zur Erläuterung sei ausgeführt, daß ein Ofen mit einem Innendurchmesser von 1,20 m, der reit einer Geschwindigkeit von 20 U/min gedreht wird, die heftige Wälz- und Kaskadenwirkung ergibt, die notwendig ist, um große Schlackenklumpen zu zerbrechen. Die Verwendung eines Drehofens hat gegenüber einem stationären Ofen den weiteren Vorteil, daß übermäßiges Erhitzen der feuerfesten Auskleidung des Ofens durch das geschmolzene Metall, Salz usw., wodurch die Wände des Ofens ausgewaschen werden, im wesentlichen verringert oder verhindert wird.
  • Die Temperatur der Mischung aus Aluminiumschlacke und Flußsalzmischung soll nicht über 816°C steigen, und niedrigere Temperaturen werden bevorzugt. Bei höheren Temperaturen ist es außerordentlich schwierig, das geschmolzene Metall von der Aluminiumschlacke und dem Flußmittel abzutrennen. Außerdem werden unerwünschte Dämpfe erzeugt und das Ofenfutter angegriffen. Wie jedoch schon oben festgestellt, muß die Ofentemperatur wesentlich über dem Schmelzpunkt des Flußmittels und des Aluminiums liegen, um genügende Fließfähigkeit zu erhalten. Ein hoher Grad von Fließfähigkeit des Flußmittels ist notwendig, um eine gute Berührung zwischen dem Flußmittel und der Aluminiumschlacke zu erhalten. Zusätzlich bedeckt das flüssige Flußmittel die Aluminiumschlacke und verhindert Verluste an Aluminium durch Oxydation und Verbrennen.
  • Damit es möglich ist, in dem Ofen Temperaturen zu verwenden, die unter 816°C liegen, ist ein verhältnismäßig niedrigschmelzendes Flußmittelsalz wichtig. Durch die Anwendung einer Mischung aus Natriumchlorid und Kaliumchlorid wird ein niedrigerer Schmelzpunkt als der des Natriumchlorids allein erhalten. Eine eutektische Mischung, die 44 Gewichtsprozent Natriumchlorid und 56 Gewichtsprozent Kaliumchlorid enthält, hat einen Schmelzpunkt von ungefähr 660°C. Wenn eine Flußsalzmischung, die diese eutektische Mischung enthält, in einem Ofen angewendet wird, so ist es möglich, eine Temperatur von nur 732°C zu verwenden. So kann in diesem Fall die Temperatur der Mischung aus Aluminiumschlacke und Flußmittelsalz im Bereich von 732 bis 816°C liegen. Der bevorzugte Temperaturbereich ist jedoch 760 bis 788°C.
  • Mischungen aus Natriumchlorid und Kaliumchlorid haben den gewünschten niedrigen Schmelzpunkt für die Behandlung von Aluminiumschlacke; Mischungen dagegen, die diese Bestandteile allein enthalten, greifen jedoch die schützenden Oxydüberzüge auf den kleinen Metalltröpfchen, die im allgemeinen in der Aluminiumschlacke enthalten sind, nicht an. Dadurch, daß eine kleine, aber wirksame Menge eines Fluoridbestandteils in dem erfindungsgemäßen Flußmittelsalz angewendet wird, wird ein Flußmittel erhalten, welches den Oxydüberzug von den kleinen Tröpfchen entfernt, wobei das diese bildende geschmolzene Metall gewonnen wird. Einer der besten Fluoridbestandteile, welcher für diesen Zweck angewendet werden kann, ist Kryolith, und es wurde gefunden, daß eine sehr kleine Menge von Kryolith, z. B. 2,5 bis 5°/0, bezogen auf das Gesamtgewicht des Flußmittels, wirksam ist. Dementsprechend enthält das für die erfindungsgemäße Verwendung bevorzugte Flußmittel im wesentlichen Natriumchlorid, Kaliumchlorid und eine kleine, aber wirksame Menge eines Fluoridbestandteiles. Obwohl Kryolith besonders bevorzugt wird, können auch andere Fluoridbestandteile, wie Aluminiumfluorid und Natriumfluorid, angewendet werden. Obwohl eine große Menge des Fluoridbestandteiles verwendet werden kann, wird die geringste Menge des Fluorides, welche den Zweck erfüllt, die Oxydüberzüge auf den kleinen Metalltröpfchen anzugreifen, bevorzugt, da diese Fluoridbestandteile im allgemeinen recht teuer sind.
  • Der Ausdruck »besteht im wesentlichen«, wie er in der vorliegenden Beschreibung verwendet wird, soll bezeichnen, daß die Flußmittelmischung, auf die oben Bezug genommen wird, keine anderen Substanzen in Mengen enthält, die wesentlichen Einfluß auf die erwünschten Eigenschaften des Flußmittels haben, obwohl andere Substanzen in kleineren Mengen vorhanden sein können, welche die erwünschten Eigenschaften im wesentlichen nicht beeinflussen.
  • Obwohl die günstigste Flußmittelzusammensetzung zusätzlich zu den Fluoridbestandteilen die eutektische Mischung aus Natriumchlorid und Kaliumchlorid, die bei 660°C schmilzt, enthält, können auch befriedigende Ergebnisse mit einer Mischung erhalten werden, die einen Schmelzpunkt bis 704°C hat. Schmelzpunkte von 704°C oder weniger können erhalten werden mit einer Natriumchlorid-Kaliumchlorid-Mischung, die 15 bis 65 Gewichtsprozent Natriumchlorid und 35 bis 85 Gewichtsprozent Kaliumchlorid enthält, wobei die Summe der Prozente des Natriumchlorides in allen Fällen gleich 100 ist. Obwohl es vorzuziehen ist, den Schmelzpunkt unterhalb 704°C zu halten, kann eine Mischung, die nicht höher als bei 749°C schmilzt, befriedigend sein, um grundlegende Verbesserungen in dem erhaltenen Aluminium zu erhalten. Diese höherschmelzenden Substanzen sind nur dann brauchbar, wenn die höheren Schmelzpunkte sich aus der Verwendung von mehr als 65 % Natriumchlorid ergeben. Dies ergibt sich aus der Tatsache, daß in vielen Fällen die schlechtere Qualität des Aluminiums und der schlechtere Grad der Rückgewinnung, der mit diesem höherschmelzenden Material erhalten wird, durch die Tatsache wieder wettgemacht wird, daß Natriumchlorid wesentlich billiger ist als Kaliumchlorid. Mischungen von Natriumchlorid und Kaliumchlorid, die 15 bis 75 % Natriumchlorid und 25 bis 85 % Kaliumchlorid enthalten, können daher verwendet werden.
  • Um die Temperatur in einem Ofen innerhalb der oben angegebenen Grenzen zu kontrollieren, wurde es am geeignetsten gefunden, das Material mittels eines geeigneten Brenners, wie eines Öl- oder Gasbrenners, zu erhitzen, welcher die Flamme direkt in den Ofen richtet. Dadurch wird die Wärme direkt auf die Mischung aus Salz und Aluminiumschlacke gebracht und so eine genaue Kontrolle der Temperatur ermöglicht. Außerdem wird kein Aluminium verbraucht, um die für das Verfahren notwendige Wärme zu schaffen.
  • In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird erstmalig Aluminiumschlacke in Form großer Klumpen mit festem Flußmittel umgewälzt, während in den bisher bekannten Verfahren von dem Einschmelzen unter einer Salzdecke oder vom Einbringen in eine Salzschmelze die Rede ist.
  • In der schweizerischen Patentschrift 237 042 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem man das Schmelzgut unter eine Salzdecke einträgt bzw. in ein aus geschmolzenem Salz bestehendes Bad einrührt (S. 1, Zeilen 5 und 6).
  • Nach der deutschen Patentschrift 887 270 wird der metallreichere Anteil einer durch Mahlen zerkleinerten, erkalteten Krätze unter einer Salzdecke eingeschmolzen (S.1, Zeilen 9 und 10). Im Anspruch 1 wird angegeben, daß die Krätze in noch heißem Zustand in eine flüssige Salzschmelze eingetragen wird.
  • Im Anspruch 1 der deutschen Patentschrift 1115466 heißt es, daß die Wiedergewinnung von Aluminium aus Aluminiumabfällen unter einer mindestens 700°C heißen Salzschmelze erschmolzen wird.
  • Auch aus der Literaturstelle K. S c h n e i d e r, »Die Verhüttung von Aluminumschrott«, 2. Auflage, 1957, S. 108 bis 109, wird der Schrott in einem Trommelofen in ein flüssiges Salzbad eingerührt. In der genannten Veröffentlichung ist bei der Beschreibung des Arbeitens in dem Trommelofen ausgeführt, daß der Ofen in Kammern mit undurchbrochenen Trennwänden unterteilt ist, welche längs des Ofens verlaufen. Damit soll erreicht werden, daß bei der Drehung des Ofens erst die gesamte Salzschmelze über die Trennwände fließt und anschließend die Metallschmelze in einem dünnen Strahl durch das Salz gegossen wird. Daraus ergibt sich, daß, ganz im Gegensatz zu dem im Anspruch 1 der vorliegenden Erfindung gekennzeichneten Verfahren, die Metallschmelze im Trommelofen mit der Luft der Umgebung in Berührung kommt und während der Drehung des Ofens nicht mit einer zusammenhängenden Schutzschicht geschmolzenen Salzes bedeckt wird.
  • Die Absätze 1 und 2 auf S. 151 des genannten Buches befassen sich lediglich mit der Zusammensetzung von Salzgemischen.
  • Die Verwendung von Flußmittel in fester Form zusammen mit großklumpiger Aluminiumschlacke zum Zerbrechen der Klumpen mit nachträglicher Wärmezufuhr zum Schmelzen des Flußmittelsalzes ist demnach neu.
  • Bei der schweizerischen Patentschrift 237 042 wird das Verfahren zur Rückgewinnung des Aluminiums aus Aluminiumschlacke durch Behandlung der Aluminiumschlacke mit einem Flußmittel aus Natriumchlorid, Kaliumehlorid und Fluorid angeführt, jedoch wird dieses Verfahren als äußerst kostspielig dargestellt. Als weiterer Nachteil von so zusammengesetzten Flußmitteln wird in der schweizerischen Patentschrift angeführt, daß beim Einschmelzen magnesiumhaltiger Legierungen das metallische Magnesium bis auf Spuren entfernt wird.
  • In der vorliegenden Erfindung wurde das Verfahren zum Einschmelzen von Leichtmetallen unter Verwendung solcher Flußmittel und der Erzielung einer vorteilhaften Wirkung weiterentwickelt und somit ein herrschendes Vorurteil überwunden.
  • Aus der deutschen Patentschrift 887 270 ist bekannt, daß erkaltete Krätze durch Mahlen in Kugelmühlen und/oder durch Sieben oder Windsichten in einen metallreicheren und einen metallärmeren Anteil getrennt wird. Diese Patentschrift kann das neue erfindungsgemäße Verfahren, bei dem Krätze oder Schlacke zum Zwecke des Zerkleinerns umgewälzt wird, und zwar ohne Rücksicht auf den Metallgehalt, nicht nahelegen. Bei dem soeben genannten bekannten Verfahren sind zusätzliche Einrichtungen, wie Kugelmühlen, Siebe oder Windsichter, erforderlich. Im erfindungsgemäßen Verfahren dagegen wird das Umwälzen des Gemisches aus Schlacke und Flußmittel in fester Form im gleichen Drehofen durchgeführt, in dem auch das Schmelzen der Schlacke erfolgt.
  • Aus dem oben angeführten Stand der Technik ist klar ersichtlich, daß das erfindungsgemäße Verfahren neu und technisch fortschrittlich ist. Beispiel 1 Als Beispiel wurden annähernd 193 884 kg Schlacke aus Aluminiumschmelzöfen in einem mit Öl geheizten Drehrohrofen verarbeitet, der um seine horizontale Achse drehbar ist. Der Ofen hat einen Innendurchmesser von 1,20 m und eine Länge von 2,54 m, und in ihm können 0,255 m3 Schlacke pro Ansatz verarbeitet werden. Um diese Schlackenmengen zu behandeln, wurden 96 036 kg gekörntes Flußmittelsalz angewendet. Dieses Flußmittel bestand aus ungefähr 45 °/a Natriumchlorid, 50 % Kaliumchlorid und 5 % Kryolith. Für jeden Ansatz wurde zuerst heiße Schlacke aus einem Umschmelzofen in den erhitzten Drehofen geworfen, während der Ofen mit einer niedrigen Umdrehungsgeschwindigkeit gedreht wurde. Die Schlacke hatte verschiedene Größen von kleinen Klumpen von Walnußgröße bis zu großen Klumpen von der Größe von Wassermelonen, Nachdem die Schlacke in den Ofen eingefüllt war, wurde die Umdrehungsgeschwindigkeit auf 20 U/min erhöht, und das feste Flußmittel wurde hinzugefügt. Zu Anfang mischt eine sehr heftige Umwälz- oder Kaskadenwirkung die Schlacke und das Flußmittel, um die großen Klumpen von Schlacke zu zerbrechen. Sofort nach dem Einfüllen wird der Brenner in die Ofenöffnung gebracht, und die Charge wird 5 bis 15 Minuten erhitzt. Während der Erhitzung des Inhalts wurde das Drehen mit 20 U/min fortgesetzt. In dem Maß, in dem das Flußmittel nach und nach schmilzt, wird die Kaskadenwirkung nach und nach herabgesetzt bis zu einer glatten sanften Rollwirkung. Diese Änderung der Wirkung wird erhalten, ohne daß die Umdrehungsgeschwindigkeit geändert wird. Nach Beendigung der Behandlung wird das Drehen unterbrochen und der Brenner abgedreht. Man läßt dann das geschmolzene Aluminium in Masselformen ablaufen, und zwar durch eine geeignete Abstichöffnung am Boden des Ofens. Nach vielen durchgeführten Versuchen wurde gefunden, daß es möglich war, das Aluminium unterhalb des schwimmenden Rückstandes zu entfernen, und daß der Unterschied in der Viskosität zwischen Aluminium und Rückstand aus Flußmittel und Schlacke es ermöglicht, das Metall aus dem Ofen abzuziehen, ohne daß eine beträchtliche Menge dieses Rückstandes aus dem offenen Abstiehloch abläuft. Man läßt das Aluminium ablaufen, bis' die letzten wenigen Tropfen herauskommen. Es wurde gefunden, daß sich das Abstichloch normalerweise mit Schlacke selbst verstopft, wenn der Metallstrom aufhört, und daß es nicht notwendig ist, den Ofen vor dem Auskippen zu verstopfen. Der Rückstand, der im Ofen ist, wird dann aus dem Drehofen als halbflüssige Masse ausgekippt, indem er um seine Querachse gedreht wird. Das Auskippen wird so schnell wie möglich durchgeführt, so daß der flüssige Anteil des Rückstandes alle harten Klumpen der Schlacke oder Schamottstücke, -die im Ofen enthalten sein können, mitnimmt. Nach richtigem Verarbeiten und richtigem Auskippen ist ein weiteres Reinigen des Drehofens nicht notwendig. Der Ofen wird dann in seine ursprüngliche Stellung zur Verarbeitung eines neuen Ansatzes zurückgebracht. Es wurden annähernd 124 575 kg Aluminiummasseln erhalten. Die gesamte in der Schlacke enthaltene Aluminiummenge war ungefähr 132 276 kg, was eine Rückgewinnung von ungefähr 94°/o bedeutet. Dies ist bedeutend besser als die Ausbeuten, die nach den bekannten Verfahren erhalten wurden. Eines der besten bekannten Verfahren ist dasjenige, bei welchem ein Teil des feinzerkleinerten Aluminiums in der Schlacke verbrannt wird, um die notwendige Wärme zu schaffen. Wie schon erwähnt, sind die besten Ausbeuten, die b--i diesem letzteren Verfahren erhalten werden, im Bereich von 75 bis 70°/o mit einem Durchschnitt von weniger als 60"/,.
  • Beispiel 2 In diesem Falle wurden 505 174 kg Schlacke aus Aluminiumschmelzöfen in dem Drehofen des vorigen Beispiels behandelt. Die Zusammensetzung des Flußmittelsalzes und die Betriebsbedingungen und Vorgänge waren die gleichen wie im Beispiel 1. Die Menge des körnigen Flußmittelsalzes, die in diesem Beispiel verwendet wurde, war 255 238 kg. Das Gesamtmetall in den 505 174 kg der Schlacke betrug 309 Oll kg. Die Bearbeitung der Schlacke ergab 289 435 kg, was eine Ausbeute von ungefähr 93,5°/o darstellt.
  • Eine geeignete Vorrichtung zur Durchführung des obigen Verfahrens besteht aus einem Drehofen, Mitteln zum Drehen des Ofens um seine Achse während der Behandlung, Mitteln zum Kippen des Ofens um seine Querachse, um den Rückstand aus dem Ofen auszukippen, und möglicherweise, um das geschmolzene Aluminium aus dem Ofen abzustechen. Zusätzlich zu einem geeigneten Brenner können Mittel vorgesehen sein, welche während der Bearbeitung über der Öffnung in einem Ende des Ofens in Stellung gebracht werden können und welche aus dieser Stellung bewegt werden können, wenn es gewünscht ist, den Ofen zu füllen. Außerdem können geeignete Mittel zum Einfüllen und zur Entfernung von Dämpfen, wie Leitungen, vorgesehen sein.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Rückgewinnung von Aluminium aus Aluminiumschlacke durch Behandlung mit einem Flußmittel aus Natriumchlorid, Kaliumchlorid und/oder Fluorid in einem Drehofen, dadurch gekennzeichnet, daß man den vorgeheizten Drehofen mit noch heißer und teilweise in Form großer Klumpen vorliegender Aluminiumschlacke beschickt, daß man anschließend die Aluminiumschlacke mit festem Flußmittel so umwälzt, daß durch heftige Kaskadenwirkung die Schlackenklumpen zerbrechen, und daß man danach durch Wärmezufuhr das Flußmittel schmilzt und das Gemisch sanft umwälzt, wobei man in Gegenwart einer solchen Menge an Flußmittelschmelze arbeitet, daß sich auf der angesammelten Aluminiumschmelze ein Schutzüberzug bildet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Drehofen sowohl vor als auch nach dem Schmelzen des Flußmittels mit einer Geschwindigkeit von 20 U/min umwälzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gewichtsverhältnis von Flußmittel zu nichtmetallischen Bestandteilen der Aluminiumschlacke zwischen 1:1 und 3:1, vorzugsweise 2:1, einhält.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Flußmittel verwendet, welches im wesentlichen aus 15 bis 75 Gewichtsprozent Natriumchlorid, 25 bis 85 Gewichtsprozent Kaliumchlorid und etwa 5 Gewichtsprozent Kryolith, vorzugsweise aus 45 Gewichtsprozent Natriumchlorid, 50 Gewichtsprozent Kaliumchlorid und 5 Gewichtsprozent Kryolith, besteht.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Dauer der Wärmezufuhr auf 5 bis 15 Minuten bemißt.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem Schmelzen des Flußmittels eine Temperatur zwischen 732 und 816°C, vorzugsweise zwischen 760 und 788'C, einhält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 887 270, 1 115 466; schweizerische Patentschrift Nr. 237 042; K. S c h n e i d e r, »Die Verhüttung von Aluminiumschrotte, 2. Auflage, 1957, S. 108/109 und 151.
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