DE1193271B - Differenzdruckmessgeraet - Google Patents
DifferenzdruckmessgeraetInfo
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- DE1193271B DE1193271B DEA33384A DEA0033384A DE1193271B DE 1193271 B DE1193271 B DE 1193271B DE A33384 A DEA33384 A DE A33384A DE A0033384 A DEA0033384 A DE A0033384A DE 1193271 B DE1193271 B DE 1193271B
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01L—MEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
- G01L7/00—Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measuring Fluid Pressure (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
193 271 Int. CL:
GOIl
Deutsche Kl.: 42 k-12/01
Nummer: 1193 271
Aktenzeichen: A 33384IX b/42 k
Anmeldetag: 28. November 1959
Auslegetag: 20. Mai 1965
Die Erfindung betrifft ein Differenzdruckmeßgerät mit einem einzigen Dreckmeßelement (Membran), an
das ein schwenkbarer Hebel angelenkt ist, der zur Übertragung des Meßhubs aus der einen der beiden
Druckkammern nach außen durch einen auf Biegung beanspruchten Wellrohr-Dichtkörper hindurchgefühlt
ist.
Es sind Differenzdruekmeßgeräte mit einer Membran und einem schwenkbar gelagerten Hebel bekannt,
der über ein Hebelgelenk mit der Membran verbunden und durch ein auf Biegung beanspruchtes
Wellrohr in den Außenraum geführt ist. Diese Anordnung ist jedoch für die Messung kleiner Differenzdrücke
ungeeignet, da der Meßhebel nicht reibungsfrei gelagert ist.
Es sind auch bereits Differenzdruckmesser mit zwei Membranen bekannt, bei denen der Meßhebel reibungsfrei
mittels einer Blattfeder beweglich gelagert ist. Audi derartige Geräte erlauben jedoch nicht,
minimale Druckdifferenzen bei hohem statischem Druck zu messen, da bei solchen Anordnungen das
Membranmaterial wegen der an ihm auftretenden hohen Druckdifferenz relativ steif ausgebildet werden
muß. Bei allen bekannten Differenzdruckmessern der oben angegebenen Art machen sich außerdem
Hystereseerscheinungen störend bemerkbar. Diese Erscheinungen, die sich über den ganzen Meßbereich
erstrecken können, bewirken eine nicht reproduzierbare Anzeige der einzelnen Meßwerte. Es wurde
gefunden, daß sich die erwähnten Schwierigkeiten in konstruktiv einfacher Weise weitgehend beheben
lassen, indem die durch elastische Mittel gelagerten Hebelsysteme zur Übertragung der Bewegungen des
Druckmeßorgans ständig auf Zug beansprucht werden, so daß Hystereseerscheinungen, die sich auf
Grund der Lagerung der Hebelsysteme ergeben, weitgehend verhindert werden.
Erfindungsgemäß wird daher ein Differenzdruckmanometer der oben angegebenen Art vorgeschlagen,
das sich dadurch kennzeichnet, daß der Übertragungshebel an der dem Wellrohr-Dichtkörper
gegenüberliegenden Seite in der Druckkammer in bekannter Weise mittels einer Blattfeder gelagert
ist.
Die Vermeidung der Hysterese macht die genaue Messung sehr geringer Druckdifferenzen möglich.
Da das Gerät für hohe Empfindlichkeiten mit einer entsprechend empfindlichen, also dünnen Membran
und feingliedrigen Übertragungsorganen ausgebildet werden muß, wird das Gerät zweckmäßig mit einer
zweiseitig wirkenden Überdrucksicherung ausgerüstet. Auf diese Weise kann mit Sicherheit vermieden wer-Differenzdruckmeßgerät
Anmelder:
Continental Elektroindustrie Aktiengesellschaft,
Askania-Werke,
Berlin-Mariendorf, Großbeerenstr. 2-10
Als Erfinder benannt:
Richard Schulz, Berlin
Richard Schulz, Berlin
den, daß durch Überlastung der empfindlichen Teile erneut Hystereseerscheinungen auftreten.
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel eines Differenzdruckmanometers nach der Erfindung zur
Erläuterung dargestellt.
Es besteht im wesentlichen aus einer Metallfedermembran 1, die einen Druckraum 2 in zwei Teile
teilt. Die als Maß des wirksamen Druckes bzw. Differenzdruckes dienende Durchbiegung der Membran
1 wird nach außen mittels eines Hebelsystems übertragen, das aus einem einseitig gelenkig eingespannten
Übertragungshebel 3 besteht, der mit der Federmembran über eine Stoßstange 4 verbunden ist.
Der Hebel 3 ist an einer Blattfeder 5 im Innern des Druckraumes 2 gelagert, die auf Biegung beansprucht
wird und deren Federlängsachse in Richtung des Hebels 3 ausgerichtet ist. Die Wandungen 6 der
Druckkammer 2 weisen eine Ausnehmung 7 auf, durch die der Hebel 3 geführt ist. Als druckdichte
Durchführung von der hier unter einem Meßdruck stehenden Kammer 2 nach außen dient das auf Biegung
beanspruchte Wellrohr 8, das mit seinem einen Ende mit dem Hebel 3 und mit dem anderen Ende
mit dem Gehäuse 6 druckdicht verbunden ist. Die Bewegung des aus dem Wellrohr herausragenden
Übertragungshebels wird über ein Übersetzungsgestänge auf einen Zeiger übertragen oder aber beispielsweise
auch zur Betätigung eines elektrischen Abgriffs od. dgl. benutzt. Die Nullstellung des Zeigers
bzw. des Hebels 3 wird durch eine Stellschraube (nicht dargestellt) od. dgl. eingestellt. Dem Druckraum
2 werden über Zuleitungen 9,10 die jeweils zur Messung gelangenden Drücke zugeführt.
Mit der beschriebenen Anordnung lassen sich auch bei hohen statischen Drücken sehr kleine Differenzdrücke
mit großer Genauigkeit messen. Die Höhe
509 570/188
des zulässigen statischen Druckes hängt lediglich von der Bemessung und Gestaltung der einzelnen Bauteile
ab. Die zur Lagerung des einarmigen Hebels 3 dienende Blattfeder steht unter einer ständigen Zugwirkung,
die durch das Wellrohr 8 erzeugt und unter den Hebel 3 auf die Blattfeder übertragen wird.
Um die Meßmembran 1 vor Beschädigung bei einseitigem Überdruck zu schützen, ist in Ausgestaltung
der Erfindung eine Überdrucksicherung 11 vorgesehen, die im Bedarfsfall einen Beipaß 12 öffnet
und einen Druckausgleich in beiden Druckkammern herbeiführt.
Wie aus der Figur zu entnehmen ist, besteht die Überdrucksicherung 11 aus einem Gehäuse 13, in
dem zwei federbelastete Ventile 14 und 15 angeordnet sind. Übersteigt z. B. der an der Federmembran
wirksame Differenzdruck den Endwert des Anzeigedruckes, so wird das untere Ventil 15 geöffnet und
ein Druckausgleich in den beiden Membrankammern herbeigeführt. Die Vorspannung der Ventilfedern 16
und 17 wird jeweils dem Differenzdruckendwert entsprechend eingestellt. Das obere Ventil 14 bleibt geschlossen.
Übersteigt dagegen der Druck in der Minusleitung 9 den Plusdruck, so öffnet sich sofort
das obere Ventil 14 und gibt die Verbindung zur Plusseite frei. Die Federvorspannung ist derart gering,
daß das Ventil bereits bei kleinsten Drücken anspricht.
Bei Geräten, bei denen der Nullpunkt nicht am Ende, sondern in der Mitte einer Skala od. dgl. liegt,
haben beide Ventilfedern gleiche Vorspannungen. Im übrigen können als Druckmeßmittel auch Falten
bälge oder andere gebräuchliche Mittel Anwendung finden.
Claims (3)
1. Differenzdruckmeßgerät mit einem einzigen Druckmeßelement (Membran), an das ein
schwenkbarer Hebel angelenkt ist, der zur Übertragung des Meßhubes aus der einen der beiden
Druckkammern nach außen durch einen auf Biegung beanspruchten Wellrohr-Dichtkörper hindurchgeführt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Übertragungshebel (3) an der dem
Wellrohr-Dichtkörper (8) gegenüberliegenden Seite in der Druckkammer (2) in bekannter Weise
mittels einer Blattfeder (5) gelagert ist.
2. Differenzdruckmeßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden in den
Druckraum (2) einmündenden Druckleitungen (9, 10) durch eine zweiseitig wirkende Überdrucksicherung
(11) über einen Bypaß (12) miteinander verbunden sind.
3. Differenzdruckmeßgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum (2)
mit dem Druckmeßorgan (1) und die Überdrucksicherung (11) in einem gemeinsamen Gehäuse
angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 234 871, 318 550;
USA.-Patentschrift Nr. 2 078 277;
Archiv für technisches Messen (ATM), J1233-9, Mai 1959, S. 103.
Deutsche Patentschriften Nr. 234 871, 318 550;
USA.-Patentschrift Nr. 2 078 277;
Archiv für technisches Messen (ATM), J1233-9, Mai 1959, S. 103.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 570/18S 5.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA33384A DE1193271B (de) | 1959-11-28 | 1959-11-28 | Differenzdruckmessgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA33384A DE1193271B (de) | 1959-11-28 | 1959-11-28 | Differenzdruckmessgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1193271B true DE1193271B (de) | 1965-05-20 |
Family
ID=6928140
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA33384A Pending DE1193271B (de) | 1959-11-28 | 1959-11-28 | Differenzdruckmessgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1193271B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3235947A1 (de) * | 1982-05-29 | 1983-12-01 | Jan Dipl.-Ing. 2071 Todendorf Christlieb | Halter fuer einen mit einem gasfoermigen oder fluessigen fluid beaufschlagbaren insbesondere elektronischen druckaufnehmer |
| DE9314579U1 (de) * | 1993-09-29 | 1993-12-09 | Walcher Meßtechnik GmbH, 79199 Kirchzarten | Differensdruck-Meßumformer |
| DE10105230A1 (de) * | 2001-02-02 | 2002-08-29 | Endress & Hauser Gmbh & Co Kg | Differenzdrucksensor mit Überlastsicherung |
| US6595064B2 (en) | 2000-07-26 | 2003-07-22 | Endress + Hauser Gmbh + Co. | Capacitive pressure sensor |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE318550C (de) * | ||||
| DE234871C (de) * | ||||
| US2078277A (en) * | 1934-11-27 | 1937-04-27 | Socony Vacuum Oil Co Inc | Differential pressure gauge |
-
1959
- 1959-11-28 DE DEA33384A patent/DE1193271B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE318550C (de) * | ||||
| DE234871C (de) * | ||||
| US2078277A (en) * | 1934-11-27 | 1937-04-27 | Socony Vacuum Oil Co Inc | Differential pressure gauge |
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| DE3235947A1 (de) * | 1982-05-29 | 1983-12-01 | Jan Dipl.-Ing. 2071 Todendorf Christlieb | Halter fuer einen mit einem gasfoermigen oder fluessigen fluid beaufschlagbaren insbesondere elektronischen druckaufnehmer |
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| US6595064B2 (en) | 2000-07-26 | 2003-07-22 | Endress + Hauser Gmbh + Co. | Capacitive pressure sensor |
| DE10105230A1 (de) * | 2001-02-02 | 2002-08-29 | Endress & Hauser Gmbh & Co Kg | Differenzdrucksensor mit Überlastsicherung |
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