-
Luftkissenfahrzeug Die Erfindung bezieht sich auf ein Luftkissenfahrzeug
mit einer um den Umfang des Fahrzeuges herum unter einer Umfangsdüse angeordneten
biegsamen Schürzenanordnung mit einer Luftführung von der Düse durch die Schürze
zu öffnungen am unteren Ende zur Bildung eines Luftvorhanges.
-
Bei bekannten Luftkissenfahrzeugen dieser Art besteht die Schürzenanordnung
aus fest miteinander verbundenen längeren Abschnitten, so daß bei kleineren Beschädigungen
der Schürzen größere Ab# schnitte ausgewechselt werden müssen. Die Befestigung der
Abschnitte an dem Ausgang der Umfangsdüse ist verhältnismäßig schwierig und die
Unterteilung einer Doppelschürze durch Zwischenwände zur Bildung druckluftführender
Kanäle ist verhältnismäßig umständlich und teuer.
-
Es sind ferner Luftkissenfahrzeuge mit einer an dem festen Boden des
Fahrzeuges endenden Umfangsdüse bekannt, bei denen von dem Boden nach unten vorstehende,
biegsame Längskiele vorgesehen sind. Diese durchgehenden Längskiele haben die gleichen
Nachteile wie die durchgehende Schürzenanordnung entlang der Umfangsdüse.
-
Es ist ferner bei Luftkissenfahrzeugen bekannt, um den äußeren Rand
des Fahrzeu-es herum nach unten von dem Boden vorstehende stangenförmige oder schlauchfönnige
Organe reihenweise vorzusehen, die in einem derartigen Abstand voneinander angeordnet
sind, daß die Luft aus dem Luftkissen wenig gehindert nach außen entweichen kann.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine als Sperre für das
Luftkissen dienende durchgehende Schürzenanordnung vorzusehen, die aber eine solche
Unterteilung aufweist, daß beim Auftreffen auf Hindernisse nur ein der Breite des
Hindernisses entsprechender Teil der Schürzenanordnung ausweichen kann, so daß die
Luftsperre für das Luftkissen im wesentlichen aufrechterhalten bleibt. Außerdem
soll es durch die Erfindung ermöglicht werden, bei einer Beschädigung nur so viel
von der Schürzenanordnung auswechseln zu müssen, wie durch die Beschädigung betroffen
ist.
-
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Schürzenanordnung
aus elastischen, nebeneinander und elastisch angeordneten, sich gegenseitig auf
ihrer ganzen Länge verfonnend oder nicht verformend abstützenden Rohren besteht,
wobei der Innenraum der Rohre zur Luftführung dient. Diese sich auf ihrer Oberfläche
gegeneinander abstützenden, um den ganzen Umfang des Fahrzeuges herum angeordneten
Rohre werden durch die durch sie hindurchgeschickte Druckluft zum Aufbau und Erhalten
des Luftkissens so fest gegeneinandergedrückt, daß dadurch eine durchgehende Sperre
für das Luftkissen gebildet wird. Trifft eine solche Schürzenanordnung auf ein Hindernis
auf, biegen nur so viel Rohre nach hinten aus, wie der Breite des Hindernisses entsprechen,
während alle anderen Rohre fest gegeneinandergedrückt bleiben. Treten Beschädigungen
an den Rohren auf, s o brauchen nur so viel Rohre ausgewechselt zu werden, wie beschädigt
worden sind.
-
Die oberen Enden der Rohre sollen gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung
abnehmbar mit übergangsstücken verbunden sein, die mit dem Ende der Düsenführung
der Unterseite des Fahrzeugs verbunden sind. Dadurch wird ein Befestigen und Auswechseln
der Rohre sehr erleichtert.
-
Ferner soll der übergangsteil aus Gruppen von sich abstützenden Verbindungsstücken
bestehen, die mit entsprechenden Gruppen von biegsamen Rohren zusammengesetzt sind.
Dadurch wird die Anordnung und dir, Herstellung der Schürzenanordnung weiterhin
vereinfacht und verbilligt.
-
Ferner soll mindestens ein Teil der Rohre eine Neigung nach hinten
zusätzlich zu einer Neigung nach innen aufweisen, so daß die aus diesen nach hinten
geneigten Rohren austretende Druckluft mit zum Vorwärtsantrieb des Fahrzeuges benutzt
werden kann.
-
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt.
-
F i g. 1 zeigt schematisch ein Luftkissenfahrzeug in Draufsicht;
F
i g. 2 ist ein schematischer Schnitt nach der Linie 11-II der F i
g. 1;
F i g. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 111-111 der F ig. 2;
F i g. 4 zeigt in vergrößertem Maßstab einen Teil des Randes des Fahrzeuges
mit der Düsenanordnung im Schnitt; F i g. 5 ist ein Schnitt nach der Linie
V-V der F ig. 4; F i g. 6 ist ein Schnitt nach der Linie VI-VI cTe-r F i
g. 4; F i g. 7 und 8 zeigen in Ansicht abgeänderte Ausführungsformen.
-
# In F i g. 1 und 2 ist das Luftkissenfahrzeug 1 mit
einer Pilotenkabine 9 und einem mittleren Lufteinlaß 2 mit einem von einer
Maschine 4 angetriebenen Gebläse 3 versehen. Das äußere Gehäuse
5
und das innere Gehäuse 6 erstrecken sich radial von dem Lufteinlaß,
2 nach außen und bilden zusammen die äußere und innere Wandung einer ringförmigen
Führung 19, die um die untere Seite des Fahrzeuges 1
herum in eine
Umfangsdüse 7 übergeht.
-
Die in den F! g. 2, 3 und 4 dargestellte Umfangsdüse
7, die beispielsweise nach innen zur Mitte des Fahrzeuges 1 geneigt
ist, ist in dem erforderlichen Maß durch eine Mehrzahl elastischer Rohre
11 aus Gummi, gummiertern Stoff, mit Textil verstärktem Gummistoff, Kunststoff
oder irgendeinem gleichen biegsamen natürlichen oder synthetischen Material verlängert,
wobei die Wandungen entweder parallel verlaufen oder sich gegen das untere Ende
hin konisch verjüngen und damit in eine Düse 12 übergehen. Die Rohre werden so eingebaut,
daß sie sich tangential miteinander berühren und durch geeignete Mittel mit den
Wandungen der Umfangsdüse 7 verbunden werden können. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel werden Hülsen oder übergangsstücke 10 verwendet, die
so ausgeführt sind, daß sie an ihrem oberen Ende quadratisch oder rechteckig im
Querschnitt sind und sich der Form der Umfangsdüse 7 anpassen und dann allmählich
in einen runden Querschnitt an dem unteren Ende übergehen, wo sie die elastischen
Rohre 11 aufnehmen.
-
Bei F i g. 5 stützen sich die Hülsen oder übergangsstücke.
10 unter Oberflächenberührung gegeneinander ab, und sind auf der Innenseite
der Umfangsdüse 7 beispielsweise durch Schrauben, Schraubenbolzen oder Federklemmen
derart befestigt, daß ein luftdichter Abschluß an den Verbindungsstellen erreicht
wird. In gleicher Weise können die biegsamen Rohre 11 an dem äußeren unteren
Ende der übergangsstücke 10 durch Klemmen 18 oder auf andere Weise
befestigt werden, wobei diese Verbindung ebenfalls im wesentlichen luftdicht sein
soll.
-
Bei den F i g. 4 und 6 ist eine Verbindung zwischen
den unteren Enden der biegsamen Rohre und dem Boden des Fahrzeuges durch eine biegsame
Meinbrane 13 unter Benutzung von Haltebügeln 14 vorgesehen, wodurch die biegsamen
Rohre 11 entgegen dem Luftdruck des Kissens 17 und einer Düsenreaktionskraft
bei 12 nach innen gehalten werden. Die biegsame Wand 13 soll ebenfalls aus
Gummi, einer gummierten Ware oder einem ähnlichen biegsamen Material bestehen und
ist mit Lüftungslöchern 15 und Wasserablauflöchern. 16 versehen, die
ebenfalls mit einfachen, nicht dargestellten Rückschlagventilen aus Gummi
oder gummiähnlichem Material versehen sein können, um ein Ansammeln von Wasser in
dem durch die biegsamen Rohre 11, die, biegsame Wand 13 und den Fahrzeugboden
8 gebildeten Hohlraum zu verhindern.
-
Zwei oder mehr Hülsen oder übergangsstücke 10
können auch ebenso
wie die Rohre 11 zu Gruppen zusammengefaßt und in Gruppen hergestellt werden.
-
Bei einer abgeänderten Ausführungsform kann jede Hülse oder jedes
Übergangsstück zwei biegsame an ihren Berührungsstellen miteinander verbundene und
einen Querschnitt in Form einer Acht aufweisende Rohre, enthalten. Solche Rohre
werden so unter der Umfangsdüse angeordnet, daß die Vorhangluft am Rohraustritt
eine innere und äußere Sperre für die, Kissenluft bildet.
-
F i g. 7 zeigt eine weiterhin abgeänderte Ausführungsform,
bei welcher die Hülsen oder übergangsstücke 10 zusammen mit den biegsamen
Rohren 11 in Ansicht von vom sowohl als auch von der Seite senkrecht angeordnet
sind, während die weitere Ausführungsform nach F i g. 8 zeigt, daß die Hülsen
10 und Rohre 11 in einem Winkel auf das Heck des Fahrzeuges zu geneigt
sind. Sie können weiterhin nach innen gegen die Mitte des Fahrzeuges eine Neigung
haben.
-
Beim Betrieb wird die durch das Gebläse 3 angesaugte Luft in
der ringförmigen Führung 19 zwischen dem inneren Gehäuse 6 und dem
äußeren Gehäuse 5 komprimiert. Sie wird dann entlang der Führung
19 zu den biegsamen Rohren 11 gedrückt und strömt an deren unterem
Ende aus. Die aus der Düse 12 ausströmende Hochdruckluft erfüllt einen doppelten
Zweck, indem sie Luft dem Luftkissen 17 zuführt und ferner eine Sperre bildet,
die das Entweichen von Luft aus dem Luftkissen 17 um den Umfang des Fahrzeuges
1 herum herabsetzt.
-
Die biegsamen Rohre 11 sind innerhalb der Umfangsdüse
7 so dicht nebeneinander angeordnet, daß sie- miteinander in tangentialer
Berührung stehen. Wenn komprimierte Luft durch die Rohre 11 geschickt wird,
werden sie wie ein Schlauch aufgeblasen. Dadurch wird die Druckberührung mit den
benachbarten Rohren erhöht. Somit bildet die biegsame Verlängerung der Umfangsdüsen
7 eine durchgehende Sperre, und das Luftkissen 17 kann nicht zwischen
den Rohren 11 entweichen. Die biegsamen Rohre können nicht durch den Kissendruck
und die Düsenreaktion nach außen ausbiegen, da sie durch die biegsame Membrane
13 daran gehindert werden, die mit den Rohren 11 durch die Bügel 14
verbunden ist.
-
Bei einer Vorwärtsfahrt in geringer Höhe, also kleinem Abstand vom
Boden, kann sich ein Rohr oder eine Gruppe von Rohren 11 bei einem Auftreffen
auf eine Welle oder ein Hindernis nach hinten oder zur Seite ausbiegen. Dadurch
wird das Fahrzeug selbst nicht beschädigt, und die Rohre 11 kehren unterstützt
durch den Kissendruck und die Reaktion von den Düsen 12 her in ihre normale senkrechte
Lage zurück, wobei sie in dieser Lage durch die biegsame Wand 13 oder den
in den Rohren wirkenden Luftdruck gehalten werden. Bei den an dem Heck oder dem
hinteren Rand des Fahrzeuges 1 angeordneten biegsamen Rohren besteht die
Neigung, nach rückwärts auszuknicken. In diesen Fällen können elastische oder durch
Federn unterstützte Spannglieder verwendet werden, um diese Rohre 11 in ihre
normale Lage zurückzubringen, was eine Bewegung entgegen dem Kissendruck
17 bedeuten würde.
Die Lüftungslöcher 15 und Wasserablauflöcher
16
dienen ferner noch dazu, ein Zusammenballen der biegsamen Zwischenwand
13 zu erleichtern, wenn das Fahrzeug auf einer harten Oberfläche anlandet.