DE602004002355T2 - Kraftfahrzeug mit im vorderen Querträger integrierter Zahnstangenlenkung - Google Patents
Kraftfahrzeug mit im vorderen Querträger integrierter Zahnstangenlenkung Download PDFInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft im allgemeinen Kraftfahrzeuge. Genauer betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug, ein Gestell mit zwei Armen zur Abstützung gegenüberliegender seitlicher Räder und einen mit zwei Armen verbundenen Querträger umfassend, und eine elektrische Lenkvorrichtung, mit der die Räder, die eine querliegende Zahnstange umfassen, gesteuert werden können.
- Derartige Fahrzeuge sind nach dem Stand der Technik bekannt. Insbesondere die Patentschrift
offenbart ein Gestell in Blockkonstruktion, das ein geformtes Zahnstangen-Gehäuse umfasst.FR 2 615 458 - Derartige Gestelle sind schwer, und Eingriffe an der Lenkzahnstange sind deswegen schwierig, weil das Gehäuse nicht demontiert werden kann. Das Patent US 2003/10722 A beschreibt ein Fahrzeug gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
- In diesem Zusammenhang hat die vorliegende Erfindung die Aufgabe, die oben genannten Nachteile zu überwinden.
- Zu diesem Zweck weist das erfindungsgemäße Fahrzeug die Merkmale von Anspruch 1 auf.
- In einer möglichen Ausführungsform der Erfindung wird der Querträger von zwei aneinander montierten Halbschalen gebildet.
- Die Zahnstange umfasst vorzugsweise ein querliegendes, im Querträger starr verbundenes Gehäuse und einen beweglichen Steuermechanismus im Gehäuse.
- Das Gehäuse ist in vorteilhafter Weise durch verbolzte Stangen mit den zwei Halbschalen starr verbunden.
- Die Lenkvorrichtung ist zum Beispiel elektrisch und umfasst einen im Querträger angeordneten Motor.
- Vorzugsweise umfasst die Lenkvorrichtung einen bordinternen Rechner, der im Querträger angeordnet ist.
- Der Rechner ist in vorteilhafter Weise derart am Querträger kontaktbildend befestigt, dass die von diesem Rechner abgegebene thermische Energie teilweise durch Ableitung in den Querträger abgeführt wird.
- Zum Beispiel umfasst der Querträger Öffnungen zur Belüftung des Innenraums des Querträgers.
- Der Querträger weist in vorteilhafter Weise ein Profil auf, das geeignet ist, um auf den Rädern eine dynamische Abstützung zu schaffen.
- Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich klar aus der nachfolgenden Beschreibung derselben, die hinweisend und keinesfalls beschränkend ist und sich auf die anliegenden Figuren bezieht, von denen:
- die
1A und1B perspektivische Ansichten von Gestellen nach dem Stand der Technik mit der verbundenen Lenkvorrichtung sind, wobei der Auspufftopf des Fahrzeugs jeweils über und unter dem Querträger verläuft, - die
2 eine Darstellung im Querschnitt des Gestells und der Zahnstange der1A und1B ist, - die
3 eine Darstellung im Querschnitt des Querträgers und der Zahnstange eines anderen Fahrzeugs ist, - die
4 eine Darstellung im Längsschnitt gemäß der Pfeile IV von3 ist, - die
5 eine ähnliche Darstellung einer erfindungsgemäßen Ausführungsform wie auf4 ist, und - die
6 ein Prinzipschema ist, das anhand einer Darstellung, die der auf4 ähnlich ist, den dynamischen Abstützeffekt zeigt, den man durch Profilierung des Querträgers erhält. - Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug eines Typs, der, wie die
1A und1B zeigen, ein Gestell1 mit zwei Armen10 zur Abstützung von Rädern und einen mit den zwei Armen10 verbundenen Querträger20 umfasst, und eine Lenkvorrichtung3 , mit der die Räder gesteuert werden können, wobei diese Vorrichtung eine querliegende Zahnstange30 umfasst. - Die Arme
10 verlaufen etwa längs und sind an den beiden gegenüberliegenden Seiten des Fahrzeugs angeordnet. Sie tragen die Raddreiecke (nicht dargestellt), an denen die Vorderradschenkel befestigt sind. - Das Fahrgestell des Fahrzeugs ist an den Armen anhand von nicht dargestellten Stoßdämpfern aufgehängt.
- Die Lenkvorrichtung
3 umfasst in bekannter Weise ein Lenkrad (nicht dargestellt), eine rotierend mit dem Lenkrad verbundene Lenksäule41 , eine Übersetzungsvorrichtung42 , welche die Drehbewegung der Lenksäule41 in eine querverschiebende Bewegung der Zahnstange30 umwandelt, Steuerstangen43 , die an den beiden gegenüberliegenden Seiten der Zahnstange30 angeordnet sind und von der Zahnstange30 verschiebend angetrieben werden, und Zapfen-Steuervorrichtungen (nicht dargestellt), welche die Verschiebebewegung der Steuerstangen43 in eine Schwenkbewegung der Räder umwandeln. - Der Querträger
20 ist über den Armen10 derart angeordnet, dass das Gestell, von vorn gesehen, das heißt von der Vorderseite des Fahrzeugs, eine so genannte Glockenform aufweist. Er ist an zwei gegenüberliegenden Enden starr auf den Armen10 befestigt. - Der Querträger
20 weist erfindungsgemäß die Form einer hohlen Schale auf, wobei die Zahnstange30 im Querträger20 angeordnet ist. - Genauer gesagt, wird der Querträger
20 von zwei aneinander montierten Halbschalen21 gebildet. - Diese Halbschalen
21 bilden den oberen und unteren Teil des Querträgers20 , wie die3 und4 zeigen. Sie weisen jeweils eine konkave Form auf und sind derart aneinander montiert, dass diese Konkavitäten zueinander gedreht sind. - Jede Halbschale
21 weist querliegende Ränder vorn und hinten211 und212 auf und sind derart aneinander montiert, dass ihre jeweiligen vorderen Ränder211 gegeneinander gedrückt sind und dass ihre jeweiligen hinteren Ränder212 ebenfalls gegeneinander gedrückt sind. - Die Kontaktfläche zwischen den beiden Halbschalen
21 , die durch die vorderen und hinteren Ränder211 und212 verläuft, ist praktisch horizontal. - Wie
4 zeigt, sind die vorderen Ränder211 von Schrauben/Mutter-Baugruppen23 aneinander befestigt, ebenso wie die hinteren Ränder212 . - Die Zahnstange
30 umfasst ein querliegendes, im Querträger20 starr verbundenes Gehäuse31 und einen durch Verschiebung beweglichen Steuermechanismus im Gehäuse31 . Dieser Steuermechanismus besteht zum Beispiel aus einer Verlängerung einer der Steuerstangen43 . Die Übersetzungsvorrichtung42 umfasst typischerweise ein Ritzel, das von der Lenksäule41 rotierend angetrieben wird, und einen formgezahnten Teil des Steuerstabs43 , der in das Ritzel eingreift. - Genauer gesagt ist das Gehäuse
31 mit den zwei Halbschalen21 durch verbolzte Stangen35 starr verbunden. Wie die3 und4 zeigen, umfasst die Zahnstange zylindrische Befestigungsteile36 , die auf dem Gehäuse31 starr befestigt sind und jeweils eine mittige Bohrung aufweisen. - Diese Befestigungsteile
36 erstrecken sich senkrecht im Gehäuse31 , zwischen den zwei Halbschalen21 , auf die sie sich abstützen. Sie verhalten sich zu den Halbschalen21 etwa normal. - Die verbolzten Stangen
35 durchqueren die Bohrungen der Befestigungsteile36 und die zwei Halbschalen21 . An beiden gegenüberliegenden Enden jeder Stange35 sind Muttern351 derart verschraubt, dass sich die Halbschalen21 zwischen den Muttern351 und den Enden des Befestigungsteils36 befinden. - Die Zahnstange umfasst typischerweise zwei Befestigungsteile
36 . - In der auf den
5 und6 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die Lenkvorrichtung3 elektrisch und umfasst einen Motor, der im Querträger20 angeordnet ist. - Die Lenkvorrichtung
3 kann ebenfalls einen bordinternen Rechner34 umfassen, der ebenfalls im Querträger20 angeordnet ist. - Es ist demnach besonders vorteilhaft, den Rechner mit einer der Halbschalen
21 des Querträgers20 derart kontaktbildend zu befestigen, dass die von diesem Rechner abgegebene thermische Energie teilweise durch Ableitung in die besagte Halbschale abgeführt wird. - Diese Halbschalen sind demnach vorzugsweise aus einem gut wärmeleitenden Material wie Stahl gefertigt.
- Man wird feststellen, dass, wie auf der
5 dargestellt, ein kontinuierlicher Luftstrom außen am Querträger20 vorbeistreicht, wenn sich das Fahrzeug fortbewegt. Dieser Strom verursacht eine Zwangskonvektion, welche die Ableitung der vom Rechner abgegebenen und durch Ableitung in die Halbschale21 übertragenen Wärme fördert. - Wie
5 weiterhin zeigt, umfasst der Querträger20 Öffnungen22 zur Belüftung des Innenraums des Querträgers20 . - Lufteingangsöffnungen
22 sind in eine Vorderseite der Halbschale21 eingearbeitet, die den unteren Teil des Quer trägers bildet, und Luftausgangsöffnungen22 sind in eine Rückseite derselben Halbschale21 eingearbeitet. - Klappen
221 ermöglichen, die eintretende Luft in Richtung Rechner zu kanalisieren, und die austretende Luft in Richtung der Ausgangsöffnungen22 . - Damit wird eine Zwangskonvektion um den Rechner
34 geschaffen, welche die Ableitung der abgegebenen Wärme fördert. - Schließlich weist der Querträger
20 ein Profil auf, das geeignet ist, um auf den Rädern eine dynamische Abstützung zu schaffen, wie die6 zeigt. Der Querschnitt durch den Querträger20 in senkrechter Ebene zur Querrichtung ist abgeflacht und wie ein Mund geformt, in Längsrichtung länger als hoch. Er weist vordere und hintere spitz zulaufende Ränder auf. - Dem Angriffsrand, das heißt dem vorderen Rand, kann ein derartiges Profil verliehen werden, dass die beim Fahren des Fahrzeugs eintretende Luft dazu tendiert, den Querträger
20 in Richtung Boden zu drücken und die Räder in Abstützung zu halten. Die eintretende Luft wird auf der6 von den Pfeilen F1 dargestellt, wobei die Pfeile F2 die vertikale Kraft darstellen, die sich aus dem Druck der Luft auf den Querträger ergibt. - Damit wird gut verständlich, dass das erfindungsgemäße Fahrzeug viele Vorteile aufweist.
- Durch Anordnung der Zahnstange im Querträger verringert sich der Platzbedarf der Baugruppe Gestell-Zahnstange, und man hat mehr Freiheit zur Gestaltung des Durchgangs des Auspuffrohrs
5 . Dieses kann über dem Querträger oder unter diesem zwischen den zwei Armen10 verlaufen. - Im übrigen können bei dieser Anordnung, sofern notwendig, der Querschnitt der Zahnstange vergrößert und größere Kräfte übertragen werden, was nach dem früheren Stand der Technik aufgrund geometrischer Interferenzen mit dem Auspuffrohr
5 nicht möglich war. - Weiterhin bietet ein glockenförmiges Gestell im allgemeinen keine hohe Festigkeit, und es erweist sich oft als notwendig, Verstärkungsstangen hinzuzufügen, die den Abstand der Arme
10 konstant halten. - Durch die Art und Weise der Befestigung des oben beschriebenen Gehäuses der Zahnstange wird diese Steifheit verstärkt, indem in der Mitte des Querträgers zusätzliche Befestigungspunkte zwischen den zwei Halbschalen geschaffen werden.
- Es ist ebenfalls festzustellen, dass die verschiedenen Elemente der Zahnstange und der Rechner vor der vom Auspuffrohr abgegebenen Wärme von den zwei Halbschalen
21 geschützt werden. - Es ist weiterhin zu unterstreichen, dass die erfindungsgemäß angeordnete Zahnstange niedriger ist und weiter vorn liegt als in den Fahrzeugen nach dem früheren Stand der Technik, bei denen die Zahnstange über dem Querträger angeordnet ist, was aus kinetischen Gesichtspunkten vorteilhaft ist.
- Schließlich ist die Zahnstange aufgrund der aus zwei aneinander mit einer Schrauben/Mutter-Baugruppe befestigten Halbschalen bestehenden Struktur des Querträgers problemlos zugänglich. Die Demontage der unteren Halbschale kann sehr einfach und schnell erfolgen.
Claims (8)
- Kraftfahrzeug, ein Gestell (
1 ) mit zwei Armen (10 ) zur Abstützung gegenüberliegender seitlicher Räder und einen mit den zwei Armen (10 ) verbundenen Querträger (20 ) umfassend, und eine elektrische Lenkvorrichtung, mit der die Räder, die eine querliegende Zahnstange (30 ) umfassen, gesteuert werden können, wobei der Querträger (20 ) die Form einer Hohlschale aufweist und die Zahnstange (30 ) im Querträger (20 ) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkvorrichtung (3 ) einen im Querträger (20 ) angeordneten Motor umfasst. - Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (
20 ) von zwei aneinander montierten Halbschalen (21 ) gebildet wird. - Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstange (
30 ) ein querliegendes, im Querträger (20 ) starr verbundenes Gehäuse (31 ) und einen beweglichen Steuermechanismus im Gehäuse (31 ) umfasst. - Fahrzeug nach den kombinierten Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
31 ) durch verbolzte Stangen mit den zwei Halbschalen (21 ) starr verbunden ist. - Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkvorrichtung (
3 ) einen bordinternen Rechner (34 ) umfasst, der im Querträger (20 ) angeordnet ist. - Fahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rechner (
34 ) derart am Querträger (20 ) kontaktbildend befestigt ist, dass die von diesem Rechner (34 ) abge gebene thermische Energie teilweise durch Ableitung in den Querträger abgeführt wird. - Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (
20 ) Öffnungen (22 ) zur Belüftung des Innenraums des Querträgers umfasst. - Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (
20 ) ein Profil aufweist, das geeignet ist, um auf den Rädern eine dynamische Abstützung zu schaffen.
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