DE1192441B - Dreschmaschine, bei welcher der Dresch-trommel eine zinkenfoermige Elemente tragende Trommel nachgeschaltet ist - Google Patents
Dreschmaschine, bei welcher der Dresch-trommel eine zinkenfoermige Elemente tragende Trommel nachgeschaltet istInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
AOIf
Deutsche Kl.: 45 e - 7/08
Nummer: 1192441
Aktenzeichen: M 54772III/45 e
Anmeldetag: 10. November 1962
Auslegetag: 6. Mai 1965
Die Erfindung betrifft eine Dreschmaschine, insbesondere einen Mähdrescher, bei welcher der
Dreschtrommel eine antreibbare zylindrische Trommel nachgeschaltet ist, von deren Umfang aus das
Dreschgut von der Dreschtrommel abnehmende und weiterleitende zinkenförmige Elemente entgegen der
Umlaufrichtung nach außen vorspringen.
Es ist bekannt, daß durch eine solche nachgeschaltete Trommel das von der Dreschtrommel kommende
Gut zum Teil in unerwünschter Weise zerstreut wird. Diese Streuwirkung kann verschiedene Ursachen
haben. So bewirkt die von der rasch umlaufenden Trommel und ihren Zinken erzeugte Luftbewegung
ein Aufwirbeln und Mitreißen des Gutes, das auf diese Weise meist auf den Förderboden geschleudert
werden kann. Eine ähnliche Wirkung tritt infolge der Prellwirkung an den Zinken oder dergleichen Elementen
der Trommel auf. Dabei können die Körner wieder auf das auf dem Förderboden ausgesonderte
Stroh fallen. Dies tritt in besonders starkem Maße ao bei Mähdreschern auf, bei denen der zur Trennung
zur Verfügung stehende Strohförderboden nur relativ kurz ist, so daß eine sorgfältige Trennung nur
dann erreicht wird, wenn das Gut die ganze Länge des Förderbodens passiert. Durch das Aufwirbeln as
und Abschleudern treten empfindliche Kornverluste auf.
Um das Wickeln des Strohes und eine zu starke Luftbewegung zu vermeiden ist es bekannt, die Abstreifelemente
auf einem glatten Trommelkörper aufzubringen. Die Elemente bilden nach außen offene
durchgehende Fangtaschen mit nach außen, entgegen der Umlaufrichtung geneigten Flächen. Diese über
die Trommellänge durchgehenden Taschen wirken aber zugleich als Luftradflügel und erzeugen eine
relativ starke Luftbewegung. Wenn die Taschen daher auch zu einer schonenden Behandlung des Gutes
führen, haben sie doch dafür eine starke Streuwirkung. Es ist auch bekannt, einzelne relativ schmale
Flügelzinken an einem umlaufenden, im Querschnitt kreuzförmig ausgebildeten Träger in Achsrichtung im
Abstand anzuordnen. Hier treten die Aufwirbelung und auch die Prallwirkung in erhöhtem Maße auf.
Um einerseits von der Dreschtrommel kommende Spritzkömer sicher abzufangen und zugleich die entstehende
Luftbewegung möglichst zu verringern, ist es weiterhin bekannt, auf einem Trommelkörper
Fächer bildende Wände — eventuell klappbar — anzuordnen und diese Wände mit Durchbrechungen zu
versehen. Zur Bildung der Fächer können hierbei auch an dem Trommelkörper gehaltene rechenartige
Zinken dienen, z.B. in Form von aus Rund- oder Dreschmaschine, bei welcher der Dreschtrommel
eine zinkenförmige Elemente tragende
Trommel nachgeschaltet ist
Trommel nachgeschaltet ist
Anmelder:
Massey-Ferguson G. m. b. H., Eschwege
Als Erfinder benannt:
Franz Herbsthofer, Eschwege
Franz Herbsthofer, Eschwege
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 14. November 1961 (40 657)
Flachdrähten gebildete Federzinken. Die Flächenwirkung soll dabei durch das sich während des Betriebs
zwischen den Zinken ansammelnde Stroh erzielt werden.
Durch diese bekannte Auflösung der Fachwände wird zwar die Luftbewegung klein gehalten. Gleichzeitig
wird aber die Erfüllung der eigentlichen Aufgabe dieser Trommel erschwert, nämlich abspritzende
Körner daran zu hindern, bis weit auf den Förderboden abzuprallen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Dreschmaschine der eingangs genannten Art, bei der
bei möglichst geringer Luftbewegung eine gute Kontrolle über die Ablenkung der Spritzkörner erhalten
wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Zinken auf ihrer in Drehrichtung weisenden
Vorderseite eine im allgemeinen ebene Fläche aufweisen, die unter einem vorbestimmten Winkel zur
Drehrichtung geneigt ist. Durch die ebene vordere Fläche der Zinken wird eine genau übersehbare
Steuerfläche an jedem Zinken erhalten, die auf Grund ihrer vorbestimmten Neigung zur Drehrichtung
die aufprallenden Spritzkörner in kontrollierbarer Weise statt nach vorn auf den Förderboden zur
Seite hin ablenkt, wo schließlich ihre Energie durch Aufprall auf die seitlichen Begrenzungsflächen weitgehend
vernichtet wird. Es hat sich weiterhin gezeigt, daß trotz der relativ schmalen Zinken, die nur eine
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geringe Luftbewegung erzeugen, eine gute Kontrolle über die Spritzkörner erhalten wird.
Vorteilhafterweise sind die Zinken in Reihen angeordnet, die sich jeweils etwa über die halbe Trommelbreite
erstrecken und gegeneinander und gegenüber der Trommelachse geneigt verlaufen. Dadurch
erhält man eine Ablenkung der Körner auf kürzestem Wege nach beiden Seiten.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäß ausgebildeten
Dreschmaschine bzw. Drescheinrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt.
F i g. 1 zeigt die Seitenansicht eines Mähdreschers mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Abstreifertrommel;
F i g. 2 stellt die Stirnansicht der Abstreifertrommel
dar;
F i g. 3 zeigt einen Teil der Abwicklung der Abstreifertrommel.
Der Rahmen des Mähdreschers 10 trägt an seinem vorderen Ende eine Mäheinrichtung, die in eine Arbeitsstellung
auf den Erdboden absenkbar und in eine Transportstellung anhebbar ist, der ein Gehäuse
12 nachgeschaltet ist, in welchem das Erntegut mit einem Bandförderer 13 einer Dreschtrommel 14 zugeführt
wird. Diese Dreschtrommel rotiert mit sehr hohen Drehzahlen. Der Dreschtrommel ist ein
Dreschkorb 15 zugeordnet, der siebartig ausgebildet ist, so daß beim Dreschen ein verhältnismäßig großer
Anteil des ausgedroschenen Kornes bereits an dieser Stelle durch die öffnungen des Korbes ausgeschieden
bzw. vom Stroh getrennt wird.
Zwischen der Dreschtrommel 14 und einem Strohförderboden 17 ist ein Abstreifer 16 angeordnet. Der
Strohförderboden 17 hat hin- und herbewegte gezahnte Leisten 18.
Der Abstreifer 16 hat eine zylindrische Trommel 20, auf deren JJmfang Zinken 21 befestigt sind, die
sich von der Oberfläche der Trommel 20 aus entgegen der Drehrichtung nach außen erstrecken
(s.Fig.2).
Die Drehrichtung der Abstreiftrommel 20, die in F i g. 2 mit dem Pfeil 22 bezeichnet ist, ist im vorliegenden
Beispiel gleich der Drehrichtung der Dreschtrommel (s. Fig. 1).
Die Richtung, in welcher sich die Zinken 21 erstrecken, ist zweckmäßigerweise so gewählt, daß sie
dem Verlauf von Tangenten entspricht, welche an einen gedachten koaxial zur Trommel 20 angeordneten
Zylinder gelegt sind. Die Trommel 20 des Abstreifers wird über eine Welle 23 angetrieben.
Die Zinken 21 der Abstreifertrommel 20 sind zweckmäßigerweise als bauliche Einheit oder einstükkig
ausgebildet und in Reihen zusammengefaßt (s. Fig. 3). Eine derartige Zinkeneinheit24 ist bei
einer bevorzugten Ausführungsform, wie sie in F i g. 3 dargestellt ist, mit Hilfe von nicht dargestellten Befestigungseinrichtungen
leicht lösbar an der Trommel 20 befestigt. Die einzelnen Zinkeneinheiten 24 erstrecken
sich etwa über die halbe Breite der Trommel 20 und sind gegeneinander und gegenüber der Trommelachse
geneigt. Dabei sind gute Ergebnisse dann zu erzielen, wenn die Zinkeneinheiten 24 auf beiden
Seiten einer in F i g. 3 strichpunktiert dargestellten Mittelebene 25 der Trommel 20 gleiche, jedoch entgegengesetzte
Neigung zueinander aufweisen. Dadurch ergibt sich eine pfeil- oder V-förmige Anordnung
der Zinkenreihen. Die Zinken 21 haben im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen rechteckigen
Querschnitt, der sich dann ergibt, wenn sie aus Blechen ausgestanzt werden. Um aber kleine Stinl·-
flächen zu schaffen, mit denen die Zinken auf das Korn in dem gedroschenen Gut einwirken können,
können die Zinken auch einen anderen Querschnitt mit in Drehrichtung weisender Flachseite haben.
Die Wirkungsweise der neuen Anordnung ist folgende:
Der Drusch erfolgt im Zusammenwirken des Dreschkorbes mit der Dreschtrommel, wobei gleichzeitig
ein beachtlicher Anteil an Korn aus dem gedroschenen Gut ausgeschieden wird. Die Abstreifertrommel
20 ist so angeordnet, daß ihre Zinken 21 nicht in die Kontur der Dreschtrommel hineinragen,
jedoch das an der Dreschtrommel anhaftende Gemenge aus Stroh und Korn erfassen und über eine
bogenförmige Überleitung an den Strohförderer 17 weitergeben. Bei der Übergabe tritt infolge der Einwirkung
der Zinken 21 eine Auflockerung des Gemenges auf, durch welche die Trennung bzw. Ausscheidung
des Kornes vom Stroh begünstigt wird. Durch die neuartige Ausgestaltung der Abstreifertrommel
20 wird das Auftreten eines starken Luftstromes, der das gedroschene Gut erfassen und wegschleudern
könnte, vermieden. Dadurch wird gewährleistet, daß das Gut unmittelbar am Aufgabeende auf
den Strohförderboden 17 gelangt und dieser in seiner gesamten Länge voll ausgenutzt wird.
Durch die besondere Ausgestaltung und Anordnung der Zinken 21 der Abstreifertrommel 20 ergeben
sich nur verhältnismäßig kleine Oberflächen, die prellend oder schleudernd mit dem gedroschenen
Gut in Berührung kommen können. Durch den geneigten oder schrägen Verlauf der Vorderseite der
Zinken, wie er insbesondere in F i g. 3 dargestellt ist, wird jedoch sichergestellt, daß die Richtung, in der
das Korn weggeprellt werden kann, dem Pfeil 26 in F i g. 3 entspricht. Dadurch fliegt dieses Korn gegen
die Seitenwände des Gehäuses 10 und fällt von dort zu Boden, so daß nahezu vollständig vermieden wird,
daß Korn auf den Strohförderboden 17, d. h. wieder auf das bereits mehr oder weniger stark gereinigte
Stroh fällt.
Die Erfindung führt somit zu dem Vorteil, daß durch die neuartige Ausgestaltung der Abstreifertrommel
eine nahezu vollständige Ausnutzung der Länge des Strohförderbodens ermöglicht wird und
daß die Verluste weitgehend gemindert werden.
Claims (4)
1. Dreschmaschine, insbesondere Mähdrescher, bei welcher der Dreschtrommel eine antreibbare
zylindrische Trommel nachgeschaltet ist, von deren Umfang aus das Dreschgut von der Dreschtrommel
abnehmende und weiterleitende zinkenförmige Elemente entgegen der Umlaufrichtung
nach außen vorspringen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken (21) auf ihrer in
Drehrichtung weisenden Vorderseite eine im allgemeinen ebene Fläche aufweisen, die unter
einem vorbestimmten Winkel zur Drehachse geneigt ist.
2. Dreschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken (21) in der Weise
geneigt sind, daß sie alle in Richtung von Tangenten an einem koaxial zu der Trommel gedachten
Zylinder verlaufen.
3. Dreschmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken (21) in Reihen
angeordnet sind, die sich jeweils etwa über die halbe Trommelbreite erstrecken und gegeneinander
und gegenüber der Trommelachse geneigt verlaufen.
4. Dreschmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken einer Reihe
jeweils als bauliche Einheit, stückig, ausgebildet sind.
vorzugsweise ein-
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1 098 273;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1680 995; USA.-PatentschriffenNr. 1013 816,1790 663.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB4065761A GB1043203A (en) | 1961-11-14 | 1961-11-14 | Improvements in or relating to threshing machines |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1192441B true DE1192441B (de) | 1965-05-06 |
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Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1192441B (de) |
| ES (1) | ES282390A1 (de) |
| GB (1) | GB1043203A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2921247A1 (de) * | 1978-06-14 | 1979-12-20 | Fortschritt Veb K | Leittrommel fuer maehdrescher |
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-
1961
- 1961-11-14 GB GB4065761A patent/GB1043203A/en not_active Expired
-
1962
- 1962-11-10 DE DEM54772A patent/DE1192441B/de active Pending
- 1962-11-12 ES ES282390A patent/ES282390A1/es not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1043203A (en) | 1966-09-21 |
| ES282390A1 (es) | 1963-01-16 |
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