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Vorrichtung zum Homogenisieren und Austragen von zu vergärenden bzw.
fütterungsbereiten Futtergemischen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zum Homogenisieren und Austragen von zu vergärenden bzw. fütterungsbereiten Futtergemischen.
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Für den Erzeuger tierischer Produkte ist die richtige Zusammensetzung
und die mengenmäßig zutreffende Verabreichung des Futters von großer Wichtigkeit,
und daher haben sich im Laufe der Zeit die Erkenntnisse betreffs der Zusammensetzung
des Futters bedeutend verbessert. Demzufolge ist es auch heute im Vergleich zu früher
möglich, die Produktion mit geringerem Futteraufwand durchzuführen.
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Große Schwierigkeiten bereitet es dem Landwirt nach wie vor, bestimmte
Futterrationen zu verabreichen. Dabei ist das Ergebnis der Fütterung von der exakten
Zumessung der Menge abhängig, im Grunde genommen noch viel mehr als von der Qualität
des Futters. Zwar besteht die Möglichkeit, jede Ration vor dem Füttern in Behältern
abzuwiegen. Wegen des Mangels an Arbeitskräften und der besonderen Anforderungen,
die an solche Arbeitskräfte gestellt werden müssen, ist jedoch nicht damit zu rechnen,
daß die Tierfütterung mit Hilfe von Waage und Eimer rationalisiert werden kann.
Außerdem ist zu bedenken, daß die Ausgabe von Portionen in der oben geschilderten
Weise zu beträchtlichen Manipulationsverlusten führt. Betriebe, die mittels Waage
und Eimer eine rationierte Fütterung durchführen, rechnen in der Regel mit Manipulationsverlusten
zwischen 2 und 4e/o.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, dem Landwirt auf einfache
Weise zu ermöglichen: 1. Bestimmte Futtermengen abzumessen und zu verabreichen;
2. Einsparung der Arbeit, die beim üblichen Fütterungsverfahren aufzuwenden war,
um das trockene Futter mit Wasser im Trog aufzumischen, und 3. ohne zusätzlichen
Arbeitsaufwand das Futter im Trog gleichmäßig zu verteilen.
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Zur Lösung dieser Aufgabe sind Verfahren zum Silieren von Rüben,
Rübenblatt, Kartoffeln und Gras vorgeschlagen worden, wobei der besondere Fortschritt
des auf diese Weise aus saftreichem Futter hergestellten Gärfutters darin besteht,
daß das vor der Vergärung hergestellte Gemisch aus saftreichem und Kraftfuttergemisch
nach der abgeschlossenen Vergärung als Alleinfutter zur Verfütterung gelangen kann.
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Auch ist ein Verfahren zum Herstellen eines Silierfutters aus zerkleinertem
Eiweißfutter und zer-
kleinertem Trockenfutter (insbesondere Gerste, Mais, Hafer)
vorgeschlagen worden. Daraus hat sich ergeben, daß auch Fertigfuttergemische mit
hoher Nährstoffkonzentration und geringem Wassergehalt mit Vorteil vergoren werden
können und dadurch ein Gärfuttergemisch erzeugt und dieses als Alleinfutter verfüttert
werden kann.
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Zum Erzeugen eines derartigen Alleinfutters besteht eine weitere
Aufgabe der Erfindung darin, eine Vorrichtung zum Homogenisieren und Austragen von
zu vergärenden bzw. fütterungsbereiten Futtermitteln zu schaffen.
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Selbst in fortschrittlichen Betrieben wird nämlich bisher die Fütterung
der Schweine bei reiner Getreidemast üblicherweise so durchgeführt, daß das Fertigfutter
in Silos aufbewahrt wird. Die Fütterung der Schweine wird dann in der Weise vorgenommen,
daß aus dem Silo das Futter entnommen, auf einer Dezimalwaage im Eimer nach einer
Rationenliste abgewogen, der Eimer dann in den Stall geschoben, dort vor dem Trog
abgestellt, dann in den Trog entleert und hier mit Wasser vermischt wird. Diese
Arbeit wiederholt sich für jeden Trog dreimal täglich, so daß im Jahre rund 1000mal
die gleiche Verrichtung erforderlich ist.
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Dieser Arbeitsaufwand wird nun erheblich - da die Gärzeit im Silo
etwa 4 bis 6 Wochen beträgt -bei einem Gärfutterbehälter für einen Futterbedarf
von etwa 6 Wochen auf neun Mischungen im Jahr gegenüber von mehr als tausend Mischungen
gemäß der bisher verwendeten Methode herabgesetzt, was
nur mit einer
Vorrichtung gemäß der Erfindung erfolgen kann.
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Diese Vorrichtung zum Homogenisieren und Austragen von zu vergärenden
bzw. fütterungsbereiten Futtermitteln ist dadurch gekennzeichnet, daß in einem flüssigkeitsdichten
Behälter übereinander eine Welle mit Mischflügeln und eine Welle mit Förderflügeln
gelagert sind und außerhalb des Behälters an dem absperrbaren Austragskanal eine
Förderpumpe angeschlossen ist.
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Durch diese Förderpumpe wird der Futtermittelbrei in Abhängigkeit
von der Förderzeit dosiert, obgleich auch andere Dosierungen möglich sind. Als Förderpumpe
können sowohl Kreiselpumpen als auch Schraubenpumpen und sogenannte Mohnopumpen
bzw. Mohnopumpen, die aus einem Rohr mit doppeltem Schneckengang und einem Rotor
bestehen, der als einfachgängige Schnecke ausgebildet ist, verwendet werden.
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Als vorteilhaft hat sich bei dieser Vorrichtung erwiesen, den Behälter
auf einem Fahrgestell anzuordnen und in dem Behälter zwei oder mehrere Wellen mit
Mischflügeln und zwei oder mehrere Wellen mit Förderilügeln vorzusehen.
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Durch diese Ausführung werden beim Mischen die Bestandteile der Mischung
innerhalb des flüssigkeitsdichten Behälters umgewälzt, und nach der Fertigstellung
der Mischung fördert die Pumpe, unter Umständen unterstützt von einer Förderschnecke
des Mischers, das fertig für die Silage zubereitete Gemisch in den Silobehälter,
während nach der Vollendung der Vergärung die Pumpe das fertig silierte Kraftfuttergemisch
aus dem Silobehälter in den Mischbehälter zurücksaugt, der dann zum Stall gefahren
werden kann. Hier wird durch eine Pumpe das Kraftfuttergemisch mittels eines Schlauches
in dosierten Rationen auf die einzelnen Tröge verteilt.
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Daraus ergibt sich nun weiter, daß die Vorrichtung sowohl bei der
Silierung von Saftfutter als auch bei der Silierung von Trockenfutter benutzt werden
kann.
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Ein Unterschied ergibt sich nur daraus, daß die Zerkleinerung des
Trockenfutters auf übliche Weise mit geringem maschinellem Aufwand (Schrotmühle)
durchgeführt werden kann, während die Zerkleinerung des Saftfutters einen größeren
maschinellen Aufwand erfordert.
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Die Futterzusammensetzung ändert sich je nach dem Alter der Tiere.
Für die Mastperiode eines Schweines sind so z. B. vier verschiedene Futterzusammensetzungen
empfehlenswert. Um jedoch die fahrbare Vorrichtung nicht gar zu schwer und unhandlich
zu machen, sind gemäß der Erfindung zwei oder mehrere gleichgeartete Behälter gleicher
oder unterschiedlicher Größe auf dem Fahrgestell angeordnet und durch getrennte
absperrbare Austragen kanäle an die gemeinsame Förderpumpe angeschlossen. Die Trennwände
zwischen den einzelnen Behältern können herausnehmbar angeordnet sein.
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Es ist somit möglich, mit dem Mischbehälter verschiedenartigc Futtersorten
aufzumischen, in Silobehälter zu pumpen, die Futtergemische nach der Vergärung dem
Silobehälter zu entnehmen und die Gemische je nach Bedarf in verschiedene Tröge
zu pumpen. Die Pumpen-Laufzeit wird zwecks Mengenregulierung gemäß der Erfindung
über ein elektrisches Zeitrelais gesteuert. Der Landwirt kann mithin, nachdem er
die Mengenabgabe der Pumpe
in der Zeiteinheit gemessen hat, über die Pumpzeit die
Futtermenge festsetzen, die er jeweils verfüttern will.
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Mit Hilfe des an die Pumpe angeschlossenen beweglichen Schlauches
kann der Landwirt in der Zeit, in der die Pumpe fördert, das Futter gleichmäßig
im Trog verteilen.
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Bei Anordnung mehrerer Behälter sind diese vorzugsweise unterschiedlich
groß, weil der Landwirt erfahrungsgemäß eine mehrfach unterteilte, im äußersten
Fall viergeteilte Fütterung (z. B. Getreidemast von Schweinen) betreibt. Die vier
verschiedenen Futtermischungen bei der Getreidemast von Schweinen sind z. B. gekennzeichnet
durch verschiedene Gesamt-Nährstoff-Eiweiß-Relation und verschiedene Wirkstoffgehalte.
Da kleinste Tiere am wenigsten fressen, ist der Behälter für die Ferkel am kleinsten
gewählt.
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Die Größen der vier Behälter sind in ihrer Relation der Entwicklung
des Futterverzehrs bei Schweinen von Gruppe zu Gruppe genau angepaßt. Durch Herausnehmen
der Trennwände kann die Sortenzahl verkleinert werden und das Aggregat auch für
das Herstellen von Mischungen zum Zwecke der Gärfutterbereitung Verwendung finden.
Zu diesem Zweck ist das Aggregat so ausgebildet, daß auch Gemische aus Grünfutter
und Kraftfutter oder Grünfutter und Rüben und Kartoffeln, wenn diese Futterstoffe
vorher zerkleinert worden sind, aufgemischt und über die Pumpe rationiert verabreicht
werden können.
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Die Genauigkeit bei der Rationierung beträgt + O,l<)/o. Mit Hilfe
der Pumpe wird mithin eine größere Genauigkeit beim Portionieren erzielt, als das
über die Abwiegung möglich wäre.
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Die Manipulationsverluste beim Ausbringen des Futters mittels Pumpe
in der geschilderten Weise liegen nur zwischen 0 und 0,5 ü/. Die Pumpe ist mit einem
reversiblen Motor bzw. mit einem Umsteuergetriebe versehen und kann in beiden Richtungen
drücken und saugen. Wenn das Mischaggregat für das Herstellen von Gärfutter Verwendung
findet, kann das Futter in einen Silo gedrückt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt,
wenn die Verfütterung des Gärfutters erfolgen soll, kann das Futter mit umgekehrt
laufendem Motor aus dem Silo wieder abgesogen werden.
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Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Aggregates ist in folgendem
zu sehen: 1. Es gibt keinen Landwirt, der das Futter auch für nur zwanzig Schweine
zutreffend rationieren könnte, außer er benutzt Waage, Eimer usw. und erarbeitet
sich eine spezielle Futterliste.
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Nur ein geringer Prozentsatz aller Landwirte rationiert, denn es
fehlt in der Regel an Arbeitszeit. Mithin wird bei der heute üblichen Fütterung
den Haustieren entweder zu wenig oder zu viel Futter verabreicht. Beides ist nachgewiesenermaßen
mit großen wirtschaftlichen Nachteilen verbunden. Die Unterversorgung hat dabei
einen genau so ungünstigen Einfluß auf die Leistung der Tiere wie die Überversorgung.
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Durch den gemäß der Erfindung ausgebildeten Futterwagen wird der
Landwirt - wie oben geschildert - in den Stand versetzt, ein genaues Zumessen des
Futters auf einfache Weise vorzunehmen.
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2. Mit Hilfe des Erfindungsgegenstandes ist es möglich, die Fütterung
in etwa einem Sechstel der bei konventioneller Fütterung notwendigen Zeit durchzuführen,
3. Die Futtervergeudung wird auf ein Minimum von 0 bis 0,5 0,5e/o eingeschränkt,
Über die am Futterwagen angebrachte Uhr wird die Pumpzeit und damit die abgegebene
Menge genau bestimmt. Notwendige Korrekturen der Futtermenge, die sich aus der Beobachtung
der Tiere ergeben, können leicht und sicher durch Verstellen der Uhr vorgenommen
werden.
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An Hand der Zeichnungen, die einige Ausfüh rungsformen der Erfindung
schematisch zeigen, werden weitere Verbesserungen und zweckmäßige Ausgestaltungen
des Erfindungsgegenstandes beschrieben.
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Es zeigt Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines Fahrzeuges mit zwei
Mischkammern, F i g. 2 eine schaubildliche Schemazeichnung einer einzigen Mischkammer,
gleichzeitig zur Verdeutlichung der Arbeitsweise der Vorrichtung, Fig. 3 eine Schemazeichnung
ähnlich derjenigen der F i g. 2 zur Verdeutlichung einer anderen Arbeitsweise, Fig.4
eine Schemazeichnung ähnlich derjenigen der F i g. 2 zur Verdeutlichung einer weiteren
Arbeitsweise, Fig.5 eine Schemazeichnung ähnlich derjenigen der Fig,2 zur Verdeutlichung
noch einer abweichenden Arbeitsweise, Fig.6 eine Seitenansicht auf einen anderweitig
ausgebildeten Futterwagen, F i g. 7 eine Ansicht auf den Futterwagen der Fig. 6
von oben, F i g. 8 eine Ansicht von vorn auf den Futterwagen der Fig. 6 und 7, Fig.
9 eine Seitenansicht auf einen Teil des Futterwagens in größerem Maßstab, F i g.
10 bis 1S eine schaubildliche Darstellung auf einen Rundschieber in verschiedenen
Arheitsstellungen, der wahlweise benutzt werden kann, Fig. 16 eine Schemazeichnung
zur Darstellung der Art, wie von einem Elektromotor aus sowohl das Fahrzeug selbst
als auch die Pumpe und die Schnecken angetrieben werden können, Fig. 17 eine Darstellung
ähnlich der Fig. 16, wobei jedoch als gemeinsame Antriebsmaschine eine Brennkraftmaschine
in Form eines Einbaumotors dient.
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Die Ausführungsform nach F i g. 1 zeigt ein Fahrzeug mit zwei Mischbehältern
73 74, von denen der Mischbehälter 73 etwas größer ausgebildet ist als der Mischbehälter
74. Beide Mischbehälter sind durch eine herausnehmbare Trennwand75 voneinander getrennt
und sind in einem gemeinsamen Gehäuse 76 angeordnet, das sich auf einem Fahrgestell
77 befindet.
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In jedem Mischbehälter 73, 74 sind übereinander eine Transport- oder
Förderschnecke 78 (s. F i g. 2) und eine Misch- oder Paddeischnecke 79 angeordnet,
die über ein Getriebe, beispielsweise ein Kettenradgetriebe80, von einem Motor,
insbesondere einem Elektromotor 81, angetrieben werden. Die Förderschnecke 78 fördert
an ihrem einen Ende über eine nicht näher dargestellte Absperrvorrichtung 82 in
eine durch einen Motor, insbesondere einen Elektro-
motor 83, angetriebene Pumpe
84. An den Druckanschluß 85 der Pumpe ist ein Schlauch 86 angeschlossen. Die Pumpe
ist auf nicht näher dargestellte Weise umsteuerbar, indem insbesondere entweder
der Elektromotor 83 umsteuerbar, oder indem ein Umsteuergetriebe zwischen Elektromotor
83 und Pumpe 84 vorgesehen ist.
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Die Hinterachse 87 der beiden Hinterräder 88 ist starr. Die Vorderräder
89 sind einzeln an Lagerbökken 90 aufgehängt, die unter Umständen zusätzlich um
eine senkrechte Achse drehbar sein können.
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Im Ausführungsbeispiel wird das Fahrzeug von Hand mittels eines Bügels
91 bewegt, indem der Elektromotor 81 nur für den Antrieb der Misch-und Förderschnecken
und der Elektromotor 83 nur für den Antrieb der Pumpe vorgesehen sind. Eine derartige
Unterteilung hat sich in der Praxis besonders gut bewährt. Falls mehrere Mischkammern
vorgesehen sind, ist die Förderseite der Förderschneeke jeder einzelnen Mischkammer
mit einer Absperrvorrichtung vorgesehen, die je über eine Leitung 92, 93 mit der
Pumpe 84 in Verbindung steht.
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Die Arbeitsweise ist an Hand der Fig. 2 bis 5 näher erläutert, wobei
der Einfachheit halber nur eine einzige Kammer dargestellt ist. Es sei jedoch betont,
daß unter Umständen die Erfindung auch bei Anordnung von nur einer Mischkammer auf
dem Fahrzeug ausführbar ist.
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Gemäß F i g. 2 werden in Richtung des Pfeiles 93 Wasser und Trockenfutter
in den Mischkasten oder in die Mischkästen eingefüllt. Der Motor 81 wird angelassen,
indem nun das Vermischen nur mit Hilfe des Schneckenpaares 78, 79 vorgenommen wird.
Das Gemisch wird in Richtung der Pfeile 94 der F i g. 2 in der Mischkammer umgepumpt.
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Falls die Mischung intensiver gestaltet werden soll, kann zusätzlich
der Elektromotor 83 angelassen werden, indem außerdem die Absperrvorrichtung 82
geöffnet wird. Jetzt sind (s. F i g, 3) beide Motoren 81, 83 in Betrieb. Ein Teil
des Gemisches wird von der Pumpe 84 über den Schlauch 86 (s. Pfeil 95) aus dem Behälter
herausgesaugt und in den Behälter zurückgedrückt.
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Gemäß F i g. 4 ist wiederum die Absperrvorrichtung 82 geöffnet. Jetzt
ist jedoch der Schlauch 86 an den Anschluß 96 eines Silobehälters 97 angeschlossen.
Beide Motoren 81, 83 sind in Betrieb. Der gesamte Inhalt des Mischbehälters wird
auf diese Weise äußerst schnell in den Silobehälter gedrückt. Es ist auch möglich,
das Futtermittelgemiseh von oben her in den Silobehälter 97 einzufüllen.
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Mit 98 ist gestrichelt ein weiterer Schlauch angedeutet, der dazu
dient, das fertigsilierte Futtermittelgemisch (s, Fig.4) aus dem Mischbehälter in
die Tröge zu füllen.
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Gemäß F i g. 5 wird nach Umsteuerung der Fördervorrichtung der Pumpe
84 das fertigsilierte Gärfutter aus dem Silobehälter 97 über den Anschluß 96 (es
kann auch ein anderer Saugeanschluß an dem Silobehälter vorgesehen werden) abgesaugt
und über die Leitung 93 bei geöffneter Absperrvorrichtung 82 in den Mischbehälter
gedrückt. Hierbei läuft nur der Pumpenmotor 83.
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Der in den F i g. 6 bis 9 dargestellte Futterwagen weist eine Plattform
1 auf, auf der einerseits eine Brennkraftmaschine 2 und andererseits ein Elektromotor
3 aufgebaut sind. Oberhalb dieser beiden Maschinen befindet sich ein Sammelbehälter4,
der in
vier einzelne Kammern 5, 6, 7, 8 unterteilt ist. Zur Unterteilung
dienen Trennwände 9, die herausnehmbar sind. Nach deren Herausnahme umschließt also
der Sammelbehälter 4 einen einzigen Raum.
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Die einzelnen Kammern 5, 6, 7, 8 sind in der Größe abgestuft. Die
Kammer 5 von geringster Größe dient insbesondere zur Futterherstellung für Ferkel,
während die Kammer, die das größte Ausmaß hat, zur Futterbereitung für größere Tiere
bestimmt ist.
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Die Brennkraftmaschine 2 dient zum Antrieb der Hinterachse 10 des
Fahrzeuges, auf dem die Antriebsräder 11 befestigt sind. Außerdem kann im Ausführungsbeispiel
diese Brennkraftmaschine über ein Getriebe 12 die Transport- und Mischschnecken
treiben, die in den einzelnen Kammern 5, 6, 7, 8 des Sammelbehälters 4 angeordnet
sind. Mittels eines Hebels 13 kann die Kupplung 14 dieser Brennkraftmaschine betätigt
werden.
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Die einzelnen Kammern 5, 6, 7, 8 weisen Austrittsöffnungen 15, 16,
17, 18 auf, die durch Absperrvorrichtungen, insbesondere Absperrschieber 19, 20,
21, 22 abschließbar sind. Von diesen Absperrvorrichtungen aus gehen getrennte Leitungen
23, 24, 25, 26 zu dem Saugstutzen 27 einer Pumpe 28, die von dem Elektromotor 3
angetrieben werden. Es handelt sich um eine axial fördernde Umlaufpumpe nach Art
einer Schnecke, deren Förderrichtung durch Umkehren der Drehrichtung umgekehrt werden
kann. Der Elektromotor 3 ist beispielsweise zu diesem Zwecke umsteuerbar vorgesehen.
Die Pumpe 28 fördert über einen Schlauch 29 zu einem Mundstück 30, von dem aus die
einzelnen Futterverbrauchsstellen betätigt werden können. Das Mundstück selbst ist
auf nicht näher dargestellte Weise insbesondere auf elektrische Art fernzubetätigen
(was aber auch entfallen kann).
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Auch hier ist auf nicht dargestellte Weise die Möglichkeit vorgesehen,
die Pumpe in einen Silobehälter fördern zu lassen.
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Das Fahrzeug wird über die beiden Lenkrollen 31, 32 mittels eines
Rohrbügels 33 gelenkt. Die Plattform 1 kann auf der Seite des Rohrbügels nur mit
einem in der Fahrzeugmitte angeordneten Stützrad versehen sein, das außer um eine
waagerechte Achse auch um eine senkrechte Achse drehbar ist. Auf diese Weise wird
der Lenkkreis des Fahrzeuges verringert.
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In F i g. 9 ist das Innere einer der Kammern 5, 6, 7, 8 näher dargestellt.
In jeder dieser Kammern sind zwei Wellen 34, 35 übereinandergelagert. Sie werden
auf irgendeine Weise angetrieben, im Ausführungsbeispiel von der Brennkraftmaschine
2. Die untenliegende Welle 35 trägt eine Transportschnecke 36, und ihre Umlaufrichtung
und die Anordnung der Transportschnecke ist derart, daß die Transportrichtung dieser
Schnecke 36 in Richtung des Pfeiles 37 auf jede der Austrittsöffnungen 15 bis 18
zu läuft.
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Es ist möglich, diese Transportschnecke 36 nur teilweise durchzuführen
oder mit Ausschnitten zu versehen, um mittels dieser Transportschnecke auch eine
gewisse Mischung zu erreichen.
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Bei geschlossener Absperrvorrichtung 15 bis 18 wird das von der Transportschnecke
36 geförderte Gut längs der Wand 38 in Richtung des Pfeiles 39 nach oben zu der
Welle 34 gedrückt. Diese Welle 34 ist mit einer Anzahl von Misch- und Transportschaufeln
40 versehen. Diese Misch- und Transportschaufeln haben eine gewisse Transportwirkung
in Reich
tung des Pfeiles 41. Die Transportwirkung ist aber geringer als diejenige
der Transportschnecke 36. Die zu mischenden Bestandteile des Futtergemisches werden
in Richtung des Pfeiles 41 in die jeweilige Kammer eingeführt. Die Misch- und Transportschaufeln
40 fördern das Gut schließlich am Ende längs der Wand 43 in Richtung des Pfeiles
44 nach unten zu der Transportschnecke 36. Bei geschlossener Absperrvorrichtung
15 bis 18 wird demgemäß das zu mischende Gut im Umlauf bewegt.
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Von oben her wird beispielsweise Schrot und Wasser eingeführt, wobei
der Behälter vierteilig zwecks Mischens von oier verschiedenen Komponenten ausgeführt
ist. Durch Herausnehmen der Trennwände kann auch ein einzelner Großb eh älter geschaffen
werden.
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Nach Ablauf der Mischzeit fördert die Transportschnecke 36, die der
Einfachheit halber auch als Stopfschnecke zum Unterschied von der Paddelschnecke
40 bezeichnet werden kann, das Mischgut durch die nunmehr geöffneten Absperrvorrichtungen
15 bis 18 bzw. eine der Absperrvorrichtungen zu der Pumpe 28, die das Futtergemisch
über den Schlauch 29 weiterbefördert. Es ist möglich, mit Hilfe der Pumpe 28 jedes
einzelne in einer der Kammern 5 bis 8 hergestellte Futtergemisch abzusaugen und
weiterzutransportieren, wobei dann nur jeweils der eine Absperrschieber geöffnet
werden darf.
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An Stelle der einzelnen Schieber kann auch ein gemeinsamer Rundschieber
gemäß F i g. 10 bis 15 benutzt werden. Dieser Rundschieber weist ein zylindrisches
Gehäuse 45 auf, in dem drehbar ein Schieberrohr 46 angeordnet ist. Dieses Schieberrohr
kann von außen auf irgendeine nicht näher dargestellte Weise um die Achse 52 gedreht
werden. Das Gehäuse 45 steht über Leitungen 47, 48, 49, 50 mit den Austrittsöffnungen
15 bis 18 der einzelnen Kammern in Verbindung. Die Leitung 51, die an das Gehäuse
45 angeschlossen ist, steht auf ebenfalls nicht dargestellte Weise mit dem Saugstutzen
27 der Pumpe 28 in Verbindung. Der Rund- oder Drehschieber 46 hat genau bemessene
Ausschnitte oder Fenster 53, 54, von denen die Fenster 53 in der Ebene der einzelnen
Zuflußleitungen 47, 48, 49, 50 liegen, während die Fenster 54 in der Ebene der Abflußleitung
51 angeordnet sind. Im übrigen sind die einzelnen Fenster derart angeordnet, daß
sich in den jeweiligen Radialstellungen des Schiebers eine jeweils gewünschte Verbindung
zwischen den einzelnen Kammern und dem Saugstutzen der Pumpe ergibt.
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Gemäß der schaubildlichen Darstellung der Fig. 10 sind die Eintrittsöffnungen
47, 48, 49, 50 mit der Ablauföffnung 51 verbunden. Nach Drehen des Rundschiebers
46 um beispielsweise 300 ergibt sich die Stellung der Fig. 11, in der der Einlauf
50 mit dem Ablauf 51 verbunden ist.
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Nach weiterem Drehen um beispielsweise 300 ergibt sich die Stellung
der F i g. 12. Hier ist der Einlauf 49 mit dem Auslauf 51 über das Innere des Rohrschiebers
46 verbunden.
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Nach noch einem Drehen um 300 ergibt sich die Stellung der Fig. 13,
in der der Einlauf 48 mit dem Auslauf 51 verbunden ist, und schließlich ergibt sich
nach nochmaligem Drehen um beispielsweise 300 die Stellung der F i g. 14, in der
der Einlauf 47 mit dem Auslauf 51 in Verbindung steht.
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Wenn der Rohrschieber nochmals um beispielsweise 300 gedreht wird,
sind gemäß F i g. 15 sowohl
die Einlauföffnungen 47, 48, 49, 50
als auch die Auslauföffnungen 51 abgesperrt.
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Die Darstellung der F i g. 16 zeigt schematisch eine andere Antriebsmöglichkeit
der einzelnen Maschinen.
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Hier ist für den Antrieb sämtlicher Maschinen ein Elektromotor 55
vorgesehen, der einerseits über ein Getriebe 56 und eine Ausrückkupplung 57 die
Pumpe 28 antreibt. In dem Getriebezug zwischen Elektromotor 55 und Pumpe 28 kann
auch zusätzlich ein Umkehrgetriebe angeordnet werden. Der Elektromotor treibt außerdem
über eine elastische Kupplung 58 eine Welle 59 an, von der aus die Stopfschneckenwelle
35 und die Paddelschneckenwelle 34 angetrieben werden. Die Welle 59 treibt außerdem
über ein Getriebe 60 und eine ausrückbare Kupplung 61 ein Kegelrad 62 an, von der
aus der Antrieb des Fahrzeuges abgenommen wird.
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Auch gemäß Fig. 17 kann ein derartig gemeinsamer Antrieb von einer
Brennkraftmaschine 63 vorgenommen werden, die als Einbaumotor ausgeführt ist. Hier
treibt die Brennkraftmaschine 63 eine Welle 64 an, die über ein Getriebe 65 eine
weitere Welle 66 antreibt. Diese Welle 66 treibt über eine Ausrückkupplung 67 ein
Kegelrad 68 an, von dem wieder der Fahrzeugantrieb abgenommen wird.
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Die Welle 64 treibt einerseits über ein Getriebe 69 eine ausrückbare
Kupplung 70 an, und es kann zusätzlich ein Umsteuergetriebe vorgesehen werden.
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Außerdem treibt die Welle 64 andererseits über ein Getriebe 71 eine
Welle 72 an, von der aus der Antrieb für die Stopfschneckenwelle 35 und die Paddelschneckenwelle
34 angenommen wird.
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Es ist auch möglich, Pumpe und Mischer von einem einzigen Motor,
insbesondere einem Elektromotor, anzutreiben. Dies gilt insbesondere dann, wenn
das Fahrzeug selbst nicht angetrieben ist und wenn nur ein oder zwei Mischbehälter
auf dem Fahrzeug vorgesehen sind. Bei Anordnung nur eines Antriebsmotors empfiehlt
sich jedoch, zwischen Motor
und einerseits der Pumpe und andererseits der Mischvorrichtung
je eine ausschaltbare Kupplung vorzusehen.