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DE1191065B - Verfahren zur Herstellung von Russ mit magnetischen Eigenschaften - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Russ mit magnetischen Eigenschaften

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Publication number
DE1191065B
DE1191065B DEC29502A DEC0029502A DE1191065B DE 1191065 B DE1191065 B DE 1191065B DE C29502 A DEC29502 A DE C29502A DE C0029502 A DEC0029502 A DE C0029502A DE 1191065 B DE1191065 B DE 1191065B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnetic
carbon black
metal
soot
magnetic properties
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC29502A
Other languages
English (en)
Inventor
Merrill E Jordan
Harvey M Cole
William G Burbine
David L Petterson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cabot Corp
Original Assignee
Cabot Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cabot Corp filed Critical Cabot Corp
Publication of DE1191065B publication Critical patent/DE1191065B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F41/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties
    • H01F41/14Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for applying magnetic films to substrates
    • H01F41/16Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for applying magnetic films to substrates the magnetic material being applied in the form of particles, e.g. by serigraphy, to form thick magnetic films or precursors therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/44Carbon
    • C09C1/48Carbon black
    • C09C1/50Furnace black ; Preparation thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Ruß mit magnetischen Eigenschaften Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von magnetischen schwarzen Pigmenten und Füllstoffen auf Kohlenstoffbasis und die dabei erhaltenen neuartigen Produkte, die bleibende magnetische Suszeptibilität aufweisen, wobei es möglich ist, die bleibende magnetische Suszeptibilität genau auf bestimmte gewünschte Grade einzustellen. Als Ausgangsmaterialien werden für das Verfahren verschiedene leicht verfügbare Verbindungen verwendet, die bisher nicht für diese Zwecke gebraucht wurden. Die erhaltenen magnetischen Produkte haben verschiedene Anwendungszwecke als Pigmente in Tinten, Druckfarben und Anstrichfarben sowie als feinteilige Füllstoffe in Kautschuk und Kunststoffen u. dgl. Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung lassen sich in einfacher Weise modifizierte Furnacerußtypen herstellen, deren Abtrennung von den Verbrennungsgasen durch die veränderte Natur des Rußes stark erleichtert ist.
  • Es ist bekannt, bei dem Kanal- oder Impingementverfahren den Kohlenwasserstoffgasen bei ihrer Zersetzung zu Ruß sehr geringe Mengen von Dämpfen von Metallcarbonylen zuzugeben. Sie sollen katalytisch wirken und die Teilchengröße des erzeugten Kanalrußes vermindern oder die Ausbeuten an Thermalruß erhöhen. Die Herstellung eines magnetischen Rußes ist hierbei nicht beabsichtigt, und sie wird auch nicht erreicht, weil es für die magnetischen Eigenschaften von Eisenmetallen oder deren Oxyden auch beim Einbau in das Gitter des Kohlenstoffs entscheidend auf die zwischenzeitlich erreichten Temperaturen und die Art und Weise der Abkühlung ankommt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Furnaceruß mit magnetischen Eigenschaften, bei dem die Ausgangskohlenwasserstoffe unter Zusatz von Eisen-, Nickel- oder Kobaltsalzen in einer als Metall berechneten Menge von 0,1 bis 300, vorzugsweise 0,5 bis 100 g/kg Kohlenwasserstoff in die Umwandlungszone eingeführt und unter an sich bekannten Bedingungen des Furnace-Verfahrens zersetzt werden.
  • Unter den gemäß der Erfindung zugesetzten Eisen-, Nickel- oder Kobaltsalzen werden solche bevorzugt, die sich unter etwa 1260° C, d. h. den üblichen Bedingungen des Furnaceruß-Verfahrens, leicht zersetzen. Geeignet sind beispielsweise anorganische Salze, wie die Chloride, Sulfate, Carbonate usw., besonders geeignet sind organische Salze, wie Acetate, Oxalate, Formiate, Benzoate, Oleate und Tartrate des Eisens, Kobalts oder Nickels. Die Zusatzstoffe können als solche oder in flüssigen Trägern, wie Wasser, wäßrigem Medium, organischen Flüssigkeiten, einschließlich der zur Rußherstellung verwendeten Kohlenwasserstoffe, oder als Suspension mit Dämpfen oder Gasen in die Umwandlungszone eingeführt werden. Die Dosierung erfolgt mit beliebigen, an sich bekannten Einrichtungen.
  • Die neuartigen Eigenschaften der gemäß der Erfindung hergestellten Ruße hängen direkt von der Menge des mit dem Zusatzstoff eingeführten Metalls (d. h. Eisen, Nickel oder Kobalt) ab, das mit dem fertigen Ruß vereinigt bleibt. Für die meisten Zwecke braucht diese im Ruß vorliegende Metallmenge nur einen geringen Bruchteil des insgesamt gebildeten schwarzen Pigments auszumachen. Bei jeder gegebenen Konzentration hängt jedoch die Wirksamkeit jedes gegebenen Zusatzstoffs, mit der er dem fertigen Ruß die neuartigen Eigenschaften verleiht, fast ausschließlich von dem jeweiligen Metall und dem speziellen Metallsalz ab. Umgekehrt wurde festgestellt, daß bei jedem gegebenen Zusatzstoff, der die obengenannten Metalle enthält, die Menge des im gebildeten Ruß verbleibenden Metalls direkt von der Konzentration des beim Herstellungsverfahren verwendeten jeweiligen Zusatzstoffs abhängt. Die genaue Menge eines gemäß den Lehren der Erfindung verwendeten bestimmten Zusatzstoffs hängt somit in erster Linie von seinem Metallgehalt und von den gewünschten magnetischen Eigenschaften des Endprodukts ab.
  • Geringe Änderungen der Eigenschaften des gebildeten Rußes, die für, einige begrenzte Zwecke bedeutsam sind, können bereits erzielt werden, wenn in die Rußbildungszone Zusatzstoffmengen eingeführt werden, die etwa 200 Gewichtsteilen Eisen, Nickel und/oder Kobalt pro Million Gewichtsteile Ausgangskohlenwasserstoff entsprechen, jedoch werden Konzentrationen dieser Metalle von mehr als etwa 1000 Gewichtsteilen pro Million Gewichtsteile Kohlenwasserstoff für die meisten Anwendungszwecke stark bevorzugt. Wie bereits erwähnt, wurde festgestellt, daß die Menge des Zusatzelements (Eisen, Kobalt oder Nickel), die im fertigen Ruß bleibt, weitgehend von der eingesetzten relativen Menge des Zusatzelements abhängt. Das Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht somit die Herstellung von Rußtypen mit verschiedenem Gehalt an Eisen, Kobalt, Nickel oder deren Gemischen. Hierbei hängt die obere Grenze der gemäß der Erfindung verwendeten Zusatzstoffe von den gewünschten Eigenschaften des Endprodukts oder zumindest von dessen gewünschtem Metallgehalt ab. Vom praktischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkt und zur Vermeidung teurer Spezialapparaturen oder von Veränderungen der normalen Flammengestalt oder der Verbrennungszonen der Öfen usw. ist es nicht zweckmäßig, den Zusatzstoff in Mengen zu verwenden, die mehr als etwa 100 000 Gewichtsteilen der Metalle pro Million Gewichtsteile Ausgangskohlenwasserstoff entsprechen. Die gemäß der Erfindung verwendete Zusatzstoffmenge kann allerdings für einige Zwecke so hoch sein, daß die darin enthaltene Metallmenge bis zu 300000 Gewichtsteilen pro Million Gewichtsteile Kohlenwasserstoff entspricht oder noch etwas höher ist, aber bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegt die verwendete Menge an Eisen, Nickel und/oder Kobalt zwischen etwa 1000 und etwa 100 000 Teilen pro Million Teile Ausgangskohlenwasserstoff.
  • Die gemäß der Erfindung hergestellten Furnaceruße haben viele ungewöhnliche und erwünschte Eigenschaften. Eine der ungewöhnlichsten Eigenschaften ist die Empfindlichkeit dieser Ruße gegenüber dem Einfluß magnetischer Kraftlinien. Der genaue Mechanismus, nach dem die gemäß der Erfindung erhaltenen, grundsätzlich neuen Ruße gebildet werden, ist bisher noch nicht ergründet worden, noch wurde eine Erklärung dafür gefunden, wie es möglich ist, daß eine so geringe Menge an restlichem zugesetztem Metall dem Ruß in so wirksamer Weise neuartige Eigenschaften verleihen kann. Nach einer von der Anmelderin aufgestellten Theorie wird die Metallkomponente des Zusatzstoffs unter den in der Umwandlungszone des Ofens herrschenden Bedingungen - wahrscheinlich durch Reduktion - in eine magnetische Art umgewandelt, und das magnetische Metall vermag sich auf Grund der Tatsache, daß es gleichzeitig mit dem Ruß im Augenblick seiner Bildung, d. h. seines »status nascendi«, vorliegt, gleichmäßig und innig mit dem gleichzeitig gebildeten Ruß zu einem Produkt mit bleibenden magnetischen Eigenschaften zu verbinden. Diese Annahme stimmt mit den Feststellungen des Erfinders bezüglich des Endprodukts selbst überein. Beispielsweise lassen sich die Bestandteile eines physikalischen Gemisches, das aus äußerst feinteiligen magnetischen Stoffen und Ruß besteht, durch gewöhnliche magnetische Mittel leicht trennen, jedoch ist es unmöglich, diese Trennung beim erfindungsgemäßen Produkt-zu erreichen, auch wenn diese Trennung versucht wird, während der erfindungsgemäße magnetische Ruß in Wasser oder anderen Flüssigkeiten dispergiert ist. Fast jedes physikalische Gemisch selbst des feinstteiligen magnetischen Eisenoxyds mit Ruß läßt sich leicht am Griff erkennen. Ein solches Gemisch ruft ein grieseliges Gefühl hervor, wenn es gerieben wird. Im Gegensatz dazu erzeugt das erfindungsgemäße Produkt dieses Gefühl nicht, sondern erweckt den Eindruck eines einheitlichen Gefüges. Proben der erfindungsgemäßen magnetischen Rußtypen wurden der Röntgenanalyse und Untersuchungen mit dem Elektronenmikroskop unterworfen. Die Linien der Röntgenstrahlenbeugungsbilder zeigen eine allgemeine »Einschnürung« des normalen Beugungsbildes für Ruß, vermutlich bedingt durch die Anwesenheit des freien Metalls des verwendeten Zusatzstoffs im Kohlenstoffgerüst. Außer dieser Verzerrung waren diese Bilder jedoch im wesentlichen die gleichen, wie sie bei in üblicher Weise hergestellten Ofenrußen gewöhnlich erhalten werden, abgesehen von gewissen Anzeichen für die Anwesenheit sehr geringer Mengen von Oxyden der Metalle. Diese Beugungsbilder lassen also erkennen, daß die erfindungsgemäßen Produkte im wesentlichen den gleichen Kristallinitätsgrad wie andere Furnaceruße aufweisen. Zahlreiche elektronenmikroskopische Untersuchungen des magnetischen Rußes haben ergeben, daß der Ruß aus Teilchen besteht, die größenmäßig den gewöhnlichen Rußen sehr ähnlich sind. Weitere eingehendere Untersuchungen der betreffenden Felder zeigten die Anwesenheit leichter Spuren von Fremdstoffen, z. B. der Oxyde, aber durch magnetische Trennmethoden wurde praktisch keine Zerlegung der Probe erreicht. Die Untersuchungen des Erfinders führten zu dem Schluß, daß die bleibenden magnetischen Eigenschaften des Rußes auf die Anwesenheit einer magnetischen Art des Metalls in amorpher Form, die in irgendeiner einzigartigen Weise an den Ruß gebunden ist, zurückzuführen ist. Es wird angenommen, daß es sich bei dieser Metallart um eine ungewöhnliche physikalische Form des Metalls handelt, die ähnliche Abmessungen wie die Rußteilchen hat und gleichmäßig und innig mit diesen vermischt oder verbunden ist. Hieraus wurde gefolgert, daß die gemäß der Erfindung hergestellten neuartigen Ruße wahre magnetische Pigmente sind, die sich durch gleichmäßige Größe und Textur und ungewöhnliche Beständigkeit gleichmäßiger magnetischer Eigenschaften auszeichnen.
  • Es gibt zahlreiche spezielle Verwendungszwecke für die gemäß der Erfindung hergestellten magnetischen Pigmente. Beispielsweise werden Kautschuk und Kunststoffen neuartige elektrische und magnetische Eigenschaften verliehen, wenn die erfindungsgemäßen Pigmente in ihnen als verstärkende Füllstoffe verwendet werden. Außerdem gibt es zahlreiche vorteilhafte Anwendungen auf dem Anstrichgebiet, wo wirksame magnetische Überzüge für Holz, Metalle, Kunststoffe usw. möglich sind. Ferner läßt sich mit diesen Pigmenten eine magnetische Druckfarbe bzw. Tinte herstellen. Es zeigte sich, daß mit den erfindungsgemäßen Rußen hergestellte magnetische Farben und Tinten in bezug auf Intensität und Gleichmäßigkeit der Farbe Produkten überlegen sind, die durch physikalisches Mischen von magnetischem Eisenoxyd mit Ruß hergestellt werden. Bei den vorstehend genannten speziellen und anderen Verwendungszwecken, bei denen der erfindungsgemäße magnetische Ruß in erster Linie wegen seiner magnetischen Eigenschaften verwendet wird, hat sich gezeigt, daß das vorteilhafteste Pigment erhalten wird, wenn höhere Konzentrationen der Zusatzstoffe, d. h. Mengen, die mehr als etwa 5000 Gewichtsteilen der Metallkomponente pro Million Teile Ausgangskohlenwasserstoff entsprechen, bei der Herstellung dieses Rußes verwendet werden. Bei Verwendung der höheren Konzentrationen der Zusatzstoffe wird somit ein Ruß mit vielen vorteilhaften und erwünschten technischen Verwendungsmöglichkeiten erhalten.
  • Es wurde ferner gefunden, daß geringe Zusatzstoffmengen, d. h. Mengen, die weniger als etwa 5000 Gewichtsteilen Metallkomponente pro Million Teile Kohlenwasserstoff entsprechen, für die Herstellung von nur leicht magnetischen Rußen zweckmäßig sind, die zwar in erster Linie für die üblichen Anwendungsgebiete von Ruß in Frage kommen, sich auf Grund ihrer magnetischen Suszeptibilität aber viel leichter und wirksamer von den Verbrennungsgasen abtrennen lassen. Beispielsweise kann der Aufwand für die Auffang- und Abtrennanlagen erheblich verringert werden, wenn magnetische Einrichtungen zur Abtrennung der gemäß der Erfindung erzeugten Produkte verwendet werden, wobei das Ausbringen nicht sinkt und häufig sogar steigt. Ein Kennzeichen der Erfindung ist somit die Verwendung geringer Mengen an Zusatzstoffen als Mittel zur Erzielung höherer Rußausbeuten, und die Verwendung der Zusatzstoffe in Kombination mit magnetischen Abtrennvorrichtungen als einziges oder zusätzliches Mittel zum Auffangen der hierbei gebildeten Ruße stellt eine weitere spezielle Ausführungsform der Erfindung dar.
  • Die in den folgenden Beispielen genannte relative magnetische Kraft der Produkte wurde wie folgt bestimmt: Eine 1-g-Probe jedes gebildeten Rußes wurde in eine Aluminiumschale gegeben, die im Abstand von 18 cm vom Drehpunkt eines 36 cm langen Waagebalkens aufgehängt war. Diese Schale wurde gegen einen Dauermagneten gelegt, worauf Grammgewichte in die Schale am anderen Ende des Waagebalkens gelegt wurden. Das Gewicht in Gramm, das erforderlich war, um die Probe vom Magneten zu entfernen, wurde ermittelt und notiert.
  • Beispiel 1 Ruß wurde nach dem Furnace-Verfahren in einem Versuchsofen aus Acetylen hergestellt. Der Versuchsofen war mit einem Brenner versehen, der aus drei getrennten konzentrischen Ringrohren bestand, deren obere Öffnungen an der Brennerspitze zusammenlaufen. Durch den äußeren Ringraum wurde Acetylen zur Brennerspitze und in die Umwandlungszone geleitet, während das Oxydationsmedium (Luft) durch den angrenzenden inneren Ringraum geführt wurde. Der innerste Durchgang im Brenner besteht aus einem Kapillarrohr, durch das bei jedem der folgenden Versuche außer beim Versuch Nr. 355 eine wäßrige Lösung eines löslichen Salzes des Eisens, Kobalts oder Nickels in konstanter Menge von etwa 1 em3 pro Minute in die Umwandlungszone eingeführt wurde. Die Zuführung der Lösungen der Metallsalze zur Umwandlungszone erfolgte mit einem Drehmomentwandler von veränderlicher Drehzahl. Die Eigenschaften der gebildeten Ofenruße wurden gemessen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
    Eingeführte
    Versuch Metallmenge Relative °/o Metall
    Nr. Brennstoff Zusatzstoff Gewichtsteile magnetische Stärke im
    pro Million Teile Produkt
    Kohlenwasserstoff g
    355 C2H2 - - 0,1 -
    292 C2H, FeCl2 # 4H20 87400 16,2 4,53
    287 C2H2 FeC12 # 4H20 31300 10,5 3,78
    362 C2H2 FeC12 .41120 4100 0,9 1,67
    289 C2H2 FeS04 - 7H20 14100 3,7 -
    361 C2H2 Ni(CH02)2 - 2H20 93700 16,4 -
    360 C2H2 Co (C7H502)2 - 4 H20 5200 1,1 -
    325 C2H2 Co (J03)2-61-120 75 400 29,2 -
    Aus den vorstehenden Werten ist ersichtlich, daß bei jedem Zusatzstoff die magnetische Stärke des gebildeten Rußes von der mit dem Ruß verbundenen Restmetallmenge abhängt, die wiederum von der verwendeten Zusatzmetallmenge abhängt.
  • Beispiel 2 Es wurde im wesentlichen auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise gearbeitet, jedoch wurden folgende Änderungen am Rußauffangsystem vorgenommen: An Stelle eines der normalerweise zum Auffangen des im Versuchsofen gebildeten Rußes verwendeten drei 2000-cm3-Erlenmeyerkolben aus Glas (hintereinandergeschaltet) wurde ein 2000-cm3-Erlenmeyerkolben aus Metall verwendet, und zwar an Stelle des Kolbens, mit dem der letzte Schnitt aufgefangen wurde. Ein Magnetfeld wurde in den Metallkolben induziert und bei jedem der folgenden drei Versuche mit konstanter Stärke aufrechterhalten.
    Versuch Eingeführte Metallmenge Im Metallkolben
    Nr. Brennstoff Zusatzstoff Gewichtsteile pro Million aufgefangene Rußmenge
    Teile Kohlenwasserstoff "/o
    462 C2H2 - - 8,7
    485 C2H2 Ni (C2H302)2 - 4 H20 4600 9,4
    487 CA Co(22H302)2 - 4H20 95000 18,8
    Die vorstehenden Werte zeigen, daß sowohl geringe als auch hohe Mengen der als Zusatzstoffe gemäß der Erfindung verwendeten Verbindungen den Rußen in ausreichendem Maße magnetische Eigenschaften zu verleihen vermögen, daß sie wirksamer mit magnetischen Vorrichtungen aufgefangen werden können.
  • Beispiel 3 Auf die im Beispiel l beschriebene Weise wurde ein Ruß hergestellt. Die Versuchsdauer betrug eine Stunde. Während dieser Zeit wurden ingesamt 9,05 Mol Acetylen zusammen mit insgesamt 120,5 cms einer wäßrigen Lösung, die 30 g Kobaltacetat in 180 cms Lösung enthielt, in die Umwandlungszone eingeführt. Das Kobaltacetat wurde also der Reaktionszone zusammen mit dem Kohlenwasserstoff in praktisch stetiger Menge von etwa 18 800 Teilen Kobalt pro Million Teile Ausgangskohlenwasserstoff zugeführt. Die Gesamtproduktausbeute betrug 13,9 g, und die Analyse des Produkts zeigte, daß es etwa 9,21% Kobaltmetall enthielt.
  • Eine Probe des erhaltenen Rußes wurde in eine Kunststoffkapsel von 12,7 mm Länge und 6,2 mm Durchmesser so eingefüllt, daß der Ruß einen festen Stopfen in der Kapsel bildete. Mit einem Vibrationsmagnetometer wurden - die folgenden magnetischen Eigenschaften des Rußes bestimmt: Sättigungskraft: Die Magnetisierungsstärke, die ungefähr maximale Dichte des Kraftlinienflusses bei einer gegebenen Materialprobe ergibt, d. h. die Sättigungsmagnetisierung, ausgedrückt in Oersted. Koerzitivkraft: Die umgekehrte Magnetisierungskraft, die erforderlich ist, um die Restinduktion (Remanenz) auf Null zu zu reduzieren, ausgedrückt in Oersted.
  • Remanenz: Restinduktion (oder Flußdichte), die verbleibt, wenn eine Magnetisierungskraft von einem zur Sättigung eines Materials genügenden Wert auf Null verringert wird, ausgedrückt in elektromagnetischen Einheiten pro Gramm.
  • Folgende Werte wurden ermittelt: Sättigungskraft .... 6000 Oersted Koerzitivkraft ..... 80 Oersted Remanenz . . . . . . . . 0,02 elektromagnetische Einheiten pro Gramm Wie bereits erwähnt, sind bei jeder bestimmten Verbindung die magnetischen Eigenschaften eines. gemäß der Erfindung erhaltenen Produkts direkt proportional der Menge der Metallkomponente, die mit dem Endprodukt in Bindung bleibt. Diese Menge hängt wiederum hauptsächlich von der bei der Bußherstellung zugegebenen Metallmenge ab. Wenn beispielsweise die bevorzugte maximale Kobaltmenge (d. h. 100 000 Teile pro Million Teile Ausgangskohlenwasserstoff) verwendet wird, hat das erhaltene Produkt etwa eine dreimal so hohe Konzentration wie im vorstehenden Beispiel.
  • Beispiel 4 Es wurde im wesentlichen auf die gleiche Weise wie im Beispie13 gearbeitet. In diesem Fall wurde jedoch eine wäßrige Lösung von Ferrosulfat zusammen mit dem Ausgangskohlenwasserstoff in einer Menge von etwa 54 000 Teilen Eisen pro Million Teile Kohlenwasserstoff kontinuierlich in die Umwandlungszone eingeführt. Eine Analyse des Produktes ergab etwa 7,41% Eisen. Die magnetischen Eigenschaften des gebildeten Rußes wurden wie im Beispiel 3 bestimmt.
  • Folgende Ergebnisse wurden erhalten: Sättigungskraft .... 8000 Oersted Koerzitivkraft ..... 435 Oersted Remanenz ...... . . 1,33 elektromagnetische Einheiten pro Gramm

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Furnaceruß mit magnetischen Eigenschaften, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Ausgangskohlenwasserstoffe unter Zusatz von Eisen-, Nickel-oder Kobaltsalzen in einer als Metall berechneten Menge von 0,1 bis 300 g/kg, vorzugsweise 0,5 bis 100 g/kg, Kohlenwasserstoff in die Umwandlungszone eingeführt und unter an sich bekannten Bedingungen des Furnace-Verfahrens zersetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erhaltene Ruß mit magnetischen Eigenschaften mit Hilfe eines magnetischen Feldes abgeschieden wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 549 348; USA.-Patentschrift Nr. 2 356 471.
DEC29502A 1962-03-29 1963-03-28 Verfahren zur Herstellung von Russ mit magnetischen Eigenschaften Pending DE1191065B (de)

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US1191065XA 1962-03-29 1962-03-29

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Citations (2)

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DE549348C (de) * 1930-07-15 1932-04-26 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Russ
US2356471A (en) * 1941-08-29 1944-08-22 Goodrich Co B F Method of making fine particle size carbon black

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