-
Gerät zum Speichern, Aufsuchen und Wiedergeben von Mikrobildem Die
Erfindung betrifft zum Speichern, Aufsuchen und Wiedergeben von Mikrobildern dienende
Geräte, insbesondere solche, die in der Lage sind, eine Vielzahl von Mikrobildem
so aufzunehmen und zu speichern, daß die gespeicherten Bilder später wieder aufgesucht
und auf dom ProJektionswege wiedergegeben werden können.
-
Die Verkleinerung von zu speicherndem Matzrial auf Mikrobildgröße
undet in der Prpxis in steigendem Maße Anwendung, um den jeweils erforderlichen
Speicherplatz für Aufzeichnungen, Unterlagen, wissenschaftliche Daten, Veröffentlichungen
oder in modernen Ziffernrechnern verwendele Binärbitmuster so klein wie möglich
zu halten.
-
Obzwar die Mikrobildaufzeichnun- an sich fast ideale Möglichkeiten
zur Platzersparnis schaffte, ist jedoch ihre praktische Verwendbarkeit für die Lösung
der beim Speichern, Aufsuchen und Wiedergeben von Mikrobildern in mannigfaltiger
Art und Weise auftretenden Probleme weniger ideal. Genauso wichtig wie das Registrieren,
Ablegen oder Speichern ist nämlich auch die Forderung, daß das gespeicherte Material
wieder schnell aufgesucht werden kann, ganz gleich, ob es sich dabei um Aufzeichnungen
von Dokumenten oder für die Eingabe in einen Elektronenrechner vorgesehene Binärbitmuster
handelt.
-
Um die auf diese Weise gespeicherten Dokumentaufzeichnungen aufzusuchen
und -wiederzugeben, ist es erforderlich, das Mikrobild so zu vergrößern, daß seine
Weiterverwendung durch Menschen, Maschinen oder photographische Einrichtungen möglich
ist. Da der Umfang des auf diese Weise erfaßten Materials und Schriftgutes ständig
wächst, liegt die Forderung nahe, ein Gerät zu schaffen, das ein schnelles Speichern
und Aufsuchen des erfaßten Materials ermöglicht.
-
Bekannt ist eine Photosetzmaschine mit einer sich ständig drehenden
kreisförmigen Aufzeichnungsscheibe, auf der Informationen in konzentrischen Bahnen
aufgezeichnet sind. Durch Dreh- und Schwenkbewegungen der Aufzeichnungsscheibe kann
jedes ihrer Informationszeichen in Wirkstellung zu einem Projektionssystem gebracht
werden, wobei jedoch nur eine geringe Anzahl von Schwenkstellungen des Aufzeichnungsträgers
infolgeVerwendung eines Mehrkantnockens möglich sind. Abgesehen davon ist die Betätigungsvorrichtung
solcher bekannter Maschinen nicht für das erfindunasgemäße Gerät geeignet, da letzteres
nach dem Start-Stop-Prinzip arbeitet und nicht »im Fluge«, wie dies bei der bekannten
Maschine der Fall ist. Aufgabe der Erfindung ist es, die bestehenden Nachteile zu
beseitigen und die Betätigungs- und Auswählvorrichtung für Aufzeichnungsträger in
Ge-
räten zum schnellen Speichern, Aufsuchen und Wiedergeben von Mikrobildern
zu verbessern.
-
Demgemäß geht die Erfindung aus von einer Betätiguno, s- und Auswähleinrichtung
für Geräte zum Speichern, Aufsuchen und Wiedergeben von Mikrobildern, mit einem
optischen System zum Aufzeichnen einer Vielzahl Mikrobilder auf einem im Brennpunkt
des optischen Systems angeordneten Aufzeichnungsträger und zum Aufsuchen und Wiedergeben
eines beliebigen dieser Mikrobilder, bei dem jede beliebige Bildstelle als am Schnittpunkt
einer von mehreren konzentrischen Bahnen und einem von mehreren radialen Sektoren
liegend bestimmbar und der Aufzeichnungsträger drehbar auf einer Welle gelagert
und verschwenkbar angeordnet ist, wobei durch die Drehbewegung jeder beliebige Sektor
und durch die Schwenkbewegung jede beliebige Bahn des Aufzeichnun-strä-ers in Wirkstellung
zum optisehen System bringbar ist.
-
Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß zum Bewirken der Schwenk-bewegung
des Aufzeichnungsträgers die Welle durch ein verschwenkbar gelagertes mechanisches
Gestänge gehalten und mit einer Kombination von mit der Welle drehbaren Stirnrädern
versehen ist, so daß durch Einrücken der Stirnräder in radial an-eordnete Zahnstangen
die Welle eine Schwenkbewegung um die Achse des Gestänges ausführt, und daß Sektor-
und Aufzeichnungsbahnauswählvorrichtungen
vorgesehen sind, um die
Dreh- und Schwenkbewegung des Aufzeichnungsträgers anzuhalten und dadurch eine bestimmte
Bildstelle in Wirkstellung zum optischen System zu bringen.
-
EinAusführungsbeispiel derErfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen
beschrieben, und zwar zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße
Gerät, F i g. 2 eine linke Seitenansicht des Gerätes gemäß Fig. 1, Fig.
3 eine rechte Seitenansicht des Gerätes ge-mäß F i g. 1, Fig.4 eine
vergrößerte Darstellung der für die Aufzeichnungsbahnen vorgesehenen Feineinstellvorrichtung
des erfindungsgemäßen Gerätes, F i g. 5 eine rechte Seitenansicht der Vorrichtung
gemäß F i g. 4, F i g. 6 eine vergrößerte Darstellung der Fokussiervorrichtung
des erfindungsgemäßen Gerätes, F i g. 7 eine schematische Darstellung des
optischen Systems des erfmdungsgemäßen Gerätes, F i g. 8 eine schematische
Darstellung der elektrischen Schaltung für die Sektor-Grobeinstellung des Aufzeichnungsträgers,
F i g. 9 eine schematische Darstellung der elektrischen Schaltung, durch
die die Sektor-Feineinstellung des Aufzeichnungsträgers bewirkt wird, wenn dessen
Sektor-Grobeinstellung durchgeführt worden ist, Fig. 10 eine schematische
Darstellung der elektrischen Schaltung, durch die die Aufzeichnungsbahn-Grobeinstellung
des Aufzeichnungsträgers unter Vermittlung einer zugeordneten Auswähl- und Einstellvorrichtung
bewirkt wird, Fig. 11 eine schematische Darstellung der elektrischen Schaltung,
durch die die Aufzeichnungsbahn-Feineinstellung unter Vermittlung einer zugeordneten
Auswähl- und Einstellvorrichtung bewirkt wird, wenn die Grobeinstellung der Aufzeichnungsbahn
durchgeführt worden ist, und Fig. 12 eine teilweise im Schnitt dargestellte Einzelansicht
der im Ausführungsbeispiel verwendeten Kupplung.
-
In den Zeichnungen, insbesondere in F i g. 1, 2 und
3, sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Auf einer waagerechten
Trägerplatte 20 sind zwei senkrecht nach unten verlaufende Trägerglieder21 und 22
befestigt, zwischen denen sich eine Achse 23 erstreckt. Auf den Enden der
Achse 23 sind zwei Arme 26 und 27 drehbar gelagert, die mit
ihren anderen Enden eine Welle 28
drehbar abstützen. Auf Grund dieser Anordnung
kann die Welle 28 unter Vermittlung von noch zu beschreibenden Vorrichtungen
zwei verschiedene Bewegungen durchführen, und zwar eine Drehbewegung um ihre eigene
Achse und eine fortschreitende Schwenkbewegung um die Achse 23.
Auf dem einen
Ende der Welle 28 ist ein kreisförmiger Aufzeichnungsträger 30 angeordnet,
der in F i g. 1 und 2 gezeigt ist. In F i g. 3 ist der Aufzeichnungsträger
30 jedoch fortgelassen, um die Deutlichkeit der Darstellung nicht zu beeinträchtigen.
Der Aufzeichnungsträger 30 sollte normaler- i weise flexibel sein. Für seine
Herstellung kann eine der üblichen klaren Kunststoffverbindungen verwendet werden.
Um die Aufnahme, Speicherung und Wiedergabe von Mikrobildern zu ermöglichen, ist
die Oberfläche des Aufzeichnungsträgers mit einer der üblichen lichtempfindlichen
Verbindungen beschichtet. Eine solche lichtempfindliche Verbindung kann eine der
bekannten Silbersalzverbindungen sein, wie sie beispielsweise beim photographischen
Film Verwendung finden. Es können jedoch auch die einschlägig bekannten phototropen
Verbindungen verwendet werden. Die phototropen Verbindungen weisen den Vorteil auf,
daß sie unmittelbar nach erfolgter Belichtung sichtbar sind so daß das bei den Silbersalzverbindungen
erforderliche Entwicklungsverfahren entfällt. Auch sei erwähnt, daß viele der phototropen
Verbindungen durch Licht löschbar sind. Dieses Merkmal der Löschbarkeit kann bei
verschiedenen Anwendungsgebieten sehr erwünscht sein. Die in vorstehend beschriebener
Weise beschichtete Oberfläche des Aufzeichnungsträgers dient als Aufzeichnungsfläche.
In der nachfolgenden Beschreibung wird nur allgemein auf den Aufzeichnungsträger
Bezug genommen, wobei davon ausgegangen wird, daß die Aufzeichnungsfläche einen
integrierten Bestandteil des Aufzeichnungsträgers darstellt.
-
Der Aufzeichnungsträger kann aus einer kreisföriiiigen Platte aus
klarem, flexiblem Kunststoff hergestellt sein und einen Durchmesser von etwa 43
cm aufweisen. Eine Fläche der Aufzeichnungsträgerplatte kann mit einem phototropen
Stoff beschichtet sein, bei dem ultraviolettes Licht zum Aufzeichnen und gelbes
Licht zum Löschen von zu entfernenden oder zu korrigierenden Aufzeichnungen verwendbar
ist.
-
Da das Aufzeichnen der Bilder auf dem Aufzeichnungsträger und deren
Wiedergabe normalerweise auf dem Projektionswege erfolgt, ist es erforderlich, daß
ein geeignetes optisches System vorgesehen ist und daß der Aufzeichnungsträger auf
dem Ende der Welle 28 sitzen muß, damit seine Aufzeichnungsfläche im Strahlengang
des optischen Systems liegt. Als optische Systeme sind solche üb-
licher Art
verwendbar. Da sie jedoch nicht zur Erfindung gehören, sind sie in F i
g. 7 lediglich schematisch dargestellt. Verschiedene Bauteile des optischen
Systems sind auch in F i g. 1, 2 und 6 gezeigt. Gemäß F i
g. 7 wird ein aufzunehmendes Dokument in einen üblichen Halter
31 eingelegt. Das von einer Lichtquelle 32 kommende Licht wird durch
Linsen 33 und 34 und ein Filter 35 geleitet und auf eine weitere Linse
36 fokussiert, die das Bild verkleinert und auf den in ihrem Brennpunkt angeordneten
Aufzeichnungsträger 30 aufzeichnet. Während des Aufzeichnungsvorganges ist
ein Spiegel 37 aus dem Strahlengang ausgeschwenkt, damit das von der Lichtquelle
32 kommende Licht auf die Linse 36
auftreffen kann. Aus F i
g. 6 sind Einzelheiten über die Linse 36 und den Spiegel
37 ersichtlich. Zur Wiedergabe eines auf dem Aufzeichnungsträger
30
aufgezeichneten Bildes wird der Spiegel 37 in die in F i
g. 6 in Strichpunktlinien gezeigte Lage verschwenkt und eine Lichtquelle
41 eingeschaltet. Das von dieser Lichtquelle kommende Licht wird durch eine Linse
42 gesammelt und durch ein Filter 43 auf die Oberfläche des Spiegels 37 gelenkt,
der dann das Licht durch die Sammellinse 36 und den Aufzeichnungsträger
30 auf eine Linse 48 reflektiert.
-
on da aus wird das Bild über Planspiegel 44, 45
und 46 auf eine
Mattscheibe 47 projiziert. In der
praktischen Anwendung der Erfindung
ist das auf der Mattscheibe47 projizierte Bild so groß, daß es mit bloßem Auge betrachtet
werden kann. Für das projizierte Bild können jedoch auch andere gewünschte Formate
gewählt werden, so daß es nicht nur mit bloßem Auge betrachtbar, sondern auch auf
eine elektronische Abtastvorrichtung, beispielsweise eine Photozellenmatrix, projizierbar
ist. In diesem Falle kann das Bild kleiner sein als vorstehend beschrieben.
-
Infolge der Unterschiedlichkeit in den Eigenschaften der verschiedenen
phototropen Verbindungen erwies es sich als zweckmäßig, zwei Lichtquellen zu verwenden,
von denen die eine zum Aufzeichnen und gegebenenfalls auch zum Löschen und die andere
zum Wiedergeben des gesuchten Bildes dient. In der Erfindung ist es jedoch nicht
erforderlich, zwei Lichtquellen zu verwenden.
-
Da das Muster auf phototropen Stoffen blau und nicht schwarz ist,
wie dies bei Silbersalzverbindungen der Fall ist, kann das Filter 43 in dem Wiedergabestrahlengang
liegen und dient dann dazu, um diejenigen Farben durchzulassen, die den besten Kontrast
zwischen dem Muster und dem Hintergrund des projizierten Bildes ergeben.
-
Soll ein ausgewähltes Bild gelöscht werden, dann kann das Filter
35 durch ein anderes Filter ersetzt werden, um das von der Lichtquelle
32 kommende Licht so auszufiltern, daß es die richtige Farbe zum Löschen
des auf dem Aufzeichnungsträger aufgezeichneten Bildes besitzt. Diese angegebenen
Merkmale bestimmter phototroper Stoffe sind jedoch kein Teil der Erfindung. Sie
werden lediglich deshalb erwähnt, um die Vielseitigkeit und Flexibilität eines Aufzeichnungsträgers
zu veranschaulichen, bei dem Stoffe dieser Art als das aktivierbare Medium zur Verwendung
kommen und nicht Silberhalloidfiline, die im allgemeinen nicht durch Einwirkung
eines bestimmten farbigen Lichtes löschbar sind.
-
Die Linse 48 ist mittels einer Halterung 50 fest an der Trägerplatte
20 angebracht. Um jeweils #ewünschte Teilabschnitte der Aufzeichnungsfläche des
kreisförmigen Aufzeichnungsträgers zu der Linse 48 ausrichten zu können, ist es
erforderlich, daß der Aufzeichnungsträger relativ zu ihr bewegbar ist. Der Aufzeichnungsträger
kann daher sowohl eine Drehbewegung um seine eigene Achse als auch eine fortschreitende
Schwenkbewegung ausführen, so daß nicht nur die durch die äußeren konzentrischen
Kreislinien definierten Flächen des Aufzeichnungsträgers, sondern auch die innen
nahe seines Mittelpunktes liegenden Flächen in Ausrichtung mit dem optischen System
gebracht werden können. Wie bereits beschrieben, ist die Welle 28 in den
Enden der parallelen Arme 26 und 27 so gelagert, daß sie um ihre eigene
Achse drehbar ist. Der Aufzeichnungsträger 30 ist mittels Schraubmanschetten
51 und 52
auf dem einen Ende der Welle 28 befestigt, die seine
Aufzeichnungsfläche in dem Strahlengang des optischen Systems bewegt. Diese Art
der Befestigung ermöglicht sowohl eine sichere Lagerung des Aufzeichnungsträgers
als auch dessen Austauschen gegen einen neuen Aufzeichnungsträger. Für das erfindungsgemäße
Gerät ist ein Elektromotor 53 geeigneten Typs vorgesehen, der über einen
Riemenscheibenantrieb 54, 55, 56 und eine geeignete Reibungskupplung
(F i g. 12) die Welle 28 und somit auch den Aufzeichnungsträger
30 antreibt. Die der Welle 28 und dem Aufzeichnungsträger
30 erteilte Drehbewegung wird durch in bogenförmige Zahnstangen
61 und 62 wahlweise einrückbare Stimräder 64 und 65 (F i
g. 12) in eine annähernd radiale Bewegung umgewandelt. Unter der Annahme,
daß der Elektrornotor 53 die den Aufzeichnungsträger 30 tragende Welle
28 im Uhrzeigersinn (F i g. 3) antreibt, werden durch Einrücken des
Stimrades 64 in die bogenförmige Zahnstange 61
die sich drehende Welle
28, der Aufzeichnungsträger 30 sowie die Arme 26 und
27 in annähernd radialer Richtung abwärts bewegt, da die Arme 26
und
27 schwenkbar auf der Achse 23 der Trägerglieder 21, 22 angeordnet
sind. Ohne die Drehrichtung der Antriebswelle des Elektromotors 53 ändern
zu müssen, können durch Einrücken des anderen Stirnrades 65 in die bogenförmige
Zahnstange 62
die sich drehende Welle 28, der Aufzeichnungsträger
30 sowie die Arme 26 und 27 in annähernd radialer Richtung
wieder aufwärts bewegt werden. Diese Anordnung ermöglicht es, die Welle
28 und den Aufzeichnungsträger 30 in jeder der beiden annähernd radialen
senkrechten Richtungen anzutreiben, ohne daß dabei die Drehrichtung des Elektromotors
53 umgesteuert werden muß.
-
Um die Stirnräder 64 und 65 in die bogenförmigen Zahnstangen
61 bzw. 62 wahlweise einzurücken, ist ein Antriebsmagnet
63 vorgesehen, der an dem Arm 27 (F i g. 3) angebracht ist.
Auf dem Arm 27
ist ferner ein Schieber 70 vorgesehen, der parallel
zu der Längsachse des Armes 27 verschiebbar ist. Der Schieber 70 führt
sich mitt21s seiner Formlöcher 71 und 72 auf einer Schraube
73 und der Welle 28.
Der Antriebsmagnet 63 besitzt einen Anker
74, der durch eine Feder 66 mit dem Schieber 70 verbunden ist. Befindet
sich der Antriebsmagnet 63 in unerregtem Zustand, dann zieht eine Zugfeder
75 den Schieber 70 in seine äußerste rechte Stelluna (F i
g. 3), in der seine Führungsrolle 76 gegen die der Verzahnung der
bogenförmigen Zahnstange 61
gegenüberliegende Kante gezogen wird. Die um ihren
Drehpunkt 67 schwenkbare Zahnstange 61
wird dadurch nach rechts gedrückt
(F i g. 3), so daß die Zähne des Stimrades 64 in die Zähne der Zahnstange
61 einrücken und mit ihnen kämmen können, wodurch die Welle 28 und
der Aufzeichnungsträger 30 in annähernd radialer Abwärtsrichtung bewegt werden.
Um die radiale Bewegungsrichtung der Welle 28 und des Aufzeichnungsträgers
30 umzusteuern, wird der Antriebsmagnet 63 erregt, wodurch sein" Anker
74 und auch der mit ihm verbundene Schieber 70 nach links (F i
g. 3) gezogen wird. Durch diese Linksbewegung wird die Führungsrolle
76 von der linken Kante (F i g. 3) der Zahnstange 61 weg gerückt,
so daß diese nach links schwenken kann und dadurch außer Eingriff mit dem Stirnrad
64 kommt. Bei weiterer Linksbewegung des Schiebers 70 kommt seine Führungsrolle
78 in Anlage mit der unverzahnten Kante der Zahnstange 62, wodurch
diese, da sie um den Punkt 79 verschwenk-bar ist, nach links bewegt wird
und dann mit ihren Zähnen in das Stirnrad 65 einrückt, wodurch die sich drehende
Welle 28 und der Aufzeichnungsträger 30 eine annähernd radiale Aufwärtsbewegung
ausführen. Zur überwindung der auf die Zahnstange 62 bei nicht erregtem Antriebsmagnet
63 einwirkenden Schwerkraft ist eine Feder 68 vorgesehen, die sicherstellt,
daß die Zähne der beiden Stirnräder 64 und
65 nicht gleichzeitig
mit den Zähnen der entsprechenden Zahnstangen 61 und 62 kämmen können.
-
Obzwar die durch das Kämmen der Zähne der Stirnräder 64 bzw.
65 mit den Zahnstangen 61 bzw. 62 hervorgerufene Bewegung der
Welle 28 als annähernd radial bezeichnet wurde, sei jedoch erwähnt, daß bei
strenger Betrachtung die genannte Bewegung nicht genau radial verläuft. Dies ist
dadurch bedingt, daß die Welle 28 in Wirklichkeit über einen Bogen um die
Anlenkpunkte der auf der Achse 23 der bereits beschriebenen Träger angeordneten
Arme 26, 27 verstellt wird. Da jedoch beim Aufzeichnen und späteren Wiedergeben
der Bilder sich die Welle 28 und der Aufzeichnungsträger 30 in den
gleichen relativen Stellungen befinden, hat dieser kleine Bogen der Winkelverstellung
keine Bedeutung für das Arbeiten des erfindungsgemäßen Gerätes.
-
Aus der vorstehend beschriebenen Anordnung ergibt sich, daß der Aufzeichnungsträger
30 durch den die Welle28 über den Riemenscheibenantrieb 54,
55, 56 antreibenden Elektromotor 53 um seine eigene Achse drehbar
und durch die sich mit der Welle 28 drehenden und wahlweise in die zugeordneten
Zahnstangen 61 bzw. 62 einrückbaren Stirnräder 64 bzw. 65 fortschreitend
verstellbar ist. Auf Grund dieser beiden Bewegungsarten, die dem Aufzeichnungsträger30
erteilt werden können, sind die Mikrobilder in einer Vielzahl konzentrischer Aufzeichnungsbahnen
speicherbar, die jeweils die gleiche Anzahl von Mikrobildem enthalten und in Kreislinien
auf der Aufzeichnungsfläche des Aufzeichnungsträgers 30 verlaufen, wobei
die entsprechenden Mikrobilder jeder Aufzeichnungsbahn innerhalb des gleichen Sektors
des Aufzeichnungsträgers liegen. Diese Anordnung ermöglicht es, daß jedes beliebige,
in einem beliebigen Aufzeichnungssektor gespeicherte Mikrobild durch Drehen des
Aufzeichnungsträgers in Bezug zu dem optischen System einstellbar ist. Ebenso kann
auch jede beliebige Aufzeichnungsbahn in Bezug zu dem optischen System eingestellt
werden, und zwar durch fortschreitende Verstellung desAufzeichnungsträgers mit Hilfe
der Stirnräder 64 bzw. 65 und ihrer entsprechenden Zahnstangen
61 und 62.
-
Wie bereits beschrieben, ist der Aufzeichnungsträger30 kreisförmig
ausgebildet. Die entsprechenden Mikrobilder in den vielen Aufzeichnungsbahnen, die
sich vom Mittelpunkt weg im wesentlichen radial auch nach außen in Richtung auf
Jen Umfangskreis des Aufzeichnungsträgers erstrecken, können daher als in eine Bildspalte
liegend aufgefaßt werden, die auf der kreisförmigen Aufzeichnungsfläche des Aufzeichnungsträgers
30 einen einen kleinen Mittelpunktswinkel aufweisenden Sektor, nachfolgend
der Einfachheit halber kurz Kleinwinkel-Sektor genannt, einnimmt. Es wurde ermittelt,
daß auf jeder der in Kreislinien auf dem Aufzeichnungsträger verlaufenden Aufzeichnungsbahnen
fünfhundert Mikrobilder in einer Größe von jeweils etwa 32 mm2 (-%0/looo")
aufgezeichnet werden könnten. Der Aufzeichnungsträger kann daher als in fünfhundert
Kleinwinkel-Sektoren unterteilt aufgefaßt werden. Um einen beliebigen dieser fünfhundert
Kleinwinkel-Sektoren auszuwählen, muß die Drehbewegung des Aufzeichnungsträgers
30 und der Welle 28 dann angehalten werden, wenn der ausgewählte Kleinwinkel_Sektor
die entsprechende Einstellage in Bezug zu dem Linsensystern 36 und 48 einnimmt.
Um die Sektoren auszuwählen bzw. einzustellen, ist eine Sektor-Grobeinstellvorrichtung
vorgesehen, die aus einem drehbaren auf der Welle 28 aufgekeilten Indexrad
80 (F i g. 1, 2 und 3) besteht, das an seinem Umfang eine Reihe
von Vorsprüngen oder Zähnen 81 trägt. In der praktischen Anwendung des erfindungsgemäßen
Gerätes erwies es sich als vorteilhaft, den Aufzeichnungsträger 30
in fünfzig
einen großen Mittelpunktswinkel aufweisende Sektoren, nachfolgend kurz Großwinkel-Sektoren
genannt, zu unterteilen. Entsprechend diesem Erfahrungswert ist das Indexrad
80 mit fünfzig Vorsprüngen oder Zähnen 81 versehen, von denen jeder
jeweils einem Großwinkel-Sektor zugeordnet ist. Da der Aufzeichnungsträger
30 in fünfhundert Kleinwinkel-Sektoren unterteilt ist, sind mithin durch
jeden der Zähne 81 und der durch sie bestimmten Großwinkel-Sektoren zehn
Kleinwinkel-Sektoren definiert. Im Rahmen der Beschreibung wird das über das Indexrad
80 bewirkte Auswählen bzw. Einstellen der Großwinkel-Sektoren als Sektor-Grobeinstellung
und das innerhalb des einzelnen Großwinkel-Sektors vorgenommene Auswählen bzw. Einstellen
von Kleinwinkel-Sektoren als Sektor-Feineinstellung bezeichnet.
-
Die Grob- und Feineinstellung der Sektoren erfolgt durch Druckknopfschaltungen,
die zu entsprechenden Zeitpunkten Elektrömagnete erregen. Die genannten Schaltungen
werden an nachfolgender Stelle noch näher beschrieben. Um jedoch die Arbeitsweise
der Sektor-Feineinstellung veranschaulichen zu können, werden bereits jetzt die
zugehörigen mechanischen Bauteile beschrieben. Zum Anhalten des Indexrades
80 in der Grobeinstellung ist eine an einem Punkt 83 drehbar gelenkte
Einstellklinke 82 (F i g. 1 und 2) vorgesehen. Durch die Erregung
eines Grobeinstellmagnets 85 wird die ElWtellklinke 82 in die Bewegungsbahn
der am Umfang des Indexrades 80 ausgebildeten Zähne 81
gezogen. Beim
Inanlagegehen der Klinke 82 mit dem ausgewählten Zahn 81 wird dann
die Drehbewegung des Indexrades 80, der Welle 28 und des Aufzeichnungsträgers
30 angehalten, wodurch die Sektor-Grobeinstellung durchgeführt ist.
-
Der Elektromotor 53 ist mit der Welle 28 über eine als
Rutschkupplung wirkende Reibungskupplung 87 (F i g. 12) verbunden,
die ein Weiterlaufen des Motors gestattet, wenn das Indexrad 80, die Welle
28 und der Aufzeichnungsträger 30 in der Einstellage durch das Ein-reifen
der Einstellklinke 82 mit einem der Zähne 81 gehalten werden. In Fig.
12 sind Einzelheiten einer geeigneten Reibungskupplungsanordnung dargestellt. Zwischen
der Riemenscheibe 56 und einer Platte 88 ist ein Reibungsglied
89 auf der Welle 28 aufgekeilt. Ist die Welle 28 für eine Drehbewegung
frei, so wird sie durch Reibungsschluß des Gliedes 89 mit der Riemenscheibe
56 und der Platte 88 angetrieben. Ist jedoch die Welle 28 durch
Ineingriffstehen eines Zahnes 81 des Indexrades 28 mit der Einstellklinke
82 gesperrt, dann wird der Reibungsschluß überwunden, so daß die Riemenscheibe
die Platte 88
nicht mehr antreiben kann.
-
Nach Beendigung der Sektor-Grobeinstelloperation wird die Sektor-Feineinstelloperation
durch die nachfolgend beschriebene Sektor-Feineinstellvorrichtung
durchgeführt.
Ein Arm 84, auf dem die für die Sektor-Grobeinstellung vorgesehene Einstellklinke
82 drehbar gelagert ist, ist ebenfalls drehbar auf der Welle28 gelagert (vgl.
gestrichelte Linien in F i g. 2) und kann sich unabhängig von der Weile
28 um einen kleinen Winkelbetrag frei um sie drehen. An dem Arrn 84 ist beim
Punkt 90 ein flaches Schieberglied91 angelenkt, das sich waagerecht entlang
der Kante eines ortsfesten Gliedes 92
bewegen kann und durch Halter93 und
94 geführt wird. Das ortsfeste Glied 92 ist mittels Schrauben 95 und
96 mit der Trägerplatte 20 verschraubt. Auf dem Schieberglied 91 sind
zwei Sektor-Feineinstellzahnstangen 100 und 101 vorgesehen, von denen
jede fünf Zähne aufweist. Auf dem Schieberglied 91 ist ferner ein Träger
102 angeordnet, der elektrische Kontakte aufweist, die mit Kommutatoren
103 und 104 zusammenwirken können. Dadurch, daß bei der vorgesehenen Anordnung
innerhalb des ausgewählten Großwinkel-Sektors zehn Kleinwinkel-Sektoren liegen,
die nun ausgewählt werden können, sind zwei solcher Sektor-Feineinstellzahnstangen
100 und 101 mit je fünf Zähnen vorgesehen. Durch praktische
Versuche wurde nämlich ermittelt, daß es vorteilhaft ist, zwei Sektor-Feineinstellzahnstangen
vorzusehen, da dadurch der Abstand der Zähne jeder Zahnstange zweimal so groß gewählt
werden kann, als es vergleichsweise bei Verwendung von nur einer Zahnstange möglich
ist. Durch die Verwendung von zwei Einstellzahnstangen kann daher ein größerer Zuverlässigkeitsgrad
bei der Einstellung erzielt werden. Die Sektor-Feineinstellzahnstangen
100, 101 sind auf dem Schieberglied 91 angeordnet und relativ zueinander
so eingestellt, daß die Zahnstange 100 die geradzahlig numerierten Stellungen
und die Zahnstange 101 die ungeradzahlig numerierten Stellungen auswählt
bzw. einstellt. Dies bedeutet also, daß der erste Zahn der Zahnstange
101 die Stellung » 1 «, der erste Zahn der Zahnstange 100 die
Stellung »2«, der zweite Zahn der Zahnstange 101 die Stellung »3«,
der zweite Zahn der Zahnstange 100 die Stellung »4« usw. auswählt.
-
In der Grundeinstellung wird das Schieberglied 91 durch eine
Zugfeder 109 in seiner äußersten rechten Stellung gehalten (Fig. 2). Die
Zugfeder 109 ist durch einen Halter110 an der Trägerplatte 20 befestigt.
Wenn die Grobeinstelloperation äurchgeführt wird und dabei die Einstellklinke
82 mit einem der Zähne 81 des Indexrades 80 bei dessen Drehung
im Gegenuhrzeigersinn (F i g. 2) in Eingriff kommt, wirkt die durch die Massenträgheit
des sich drehenden Rades 80 entstehende Kraft über die Einstellklinke
82 auf den Arm 84 ein und bewegt diesen sowie das an ihm befestigte Schiebeglied
91 nach links (F i g. 2). Durch diese Linksbewegung des Schiebegliedes
91 werden die von ihm getragenen Feineinstellzahnstangen 100 und
101 sowie der Träger 102 in der gleichen Bewegungsrichtung mitgenommen. wodurch
die am Träger 102 angeordrieten elektrischen Kontakte über die Kommutatoren
103 und 104 scheifeii. Bei Abnahme der Tr#*-#,gheitskraft wird das Schieberglied
91 durch die Zugfeder 109 wieder nach rechts (F i g. 2) gezogen, wobei
auch die von ihm getragenen Sektor-Feineinstellzahnstangen 100 und
101 sowie der Träger 102 mitgenommen werden. Die am Träger 102 sitzenden
Bürsten schleifen dabei nacheinander über die Kornmutatorsegmente der entsprechenden
Kommutatoren 103 und 104 ' bis ein elektrischer Stromkreis, der durch
eine an nachfolgender Stelle noch näher beschriebene Druck-knopfschaltung aufgebaut
ist, geschlossen wird. Durch das Schließen dieses Stromkreises wird ein Feineinstellmaghet
115 oder 116
erregt. Die Erregung des Feineinstellmagnets
115
bewirkt, daß eine Feineinstellklinke 117, die an einem Punkt
118 angelenkt ist, in die Bewegungsbahn der Zähne der Sektor-Feineinstellzahnstange
101 gezogen wird. Durch Erregung des Feineinstellmagnets 116 wird
eine Feineinstellklinke 119, die bei 120 drehbar angelenkt ist, in die Bewegungsbahn
der Zähne der Sektor-Feineinstellzahnstange 100 gezogen. Geht eine dieser
Klinken mit der entsprechenden Sektor-Feineinstellzahnstangoge in Eingriff, dann
wird die Bewegung des Schiebergliedes 91 nach rechts angehalten, wodurch
die Sektor-Feineinstellung durchgeführt ist. Der ausgewählte Kleinwinkel-Sektor
befindet sich dann in seiner Einstellage in Bezug zu den Linsen 36 und 48
des optischen Systems.
-
Für die Auswahl bzw. Einstellung einer beliebigen Aufzeichnungsbahn
ist eine Aufzeichnungsbahn-Grobeinstellvorrichtung vorgesehen, die eine am Ende
des Armes 27 befestigte und mit diesem bewegbare Grobeinstellzahnstange
125 (F i g. 3) enthält. Die Grobeinstellzahnstange 125 weist
vier Vorsprünge oder Zähne 124 auf, durch die der Aufzeichnungsträger
30 in vier Aufzeichnungsbahnflächen unterteilbar ist. Da auf dem Aufzeichnungsträger
insgesamt achtzig Aufzeichnungsbahnen vorgesehen sind, entfallen jeweils zwanzig
Aufzeichnungsbahnen auf jeden Zahn 124. Um eine Aufzeichnungsbahn auszuwählen bzw.
einzustellen, wird die sich drehende Welle 28 und somit auch der Aufzeichnungsträger
30 mittels des Stirnrades 64 in vorstehend beschriebener Weise auf der Zahnstange
61
entlangbewegt.
-
Wenn die Welle 28 und der Aufzeichnungsträger 30 radial
nach unten verstellt werden, wird auch der Arm 27 bei dieser Bewegung mitgenommen.
An dem Arm 27 ist ein aus dem Arm 257 und einem Schieber
258 bestehendes Kommutatorschalterbetätigungsgestänge angebracht. Wird der
Arm 257 durch die Schwenkbewegung des Armes 27 betätigt, so wird dem
Schieber 258 eine Senkrechtbewegung erteilt. Der Schieber 258 gleitet
in Führungsbahnen eines Halters 259. Entlang den Führungsbahnen des Halters
259 ist eine Reihe von Kommutatorschaltern üblichen Typs vorgesehen, die
durch den Schieber 258 während seiner Senkrechtbewegung nacheinander betätigbar
sind. Die Einstellung der ausgewählten Aufzeichnungsbahnfläche erfolgt durch Drücken
einer Taste auf einem noch zu beschreibenden Tastenfeld, wobei ein Stromkreis zum
Erre-en eines Aufzeichnungsbahn-Grobeinstellmagnets 128 C (F i g. 2 und 4) errichtet
wird, wenn der C entsprechende Konuriutatorschalter in den Führungsbahnen dc-, Halters
259 durch den Schieber 253 betäti-t wird. Durch Erregung des Grobeinstellma£,#ne-i;
128 wird e;iie Einstellklink-e 129 in die Beweg"-.v.,-sbahn der Zährie
der Grobeinstellzahnstanae 125 e;r.-geschwenkt.
-
Geht die Einstellklinke 129 mit einem Zahn der Grobeinstellzahnstange
125 in Eingriff, dann wird die in F i g. 4 und 5 gezeigte Aufzeichnungsbahn-Feineinstellvorrichtung
betätigt. Durch die Grobeinstellklinke
129 ist ein für die
Feineinstelluna der Aufzeichnungsbahn vorgesehener Schieber 130 wirksam machbar,
der sich auf einer Abstützplatte 131
unter Vermittlung von Führungsgliedern
132 und 133 und einem mit einem schraubenähnlichen Glied
135 zusammenarbeitenden Formloch 134 verschiebbar führt. Wenn die Grobeinstellklinke
129 mit einem der Zähne 124 der Grobeinstellzahnstange 125 (F i
g. 3) in Eingriff geht, dann wird der Schieber 130 senkrecht nach
unten bewegt. Bei dieser Abwärtsbewegung werden auch ein Arm 140 und eine Bürste
150 mitgenommen, wobei letztere nacheinander über die Seginente eines Kommutators
151
schleift. Trifft dabei die Bürste 150 auf das Segment eines Kommutators
151, der einen durch eine noch zu beschreibende Druckknopfschaltung aufgebauten
elektrischen Stromkreis schließt, dann wird ein Aufzeichnungsbahn-Feineinstellmagnet
152 erregt, wodurch über ein mechanisches Gestänge eine Feineinstellklinke
153 (F i g. 4) in die Bewegungsbahn der Zähne einer für die Feineinstellun-
der Aufzeichnungsbahn vorgesehenen Zahnstange 154 gebracht wird. Es sei bemerkt,
daß der Kommutator 151 und die Zahnstange 154, die der Feineinstellung der
Aufzeichnungsbahn dienen, auf der Abstützplatte 131 so angebracht sind, daß
sie relativ zu dieser in Senkrechtrichtung und unabhängig vom Schieber
130 bewegbar sind. Sobald die Feineinstellklinke 153 mit der Zahnstange
154 in Eingriff geht, wird die Abwärtsbewegung des Schiebers 130 angehalten,
wenn die Zahnstange 154 gegen einen Anschlag 157 anläuft oder wenn eine Hilfsanschlagsklinke
160 in eine als Hilfsanschlag wirkende Kerbe 161 rückt. Beim Anhalten
der Abwärtsbewegung des Schiebers 130 wird, da die Grobeinstellklinke
129 noch immer mit dem Zahn der Grobeinstellzahnstange 125 im Eingriff
ist, auch die Abwärtsbewegung der Welle 28 und des Aufzeichnungsträgers
30 angehalten, wodurch die ausgewählte Aufzeichnungsbahn ihre Einstellage
in Bezug zu den Linsen 36 und 48 des optischen Systems eingenommen hat.
-
Da in Wirklichkeit zwanzig Aufzeichnungsbahnen durch jeden der Zähne
124 der Grobeinstellzahnstange 125 dargestellt werden, hätte die Zahnstange
154 für die Feineinstellung der Aufzeichnungsbahn theoretisch zwanzig Zähne haben
müssen. Um je-
doch die Länge dieser Zahnstange zu verringern, ist die Hilfsanschlagklinke
160 vorgesehen und so angeordnet, daß sie in die als Hilfsanschlag wirkende
Kerbe 161 einrückbar ist, damit die senkrechte Bewegung des Schiebers
130 verringert wird. Rückt die Hilfsanschlagklinke 160 in die Kerbe
161 ein, dann läuft die für die Feineinstellung der Aufzeichnungsbahn vorgesehene
Zahnstange 154 nicht gegen den Anschlag 157 an, und die senkrechte Bewegungsstrecke
des Schiebers 130 wird um einen Betrag verringert, der gleich einer Aufzeichnungsbahn
des Aufzeichnungsträgers ist. Durch Betätigung der Hilfsanschlagsklinke
160 können daher zwanzig einzelne Aufzeichnungsbahneinstellungen mit den
zehn Zähnen der Zahnstange 154 durchgeführt werden.
-
Fig. 8, 9 und 10 zeigen die elektrischen Schaltungen
für die Betätigung der vorstehend beschriebenen Vorrichtungen. Wie aus Fig.
8 ersichtlich, sind zwei Tastenfelder 170 und 171 vorgesehen,
von denen jedes zehn zweipolige, durch Tasten betätigbare Urnschalter und zwei Zeitschaltkommutatoren
172 und 173 enthält. Der Kommutator 172 besitzt fünf Segmente,
über die ein Anker 174 schIeift# wohingegen der Kommutator 173 zehn Segmente
aufweist, die von einem Anker 175 bestrichen werden. Die Zeitschaltkommutatoren
172, 173 sind in einem Gehäuse 176 (F i g. 1) untergebracht.
Als Zeitschaltkommutatoren können solche bekannten Typs verwendet werden. Der Anker174
des Kornmutators 172 und der Anker 175 des Kommutators 173
sind elektrisch in Reihe -eschaltet und stehen über ein Getriebe mechanisch so miteinander
in Verbindung, daß bei jeder Umdrehung des Ankers 174 des Kommutators
172 fünf Umdrehungen von dem Anker 175 des Kom;-.iLIators
173 durchgeführt werden. Dies erfolgt in bekannter Weise über ein einfaches,
durch die Welle 28 angetriebenes Getriebe, das nicht näher beschrieben wird.
Durch den Kommutator 172 wird der verzahnte Umfang des Indexrades
80 in fünf Bogen (mit je zehn Zähnen pro Bogen) elektrisch unterteilt,
wohingegen der Kommutator 173 einen bestimmten Zahn innerhalb jedes Bogens
elektrisch auswählt bzw. einstellt. Hieraus ergibt sich, daß durch das Zusammenwirken
dieser beiden Zeitschaltkommutatoren und der Tasten der Tastenfelder 170
und 171 jeder beliebige der fünfzig Zähne des Indexrades 80 elektrisch
auswählbar ist. Das Tastenfeld 170 steuert somit die Einstellung des aus
den fünf Bogen jeweils ausgewählten zehnzähnigen Bogens, wohingegen das Tastenfeld
171 die Einstellung des jeweils ausgewählten Zahnes in einem beliebigen Bogen
steuert. Die Tasten der Tastenfelder 170 und 171 sind daher die elektrischen
Schaltvorrichtungen, durch die die Sektor-Grobeinstellung durchgeführt werden kann.
-
Nachfolgend sei angenommen, daß die Taste »6«
des Tastenfeldes
170 und die Taste »5« des Tastenfeldes 171 gedrückt sind und
daß die Welle 28 die Anker 174 und 175 der entsprechenden Zeitschaltkommutatoren
172 und 173 antreibt. Dabei ergibt sich dann ein Stromkreis, der wie
folgt verläuft: von einer Gleichstromquelle 180 über einen Schalter
181, der ein Handschalter geeigneter Art zum Anschalten der Maschine sein
kann, eine Leitung 182,
normalerweise geschlossene Kontakte der Tasten
»9«, »8« und »7« des Tastenfeldes 170, geschlossene Kontakte
183 und 184 der gedrückten Taste »6«,
eine Leitung 185 und eine
Leitung 193 zu dem mit »I« bezeichneten Segment des Kommutators
172.
Es sei bemerkt, daß beim Drücken der Taste »6«
des Tastenfeldes
170 der Stromkreis zum Hilfsanschlagsmagnet 158 (F i g. 4)
unterbrochen wird, so daß die Hilfsanschlagsklinke 160 nicht in die als Hilfsanschlag
wirkende Kerbe 161 einrückt. Unter dieser Bedingung kann dann die für die
Feineinstellung der Aufzeichnungsbahn vorgesehene Zahnstange 154 sich bis zu ihrer
untersten, durch den Anschlag 157 festgelegten Anschlagstellung bewegen.
Bei Drücken einer beliebigen der Tasten »1«
bis »4« des Tastenfeldes
170 ergibt sich dagegen folgender Stromkreis: Von der Gleichstromquelle
180, über den Schalter 181, die Leitung 182, die normalerweise
geschlossenen Kontakte der Tasten »9«, »8«, »7«, »6« und »5« des Tastenfeldes
170,
eine Leitung 187 und die Wicklung des Hilfsanschlagmagnets
158 zu dem negativen Pol der Spannungsquelle 180. Dadurch wird der
Magnet 158
erregt, so daß die Hilfsanschlagsklinke
160 (F i g. 4) in die Kerbe 161 einrückt, wodurch die Senkrechtbewegung
der Zahnstange 154 um einen Betrag verringert wird, der gleich einer Aufzeichnungsbahn
des Aufzeichnungsträgers ist. Wird die Taste »l«
des Tastenfeldes
170 gedrückt, dann schließt der erregte Magnet 158 den zugeordneten,
normalerweise offenen Kontakte 190, wodurch ein Parallelstromkreis errichtet
wird, der von der Gleichstromquelle 180 über den Schalter 181, den
nunmehr geschlossenen Kontakt 190 des Magnets 158, die normalerweise
geschlossenen Kontakte der Taste »4«, »3«
und »2« des Tastenfeldes
170, die nunmehr geschlossenen Kontakte 191 und 192 der Taste
»l«
und die Leitung 193 zu dem mit »l« bezeichneten Segment
des Zeitschaltkommutators 172 verläuft. Obwohl, bestimmt durch das Segment
des erregten Kommutators 172, ein und derselbe Bogen des Indexrades
80 durch zwei Tasten des Tastenfeldes 170
einstellbar ist, kann jede
der beiden nebeneinanderliegenden Aufzeichnungsbahnen durch die Senkrechteinstellvorrichtung
eingestellt werden, und zwar je nachdem, ob der Elektromagnet 158
erregt ist oder nicht. In dieser Beziehung wird die Aufzeichnungsbahneinstelloperation
durch die Sektoreinstelloperation beeinflußt.
-
Wenn sich der Anker 174 des Zeitschaltkommutators 172 im Uhrzeigersinn
(F i g. 4) dreht und dabei über das Segment » 1 « schleift, wird der
bereits beschriebene Stromkreis über den Anker 174 und eine Leitung 194 zu dem Anker
175 des Zeitschaltkommutators 173 erweitert, wodurch ein zehn Zähne
umfassender Bogen des Indexrades 80 durch den Zeitschaltkommutator
173 über eine der Tasten des Tastenfeldes 170 ausgewählt worden ist.
Beim Drehen des Ankers 175 schleift dieser im Zuge seiner Bewegung auch über
das der gedrückten Taste »5« des Tastenfeldes 171 entsprechende Segment,
wodurch der eben genannte Stromkreis erneut erweitert wird, und zwar über eine Leitung
195, die nunmehr geschlossenen Schalterkontakte 196 und
197 der gedrückten Taste »5«, die normalerweise geschlossenen Kontakte
der Tasten »4«, »3«, »2« und »l«, eine Leitung 200, eine Wicklung
201 des Sektor-Grobeinstellmagnets 85 und eine Leitung 202 zu dem negativen
Pol der Gleichstromquelle 180.
Dadurch wird der Grobeinstellmagnet
85 erregt, so daß die Einstellklinke 82 (F i g. 1, 2 und
3) mit einem der Zähne 81 des Indexrades 80 in vorstehend beschriebener
Weise in Eingriff geht. Der betreffende Zahn innerhalb des zehn Zähne umfassenden
Bogens ist somit durch den Zeitschaltkommutator 173 und eine Taste des Tastenfeldes
171
ausgewählt worden, wodurch die Sektor-Grobeinstellung durchgeführt ist.
Der Großwinkel-Sektor des Aufzeichnungsträgers 30, der den ausgewählten Sektor
erhält, befindet sich dann in seiner Einstelllage in Bezug zu dem optischen System.
Bei im Eingriff mit dem betreffenden Zahn des Indexrades 80
befindlicher Einstellklinke
82 wird das Schieberglied 91 (F i g. 2) dann durch die Massenträgheit
des rotierenden Indexrades 80, der Welle 28 und des Aufzeichnungsträgers
30 so lange nach links bewegt, bis die Trägheitskraft durch die Feder
109 überwunden ist. Daraufhin beginnt das Schieberglied 91 sich nach
rechts zu bewegen. Die auf dem Träger 102 sitzenden Kontakte schleifen dabei nacheinander
über die verschiedenen Segmente der Kommutatoren 103 und 104, und das Indexrad
80 beginnt, sich in umgekehrter Richtung zu drehen.
-
Unter der Annahme, daß die Taste »6« eines Tastenfeldes
203 (F i g. 9) gedrückt ist, wenn das Schieberglied 91 seine
Rechtsbewegung unter dem Einfluß der Feder 109 beginnt, schleift ein Kontakt
205 (F i g. 9) des Trägers 102 (F i g. 2) nacheinander über
die Segmente des Kommutators 103, während der Kontakt 204 (F i
g. 9) nacheinander über die Segmente des Kommutators 104 (F i g. 2)
gleitet. Die Rechtsbewegung des Schiebergliedes 91 wird so lange fortgesetzt,
bis der Kontakt 204 das mit »6« bezeichnete Segment des Kommutators 104 berührt.
Dadurch wird ein Stromkreis geschlossen, der wie folgt verläuft: Von einer Gleichspannungsquelle
206 über eine Leitung 207, eine Leitung 208, nunmehr geschlossene
Kontakte 209 und 210 der Taste »6«, eine Leitung 215, das Kommutatorsegment
»6«,
den Kontakt 204, eine Leitung 216, die Wicklung des Feineinstellmagnets
116 und eine Leitung 217
zu der positiven Klemme der Gleichspannungsquelle
206. Durch das Schließen dieses Stromkreises wird der Feineinstellmagnet
116 erregt, so daß die Feineinstellklinke 119 (F i g. 2) um
ihren Drehpunkt 120 nach unten in die Bahn der Zähne der Sektor-Feineinstellzahnstange
100 verschwenkt wird und in einen Zahn eingreift, wodurch die in Umkehrrichtung
ablaufende Bewegung des Aufzeichnungsträgers 30 bei dem gewünschten Kleinwinkel-Sektor
angehalten wird. Die Sektor-Feineinstellung ist damit durchgeführt.
-
Falls die Taste »7« des Tastenfeldes 203 gedrückt worden
ist, ergibt sich ein ähnlicher Stromkreis, der dann wie folgt verläuft: Von der
Gleichspannungsquelle 206 über die Leitung 207, die Leitung
208, nunmehr geschlossene Kontakte 218 und 219
der Taste
»7«, eine Leitung 220, das mit »7« bezeichnete Segment des Kommutators
103, den beweglichen Kontakt 205, eine Leitung 221, die Wicklung des
Feineinstellmagnets 115 und die Leitung 217 zu der positiven Klemme
der Gleichspannungsquelle 206. Durch das Schließen dieses Stromkreises wird
die Wicklung des Feineinstellmagnets 115 erregt, so daß die . Feineinstellklinke
117 um ihren Drehpunkt 118 nach unten verschwenkt wird und in einen
Zahn der Sektor-Feineinstellzahnstange 101
eingreift. Dieser Einstellvorgang
ist im Prinzip für jede der Tasten »l« bis »9« des Tastenfeldes
203
gleich und wird daher für die einzelnen Tasten nicht weiter beschrieben.
Es sei jedoch bemerkt, daß nur die normalerweise offenen Kontakte der zweipoligen
Tasten des Tastenfeldes 203 benutzt werden. Die normalerweise geschlossenen
Kontakte werden nicht in den jeweilig gebildeten Stromkreis einbezogen. Diese Kontakte
können jedoch für zusätzliche Zwischensperrsysteme verwendet werden, falls sie notwendig
oder gewünscht sind. Die Schaltvorrichtungen des Tastenfeldes 203 dienen
somit in der vorstehend beschriebenen Weise zur Durchführung der Sektor-Feineinstellung.
-
Fig. 10 und 11 zeigen in schematischer Darstellung die
elektrische Schaltung zum Einstellen der Aufzeichnungsbahn auf dem Aufzeichnungsträger
30 ' der in der bereits beschriebenen Weise eingestellt ist. Sobald das Stirnrad
64 (F i g. 3) mit der Verzahnung der bogenförmigen Zahnstange 61 in
Eingriff geht, werden die Arme 26 und 27 zusammen mit der Welle
28, dem Indexrad 80 und dem
Aufzeichnungsträger
30 in annähernd radialer Abwärtsrichtung angetrieben, wobei der Arm
257 dem Arm 27 folgt und dabei den Schieber 258 senkrecht entlang
den Führungsbahnen des Halters 259 bewegt. Der Schieber 258 kann dann
nacheinander die in den Führungsbahnen des Halters 259 vorgesehenen Kommutatorschalter
231, 232, 233 und 234 betätigen, von denen jeder einem entsprechenden Zahn
124 der Grobeinstellzahnstange 125 (F i g. 3)
entspricht. Als Beispiel
wird nun angenommen, daß die Taste »2« des Tastenfeldes 235 (F ig.
10) gedrückt ist. Führt der Schieber 258 dann seine Ab-
wärtsbewegung
durch (F i g. 10), so läuft er nacheinander über die entsprechenden Kommutatorschalter
in den Führungsbahnen des Halters 259, bis der dem Zahn »2« der Grobeinstellstange
125 zugeordnete Schalter betätigt wird, wodurch ein Stromkreis geschlossen
wird, der wie folgt verläuft: Von einer Gleichspannungsquelle 236 über eine
Leitung 237, die Wicklung des Grobeinstellmagnets 128
(F i
g. 4 und 5), eine Leitung 238, den nunmehr geschlossenen Schalter
233, eine Leitung 239, die geschlossenen Schalterkontakte 240 und
241 der gedrückten Taste »2«, die normalerweise geschlossenen Kontakte der Taste
»3 « und eine Leitung 242 zu der negativen Klemme der Gleichspannungsquelle
236. Durch die Erregung des Grobeinstellmagnets 128 (F i
g. 4) wird die Einstellklinke 129
mit dem entsprechenden Zahn der Grobeinstellzahnstange
125 in Eingriff gezogen, wodurch auch die entsprechende Aufzeichnungsbahnfläche
ausgewählt bzw. eingestellt wird. Die Bewegung der mit der Grobeinstellklinke
129 zusammenwirkenden Grobeinstellzahnstange 125 wird jedoch weiter
fortgesetzt, so daß der Schieber 130 (F i g. 4) abwärts
ge-
zogen wird, wobei der auf den Arm 140 sitzende Kontakt 150 über
die Segmente des Kommutators 151 schleift. Als Beispiel wird angenommen,
daß die Taste » 5 « eines Tastenfeldes 250 (F i g.
11) gedrückt ist, wenn der Kontakt 150 seinc Abwärtsbewegung über
die verschiedenen Segmente des Kommutators 151 durchführt. Berührt dabei
der Kontakt 150 das der gedrückten ' Taste »5« entsprechende
Segment, so wird ein Stromkreis geschlossen, der wie folgt verläuft: Von einer Gleichspannungsquelle
251 über eine Leitung 252, die Wicklung des Feineinstellmagnets
152, eine Leitung 253, den beweglichen Kontakt 150, das Kommutatorsegment
»5«, eine Leitung 254, die geschlossenen Kontakte 255 und 256 der
gedrückten Taste »5« und eine Leitung 260 zu der negativen Klemme
der Gleichspannungsquelle 251. Durch Schließen dieses Stromkreises wird der
Feineinstellmagnet 152 (F i g. 4) erregt, wodurch die Einstellklinke
153 in Einiriff mit einem der Zähne der für die Feineinstellung der Aufzeichnungsbahn
vorgesehenen Zahnstange 154 in bereits beschriebener Weise gezogen wird. Ist die
Einstellklinke 153 in einem der Zähne der Zahnstange 154 eingerückt, so wird
die letztere in ihre durch den Anschlag 157 bestimmte Anschlagstellung bewegt.
Falls jedoch der Hilfsanschlagsmagnet 151
erregt worden ist, so wird die Anschlagsstellung
der Zahnstange 154 durch die in die als Hilfsanschlag wirkende Kerbe 161
einfallende Hilfsanschlagsklinke 160 bestimmt. Ob der hierfür vorgesehene
Hilfsanschlagsmagnet 158 erregt oder nicht erregt ist, hängt selbstverständlich
von der im Zusammenhang mit der Schaltung nach F i g. 8 durchgeführten, ber
reits beschriebenen Einstellung ab. Die Tasten der Tastenfelder 235 und
250 sind somit Schaltvorrichtungen für die Durchführung der Grob- und Feineinstellung
für die jeweilige Aufzeichnungsbahn.
-
Durch die entsprechende Betätigung der in den Tastenfeldern des erfindungsgemäßen
Gerätes verkörperten Schaltvorrichtungen kann jede Teilfläche des Aufzeichnungsträgers
wahlweise in Einstellage in Bezug zu dem optischen System gebracht werden. Durch
Verwendung von Projektionsvorrichtungen ist es dann möglich, Mikrobilder auf den
Aufzeichnungsträger zu projizieren oder auf ihm bereits aufgezeichne'e Mikrobilder
zum Zwecke der Wiedergabe aufzusuchen. Es bei bemerkt, daß verschiedene Tasten der
einzelnen Tastenfelder im Rahmen der Beschreibung des erfindungsgemäßen Gerätes
nicht erwähnt wurden. Bei der Herstellung eines den mannigfaltigen Forderungen der
Praxis genügenden Gerätes können jedoch noch weitere Tasten vorgesehen werden, falls
zusätzliche Steuermerkmale oder -leistungen später erforderlich sein sollten. Es
versteht sich jedoch, daß solche zusätzlichen Tasten das Arbeiten des beschriebenen
Gerätes in keiner Weise beeinflussen.
-
Obwohl die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Gerätes an Hand der
Verwendung von druckknopfartigen Tasten zum Zuführen von Eingabeinformationen beschrieben
wurde, versteht es sich, daß solche Informationen natürlich auch von einer entfernt
befindlichen Eingabequelle, beispielsweise einem Elektronenrechner, erzeugt und
zugeführt werden können.
-
Durch eine einfache und trotzdem zuverlässig arbeitende Fokussiervorrichtung
ist die Aufzeichnungsfläche des Aufzeichnungsträgers 30 genau im Brennpunkt
des optischen Systems einstellbar. Gemäß F i g. 6 ist die die ortsfeste Linse
48 tragende Halterung 50 mit einem senkt-echt verlaufenden Glied
280 versehen, das als Fokussieranschlagsglied dient und eine mit der ortsfesten
Linse 48 ausgerichtete öffnung 281 aufweist. Die beweglich angeordnete Linse
46 befindet sich in einem Zylinder 282, der sich auf einer Büchse
283 verschiebbar führt. Bei Erregung eines Fokussiermagnets 285
wird
ein Anker 286 nach rechts gezogen, so daß ein Hebel 290 um seinen
Drehpunkt 291 schwenkt und dadurch sein Ende 289 nach links verstellt.
Dabei läuft eine auf dem Hebel 290 sitzende Klinke gegen einen Bund
292 des Zylinders 282 an und verschiebt diesen und die bewegliche
Linse 36 so lange nach links ', bis der Aufzeichnungsträger 30 fest
an der öffnung 281 des Fokussieranschlagsgliedes 280 anliegt, das
sich irn Brennpunkt des optischen Systems befindet. Da der Auf7eichnungsträger aus
einem flexiblen Stoff besteht, kann er dieser Bewegung nachgeben, ohne dadurch nennenswert
beansprucht oder verformt zu werden. Die Linksbewegung des Endes 289 des
Hebels 290 bewirkt unter dem Einfluß eines Verbindungsgliedes 297
eine Uhrzeigerdrehung eines Gliedes 295 um seinen Drehpunka 296.
-
Bei Fiitregiiiig des Fokussiermagnets 285 wird das Ende
289 des Hebels 290 durch eine Zugfeder 300
C gen, die
das Glied 295 ständig im nach rechts gezo Gegenuhrzeiaersinn um seinen Anlenkpunkt
296 zu drehen sucht.
-
Durch die Drehung des Gliedes295 im Gegenuhrzeigersinn wird das Ende289
des Hebels290
über das Verbindungsglied 297 nach rechts
gezogen. Dabei läuft die auf dem Hebel 290 sitzende Klinke gegen einen Bund
301 des Zylinders 282 an, so daß der Zylinder 282 sowie die
Linse 36 sich nach rechts bewegen und dadurch den Aufzeichnungsträger
30 freigeben.
-
Um es der Auswählvorrichtung zu ermöglichen, die jeweils ausgewählte
Fläche des Aufzeichnungsträgers 30 in Einstellage in Bezug zu dem optischen
System zu bringen, ehe der Fokussierrnagnet 285 betätigt wird, ist in seiner
Speiseschaltung ein Verzögerungsstromkreis eingebaut.