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Selbsttätige Schmiervorrichtung für die Laufkatzenräder eines Förderers
während ihrer Bewegung Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Schmiervorrichtung
für die Räder der Laufkatzen eines Förderers während ihrer Bewegung.
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Es ist bekannt, Förderbänder von Förderanlagen auf Tragrollen laufen
zu lassen, welche am Förderband sitzen und mit ihm umlaufen. Solche Tragrollen werden
durch ein Öl-Luft-Gemisch geschmiert, indem das Öl durch einen Preßluftstrahl zerstäubt
und in die Lager eingeblasen wird. Hierzu müssen aber die Lager offen ausgebildet
sein. Das hat den Nachteil, daß sie stark zustauben, was z.B. bei Wälzlagern leicht
zum Festklemmen führt. Die Lebensdauer derselben ist dadurch stark herabgesetzt.
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Es ist weiter bekannt, die Schmierung der Räder von Laufkatzen durch
öl oder Fett vorzunehmen, welches durch Schmierpressen in die Schmierlöcher der
Laufkatzenräderachsen eingepreßt wird. Diese Schmierpressen werden beim Vorbeilauf
der Schmierstellen in die Schmierlöcher ein- und ausgeschwenkt.
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Hier sind die Schmierstellen nach außen hin praktisch abgeschlossen,
so daß sie der Gefahr des Zustaubens nicht ausgesetzt sind. Bei dieser Art der Schmierung
muß aber jede einzelne Schmierpresse die Dosierung des Schmiermittels selber vornehmen.
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Ferner ist es hierbei bekannt, die Steuerung von zwei Schmieraggregaten
durch einen einzigen Steuerschalter vorzunehmen, der auch ein Zeitschalter sein
kann.
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Die Erfindung soll die Nachteile sowohl der offenen Lagerausbildung
als auch der Einzeldosierung für jede Schmierstelle ausschalten und diese durch
die Vorteile der geschlossenen Lagerausbildung und einer zentralen Dosierung ersetzen.
Die Erfüllung dieser beiden Aufgaben wird nun unter Verwendung an sich bekannter
Einzelteile durch eine einfache Anordnung erreicht.
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Die neue selbsttätige Schmiervorrichtung für die Räder der Laufkatzen
eines Förderers während ihrer Bewegung mit Schmierdüsen, die beim Vorbeilauf in
die Schmierlöcher der Räderachsen ein- und wieder herausgeschwenkt werden und eine
dosierte Schmiermittelmenge abgeben, die aus einem Vorratsbehälter durch ein Druckmittel
zugeführt wird, weist erfindungsgemäß zwei Druckluftventile hintereinander in der
Druckluftzuleitung zum Ölvorratsb eh älter auf, deren vorgeschaltetes die Druckluftzufuhr
öffnet wenn die Förderkette angelassen wird, und deren nachgeschaltetes eine dosierte
Menge Druckluft in den Vorratsbehälter einläßt, wenn die Schmierdüsen in Arbeitsstellung
geschwenkt werden, wobei das Dosierventil zusätzlich durch ein Zeitwerk gesteuert
sein kann.
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In der Zeichnung ist schaubildlich und schematisch ein Ausführungsbeispiel
der neuen Schmiervorrichtung dargestellt.
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Mit 10 ist eine endlose angetriebene Förderkette bezeichnet, welche
in Abständen durch Bügel 11 oder dergleichen getragen wird, die von fahrbaren Laufkatzen
12 herabhängen, welche auf einer Hoch-Schienenbahn 13 laufen.
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Zur Schmierung der Laufkatzenräder ist an einer Stelle der Förderbahn
eine Schmiervorrichtung angeordnet. Sie weist einen Behälter 14 auf mit Öl für eine
Ölsuspension bekannter Art, die durch Druckluftzufuhr erzeugt und abgegeben wird.
An diesen Behälter 14 ist eine Luftzufuhrleitung 15 angeschlossen, durch welche
Druckluft aus einer nicht gezeigten Druckluftquelle strömt. In die Druckluftzuleitung
15 sind durch Solenoide gesteuerte Ventile 16, 17 hintereinander eingeschaltet,
dazwischen ein Druckregler 18 und ein Luftreiniger 19 bekannter Art. Das vorgeschaltete
Ventil 16 ist mit der Antriebseinheit der Förderkette 10 derart elektrisch verbunden,
daß es geöffnet wird, wenn die Kette läuft und Luft durch die Leitung 15 hindurchläßt.
Wenn der Antrieb der Förderkette 10 stillgesetzt wird, sperrt das Ventil 16 den
Zustrom der Druckluft durch die Leitung 15 automatisch ab. Der Druckregler 18 regelt
den Druck der zum Ölbehälter 14 zuströmenden Druckluft. Der letztere ist mit einem
Ventil 20 versehen, durch welches hindurch die Ölemulsion austritt.
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Das nachgeschaltete solenoidgesteuerte Ventil 17, das durch einen
Mikroschalter 21 kontrolliert wird, läßt in der Offenstellung eine bestimmte Menge
Druckluft in den Behälterl4 eintreten, in dem sie mit dem Öl eine Emulsion eingeht.
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Aus der Abgabeseite des Ölbehälters 14 führen zwei Leitungen 22 und
23, deren jede in je einer Düse 24 und 25 endet. Die beiden Düsen 24, 25 sind zu
beiden Seiten der Förderbahn der Laufkatzen 12 angeordnet, und jede sitzt an einem
Arm 26 bzw. 27.
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Beide Arme sind um feste senkrechte Achsen 28, 29 schwenkbar. Beide
Düsen 24, 25 sind oberhalb ihrer Arme 26, 27 angeordnet, und diese haben je eine
solche Länge, daß sie über das Düsenende hinausragen bis in die Bahn der Laufkatzen
hinein. Wenn die Laufkatzen sich mit der Förderkette 10 bewegen, stößt jede Laufkatze
an die Arme 26, 27 an und schwenkt die Arme um einen gewissen Bogen.
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Wenn die Arme 26, 27 die Mitten ihrer Schwenkbögen erreichen, werden
die Düsen 24, 25 vor Öllöcher in den Achsen der Laufkatzenräder oder -rollen geschwenkt,
worauf sie in diese Löcher eintauchen.
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Jede Düse 24, 25 ist so auf ihrem Arm 26, 27 gelagert, daß sie eine
kurze Längsverschiebung erleiden kann. Eine Feder 30, 31 belastet jede Düse nach
vorwärts, so daß die Düsen in die Öllöcher eingedrückt werden.
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Mit der Düse 25 ist ein Anschlagbund 32 oder ähnlicher Anschlag verbunden,
welcher bei Anschlagen der Düse an die Laufkatzenradachse und ihrer darauffolgenden
begrenzten Rückbewegung gegen die Feder 31 den Mikroschlater 21 steuert, der seinerseits
das Solenoid des Druckluftdosierventils 17 in Tätigkeit versetzt.
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Nach einer bestimmten Winkelschwenkung der Arme 26 und 27 kommt die
Laufkatze außer Kontakt mit ihnen, worauf die Arme durch Rückholfedern 33, 34 in
ihre Anfangslage zurückgeführt werden. Entsprechende Anschläge 35 sind vorgesehen,
die das Ausmaß der Rückschwenkung der Arme 26, 27 begrenzen.
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Während der Rückschwenkung der Arme verbleiben die Düsen 24, 25 in
ihrer vordersten Stellung, in welche sie durch die Federn 30, 31 vorgeschoben waren,
so daß der Anschlagbund 32 an der Düse 25 nicht im Kontakt mit dem Mikroschalter
21 kommen kann.
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Wenn jede Laufkatze 12 sich der Schmierzone nähert, stößt sie gegen
die Arme 26, 27 auf beiden Seiten der Förderbahn und schwenkt diese um einen gewissen
Bogen. Wenn die Arme sich der Mitte dieser Bogenschwenkung nähern, werden die Düsen
24, 25 in Kontakt mit den Ollöchern in den Achsen der
Laufkatzenrollen gebracht,
und durch die darauffolgende Vorschub- bzw. Rückschubbewegung jeder Düse wirkt der
Anschlagbund 32 an der Düse 25 auf den Mikroschalter 21, der das Dosierventil 17
öffnet.
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Hierdurch wird dem Behälter 14 eine bestimmte Menge Druckluft zugeführt,
so daß in diesem Öl-Luft-Gemisch erzeugt wird und über die Leitungen 22, 23 und
die Düsen 24, 25 austritt. Wenn die Arme 26, 27 über die Mittelstellung hinausgelangt
sind, werden die Düsen 24, 25 aus den Öllöchern ausgezogen und unter der Wirkung
ihrer Federn 30, 31 wieder vorgeschoben, wodurch die Zurückführung des Mikroschalters
21 in seine Anfangsstellung freigegeben wird, so daß nachfolgend das Dosierventil
17 schließt und die Luft-Öl-Zufuhr absperrt.
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Nach einer bestimmten Winkelschwenkung der Arme 26 und 27 kommt die
Laufkatze 10 außer Kontakt mit ihnen, und die Arme werden durch die Rückholfedern
33, 34 in ihre Anfangsstellung zurückgeführt, wobei während dieser Zurückführung
der Mikroschalter 21 nicht betätigt und kein Öl zugeführt wird.
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Diese Schmierdüsensteuerung ist an sich bekannt.
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Das Dosierventil 17 kann auch in bekannter Weise solenoidgesteuert
sein durch ein Zeitwerk, welches die Dosierung der Druckluft zum Ölbehälter 14 ohne
Rücksicht auf die Geschwindigkeit der Laufkatzen regelt.