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DE1189970B - Verfahren zur Abtrennung von Kobaltverbindungen aus Oxoreaktionsprodukten und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung von Kobaltverbindungen aus Oxoreaktionsprodukten und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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Publication number
DE1189970B
DE1189970B DES80045A DES0080045A DE1189970B DE 1189970 B DE1189970 B DE 1189970B DE S80045 A DES80045 A DE S80045A DE S0080045 A DES0080045 A DE S0080045A DE 1189970 B DE1189970 B DE 1189970B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cobalt
vessel
oxo reaction
aqueous
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES80045A
Other languages
English (en)
Inventor
Toshihide Goto
Takao Sawada
Akio Yamagishi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sumitomo Chemical Co Ltd
Original Assignee
Sumitomo Chemical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sumitomo Chemical Co Ltd filed Critical Sumitomo Chemical Co Ltd
Publication of DE1189970B publication Critical patent/DE1189970B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G51/00Compounds of cobalt
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B23/00Obtaining nickel or cobalt
    • C22B23/04Obtaining nickel or cobalt by wet processes
    • C22B23/0407Leaching processes
    • C22B23/0415Leaching processes with acids or salt solutions except ammonium salts solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abtrennung von Kobaltverbindungen aus Oxoreaktionsprodukten und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Abtrennung von Kobaltverbindungen aus durch Oxoreaktion in Gegenwart kobalthaltiger Katalysatoren erhaltenen Produkten sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Das Verfahren, wonach eine organische Verbindung mit einer olefinischen Doppelbindung mit Kohlenmonoxyd und Wasserstoff bei erhöhter Temperatur und bei erhöhtem Druck in Gegenwart eines kobalthaltigen Katalysators in Berührung gebracht wird, um einen Aldehyd mit einem Kohlenstoffatom mehr als die organische Ausgangsverbindung herzustellen bzw. Derivate des Aldehyds zu erzeugen, ist als sogenannter Oxoprozeß bekannt und wird gewerbsmäßig durchgeführt. In solchen Oxoreaktionsprodukten bleibt der verwendete kobalthaltige Katalysator gleich nach der Reaktion hauptsächlich in der Form von Kobaltcarbonyl, Kobalthydrocarbonyl oder anderen unbekannten Carbonylkomplexsalzen gelöst, in welchen das Kobalt, zusammen mit einer untergeordneten Menge von Kobaltsalzen organischer Säuren, mit Kohlenmonoxyd kombiniert ist. Diese Kobaltcarbonylverbindungen führen oft eine Anzahl von Schwierigkeiten herbei. Beispielsweise verursachen sie eine Verschlechterung des Oxoreaktionsproduktes, insbesondere des Aldehyds, in den nachfolgenden Stufen wie der Destillation oder der Hydrierung des Produktes. Auch veranlassen sie eine teilweise Blockierung durch Isolation und Ablagerung metallischen Kobalts an verschiedenen Stellen der Vorrichtung, wodurch eine Behinderung des kontinuierlichen Arbeitens herbeigeführt wird. Außerdem ist der Kobaltkatalysator kostspielig. Aus diesen Gründen wird der im Produkt enthaltene Kobaltkatalysator gewöhnlich vor nachfolgenden Prozessen abgetrennt und zurückgewonnen.
  • Zur Abtrennung und Rückgewinnung des Kobalts aus den Oxoreaktionsprodukten kennt man bereits mehrere Verfahren: 1. Hitzezersetzung des Katalysators mittels Dampf zu metallischem Kobalt und Abtrennung des Kobaltmetalls durch Filtration, magnetische Anziehung oder andere geeignete Maßnahmen; 2. Hitzezersetzung des Katalysators in Gegenwart von Wasserstoff bei überatmosphärischem Druck zu metallischem Kobalt und Abtrennung des Kobalts durch Filtration, magnetische Anziehung oder andere geeignete Maßnahmen; 3. Bildung eines im Oxoreaktionsprodukt unlöslichen und in Wasser löslichen Kobaltsalzes durch Berührung des Katalysators mit einer Säure und Abfiltrieren oder Extrahieren mit Wasser.
  • Die Methode 1 bringt den Nachteil mit sich, daß das gebildete metallische Kobalt in feinverteilter Form vorliegt, was seine Abtrennung schwierig gestaltet. Ferner ist die Isolierung des metallischen Kobalts nicht einheitlich (beispielsweise wird metallisches Kobalt hauptsächlich rings um die Öffnung für die Zufuhr des Oxoreaktionsproduktes zur Heizzone oder rings um die Dampfgebläsedüse abgeschieden) und führt eine teilweise Blockierung herbei. Auch erfordert einmal gebildetes metallisches Kobalt mühsame Arbeitsgänge zur Wiederverwendung als Oxokatalysator. Das Verfahren 2 bringt ähnliche Schwierigkeiten wie das Verfahren 1 mit sich.
  • Wenn auch das Verfahren 3 insofern günstiger ist, als das Kobalt in Form wäßriger Lösung zurückgewonnen wird und leicht zu handhaben ist, so begegnet man auch hier einigen Schwierigkeiten. So ist die Umwandlungsgeschwindigkeit des Kobaltkatalysators in das Kobaltsalz relativ gering und variiert selbst bei gleichbleibenden Bedingungen. Daher benötigt man für eine Kontaktextraktion Vorrichtungen großen Ausmaßes, und man kann eine bestimmte Extraktionszeit nicht vorhersagen. Die Arbeitsweise ist also schwer kontrollierbar.
  • Es wurde nunmehr ein neues Verfahren zur wirksamen Abtrennung von Kobaltverbindungen aus Oxoreaktionsprodukten aufgefunden, welches den herkömmlichen Methoden überlegen ist. Ziel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die vollständige und schnelle Abtrennung öllöslichen Kobaltkatalysators aus Oxoreaktionsprodukten bei gleichzeitiger überführung des Kobalts in eine Form, welche die bequeme Herstellung neuen Katalysators ermöglicht.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Abtrennung von Kobaltverbindungen aus Produkten, welche durch Oxoreaktion in Gegenwart kobalthaltiger Katalysatoren erhalten wurden, durch Behandeln des öligen Oxoreaktionsproduktes, bei Raumtemperatur oder bei etwas erhöhter Temperatur, mit wäßrigen Säuren und anschließendes Trennen der öligen von der wäßrigen Phase, ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung in Gegenwart eines Oxydationsmittels mit einer starken anorganischen Säure in solcher Menge durchführt, daß ein überschuß an freier Säure bestehen bleibt. Durch diese Maßnahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens entsteht, unter im wesentlichen völliger Befreiung des Oxoreaktionsproduktes von Kobaltverbindungen jeder Art, eine saure wäßrige Phase, welche sämtliches Kobalt in Form leicht wiederverwendbarer Kobalt(II)-Salze enthält.
  • Das Oxoreaktionsprodukt enthält gelöste Kobalt-, erbindungen in einer Menge, welche dem verwendeten Kobaltkatalysator entspricht. Im allgemeinen bewegt sich der Kobaltgehalt zwischen 0,1 und 5 g/1. Wenn das kobalthaltige Oxoreaktionsprodukt in Gegenwart eines Oxydationsmittels, vorzugsweise eines sauerstoffhaltigen Gases, insbesondere Luft, bei Raumtemperatur oder etwas erhöhter Temperatur mit einer wäßrigen Lösung behandelt wird, welche einen überschuß an freier anorganischer starker Säure, wie vorstehend näher angegeben ist, in einer Konzentration von 1 bis 10 Gewichtsprozent aufweist, so wird das Kobalt innerhalb eines Zeitraumes von einigen Minuten bis zu einer Stunde, je nach den Bewegungs- und Berührungsbedingungen, in anorganisches Salz umgewandelt und geht im wesentlichen vollständig in die wäßrige Schicht über. Die wäßrige Schicht, welche das anorganische Kobaltsalz enthält, wird von der öligen, das Oxoreaktionsprodukt enthaltenden Schicht abgetrennt. Die ölige Schicht enthält eine geringe Menge der wäßrigen Kobaltsalzlösung in emulgiertem Zustand, doch ist die Kobaltmenge in der öligen Schicht im allgemeinen geringer als 10 mg/1, und eine solch kleine Menge an Kobaltsalz beeinträchtigt die nachfolgenden Arbeitsschritte nicht. Wenn gewünscht, wird die ölige Schicht zur Entfernung der Kobaltsalzverunreinigung mit Wasser gewaschen oder zentrifugiert. Das als wäßrige Lösung abgetrennte anorganische Kobaltsalz kann in ein organisches Kobaltsalz umgewandelt werden, indem man Alkalilauge und eine organische Säure, wie Naphthensäure, hinzusetzt. Man extrahiert zur Widerverwendung als Katalysator für die Oxoreaktion mit einem Olefinmaterial für die Oxoreaktion oder einem Lösungsmittel.
  • Die im Verfahren der Erfindung verwendete Säure ist eine der starken anorganischen Säuren, beispielsweise Schwefelsäure, Salzsäure oder Phosphorsäure, besonders Schwefelsäure. Die anorganische Säure wird in Form einer wäßrigen Lösung verwendet, welche vorzugsweise eine Konzentration von 1 bis 10 Gewichtsprozent, insbesondere etwa 5% aufweist. Wenn kontinuierlich gearbeitet wird, führt man ein Oxoreaktionsprodukt und eine wäßrige starke anorganische Säure zusammen mit dem Oxydationsmittel kontinuierlich einer Berührungszone zu, während man das in Berührung gebrachte Gemisch kontinuierlich aus der Zone abzieht und zur Trennung in zwei Schichten stehenläßt. In diesem Fall ist es vorteilhaft, die abgetrennte, das aufgelöste Kobaltsalz und den Säureüberschuß enthaltende wäßrige Schicht im Kreislauf zu der Berührungszone zurückzuführen. Die benötigte Menge an wäßriger starker anorganischer Säurelösung variiert je nach der Konzentration, d. h., die niedrigere Konzentration erfordert die größere Menge und umgekehrt. Im allgemeinen liegt die benötigte Menge innerhalb des Bereiches zwischen 0,01 und 1,0 Volum je Volum des Oxoreaktionsproduktes.
  • Als im Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendetes Oxydationsmittel ist ein sauerstoffhaltiges Gas, insbesondere Luft, oder an Sauerstoff angereicherte Luft vorzuziehen, wenn auch gewünschtenfalls ein Mittel mit stärkerer Oxydationskraft, wie Wasserstoffperoxyd, verwendet werden kann. Bei Verwendung eines sauerstoffhaltigen Gases ist es am wirksamsten, wenn man das Gas der Berührungszone durch Einblasen in das Gemisch aus Oxoreaktionsprodukt und wäßriger starker anorganischer Säurelösung zuführt. Es reicht aber auch aus, das Gas lediglich über die Oberfläche des Gemisches zu leiten, wenn man eine kräftige Bewegung oder eine horizontal geartete Bewegung, wie sie nachstehend beschrieben ist, anwendet.
  • Bei der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Umwandlungszeit abgekürzt, indem man eine wirksame Berührung der aus oxoreaktionsprodukt bestehenden öligen Schicht mit der aus wäßriger starker anorganischer Säurelösung bestehenden wäßrigen Schicht aufrechterhält. Es ist ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens, daß die Zeit zur Abtrennung des Kobalts im Vergleich zu den bisherigen Verfahren erheblich abgekürzt ist. Selbst bei Bewirkung der Reaktion unter Verwendung eines gebräuchlichen Behälters mit einem Vertikalrührer unter gewöhnlichen Rührbedingungen wird Kobalt beispielsweise innerhalb von etwa einer Stunde im wesentlichen vollständig in die wäßrige Schicht übergeführt. Wenn eine kräftigere Rührung angewendet wird, so ist eine viel kürzere Zeit gewährleistet. Der Grad der Rührung hängt ab von der Umfangsgeschwindigkeit des Endes der Rührblätter. Die empfohlene Geschwindigkeit beträgt etwa 60 000 mm/min. Wenn beispielsweise Rührblätter mit einem Durchmesser von 200 mm in einem Gefäß von 320 mm Durchmesser mit einer Geschwindigkeit von 3000 U/min gedreht werden, so wird die erforderliche Zeit bis auf 10 Minuten oder weniger abgekürzt.
  • Besonders vorteilhaft läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren unter Verwendung einer Horizontalvorrichtung mit einem sich horizontal drehenden Rührer durchführen, wodurch eine wirksame Entfernung des Kobalts unter gewöhnlichen Rotierbedingungen innerhalb einer noch kürzeren Zeit bewerkstelligt wird. Eine solche Vorrichtung besteht aus folgenden Teilen: einem zylindrischen horizontal angeordneten Gefäß, einer in axialer Richtung verlaufenden drehbaren Welle, auf der Rührblattpaare angeordnet sind, drei Einlaßorganen am einen Gefäßende für die Einführung des Oxoreaktionsproduktes, der wäßrigen Säurelösung und des sauerstoffhaltigen Gases, zwei Auslaßorganen am anderen Gefäßende zum Ablassen des Flüssigkeitsgemisches bzw. zur Abführung des Abgases, wobei der Auslaß für das Flüssigkeitsgemisch sich auf etwa gleicher Höhe mit der höchsten Stellung der Rührblattenden befindet und der Auslaß für das Abgas höher liegt als der Auslaß für das Flüssigkeitsgemisch. In den bevorzugten Ausführungsformen verläuft die drehbare Welle unterhalb der Gefäßachse durch das Gefäß. Die auf der Welle befindlichen Rührblattpaare sind vorzugsweise gegeneinander versetzt angeordnet. Der Durchmesser der Rührblätterpaare ist vorzugsweise nicht geringer als zwei Drittel des Gefäßdurchmessers. Vorzugsweise können auf der Welle oder auf der inneren Oberfläche des Gefäßes zwischen jedem benachbarten Rührblattpaar eine Anzahl von Sperrplatten angebracht sein.
  • Die F i g. 1 und 2 der Zeichnungen zeigen eine Ausführungsform einer geeigneten Vorrichtung.
  • F i g. 1 ist eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung, und F i g. 2 stellt eine Schnittansicht der Vorrichtung gemäß A-A' in F i g. 1 dar.
  • In F i g. 1 werden ein Oxoreaktionsprodukt, eine wäßrig-anorganische Säurelösung und ein sauerstoffhaltiges Gas in die Berührungszone 7 durch Einlaßorgane 1, 2 und 3 eingeführt. In der Berührungszone 7, welche ein zylindrisches Gefäß darstellt, ist eine Welle vorgesehen, welche mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 200 U/min gedreht wird. Eine Anzahl von Rührblätterpaaren 6 ist längs der Welle mit unterschiedlichen Phasen angebracht. Der Durchmesser eines Rührblätterpaares beträgt zwei Drittel des Gefäßdurchmessers. Eine Anzahl Sperrplatten 8 sind auf der Welle zwischen jedem benachbarten Rührblattpaar angebracht. Das Oxoreaktionsprodukt und die wäßrig-anorganische Säurelösung werden in Gegenwart des sauerstoffhaltigen Gases mittels der Rührblätter gut durchgerührt. Nach einer Verweilzeit von etwa 10 Minuten oder mehr in der Berührungszone 7 wird das sich ergebende Flüssigkeitsgemisch durch die Flüssigkeitsauslaßorgane 4 abgezogen, während das Abgas durch die Gasauslaßorgane 5 entweicht. Eine Flüssigkeitsverweilzeit von längstens 30 Minuten reicht aus, um das im Oxoreaktionsprodukt gelöste Kobalt in Form eines Kobaltsalzes in die wäßrige Phase zu überführen. Das durch die Auslaßorgane 4 abgezogene Flüssigkeitsgemisch wird in ein nicht gezeigtes Absetzgefäß eingeführt und in zwei Schichten getrennt. Die obere Schicht ist ein Oxoreaktionsprodukt, welches nur 10 mg/1 oder weniger Kobalt enthält. Die Flüssigkeitsoberfläche in der Berührungszone 7 ist vorzugsweise so eingestellt, daß sie sich auf einem nicht höheren Niveau befindet als die höchste Stellung des Endes der rotierenden Blätter 6, oder die Flüssigkeitsoberfläche befindet sich etwa auf einem wenig niedrigeren Niveau. Die Anzahl der Rührblätterpaare beeinflußt die Wirksamkeit der Berührung nicht wesentlich.
  • Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist die Verwendung einer starken anorganischen Säure für das Auflösen von Kobalt in einer wäßrigen Schicht wesentlich. Wenn statt dessen eine organische Säure verwendet wird, so wird eine hinreichend große Umwandlungsgeschwindigkeit von Kobalt in dessen Salz nicht erzielt. Außerdem bleibt ohnehin eine beträchtliche Menge der organischen Säure und ihres Kobaltsalzes im Oxoreaktionsprodukt gelöst. Die Anwendung schwacher anorganischer Säuren führt zur Bildung von Kobalt(III)-Salzen, welche im Gegensatz zu den Kobalt(II)-Salzen, zur Herstellung neuen Katalysators nicht leicht wiederverwendbar sind.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann in Oxoreaktionsprodukt aufgelöstes Kobalt leicht und schnell bis auf ein Niveau entfernt werden, welches niedriger als 10 mg/1 liegt. Dieses Verfahren ist äußerst vorteilhaft, weil die anorganische .Säure und das sauerstoffhaltige Gas, wenn dieses benutzt wird, überaus leicht verfügbar sind. Auch erzielt man Vorteile, wie das Einsparen von Energiekosten und leichte Wartung der Vorrichtung, wenn eine oben beschriebene Vorrichtung verwendet wird, weil unter gewöhnlichen Rührbedingungen eine wirksame und schnelle Abtrennung des Kobalts aus dem Oxoreaktionsprodukt gewährleistet ist. Ferner ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren infolge der für die Abtrennung benötigten kurzen Zeit die Verwendung einer Vorrichtung kleineren Ausmaßes.
  • Es sei nunmehr das erfindungsgemäße Verfahren an Hand zweier Beispiele beschrieben.
  • Beispiel 1 11 eines Oxoreaktionsproduktes, welches durch eine Reaktion von Isohepten, Kohlenmonoxyd und Wasserstoff in Gegenwart eines Kobaltkatalysators erhalten wurde und welches 1800 mg/1 in gelöstem Zustand enthält, wird mit 400 cms Schwefelsäure einer Konzentration von 5 Gewichtsprozent gemischt. Das sich ergebende Gemisch wird 1 Stunde bei normaler Temperatur gerührt, während Luft eingeblasen wird. Nach dieser Zeit läßt man das Gemisch sich in zwei Schichten trennen, und die untere Schicht, d. h. die wäßrige Schicht, welche Kobalt in Form des Sulfats enthält, wird entfernt. Die obere, die ölige Schicht wird mit einer kleinen Menge Wasser gewaschen. Dieser Versuch wird dreimal wiederholt. Die Menge an Kobalt, welche in der öligen Schicht nach jedem Arbeitsgang aufgelöst verbleibt, beträgt 10,2, 7 bzw. 4,2 mg/1. Diese Werte zeigen, daß die ölige Schicht nach jeder Arbeitsstufe ein Oxoreaktionsprodukt mit einer kleinen Kobaltmenge ist, welches ohne Schwierigkeiten für den nachfolgenden Prozeß verwendet werden kann.
  • Beispiel 2 Ein vertikales zylindrisches Gefäß wird mit 221 Oxoreaktionsprodukt (das gleiche wie im Beispiel 1) und 5 1 Schwefelsäure einer Konzentration von 2 Gewichtsprozent beschickt. Während man durch den Raum oberhalb der Oberfläche des Füssigkeitsgemisches Luft mit einer Geschwindigkeit von 20001/Std. durchleitet, wird ein Rührer von 200 mm Durchmesser, mit welchem das Gefäß von 320 mm Durchmesser ausgestattet ist, 10 Minuten lang bei 500 U/min gedreht. Nachdem man das Flüssigkeitsgemisch sich in zwei Schichten hat trennen lassen, wird die obere Schicht dekantiert. Dieser Versuch wird zweimal wiederholt. Die Kobaltmenge, welche in der öligen Schicht nach jedem Versuchsgang aufgelöst verbleibt, beträgt 6,3 bzw. 8,7 mg/l.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Abtrennung von Kobaltverbindungen aus Produkten, welche durch Oxoreaktion in Gegenwart kobalthaltiger Katalysatoren erhalten wurden, durch Behandeln des öligen Oxoreaktionsproduktes, bei Raumtemperatur oder bei etwas erhöhter Temperatur, mit wäßrigen Säuren und anschließendes Trennen der öligen von der wäßrigen Phase, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß man die Behandlung in Gegenwart eines Oxydationsmittels mit einer starken anorganischen Säure in solcher Menge durchführt, daß ein überschuß an freier Säure bestehen bleibt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung mit einer 1- bis lOgewichtsprozentigen wäßrigen Säurelösung, besonders Schwefelsäure, durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung mit einem sauerstoffhaltigen Gas, besonders Luft, als Oxydationsmittel durchführt,
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung mit der von der öligen Phase abgetrennten, noch einen Säureüberschuß enthaltenden wäßrigen Phase durchführt.
  5. 5. Vorrichtung zur kontinuierlichen Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 bis 4, bestehend aus einem zylindrischen, horizontal angeordneten Gefäß, einer in axialer Richtung durch das Gefäß verlaufenden, drehbaren Welle, auf der Rührblattpaare angeordnet sind, drei Einlaßorganen an einem Gefäßende zur Einführung des Oxoreaktionsproduktes, der wäßrigen Säurelösung und des sauerstoffhaltigen Gases, zwei Auslaßorganen am anderen Gefäßende zum Ablassen des Flüssigkeitsgemisches bzw. zur Abführung des Abgases, wobei der Auslaß für das Flüssigkeitsgemisch sich etwa auf gleicher Höhe mit der höchsten Stellung der Rührblattenden befindet und der Auslaß für das Abgas höher liegt als der Auslaß für das Flüssigkeitsgemisch.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Welle unterhalb der Gefäßachse durch das Gefäß verläuft, die auf der Welle befindlichen Rührblattpaare gegeneinander versetzt angeordnet sind und jedes Rührblattpaar einen Durchmesser besitzt, welcher nicht geringer als zwei Drittel des Gefäßdurchmessers ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Welle zwischen jedem benachbarten Rührblattpaar mit Sperrplatten versehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1028 556, 1105 863; Fortschritte der chemischen Forschung, 2, S. 337 und 338.
DES80045A 1961-06-23 1962-06-22 Verfahren zur Abtrennung von Kobaltverbindungen aus Oxoreaktionsprodukten und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens Pending DE1189970B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1028556B (de) * 1956-12-19 1958-04-24 Hoechst Ag Verfahren zur Reinigung von Oxo-Aldehyden
DE1105863B (de) * 1957-05-15 1961-05-04 Ruhrchemie Ag Verfahren zur kontinuierlichen Reinigung von metall- und acetalhaltigen Aldehyden und Dialdehyden aus der Oxo-Synthese

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