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DE1189969B - Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Derivaten des Glucosamins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Derivaten des Glucosamins

Info

Publication number
DE1189969B
DE1189969B DET14836A DET0014836A DE1189969B DE 1189969 B DE1189969 B DE 1189969B DE T14836 A DET14836 A DE T14836A DE T0014836 A DET0014836 A DE T0014836A DE 1189969 B DE1189969 B DE 1189969B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glucosamine
preparation
acid
parts
substituted derivatives
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET14836A
Other languages
English (en)
Inventor
Katsutada Masuda
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Takeda Pharmaceutical Co Ltd
Original Assignee
Takeda Pharmaceutical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Takeda Pharmaceutical Co Ltd filed Critical Takeda Pharmaceutical Co Ltd
Publication of DE1189969B publication Critical patent/DE1189969B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H13/00Compounds containing saccharide radicals esterified by carbonic acid or derivatives thereof, or by organic acids, e.g. phosphonic acids
    • C07H13/02Compounds containing saccharide radicals esterified by carbonic acid or derivatives thereof, or by organic acids, e.g. phosphonic acids by carboxylic acids
    • C07H13/04Compounds containing saccharide radicals esterified by carbonic acid or derivatives thereof, or by organic acids, e.g. phosphonic acids by carboxylic acids having the esterifying carboxyl radicals attached to acyclic carbon atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Derivaten des Glucosamins Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen der allgemeinen Formel in der Ph einen Phenyl- oder Biphenylrest und - NH - R einen Glucosamin bedeutet, die Heilmittel zur Verhütung und Behandlung von Alterserscheinungen sind.
  • Bekannte Alterskrankheiten sind z. B. Arteriosklerose und Hypertonie sowie Leberfunktionsstörungen, wie Lebercirrhosis. Bei neueren Untersuchungen über wirksame Verbindungen zur Verhütung und Behandlung dieser Alterserkrankungen wurde festgestellt, daß Phenyl- oder Biphenylyl-buttersäure und deren Salze eine Verringerung des Cholesteringehaltes im Blut bewirken (vgl. J. R e d e 1, J. C o t t e und A. M a t h i v a t über ix-Phenyl-buttersäure in Compt. Rend., 236, S.2553 [1953]; La Presse medical, 62, S. 939 [1954], und G. A n n o n i, S. G a r a t t i n i, C. Morpurgo, N. Passerini, P. A. Tavorm i n a und M. G i b b o über x-Biphenylyl-buttersäure in Farmaco sci e tec (Pavia), 11, S. 244 [1956]; Experimentia, 12, S. 347 [1956] ; J. Am. Chem. Soc., 79, S. 758 [1957]).
  • Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen von Phenyl- oder Biphenylylbuttersäure mit Glucosamin gefunden, die sich zur Verhütung und Behandlung von Alterserscheinungen, wie Arteriosklerose und Lebercirrhosis, eignen, da sie die Eigenschaft haben, den Lipoidstoffwechsel durch die Verringerung des Cholesteringehalts im Blut zu normalisieren und die Funktion der Leber zu regeln.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Derivaten des Glucosamins der allgemeinen Formel in der Ph einen Phenyl- oder einen Biphenylrest und die Gruppe - NH - R einen Glucosaminrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel in der Ph die vorstehend angegebene Bedeutung hat, oder deren reaktionsfähige Derivate, vorzugsweise die Säurehalogenide, Säureanhydride oder Ester, in an sich bekannter Weise mit Glucosamin umsetzt.
  • Wie aus der vorstehend angeführten allgemeinen Formel hervorgeht, erhält man gemäß der Erfindung die neuen Verbindungen aus x-Phenyl- oder x-Biphenylyl-battersäure und Glucosamin in Form der Säureamide. Die Verfahrensbedingungen entsprechen daher den üblichen Verfahren zur Herstellung von Säureamiden. So wird entweder ix-Phenyl- oder x-Biphenylyl-buttersäure mit Glucosamin umgesetzt, oder es werden reaktionsfähige Derivate dieser Säuren, vorzugsweise Säurehalogenide, Säureanhydride oderEster verwendet. Die Umsetzung zwischen diesen Derivaten und Glucosamin erfolgt zweckmäßig in einem wäßrigen Lösungsmittel in Gegenwart von geeigneten säurebindenden Mitteln, vorzugsweise anorganischen basischen Stoffen, wie Alkali- oder Erdalkalihydroxyden oder -carbonaten. An Stelle der aktiven Derivate der x-Phenyl- oder x-Biphenylyl-buttersäure können auch die freie Säure oder deren Salze verwendet werden, die dann zweckmäßig mit. Glucosamin in einem geeigneten Lösungsmittel in Gegenwart von geeigneten Katalysatoren umgesetzt werden. Als Lösungsmittel werden häufig Benzol, Toluol oder Tetrahydrofuran verwendet.
  • Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen beschrieben. Die Teile sind Gewichtsteile. Beispie11 Zu einer Lösung von 11 Teilen d-Glucosamin-hydrochlorid in 20 Teilen 5 n-NaOH-Lösung werden 9 Teile a-Phenylbutyroylchlorid unter Bewegen und Kühlen zugegeben. Die Reaktionsmischung klärt sich allmählich, und es bildet sich ein weißes öliges oder halbfestes Produkt, das später fest wird. Das Produkt wird aus 900/0igem Alkohol zu 12 Teilen N-x-Phenylbutyroyld-glucosamin in Form von kleinen Nadeln umkristallisiert, Schmelzpunkt 172°C.
  • Analyse: C1gH"08N - H20.
  • Berechnet ... C 56,00 0/0, H 7,30 0/0, N 4,10 0/0: gefunden ... C 56,45 0/0,H 7,38 0/0,N 3,86 0/0. Beispiel 2 Zu einer Lösung von 4,2 Teilen d-Glucosamin in 5 Teilen 5n-NaOH-Lösung werden tropfenweise 70 Teile einer ätherischen Lösung von 5 Teilen d-p-Biphenylyl-butyroylchlorid zugegeben. Gleichzeitig werden 5 Teile 5 n-NaOH zugegeben, um die Mischung alkalisch zu halten. Nach 8 Stunden Bewegen der Lösung wird die ätherische Schicht abgetrennt und die in der wäßrigen Schicht gebildete feste Substanz abfiltriert. Bei Umkristallisieren des Produktes aus 990/0igem Äthanol werden 2,5 Teile N-x-Biphenylylbutyroyl-d-glucosamin in Form farbloser kleiner Nadeln erhalten, Schmelzpunkt 187°C.
  • Analyse: C"H27O.,N - H20.
  • Berechnet ... C 62,99°/0,H 6,97°/0, N 3,34°/0; gefunden ... C 62,810/0,H 6,910/0, N 3,420/0. Mit dem erfindungsgemäß hergestellten N-x-Phenylbutyryl-d-glucosamin wurden Tierversuche an Kaninchen durchgeführt, durch die, wie nachstehend beschrieben, bestätigt wurde, daß diese Verbindungen eine Verringerung des Cholesteringehaltes im Blut bewirken und Arteriosklerose der Aorta verhindern.
  • Zehn männliche Kaninchen mit einem Gewicht von etwa 2,5 kg wurden täglich mit einer Ration von 7 ccm einer Mischung aus wasserfreiem Lanolin und Baumwollsaatöl in einem Verhältnis von 2: 1 und 0,5 g x-Phenylbutyroyl-d-glucosamin gefüttert. Kontrolltiere wurden mit einer nur Lanolin enthaltenden Ration gefüttert.
  • Der Versuch wurde 16 Wochen durchgeführt und in dieser Zeit der Cholesteringehalt im Blut in der 5., 10., 14. und 16. Woche gemessen. Von der 14. Woche an wurde kein x-Phenylbutyroyl-d-glucosamin mehr zugegeben.
    Tabelle 1
    Gesamthöhe von Cholesterin (mg/dl) in mit Lanolin und den erfindungsgemäßen Mitteln gefütterten
    Kaninchen (Durchschnitt bei zehn Tieren)
    Zufuhr 1 Vorher 5 Wochen 1 10 Wochen 1 14 Wochen 1 1o Wochen
    Lanolin allein ...................... 52 1328 2002 3010 2496
    Lanolin plus N-a-Phenylbutyroyl-
    d-glucosamin ..................... 49 277 1794 2322 2046
    Wie aus der vorstehenden Tabelle ersichtlich, ist der Cholesteringehalt im Blut bei Tieren, die mit dieser , erfindungsgemäßen Verbindung gefüttert wurden, geringer als der der Kontrolltiere, woraus hervorgeht, daß diese Verbindung eine Erhöhung des Cholesterins im Blut wirksam unterdrückt.
  • Nach dem Versuch wurden sämtliche Tiere getötet und geöffnet und der Zustand der Aorta mit Bezug auf Artheriosklerose verglichen. Bei makroskopischer Beobachtung der Sklerose in der Nähe des Aortabogens bei sechs Tieren jeder Gruppe wurden folgende Ergebnisse erhalten.
    Tabelle 1I
    Behandelt mit
    N-a-Phenylbutyroyl-
    d-glucosamin ..... ++ + - - -
    Kontrolltiere ....... +++ + + + + + + +
    In der vorstehenden Tabelle bezeichnen +++ eine merkliche Veränderung, ++ eine verhältnismäßig starke Veränderung, -1- eine geringe Veränderung, ± eine sehr geringe Veränderung und - keine Veränderung.
  • Die Toxizität der Versuchsverbindung wurde an dd-Mäusen geprüft. Die LD80 betrug mehr als 1000 mg/kg Maus.
  • Diese Wirkung des N-a-Phenylbuttersäureglucosamins ist insofern bemerkenswert, als festgestellt wurde, daß im Gegensatz zu den Angaben in Compt. Rend., 236 (1953), S.2554, vorletzter Absatz, und 2555, Absatz 1, weder die ,c-Phenylbuttersäure als solche noch ihr Natriumsalz eine Wirkung bei Arteriosklerose ausüben (vgl. Japanese Circulation Journal, 22 (1958), S. 464, rechte Spalte, Satz 1).

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Derivaten des Glucosamins der allgemeinen Formel in der Ph einen Phenyl- oder einen Biphenylrest und die Gruppe - NH - R einen Glucosaminrest bedeutet, dadurchgekennzeichnet,daß man Verbindungen der allgemeinen Formel in der Ph die vorstehend angegebene Bedeutung hat, oder deren reaktionsfähige Derivate, vorzugsweise die Säurehalogenide, Säureanhydride oder Ester, in an sich bekannter Weise mit Glucosamin umsetzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 915 566.
DET14836A 1956-09-05 1957-09-02 Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Derivaten des Glucosamins Pending DE1189969B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP1189969X 1956-09-05

Publications (1)

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ID=14750420

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET14836A Pending DE1189969B (de) 1956-09-05 1957-09-02 Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Derivaten des Glucosamins

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DE (1) DE1189969B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB915566A (en) * 1960-08-10 1963-01-16 Amp Inc Improvements in method of, and machines for, applying electrical connectors

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB915566A (en) * 1960-08-10 1963-01-16 Amp Inc Improvements in method of, and machines for, applying electrical connectors

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