DE1189048B - Verfahren zur Staubfreimachung und gegebenenfalls Faerbung von festen Brennstoffen - Google Patents
Verfahren zur Staubfreimachung und gegebenenfalls Faerbung von festen BrennstoffenInfo
- Publication number
- DE1189048B DE1189048B DEC21586A DEC0021586A DE1189048B DE 1189048 B DE1189048 B DE 1189048B DE C21586 A DEC21586 A DE C21586A DE C0021586 A DEC0021586 A DE C0021586A DE 1189048 B DE1189048 B DE 1189048B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bentonite
- coating
- removing dust
- solid fuels
- pigment
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L9/00—Treating solid fuels to improve their combustion
- C10L9/10—Treating solid fuels to improve their combustion by using additives
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
- Paints Or Removers (AREA)
Description
- Verfahren zur Staubfreimachung und gegebenenfalls Färbung von festen Brennstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Staubfreimachung und gegebenenfalls Färbung von festen Brennstoffen durch Umhüllung mit einer kolloidalen Suspension von Betonit unter Zusatz eines Elektrolyten.
- Es ist bekannt, feste Brennstoffe staubfrei zu machen, indem sie mit einem Film einer wäßrigen Dispersion von Betonit in Gelfonn, gegebenenfalls unter Zusatz eines Elektrolyten, wie Calciumehlorid, und eines Stabilisators überzogen werden.
- Es wurde festgestellt, daß ein nach den bisher bekannten Verfahren erzeugter Film aus Betonitgel, gleichgültig ob er Calciumchlorid enthält oder nicht, wieder aufquillt, wenn er mit Wasser in Berührung kommt, schnell zerfällt und abbröckelt.
- Überraschenderweise haftet hingegen ein unter Kieselgurzusatz hergestellter Film auch dann noch ausgezeichnet an der Kohle, auf die er aufgebracht ist, wenn er naß wird. Derart behandelte Brennstoffe können also ohne weiteres im Freien gelagert werden. Es wurde festgestellt, daß selbst nach 2 Jahren der Überzug nicht abgewittert ist. Diese Feststellungen beweisen, daß das Kieselgur nicht nur die Rolle eines Stabilisators für das Gel spielt, sondern auch in unerwarteter Weise bewirkt, daß der Film und mit ihm die eventuell vorhandenen Farbstoffe trotz abwechselnden Austrocknens durch längere Sonnenbestrahlung und Benetzung durch Regen unverändert haften bleibt.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, daß eine Suspension verwendet wird, die neben dem Bentonit und dem Elektrolyten Kieselgur enthält. Vorzugsweise wird der kolloidalen Suspension ein Pigment zugesetzt; als Pigment kann Bentonit selbst verwendet werden, auf das vorher ein Farbstoff fixiert wurde.
- Das Pigment kann zweckmäßigerweise in trockener Form auf den mit einem noch frischen und feuchten Überzug aus der kolloidalen Suspension versehenen Brennstoff aufgestäubt werden.
- Als Elektrolyt wird vorzugsweise ein Erdalkalisalz verwendet.
- Den Überzug kann man erzeugen, indem man die kolloidale Suspension auf den festen Brennstoff aufsprüht oder aufstäubt; nach einer weiteren Ausführungsform wird der Überzug durch Eintauchen des festen Brennstoffes in die kolloidale Suspension hergestellt; nach einer anderen Ausführungsform wird der Überzug hergestellt, indem man die trockenen Bestandteile auf einen sehr feuchten Brennstoff aufstäubt.
- Man erhält nach dem Verfahren der Erfindung sehr gute Umhüllungen, die gelieren und dann unempfindlich gegen den Einfluß von Wasser werden. Der Elektrolyt spielt die an sich bekannte Rolle, das Bentonitgel zu verdicken, während das Kieselgur seinerseits die Stabilisierung des Gels bezweckt, wie auch immer die atmosphärischen Bedingungen (Trockenheit oder Regen) sind.
- Gute, auf Kohle vorzüglich haftende Filme werden mit Gelen erzielt, die die folgenden Zusammensetzungen haben: Bentonit .................... 3 bis 1011/o Kieselgur .................... 3 bis 10 11/o Netz- und Emulgiermittel .... 0 bis 0,3 0/9 ölsaurer basischer Farbstoff ... 0 bis 1 ()/o Calciumchlorid .............. 0,8 bis 2 11/9 Wasser ...................... Rest In diesem Ansatz kann der ölsaure basische Farbstoff durch ein organisches Pigment (Phthalocyaninpiginente usw.) oder ein mineralisches Pigment (Ultramarin, Ocker, Metallpigmente) ersetzt werden.
- Die besten Ergebnisse werden mit einem Kieselgur sehr feiner Vermahlung (920/9 unter 20 #t) erzielt. Das Calciumchlorid kann durch Magnesiumchlorid oder durch andere Chloride oder Salze, wie z. B. durch Aluminiumsulfat, Magaesiumsulfat, Caleiumsulfat, Trinatriumphosphat, Natriumcarbonat u. a., ersetzt werden, allgemein durch die Elektrolyte, von denen an sich bekannt ist, daß sie Bentonitgele verdicken.
- Das Netz- und Einulgiermittel kann mit Vorteil eine Verbindung von Alkylphenol und Äthylenoxyd sein. Seine Aufgabe ist, eine leichte Dispergierung des Pigmentes oder die Emulgierung des ölsauren basischen Farbstoffes und schließlich die Benutzung der Kohle durch das Gel zu ermöglichen.
- Der Bentonit und das Kieselgur werden vermischt oder getrennt unter schnellem Rühren in das Wasser eingebracht Das Netzmittel kann schon vorher in das Wasser gebracht worden sein, kann aber auch nach der Bildung des Gels zugesetzt werden.
- Gegebenenfalls wird der Farbstoff bzw. werden die Pigmente in dem Gel dispergiert.
- Die Zugabe des Caleiumchlorides erfolgt erst im Moment der Behandlung der Kohle oder kurz vorher, um eine verfrühte Ausflockung des Gels zu vermeiden.
- In bestimmten F»ällen kann das Gel auf den Kohlestücken bzw. -körnern nicht haften; dies ist besonders dann der Fall, wenn die Kohle naß ist (beispielsweise beim Verlassen der Wäsche).
- In diesem Fall kann es von Vorteil sein, das Gel in situ zu erzeugen, d. h. auf der Oberfläche der befeuchteten Kohle. Statt daß man ein Gel auf die Kohle aufstäubt, bringt man dann eine innige pulverförmige Mischung von Bentonit, Kieselgur und Calciumchlorid auf die feuchte Kohle auf.
- Wenn man zum Anfärben Pigmente verwendet, vermischt man diese nur innig mit dem Bentonit und dem Kieselgur. Wenn man dagegen einen Farbstoff benutzt, wird dieser auf dem Bentonit fixiert. In diesem Fall wird der Farbstoff, um ein gleichmäßig angefärbtes Bentonit zu erhalten, in einem konzentrierten Bentonitgel dispergiert, das man dann zur Trockne eindampft. Das so erhaltene gefärbte Produkt wird gemahlen und gesiebt, um die ursprüngliche Körnung des Bentonits wieder zu erreichen. In diesem Fall kann die feste Mischung aus Bentonit, Kieselgur, Caleiumchlorid (oder- einem anderen Salz) vorteilhaft die folgende Zusammensetzung haben: Gefärbtes Bentonit .............. 30 bis 40 % Kieselgur ....................... 50 bis 6011/o Calciumchlorid (oder anderes Salz) 8 bis 10%
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Staubfreimachung und gegebenenfalls Färbung von festen Brennstoffen durch Umhüllung mit einer kolloidalen Suspension von Bentonit unter Zusatz eines Elektrolyten, dadurch gekennzeichnet, daß eine Suspension verwendet wird, die neben dem Bentonit und dem Elektrolyten Kieselgur enthält.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kolloidalen Suspension ein Pigment zugesetzt wird. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Pigment in trockener Form auf den mit einem noch frischen und feuchten überzug aus der kolloidalen Suspension versehenen Brennstoff aufgestäubt wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der überzug durch Aufstäuben der trockenen Bestandteile auf einen sehr feuchten Brennstoff erzeugt wird. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Netz- und Emulgiermittel eine Alkylphenol-Äthylenoxyd-Verbindung verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 642 050, 732 414; USA.-Patentschriften Nr. 1688 695, 1748 787, 2250287.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1189048X | 1959-06-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1189048B true DE1189048B (de) | 1965-03-18 |
Family
ID=9665649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC21586A Pending DE1189048B (de) | 1959-06-13 | 1960-06-02 | Verfahren zur Staubfreimachung und gegebenenfalls Faerbung von festen Brennstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1189048B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1688695A (en) * | 1927-12-28 | 1928-10-23 | Delaware Lackawanna & Western | Coal |
| US1748787A (en) * | 1928-01-17 | 1930-02-25 | Delaware Lackawanna & Western | Method of identifying fuel and product thereof |
| DE642050C (de) * | 1934-06-01 | 1937-02-20 | Alfred Scholz | Aus unverbrennbaren anorganischen Stoffen bestehender UEberzug auf Brennstoffbriketts |
| US2250287A (en) * | 1940-07-30 | 1941-07-22 | Carter Coal Company | Treatment of solid fuel to reduce dustiness |
| DE732414C (de) * | 1939-03-21 | 1943-03-03 | Deutsche Erdoel Ag | Verfahren zum Traenken von Braunkohlenbriketts |
-
1960
- 1960-06-02 DE DEC21586A patent/DE1189048B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1688695A (en) * | 1927-12-28 | 1928-10-23 | Delaware Lackawanna & Western | Coal |
| US1748787A (en) * | 1928-01-17 | 1930-02-25 | Delaware Lackawanna & Western | Method of identifying fuel and product thereof |
| DE642050C (de) * | 1934-06-01 | 1937-02-20 | Alfred Scholz | Aus unverbrennbaren anorganischen Stoffen bestehender UEberzug auf Brennstoffbriketts |
| DE732414C (de) * | 1939-03-21 | 1943-03-03 | Deutsche Erdoel Ag | Verfahren zum Traenken von Braunkohlenbriketts |
| US2250287A (en) * | 1940-07-30 | 1941-07-22 | Carter Coal Company | Treatment of solid fuel to reduce dustiness |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69704762T2 (de) | Mittel zur lackentfernung | |
| DE1621500B1 (de) | Waessriges Korrosionsschutzmittel fuer Metalloberflaechen | |
| DE1189048B (de) | Verfahren zur Staubfreimachung und gegebenenfalls Faerbung von festen Brennstoffen | |
| DE69614047T2 (de) | Vergilbungsinhibierungsverhinderung in wässrigen Strassenmarkieranstrichen | |
| DE1205060B (de) | Verfahren zum Behandeln feinteiliger Feststoffe mit polaren, oberflaechenaktiven Substanzen zur Verhinderung des Zusammenbackens | |
| DE1045580B (de) | Nach dem Trocknen in duenner Schicht nicht ausbluehende Filme bildende UEberzugsmasse | |
| AT148463B (de) | Verfahren zur Herstellung pastenförmiger bzw. streichfertiger Anstrichfarben. | |
| DE635870C (de) | Verfahren zur Herstellung von Chlorkautschuk | |
| DE2644522A1 (de) | Duengemittel mit herabgesetzter tendenz zum zusammenbacken und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE701295C (de) | Verfahren zum UEberziehen wasserfeuchter, rostfaehiger Metalle | |
| DE534791C (de) | Verfahren und Mittel zum Beizen von Saatgut | |
| DE687751C (de) | Verfahren zur Erhoehung der Rieselfaehigkeit und Verbesserung der Lagerbestaendigkeit von Duengesalzen | |
| DE750297C (de) | UEberzugsmittel zum Schutz von Unterwasserbauten gegen Anwuchs | |
| DE879305C (de) | Verfahren zur Herstellung von leicht schuettbaren perlenfoermigen Agglomeraten | |
| AT132689B (de) | Verfahren zum Überziehen von Schmelzelektroden aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen. | |
| DE470837C (de) | Verfahren zur Herstellung kolloider Loesungen | |
| DE733579C (de) | Verfahren zur Herstellung thixotroper Pflanzenschutzmittel | |
| DE1567938C (de) | Verfahren zur Verminderung bzw. Verhinderung des Zusammenbackens von Natriumchlorid oder Natriumchlorid enthaltender Salzgemische | |
| DE970786C (de) | Bekaempfung von Pilzwuchs und Pflanzenkrankheiten | |
| DE1149487C2 (de) | Verfahren zur herstellung eines modifizierten haeutesalzes aus gemahlenem anhydrit und kieserit enthaltendem steinsalz unter verwendung von natriumcarbonat | |
| DE630645C (de) | Verfahren zum UEberziehen der Oberflaechen von Schiefer, Beton, Backstein u. dgl. Stoffen | |
| DE831397C (de) | Verfahren zur Herstellung von bituminoesen Dispersionen | |
| AT223305B (de) | Verfahren zur Herstellung oberflächenaktiver nichtgelierender wasserlöslicher Alkylarylsulfonat-Zusammensetzungen | |
| DE2103941C3 (de) | Verfahren zur Aufbereitung von bituminösem Mischgut, dessen Mineralstoffanteil beim MischprozeB noch einen Restwasseranteil aufweist | |
| DE241707C (de) |