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DE1045580B - Nach dem Trocknen in duenner Schicht nicht ausbluehende Filme bildende UEberzugsmasse - Google Patents

Nach dem Trocknen in duenner Schicht nicht ausbluehende Filme bildende UEberzugsmasse

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Publication number
DE1045580B
DE1045580B DED16908A DED0016908A DE1045580B DE 1045580 B DE1045580 B DE 1045580B DE D16908 A DED16908 A DE D16908A DE D0016908 A DED0016908 A DE D0016908A DE 1045580 B DE1045580 B DE 1045580B
Authority
DE
Germany
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potassium
sodium
parts
compounds
latex
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED16908A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter A Henson
Mark E Kelly Jun
Dudley A Taber
Robert L Wise
Donald D Schurr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Chemical Co
Original Assignee
Dow Chemical Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Chemical Co filed Critical Dow Chemical Co
Publication of DE1045580B publication Critical patent/DE1045580B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D109/00Coating compositions based on homopolymers or copolymers of conjugated diene hydrocarbons
    • C09D109/06Copolymers with styrene
    • C09D109/08Latex
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D125/00Coating compositions based on homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an aromatic carbocyclic ring; Coating compositions based on derivatives of such polymers
    • C09D125/02Homopolymers or copolymers of hydrocarbons
    • C09D125/04Homopolymers or copolymers of styrene
    • C09D125/08Copolymers of styrene
    • C09D125/10Copolymers of styrene with conjugated dienes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft Wasseremulsionsfarben aus wässerigen Latices kautschukartiger Polymerisate, die nicht ausblühen1, d. h. keine weißen Stellen oder Streifen oder salzartigen Krusten auf der Oberfläche bilden, wenn sie in dünner Schicht auf einer Unterlage aufgebracht und getrocknet worden sind.
Wasseremulsionsfarben aus filmbildenden Latices, z. B. eines Mischpolymerisats von Styrol und Butadien, gegebenenfalls unter Zusatz von Pigmenten und Füllstoffen, z. B. Lithopone, Titandioxyd, Kaolin und Glimmer, erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie ungiftig sind, keine entflammbaren Lösungsmittel enthalten, leicht anwendbar sind, d. h. schnell aufgebracht werden können, schnell trocknen, keine Runzeln bilden, leicht zu reinigen sind und Alkali widerstehen, die verschiedenen dichten1 oder porösen Oberflächen gut bedecken und an ihnen gut haften und die angestrichenen Oberflächen sehr gut aussehen. Zuweilen werden mit einer solchen Latexfarbe bestrichene Oberflächen aber unansehnlich, weil sich auf der Oberfläche des Farbfilms eine weiße salzartige Ausblühung oder Kruste bildet. Diese Ausblühung sieht wie ein Reif auf der bestrichenen Oberfläche aus, tritt aber häufiger in Form von Flecken und Pusteln1 auf, die auch grobkörnig sein können. Die Ausblühungen entstehen besonders schnell und besonders stark bei Temperaturen zwischen 0 und 15° C und bei relativen Feuchtigkeiten über 50%. Es kann nicht immer verhindert werden, daß mit Latexfarben gestrichene Oberflächen solchen Bedingungen ausgesetzt werden.
Untersuchungen haben ergeben, daß die salzartige Ausblühung in der Hauptsache aus Natriumsulfat, insbesondere seinem Dekahydrat, zuweilen aber auch aus niedrigeren Hydraten des Natriumsulfats bzw. wasserfreiem Natriumsulfat oder Gemischen dieser Formen, unter Umständen unter Einschluß anderer Natriumverbindungen, besteht. Bekanntlich können diese Verbindungen in die Latices bzw. die Latexfarben als Bestandteil oder aber auch als Verunreinigung von Katalysatoren, pH-Puffern, Emulgiermitteln, Verteilern, Stabilisierungsmitteln1, Pigmenten und Fülltsoffen, die bei der Herstellung dieser Überzugsmassen benutzt werden, hineingelangen. Wenn eine derartige Masse dann in dünner Schicht auf einer Oberfläche verteilt wird und die flüchtigen Bestandteile der Masse verdampfen, wandert das Natriumsulfat, wenn der Film kühler Luft von hoher relativer Feuchtigkeit ausgesetzt wird, als häßliche Ausblühung an die Oberfläche des Films.
Nun sind an sich synthetische Latexfarben auf der Grundlage kautschukartiger Polymerisate weitgehend bekannt. Man hat auch schon wässerige Polymerisatdispersionen aus einem monovinylaromatischen Nach dem Trocknen in dünner Schicht
nicht ausblühende Filme
bildende überzugsmasse
Anmelder:
The Dow Chemical Company,
Midland, Mich. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg,
München 27, Pienzenauerstr. 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 2. Februar 1953
Walter A. Henson, Mark E. Kelly jun.,
Dudley A. Taber, Robert L. Wise, Midland, Mich.,
und Donald D. Schurr, Bay Village, Ohio (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
Kohlenwasserstoff und Butadien oder Isopren für diese Zwecke vorgeschlagen, die in der Lösung sowohl Kalium- als auch Natrium- und Sulfationen in den verschiedensten Verhältnissen nebeneinander enthalten. Aber stets war ein entscheidender Nachteil der auf diese Weise hergestellten Überzugsmassen, daß sie Ausblühungen zeigten, wenn sie in dünner Schicht auf einer Unterlage aufgetrocknet waren und insbesondere den1 obengenannten Bedingungen (kühler Luft mit relativ hoher Feuchtigkeit) ausgesetzt wurden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine nach dem Trocknen in dünner Schicht nicht ausblühende Filme bildende Überzugsmasse auf der Grundlage einer wässerigen alkalischen Dispersion eines Mischpolymerisats aus polymerisierbaren ungesättigten organischen Verbindungen mit mindestens 15 Molprozent monovinylaromatischen Kohlenwasserstoffs der Benzolreihe und 40 bis 60 Molprozent Butadien oder Isopren, gegebenenfalls unter Zusatz von Pigment, wobei die alkalische Lösung ionisierbare Alkaliverbindungen enthält, die an die Lösung Kalium-, Natrium- und Sulfationen abgeben, die dadurch gekennzeichnet ist, daß in der Überzugsmasse insgesamt mindestens 3 Gewichtsteile Kalium je Gewichtsteil Natrium vorliegen. Man kann also eine solche Überzugsmasse, bei der das Gewichtsverhältnis
809 697/540
3 4
von Kalium zu Natrium in Form der wasserlöslichen salze von sulfonierten alkylaromatischen Kohlenionisierbaren Verbindungen in der gesamten Über- Wasserstoffen, Kaliumalginat, Kaliumabkömmlinge zugsmasse kleiner als 3:1 ist und die, in dünner von eiweißartigen Stoffen, z. B. Casein oder Soja-Schicht getrocknet, zum Ausblühen neigt, dadurch protein, das Kaliumsalz der Carboxymethylcellulose, nicht ausblühend machen, daß man einer solchen 5 Kaliumsalze von carboxysubstituierten synthetischen Überzugsmasse eine oder mehrere wasserlösliche Polymerisaten, z. B. Polyacrylsäure, einem Polymeriionisierbare Kaliumverbindungen in solcher Menge sat aus Styrol und Maleinsäure, oder einem solchen zugibt, daß die notwendigen· 3 (oder mehr) Teile aus einem Methylvinyläther und Maleinsäure. Ka-Kalium je Teil Natrium vorliegen. liumtripolyphosphat ist besonders geeignet.
Geeignete Mischpolymerisate für Latexüberzugs- io Oft kann die zusätzliche Kaliumverbindung so
massen sind z. B. hergestellt aus Styrol und Butadien, ausgewählt werden, daß sie einerseits gewisse Funk-
Styrol und Isopren, Vinyltoluol und Butadien, Vinyl- tionen erfüllt und andererseits die erforderliche
toluol und Isopren, kernäthyliertes Styrol und Buta- Menge Kalium liefert. So können Kaliumseifen oder
dien oder Isopren, Styrol, Butadien und Vinylchlorid andere kaliumhaltige Netzmittel die Beständigkeit der
und Styrol, Butadien und Vinylidenchlorid. Besonders 15 Latexemulsionen vorteilhaft erhöhen. Gegebenenfalls
bevorzugt sind Mischpolymerisate aus 60 bis 40 Mol- können alkalische Kaliumverbindungen zur Erhöhung
prozent eines monovinylaromatischen Kohlenwasser- des pH-Wertes des Latex benutzt werden. Kaliumsalze
Stoffs, z. B. Styrol oder Vinyltoluol, und 40 bis kolloider Stoffe können als Schutzkolloide oder als
60 Molprozent eines aliphatischen konjugierten Diole- Mittel zur Regelung der Viskosität angewandt
fins, ζ. Β. Butadien oder Isopren. 20 werden.
Die üblichen Latices werden gewöhnlich in der Gewöhnlich hat der Elektrolytzusatz zu einer
Weise hergestellt, daß man eine polymerisierbare Ver- Latexemulsion zur Folge, daß die Beständigkeit des
bindung oder ein Gemisch von polymerisierbaren Ver- Latex verringert wird. Polymerlatkes können jedoch
bindungen, z. B. von Styrol oder Butadien, polymeri- im allgemeinen nach der Polymerisation beträchtlich
siert, während diese Stoffe in einem wässerigen 25 mehr Elektrolyte vertragen, als dies während der
Medium emulgiert sind, das ein Emulgiermittel, Polymerisation der Fall ist. Die Neigung zugesetzter
einen Polymerisationskatalysator und einen pH-Puffer Elektrolyte zur Verringerung der Beständigkeit der
enthält, und dem zuweilen Elektrolyte zugesetzt sind. Latexemulsion kann zum Teil durch Zusatz einer
Die zur Herstellung von Latices nach den üblichen weiteren Menge eines Emulgier- oder Dispergier-Verfahren benutzten wasserlöslichen Mittel enthalten 30 mittels ausgeglichen1 werden. Große Mengen wassergewöhnlich verhältnismäßig große Mengen Natrium- löslicher Verbindungen können die Empfindlichkeit verbindungen, und zwar Natriumsulfat und dieses des Anstrichfilms gegenüber Wasser erhöhen und bildende Verbindungen. Zur unmittelbaren Her- seinen Widerstand gegenüber feuchtem Abwaschen stellung der verbesserten, nicht ausblühenden Latices erniedrigen. Es empfiehlt sich daher, die (in dem benutzt man in der Emulsion ionisierbare Kalium- 35 behandelten Latex) vorhandene Elektrolytmenge vor- und Natriumverbindungen in1 für die genannten zugsweise so weit zu begrenzen, daß das Gesamt-Zwecke ausreichenden Mengen und in solchen An- gewicht von Kalium und.Natrium, als Elemente beteilen, daß das Gewichtsverhältnis von Kalium zu rechnet, in Form ihrer wasserlöslichen ionisierbaren Natrium wenigstens 3 beträgt. Unter den gleichen Verbindungen nicht mehr als etwa 2,5%, besonders Gesichtspunkten benutzt man bekannte Kaliumderi- 40 0,35 bis 1 % des gesamten Gewichtes der nichtflüchtivate der Emulgiermittel, kann aber auch Natrium- gen Substanzen in der Dispersion, d. E. des vereinten derivate derselben anwenden, wenn andere Kalium- Gewichtes dieser Verbindungen und des Mischpolyverbin'dungen in solchen Mengen zugegeben werden, merisats, ausmacht.
daß die erforderlichen Anteile von Kalium zu Zur Herstellung verbesserter nicht ausblühender Natrium vorhanden sind. Ebenso verfährt man mit 45 Latexfarben eignen sich alle üblichen Pigmente, den Katalysatoren. Die wässerigen Dispersionen der Streckmittel und Füllstoffe, wie Lithopone, Titanpolymerisierbaren organischen Verbindungen werden dioxyd, Zinksulfid, Eisenoxyde, Glimmer, Kaolin oder am besten während und nach der Polymerisation andere Silikate und organische Farbstoffe. Außeralkalisch gehalten, indem man zu dem wässerigen dem werden gewöhnlich noch angewandt: Schutz-Medium alkalisierende Mittel und entsprechende 50 kolloide, z. B. ein teilweise hydrolysiertes PolyPuffer in solchen Mengen gibt, daß der pH-Wert der merisat des Vinylaeetats, Methylcellulose, Casein und wässerigen Dispersion über 7 und vorzugsweise Alginate, Antischaummittel, z. B. Kienöl, Weichzwischen 9 und 10 liegt. Man benutzt vor allem macher, z. B. Tributylphosphat, Konservierungsmittel, Kaliumbicarbonat, kann aber auch andere lösliche z. B. Natriumpentachlorphenolat, und Duftstoffe. Die Bicarbonate, Carbonate, Alkalihydroxyde, Alkalisalze 55 Farbe wird gewöhnlich so zusammengestellt, daß sie schwacher Säuren, Ammoniak, Amine, Oxalkylamine insgesamt 30 bis 70, vorzugsweise 40 bis 60 Ge- und quaternäre Ammoniumhydroxyde verwenden. Al- wichtsprozent feste Stoffe enthält, die aus 15 bis kalibicarbonate eignen sich besonders gut, weil sie 100 Gewichtsteilen Polymerisat je 100 Gewichtsteilen nur mäßig alkalisch sind und als Puffer gut wirken. Pigment bestehen. Die Herstellungsverfahren sind
Als ionisierbare Kaliumverbindungen lassen sich 60 allgemein bekannt.
viele anorganische oder organische wasserlösliche In den folgenden Beispielen bedeuten Teile und
Verbindungen anwenden, in denen Kalium das einzige Prozen'tangaben Gewichtsteile bzw. Gewichtsprozente,
ionisierbare Kation ist. Geeignete anorganische Ka- wenn nichts anderes vermerkt ist.
Hum verbindungen sind: Kaliumchlorid, -nitrat, -sul- . ή · ι
fat, -bicarbonat, -carbonat, -hydroxyd, -phosphat, 65 Beispiel 1
-hydrogenphosphat, -dihydrogenphosphat, pyrophos- Dieses Beispiel beschreibt kurz ,die Herstellung
phat, -tripolyphosphat und -phosphit. Als Salze von einer üblichen Latexfarbe und die einer verbesserten,
organischen Verbindungen seien genannt: Kalium- nicht ausblühenden Latexfarbe aus einem Latex, der
acetat und Kaliumseifen von Fettsäuren, Kalium- durch Zusatz einer Kaliumverbindung modifiziert
salze von sulfatierten höheren Alkoholen, Kalium- 70 worden ist.
Die übliche Latexfarbe mit einer Pigmentvolumenkozentration von etwa 35 % wurde durch Vermischen einer Pigment- und einer Latexdispersion hergestellt. Die Pigmentdispersion wurde durch Vermählen der folgenden Bestandteile erhalten:
Titandioxyd 70 Teile
Lithopone 20 „
Glimmer 10 „
Pigmente insgesamt 100 Teile
K5P3O10 (3%ige
wässerige Lösung) 16,6 Teile Natriumpentachlor-
phenolat 0,9 „
Wasser 36,9 „ 1S
Gesamte Pigmentdispersion 154,4 Teile
Die Pigmentdispersion wurde dann mit einer Latexdispersion und anderen Bestandteilen wie folgt vermischt:
Pigmentdispersion 154,4 Teile
Casein (15%ige
wässerige Lösung durch Ammoniak löslich 2^ gemacht) 16,44 „
Phenolische Konservierungsmischung1
(15%ige wässe-
rige Lösung) .. 4,2 „
Antischaummittel (Kokosnußölderivat) .. 0,46 „
Latex2 96,0 „
Gesamte Latexfarbe 271,5 Teile
1 Ein Gemisch von gleichen Teilen Natrium-o-phenylphenolat und Natriumpentachlorphenolat.
2 Ein 48 % nichtflüchtige Substanzen enthaltendes Latexmischpolymerisat aus etwa 50 Molprozent Styrol und 50 Molprozent Butadien, das mit Natriumbicarbonat als pH-Pufier hergestellt worden war.
Die an sich helle Farbe wurde durch geringen Zusatz von grünem Pigment getönt, um Ausblühungen auf dem getrockneten Farbfilm gut sichtbar zu machen. Die so hergestellte Latexfarbe wurde in dünner Schicht auf einen Träger aufgebracht, bei Raumtemperatur getrocknet und. in einem Prüfraum bei etwa 4,5° C 70 bis 80% relative Feuchtigkeit enthaltender Luft ausgesetzt. Die getrockneten Farbfilme zeigten bereits nach einem Tag starke Ausblühungen.
In der vorstehend beschriebenen ausblühenden Farbe, die aus einem Natriumsulfat enthaltenden Latex hergestellt worden war, wurden auf Grund der Analyse 0,15% Natrium und 0,33 %> Kalium, bezogen auf das Gesamtgewicht der Farbe, bzw. 0,27% Natrium und 0,59'% Kalium, bezogen auf die nichtflüchtigen Substanzen der Farbe, ermittelt; d. h., es liegt ein Gewichtsverhältnis von etwa 2,2 Teilen Kalium je Teil Natrium vor.
Es wurde nun eine verbesserte, nicht ausblühende Latexfarbe aus der obigen Farbzusammensetzung hergestellt. Zu 208 Teilen des oben benutzten, 48% nichtflüchtige Substanzen enthaltenden Latex wurden 2 Teile Kalumchlorid gegeben. 96 Teile des so erhaltenen Latex wurden nach dem zu Beginn dieses Beispiels angegebenen Rezept zu einer Farbe verarbeitet. Diese Farbe blühte auch nach langer Zeit nicht aus, wenn sie in dünner Schicht auf einem Träger aufgebracht, bei Raumtemperatur getrocknet und in einem Prüfraum bei etwa 4,5° C einer 70 bis 80% relative Feuchtigkeit aufweisenden Atmosphäre ausgesetzt wurde. Sie enthielt 0,15% Natrium und 0,51% Kalium, bezogen auf die gesamte Farbe, bzw. 0,27% Natrium und 0,91% Kalium, bezogen auf die nichtflüchtigen Substanzen in der Farbe, und wies ein Gewichtsverhältnis von K : Na von etwa 3,4 auf.
B e i s ρ iel 2
Eine Latexfarbe mit einer Pigmentvolumenkonzentration vom etwa 35 %' wurde durch Vermischen einer Pigment- mit einer Latexdispersion hergestellt. Die Pigmentdispersion wurde ähnlich wie im Beispiel 1 hergestellt. Hier wurde aber Lecithin an Stelle von Kaliumtripolyphosphat als Dispergiermittel für das Pigment benutzt.
Titandioxyd 70 Teile
Lithopone 20 „
Glimmer 10 „
Pigmente insgesamt 100 Teile
In Wasser dispergierbares Lecithin
(20%ige wässerige Dispersion) 5,0 Teile
Natriumpentachlorphenolat (15%ige
wässerige
Lösung 6,2 „
Wasser 43,8
28%iges wässeriges Ammoniak 0,2 „ Pigmentdispersion
insgesamt 155,2 Teile
Die Pigmentdispersion wurde dann mit einer Latexdispersion und anderen Stoffen wie folgt gemischt:
Pigmentdispersion 155,2 Teile
Casein (15%ige
wässerige Lösung; durch Ammoniak löslich
gemacht) 21,84 „
Phenolische Konservierungsmischung1
(15%ige wässerige Lösung) .. 4,2 „
Antischaummittel1 0,46 „
Latex2 96,0
Latexfarbe insgesamt 277,7 Teile
1 Die gleichen Mittel wie im Beispiel 2.
2 Ein Latex mit etwa 48% eines Mischpolymerisats aus etwa 50 Molprozent Styrol und 50 Molprozent Butadien mit Natriumbicarbonat als pH-Pu£fer.
Die erhaltene, an sich weiße Farbe wurde mit grünem Pigment getönt. Zu mehreren Teilen, dieser Farbe wurde Kaliumchlorid gegeben. Diese Farben A bis C und die Kontrolle wurden auf Unterlagen aufgetragen, bei Raumtemperatur getrocknet und in dem Prüf raum bei etwa 4,5° C Luft mit etwa 70 bis 80% relativer Feuchtigkeit ausgesetzt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle I zusammengestellt. Unter »zugesetztes KC1« sind die Teile Kaliumchlorid zu verstehen, die zu 100 Teilen der Latexfarbe gesetzt werden. In der mit »Farbzusammensetzung« bezeichneten Spalte
sind die Mengen Kalium und Natrium, als Elemente angegeben. Aus diesen Angaben ist das »Verhältnis berechnet, in Teilen je 100 Teile der gesamten Farbe K ; Na« für jede Farbzusammensetzung berechnet.
Tabelle I
Farbe
Kontrolle,
A
B
C
D
Zugesetztes K Cl
kein 0,083 0,25 0,50 1,66
Farbzusamr
K
jensetzung
Na
Verhältnis
K;Na
Ausblühung
0,17 0,12 1,42 starke
0,213 0,12 1,78 mittelmäßige
0,301 0,12 2,51 Spuren
0,43 0,12 3,58 keine
1,04 0,12 Q "7
a,/
keine
Beispiel 3
Zu 100 Teilen der im Beispiel 1 beschriebenen ausblühenden Latexfarbe wurden 0,51 Teile Kaliumcarbonat gegeben. Die mit der so modifizierten Farbe erhaltenen Filme zeigten keine Ausblühung, wenn sie in der beschriebenen Weise geprüft wurde. Die verbesserte Farbe enthielt 0,15% Natrium und 0,62 % Kalium, so daß das Verhältnis von K : Na 4,1 betrug.
Beispiel 4
Zu je 100 Teilen zweier handelsüblicher Latexfarben wurden 0,83 Teile einer wasserlöslichen ionisierbaren Kaliumverbindung oder eines Gemisches solcher Kaliumverbindungen gegeben. Die unmodifizierte Farbe und die behandelten Farben wurden getrennt auf Unterlagen verstrichen, getrocknet und die Farbfilme niedriger Temperatur und hoher relativer Feuchtigkeit ausgesetzt.
In Tabelle II sind die jeweils zugesetzten Kaliumverbindungen, die Kalium- und Natriumgehalte in Teilen je 100 Teile Farbe, das Gewichtsverhältnis von K : Na in jeder Farbe und die bei jedem Farbfilm entwickelte Ausblühung angegeben.
Tabelle II
Handelsübliche
Latexfarbe
A
A
A
B
B
B
B
Zugesetzte IC-Verbindung
keine
K3PO4
K4P2O7
keine
KHCO3
K2CO3I) CO
2 KHCO3
KH9PO4 Farbzusammensetzung
K I Na
0,12 0,58 0,51 0,33
0,73 0,65 0,57 0,17
0,17
0,17
0,14
0,14
0,14
0,14
Verhältnis
K: Na
0,71
3,41
3,00
2,36
5,21
.4,64
4,06
Ausblühung
starke keine keine starke
keine keine keine
1J Eine Mischung von gleichen Teilen KHCOs und K2CO3. Beispiel 5
In mehreren handelsüblichen, ausblühende Filme bildenden Latexfarben wurde der Natrium- und Kaliumgehalt nach der Flammenphotometermethode bestimmt. Aus diesen Ergebnissen wurde die Kaliumtripolyphosphatmenge berechnet, die notwendig war, um das Gewichtsverhältnis von K : Na auf 3 zu bringen. Diese Menge K5P3O10 wurde dann zu jeder Farbe gegeben. Darauf wurden die behandelten und die unbehandelten Farben in der beschriebenen Weise geprüft. Diese Ergebnisse sind in der Tabelle III 4-5 angegeben. Die Anälysenzablen nennen die Teile des jeweiligen Elements in 100 Teilen der gesamten Farbe. Auch die Menge der zugesetzten K5P3O10 ist in Teilen je 100 Teile gesamte Farbe angegeben.
Tabelle III
Handelsübliche
Latexfarbe
A
A
B
B
C
C
D
D
E
E
F
F
G
G
Zugesetztes K5P8Oi0
kein 0,888
kein 1,47
kein 1,24
kein 3,06
kein 0,716
kein 1,19
kein 1,20 Farbzusammensetzung
K
0,094 0,48
0,14 0,78
0,12 0,66
0,082 1,41
0,018 0,33
0,053 0,57
0,017 0,54
zung
Na
Verhältnis
K: Na
Ausblühung
0,16
0,16
0359
3,0
mittelmäßige
keine
0,26
0,26
0,54
3,0
starke
keine
0,22
0,22
0,55
3,0
starke
keine
0,47
0,47
0,175
3,0
starke
keine
0,11
0,11
0,165
3,0
schwache
keine
0,19
Ο49
0,28
3,0
starke
keine
0,18
0,18
0,095
3,0
starke
keine

Claims (2)

ϊ 045 Patentansprüche:
1. Nach dem Trocknen in dünner Schicht nicht ausblühende Filme bildende Überzugsmasse auf der Grundlage einer wässerigen alkalischen Dispersion eines Mischpolymerisats aus polymerisierbaren ungesättigten organischen Verbindungen mit mindestens 15 Molprozent eines monovinylaromatischen Kohlenwasserstoffs der Benzolreihe und 40 bis 60 Molprozent Butadien oder Isopren, gegebenenfalls unter Zusatz von Pigment, wobei die alkalische Lösung ionisierbare Alkaliverbindungen enthält, die an die Lösung Kalium-, Natrium- und Sulfationen abgeben, dadurch gekennzeichnet, daß insgesamt mindestens 3 Ge-
wichtsteile Kalium je Gewichtsteil Natrium vorliegen.
2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesamtgewicht der in den ionisierbaren Verbindungen chemisch gebundenen Alkaliionen 0,35 bis 1% des vereinten Gewichtes der Alkaliverbindungen und des Mischpolymerisats ausmacht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Farben, Lacke, Anstrichstoffe, 1950, S. 429;
Deutsche Farben-Zeitschrift, 1953, S. 8;
deutsche Patentanmeldungen D 6276 IVc/22g
(bekanntgemacht am 28.2.1952), D 6435 IVc/22h (bekanntgemacht am 7. 2. 1952).
©309 6971/540 11.5»
DED16908A 1953-02-02 1954-02-01 Nach dem Trocknen in duenner Schicht nicht ausbluehende Filme bildende UEberzugsmasse Pending DE1045580B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US334724A US2689235A (en) 1953-02-02 1953-02-02 Nonefflorescent latex compositions and method of making the same

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DE1181352B (de) * 1959-11-27 1964-11-12 Bayer Ag Kunststoffgebilde mit fungiziden und bakteriziden Oberflaechen, insbesondere Kunststoffueberzugsmittel, welche fungizide und bakterizide Oberflaechen ergeben

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