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Schaltungsanordnung für die Erzeugung schlagzeugähnlicher Klänge bei
elektronischen Musikinstrumenten Die Erfindung bezieht sich auf Mittel zur Erzeugung
schlagzeugähnlicher Klänge bei einem elektronischen Musikinstrument mit Tongeneratoren
und Tonverstärker und mit einer Mehrzahl von Tasten und Tastenschaltern zur Steuerung
dieser Generatoren.
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Wie bekannt, gibt es elektronische Musikinstrumente, die als Tonerzeuger
elektrische Oszillatoren, z. B. Röhrenoszillatoren, verwenden. Es ist nicht besonders
schwierig, schlagzeugähnliche Effekte, d. h. sogenannte Perkussionseffekte,
mit derartigen elektronischen OsziRatoren zu erzielen. Das erfordert je-
doch
für jeden Oszillator einen getrennten Stromkreis, wodurch die entsprechenden Instrumente
unverhältnismäßig kostspielig werden. Bei dem Ab-
leiten dieser schlagzeugähnlichen
Klänge von dem Verstärker oder von einen übertragungsstromkreis ist diese Vielzahl
von Schalteleinenten nicht mehr notwendig, jedoch treten hierbei Schwierigkeiten
auf. Bei mit einer Tastatur versehenen Bauarten elektronischer Musikinstrumente,
z. B. bei elektronischen Orgeln, kann durch Niederdrücken einer Taste eine schlagzeugähnliche,
Wirkung ohne allzu große Schwierigkeiten erzeugt werden. Der Verstärker ist jedoch
alsbald bestrebt, in einem Beharrungszustand zu bleiben, und ein schlagzeugähnlicher
Effekt kann nicht ohne weiteres bei einer zweiten Note erzielt werden, wenn die
erste Taste herabgedrückt bleibt und eine zweite Taste niedergedrückt wird. Dementsprechend
besteht die Aufgabe der Erfindung darin, in einem Verstärker eines mit einer Tastatur
versehenen elektronischen Instruments Mittel für die Erzeugung von schlagzeugartigen
Klängen vorzusehen, bei denen diese auch bei aufeinanderfolgenden Noten unabhängig
davon erzielt werden können, ob vorhergehende Noten gehalten werden oder nicht.
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Zu diesem Zweck ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der
Verstärker Mittel zur Steuerung der Verstärkung entsprechend einem den die Verstärkung
steuernden Mitteln zugeführten Potential aufweist, und daß durch die Tasten für
die Erzeugung elektrischer Impulse betätigte Mittel zur Erzeugung schlagzeugähnlicher
Geräusche mit dem Verstärker bzw. mit den Mitteln durch einen normalerweise offenen,
elektronischen Schalter verbunden werden, der bei Zuführung eines Impulses zur Erzeugung
schlagzeugähnlicher Geräusche sich kurzzeitig selbsttätig schließt und sich unabhängig
von der Stellung des diesen Impuls auslösenden Tastenschalters sofort wieder öffnet.
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Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt, es zeigt F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer
gemäß der Erfindung konstruierten Orgel, F i g. 2 eine perspektivische Ansicht
eines Ausschnitts der Tastatur und der dazugehörigen Schaltmittel, F i
g. 3 ein elektronisches Schaltbild, das die wesentlichen elektronischen Teile
der Erfindung darstellt, F i g. 4 einen Zusatzstromkreis zur Erzeugung eines
Zupfeffekts, F i g. 5 ein Blockschaubild der Orgel, F i g. 6 ein schematisches
Schaltbild, das eine Ab-
änderung eines Teils des Stromkreises von F i
g. 3
darstellt, F i g. 7 ein anderes schematisches Schaltbild, in etwa
gemäß F i g. 4, das eine andere Ausführungsform darstellt, F i
g. 8 ein anderes, eine weitere Ausführungsform darstellendes elektronisches
Schaltbild imAusschnitt. In den Zeichnungen ist in F i g. 1 eine Orgel
10
dargestellt, die gemäß der Erfindung ausgebildet ist und eine Konsole 12
aufweist. Die Konsole hat zwei Manuale oder Tastaturen 14 und 16 und ist
mit mit ihnen verbundenen Stoptastentafeln 18 und 20 versehen. Die Orgel
verfügt über verschiedene mit 24 bezeichnete Steuermittel und weist auch ein Akkordregister
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zum Spielen von Akkorden auf. Die Konsole ist mit einem Lautsprecher 26 und
einem Schwellpedal 28 versehen.
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Jedes der Manuale, z. B. das Manual 14 (s. auch F 1 g. 2),
weist eine Vielzahl von weißen Tasten 30
und eine Vielzahl von schwarzen Tasten
32 auf. Diese Tasten sind auf Tastenstäben 34 befestigt, die auf geeigneten,
drehbaren Mitteln, z. B. flexiblen Federn, an einer festen Platte oder einem Flansch
36
befestigt sind. Die Tastenstäbe sind so angeordnet, daß sie Betätigungsteile
38 in vertikaler Richtung bewegen, wodurch eine Bewegung einer Vielzahl von
Kontaktdrähten 40 bewirkt wird. Die Kontaktdrähte sind so angeordnet, daß sie leitende
Einsatzstücke 42 in isolierenden Querträgern 44 berühren, wodurch zur exakten Tonerzeugung
die Oszillatoren mit dem Verstärker verbunden bzw. die Oszillatoren in Betrieb gesetzt
werden. Die leitenden Einsatzstücke 42 entsprechen den Stoptasten der Orgel, die
von den Stoptastentafeln gesteuert werden. Darüber hinaus ist ein zusätzlicher isolierender
Querträger 46 vorgesehen, der an seinem oberen Ende ein leitendes Einsatzstück 48
aufweist. Der angrenzende Kontaktdraht 40 ist normalerweise mit dem darüberliegenden,
leitenden Einsatzstück 48 verbunden, und alle Kontaktdrähte 40 sind normalerweise
von dem leitenden Einsatzstück 42 getrennt. Beim Niederdrücken einer Taste werden
die entsprechenden Kontaktdrähte 40 durch das Betätigungsteil 38 nach unten
in eine Verbindung mit den darunterliegenden leitenden Einsatzstücken 42 bewegt,
während die oberen Kontaktdrähte zur selben Zeit von dem leitenden Einsatzstück
40 getrennt werden. Die isolierenden Querträger 44 sind mit Ausnahme des oberen
um ihre eigene Achse drehbar, um wahlweise die leitenden Einsatzstücke in eine mit
den Kontaktdrähten 40 verbindende oder nicht verbindende Lage zu bringen,
je
nachdem ob ein gegebener »Stop« wirksam ist oder nicht.
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In F i g. 3 ist der Verstärker zur Erzeugung der schlagzeugähnlichen
Töne im einzelnen dargestellt. Für den Toneingang zu diesem Verstärker, der in der
nachfolgenden Beschreibung allgemein mit 52
bezeichnet ist, ist eine Klinke
50 vorgesehen. Der Toneingang liegt an einen Vorverstärker und ist über Filter
mit den Tastenschaltern, die üblicherweise verschiedene Orgelstopschalter aufweisen,
verbunden. Der Eingang bei der Klinke 50 ist herkömmlicherweise mit einer
Phasenumkehrtriode verbunden, die die üblichen gleich großen Anoden- und Kathodenwiderstände
56 bzw. 58 aufweist. Der Anodenwiderstand ist über die üblichen RC-Glättungsfilter
60 mit einer Verzweigungsstelle 62 und von dort über einen Widerstand
64 mit einer mit 66 bezeichneten Anodenspannungsspeiseleitung verbunden.
Diese wird von einem Leistungsverstärker üblicher Ausbildung geliefert. Der Anodenausgang
der Phasenumkehrröhre 54 ist herkömmlicherweise über eine RC-Kopplung mit dem Gitter
68 einer Triode 70 verbunden. Der Kathodenausgang ist mit dem Gitter
72 einer Triode 74 über eine RC-Kopplung verbunden. Die Röhren
70 und 74 sind gegentaktgeschaltet, die entsprechenden Anoden 76 und
78 dieser Röhren sind mit den gegenüberliegenden Enden der Eingangswindung
80
eines Transformators 82 verbunden. Die Eingangswindung ist mit einer
Mittelanzapfung 84 versehen, die mit der zu der B + -Speiseleitung führenden
Verzweigungsstelle 62 verbunden ist. Die Kathode 86 der Röhre
70 ist über einen Kathodenwiderstand 88 mit der Verzweigungsstelle
90 verbunden. Die Kathode 92 der Röhre 74 ist in ähnlicher Weise über
einen Widerstand 96 mit der Mittelanzapfung des Transformators und gleichzeitig
mit der Kahoden-Widerstands-Kombination 98 verbunden, der au s einem geerdeten
Widerstand100 und in Parallelschaltung dazu aus einem Kondensator102 besteht. Der
Widerstand100 ist klein im Verhältnis zu dem Widerstand96. Das obere Ende der Kathoden-Widerstands-Kombination
ist über eine Leitung 104 mit einem in Reihe geschalteten Potentiometer
106 und einem Festwiderstand 108 verbunden. Das Potentiometer ist
etwas kleiner als der Festwiderstand 108. Der Festwiderstand ist mit der
Klemme 6 eines Sockels 110 verbunden. Die Bedeutung dieser Verbindung
wird in- der nachfolgenden Beschreibung herausgestellt werden.
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Eine Triode 112 ist mit ihrer Anode 114 direkt mit der Anode
76 der Röhre 70 verbunden. Weiter ist die Kathode 116 der Röhre
112 direkt mit der Kathode 86 der Röhre 70 verbunden.
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In ähnlicher Weise ist die Kathode 118 einer Triode 120 direkt
mit der Anode 78 verbunden, während die Kathode 122 derselben Röhre direkt
mit der Kathode 92 verbunden ist. Die Gitter 124 und 126 der entsprechenden
Röhren 112 und 120 sind in ParalleIschaltung mit dem Leiter 128 verbunden.
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Die Phasenumkehrröhre 54, die Röhren 70 und 74, die Röhren
112 und 120 und damit in Verbindung stehende Stromkreisteile sind erkennbar ein
»veränderlicher Widerstand« von der Art, wie er zuweilen für Lautstärkevergrößerung
verwendet wird. Die Röhren 70 und 74 werden durch die Röhren 112 und 120
gesteuert. Wenn die Gitter der Röhren 112 und 120 so vorgespannt werden, daß der
innere Widerstand der Röhren 112 und 120 groß wird, so wird den Röhren
70 und 74 nur eine sehr geringe Sperrspannung übermittelt, und am Ausgang
derselben liegt dementsprechend ein Maximum. Wenn jedoch die Röhren 112 und 120
entgegengesetzt vorgespannt werden, fällt der innere Widerstand derselben ab, und
die Röhren 70 und 74 werden gespeist, wodurch der dem Transformator
82 zugeführte Ausgang der Röhren reduziert wird. Die Gittervorspannung der
Röhren 112 und 120 bewirkt über dem Leiter 128 die Erzeugung des schlagzeugähnlichen
Klanges.
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Die Sekundärwicklung 130 des Transformators 82
ist in
132 geerdet. Das gegenüberliegende Ende des Transformators ist mit einem
Leiter 134 verbunden, der über einen Widerstand 136 von verhältnismäßig hohem
Widerstandsweit z. B. 2,2 Megohm, zu einem Ausgangsstecker oder -klinke
138 führt. Die Sekundärwicklung des Transformators ist durch eine Kombination
eines mit einem Kondensator 142 in Serie geschalteten Widerstands 140 mit einem
zusätzlichen Widerstand 144 Überbrückt, der ebenfalls in die Transformatorsekundärwicklung
eingeschaltet ist.
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Der Draht oder Leiter 134 ist ebenfalls über einen Widerstand 146
verhältnismäßig geringen Widerstandswertes von z. B. 22 000 Ohm mit der Buchse
Nr. 2 des Sockels 110 verbunden.
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Im rechten unteren Teil der F i g. 3 ist eine B Hilfsspeiseleitung
148 gezeigt, die über einen Widerstand 150 mit der zu der B+ -Leitung in
66 führenden Verzweigungsstelle 62 verbunden ist. Mit dem Leiter 148
ist ein Spannungsteiler verbunden, der aus
einem Widerstand
152 in Reihenschaltung mit einem geerdeten Widerstand 154 besteht. Die zwei
Widerstände 152 und 154 haben den gleichen Widerstandswert. Die Verzweigungsstelle
zwischen diesen zwei Widerständen ist mit der Buchse Nr. 3 des Sockels
110 verbunden.
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Die B+-Speiseleitung 148 ist ferner über einen Anodenwiderstand
156 mit der Anode einer Triode 160 verbunden. Das Gitter
162 dieser Röhre, ist mit einem Gitterwiderstand164 geshuntet und mit der
Buchse Nr. 5 des Sockels 110 verbunden., Die mit 166 bezeichnete
Kathode der Röhre 160
ist über einen Widerstand 168 geerdet. Der Widerstand
168 ist mit einem Kondensator 170 parallel geschaltet. Die Kathode
ist auch über einen Widerstand 172 mit der B + - Speiseleitung 148
verbunden. Der Widerstand 172 ist viel größer als der Widerstand
168. Der Widerstand 172 habe z.. B. 100 000 Ohm, der Widerstand
168 z, B. 2700 Ohm.
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Die Anode 158 ist ferner über einen Kondensator 174 mit einer
der Elektroden einer Neonröhre 176
verbunden. Die Größe des Kondensators 174
ist bedeutsam und beträgt z. B. 0,47 mF. Die gegenüberliegende Elektrode der Neonröhre
ist an der Vrrzweigungsstelle 178 mit einem Widerstand 180 verbunden,
der zu der Buchse Nr. 4 des Sockels 110
führt. Die Verzweigungsstelle
178 ist über einen Kondensator 182 von größerer Kapazität als der
Kondensator 174 geerdet. Der Kondensator habe z. B. 1,00 mF. Die Verzweigungsstelle
ist auch mit dem Gitter 184 einer Triode 186 verbunden. Die Anode
188 dieser Röhre ist verbunden mit der B + -
Speiseleitung 148. Ein
Glättungskondensator 189 mit z. B. 20 mF ist einerseits mit der Anode verbunden,
andererseits geerdet.
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Die Kathode 190 der Röhre 186 ist über einen einen Kathodenwiderstand
192 geerdet. Der Widerstand ist zu einem Kondensator 194 parallel geschaltet,
dessen Größe von z. B. 0,1 mF bedeutsam ist. Die Kathode ist ferner mit dem
Leiter 128
verbunden, der zu den Gittem 124 und 126 der Laderöhren
112 und 120 führt.
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Eine Verbindung ist zwischen dem Gitter 184 der Triode 186
über einen Leiter 196 mit der einen Kathode 198 einer Doppeldiode
200 hergestellt. Die korrespondierende Anode 202 ist mit der Anode 204 der anderen
Diode verbunden, und beide Anoden sind mit einem Stromkreis verbunden, der einen
Widerstand 206 und einen Kondensator in Parallelschaltung dazu aufweist,
der seinerseits geerdet ist, Der Widerstand habe z. 13. 10 000 Ohm, der Kondensator
z. B. 25 mF. Die verbleibende Kathode 210 ist mit einer 12-Volt-Sekundärwicklung
212 eines Transformators 214 verbunden, der eine 110-Volt-Primärwindung
216 aufweist. Wenn es gewünscht wird, kann die Sekundärwicklung 212 in
- den Hauptleistungstransformator einer elektronischen Orgel eingebaut werden.
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Einige der dargestellten Trioden können Triodenteile von Doppelröhren
sein. Wie vorher angeführt, besteht die Röhre 200 aus einer Doppeldiode. Die Glühfäden
aller dieser Röhren, die üblicherweise in 218 dargestellt sind, sind zwischen
die, 6,3-Volt-Wechselstromleitungen eingeschaltet, die mit 220 bezeichnet sind.
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Zwischen die Leitungen ist ebenfalls über einen kleinen Widerstand
222 von z. B. 27 Ohm eine Glüh-
birne 220 eingeschaltet. Die Glühbirne
ist räumlich dicht bei der Neonröhre 176 angeordnet -und- geeigneterweise
in einem kleinen Gehäuse, mit ihr untergebracht. Der Grund für diese Maßnahme besteht
darin, daß gewisse Neonröhren etwas lichtempfindlich sind und viel betriebssicherer
arbeiten, wenn sie dem Licht ausgesetzt sind.
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Im oberen Teil der F i g. 3 ist der Stecker 226 dargestellt,
der mit dem Sockel 110 zusammenarbeitet. Der Steckerstift Nr. 3, der
von dem Kontakt Nr..3 des Sockels mit der B + -Speiseleitung verbunden ist,
ist seinerseits mit einer gemeinsamen Schiene 48 verbunden, auf die vorstehend in
Verbindung mit F i g. 2 verwiesen ist. Diese Schiene ist- normalerweise mit
allen der Schwebekontakten zur - Erzeugung -der, Schlagzeugtöne verbunden,
Sämtliche Kontakte sind mit einem Kondensator 228 verbunden, der in Serie mit einem
geerdeten Widerstand 230 geschaltet ist. Der Kondensator habe z. B. 0,047-
mF und der Wider' stand 2200 Ohm. Es versteht sich, daß ein Schwebekontakt 40, ein
korrespondierender Kondensator 228
und ein Widerstand 230 für jede
Taste der Orgel vorhanden ist. Wenn die zu irgendeinem vorgesehenen Schwebekontakt
40 korrespondierende Taste, niedergedrückt wird, wird der Kontakt 40 von der festen
Schiene 48 abgenommen und mit der unmittel" bar benachbarten Schiene 40 verbunden.
Es versteht sich ferner, daß es nur eine Schiene 42 gibt, die mit sämtlichen Schwebekontakten
40 für die Pereussion zusammenarbeitet, und in ähnlicher Weise gibt es nur eine
Schiene 48. Die Schiene 42 ist mit einem festen Kontakt 232 eines Pereussionssehalters
verbunden, der in einer »Aus«-Stellung gezeigt ist.
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Ein Arbeiten des Stromkreises wird durch Schließen des Schalters bewirkt,
der in der nachfolgenden Beschreibung mit 234 bezeichnet ist, wodurch der bewegliche
Kontakte 236 mit dem festen Kontakt ZU verbunden und so die B +
- Speiseleitung des Kondensators 228 an den Steckerstift 5 des
Steckers 226 angeschlossen und von dort aus mit dem Gitter 162 der
Triode 160 verbunden wird.
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Der bewegliche Schalterarm 236 ist, wie mit 238
bezeichnet,
mit einem beweglichen Schalterarm 240 auf Gleichlauf abgestimmt. Dieser bewegliche
Schaltarm ist mit der Umspinnung oder Abschirmung 24Z eines elektrischen Kabels
oder Drahtes verbunden. Die Abschirmung ist mit dem Steckerstift 1 des Steckers
226 verbunden und von dort aus geerdet. Der bewegliche Kontakt 240 ist normalerweise
mit dem oberen festen Kontakt 244 verbunden, der über den abgeschirmten Draht 246
mit dem Steckerstift 2 des Steckers 226 verbunden ist. Folglich ist der Steckerstift
Z bei normaler »Aus«-Stellung des Schalters geerdet, und der Widerstand 146 shuntet
den Ausgang des Stromkreises. Wird der Schalter in »Ein«-Ste.Ilung gebracht, so
ist der bewegliche Kontakt 240 mit dem darunterliegenden festen Kontakt 248 verbunden.
Dieser Kontakt ist mit dem Steckerstift Nr, 6 des Steckers 226 verbunden.
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Die Arbeitsweise des Stromkreises ist folgende. Befindet sich der
Perkussionsschalter 234 in der unteren oder »Ein«-Stellung, wird jedesmal, wenn
der Schwebekontakt 40 irgendeines Tastenschalters von der B+-Schiene zu der Sammelschiene
abge" senkt wird, von der Ladung des damit verbundenen Kondensators228 ein positives
Potential über die Schalterkontakte 232 und 236 und über den Steckerstift
5 und Kontakt 5 des Steckers 226 und des Sockels
110 dem Gitter 162 der Triode 160 zugeführt.
Die
Röhre 160 ist normalerweise gesperrt (Cut off). Sobald jedoch der Kondensator
228 auf normalerweise 100 Volt aufgeladen ist, wird die Röhre
160 schlagartig für eine Leitung vorgespannt. Der Kondensator 228
entlädt sich jedoch über die Widerstände 230 und 164, wodurch die Leitung
der Röhre 160 schnell abbricht.
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Die Neonröhre 176 ist normalerweise nichtleitend, und die der
Röhre zugewandte Seite des Kondensators 174 besitzt im wesentlichen das Potential
der Masse. Ein Widerstand 177 in der gleichen Größenordnung wie der Widerstand
156, etwa 100 000 Ohm, schwenkt die soeben erwähnte Elektrode der
Neonröhre 176 an Masse. Die entgegengesetzte Seite des Kondensators 174 besitzt
angenähert 200 Volt oberhalb Masse. Die Neonröhre 176
wird leitend bei etwa
einem Potential von 90 Volt zwischen den Elektroden und wird nichtleitend,
wenn die Spannung zwischen ihnen auf etwa 60 Volt absinkt. Normalerweise
ist sie, wie oben erwähnt, nichtleitend. Wenn jedoch die Röhre 160 erregt
wird, fällt das Anodenpotential derselben ziemlich merklich ab, und das Potential
der Platte des Kondensators 174, die mit der Neonröhre 176 verbunden ist,
schickt einen negativen Impuls von etwa 140 Volt zu der Neonröhre. Dadurch wird
diese Röhre leitend. Der Kondensator 182 ist negativ geladen, -und die Leitung
der Neonröhre 176 hört auf, wenn diese Ladung bis zu einem ausreichenden
Potential aufgebaut ist. Somit arbeitet die Neonröhre wie irgendein elektronischer
Schalter, und die Röhre 160 kann als Schaltröhre fär Auslösung der Neonröhre
be-,trachtet werden.
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Die Ladung des Kondensators 182 baut sich über den Widerstand
180 und über ein in Reihe damit geschaltetes Potentiometer 250 ab,
und bei anliegendem Schalter 234 erfolgt die Verbindung über die Steckerstifte 4
und 1 des Steckers 226 und die zugehörigen Kontakte des Sockels
110. Ein negativer Impuls wird so dem Gitter 184 der Triode 186 zugeführt,
wodurch diese Röhre entweder gesperrt oder wesentlich in ihrer Leitung herabgesetzt
wird. Dies senkt die Vorspannung in dem Leiter 128 und folglich die Gittervorspannung
der Ladetrioden 112 und 120 merklich ab. -
Normalerweise sind die Trioden
112 und 120 leitend. In diesem Falle speisen sie die Röhren 70 und 74 zu
einem größeren oder geringeren Ausmaß. Wird das negative Potential plötzlich an
die Gitter angelegt, werden die Röhren 112 und 120 plötzlich gesperrt, und die Röhren
70 und 74 werden nicht gespeist. Als Folge gehen die dem Eingang
50 zugeführte Tonfrequenz mit einem gewissen Maß von Verstärkung bis zum
Ausgang 138 ungeschwächt einfach durch. Sobald jedoch die Neonröhre
176 erlischt, wird die Ladung des Kondensators 182 über die Widerstände
180 und das Potentiometer 250 abgebaut, und die leitende Röhre
186 wird dadurch progressiv mehr leitend. Das Potential der Kathode
190 wie auch das Potential in dem Leiter 128 wächst entsprechend.
Infolgedessen werden die Gitter 124 und 126 progressiv positiver und die
Röhren 112 und 120 progressiv leitender, wodurch eine immerzu wachsende Ladung an
die Röhren 70 und 74 angelegt und dadurch die Ausgangsleistung
138 vermindert wird. Die so erzeugten Töne werden sehr schnell hervorgebracht
und brechen bei einem Maß ab, das durch die Einstellung des Potentiometers
250 gesteuert wird. Hierdurch wird eine veränderliche Perkussion erzeugt.
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Die Doppeldiode200 dient als Sperröhre (clamp tube) und Begrenzer,
um zu verhindern, daß der Kondensator 182 anders als auf einen vorbestimmten
Wert aufgeladen wird. Das ist von Bedeutung, wenn aufeinanderfolgende Noten perkussiv
gespielt werden, da die Aufeinanderfolge von Ladungen auf den Kondensator 174, die
über die schaltende Neonröhre 176 übertragen werden, den Kondensator
182 zu einem ausreichend hohen Potential aufladen würden, so daß die Röhre
186 für eine beträchtliche Zeit gesperrt bliebe, wodurch der Ausgang des
Kreises für eine gewisse Zeit auf einem konstanten Niveau verbleibt, bevor er abbricht,
wohingegen der das Ab-
brechen wünschenswerterweise im wesentlichen augenblicklich
erfolgen sollte. Durch den Sperrröhrenbegrenzer 200 wird irgendeine Spannung oberhalb
des gewünschten Wertes über die Stromzuführung an Masse abgeleitet. Der Gleichrichterteil
der Diode fährt eine vorbestimmte Gleichvorspannung von der Stromzuführung zu dem
Sperrteil der Diode, so daß die Absperrung hinsichtlich ihrer Wirkungsweise gesteuert
wird.
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Die Gitter der Lade- oder Steuerröhren 112 und 120 erhalten von der
Kathode der Röhre 186 ein normales positives Potential von 12 Volt. Das erfordert,
daß der Kathodenkreis der Kontrollröhren 112 und 120 und der Ausgangsröhren
70 und 74 auf 12,8 Volt angehoben wird, um die richtige Betriebsvorspannung
für diese Röhren herzustellen. Als Folge der Röhrenänderungen und Komponentenänderungen
ist dieser Betriebspunkt schwierig aufrechtzuerhalten. Deshalb ist das 1000-Ohm-Potentiometer
106 vorgesehen, um eine gewisse Einstellung für diesen Betriebspunkt zu geben.
Zur genauen Einstellung wird der Schalter für die schlagzeugähnlichen Klänge eingeschaltet,
die Stops an der Orgel werden gezogen und ein Akkord gespielt und gehalten. Wenn
das Signal abnimmt, wird immer noch ein gewisser Signalbetrag den Verstärker passieren.
Das Potentiometer 106 ist erst dann eingestellt, wenn das Signal im wesentlichen
gesperrt ist.
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Der Widerstand 146 shuntet den Ausgang, wenn der Dauerschalter in
»Aus«-Stellung ist. Er shuntet den Ausgang nicht, wenn der Schalter in »Ein«-Stellung
ist. Das geschieht, um zu verhindern, daß ein merklicher Abfall im Ausgang bei der
Verwendung der Perkussion auftritt, insbesondere bei kurzer Dauer des schlagzeugähnlichen
Klanges, wie er durch das Potentiometer 250 eingestellt ist.
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Außer dem Speisen der Röhren 70 und 74 vermindern die Röhren
112 und 120, wenn sie leiten, die den Widerstand der Leitung der Röhren
70 und 74 zu den gemeinsamen Kathodenwiderständen, die die Kathodenvorspannung
anheben, wenn die Röhren 112 und 120 leiten.
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Es wird in diesem Zusammenhang auf die Anordnung des Verstärkers 52
in der Orgel verwiesen, der noch deutlicher aus dem Blockdiagramm der F i
g. 5
entnommen werden kann. Darin sind die Tonerzeuger mit 52 bezeichnet.
Diese Tonerzeuger können von jeder gewünschten Bauart zur Erzeugung elektrischer
Oszillationen sein, die musikalischen Tönen entsprechen. Die Tonerzeuger sind mit
den Tastenschaltem 254 verbunden, die die verschiedenen Schwebekontakte 40 und die
Kollektoren oder Schienen 42 umfassen. Der Ausgang von den Tastenschaltern
mit
Ausnahme des einen Schwebekontakts 40, der die Perkussion steuert, ist mit der Vorverstärkereinheit
256 verbunden, die mit den Wellenforinfiltem versehen ist. Die in
256 exakt vorverstärkten und geformten Töne werden dann dem Perkussionsverstärker
52 vermittels der Eingangsklinke zugeführt. Der Ausgang von der Klinke
138 des Perkussionsverstärkers wird einem Leistungsverstärker 258
zugeführt, und der Ausgang von dem Leistungsverstärker ist mit dem Lautsprecher
26 verbunden.
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In F i g. 4 ist ein Stromkreis dargestellt, der im Zusammenwirken
mit dem Stromkreis zur Erzeugung schlagzeugähnlicher Wirkungen verwendbar ist, um
einen Zugeffekt, wie z. B. bei einer Gitarre, zu erzeugen. Der Stromkreis gemäß
F i g. 4 weist im wesentlichen einen frei arbeitenden Multivibrator
260
allgemein herkömmlicher Bauart auf, der eine Doppeltriode 262 umfaßt.
Eine Anode dieser Röhre ist über einen Kondensator 264, einen Nebenschlußwiderstand
266 von hohemWiderstandswert und über einen hochohmigen Widerstand
268 mit einem mit X
bezeichneten Anschluß gekoppelt. Der Anschluß X
ist über eine Kondensatorkopplung 270 mit einer Verzweigungsstelle
272 verbunden, die über einen Widerstand 272 geerdet ist. Die Verzweiggungsstelle
272 ist über einen Leiter 276 mit einem festen »Ein«-Kontakt
278 eines allgemein mit 280 bezeichneten Fußschalters verbunden. Der
Fußschalter umfaßt ferner einen geerdeten beweglichen Kontakt 282, der mit
dem festen Kontakt 278 und mit dem festen »Aus«-Kontakt 284 verbunden werden
kann, der seinerseits keine weitere Verbindung aufweist.
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Das korrespondierende Gitter der Doppeltriode 262 ist direkt
über einen Leiter 286 mit einem Pol Nr. 1 eines Sockels
288 verbunden. Der Pol Nr. 2 des Sockels ist geerdet, während der Pol Nr.
3 mit einem anderen Pol oder einer mit Y bezeichneten Verzweigungsstelle
verbunden ist.
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Ein Stecker 290 arbeitet mit dem Sockel 288 zusammen. Steckerstift
Nr. 2 des Steckers ist mit einem zweiten beweglichen Kontakt 292 des Fußschalters
280 verbunden, der in seiner Bewegung mit den beweglichen Kontakten 282 gekoppelt
ist. In der dargestellten »Aus«-Stellung ist der bewegliche Kontakt 292 mit
einem festen Kontakt 294 verbunden, der mit dem Anschluß Nr. 1 des Steckers
290 direkt verbunden ist. Der Pol Nr. 3 des Steckers ist direkt mit
einem festen Kontakt 296 verbunden, mit dem der bewegliche Kontakt
292 verbindbar ist, wenn der letztere in die »Ein«-Stellung gebracht wird.
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Wenn der Wiederholer- oder Zupfstromkreis gemäß F i g. 4 in
die Orgel eingebaut ist, ist der Punkt X des Kreises mit dem Punkt X des Stromkreises
in F i g. 3 verbunden, der zu dem Gitter 162 der Auslöseröhre
160 führt. In ähnlicher Weise ist der Punkt Y mit dem Punkt Y in F i
g. 3 verbunden, der sich in der Entladungsstrecke für den Kondensator
182 und im besonderen zwischen dem einzelnen Widerstand 180 und dem
Potentiometer 250 befindet.
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Wenn, wie in F i g. 4 dargestellt, der bewegliche Schaltkontakt
292 mit dem »Aus«-Kontakt: 294 im Eingriff steht, erdet er ein Gitter der
Multivibratorröhre 262 über den Leiter 286, wodurch der Multivibrator
außer Betrieb gesetzt wird. Wenn der Schaltkontakt 292 auf den festen Kontakt
296 herabbewegt wird, ist der Boden des Widerstandes 180 geerdet.
Dadurch wird die Erdung des Multivibratorgitters aufgehoben, das nun fortfährt frei
zu arbeiten. Dadurch wird ferner das Potentiometer 250 ausgeschaltet, wodurch
die Zeitkonstante für den Kondensator 182 und seine Entladungsstrecke eingestellt
wird. Der Schaltarin 282 wird gleichzeitig zu dem festen Kontakt
278 bewegt. Impulse für die Auslöserröhre 160 werden dadurch an Masse
gelegt, wodurch das normale Arbeiten der Perkussion verhindert wird. Die Perkussion
wird bei einem vorbestimmten Maß durch einen Multivibrator 260 wiederholt.
Auf diese Weise wird ein zupfartiger Ton erzeugt, und insbesondere kann ein Banjo
leicht nachgeahmt werden.
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In den F i g. 6 bis 8 sind verschiedene Ausführungsformen
der Tastenschaltung des Verstärkers dargestellt. Die ursprüngliche Ausbildung, die
in Verbindung mit F i g. 3 offenbart ist und einen Kondensator
228 aufweist, arbeitet ungewöhnlich gut. Sie erfordert jedoch für jede einzelne
Note einen Kondensator, und Kondensatoren sind verhältnismäßig kostspielig. Das
ist im Hinblick auf F i g. 6 besonders gut erkennbar. Darin sind bestimmte
vorhergehend beschriebene Teile dargestellt, die die gemeinsame Schiene 48 für das
Zusammenwirken mit allen Schwebekontakten, von denen fünf in F i g. 6 dargestellt
und mit 40-1 bis 40-5 bezeichnet sind, umfassen. Alle diese Schwebekontakte
40-1 usw. können wahlweise mit dem Kollektor 42 verbunden werden, der, wie zuvor
beschrieben, mit der Auslöseröhre 160 und den damit in Verbindung stehenden
nächstfolgenden Teilen verbunden ist.
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Obgleich nur fünf Schwebekontakte dargestellt sind, versteht es sich,
daß die tatsächliche Zahl in einer Orgel viel größer und der Zahl der Tasten gleich
ist. Mit jeder dieser Schwebekontakte ist einer der in F i g. 6 mit
228-1 bis 228-5 bezeichneten Kondensatoren 228 sowie mit den
entsprechendenWiderständen 230-1 bis 230-5 verbunden. Die Kosten für
die Widerstände 230-1 usw. sind nicht groß, die Kosten für die verschiedenen
Kondensatoren 128-1
usw. sind ziemlich bedeutend.
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In F i g. 7 ist ein Stromkreis dargestellt, in dem die Kondensatoren
228-1 usw. entfernt sind, wodurch die Materialkosten vermindert werden. In
dieser Ausführungsform der Erfindung sind für ähnliche Teile gleiche Bezugsnummern
verwendet, jedoch mit dem Zusatzindex a. In dieser Ausführung sind noch eine Vielzahl
von Schwebekontakten vorhanden, die hier mit 40 a-1 bis 40 a-8 bezeichnet
sind. Es versteht sich jedoch, daß die tatsächliche Orgel viel mehr dieser Schwebekontakte
aufweist. Eine gemeinsame B+-Schiene48a ist für die Verbinduno, mit sämtlichen Schwebekontakten40a-1
usw. vorgesehen und z.B. mit 300Volt aufgeladen. Die Schwebekontakte sind normalerweise
nicht mehr mit der Schiene48a verbunden. Jeder dieser Schwebekontakte hat einen
mit ihm verbundenen Widerstand, der hier mit 298-1 bis 298-8 bezeichnet
ist. Jeder dieser Widerstände ist mit einem gemeinsamen Leiter 300 verbunden.
Dieser Leiter ist über einen Widerstand 302 an Masse geshuntet und über einen
Kondensator 304 mit der Verzweigungsstelle 306 verbunden, die zwischen einem
geerdeten Widerstand 308 und einem Widerstand 310 angeordnet ist,
der zu dem Gitter 162 a der Auslöserröhre 160 a führt.
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Die relativen Werte der Bestandteile in dem Stromkreis gemäß F i
g. 7 sind wichtig. So haben z. B. die Tastenschalterwiderstände
298-1 usw. je eine Größe von 1 Megohm. Der gemeinsame Widerstand
302 besitzt 150 000 Ohni. Der Kondensator 304 hat eine
Kapazität
von 0,0082 mF, während der Gitterwiderstand 308 einen Widerstandswert
von 1 Megohm besitzt. Die Größe des Widerstandes 310 ist weniger entscheidend,
kann z. B. mit 100 000 Ohm gewählt werden.
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Wenn die erste Taste niedergedrückt wird, nimmt der korrespondierende
Schwebekontakt 40a eine 300-Volt-Gleichspannung der Schiene 48a auf. Diese Spannung
wird im Verhältnis von angenähert 10 : 1
dividiert und speist den Kondensator
304 über den Gitterwiderstand 308, der dem Gitter 162 a der Auslöserröhre
160a einen positiven Impuls erteilt. Von hier an ist der Stromkreis der gleiche
wie die vorhergehend in Verbindung mit F i g. 3 beschriebenen Stromkreise
und arbeitet ebenso wie diese.
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Jedesmal wenn eine zusätzliche Taste niedergedrückt wird, wird der
1-Megohm-Widerstand 298,
der mit dem korrespondierenden Schwebekontakt verbunden
ist, mit dem vorangehenden Widerstand 298 parallel geschaltet, unter der
Annahme, daß die erste Taste niedergedrückt bleibt. Dies vermindert den Widerstand
des oberen Teils des Spannungsteilers, wodurch die Spannung am oberen Ende des gemeinsamen
Widerstands 302 anwächst. Dadurch wird eine Aufladung des Kondensators 304
zu der neuen Spannung am oberen Ende des Widerstands 302 bewirkt, wodurch
dem Gitter der Auslöserröhre 160a ein anderer Impuls erteilt wird. Jedesmal wenn
eine andere Taste niedergedrückt wird, wird in gleicher Weise ein anderer Impuls
gegeben. Die aufeinanderfolgenden Impulse werden jedoch kleiner und kleiner durch
die ParaUelschaltung der Widerstände 298, bis die Ladekreise nicht mehr länger
arbeiten. Mit 300Volt auf der Schiene48a ist es möglich, sechs Tasten niedergedrückt
zu halten und eine Perkussion beim Niederdrücken der siebenten noch zu erzielen.
Das erfordert jedoch 300 Volt an der B +-Schiene im Gegensatz zu den
100 Volt des vorstehend beschriebenen Stromkreises.
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In F i g. 8 ist eine weitere Ausführungsforin der Tastenschalter
gemäß F i g. 7 dargestellt deren Arbeitsweise im allgemeinen die gleiche
ist und bei der ähnliche Teile mit ähnlichen Nummern unter Zusatz des Index
b bezeichnet sind. In diesem Fall ist eine gemeinsame, geerdete Schiene
312 vorgesehen. Diese Schiene ist normalerweise mit einigen Schwebekontakten
verbunden mit anderen nicht. Die geerdete Schiene ist z. B. bei RuhesteHung der
Tasten mit den abwechselnden Kontakten 40b-1, 40b-3 usw. verbunden, während
die Schwebekontakte 40 b-2, 40 b-4
usw. nicht verbunden sind. Wenn
irgendeine Taste niedergedrückt wird, wird ihr korrespondierender Schwebekontakt
40 b bewegt und so mit der 300 Volt führenden B + -Schiene
48 b verbunden.
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Es ist ersichtlich, daß bei Betätigung aufeinanderfolgender Tasten
Widerstände zur B+-Seite des Spannungsteilers parallel geschaltet werden, während
Widerstände ebenso aus der Parallelschaltung an der geerdeten Seite des Spannungsteilers
herausgenommen werden. Durch diese Mittel werden die zur Aufladung des Kondensators
304 verwendeten Spannungsabstufungen so gesteuert, daß die erzeugten Impulse fast
gleich sind. Dementsprechend ist der Bereich, in dem die Perkussion erzeugt werden
kann, d. h. die Zahl der Tasten, die niedergedrückt gehalten werden können
und bei der noch eine weitere Taste Perkussion erzeugen kann, bedeutend ausgeweitet.