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Transportanlage für Werkstückträger Zusatz zum Patent: 1 153 683 Das
Hauptpatent beschreibt eine Transportanlage für Werkstückträger, die auf einer oberhalb
von Arbeitsstellen montierten Hängeschienenbahn angeordnet und mittels einer Vorschubeinrichtung
fortbewegbar sind. Die Hängeschienenbahn weist vertikal bewegbare Überführungsschienenstücke
auf, die je mit einem eigenen Aufzug ständig fest verbunden sind und mittels deren
die Werkstückträger zu den Arbeitsstellen absenkbar sind. Für jedes tXberführungsschienenstück
ist ferner ein Ersatzschienenstück vorgesehen, und die Ersatzschienenstücke füllen
selbsttätig jede durch die Absenkbewegung eines Aufzugs in der Hängeschienenbahn
entstehende Lücke aus.
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Eine solche Anordnung hat insbesondere den Vorteil, daß die Werkstückträger
voneinander unabhängig und einander überspringend transportiert werden können; es
ist somit möglich, einen Werkstückträger auf einem Überführungsschienenstück zu
der zugehörigen Arbeitsstelle abzusenken und den auf der Hängeschienenbahn nächstfolgenden
Werkstückträger diese Arbeitsstelle und den abgesenkten Werkstückträger über das
Ersatzschienenstück hinweg überlaufen zu lassen.
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So erwünscht ein derart unabhängiger Betrieb der Werkstückträger
für die optimale Ausnutzung der unter der Hängeschienenbahn angeordneten Arbeitsstellen
ist, so bringt er doch, wie die Praxis gezeigt hat, erhebliche Gefahren mit sich.
Durch Unachtsamkeit der die einzelnen Aufzüge und die Vorschubvorrichtung betätigenden
Bedienungspersonen kann es insbesondere leicht dazu kommen, daß Werkstückträger
miteinander kollidieren, wenn ein erster Werkstückträger gerade eine Absenkbewegung
ausführt und ein nachfolgender zweiter Werkstückträger ihn währenddessen zu überspringen
sucht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen
und eine Gefährdung der Anlage und des Bedienungspersonals durch unsachgemäße Betätigung
auszuschließen. Dies wird ertindungsgemäß in zuverlässiger, gleichwohl aber überraschend
einfacher Weise durch eine Kombination von Sicherheitsschaltungen erzielt, bei der
jedem Überführungsschienenstück ein Grenzschalter für die obere Endstellung und
ein Grenzschalter für die untere Endstellung zugeordnet ist und die Grenzschalter
aller Überführungsschienenstücke derart im Antriebssteuerkreis der Vorschubeinrichtung
für die Werkstückträger liegen, daß die Vorschub einrichtung nur betätigbar ist,
wenn alle Uberführungsschienenstücke ihre obere oder untere Endstellung einnehmen
und bei der ferner eine von der Vorschub-
einrichtung betätigbare Schalteinrichtung
im Steuerkreis der Aufzüge jedes Oberführungsschienenstückes angeordnet ist, die
eine Betätigung der Aufzüge während der Vorschubbewegung der Werkstückträger unterbindet.
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Zwar ist es bei einer Aufzugseinrichtung zur Beförderung von elektrisch
angetriebenen, selbstfahrenden Fahrzeugen von einer Schienenbahn auf eine in anderer
Höhe angeordnete zweite Schienenbahn bekannt, die Stromzufuhr zu dem Motor des Fahrzeugs
und damit ein Einfahren oder Ausfahren des Fahrzeugs in bzw. aus dem Aufzug zu verhindern,
solange nicht der Aufzug mit einer der Schienenbahnen ausgefluchtet ist. Bei einer
solchen Anlage fehlen aber Ersatzschienenstücke, und ein gegenseitiges Überspringen
der Fahrzeuge bzw. Werkstückträger ist dort nicht möglich. Infolgedessen traten
dort die mit der Erfindung zu lösenden Probleme nicht auf.
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Ferner ist es bei einerTransportanlage für Werkstückträger mit vertikal
beweglichen tXberführungsschienenstücken und Ersatzschienenstücken, die jedoch ebenfalls
ein gegenseitiges Überspringen der einzelnen Werkstückträger nicht gestattet, bekannt,
die Vorschubbewegung der Werkstückträger mit Hilfe von Anschlagschaltern so zu steuern,
daß diese Vorschubbewegung nur einsetzt, wenn das tZberführungsschienenstück seine
oberste Lage erreicht hat.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann jedes Oberführungsschienenstück
einen von den Werkstückträgern betätigbaren Schalter aufweisen, der im Steuerkreis
des zugehörigen Aufzugs liegt und eine Betätigung des Aufzugs unterbindet, bis ein
Werkstückträger seine richtige Lage auf dem Überführungsschienenstück eingenommen
hat.
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Jedes Ersatzschienenstück kann einen von den Werkstückträgern betätigbaren
Schalter aufweisen, der im Steuerkreis des Aufzugs für das dem Ersatzschienenstück
zugeordnete tJberführungsschienenstück liegt und eine Aufwärtsbewegung des Aufzugs
unterbindet, solange ein Werkstückträger auf dem Ersatzschienenstück steht.
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Ferner kann jedem Ersatzschienenstück ein entsprechend der Stellung
des Ersatzschienenstückes betätigbarer Sicherheitsschalter zugeordnet sein, wobei
die Sicherheitsschalter derart im Steuerkreis der Vorschubeinrichtung für die Werkstückträger
liegen, daß ein Vorschub unterbunden wird, wenn ein tÇberführungsschienenstück abgesenkt
wird und das zugehörige Ersatzschienenstück noch nicht fluchtend in die Hängeschienenbahn
eingeführt ist.
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Jedes Oberführungsschienenstück kann einen von den Werkstückträgern
betätigbaren Sicherheitsschalter aufweisen, und diese Schalter können derart im
Steuerkreis der Vorschubeinrichtung für die Werkstückträger liegen, daß ein Vorschub
unterbunden wird, sobald einer der Werkstückträger nicht seine Sollstellung auf
dem betreffenden tZberführungsschienenstück einnimmt.
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Im Steuerkreis jedes Aufzugs kann ferner ein Zeitschalter vorgesehen
sein, der in Abhängigkeit von der Absenkung des zugehörigen tJberführungsschienenstücks
in Betrieb gesetzt wird und den Aufzugantrieb nach einer voreingestellten Zeit selbsttätig
auf Aufwärtslauf umstellt.
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Weitere Einzelheiten, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang
mit der Zeichnung. Es zeigt F i g. 1 in schematischer Form eine Draufsicht auf eine
selbsttätige Plattiermaschine mit einer Förderanlage nach der Erfindung, Fig. 2
einen Aufriß der Maschine nach Fig. 1 und F i g. 3 ein Schaltschema eines elektrohydraulischen
Vorschub- und Steuersystems nach der Erfindung.
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Die in F i g. 1 und 2 gezeigte Plattiermaschine weist eine Transportanlage
mit einer endlosen Hängeschienenbahn 10 auf, die von zwei parallelen geradlinigen
Bahnabschnitten 11, 12 und zwei gekrümmten Bahnabschnitten 13, 14 gebildet wird,
mittels deren die Enden der Bahnabschnitte 11, 12 miteinander verbunden sind. Unterhalb
des Bahnabschnitts 11 sind nebeneinander eine Ladestation A und fünf Behandlungsstationen
B bis F vorgesehen, während sich unterhalb des gegenüberliegenden Bahn abschnitts
12 weitere sechs Behandlungsstationen G bis L befinden.
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Die Erfindung läßt sich selbstverständlich ebenso auch bei geradlinigen
Hängebahnschienen anwenden und ist nicht auf Plattiermaschinen beschränkt, sondern
kann zur Durchführung beliebiger Behandlungsfolgen benutzt werden.
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Die in die Maschine eintretenden Werkstücke werden einem Ladetrichter
1S zugeführt, dessen Inhalt sodann an der Ladestation A in die Behandlungstrommeln
entleert wird. Von der Station A werden
die Werkstückträger zu den verschiedenen
Behandlungsstationen B bis L befördert, wo die Werkstücke z. B. gereinigt, gebeizt,
zwischengespült, in Zyanid oder Säure getaucht, plattiert, nochmals gespült und
getrocknet werden können. Mit Hilfe der Transportanlage werden die verschiedenen
Behandlungsstufen selbsttätig und mit größter Ausnutzung durchlaufen, wobei die
Werkstückträger auch einander überspringend transportiert werden können.
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Wie aus F i g. 2 ersichtlich, besteht die Hängeschienenbahn aus fest
abgestützten Schienenstücken 16 und vertikal bewegbaren Überführungsschienenstücken
17, die über den darunter angeordneten Behandlungsstationen liegen. Die auf der
Hängeschienenbahn laufenden Werkstückträger sind als gelochte zylindrische Plattiertrommeln
18 veranschaulicht, die zwischen den nach unten weisenden Armen eines Joches 19
drehbar abgestützt sind. Das Joch 19 ist in einer Laufkatze 20 aufgehängt, deren
Radsätze 20X beidseitig des unteren Flansches der Schienenstücke 16, 17 laufen.
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Jedem Überführungsschienenstück 17 ist ein Aufzug 1 zugeordnet, der
vertikale Rahmenteile 21 und eine endlose Kette 22 besitzt, die mit dem Uberführungsschienenstück
gekuppelt ist, so daß der Antrieb der Kette das Schienenstück je nach Art der Antriebsrichtung
absenkt oder anhebt. Wenn das Überführungsschienenstück mit einem auf ihm befindlichen
Werkstückträger abgesenkt wird, wird die Plattiertrommeli8 in einen Behandlungsbehälter
23 eingetaucht. Hierbei kommt das Abtriebsrad eines mit einem Antriebsmotor24 gekuppelten
Untersetzungsgetriebe 25 mit einem Triebrad 26 in Eingriff, das mit einem Trommeltriebrad
27 gekuppelt ist.
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Zwei am Joch 19 angeordnete Elektroden 28 legen sich auf Kontaktauflage
29 auf, um in üblicher Weise den elektrischen Plattierstrom zuzuleiten.
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Der Vorschub der Laufkatzen 20 der verschiedenen Werkstückträger
längs der Schienenbahn erfolgt mit Hilfe von im Abstand zueinander angeordneten
Stoßfingern 30, die mit einer Schubstange 31 gelenkig verbunden sind, die oberhalb
der Schienenbahn und parallel zu dieser angeordnet ist. Die Stange 31 ist zwischen
Rollen 32 und 33 gleitend abgestützt und wird in wechselnder Richtung und in festgelegten
Zeitabschnitten mittels eines hydraulischen Zylinders angetrieben, der bei 56 schematisch
angedeutet ist und mit dessen Kolbenstange 57 die Schubstange 31 gekuppelt ist.
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Uber jedem Überführungsschienenstück 17 ist ein dem Schienenstück
17 entsprechendes Ersatzschienenstück 38 angeordnet, das beim Absenken des Überführungsschienenstückes
17 mittels Federn 36 abwärts an die Stelle des Schienenstückes 17 gedrückt wird
und die Schienenbahn schließt. Nachfolgende Werkstückträger können infolgedessen
ohne Unterbrechung weiterlaufen und andere an den Arbeitsstationen abgesenkte Werkstückträger
überspringen.
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Bei jedem Vorwärtsschub der Schubstange 31 bewegen die Stoßfinger30
eine Laufkatze 20 von einer Arbeitsstation zur nächsten. Die Laufkatze wird mittels
eines gelenkig gelagerten Klinkenanschlages 39 angehalten, wenn sie eine Mittelstellung
auf dem Schienenabschnitt 17 oberhalb der zugehörigen Arbeitsstation einnimmt. Der
Anschlag 39 wird von einer nicht veranschaulichten Klinkeneinrichtung derart betätigt,
daß er den Werkstückträger zwischen den Vorschubbewegungen an die richtige Stelle
bringt
und in Mittellage hält, während der Vorschubbewegung aber zurückgezogen wird, um
die Vorbewegung des Werkstückträgers auf der Schienenbahn zuzulassen.
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Fig. 3 zeigt das elektrohydraulische Vorschub-und Steuerungssystem
der Transportanlage. Den Arbeitsdruck erzeugt eine insgesamt mit 40 bezeichnete
hydraulische Pumpeneinheit mit einem Druckmittelspeicher 41 und einer Pumpe 42,
die von einem Elektromotor 43 angetrieben wird. Der Motor 43 ist über einen Magnetschalter
44 an eine Dreiphasenstromquelle 45 angeschlossen. Die Pumpeneinheit wird durch
Drücken eines Anlaßknopfes 46 gestartet und fördert Druckmittel zu einer Druckmittelleitung
P, die unter einem Druck von etwa 70 kg/cm2 gehalten wird. Über ein Rückflußrohr
T gelangt das Druckmittel zum Speicher zurück. Der erzeugte Druck wird mittels eines
Hauptdruckventils 47 gesteuert und durch einen Druckmesser 48 angezeigt.
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Durch Drücken des Startknopfes 50 eines Hauptschalters 49 werden
Zuleitungen L1 und L., an Spannung gelegt, die von einer Einphasen-Wechselstromleitung
51 über einen Transformator 52 zugeführt wird. Gesonderte Stationssteuerschalter
53 in der Leitung L1 steuern die Stromzufuhr zu den verschiedenen Aufzugsstationen,
von denen in der Zeichnung nur eine veranschaulicht ist.
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Die Bewegung des die Schubstange 31 antreibenden Kolbens 57 des Zylinders
55 wird durch ein Magnetventil 58 gesteuert, das mit Durchlässen A und B des Zylinders
56 verbunden ist. Wird der Magnet 58 a erregt, läßt das Ventil Druckmittel von der
Leitung P zum Durchlaß A gelangen. Der Kolben führt einen Vorwärtshub aus und betätigt
hierbei die Schubstange 31. Über den Durchlaß B gelangt Druckmittel zum Rückflußrohr
T.
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Bei der Vorbewegung der Schubstange 31 werden alle oben befindlichen
Werkstückträger zur nächsten Station transportiert. Wird der Magnet 58 a stromlos,
zieht eine Feder 58b das Ventil 58 wieder in seine andere Stellung. Druckmittel
gelangt aus der Leitung P zum Durchlaß B und kann über den Durchlaß A aus dem Zylinder
56 zum Rohr P abfließen.
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Der Kolben 57 wird in die Ausgangsstellung zurückgezogen.
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Ein Schubstangenschalter 60 mit zwei Kontaktsätzen a und b ist mittels
Betätigungsarmen 31a und und 31 b mit der Schubstange 31 derart gekuppelt, daß die
Kontakte b öffnen und die Kontakte a schließen, wenn die Schubstange die Grenze
ihres Vorwärtshubes erreicht. Umgekehrt werden am Ende des Rückwärtshubes die Kontakte
a geöffnet und die Kontakte b geschlossen. Dazwischen treten keine Anderungen der
Kontaktstellungen auf.
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Die Kontakte b des Schubstangenschalters 60 liegen zwischen den Zuleitungen
L1, L2 in Reihe mit einem Sicherheitskreis S0, Sl, einem Steuerschalter 59, den
Kontakten 61 a eines Zeitverzögerungsrelais 61 und der Magnetspule 58 a. Der Magnet
58 a kann daher nur anziehen, wenn alle diese Schaltglieder geschlossen sind. Die
Spule des Zeitverzögerungsrelais 61 ist über die Kontakte b des Schubstangenschafters
60 und den Steuerschaltern59 an den Zuleitungen Ll, L2 angeschlossen.
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Wird angenommen, daß sich die Schubstange 31 in ihrer Ausgangsstellung
befindet (d. h. am Ende des Rückkehrhubes und am Anfang des Vorwärtshubes) und infolgedessen
die Kontakte b des Schubstangen-
schalters 60 geschlossen sind, wird, wenn der Steuerschalter
59 geschlossen wird, das Verzögerungsrelais 61 erregt und werden nach Ablauf seiner
voreingestellten Verweilzeit die Kontakte 61 a geschlossen, wodurch dem Magnet 58
a Strom zugeführt wird. Das Ventil 58 läßt Druckmittel durch den Durchlaß A hindurch
in den Zylinder 56 gelangen. Die Schubstange 31 führt einen Vorwärtshub aus. Alle
oben befindlichen Werkstückträger werden zur nächsten Station überführt. Am Ende
des Vorwärtshubes öffnet die Schubstange 31 die Kontakte b des Schalters 60.
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Der Stromkreis des Magneten 58 a und des Zeitverzögerungsrelais werden
unterbrochen. Das Relais 61 stellt sich zurück. Die Kolbenstange 57 wird zurückgezogen.
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Jedem der verschiedenen Aufzüge ist ein eigener Steuerkreis zugeordnet;
diese Kreise sind untereinander identisch, und es ist nur einer im einzelnen dargestellt.
Jeder Steuerkreis wird mittels eines Schalters 53 eingeschaltet.
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Jeder Aufzug 1 wird mittels eines hydraulischen Zylinders 62 mit
einem Kolben 63 angetrieben, der mittels eines Getriebes od. dgl. mit dem Aufzug
derart mechanisch gekuppelt ist, daß, wenn der Kolben voll ausgefahren ist, der
Aufzug in seiner oberen Endstellung angehoben ist, und wenn er voll zurückgezogen
ist, der Aufzug in seine untere Endstellung abgesenkt ist. Der Zylinder 62 besitzt
einen Durchlaß 62 a, durch den hindurch Druckmittel über ein Magnetventil 64 zugeführt
wird, das mittels zweier Magnete 64 a und 64 h gesteuert wird. Wird der Magnet 64
a erregt, läßt das Ventil 64 Druckmittel aus der Leitung P zum Durchlaß 62 a des
Aufzugzylinders 62 gelangen. Der Kolben 63 wird nach oben gedrückt, der Aufzug wird
angehoben. Wenn der Magnet 64 b erregt wird, kann Druckmittel aus dem Zylinder 62
durch den Durchlaß62a in das Rohr T abfließen.
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Der Kolben 63 bewegt sich unter der Wirkung der Schwerkraft abwärts,
wobei er dem Gewicht des Aufzuggestells und der Aufzugeinrichtung, des Werkstückträgers
und der Werkstücke ausgesetzt ist.
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Ein oberer Grenzschalter 65 wird geschlossen, wenn der Aufzug seine
obere Endstellung erreicht hat, und öffnet in allen anderen Stellungen des Aufzugs.
Ein unterer Grenzschalter 66 schließt nur, wenn der Aufzug in seiner unteren Endstellung
angelangt ist. Die Schalter 65 und 66 sind parallel geschaltet und liegen mit entsprechenden
Parallelschaltungen von Schaltern 65A, 66A; 65B, 66B; 6iC, 66C usw. in Reihe, die
den übrigen Aufzügen zugeordnet sind.
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Diese Schaltanordnung ist mit den Sicherheitsleitungen S1 und Sn verbunden,
die, wie oben geschildert, im Speisekreis des Magneten 58 a liegen. Auf Grund dieser
Anordnung ist der Sicherheitskreis S0, S1 nur geschlossen, wenn sich alle Aufzüge
entweder in der oberen oder unteren Grenzstellung befinden. Nur in einem solchen
Falle kann infolgedessen eine Vorschubbewegung der Werkstückträger erfolgen. Nimmt
auch nur einer der Aufzüge eine Zwischenlage ein, wird ein Vorwärtshub der Schubstange
31 unterbunden.
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Nehmen die Aufzüge ihre obere Endstellung ein, sind die Überführungsstücke
17 mit den feststehenden Schienenstücken 16 ausgefluchtet. Die Werkstückträger können
weitertransportiert werden. In der unteren Endstellung der Aufzüge ist andererseits
ein angemessener freier Raum verfügbar, so daß ein längs des Ersatzschienenstückes
vorbewegter Werkstückträger
gefahrlos den abgesenkten Werkstückträger
überspringen kann. Für alle übrigen Zustände ist eine Vorschubbewegung nicht erwünscht,
und es wird der Sicherheitskreis S, S1 unterbrochen und das Ventil 58 unwirksam
gemacht, bis die richtigen Sicherheitsbedingungen verfüllt sind.
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Angenommen der Aufzug befindet sich in seiner oberen Endstellung,
dann vollzieht sich, wenn der Aufzugschalter 53 geschlossen wird, folgender Vorgang:
Der Schalter 65 und damit der Sicherheitskreis$, S1 werden durch den Aufzug geschlossen,
der Vorschubmagnet58a kann erregt werden, auf das Überfurungsschienenstäck 17 kann
ein Werkstückträger auffahren. Die Bewegung des Werkstückträgers auf das Oberführungsschienenstück
schließt einen Lageschalter 67 zwischen dem Aufzugschalter 53 und der Klernlne X2
eines Zeitschalters 68, dessen Klemme Xt an die Zuleitung L1 angeschlossen ist.
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Dem Motor 68a des Zeitschalters wird Strom zugeführt und zur selben
Zeit ein Relaisschalter 68 b betätigt, der den Kreis zwischen den Klemmen X4 und
Xß des Zeitschalters schließt.
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Beim Schließen des Kreises zwischen den KlemrnenX, und X5 kann der
Magnet 69a eines Aufzugsrelais 69 erregt werden, der das Relais 69 so einstellt,
daß der Magnet b des hydraulischen Aufzugventils 64 unter Strom kommt. Der Kolben
63 wird durch Schwerkraft in seine untere Stellung abgesenkt In der unteren Endstellung
schließt der Aufzug den unteren Grenzschalter 66. Der Sicherheitskreis 50 51 ist
geschlossen, wodurch weitere Vorschubbewegungen ermöglicht werden. Der Zeitschalter
68 schließt auf Ablauf der voreingestellten Zeit den Kreis zwischen den Klemmens4
und 4, wodurch der Magnet 69b des Aufiugteais erregt wird und seinerseits den Magneten64a
des Aufzugventils 64 anziehen läßt. Das Ventil 64 läBt Druckmittel in den Zylinder62
gelangen; der Aufzug wird angehoben.
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Bei Abschaltung der Steuenmg durch Öffnen des Aufiugschalters 53 verharrt
die hydraulische Steuereinrichtung des Aufzuges in dem Zustand, der im Augenblick
der Abschaltung gegeben war. Befindet sich der Aufzug in der unteren Endstellung
und überspringt ein Werkstiicktzager den in der Behandlungsstation abgesenkten Werkstiickträger,
indem er über das selbsttätig einfallende Ersatzstück wegläuft, das die von dem
Überführ'mgsstück gelassen Lücke ausfüllt, öffnet der überspringende Werkstückträger
auf dem Ersatzschienenstück einen Schalter 70 im Speisekreis des Aufzugsrelais 69y
wodurch eine Aufwärtsbewegung des Aufugs verhindert wird, bis der überspringende
Werkstückträger das Ersatzschienenstück verlassen hat.
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Denflberfiihrungsschienenstücken und den Ersatzschienenstücken zugeordnete
Sicherheitskreise verhusten das Niedergehen des Aufzugs, bis der Werkstücltträger
seine richtige Stellung auf dem tZberführungsschienentück einnimmt und verhindern
ferner eine Vorschubbewegung der Werkstückträger, bis das Ersat:zschienenstuck seine
richtige Lage in der Schienenbahn erreicht hat, um die durch das Absenken des Überführungsschiwenstückes
entstandene Lücke voll auszufüllen.
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Die verschiedenen Schalter für den Vorschub der Werkstückträger und
das Ingangsetzen der Aufzüge können ohne weiteres durch eine Programmvorrichtung
völlig selbsttätig gesteuert nnd in vorbestimmter Abfolge gedrückt werden. Die Programmvorrichtung,
die
z. B. aus elektrisch betriebenen Betätigungselementen besteht, läßt sich so einrichten,
daß sie nacheinander spezielle Plattiervorgänge in gegebener Reihenfolge ablaufen
läßt. Selbstverständlich kann sie auch für irgendwelche anderen automatischen Behandlungsvorgänge
voreingestellt werden.
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Um die Aufwärtsbewegung eines Aufzugs während der Vorschubbewegung
von Werkstückträgern zu verhindern und damit eine Kollision zwischen einem sich
zwischen den Aufzügen bewegenden Werkstückträger und einem aufsteigenden Aufzug
zu vermeiden, ist ein Vorschubsicherheitsrelais 71 vorgesehen. Die Magnetspule dieses
Relais wird über die Kontakte a des Schubstangenhalters 60 erregt. Diese Kontakte
sind unterbrochen, wenn eine Oberführung von Werkstückträgern durch die Vorwärtsbewegung
der Schubstange 31 stattfindet.
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Das Sieherheitsrelais 71 unterbricht, wenn es entregt ist, den LeS-Sicherheitskreis
zum Aufzugrelais 69, das den Aufzug entweder in der oberen oder unteren Endstellung
hält, bis die Vorschubbewegung vollendet ist und die Kontakte b des Schubstangenschalters
60 den Kreis zum Magneten 58 a unterbrechen, während die Kontakte a geschlossen
werden, so daß das Sicherheitsrelais 71 wieder unter Strom kommt und erneut Spannung
an die L2S-Leitung gelegt wird. Die Aufzüge vermögen nunmehr Hub-oder Senkbewegungen
auszuführen, ohne daß eine Kollision eintreten kann.
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Es ist daher ein sicherer Arbeitsablauf gewährleistet. Eine Vorschubbewegung
kann nicht vonstatten gehen, wenn nicht alle Aufzüge ihren Lauf nach oben oder unten
abgeschlossen haben, und die Aufzüge können aus ihrer bisherigen Stellung weder
aufsteigen noch niedergehen, bis eine Vorschubbewegung abgeschlossen ist.
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Die Vorschubbewegungen für die Werkstückträger sind ohne Rücksicht
auf die Beschickungsfrequenz der Maschine wiederholbar, und die Beschickungsintervalle
oder der Produktionsdurchsatz werden dadurch bestimmt, daß das Arbeiten der Stationsaufzüge
der Station angepaßt wird, die die kürzeste Behandlungszeit hat. Demgemäß wird eine
neue Beschickung der Maschine nur so schnell erfolgen, wie sie im Verhandlungsablauf
aufgenommen werden kann.
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Zwei oder mehr Vorschubbewegungen erfolgen pro Werkstückträgerarbeitsfrequenz,
um Abstände vorzusehen, so daß ein abgesenkter Aufzug nach oben fahren und Werkstückträger
in die Hängeschienenbahn einfahren kann. Außerdem muß, wenn die kürzeste Behandlungszeit
verhältnismäßig lang ist, die Überführung von einer Station zu einer anderen kurz
gehalten werden. Deshalb müssenVorschubbewegungen häufig auch dann erfolgen, wenn
gerade kein Werkstückträger in die Maschine einzulaufen beginnt.