DE1187009B - Schnecken-Strangpresse zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen oder aehnlichen Massen - Google Patents
Schnecken-Strangpresse zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen oder aehnlichen MassenInfo
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- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C48/00—Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
- B29C48/25—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29C48/36—Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it through the nozzle or die
- B29C48/395—Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it through the nozzle or die using screws surrounded by a cooperating barrel, e.g. single screw extruders
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
Nummer:
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Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
B29f
Deutsche Kl.: 39 a4-3/00
1187009
A27057X/39a4
30. April 1957
11. Februar 1965
A27057X/39a4
30. April 1957
11. Februar 1965
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schnecken-Strangpresse
zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen oder ähnlichen Massen mit einer zum
Zwecke des kontinuierlichen Förderns, Plastifizierens und Ausstoßens drehbaren Schnecke.
Beim Strangpressen wird der durch einen Einfülltrichter aufgegebene Kunststoff in der Regel in einem
Zylinder durch Wärmezufuhr plastifiziert und mittels einer Schnecke durch eine Düse bzw. durch ein
Spezial-Werkzeug in Form eines Schlauches oder eines Stranges mit beliebigem Profil kontinuierlich
ins Freie extrudiert, wo entsprechend den jeweiligen Erfordernissen eine mehr oder weniger umfangreiche
Nachbehandlung stattfindet.
Die Leistung der Schnecken-Strangpresse und die Qualität des erzeugten Masse-Stranges hängen stark
von Zahl und Intensität der der Masse innerhalb des Zylinders aufgezwungenen Bewegungen ab. Die Intensität
der bekannten Bewegungsrichtungen kann durch allgemein übliche Maßnahmen, wie z. B. durch
Veränderung der Volumen-Kompression in den Schneckengängen, durch Veränderung des Spaltes
zwischen Schnecke und Zylinderinnenwand, durch verschiedene Schneckenkopf-Ausbildungen usw., beeinflußt
werden. Wenn auch durch diese Maßnahmen geringfügige Verbesserungen erreicht werden können,
so ist es doch nicht möglich, eine optimale Plastifizierung bis zur völligen Homogenität der zu verarbeitenden
Masse herbeizuführen. Das heißt also, daß über gewisse molekulare Eigenschaften der Masse hinaus
keine befriedigende Qualität und keine befriedigenden Leistungen mehr erzielbar sind und daß bestimmte
thermoplastische Kunststoffe nicht ausreichend über den gummielastischen Zustand hinaus in
den plastischen bzw. viskosen Zustand gebracht werden können, in dem allein eine bestmögliche Verformung
während des Verfahrensablaufes gewährleistet ist.
Bei der Herstellung von Rohren, Schläuchen oder beliebiger Profile beispielsweise aus nicht weichgemachtem
oder auch weichgemachtem Polyvinylchlorid sind eine homogene Verdichtung, eine intensive Knetung und die Erzeugung hoher innerer
Scherkräfte in der zu verarbeitenden Masse eine notwendige Voraussetzung, um ein qualitativ hochwertiges
Endprodukt zu erhalten. Es wurden daher den Schnecken-Strangpressen bereits Walzwerke,
Innenmischer, Plastifikatoren und ähnliche Vorrichtungen vorgeschaltet. Diese Vorrichtungen, sowie
auch Schnecken-Strangpressen mit sehr langer Schnecke, beispielsweise einem Verhältnis von
Länge zu Durchmesser der Schnecke von 20 :1, sind Schnecken-Strangpresse zur Verarbeitung
von thermoplastischen Kunststoffen oder
ähnlichen Massen
von thermoplastischen Kunststoffen oder
ähnlichen Massen
Anmelder:
ANKERWERK Gebr. Goller,
Nürnberg, Rennweg 37
aber nicht in der Lage, alle Materialtypen einwandfrei zu fördern, plastifizieren und homogenisieren und
der im Zylinder befindlichen Masse die erforderliche Wärme zuzuführen.
Die aus diesen Erkenntnissen sich ergebenden Forderungen erfüllt nun die erfindungsgemäß ausgebildete
Schnecken-Strangpresse bei gleichzeitiger Vermeidung der vorerwähnten Nachteile. Es ist daher
bei einer Schnecken-Strangpresse der eingangs beschriebenen Art eine der Schnecke unabhängig von
deren Drehbewegung eine pulsierende Axialbewegung (Axialvibration) aufzwingende Antriebsvorrichtung
vorgesehen, die so einstellbar ist, daß Frequenz und Amplitude dieser Axialbewegung den jeweiligen
Gegebenheiten des Strangpreßbetriebes anpaßbar sind.
Es ist bereits eine Maschine zur Durchführung von Knet- und Mischprozessen in kontinuierlichem
Arbeitsgang bekanntgeworden, die eine konische Preßschnecke aufweist und bei der sich das Gehäuse
der Preßschnecke hin- und herverschieben läßt. Die axiale Hin- und Herbewegung des die konische Preßschnecke
umgebenden kegelförmigen Gehäuses soll bei dieser bekannten Maschine dazu benutzt werden,
durch laufende Veränderung des Spaltes zwischen Schneckensteg und Gehäuseinnenwand ein intermittierendes
Zurückfließen des Kunststoffes in den vorhergehenden Gang und damit eine besondere Knet-
und Mischwirkung zu erzielen.
Die Arbeitsweise dieser Maschine ist jedoch nicht mit derjenigen der erfindungsgemäßen Schnecken-Strangpresse
vergleichbar, da mit der als Knet- und Mischvorrichtung ausgebildeten Maschine nicht beabsichtigt
ist, pulsierende Axialbewegungen (Vibrationen) zum Zwecke der Erzeugung hoher innerer
Scherkräfte innerhalb der zu verarbeitenden Masse zu erzeugen.
Weiter ist eine Misch- und Knetmaschine bekanntgeworden, in deren Schneckengehäuse eine Schnecke
dreh- und axialverschiebbar gelagert ist. Während
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des Arbeitsablaufes wird nun der Drehbewegung der in axialer Richtung fördernden Schnecke eine hin-
und hergehende Längsbewegung derart überlagert, daß die Ausnehmungen des in einzelne Flügel aufgeteilten
Schneckensteges während des Umlaufes längs einer Schraubenlinie um die an der Innenwand
des Schneckengehäuses angebrachten Knetzähne herumwandern. Durch diese eigenartige Bewegung
soll die eingezogene Masse in zahlreiche und dauernd wechselnde Stränge aufgeteilt, durchgeknetet, gemischt
und weiterbefördert werden.
Die Arbeitsweise dieser Misch- und Knetmaschine ist aber nicht mit der Arbeitsweise einer Schnecken-Strangpresse
vergleichbar, da zunächst einmal die Rotation und die axiale Bewegung der Schnecke
nicht den jeweiligen Gegebenheiten eines Strangpreßbetriebes angepaßt werden können und dadurch eine
optimale Aufschmelzung des Kunststoffes zur Herstellung von Strängen bester Qualität nicht erreicht
wird. Außerdem wird durch die konstruktive Ausführung der Misch- und Knetmaschine ein beliebiges
Überlagern von Dreh- und Axialbewegungen dadurch unmöglich gemacht, daß die Ausnehmungen
der Schneckenstege immer zu einem bestimmten Zeitpunkt die an der Innenwand befestigten Knetzähne
passieren lassen müssen, d. h., daß die Geschwindigkeit der Schneckenrotation proportional der Geschwindigkeit
der Schneckenaxialbewegung sein muß, was einen strengen Zwangszyklus zur Folge hat.
Eine andere bekannte Fördervorrichtung, die insbesondere KuQStstoff-Spritzgußmaschinen zum Vorwärmen,
Dosieren, Pressen usw. vorgeschaltet ist, weist eine Schnecke auf, die eine von der Rotation
unabhängige axiale Bewegungsmöglichkeit besitzt.
Diese Bewegungsmöglichkeit ist lediglich dazu vorgesehen, daß die Schnecke in einem Kanal (Zylinder)
gegen ein verschlossenes Mundstück arbeiten kann, wobei sie sich in der Masse zurückschraubt und im
Kanal vor dem Schneckenkopf eine Charge vorgewärmten Materials ansammelt. Nach Erreichen
eines bestimmten Druckes oder Volumens soll die Schnecke dann die gesamte vor dem Schneckenkopf
befindliche Menge ausstoßen. Diese Fördervorrichtung ist somit ebenfalls nicht mit der Schnecken-Strangpresse
nach der Erfindung vergleichbar.
Bei der Durchführung der erfindungsgemäßen Axialvibration der Schnecke werden in jedem Falle
ein guter Masseeinzug und ein kontinuierlicher Massetransport ermöglicht. Außerdem wird durch
die Pulsation der Schnecke zusätzlich Energie in die zu verarbeitende Masse eingespeist, um durch diese
auch auf kleinste Masseteilchen wirksamen Scherkräfte eine schnelle Temperaturerhöhung des Kunststoffes
und innige Plastifiziereffekte zu erzeugen, die für eine einwandfreie, leichte und saubere Schmelzführung
zur Erzielung von Strängen gleichmäßiger hoher Qualität unerläßlich sind.
Ein weiterer Vorteil wird mit der Erfindung dadurch erreicht, daß die in weiten Grenzen stufenlos
einstellbaren Amplituden und Frequenzen eine feine Differenzierung und Dosierung der eingespeisten
Scherwärme gestatten, um den besonderen physikalischen Eigenschaften der jeweils zu verarbeitenden
Masse voll gerecht werden zu können. Durch diese von der Drehzahl unabhängigen pulsierenden Axialbewegungen
werden über die Schnecke gleichzeitig allen Masseteilchen im Zylinder andere untereinander
unterschiedliche Richtungen und Geschwindigkeiten aufgezwungen, deren Scherwirkungen höher sind,
als dies mit bekannten Vorrichtungen erreicht werden konnte.
Mit der erfindungsgemäßen Schnecken-Strangpresse ist es möglich, hochmolekulare Massen, die
bei Strangpressen bekannter Bauart nur noch bröselig, also in nicht brauchbarem Zustand aus der
Düse traten, ohne Schwierigkeiten zu verarbeiten und Stränge in gut plastischem Zustand bei befriedigender
Leistung zu erhalten. Andere Massen, die sich bisher als schwer verformbar einerseits und innerhalb
der bekannten Verarbeitungsmaschinen als thermisch gefährdet andererseits erwiesen, konnten erheblich
leichter verformt werden und waren thermisch wesentlich weniger gefährdet.
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung durch
so ein Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Die Schnecke 1 wird durch den Motor 2 über das drehzahlveränderliche Getriebe 3 in Rotation versetzt
und plastifiziert dadurch (beispielsweise unter Mithilfe der nicht näher dargestellten Zylinder-Außenheizung)
die aus dem Einfülltrichter 4 nachfallende Kunststoff-Masse. Durch die ständige Rotation
der im Plastifizierzylinder 5 befindlichen Schnecke 1 wird die plastische Masse über den
Schneckenkopf 6 hinweg durch die Düse 7 oder ein anderes Spezial-Werkzeug gefördert.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun der Drehbewegung der Schnecke 1 eine pulsierende
Axialbewegung (Vibration) überlagert, die z. B. durch eine mechanische, pneumatische, hydraulische oder
andersartige Antriebsvorrichtung herbeigeführt werden kann. In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein Druckzylinder 8 dargestellt, in dem durch
wechselnde Beaufschlagung des Kolbens 9 die pulsierende Axialbewegung erzeugt wird. Die maximale
Amplitude α ist dabei durch die größte Hubbewegung des Axialantriebes bestimmt und kann stufenlos bis
auf Null eingestellt werden. Sinngemäß ist es auch möglich, die Frequenz der Axialbewegung stufenlos
einzuregeln.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schnecken-Strangpresse zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen oder ähnlichen Massen mit einer zum Zweck des kontinuierlichen Förderns, Plastifizierens und Ausstoßens drehbaren Schnecke, gekennzeichnet durch eine der Schnecke unabhängig von deren Drehbewegung eine pulsierende Axialbewegung (Axialvibration) aufzwingende Antriebsvorrichtung, die so einstellbar ist, daß Frequenz und Amplitude dieser Axialbewegung den jeweiligen Gegebenheiten des Strangpreßbetriebes anpaßbar sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 944 727, 909 395,
858 310, 1039 219;Patentschrift Nr. 6262 des Amtes für Erfindungsund Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands;
schweizerische Patentschrift Nr. 247 704.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA27057A DE1187009B (de) | 1957-04-30 | 1957-04-30 | Schnecken-Strangpresse zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen oder aehnlichen Massen |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA27057A DE1187009B (de) | 1957-04-30 | 1957-04-30 | Schnecken-Strangpresse zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen oder aehnlichen Massen |
| DE1187009 | 1957-04-30 | ||
| DE1200517 | 1958-03-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1187009B true DE1187009B (de) | 1965-02-11 |
Family
ID=27180424
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA27057A Pending DE1187009B (de) | 1957-04-30 | 1957-04-30 | Schnecken-Strangpresse zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen oder aehnlichen Massen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1187009B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3817234A1 (de) * | 1988-05-20 | 1989-11-23 | Krauss Maffei Ag | Extruderschnecke |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE6262C (de) * | J. G. LEISTNER in Chemnitz | Gummiwalze für Wäschewringmaschinen | ||
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| DE909395C (de) * | 1951-11-22 | 1954-04-15 | Basf Ag | Mehrfachschneckenpresse zum Verarbeiten organischer plastischer Massen |
| DE944727C (de) * | 1945-08-20 | 1956-06-21 | Heinz List Dipl Ing | Misch- und Knetmaschine |
-
1957
- 1957-04-30 DE DEA27057A patent/DE1187009B/de active Pending
Patent Citations (6)
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