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DE1186741B - Filmkassette, insbesondere fuer Zweireihenbelichtung - Google Patents

Filmkassette, insbesondere fuer Zweireihenbelichtung

Info

Publication number
DE1186741B
DE1186741B DEE24952A DEE0024952A DE1186741B DE 1186741 B DE1186741 B DE 1186741B DE E24952 A DEE24952 A DE E24952A DE E0024952 A DEE0024952 A DE E0024952A DE 1186741 B DE1186741 B DE 1186741B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
film
cassette
switch
camera
lever arm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE24952A
Other languages
English (en)
Inventor
William Allen Martin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eastman Kodak Co filed Critical Eastman Kodak Co
Publication of DE1186741B publication Critical patent/DE1186741B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/26Holders for containing light sensitive material and adapted to be inserted within the camera
    • G03B17/265Holders for containing light sensitive material and adapted to be inserted within the camera specially adapted for motion picture film, e.g. cassettes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Details Of Cameras Including Film Mechanisms (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: G 03 b
Deutsche KL: 57 a-47/01
Nummer: 1186 741
Aktenzeichen: E 24952IX a/57 a
Anmeldetag: 7. Juni 1963
Auslegetag: 4. Februar 1965
Die Erfindung bezieht sich auf eine Filmkassette insbesondere für Zweireihenbelichtung für eine Laufbildkamera mit innerhalb der Kassette vorgesehenen zwei Wellen für die Filmvorratsspule und den Wickel des von der Spule abgewickelten Filmes und einem den Film auf einer Welle abtastenden Tastglied, das vor dem vollständigen Ablaufen des Filmes von der Filmvorratsspule den Filmantrieb sperrt, wobei als Antrieb ein über einen Auslöseschalter einschaltbarer Elektromotor vorgesehen ist. Solche Sperrvorrichtungen sind in Kassetten zur Zweireihenbelichtung vorteilhaft, um den Film ohne Neueinfädelung und der Belichtung der zweiten Reihe wieder zurückspulen zu können. Auch in Kassetten mit fester, nicht herausnehmbarer Aufwickelspule sind solche Sperr-Vorrichtungen von Vorteil.
Bei einer bekannten Filmkassette für eine Laufbildkamera mit innerhalb der Kassette vorgesehenen zwei Wellen für die Filmvorratsspule und den Wickel des von der Spule abgewickelten Filmes ist es bekannt, ein den Film auf einer Welle abtastendes Tastglied vorzusehen, das vor dem vollständigen Ablauf des Filmes von der Filmvorratsspule den Filmantrieb sperrt. Bei dieser bekannten Filmkassette erfolgt das Sperren des Antriebes mittels eines freien Armes, der, wenn der Film nahezu von der Filmvorratsspule abgewickelt ist, sich hinter einen auf einer Scheibe angeordneten Nocken setzt, so daß der Antrieb schlagartig zum Stillstand gebracht wird. Dadurch wird jedoch der Antriebsmechanismus übermäßig beansprucht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filmkassette der obengenannten Art zu schaffen, die für einen Antrieb durch einen Elektromotor über einen Auslöseschalter vorgesehen ist, und bei der der Antriebsmechanismus durch das Sperren des Antriebes mechanisch nicht beansprucht wird. Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß in der Kassette ein mit dem Auslöseschalter in Reihe liegender Schalter vorgesehen ist, der von dem Tastglied schaltbar ist. Hierdurch wird erreicht, daß das Sperren des Antriebes durch Ausschalten des Elektromotors erfolgt, so daß keinerlei mechanische Beanspruchungen des Antriebes eintreten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß das Tastglied dem Filmwickel der Aufwickelwelle zugeordnet ist und daß als Schalter in der Kassette ein normalerweise geschlossener Schalter vorgesehen ist, den bei einem bestimmten Durchmesser des Filmwickels auf der Aufwickelwelle das Tastglied ausschaltet. Dadurch wird erreicht, daß, sobald der Durchmesser des Filmkassette, insbesondere für Zweireihenbelichtung
Anmelder:
Eastman Kodak Company,
Rochester, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Wolff und H. Bartels,
Patentanwälte, Stuttgart 1, Lange Str. 51
Als Erfinder benannt:
William Allen Martin, Rochester, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 8. Juni 1962 (201034) --
Filmwickels auf der Aufwickelspule einen vorbestimmten Betrag überschreitet, der Stromkreis für den Antrieb des Motors unterbrochen wird, selbst wenn die Bedienungsperson den Auslöseschalter weiter in der Ein-Stellung hält. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß das Tastglied nicht dauernd am Filmwickel aufliegen muß, sondern daß es genügt, daß das Tastglied als eine den maximalen Durchmesser des auf der Aufwickelwelle befindlichen Filmwickels begrenzende Kontaktfeder ausgebildet ist. Dadurch wird erreicht, daß das Tastglied am Film nur kurz vor dem Sperren des Antriebes zur Anlage kommt, so daß der Film durch das Tastglied nicht beschädigt werden kann.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels im einzelnen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf eine geöffnete Kassette zur Darstellung deren inneren Aufbaus,
F i g. 2 und 3 Draufsichten auf die geschlossene Kassette von der Deckelseite (F i g. 2) und der Bodenseite (Fig. 3) der Kassette her gesehen,
F i g. 4 eine vergrößerte Teildraufsicht der F i g. 3 zur Darstellung eines Schaltmechanismus,
F i g. 5 und 6 Schaltbilder sowohl der Kamera als auch der Kassette in verschiedenen Schaltzuständen, und zwar die Fig. 5 den Zustand, in dem sich die Schaltung beim erstmaligen Einsetzen der Kassette in die Kamera für die Belichtung der 1. Bildreihe befindet, und Fig. 6 den Schaltzustand, in dem
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sich die Schaltung nach dem Umsetzen der Kassette für die Belichtung der zweiten Bildreihe befindet.
F i g. 7, 8 und 9 Draufsichten auf das Innere der Kassette zur Erläuterung verschiedener Betriebszustände, und zwar die Fig. 7 den Anfangszustand vor einer Belichtung der ersten Bildreihe, die F i g. 8 den Zustand nach nahezu vollständig erfolgter Belichtung der ersten Bildreihe und die Fig. 9 den Zustand nach erfolgtem Umsetzen der Kassette zum Zwecke der Belichtung der zweiten Bildreihe (beachte, daß im Hinblick auf einen erleichterten Vergleich der Fig. 7, 8 und 9 die Fig. 9 nicht, wie es der Wirklichkeit entspräche, umgekehrt gezeichnet ist), und
Fig. 10 eine Draufsicht auf eine Kamera, die zur Aufnahme der Kassette der Fig. 1 bis 9 vorgesehen ist, in schematischer Darstellung.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 hervorgeht, ist das Gehäuse der Kassette aus einem Boden 21 und einem Deckel 23 hergestellt. Der Deckel 23 ist am Kassettenboden mittels Scharnieren 25 auf übliche Weise befestigt. Der Deckel 23 wird dabei am Boden 21 in seiner geschlossenen Stellung durch einen Federschnappverschluß 27 gehalten, der in üblicher Weise in einer Aussparung 29 des Kassettenbodens 21 angebracht ist und mit einer öffnung 31 im Deckel 23 zusammenarbeitet, so daß letzterer in der geschlossenen Stellung gehalten wird.
Der Hauptteil des Kassettenbodens 21 ist in zwei Vertiefungen aufweisende Teile aufgeteilt, nämlich in eine Vertiefung 33 für die Filmvorratsspule und eine Vertiefung 35 für den in dieser aufzuwickelnden Film. Eine Welle 37 für die Filmvorratsspule ist im Mittelpunkt der Vertiefung 33 drehbar gelagert. Schlitzförmige öffnungen 39 und 41, die den Mittelteil der Vorderwand des Kassettenbodens 21 begrenzen, dienen in Verbindung mit einer Filmandrückplatte 40, die unter der Spannung einer Feder42 (Fig. 4) steht, als Filmführungen zum Halten des Filmes in der richtigen Lage in bezug auf die optische Achse 44 und die Filmantriebsklaue 105 einer Kamera (Fig. 10), wenn die mit einem Film beladene Kassette in jene eingesetzt worden ist.
Eine Aufwickelwelle 43, die einen Schlitz 45 zur Befestigung eines Filmbandes aufweist, ist im Mittelpunkt der Vertiefung 35 drehbar gelagert. Die Aufwickelwelle 43 weist an einem Ende eine Sägezahnkupplungsfläche 47 auf, welche für einen Eingriff einer Antriebswelle 104 (F i g. 10) der Kamera und für einen Antrieb durch jene durch eine öffnung in der Grundfläche des Kassettenbodens 21 (F i g. 3) hindurch zugänglich ist. In ähnlicher Weise weist die Vorratswelle 37 eine Sägezahnkupplungsfläche 49 an einem Ende auf, die durch eine öffnung 51 im Kassettendeckel 23 hindurch zugänglich ist. Über die Kupplungsfläche 49 wird die Vorratswelle 37 durch die Antriebswelle 104 angetrieben, wenn sich die Kassette in der Kamera in der Stellung für die Belichtung der zweiten Bildreihe, also für ein Zurückspulen des Filmes auf die Vorratsspule, eingesetzt befindet.
Der in der Fig. 4 vergrößert dargestellte Schaltmechanismus weist einen Hebelarm 53 auf, der auf einem Drehzapfen 55 drehbar gelagert ist. Der Drehzapfen 55 besteht aus Messing oder anderem elektrisch leitendem Material und erstreckt sich durch die Grundfläche des Kassettenbodens 21 hindurch nach außen (Fig. 3). An einem Ende des Hebelarmes 53 ist ein Stehbolzen 57 angeordnet, den ein Ende einer Kompressionsfeder 59 umgreift. Die Feder 59 spannt den Hebelarm 53 im Uhrzeigersinn vor. Eine innere Wand 61 des Kassettenbodens 21 dient als Widerlager für die Kompressionsfeder 59. Die Kompressionsfeder 59 steht ferner zu jedem Zeitpunkt in Berührung mit einem Zapfen 63, der aus Messing oder anderem elektrisch leitendem Material hergestellt ist und sich durch die Grundfläche des Kassettenbodens 21 (F i g. 3) hindurch erstreckt. Eine Abschaltfeder 65 ist am Hebelarm 53 angeordnet und mit diesem kraftschlüssig innerhalb einer am Hebel 53 vorgesehenen Aussparung oder Vertiefung verbunden. Die Abschaltfeder 65 ist dabei zwischen dem Drehzapfen 55, einem Stehbolzen 67 und einer die Vertiefung des Hebelarms 53 begrenzenden Wand 69 eingelegt. Die Federspannung der Abschaltfeder 65 hält diese normalerweise in Kontakt mit dem den Stehbolzen 57 umgreifenden Teil der Kompressionsfeder 59.
Solange die Abschaltfeder 65 in Berührung mit der Kompressionsfeder 59 steht, ist ein elektrischer Stromkreis, ausgehend vom Zapfen 63 über die Kompressionsfeder 59 und die Abschaltfeder 65 zum Drehzapfen 55, geschlossen. Dieser Stromkreis ist in den F i g. 5 und 6 dargestellt, die vereinfachte schematische Darstellungen der elektrischen Schaltung einer Kamera und einer Kassette unter Verwendung des hier beschriebenen Schaltmechanismus zum Gegenstand haben. Die Kassette, die in diesen Figuren durch den Block 71 symbolisiert ist, kann in die Kamera, symbolisiert durch den Block 73, in einer ersten Stellung (F i g. 5) und ebenso in einer zweiten Stellung (Fig. 6) eingesetzt werden. Die Kamera weist den üblichen Ein-Aus-Schalter 75 auf, mit dem die Bedienungsperson einen elektrischen Antriebsmotor 77 an die Spannung der Spannungsquelle 79 legen und damit einschalten kann. Dieser Stromkreis ist aber an den Kontakten 81 und 83 unterbrochen, es sei denn, daß die Kassette in die Kamera eingesetzt ist. Die Kassette 71 wird für eine Belichtung der ersten Bildreihe in der in der F i g. 5 gezeigten Stellung eingesetzt. Befindet sich die Kassette in dieser Stellung, so ist ersichtlich, daß der vorstehend beschriebene Stromkreis (einschließlich Zapfen 63, Kompressionsfeder 59, Abschaltfeder 65 und Drehzapfen 55 der automatischen Schaltanordnung) normalerweise den Stromkreis für eine Erregung des Antriebsmotors 77 vervollständigt.
Nachdem die Bedienungsperson eine vorbestimmte maximale Länge des Filmes belichtet hat, ist der Film in der Vertiefung 35 der Kassette gespeichert und bewirkt, bevor das Filmende vollständig von der Vorratsspule abgewickelt ist, ein Abheben der Abschaltfeder 65 von der Kompressionsfeder 59, wodurch der Stromkreis des elektrischen Antriebsmotors 77 unterbrochen und ein Abwickeln der letzten paar Dezimeter oder Meter des Filmes vermieden wird. Zu diesem Zeitpunkt öffnet die Bedienungsperson die Kamera, entfernt die Kassette und setzt diese in ihrer zweiten oder umgekehrten Stellung, wie in der F i g. 6 gezeigt ist, wieder ein. In dieser Stellung haben die Kontaktstellen 81 und 83 Kontakt mit leitenden Nieten 85 bzw. 87 (s. auch Fig. 2), die über eine als Kontaktbrücke dienende Kurzschlußbrücke 89 (Fig. 1) kurzgeschlossen sind. Hierdurch wird der Stromkreis für eine Erregung des Antriebsmotors 77 erneut vervollständigt, so daß, wenn sich die Kassette
in dieser Stellung in bezug auf die Kamera befindet, die Bedienungsperson den Antriebsmotor 77 mittels des Schalters 75 einschalten kann, um während des nun stattfindenden Filmrücklaufes die zweite Filmspur zu belichten und/oder den Film vollständig auf die Vorratsspule zurückspulen zu können.
Da die Erfindung im Rahmen einer Beschreibung der verschiedenen Betriebszustände am besten verstanden werden kann, bezieht sich die nachfolgende Beschreibung auf die Schilderung eines Betriebszyklus an Hand der Fig. 7, 8 und 9. Zum Einlegen des Filmes in eine Kamera mit einer Kassette des vorbeschriebenen Typs öffnet die Bedienungsperson zunächst die Kassette, steckt eine Vorratsspule unbelichteten Filmes 91 auf die drehbare Filmvorratswelle 37. Der Anfang des Filmes 93 wird dann einfach durch die Schlitzöffnung 39 hindurch, an der Filmandrückplatte 40 vorbei und wieder durch die Schlitzöffnung 41 hindurchgeführt. Anschließend wird der Anfang des Filmes im Schlitz 45 der drehbaren Aufwickelwelle 43 befestigt.
Wie aus der Fig. 7 ersichtlich ist, wird durch dieses Einlegen des Filmes der Hebelarm 53 in Stellung gebracht, so daß eine Abtastzunge 95 desselben auf der der Emulsionsseite des Filmes abgewandten Seite der äußersten Lage des auf der Vorratsspule 91 aufgewickelten Filmwickels aufliegt. Eine Berührung zwischen der Abtastzunge 95 des Hebels 53 und der Oberfläche des Filmanfanges wird durch das von der Kompressionsfeder 59 auf den Hebelarm 53 ausgeübte, im Uhrzeigersinn wirkende Drehmoment sichergestellt. Hierdurch wird die Anfangsstellung des Hebelarmes 53 und damit die richtige Abfühlstellung der Abschaltfeder 65 festgelegt.
Die Abschaltfeder 65 ist am Hebelarm 53 in einer vorbestimmten Lage befestigt, nämlich so, daß für jede mögliche Stellung des Hebelarmes 53 die kürzeste Entfernung zwischen der Abtastzunge 95 und der Nabe der Vorratsspule 91 immer etwas größer ist als die kürzeste Entfernung zwischen der Abschaltfeder 65 und der Aufwickelwelle 43. Es wird daher, wenn der Hebelarm 53 in seiner Ausgangsstellung in bezug auf den Filmwickel der Vorratsspule 91 bleibt, die Abschaltfeder 65 mit dem Filmwickel der Aufwickelvertiefung 35 in Berührung kommen, bevor das Ende des Filmes völlig von der Nabe der Vorratsspule 91 abgewickelt worden ist. Die genaue Stellung der Abschaltfeder 65 in bezug auf den Hebelarm ist daher notwendig, um einen maximalen Teil der Filmlänge des Filmes 93 belichten zu können, ohne daß hierdurch das Ende des Filmes 93 völlig von der Vorratsspule 91 abgewickelt wird.
Da jedoch der Hebelarm 53 dem von der Kompressionsfeder 59 ausgeübten Drehmoment unterliegt und sich daher im Uhrzeigersinn zusammen mit der Abschaltfeder 65 drehen würde, wenn mit dem Abwickeln des Filmes von der Vorratsspule begonnen wird, ist es wesentlich, daß Mittel vorgesehen sind, die den Hebelarm 53 in der Ausgangsstellung, in der dieser die Größe des Filmvorratwickels abgetastet hat, halten. Dabei wird der Hebelarm 53 in seiner Ausgangsstellung auf folgende Weise gehalten. Wie aus der Fig. 1 hervorgeht, ist eine den Schaltmechanismus abdeckende Platte 97 mit einer bogenförmigen Öffnung 99 versehen, durch welche sich ein am Hebelarm 53 befestigter Stift 101 hindurcherstreckt. Die Stellung des Stiftes 101 in der Öffnung 99 wird durch die Lage des Hebelarmes 53 bestimmt.
Nach dem anfänglichen Einlegen des Filmes in die Kassette, also nachdem der Hebelarm 53 in seine die Größe des Filmvorratswickels abtastende Stellung gebracht worden ist, wird der Deckel 23 der Kassette geschlossen. Hierdurch wird die Kurzschlußbrücke 89, die, wie oben beschrieben, gleichfalls als Strombrücke dient, auf die obere Fläche des Stiftes 101 gedrückt. Die Reibung zwischen der Oberfläche des Andrückkissens 89 und dem Ende des Stiftes 101
ίο reicht aus, um die Federkraft der Feder 59 zu überwinden und den Hebelarm 53 in seiner anfangs eingestellten Stellung zu halten.
Anschließend öffnet die Bedienungsperson einen an der Kamera 73 angelenkten Deckel 102 (F i g. 10) und setzt die Kassette in den Kasettenaufnahmeraum 103 der Kamera ein, so daß die vorstehenden Teile des Drehzapfens 55 und des Zapfens 63 (F i g. 5) in elektrischem Kontakt mit den Kontaktstellen 81 und 83 innerhalb des Kameragehäuses stehen. Wie oben erläutert, kann, da die Abschaltfeder 65 in elektrischer Verbindung mit der Kompressionsfeder 59 an einer Stelle steht, in der beide am Stehbolzen 57 vorbeilaufen, der Antriebsmotor 77 der Kamera mittels des Schalters 75 betätigt werden. Ist die Kassette im Kassettenaufnahmeraum 103 in dieser Stellung eingesetzt, dann steht die Sägezahnkupplungsfläche 47 der Aufwickelwelle 43 (F i g. 3) mit einer ähnlichen Sägezahnfläche der Antriebswelle 104 im Eingriff, und die Filmantriebsklaue 105 kann in die Perforationen des Filmes 93 eingreifen. Die Antriebswelle 104 und die Filmantriebsklaue 105 sind je über ein Getriebe od. dgl. mit dem Motor 77 bewegungsschlüssig verbunden.
Während der Film nun von der Vorratsspule 91 ab- und auf die Aufwickelwelle 43 aufgewickelt wird, wird er in richtiger Stellung zur Kamera in der Filmebene mittels der Filmandrückplatte 40 gehalten, die unter der Spannung der Feder 42 steht.
Ist der Film 93 mit Ausnahme der letzten 1 bis 2 Meter des sich noch auf der Vorratsspule 91 befindenden Filmes belichtet, so ist der Durchmesser des Filmwickels auf der Aufwickelwelle 43 in der Aufwickelvertiefung 35 der Kassette so angewachsen, daß die der Emulsionsseite des Filmes abgekehrte Seite der äußersten Lage des Wickels mit der Abschaltfeder 65 in Berührung kommt. Hierdurch wird die Abschaltfeder 65 außer Kontakt mit der Kompressionsfeder 59 bewegt und öffnet dadurch den Stromkreis des Antriebsmotors 77, so daß dieser nicht länger selbst bei Schließen des Ein-Aus-Schalters 75 angetrieben wird. Auf diese Weise verhindert der beschriebene Schaltmechanismus automatisch ein Abziehen des Endes des Filmes 93 von der Vorratsspule 91, und der Film kann nun im Rahmen eines Rücklaufes bei der Belichtung der zweiten Bildreihe auf die Vorratsspule 91 zurückgespult werden, ohne daß hierbei die Notwendigkeit besteht, die Kassette in einer Dunkelkammer zu öffnen.
Zu diesem Zeitpunkt entfernt die Bedienungsperson die Kassette von der Kamera, dreht die Kassette um und setzt sie wieder in die Kamera ein, so daß die leitenden Nieten 85 und 87 nunmehr den elektrischen Kontakt mit den Kontaktstellen 81 und 83 des Kameragehäuses (Fig. 6) herstellen. Der elektrische Stromkreis für den Antriebsmotor ist nun über den Kontakt 81, den Niet 85, die Strombrücke 89, den Niet 87 und den Kontakt 83 vervollständigt. Der Antriebsmotor 77 kann nun durch Betätigung
des Schalters 75 seitens der Bedienungsperson erneut eingeschaltet werden. In dieser umgekehrten Stellung steht die Sägezahnkupplungsfläche 49 der Vorratsspule 37 im Eingriff mit dem Kameraantrieb 104, und der Film kann nun auf die Vorratsspule 91 zurückgespult werden.
Da ferner gefunden wurde, daß das Laufwerk einer Kamera im allgemeinen den Film auf der Vorratsspule nicht so dicht liegend wieder aufspult, wie der Film ursprünglich vom Hersteller aufgespult war, ist es zweckmäßig, den Schaltmechanismus vollständig außer Eingriff mit dem Film während des Rücklaufs zu bringen. Dieses Außer-Eingriff-Bringen kann wie folgt geschehen: Wie aus den Fig. 1 bis 3 hervorgeht, weist die den Schaltmechanismus abdeckende Platte 97 eine zweite Öffnung 107 auf, durch welche sich ein Knopf 109 hindurcherstreckt. Der Knopf 109 stellt eine vertikale Verlängerung des Hebelarmes 53 dar. Eine Aussparung 111 im Kassettendeckel 23 gibt den Knopf 109 frei, wenn die Kassette geschlossen ao ist (s. Fig. 2). Wird die Kassette nun in die Kamera in ihrer zweiten oder Rücklaufstellung eingesetzt, so kommt der Knopf 109 in Berührung mit einem gerätefeeten Stehbolzen 112 des Kameragehäuses (F i g. 10) in Berührung, wodurch der Hebelarm 53 im Gegenuhrzeigersinn in die in der F i g. 9 gezeichnete Stellung gedreht wird. Der Hebelarm 53 wird in dieser Stellung gehalten, bis die Kassette wieder aus der Kamera entfernt wird. Es sei bemerkt, daß, wenn die Kamera anfänglich in ihrer ersten oder Vorlaufstellung eingesetzt wird, eine für das Freigeben des Stehbolzens 112 vorgesehene Aussparung 113 im Kassettenboden21 (Fig. 3) angebracht ist.
Nachdem die Kassette in die Kamera in ihrer Rücklaufstellung eingesetzt worden ist, kann die Bedienungsperson den Antriebsmotor 77 einschalten und dadurch den Film vollständig auf die Vorratsspule 91 zurückspulen. Nach erfolgtem Zurückspulen des Filmes 93 oder nach dessen Zurückspulen mit zugleich erfolgender Belichtung der zweiten Bildspur des Filmes kann die Kassette von der Kamera entfernt, bei normalem Licht geöffnet und die Vorratsspule des belichteten Filmes zum Zwecke der Entwicklung einfach entnommen werden.
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Claims (7)

Patentansprüche:
1. Filmkassette, insbesondere für Zweireihenbelichtung, für eine Laufbildkamera mit innerhalb der Kassette vorgesehenen zwei Wellen für die Filmvorratsspule und den Wickel des von der Spule abgewickelten Filmes und einem den Film auf einer Welle abtastenden Tastglied, das vor dem vollständigen Ablaufen des Filmes von der Filmvorratsspule den Filmantrieb sperrt, wobei als Antrieb ein über einen Auslöseschalter einschaltbarer Elektromotor vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kassette
(71) ein mit dem Auslöseschalter (75) in Reihe liegender Schalter (59, 65) vorgesehen ist, der von dem Tastglied (65) schaltbar ist.
2. Filmkassette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastglied (65) dem Filmwickel der Aufwickelwelle zugeordnet ist und daß als Schalter in der Kassette ein normalerweise geschlossener Schalter (59, 65) vorgesehen ist, den bei einem bestimmten Durchmesser des Filmwickels auf der Aufwickelspule das Tastglied (65) ausschaltet.
3. Filmkassette nach Anspruch 1 oder 2, die für Zweireihenbelichtung umsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (59, 65) in der Kassette (71) an einer Stelle angeordnet ist, in der er in Reihe mit dem ersten Schalter (75) liegt, wenn die Kassette in der Vorlaufstellung in die Kamera (73) eingesetzt ist, und daß an der Kassette eine Kurzschlußbrücke (89) an einer Stelle vorgesehen ist, in der die Brücke an Stelle des Schalters mit dem Auslöseschalter in Reihe liegt, wenn die Kassette in der Rücklaufstellung in die Kamera eingesetzt ist.
4. Filmkassette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastglied als eine den maximalen Durchmesser des auf der Aufwickelwelle (43) befindlichen Filmwickels begrenzende Kontaktfeder (65) ausgebildet ist.
5. Filmkassette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum selbsttätigen Einstellen des maximalen Durchmessers des Filmwickels auf der Aufwickelwelle (43) in Abhängigkeit von der Größe des Vorratswickels (91) das Tastglied (65) an einem, an der Kassette (bei 55) schwenkbar gelagerten Hebelarm (53) angeordnet ist, der (bei 95) unter der Wirkung einer Feder (59) an der äußersten Lage eines eingelegten Filmvorratswickels (91) anliegt, und daß der Gegenkontakt (57, 59) des Tastgliedes (65) am Hebelarm (53) angeordnet ist.
6. Filmkassette nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Feststellmittel (101, 89) zum Halten des Hebelarmes (53) in der durch die ursprüngliche Größe des Filmvorratswickels (91) festgelegten Stellung vorgesehen sind.
7. Filmkassete nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Halten des Hebelarmes (53) in einer unwirksamen Stellung während des Filmrücklaufes am Hebelarm (53) ein Vorsprung (109) und an der Kamera (73) ein Anschlag (112) vorgesehen ist, der im Weg des Vorsprunges (109) angeordnet ist, den dieser beim Einschieben der Kassette (71) in Rücklaufstellung in die Kamera (73) zurücklegt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 592 890;
deutsche Auslegeschriften Nr. 1 051114,
078 435.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
509 507/201 1.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEE24952A 1962-06-08 1963-06-07 Filmkassette, insbesondere fuer Zweireihenbelichtung Pending DE1186741B (de)

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US201034A US3212838A (en) 1962-06-08 1962-06-08 Film cassette

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US3212838A (en) 1965-10-19

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