[go: up one dir, main page]

DE1186458B - Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan-AEthylen-bis-dithiocarbaminaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan-AEthylen-bis-dithiocarbaminaten

Info

Publication number
DE1186458B
DE1186458B DEC19519A DEC0019519A DE1186458B DE 1186458 B DE1186458 B DE 1186458B DE C19519 A DEC19519 A DE C19519A DE C0019519 A DEC0019519 A DE C0019519A DE 1186458 B DE1186458 B DE 1186458B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
manganese
parts
bis
ethylene
oxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC19519A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Johannes Reese
Dr Ernst August Bartels
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG Werk Kalle Albert
Original Assignee
Chemische Werke Albert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE593153D priority Critical patent/BE593153A/xx
Priority to BE613461D priority patent/BE613461A/xx
Application filed by Chemische Werke Albert filed Critical Chemische Werke Albert
Priority to DEC19519A priority patent/DE1186458B/de
Priority to DEC20770A priority patent/DE1195290B/de
Priority to GB1870260A priority patent/GB888289A/en
Priority to FR831013A priority patent/FR1260525A/fr
Priority to GB4507661A priority patent/GB938024A/en
Priority to FR886753A priority patent/FR81049E/fr
Publication of DE1186458B publication Critical patent/DE1186458B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C333/00Derivatives of thiocarbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C333/14Dithiocarbamic acids; Derivatives thereof
    • C07C333/16Salts of dithiocarbamic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 07 c
Deutsche Kl.: 12 ο-17/02
Nummer: 1186458
Aktenzeichen: C19519IV b/12 ο
Anmeldetag: 31.JuIi 1959
Auslegetag: 4. Februar 1965
Das bekannte Mangansalz der Äthylen-bis-dithiocarbaminsäure wird durch doppelte Umsetzung eines wasserlöslichen Alkali- oder Ammoniumsalzes der Äthylen-bis-dithiocarbaminsäure mit Mangansulfat oder einem anderen löslichen Mangansalz hergestellt. Das so erhaltene, in Wasser schwerlösliche gelbe Salz enthält etwa 20% Mangan.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan -Äthylen-bis-dithiocarbaminaten gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man 1 Mol Ammoniumsalz der Äthylen-bis-dithiocarbaminsäure bei 10 bis 50° C, vorzugsweise 20 bis 4O0C, in wäßriger Lösung mit 1,0 bis 2,5 Mol, vorzugsweise 2 Mol, eines Oxydes des Mangans umsetzt, wonach das Reaktionsgemisch mit einer Säure neutralisiert, abgesaugt oder abgeschleudert und getrocknet wird. Im allgemeinen treten hierbei 2 Mol Manganoxyd in Reaktion, so daß auf einen Dithiocarbaminsäurerest 1 Mol Manganoxyd entfällt und auf 1 Grammatom Mangan nur 2 Grammatome Schwefel kommen. In dem bisher bekannten Mangansalz, das wie oben beschrieben hergestellt wird, sind demgegenüber zwei Dithiocarbaminsäuregruppen durch nur 1 Manganatom gebunden, so daß das Verhältnis Mangan zu Schwefel dem Wert 1:4 entspricht.
Ein weiterer Unterschied liegt darin, daß die neuen Verbindungen Sauerstoff enthalten, während die bisher bekannte frei von Sauerstoff ist.
Die erfindungsgemäß hergestellten Manganverbindungen unterscheiden sich auch in ihrem chemischen Verhalten wesentlich von dem bekannten Salz. Sie erweisen sich nämlich schon während des Absaugens oder des Zentrifugierens, nachdem der größte Teil des Wassers entfernt ist, als oxydationsempfindlich, indem sie unter Selbsterwärmung, jedoch nur, wenn Sauerstoff zugegen ist, in eine stabile Form übergehen. Diese Reaktion tritt nicht ein, wenn unter Ausschluß von Sauerstoff bzw. Luft gearbeitet wird. Durch Zugabe von geringen Mengen Wasser beim Absaugen kann die Selbsterwärmung gedämpft werden. Nach Abklingen der Wärmeentwicklung wird ein stabiles Produkt erhalten, das normal bis zur Gewichtskonstanz getrocknet werden kann und dann lagerbeständig ist.
Die Ursachen der Selbsterwärmung konnten noch nicht restlos geklärt werden. Es wurde lediglich beobachtet, daß Ammoniak frei wird und daß die Selbsterwärmung, wie bereits erwähnt, nur in Gegenwart von Sauerstoff stattfindet, wobei ein Teil des Mangans in eine höherwertige Form übergeht. Das getrocknete Produkt hat noch einen geringen Gehalt an Ammoniak.
Ein stabiles Produkt wird auch erzielt, wenn nach der beendeten Umsetzung zwischen Manganoxyd und Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan-Äthylen-bis-dithiocarbaminaten
Anmelder:
Chemische Werke Albert,
Wiesbaden-Biebrich, Albertstr. 10-14
Als Erfinder benannt:
Dr. Johannes Reese, Wiesbaden-Biebrich;
Dr. Ernst August Bartels, Wiesbaden
dem äthylen-bis-dithiocarbamonsauren Ammonium, die durch Jodtitration festgestellt werden kann, entweder im Vakuum entwässert oder mit Säuren wie beispielsweise Schwefelsäure, Salpetersäure, Salzsäure oder Essigsäure neutralisiert wird.
Erfindungsgemäß setzt man 1,0 bis 2,5 Mol z. B. Mangan(II)-oxyd mit 1 Mol Ammonium-Äthylen-bisdithiocarbaminat um. Die Ausbeute ist am günstigsten bei 2,0 Mol Mangan(II)-oxyd. Gelangen weniger als 2 Mol Mangan(II)-oxyd zur Anwendung, so sinkt die Ausbeute, weil die vorgelegte Menge an Ammonium-Äthylen-bis-dithiocarbamat nicht ausgenutzt wird. Dies geht aus der folgenden Aufstellung hervor, in der die jeweils noch vorhandene Menge dithiocarbaminsaures Ammonium, die jodometrisch im Filtrat bestimmt werden kann, bei Einsatz verschiedener Mengen Mangan(II)-oxyd aufgezeichnet ist. Dabei wurde die Reaktion so lange durchgeführt, bis der Endwert sich praktisch nicht mehr änderte.
Mangan(II)-oxyd eingesetzt
auf 1 Mol Carbamat
Mol
1,0
1,5
2,0
2,5
Im Filtrat noch gelöstes
Äthylen-bis-dithiocarba-
minat
Mol
0,45
0,17
0,04
0,027
Die Dauer der Reaktion ist abhängig von der Rührgeschwindigkeit, der Teilchengröße des Manganoxyds und der Temperatur. Im allgemeinen wird ein konstanter Endwert nach etwa 2 Stunden erreicht. Die Umsetzung ist mit einer geringen Wärmetönung verbunden, die jedoch leicht durch äußere Kühlung in Grenzen gehalten werden kann. Im allgemeinen hat
509 507/367
I 186 458
3 4
sich eine Umsetzungstemperatur von 10 bis 500C, bei einem Vakuum von 25 mm im siedenden Wasservorzugsweise 20 bis-40'0C, bewährt. ■ bad erwärmt, wobei die Masse so gut es geht durch-
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 041 031 ist es gemischt wird. Nach 3 Stunden wird das Vakuum wegbekannt, daß Zinkoxyd sich mit dem Ammoniumsalz genommen und die Trocknung bei 45° C an der Luft der Äthylen-bis-dithiocarbaminsäure umsetzt, wobei 5 fortgesetzt. Es wurden 379 Teile eines grünen Pulvers man das normale Zink-Äthylfen-bis-dithiocarbäminat gewonnen. Die Analyse ergibt 28,0% Mangan und in kristalliner Form erhält Es war nicht'vorauszusehen, 32,9 % Schwefel, entsprechend einem Verhältnis von daß Manganoxyde sich anders verhalten als Zinkoxyd, Mn:S wie 1:2,0, sowie 13,6% Sauerstoff und 11,1% indem sie sauerstoffhaltige Salze bilden, die durch Stickstoff. Die fungizide Wirksamkeit ist die gleich Trocknen an der Luft, im Vakuum oder durch Neu- io gute wie die des Produktes gemäß Beispiel 1.
tralisation mit Säuren stabilisiert werden können und . .
die auf je eine Dithiocarbaminsäuregruppe ein Mangan e ι s ρ ι e l
enthalten. In der gleichen Weise wie im Beispiel 1 wird Man-
Gegenüber dem bisher bekannten Mangansalz gan(II)-oxyd mit dem äthylen-bis-dithiocarbamin-
haben die erfindungsgemäßen Verfahrensprodukte den 15 sauren Ammonium zur Umsetzung gebracht. Der
Vprteil, daß sie bei gleicher fungiz^der Wirksamkeit Niederschlag wird abgesaugt und auf der Nutsche
einen höheren Mangatigehalt besitzen und daher unter Durchsaugen von Luft belassen. Dabei erwärmt
gleichzeitig eine bessere Versorgung mit dem Mikro- sich der Nutscheninhalt innerhalb 20 Minuten bis auf
nährstoff Mangan ermöglichen, was besonders für 61° C. Nach dem Abkühlen wird das Produkt, das
Manganmangelböden wichtig ist. Zur Herstellung von 20 dann noch etwa 25% Wasser enthält, fein gemahlen
fungiziden Präparaten können die erfindungsgemäß und bei 45° C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet
hergestellten Manganverbindungen mit Netzmitteln Ausbeute: 381 Teile. ; ■,.·. i
oder Emulgiermitteln, Füllstoffen, Trägerstoffen und 80 Teile des Produktes, 12 Teile Zellpechpulverj
Lösungsmittels versehen werden. Sie können in Stäube- 3 Teile Netzmittel und 5 Teile Kaolin fein miteinander
mitteln, Spritzmittelpulvern, Emulsionen und in ande- 35 vermischt geben ein im Wasser gut schwebefähiges
ren bekannten Anwendungsformen' von Fungiziden Spritzmittelpulver, das in einer Menge von 400 bis
zur Anwendung kommen. Darüber hinaus sind auch 600 l/ha als 0,3- bis 0,45 %ige wäßrige Suspension
Kombinationen mit anderen fungiziden Mitteln mög- gegen Phytophtora infestans bei Kartoffeln oder als
lieh. : ' τ.. ·.! ·, 0,2%ige Suspension gegen Plasmopora vitioola bei
In den folgenden Beispielen sind, falls nichts anderes 30 Ertragsrebenanlagen ausgezeichnet wirksam ist.
angegeben ist, Teile Gewicatsteile. Die Beispiele sollen . . :...·.
lediglich die Erfindung erläutern, ohne sie zu be- ö erspiel 4
grenzeq. . .·■:·.- ··..·. ■;!■ i;. Die Lösung bzw. Suspension des wie im Beispiel 1
B e i s b i e 1 I hergestellten Umsetzungsproduktes aus Mangan(II)-
-.;,,· ι 35 oxyd und Ammonium-Äthylen-bis-dithiocarbaminat
·. Durch 2stündiges Rühren von 60,5 Teilen 99%igem wird vor dem Absaugen mit 1130 Teilen 10%iger HCl
Äthylendiamin, 148 Raäomteflen Ammoniak (23 volum- versetzt; beim Abnutschen tritt keine Selbsterwärmung
prozentig) und 152Teilen Schwefelkohlenstoff in ein. Es wird wie oben getrocknet; Ausbeute: 345 Teile*
4QO Teilen Wasser bei 30 bis 4O0C; wird das Ammo- Der Sauerstoffgehalt beträgt 15,8%.
nium-Äthylen-bis-dithiöcarbaminat gebildet, wobei 40 Arbeitet man mit 840 Teilen 40 %iger Salpetersäure,
der Schwefelkohlenstoff jestlos in Lösung geht. In die so beträgt die Ausbeute 375 g.
Lösung werden 173 Teile feingepulvertes technisches 6 Teile des Produktes mit 94 Teilen Talkum gut
Mangan(II)-oxyd mit.einem Gehalt von 82 % MnO vermischt und vermählen liefern ein StäubemitteL das
gegeben, und das Gemisch wird weitergerührt, wobei bei einer Aufbringung von 20 bis 25 kg/ha das Auftre-
die Temperatur zwischen 30 und 400C gehalten wird. 45 ten der Peronospora in Rebanlagen verhindert.
Nach 2 Stunden beträgt der Anteil des gelösten R . - , - - ■
Äthylen-bis-dithiocarbaminats nur noch 5% der ur- eispi
sprünglichen Menge, wie die Titration mit Jod ergibt. Die beim Absaugen des Umsetzungsproduktes aus
Der Niederschlag wird abgesaugt. Schon nach kurzer Beispiel 1 erhaltene Mutterlauge wird an Stelle von
Zeit beginnt er sich au£ der Nutsche zu erwärmen, wo- 50 400 Teilen Wasser gemäß Beispiel 1 eingesetzt und im
bei auch Ammoniak frei wird. übrigen der gleiche Ansatz verwendet. Nach dem Ab-
Er wird an der Luft ausgebreitet, wobei nach 40 Mi- saugen, Abklingen der Selbsterwärmung und Trocknen nuten 44°C erreicht: werden. Nach Abkühlen auf bei 450C ergibt sich eine Ausbeute von 400 Teilen Zimmertemperatur uöil Zerkleinerung wird im Um- eines gleich wirksamen Produktes,
lauftrockenschrank bei 45 0C bis zur Gewichtskonstanz 55 „ . . ,,
getrocknet. Die Ausbeute beträgt 391 Teile. Die Ana- ceispieio
lyse ergibt einen Mangangehalt von 28 %, der Schwefel- 60,5 Teile 99 %iges Äthylendiamin werden in 400 Teigehalt beträgt 30,4% entsprechend einem Verhältnis Ien Wasser gelöst und 148 Raumteile konzentriertes von Mn:S wie 1:1,9. Die Substanz enthält weiterhin Ammoniak (23 volumprozentig) und 152 Teile Schwe-9,2% Stickstoff, wovon 2,0% als Ammoniak vornan- 60 felkohlenstoff zugefügt. Nach 2stündigem Rühren bei den sind. Der Sauerstoffgehalt ist 16;4%. Im Test 40° C ist eine klare, orangefarbige Lösung entstanden, gegen den Pilz Alternaria tenuis wird bereits bei einer in die 129,7 Teile Mangan(II)-oxyd (technisches Pro-Aufwandmenge von Syßcm* die Keimung der Pilz- dukt mit einem Gehalt von 82% MnO) gegeben wersporen unterdrückt. den. Nach 75 Minuten wird eine Probe abgesaugt und B e i s ρ i e 1 2 65 im Filtrat der Gehalt an löslichem Äthylen-bis-dithio-
carbaminat zu 20% des ursprünglichen Gehalts be-
Ein gemäß Beispiel 1 hergestelltes Produkt wird kurz stimmt. Dieser ändert sich nach weiterem 15minütigem
abgesaugt und noch feucht in einem Destillierkolben Rühren nicht mehr. Nach dem Absaugen erwärmt sich
10
der Niederschlag innerhalb 40 Minuten auf 58 0C. Anschließend wird bei 450C getrocknet.
Das Produkt enthält 27,3% Mangan und 30,7% Schwefel, entsprechend einem Verhältnis von Mn:S wie 1:1,94. Der Sauerstoffgehalt beträgt 15,7%.
Die Wirksamkeit dieses Produktes gegen Alternaria tenuis ist sehr gut. 5y/cm2 verhindern vollständige Keimung.
Beispiel 7
60,5 Teile Äthylendiamin (99 %ig) werden mit 152Teilen Schwefelkohlenstoff und 74 Raumteilen Ammoniak (23 volumprozentig) in Gegenwart von 400 Teilen Wasser umgesetzt und 173 Teile Mangan(II)-oxyd mit einem Gehalt von 82% an MnO eingerührt. Der innerhalb 5 Stunden bei 300C gebildete Niederschlag wird abfiltriert, in Wasser aufgeschlämmt und nochmals abgesaugt. Nachdem das Produkt durch Liegen an der Luft sich selbst erwärmt hat, wird es bis zur Gewichtskonstanz bei 45°C getrocknet, wonach eine Ausbeute von 350 Teilen erhalten wird. Es hat einen Gehalt an Mangan von 27,0 % und an Schwefel von 29,5 %, entsprechend einem Verhältnis von Mn:S wie 1:1,9. Der Stickstoffgehalt beträgt 10,0%, davon sind 2,2% als Ammoniak vorhanden. Die fungizide Wirksamkeit gegen Alternaria tenuis ist ausgezeichnet.
Beispiel 8
Auf die wäßrige Lösung von Ammonium-Äthylenbis-dithiocarbaminat, die durch Reaktion von 60,5 Teilen Äthylendiamin (99%ig) und 148 Teilen konzentriertem Ammoniak auf 152 Teile Schwefelkohlenstoff in 400 Teilen Wasser hergestellt worden ist, läßt man 174 Teile Mangandioxyd mit 47,7 % Mn-Gehalt bei kräftigem Rühren einwirken. Unter leichtem Erwärmen, wobei die Temperatur auf 30 bis 400C gehalten wird, bildet sich ein grünliches Umsetzungsprodukt. Dieses wird nach dem Absaugen in dicker Sicht an der Luft ausgebreitet, wobei Selbsterwärmung bis auf 54°C eintritt. Nach weiterem Trocknen im Umlauftrockenschrank bei 45°C werden 352 Teile eines olivgrünen, sehr gut fungizid wirksamen Pulvers erhalten mit Gehalt an Mangan von 24,11 % un£l an Schwefel von 30,4%, entsprechend einem Verhältnis Mn:S wie von 1:2,16. Der Gehalt an Sauerstoff beträgt 16,7% und der an Stickstoff 10,7 °/0. Die fungizide Wirksamkeit des Produktes ist die gleiche wie die des Produktes gemäß Beispiel 1.
Beispiel9
400 Teile Wasser werden .mit 132 Teilen konzentriertem Ammoniak (2 Mol) und 60,5 Teilen Äthylendiamin (99%ig) vermischt. Nach Zugabe von 152 Teilen Schwefelkohlenstoff (2 Mol) wird 2 Stunden bei bis 4O0C gerührt, bis eine klare Lösung entstanden ist. Sodann werden 204 Teile 85%iges Mangandioxyd (2 Mol) zugesetzt, und das Rühren wird bei der gleichen Temperatur weitere 2 Stunden fortgesetzt. Nach dem Absaugen, Reifen und Trocknen werden 385 Teile des neuen Fungizids erhalten.
Beispiel 10
Zu der wie im vorhergehenden Beispiel erhaltenen wäßrigen Lösung des äthylen-bis-dithiocarbaminsauren Ammoniums werden 255 Teile Mangandioxyd (85 °/oig) zugefügt. Die Ausbeute nach der Trocknung bei 450C beträgt 444 Teile.
Beispiel 11
Zu einem Gemisch von 400 Teilen Wasser, 132 Teilen konzentriertem Ammoniak, 60,5 Teilen Äthylendiamin (99 %ig) und 204 Teilen Mangandioxyd (85 0/„ig) werden unter gutem Rühren bei 30 bis 400C 152 Teile Schwefelkohlenstoff innerhalb 2 Stunden zugetropft. Nachdem noch 1 Stunde bei der gleichen Temperatur gerührt worden ist, wird abfiltriert. Ausbeute: 326Teile nach Trocknung bei 400C.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan-Äthylen-bis-dithiocarbaminaten, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol Ammoniumsalz der Äthylen-bis-dithiocarbaminsäure bei 10 bis 50° C in wäßriger Lösung mit 1,0 bis 2,5 Mol eines Oxyds des Mangans umsetzt, wonach das Reaktionsgemisch mit einer Säure neutralisiert, abgesaugt oder abgeschleudert und getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Ammoniumsalz der Äthylen-bis-dithiocarbaminsäure und einem Oxyd des Mangans erhaltene Reaktionsgemisch während oder nach dem Absaugen oder Abschleudern in noch feuchtem Zustand durch Zutritt von Sauerstoff, zweckmäßig Luftsauerstoff, stabilisiert und anschließend getrocknet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Ammoniumsalz der Äthylen-bis-dithiocarbaminsäure und einem Oxyd des Mangans erhaltene Reaktionsgemisch im Vakuum entwässert wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2492 314.
509 507/367 1.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEC19519A 1959-07-31 1959-07-31 Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan-AEthylen-bis-dithiocarbaminaten Pending DE1186458B (de)

Priority Applications (8)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE593153D BE593153A (de) 1959-07-31
BE613461D BE613461A (de) 1959-07-31
DEC19519A DE1186458B (de) 1959-07-31 1959-07-31 Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan-AEthylen-bis-dithiocarbaminaten
DEC20770A DE1195290B (de) 1959-07-31 1960-02-11 Verfahren zur Herstellung von fungicid wirksamen Mangan-aethylen-bis-dithiocarbaminaten
GB1870260A GB888289A (en) 1959-07-31 1960-05-26 A process for the production of new manganese-containing dithiocarbamate reaction products
FR831013A FR1260525A (fr) 1959-07-31 1960-06-24 Procédé de préparation de composés de manganèse à action fongicide utilisables en agriculture
GB4507661A GB938024A (en) 1959-07-31 1961-12-15 Fungicides comprising manganese salts of dithiocarbamic acids and their preparation
FR886753A FR81049E (fr) 1959-07-31 1962-02-02 Procédé de préparation de composés de manganèse à action fongicide utilisables en agriculture

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC19519A DE1186458B (de) 1959-07-31 1959-07-31 Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan-AEthylen-bis-dithiocarbaminaten
DEC20770A DE1195290B (de) 1959-07-31 1960-02-11 Verfahren zur Herstellung von fungicid wirksamen Mangan-aethylen-bis-dithiocarbaminaten
DEC0023379 1961-02-09
CH1070961 1961-09-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1186458B true DE1186458B (de) 1965-02-04

Family

ID=27429312

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC19519A Pending DE1186458B (de) 1959-07-31 1959-07-31 Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan-AEthylen-bis-dithiocarbaminaten
DEC20770A Pending DE1195290B (de) 1959-07-31 1960-02-11 Verfahren zur Herstellung von fungicid wirksamen Mangan-aethylen-bis-dithiocarbaminaten

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC20770A Pending DE1195290B (de) 1959-07-31 1960-02-11 Verfahren zur Herstellung von fungicid wirksamen Mangan-aethylen-bis-dithiocarbaminaten

Country Status (4)

Country Link
BE (2) BE613461A (de)
DE (2) DE1186458B (de)
FR (2) FR1260525A (de)
GB (2) GB888289A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0216244A3 (de) * 1985-09-26 1989-05-31 Akzo N.V. Verfahren zur Herstellung von Alkylen-bis-dithiocarbamaten oder deren Ammoniak-Addukten sowie danach herstellbare Gemische

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE621575A (de) * 1961-08-26
US3412117A (en) * 1963-02-14 1968-11-19 Sipcam Spa Preparation of heavy metal complex salts of ethylenebisdithiocarbamic acid and dimethyldithiocarbamic acid
DE3739149A1 (de) * 1987-11-19 1989-06-01 Basf Ag Verfahren zur herstellung von dithiocarbaminsaeuren bzw. deren salzen und deren folgeprodukten
CN105949100B (zh) * 2016-05-18 2017-12-19 浙江云涛生物技术股份有限公司 新型二硫代氨基甲酸盐类重金属螯合剂的生产工艺

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2492314A (en) * 1945-01-16 1949-12-27 Sharples Chemicals Inc Process for producing metal salts of substituted dithiocarbamic acids

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2492314A (en) * 1945-01-16 1949-12-27 Sharples Chemicals Inc Process for producing metal salts of substituted dithiocarbamic acids

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0216244A3 (de) * 1985-09-26 1989-05-31 Akzo N.V. Verfahren zur Herstellung von Alkylen-bis-dithiocarbamaten oder deren Ammoniak-Addukten sowie danach herstellbare Gemische

Also Published As

Publication number Publication date
DE1195290B (de) 1965-06-24
BE593153A (de)
GB938024A (en) 1963-09-25
BE613461A (de)
FR81049E (fr) 1963-07-19
FR1260525A (fr) 1961-05-05
GB888289A (en) 1962-01-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2335616A1 (de) Verfahren zur herstellung von manganaethylenbisdithiocarbamatprodukten
DE1186458B (de) Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Mangan-AEthylen-bis-dithiocarbaminaten
DE2530398A1 (de) Organische verbindung
DE1191170B (de) Mittel zur Bekaempfung von Pilzen
DE1920543A1 (de) Nickelalkoxyd
DE1542684C (de) Fungizide
DE1468954A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Verbindung mit fungiziden Eigenschaften
DE2244745C3 (de) Thiocarbaminsäureester, ihre Herstellung und diese Ester enthaltende pestizide Mittel
DE1202266B (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniak enthaltenden Komplex-Verbindungen des Mangansalzes der AEthylen-bis-dithio-carbamidsaeure
DE2611602A1 (de) Jod-komplexe von dialkylsaeureamiden und n-alkyllactamen
DE2305517B2 (de) 2-imino-1,3-dithiacyclobutane, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende warmblueterschutzmittel gegen schildzecken
DE909098C (de) Verfahren zur Herstellung von N,N'-Di-(3-oxy-4-carboxy-phenyl)-methylendiamin
DE910167C (de) Verfahren zur Herstellung eines Wismutsalzes des Penicillins
AT204327B (de) Verfahren zur Herstellung stabilisierter Cyanacethydrazidpräparate
DE2512940C2 (de) N-Benzoyl-N-halogenphenyl-2-aminopropionsäure-ester, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung
EP0208858B1 (de) Kupferhaltige Polymere, Verfahren zur ihrer Herstellung und ihre Anwendung als Fungizide
DE1235287B (de) Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Dodecylamin-Metallsalz-Komplexverbindungen der mono- und bis-Dithiocarbamidsaeuren
AT230392B (de) Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Dithiocarbaminsäure-Manganverbindungen
DE2137779C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Metallkomplexes eines Alkylenbisdithiocarbamats mit zwei verschiedenen Metallionen
DE1542684B1 (de) Fungizide
DE1041031B (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem Zink-AEthylen-bis-dithiocarbamat
AT226473B (de) Verfahren zur Herstellung eines Wirkstoffes für ein fungizides Mittel
DE2835068A1 (de) Verfahren zur herstellung von di- (n-methyl-n-phenyl-thiuram)-disulfid
DE1094729B (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der ª‰-Aminoaethyldithiocarbaminsaeure mit Zink, Mangan oder Gemischen beider
DE1149014B (de) Verfahren zur Herstellung von fungicid wirksamen 2-Thiono-tetrahydro-1, 3, 5-thiadiazinen