DE1186102B - Superorthikonroehre hoher Aufloesung fuer Fernsehkameras - Google Patents
Superorthikonroehre hoher Aufloesung fuer FernsehkamerasInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 04 η
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
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Auslegetag:
HOIj
Deutsche Kl.: 21 al-32/35
Deutsche Kl.: 21 al-32/35
F 38619 VIII a/21 al
20. Dezember 1962
28. Januar 1965
20. Dezember 1962
28. Januar 1965
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Auflösung von Superorthikonröhren mit Feldnetz zu
verbessern.
Beim Betrieb von Superorthikonröhren tritt eine Bildstörung auf, welche dadurch zustande kommt,
daß der vom Target zurückkehrende Strahl infolge einer durch das Ablenkfeld hervorgerufenen Abtastbewegung
auf der ersten Dynode gelegentlich auf die Blende des hinlaufenden Strahles trifft. In diesem
Fall werden keine Sekundärelektronen ausgelöst, und es erscheint daher im Bild ein heller Fleck. Diese
unter dem Namen »Scheinwerfereffekt« bekannte Erscheinung ist bereits bei den früheren Superorthikonröhren
ohne Feldnetz beobachtet worden.
Es ist aber auch bekannt, in Superorthikonröhren ein elektrostatisches Ablenkfeld mit zwei auf konstantem
Potential liegenden Platten zu erzeugen, durch die das Raster auf der ersten Dynode so weit
abgelenkt wird, daß die Blendenöffnung außerhalb des Rasters zu liegen kommt. In diesem Fall ist kein
störender heller Fleck zu beobachten. Allerdings hat man im Zuge der weiteren Vervollkommnung der
Röhre diese Ablenkplatten nicht mehr verwendet, da sich Konstruktionsschwierigkeiten ergaben. Statt
dessen wurde eine Linsenelektrode an.einem ihrer elektronenoptisch wirksamen Ränder mit einer solchen
Abschrägung versehen, daß hierdurch eine Ablenkung des Rasters in dem erfahrungsgemäß erforderlichen
Maße erreicht wurde.
Diese Elektrode wurde bei Feldnetzröhren eingeführt und diente gleichzeitig als Bremselektrode
(Suppressor) zur Unterdrückung eines am Feldnetz ausgelösten Sekundärelektronenstromes.
Im Zuge der wachsenden Anforderungen an die Superorthikonröhre wird eine Verbeserung der Auflösung
angestrebt, durch die die Bildqualität mit der vollen Leistungsfähigkeit der Fernsehübertragungskanäle
angepaßt werden kann. Es wurde gefunden, daß die bisherige Auflösung der Röhre von 55 bis
60 % der Bildamplitude, gemessen an dem Schwarzweißsprung bei 5MHz, diesen Anforderungen nicht
mehr genügt.
Bei einer Überprüfung der elektronenoptischen Abbildungsverhältnisse von Superorthikons mit Feldnetz,
der eine Beobachtung eines bei einer Überlastung der Röhre eingebrannten Rasters auf der
ersten Dynode zugrunde lag, wurde gefunden, daß die Verschiebung des Rasters durch die erwähnte
Abschrägung der Linsenelektrode, welche bei Feldnetzröhren zugleich als Suppressor zur Unterdrükkung
der Sekundärelektronen dient, viel größer ist als dies zur Beseitigung des Scheinwerfereffektes er-Superorthikonröhre
hoher Auflösung für
Fernsehkameras
Fernsehkameras
Anmelder:
Robert Bosch G. m. b. H.,
Stuttgart 1, Breitscheidstr. 4
Als Erfinder benannt:
Dr. Kurt Frank, Darmstadt
forderlich wäre, das Raster selbst aber wesentlich kleiner ist als bei Röhren ohne Feldnetz. Obwohl
derartige Feldnetzröhren bereits seit längerer Zeit im Handel sind, wurde diese Tatsache offenbar übersehen.
Dementsprechend sind die bisherigen Röhren dieser Art mit einer Suppressorelektrode ausgerüstet,
deren elektronenoptisch wirksamer Rand mit einer Abschrägung von 13° versehen ist.
Eine Verringerung der Abschrägung auf z. B. 10° bringt noch keine optimale Auflösung, wohl aber eine
gewisse Verbesserung. Es wurde jedoch bisher in der Praxis stets ein großer Abschrägungswinkel gewählt,
um der bei Röhren ohne Feldnetz gewonnenen empirischen Regel zu genügen, daß auch bei Konstruktionstoleranzen
ein Zusammenfallen des Dynodenrasters mit der Blendenöffnung zu vermeiden sei. Dabei wurde offenbar übersehen, daß prinzipiell
durch die Abschrägung eine Verringerung der Auflösung eintritt, die man bei Feldnetzröhren vermeiden
kann.
Bei der Durchführung der Erfindung war zu berücksichtigen, daß die Konstruktion der Superorthikonröhre
schon praktisch ausgereift ist, so daß weder zusätzliche Einschmelzungen vorgesehen noch
prinzipielle Änderungen der Linsenelektroden des Strahlsystems vorgenommen werden konnten. Daher
konnte auch der Weg nicht in Betracht gezogen werden, das erforderliche Ablenkfeld durch eine
zusätzliche Elektrode zu erzeugen, welche über eine besondere Einschmelzung mit einem einstellbaren
Potential versehen wird. Eine Änderung des Röhrenfußes unter Einbau eines zusätzlichen Sockelstiftes
würde die Röhre zur Verwendung in den vorhandenen Kameras ungeeignet machen und daher eine
Neuentwicklung der Kamera nach sich ziehen.
Bei einer Superorthikonröhre für Fernsehkameras mit zeilenweiser Ablenkung des Abtaststrahles,
409 770/143
welche mit einem Feldnetz und mit einer Strahlblende ausgestattet ist, die zugleich als Auffangelektrode für
den Rückkehrstrahl und als erste Dynode dient, und bei der wenigstens eine Elektronenlinse des Strahlsystems
eine quer zur Achse des Strahlsystems wirkende elektrostatische Feldkomponente aufweist, ist
erfindungsgemäß das Querfeld senkrecht zur Zeilenrichtung wirksam und von solchem Betrage, daß die
Blendenöffnung in einem Abstand von wenigen zehntel Millimetern, vorzugsweise weniger als 0,2 mm,
außerhalb (seitlich) der vom Rückkehrstrahl auf der ersten Dynode geschriebenen Rasters liegt. Durch
diese Maßnahme hat sich der Vorteil ergeben, daß die Auflösung des Bildes von 50 bis 60 % des
Schwarzweißsprunges bei 5 MHz auf 80 bis 90 % verbessert wird, ohne daß der helle Fleck bemerkbar
wird. Dieser Fortschritt kommt dadurch zustande, daß das zur Verschiebung des Rasters angewendete
elektrostatische Querfeld nur so groß ist, wie gerade zur Vermeidung des dunklen Flecks erforderlich ist
und hiermit die Symmetrie der betreffenden Elektronenlinse nur so wenig gestört wird, daß praktisch kein
Astigmatismus dieser Linse auftritt. Des weiteren ergibt sich die Wirksamkeit dieser Maßnahme daraus,
daß die Rasterablenkung in Richtung der Vertikalablenkung des Ablenksystems erfolgt. Im allgemeinen
besitzt nämlich das Raster auf der ersten Dynode nicht das gleiche Format wie das auf dem Target
geschriebene Raster, sondern ist in Bildablenkrichtung zusammengedrängt. Würde man die Rasterverschiebung
auf der ersten Dynode in Richtung der Zeilen erfolgen lassen, so würde eine erheblich größere
Unsymmetrie des Linsenfeldes zur wirksamen Verschiebung erforderlich sein und sich damit eine
größere Unscharfe des Bildes ergeben.
Ergänzend ist zu bemerken, daß das Merkmal, wonach das Querfeld senkrecht zur Zeilenrichtung
verlaufen soll, durch die heute üblichen und festgelegten Konstruktionsprinzipien der Superorthikonröhre
definiert ist, da die Lage der Ablenkspulen in bezug auf die Sockelanordnung eindeutig festgelegt
ist. Es befindet sich nämlich am Röhrensockel ein besonderer Stift, nach dem die Lage der Ablenkspulen
orientiert wird. Überdies hat eine moderne Superorthikonröhre keine Rotationssymmetrie, weil
die Neigung der Netzstege des mit dem Target verbundenen Netzes unter 45° vorgeschrieben ist.
Schließlich wird auch bei vielen Röhren eine das Bildformat bestimmende Maske in der Fotokathodenebene oder der Targetebene angebracht, welche die
Lage der Ablenkspulen festlegt. Zur näheren Erläuterung von praktischen Ausführungsformen der Erfindung
wird nun auf die Begleitzeichnungen Bezug genommen. Von diesen zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung der wichtigsten Elektroden des Strahlsystems von bekannten
Superorthikons,
F i g. 2 die Gestalt einer verbesserten Linsenelektrode,
Fig. 3 die konstruktive Ausgestaltung des Strahlsystems
mit einer Hilfselektrode zur Erzielung der gewünschten Verschiebung in Seitenansicht, die teilweise
geschnitten ist,
F i g. 4 und 5 eine Ansicht dieses Strahlsystems von oben, eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgedankens.
In F i g. 1 ist 1 eine Röhrenhülle, auf deren Fuß 2 die Elektroden des Strahlsystems aufgebaut sind, und
3 eine Elektronenquelle, deren Einzelheiten nicht dargestellt sind. Sie enthält in an sich bekannter
Weise eine geheizte Glühkathode und eine Wehneltelektrode und trägt zugleich die erste Dynode 4 des
Sekundärverstärkers 5. Diese Dynode besitzt in ihrer Mitte eine sehr feine Bohrung, durch die der Strahl
in Richtung auf das Target austritt. Weiter sind in Strahlrichtung eine »Persuader«-Elektrode 6, eine
Schirmelektrode 7 und eine Suppressorelektrode 8 vorgesehen. Die Elektrode 6 dient dazu, ein Absaugfeld
für die an der ersten Dynode 4 ausgelösten Sekundärelektronen zu schaffen, um diese in den
Vervielfacher 5 zu lenken; die Elektrode 7 dient zur Herstellung eines Kontaktes mit der Wandanode 9.
Von wesentlicher Bedeutung ist die Elektrode 8, deren an sich bekannte Aufgabe darin besteht, die
an dem (nicht gezeigten) Feldnetz vor dem Target ausgelösten Sekundärelektronen am Eintritt in das
Strahlsystem zu hindern. Die Elektrode ist daher auf das Potential der Strahlkathode gelegt. An die
Suppressorelektrode schließt sich die Wandanode 9 an, welche einen elektrostatisch nahezu feldfreien
Raum schafft, in dem die Elektronen den magnetischen Ablenkfeldern unterworfen sind. Die Suppressorelektrode
ist, wie bereits ausgeführt, bei den bekannten Röhren mit einer Abschrägung von 13° versehen,
um zu gewährleisten, daß der vom Target zurücklaufende Strahl von dem hinlaufenden Strahl
so weit getrennt wird, daß der auf der ersten Dynode von dem rücklaufenden Strahl beschriebene Ablenkraster
nicht mit der Blendenöffnung zusammenfällt. Eine Suppressorelektrode dieser Gestalt wurde auch
in den Fällen verwendet, in denen durch geeignete Potentialverhältnisse in der Umgebung des Feldnetzes
ein Zurückkehren der Sekundärelektronen vom Feldnetz vermieden wird.
Wie sich gezeigt hat, ist die Auflösung dieser bekannten Röhre nicht befriedigend, so daß eine Erhöhung
der Auflösung erwünscht ist. Es wurde gefunden, daß für die unzureichende Auflösung eine
Unscharfe des Abstaststrahles verantwortlich ist, die mit einem Astigmatismus der durch die Suppressorelektrode
gebildeten Elektronenlinse zusammenhängt. Aus Versuchen hat sich ergeben, daß dieser Astigmatismus
auf ein nicht mehr störendes Maß herabgesetzt werden kann, wenn erfindungsgemäß die
Suppressorelektrode mit einer wesentlich geringeren Abschrägung als 13°, nämlich etwa 4 bis 8°, versehen
wird. In diesem Fall ist die Störung der Symmetrie der Elektronenlinse so gering, daß sie
keine nennenswerte Bildverschlechterung mehr hervorruft. Die Verschiebung des auf der ersten Dynode
4 vom Rücklauf strahl gezeigten Rasters hat sich bei dieser Bemessung der Abschrägung als ausreichend
erwiesen, so daß durch die Neukonstruktion der Suppressorelektrode eine Superorthikonröhre mit
einer Auflösung geschaffen wird, die nahe an der theoretisch möglichen Grenze liegt. Diese theoretische
Grenze ist durch die stets vorhandene Inhomogenität der Geschwindigkeit des Elektronenstrahls
bedingt.
In F i g. 2 ist ein Suppressor der erfindungsgemäßen Art dargestellt, dessen dem Target zugewandter
Rand um einen Winkel von 5° abgeschrägt ist.
In F i g. 3 ist die Elektrodenanordnung des Superorthikonstrahlsystems
in Seitenansicht erkennbar. Die Elektroden 11 bis 17 tragen die Netze des Sekundärelektronenvervielfachers,
die Elektrode 18 ist
der auf etwa 300 V liegende sogenannte Persuader, welcher die auf die erste Dynode fallenden Strahlelektronen
in den Sekundärverstärker lenkt. Mit 19 ist die Suppressorelektrode bezeichnet, welche annähernd
auf Kathodenpotential liegt und dazu dient, die an dem Feldnetz ausgelösten Sekundärelektronen
am Eindringen in das Strahlsystem zu hindern. Diese Suppressorelektrode ist im Gegensatz zu den
bekannten Röhren rotationssymmetrisch ausgebildet und besitzt keine Abschrägung, so daß sie keinerlei
Störung der Symmetrie des elektronenoptischen Feldes bewirkt. Am oberen Rand des Suppressors 19
ist der sogenannte Silberverdampf er 10 in Form eines senkrecht zur Achse der Röhre liegenden, den
Suppressor auf einem Umfang von 60 bis 90° umfassenden Drahtes aufgebaut, auf welchem sich eine
Silberperle befindet. Bei der Herstellung der Röhre wird der die Silberperle tragende Draht geheizt, wobei
eine geringe Menge Silber auf das Target gedampft wird, um den Sekundäremissionskoeffizienten
des Targets herabzusetzen. In F i g. 3 ist die Suppressorelektrode 19 und der Silberverdampfer
geschnitten, so daß ein Teil der Zuführung zu dem Heizdraht 10 in der Schnittebene nicht sichtbar ist.
Diese Zuführung 20 führt zur Persuaderelektrode 18, so daß der Silberverdampfer während des Betriebes
auf diesem Potential liegt. Durch die Verwendung des vorgeschobenen Silberverdampfers in
der angegebenen Weise wird ein Zugfeld erzeugt, welches in einem gewissen Maße über den Rand des
Suppressors 19 hinweg in den Abbildungsraum hineingreift und eine geringfügige Ablenkung des Elektronenstrahls
in der Weise bewirkt, daß der hinlaufende Strahl um einen geringen Betrag nach der
einen und der rücklaufende Strahl um den gleichen Betrag nach der gleichen Richtung abgelenkt wird.
Hierdurch wird die gewünschte Verschiebung des Rasters auf der ersten Dynode erzielt.
Die geschilderten Verhältnisse werden an Hand der F i g. 4 näher erläutert, welche eine Ansicht des
Strahlsystems von oben zeigt. In der Mitte des Bildes befindet sich die erste Dynode 22 mit der zentralen
Blendenöffnung 23. Die Suppressorelektrode 19 ist auf einem Teil ihres äußeren Umfanges von
dem Silberverdampfer 10 mit der erkennbaren Silberperle umgeben. Der Verdampferdraht wird von den
Zuführungen 20 und 21 getragen. Diese Verdampferanordnung befindet sich auf einer Seite der Suppressorelektrode
19, die in der Ebene der Bildablenkung F liegt. Diese Lage ist durch den Pfeil angedeutet.
Auf der ersten Dynode 23 ist ein kleines schraffiertes Rechteck gezeichnet, welches die Lage
des vom Rückkehrstrahl gezeichneten Rasters in relativ vergrößerter Form zeigt. Es ist erkennbar,
daß die Verschiebung parallel der Bildrichtung erfolgt ist.
Die Erfindung kann in verschiedener Weise abgewandelt werden; z. B. kann in Fällen, wo eine
Suppressorelektrode nicht benötigt wird, das Verschiebungsfeld in der Nähe einer anderen Elektrode,
z. B. der Schirmelektrode 24 angebracht werden. An Stelle des Silberverdampfers kann auch ein anderer
Bauteil an der Persuaderelektrode 19 angebracht werden, welcher die Suppressorelektrode 19 auf
ihrem äußeren Umfang umgreift.
Eine noch weitergehende Homogenisierung des Linsenfeldes unter gleichzeitiger Ablenkung des
Elektronenstrahles kann erzielt werden, wenn gemäß des Ausführungsbeispiels der F i g. 5 eine Elektronenlinse,
etwa die Suppressorelektrode, aus zwei symmetrischen Hälften besteht, die gegeneinander
ein wenig verschiedenes Potential haben. In F i g. 5 wird eine derartige Anordnung gezeigt. Die Bezeichnungsweise
der Elektroden ist entsprechend der F i g. 1 gewählt, wobei jedoch an Stelle eines abgeschrägten
Suppressors eine aus zwei gleichen Halbzylindern 8 α und 8 b bestehende Linsenelektrode
verwendet wird. Wie in F i g. 1 ist eine Persuaderelektrode 6, eine erste Dynode 4 und ein Strahlsystem
3 vorgesehen, welches eine Wehneltelektrode und eine Kathode 25 umfaßt. Da es aus konstruktiven
Gründen nicht möglich ist, die Ablenkspannung von wenigen Volt, welche zwischen den Halbzylindern
8 α und 8 b liegen soll, von außen her über einen zusätzlichen Kontakt zu führen, wird hier in
der Röhre ein Spannungsteiler 26 vorgesehen, dessen Enden zwischen dem Potential der Elektrode? und
der Kathode 25 liegen. Die Elektrode 7 hat das Potential der Wandanode 9 in F i g. 1, welches
zwischen 100 bis 200 Volt liegen kann. Zur Erzielung des Ablenkfeldes zwischen den Linsenteilen 8 a
und 8 b wird der Teil 8 α mit der Kathode unmittelbar und der Teil 8 b mit einem in der Nähe der
Kathodenzuführung liegenden Abgriff 27 des Spannungsteilers verbunden. Auf diese Weise kann die
Funktion der Linsenelektrode 8 a, 8 b als Bremselektrode für die vom Feldnetz zurückkehrenden
Sekundärelektronen aufrechterhalten bleiben und zugleich ein Ablenkfeld von solcher Größe dem
Linsenfeld überlagert werden, daß die Blendenöffnung in. der Elektrode 4 in einem Abstand von
wenigen zehntel Millimetern außerhalb der vom Rückkehrstrahl auf der ersten Dynode 4 gezeichneten
Rasterfläche liegt. Zugleich ist durch die gewählte Form der Linse der Astigmatismus auf Grund
des Ablenkfeldes auf ein sehr kleines Maß reduziert, so daß die Schärfe des von der Dynode 4 ausgehenden
Abtaststrahles durch die Linse 8 α, 8& nur in
vernachlässigbarer Weise beeinflußt wird.
Das Material des Spannungsteilers 26 kann vorteilhaft aus einem in der Technik bekannten elektronisch
leitenden Glas bestehen, welches der Ausheizung der Röhre beim Entfernen der letzten Gasreste
widersteht. Da in dem Spannungsteiler nur Ströme von Bruchteilen von Mikroampere fließen, kann ein
relativ hochohmiges Glas gewählt werden.
Claims (5)
1. Superorthikonröhre, welche mit einem Feldnetz und mit einer Strahlblende ausgestattet ist,
die zugleich als Auffangelektrode für den Rückkehrstrahl und als erste Dynode dient, und bei
der wenigstens eine Elektronenlinse des Strahlsystems eine quer zur Achse des Strahlsystems
wirkende elektrostatische Feldkomponente aufweist, für Fernsehkameras mit zeilenweiser Ablenkung
des Abtaststrahls, dadurchgekennz eich η et, daß das Querfeld senkrecht zur
Zeilenrichtung wirksam ist und von solchem Betrage ist, daß die Blendenöffnung in einem Abstand
von wenigen zehntel Millimetern, vorzugsweise weniger als 0,2 mm, außerhalb (seitlich)
der vom Rückkehrstrahl auf der ersten Dynode gezeichneten Rasterfläche liegt.
2. Superorthikonröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hilfselektrode
(10, Fig.4) auf einem Teil des äußeren Umfanges
einer Linsenelektrode (19) angebracht ist, die mit ihrem einen Rand zu einem elektronenoptisch
wirksamen Rand der Linsenelektrode parallel liegt und sich auf einem von der Linsenelektrode
verschiedenen Potential befindet.
3. Superorthikonröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfselektrode
durch den Heizdraht (10) des Silberverdampfers (10, 20, 21) gebildet wird, daß die Linsenelektrode
(19) auf Kathodenpotential liegt, und daß der Heizdraht des Silberverdampfers innerhalb
einer Toleranz von 1 mm in der Ebene des wirksamen Randes der Linsenelektrode angebracht
ist und auf dem Potential der Persuaderelektrode (18) liegt.
4. Superorthikonröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Linsenelektrode
(8, Fig. 5) in zwei gleiche Hälften (8a, Sb) geteilt
ist, welche mit Hilfe eines im Innern der Röhre angebrachten Spannungsteilers (26) auf
eine Spannungsdifferenz von wenigen Volt gelegt sind.
5. Superorthikonröhre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannungsteilermaterial
an sich bekanntes elektronisch leitendes Glas verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 908 864;
deutsche Auslegeschriften Nr. 1033 701, 1033 702.
Deutsche Patentschrift Nr. 908 864;
deutsche Auslegeschriften Nr. 1033 701, 1033 702.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 770/14H 1.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL302264D NL302264A (de) | 1962-12-20 | ||
| DEF38619A DE1186102B (de) | 1962-12-20 | 1962-12-20 | Superorthikonroehre hoher Aufloesung fuer Fernsehkameras |
| US329520A US3296485A (en) | 1962-12-20 | 1963-12-10 | Image orthicon pickup tube using metal evaporator filament to deflect return beam |
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| GB50420/63A GB1034889A (en) | 1962-12-20 | 1963-12-20 | Image-orthicon television pickup tube |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEF38619A DE1186102B (de) | 1962-12-20 | 1962-12-20 | Superorthikonroehre hoher Aufloesung fuer Fernsehkameras |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1186102B true DE1186102B (de) | 1965-01-28 |
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ID=7097422
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| US (1) | US3296485A (de) |
| DE (1) | DE1186102B (de) |
| FR (1) | FR1378452A (de) |
| GB (1) | GB1034889A (de) |
| NL (1) | NL302264A (de) |
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1962
- 1962-12-20 DE DEF38619A patent/DE1186102B/de active Pending
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1963
- 1963-12-10 US US329520A patent/US3296485A/en not_active Expired - Lifetime
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