DE1185979B - Austragvorrichtung fuer Schachtoefen, insbesondere zum Brennen von Kalk - Google Patents
Austragvorrichtung fuer Schachtoefen, insbesondere zum Brennen von KalkInfo
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- DE1185979B DE1185979B DED22947A DED0022947A DE1185979B DE 1185979 B DE1185979 B DE 1185979B DE D22947 A DED22947 A DE D22947A DE D0022947 A DED0022947 A DE D0022947A DE 1185979 B DE1185979 B DE 1185979B
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
- F27B1/10—Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
- F27B1/21—Arrangements of devices for discharging
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Description
- Austragvorrichtung für Schachtöfen, insbesondere zum Brennen von Kalk Gegenstand der Erfindung ist eine Austragvorrichtung für Schachtöfen mit im Verhältnis zum Durchmesser großer Höhe zum Brennen, Rösten oder Sintern, insbesondere zum Brennen von Kalk, die im wesentlichen aus einem über einem Austragtisch ohne Drehung eine Kreisbewegung ausführenden Scheiben-oder ringförmigen Verdrängerelement besteht.
- Das Austragen des Gutes aus solchen Schachtöfen bereitet in doppelter Hinsicht Schwierigkeiten: Einmal neigt das Gut zum Backen und zur Brückenbildung, so daß bei ungeeigneter Austragvorrichtung Stauungen auftreten. Zum anderen soll der Schacht über den ganzen Querschnitt gleichmäßig entleert werden, damit nicht einesteils bevorzugte und anderenteils tote Zonen entstehen.
- Jede Störung im Austrag wirkt sich nachteilig auf die Reaktionen im Ofen, also z. B. auf das Brennen von Kalk aus, ergibt verminderte Leistungsfähigkeit und ungare oder sonst in der Qualität verminderte Produkte.
- Austragvorrichtungen sind in den verschiedensten Ausführungen bekannt, auch solche, welche nach dem Verdrängerprinzip arbeiten. In einer dieser Vorrichtungen wird ein allseitig vom Gut umgebener Ring auf dem Austragtisch innerhalb der Projektion des Austragquerschnittes exzentrisch, jedoch ohne Drehung um die eigene Achse bewegt, der das Gut nach außen und innen abdrängt. Der Ring steht unter dauernder Belastung durch die über ihm befindliche Gutsäule, arbeitet entsprechend schwer, verschleißt bald und trägt zur Zerkleinerung des Gutes bei.
- Um die Austrageinrichtung vom Druck der Gutsäule zu entlasten, wird bei einer anderen bekannten Austrageinrichtung ein mit Schaufeln besetzter Teller in die Böschung außerhalb der Gutsäule verlegt. Der Austragteller arbeitet dadurch in der Tat leichter als in der Gutsäule, jedoch zieht er durch das Arbeiten in der Böschung das Gut bevorzugt an der Außenseite des Schachtes ab. Der Ofen wird damit randgängig. Es bildet sich ein toter Kern mit allen seinen nachteiligen Folgen, wie Verminderung der Leistung und der Qualität des im Schachtofen behandelten Produktes, z. B. des gebrannten Kalkes.
- Die Anwendung von mit Schaufeln besetzten Tellern bringt außerdem den Nachteil langer Austragwege mit sich, da das Gut nicht radial nach außen wandert, sondern auf einer durch die Schaufelform bedingten längeren, im flachen Winkel zur Austragkante verlaufenden Schrägbahn.
- Austragvorrichtungen, welche mit Kipp- oder Pendeltischen, mit Schubkolben oder ähnlichen Schubgliedern arbeiten, haben den Nachteil, daß das Gut nicht über die ganze Breite des Austragquerschnittes erfaßt wird, daß sie unter dem Druck der Gutsäule stehen oder daß sie gröbere Gutteile einklemmen und damit zu Störungen führen können.
- Die Erfindung geht von den eingangs erwähnten Austragvorrichtungen mit einem Scheiben- oder ringförmigen Verdränger aus, der über einem feststehenden Austragtisch ohne Drehung um die eigene Achse innerhalb der lotrechten Projektion des ringförmigen Austragquerschnittes des Schachtofens eine Kreisbewegung ausführt und das Gut über die äußere und/oder die innere .Kante des Austragtisches abdrängt. Das Neue besteht darin, daß die Last der Gutsäule etwa in der Mitte des ringförmigen Austragquerschnittes durch einen Kegelring abgefangen und damit. der Verdränger entlastet wird, der unter dem Rand des Kegelringes, jedoch noch innerhalb des ringförmigen Austragquerschnittes, also nicht in der außerhalb dieses ringförmigen Querschnittes beginnenden Böschung arbeitet.
- Einerseits ist der Verdrängerring entlastet, läßt sich also leicht bewegen, verschleißt nicht, wühlt nicht im Gut und hat nicht das Bestreben, die Gutteilchen einzuklemmen. Andererseits wird aber das Gut zentral erfaßt und von der Mitte nach außen bzw. innen abgedrängt, so daß die Gutsäule gleichmäßig über den Querschnitt austragen wird.
- Randgängigkeit des Ofens ist also nicht zu befürchten.
- Mehrere Ausführungsbeispiele für die Erfindung sind in den F i g. 1 bis 4 der Zeichnung dargestellt. F i g. 1 zeigt einen Querschnitt durch den Austrag am unteren Ende des Schachtofens, F i g. 2 gibt den Verdrängerring samt Lagerung in Draufsicht wieder, F i g. 3 zeigt einen Teilquerschnitt dazu, F i g. 4 gibt ein anderes Ausführungsbeispiel im Schnitt wieder.
- Mit 1 ist der Schachtofen bezeichnet, an dessen unterem Ende zwischen dem Mittelkegel 2 und der Schachtwand 3 ein ringförmiger Austragquerschnitt 4 gebildet ist. Um den Mittelkegel 2 ist ein Kegelring 5 angeordnet, der den Austragquerschnitt .begrenzt. Unterhalb des Austragquerschnittes ist ein ringförmiger Austragtisch 7 angeordnet, auf dem sich die Gutsäule abstützt und nach außen und innen Böschungen bildet. Oberhalb des Austragtisches 7 arbeitet ein Verdrängerring 8, der, ohne sich selbst zu drehen, gegenüber dem Ringspalt exzentrische Bewegungen ausführt und dadurch das Gut über die Außenkante und die Innenkante des Austragtisches 7 schiebt und abwirft.
- Oberhalb des Verdrängerringes 8 ist ein feststehender, in seinem Bereich die Last der Gutsäule aufnehmender und damit den Verdängerring 8 entlastender Kegelring 14 eingebaut. Unter seinem Rand arbeitet der Verdrängerring 8 innerhalb der lotrechten Projektion des Austragsquerschnittes, also nicht in den anschließenden Böschungen.
- Leitwände 9 oder ein Trichter führen das über die Innenkante und die Außenkante des Tisches geschobene Gut zusammen, beispielsweise einem gemeinsamen Förderer zu.
- Durch Verstellung der Exzentrizität der Austragbewegung des Verdrängerringes sowie durch Änderung seiner Drehzahl kann die Leistung den Erfordernissen angepaßt werden.
- Die exzentrische Bewegung des Verdrängers 8 kann durch eine um die Ofenachse rotierende Kurbel 10 bewirkt werden. Dabei ruht das Verdrängerelement auf mehreren Kugeln 11, die in kreisförmigen pfannenartigen Vertiefungen 12 des Tisches 7 laufen und so die verlangte Bewegung gestatten. Statt eines Kurbeltriebes in der Mitte können als Antrieb mehrere synchronlaufende Kurbeln 13 vorgesehen werden, die den Verdränger zugleich gegen Drehung um die eigene Achse sichern. Die Kurbelarme der Kurbeln 10 bzw. 13 können verstellbar sein.
- Der Kegelring 14 kann sowohl durch Aussparungen im Verdrängerring 8 hindurch auf dem Tisch 7 abgestützt werden als auch mittels Rippen an der Wand 3 des Schachtes 1 und dem Mittelkegel 2 befestigt sein.
- In der Ausführung nach F i g. 4 ist der den Verdrängerring 8 abdeckende, das Gewicht der Schachtfüllung abfangende Kegelring 14 a an den Mittelkegel 2 angeschlossen und erstreckt sich annähernd bis Tiber die Mitte des Austragquerschnittes, so daß er die gleiche Funktion erfüllt wie der Kegelring 14 nach F i g. 1. Der Kegelring kann statt an dem Innenkegel auch an die Schachtwand angeschlossen sein.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Austragvorrichtung für Schachtöfen mit im Verhältnis zum Durchmesser großer Höhe zum Brennen, Rösten oder Sintern, insbesondere zum Brennen von Kalk, mit einem scheiben- oder ringförmigen Verdränger, der über einem feststehenden Austragtisch ohne Drehung um die eigene Achse innerhalb der lotrechten Projektion des ringförmigen Austragquerschnittes des Schachtofens eine Kreisbewegung ausführt und das Gut über die äußere und/oder die innere Kante des Austragtisches abdrängt, g e k e n n -z e i c h n e t d u r c h einen feststehenden, die Last der Gutsäule etwa in der Mitte des ringförmigen Austragquerschnittes (4) abfangenden und den Verdränger (8) entlastenden Kegelring (14), unter dessen Rand der Verdrängerring arbeitet.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängerring (8) durch eine oder mehrere Kurbeln (10 bzw. 13), insbesondere Kurbeln mit verstellbarem Kurbelarm, angetrieben wird.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängerring (8) auf Wälzkörpern (11) läuft, deren vertiefte Laufbahn derjenigen des Kurbelzapfens gleicht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 340 232, 340 821, 344 294, 344 295, 352 436, 353 650, 890 622; französische Patentschrift Nr. 795 240; USA.-Patentschrift Nr. 1460 067. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1111559.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED22947A DE1185979B (de) | 1956-05-12 | 1956-05-12 | Austragvorrichtung fuer Schachtoefen, insbesondere zum Brennen von Kalk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED22947A DE1185979B (de) | 1956-05-12 | 1956-05-12 | Austragvorrichtung fuer Schachtoefen, insbesondere zum Brennen von Kalk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1185979B true DE1185979B (de) | 1965-01-21 |
Family
ID=7037638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED22947A Pending DE1185979B (de) | 1956-05-12 | 1956-05-12 | Austragvorrichtung fuer Schachtoefen, insbesondere zum Brennen von Kalk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1185979B (de) |
Citations (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1956
- 1956-05-12 DE DED22947A patent/DE1185979B/de active Pending
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