DE1185667B - Schaltungsanordnung zur impulsweisen Energieuebertragung in elektrischen Anlagen, insbesondere in Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur impulsweisen Energieuebertragung in elektrischen Anlagen, insbesondere in Zeitmultiplex-VermittlungsanlagenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 04 m
Deutsche Kl.: 21 a3 - 46/10
Nummer: i 185 667
Aktenzeichen: S 72142 VIII a/21 a3
Anmeldetag: 20. Januar 1961
Auslegetag: 21. Januar 1965
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung, welche unter anderem bei Vermittlungssystemen verwendet
wird, die nach dem Zeitmultiplexprinzip arbeiten und z. B. für Fernsprechzwecke vorgesehen
sind. Ein Zeitmultiplex-Vermittlungssystem ist bekanntlich dadurch charakterisiert, daß die jeweils
auszutauschenden Nachrichten Impulsfolgen aufmoduliert werden, die gegeneinander versetzt sind und
dadurch eine Mehrfachausnutzung von Verbindungsleitungen gestatten. Die erwähnten Schaltungsanordnungen sind z. B. den zu verbindenden Leitungsabschnitten
zugeordnet. Über eine solche Schaltungsanordnung können die Leitungsabschnitte paarweise mit einem sogenannten Multiplexpunkt
bzw. einer Multiplexleitung verbunden werden, wie es z. B. in der deutschen Auslegeschrift 1 087 176 beschrieben
ist. Dazu werden zu den Schaltungsanordnungen gehörende Kontakte jeweils synchron mit
den Impulsen von gegeneinander versetzten Impulsfolgen gleicher Impulsfolgefrequenz geschlossen.
Während der Impulspausen sind sie dagegen geöffnet. Wenn nun eine Vielzahl von gegeneinander
versetzten Impulsfolgen vorgesehen ist, so ergibt sich, daß beim Aufrechterhalten einer Verbindung
zwischen zwei Teilnehmern durch impulsweises Schließen der zugehörigen Schalter die Zeitspanne,
während der die Schalter jeweils geschlossen sind, wesentlich kürzer ist als die Zeitspanne, während
der sie jeweils zwischen zwei Schließungen geöffnet sind. Die Öffnungszeiten sind also wesentlich länger
als die Schließungszeiten (Betätigungszeiten). Es kann nun aber nur während der Schließungszeiten
Energie über einen Schalter übertragen werden. Die langen Öffnungszeiten haben zur Folge, daß die
Übertragung der Energie stark beeinträchtigt wird, sofern nicht besondere Maßnahmen getroffen
werden.
Um die Beeinträchtigung der Übertragung der Energie zu verringern, ist es nun bereits bekannt
(s. USA.-Patent 2 718 621), die Schalter mit Reaktanznetzwerken zu versehen. Zwei Schalter mit
derartigen Reaktanznetzwerken sind in F i g. 1 dargestellt. Die Schalter haben die Kontakte kl und kl.
Durch periodisches und synchrones Schließen der Kontakte kl und kl kommt, wie bereits erläutert,
eine Verbindung zwischen den Teilnehmern Tin I
und TIn 2 zustande. Diese Verbindung führt über den Multiplexpunkt Mt. Es können hier noch weitere
Schalter mit Kontakten angeschlossen sein. Dies ist durch das sternförmige, mit ν bezeichnete Zeichen
beim Multiplexpunkt Mt angedeutet. Zwei beliebige Kontakte können zu einem Paar zusammengefaßt
Schaltungsanordnung zur impulsweisen
Energieübertragung in elektrischen Anlagen,
insbesondere in Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen
Energieübertragung in elektrischen Anlagen,
insbesondere in Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Max Schlichte, München
werden und periodisch synchron geschlossen werden, wodurch die dazugehörigen Teilnehmer verbunden
werden. Die bei den Schaltern mit den Kontakten kl und kl vorgesehenen bereits erwähnten Reaktanznetzwerke
weisen jeweils die in F i g. 1 eingezeichneten Spulen bzw. Induktivitäten H und L und die
Kondensatoren bzw. Kapazitäten K und C auf. Die Induktivitäten L wirken als Längsinduktivitäten; sie
dienen in an sich bekannter Weise als Schwunginduktivitäten und haben die Aufgabe, beim
Schließen der Kontakte k 1 und kl die Ladung des einen Ladekondensators C auf den jeweils anderen
Ladekondensator C vollständig zu überführen. Die Kapazitäten dieser Kondensatoren wirken hier als
Querkapazitäten. Um die gewünschte Umladung zu erreichen, ist der aus den Spulen mit den Induktivitäten
L und den Kondensatoren mit den Kapazitäten C beim Schließen der Kontakte kl und kl gebildete
Schwingungskreis so abzustimmen, daß die Periode T seiner Resonanzschwingung doppelt so
lang ist wie die Schließungszeit der Kontakte. Es ist demnach
·=2π\ 2L- ■ = 2rr]/Z.-~C = 2*
und mit
t=
Es sei bemerkt, daß gemäß den vorstehenden Formeln die Periode der vorstehend erwähnten Resonanzschwingung
genauso lang ist wie die Periode
409 769/97
der Resonanzschwingung eines aus einer Spule L und einem Kondensator C bestehenden Schwingungskreises.
Die Schaltelemente K, H und C sind so bemessen, daß sie jeweils einen Tiefpaß bilden, dessen
Grenzfrequenz kleiner ist als die halbe Folgefrequenz, mit der die Kontakte kl und /c2 betätigt werden.
Es ergibt sich dann, daß die Tiefpässe wohl die mit den auszutauschenden Nachrichten verknüpften
Schwingungen, nicht aber die mit den Impulsfolgen verknüpften Schwingungen höherer Frequenzen
durchlassen. Diese Schwingungen mit höheren Frequenzen gelangen daher nicht auf die zu den Teilnehmern
führenden zweiadrigen Leitungen und können dort daher auch keine Störungen verursachen.
Die Wellenwiderstände der Tiefpässe sind dabei an die zweiadrigen Leitungen anzupassen. Bei Erfüllung
dieser Bedingungen ergeben sich ganz bestimmte Werte für die verschiedenen Schaltelemente der zu
den Schaltern gehörenden Reaktanznetzwerke. Bei Verwendung des in Fig. 1 gezeigten Reaktanznetzwerkes
mit den Schaltelementen L, H und K wird der Fluß der Energie über die Schalter mit den Kontakten
k 1 und kl durch die verhältnismäßig langen Öffnungszeiten der Kontakte merklich weniger als
sonst beeinträchtigt.
Es sei hier noch darauf hingewiesen, daß die jeweils zu verbindenden Leitungsabschnitte auch zu
anderen Einrichtungen als zu einem Vermittlungssystem gehören können. Sie können nämlich z. B.
auch zu einer Übertragungsanlage gehören, wie es eine Mehrkanalprogrammübertragungseinrichtung für
Rundfunkzwecke nach der deutschen Auslegeschrift 1084 329 ist. Dort sind zwei zu verschiedenen
Stereokanälen gehörende Signale richtig zu dem betreffenden Leitungsabschnitt zu übertragen.
Ferner kann die nachfolgend angegebene Erfindung sinngemäß auch bei bekannten Schaltungsanordnungen
für impulsweise Energieübertragungen mit Vorteil angewendet werden, die zu elektrischen
Anlagen gehören, welche zur Erzeugung von Energieimpulsen dienen. Derartige Anlagen sind in dem
Buch »Pulse Generators« von Gl as ο e und Lebacqz, 1948, beschrieben, wo auch auf
Seite 307/308 eine Schaltungsanordnung angegeben ist, mit deren Hilfe die Energie von einem Ladekondensator
über einen Kontakt impulsweise vollständig zu einem anderen Kondensator übertragen
wird. Sie gehört zu den dort beschriebenen impulserzeugenden Einrichtungen.
Die Erfindung zeigt, wie bereits erwähnt, einen Weg, der zu einer Verbesserung der in Frage kommenden
Schaltungsanordnungen führt. Die Erfindung betrifft also allgemein eine Schaltungsanordnung
zur impulsweisen Energieübertragung zwischen zwei Leitungsabschnitten über mindestens einen
periodisch bestätigbaren Kontakt mit vorgeschaltetem Tiefpaß, dessen Grenzfrequenz kleiner ist als die
halbe Betätigungsfrequenz des Kontaktes und dem ein die während der Betätigungsdauer des Kontaktes
zu übertragende Energie speicherndes, Querkapazität und Längsinduktivität enthaltendes Reaktanznetzwerk
nachgeschaltet ist, in elektrischen Anlagen, insbesondere in Zeitmultiplex-Fernsprechvermittlungsanlagen.
Diese Schaltungsanordnung ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktanznetzwerk
unter Beibehaltung der Größe der Querkapazität so impulsformend ausgebildet ist, daß
die Energieübertragung jeweils in Form eines nahezu rechteckförmigen Impulses erfolgt.
Durch die Erfindung ergibt sich insofern eine Verbesserung der bekannten Anordnung, als die
Strombelastung des dazugehörigen Kontaktes herabgesetzt und die Übertragung von Energie über diesen
Kontakt erleichtert wird. Dies sind sehr wichtige Vorteile. Hinsichtlich der Verbesserung der Energieübertragung
ist dies evident. Aber auch die HerabSetzung der Strombelastung der Kontakte ist sehr
wichtig. Als Kontakte müssen nämlich elektronische Kontakte verwendet werden, da sich mechanische
Kontakte wegen der großen Schalthäufigkeit zu schnell abnutzen würden; außerdem ist es auch sehr
fraglich, ob diese die erforderlichen kurzen Schaltvorgänge exakt genug ausführen könnten. Bei elektronischen
Kontakten, die mit Hilfe von Dioden oder Transistoren aufgebaut sind, ist der auftretende
Spitzenstrom für die Bemessung der Bauelemente von ausschlaggebender Bedeutung. Je höher der
Spitzenstrom ist, um so teuere Bauelemente müssen verwendet werden. Es kann sogar der Fall eintreten,
daß bei zu hohem Spitzenstrom überhaupt keine geeigneten Bauelemente zur Verfügung stehen. Da bei
den hier in Frage kommenden Schaltern die Übertragung der Energie auf einen verhältnismäßig sehr
kurzen Zeitraum zusammengedrängt wird, treten in der Schaltstrecke verhältnismäßig hohe Ströme auf;
sie können die mehrhundertfache Stärke des von den Teilnehmerstationen gelieferten Stromes haben.
Die erwähnte Herabsetzung der Stromstärke kommt nun bei miteinander zusammenarbeitenden
Schaltern durch die Wirkung der gemäß der Erfindung vorzusehenden impulsformenden Reaktanznetzwerke
zustande. Der zwischen den Ladekondensatoren über die Kontakte übertragene Stromimpuls
bekommt nämlich bei Verwendung dieser impulsformenden Netzwerke eine angenähert rechteckige
Gestalt an Stelle einer sinusförmigen Gestalt, die er ohne das Vorhandensein der impulsformenden Reaktanznetzwerke
hat. Wenn also in der gleichen Zeitspanne die gleiche Ladung von der einen Seite von
Kontakten zu ihrer anderen Seite übertragen wird, so ist die maximale Stromstärke beim Auftreten
eines rechteckförmigen Stromimpulses wesentlich niedriger als beim Auftreten eines sinusförmigen
Stromimpulses. Ein angenähert rechteckförmiger Impuls wird aber gerade durch Verwendung der
impulsformenden Reaktanznetzwerke gemäß der Erfindung erzielt. Es kann dabei die maximale Stromstärke
um über 35% herabgesetzt werden. Hierbei ergibt sich noch ein weiterer Vorteil, wie bereits angedeutet
wurde. Es verringert sich nämlich zugleich auch die bei der Energieübertragung wirksame
Dämpfung. Die Schaltstrecke eines elektronischen Kontaktes hat nämlich auch im durchgeschalteten
Zustand noch einen gewissen ohmschen Widerstand. Es wird an der Schaltstrecke daher ein Teil der
eigentlich zu übertragenden Energie in Wärme umgesetzt, und es treten also für die Übertragung
Energieverluste auf. Da die in Wärme umgesetzte Energie bei konstantem Widerstand proportional
dem Quadrat der Stromstärke ist, wird durch Herabsetzung der maximalen Stromstärke mit Hilfe der
Erfindung auch eine Herabsetzung der Verluste und damit der durch den Schalter verursachten Betriebsdämpfung erreicht. Die Betriebsdämpfung läßt sich
dabei um mehr als 15% herabsetzen.
Der Ersatz der zum Kontakt hinführenden Spule durch ein Reaktanznetzwerk darf die für die Wirkungsweise
des Schalters maßgebenden Eigenschaften des Tiefpasses, nämlich dessen festgelegte
Grenzfrequenz und dessen an die angeschlossene Leitung angepaßten Wellenwiderstand, nicht verändern.
Gemäß der Erfindung ist deshalb auch vorgeschrieben, daß die Querkapazität in ihrer ursprünglichen
Größe beizubehalten ist. Bei Beachtung dieser Vorschrift ergibt es sich, daß die in Betracht
kommenden Eigenschaften des Tiefpasses in die Schaltung nicht verändert werden.
Die einzufügenden Reaktanznetzwerke können verschieden ausgebildet sein. So ist es möglich, daß
das impulsformende Reaktanznetzwerk aus einzelnen quer zu dem betreffenden Leitungsabschnitt liegenden
unterschiedlichen Reihenschwingkreisen besteht, deren Resonanzschwingungen jeweils eine Periodendauer haben, die doppelt so lang ist wie jeweils ein
ungeradzahliger Bruchteil der Betätigungsdauer des Kontaktes, und daß die Querkapazität auf die Kondensatoren
dieser Reihenschwingkreise in der Weise verteilt ist, daß die sich ergebenden Teilkapazitäten
sich zueinander wie die Quadrate der Periodendauer der Resonanzschwingungen der zugehörigen
Reihenschwingkreise verhalten. Es ist aber auch möglich, daß das impulsformende Reaktanznetzwerk
aus dem die ursprüngliche Querkapazität aufweisenden, im Querzweig liegenden Kondensator
und aus im Längszweig liegenden Parallelschwingkreisen und einer damit in Reihe liegenden Spule
besteht. Im zweiten Falle kann das impulsformende Reaktanznetzwerk als äquivalentes Netzwerk zu
dem impulsformenden Reaktanznetzwerk des ersten Falles nach dem Reaktanztheorem von Foster dimensioniert
sein. In allen Fällen kann ein zusätzlicher Abgleich der Schwingkreise unter Beibehaltung
der Größe der Querkapazität vorgenommen sein, bei dem die jenseits des Kontaktes abgehenden
Leitungsadern ohmisch durch den Wellenwiderstand der Leitung ersetzt sind und durch den der
bei Entladung der gleich hoch aufgeladenen Ladekondensatoren auftretende Entladungsvorgang, der
im Vergleich zu einem entsprechenden Rechteck-Näherungsimpuls einen Ausschwingvorgang aufweist,
so verändert ist, daß der Ausschwingvorgang verkleinert ist. Hierzu kann im ersten Falle zur
Hervorhebung der Oberschwingungen beim Stromimpuls ein zusätzlicher Abgleich der Teilkapazitäten
der Reihenschwingkreise ohne Veränderung der Summe der Teilkapazitäten und bei Erhaltung der
Periodendauern der Resonanzschwingungen der die Teilkapazitäten aufweisenden Reihenschwingkreise
vorgenommen sein, wodurch der quadratische Mittelwert des Stromes während der Dauer eines
Stromimpulses verkleinert wird.
Im zweiten Falle können, wenn es sich um ein äquivalentes Netzwerk handelt, das nach dem Reaktanztheorem
von Foster dimensioniert ist, und wenn jeder Leitungsabschnitt einen eigenen Kontakt
aufweist und die Leitungsabschnitte zweier Gruppen über eine Multiplexleitung verbindbar sind, die
Parallelschwingkreise und die in Reihe dazu liegenden Spulen der Reaktanznetzwerke beider Gruppen
zu einem resultierenden Reaktanznetzwerk zusammengefaßt und in die Multiplexleitung eingefügt sein.
Es ist grundsätzlich möglich, daß die jeweils verwendeten impulsformenden Reaktanznetzwerke oder
"feile derselben durch äquivalente Netzwerke ersetzt sind.
Während in F i g. 1 der Übertragungsweg zwischen zwei Teilnehmersteilen und dazwischenliegende
Reaktanznetzwerke in bereits bekannter Anordnung dargestellt ist, über den die Energie in der vorstehend
beschriebenen Weise übertragen werden kann, ist in F i g. 2 bis 6 die Erfindung bzw. sind
Einzelheiten derselben dargestellt;
F i g. 2 veranschaulicht die Übertragung zwischen zwei Reaktanznetzwerken, die nach dem ersten
Falle, also mit Reihenschwingkreisen quer zu dem betreffenden Leitungsabschnitt, aufgebaut sind, über
einen Multiplexpunkt;
F i g. 3 veranschaulicht die Übertragung zwischen zwei Reaktanznetzwerken, die nach dem zweiten
Falle, also mit Parallelschwingkreisen im Längszweig, aufgebaut sind, über einen Multiplexpunkt;
F i g. 4 veranschaulicht die Übertragung nach dem zweiten Falle über eine Multiplexleitung statt über
einen Multiplexpunkt unter Verwendung eines resultierenden Reaktanznetzwerkes;
F i g. 5 und 6 veranschaulichen zwei einander äquivalente Netzwerke;
F i g. 7, 8 und 9 veranschaulichen die bei unterschiedlicher Dimensionierung der impulsformenden
Reaktanznetzwerke erzielbaren Stromimpulse.
Es wird nun zunächst das bei den Schaltern gemäß F i g. 2 vorgesehene impulsformende Reaktanznetzwerk
näher betrachtet. Es ist einzeln für sich in F i g. 5 dargestellt. Es besteht aus einzelnen quer
zu der Leitung liegenden verschiedenen Reihenschwingkreisen, deren Resonanzschwingungen jeweils
eine Periodendauer haben, die doppelt so lang ist wie jeweils ein ungeradzahliger Bruchteil
der Schließungszeit (Betätigungsdauer) des Kontaktes. Bei dem in F i g. 5 gezeigten Beispiel sind drei
derartige Reihenschwingkreise vorgesehen. Der erste Reihenschwingkreis besteht aus der Spule Zl
und dem Kondensator Δ1C, der zweite aus der
Spule Z 2 und dem Kondensator Λ 2 C und der dritte aus der Spule Z 3 und dem Kondensator Δ 3 C. Die
bei den Schaltern gemäß Fig. 2 eingefügten Reihenschwingkreise
bestehen aus den gleichen Schaltelementen. Die Resonanzschwingung der Reihenschwingkreise
11 —Δ IC hat die Periode
Tl= ■ t, die Resonanzschwingung der Reihenschwingkreise
12 —A2C hat die Periode 72=-^· t und die Resonanzschwingung der Reihenschwingkreise
Z3 — Δ 3 C hat die Periode Γ3 = _. t. Es können auch noch weitere Reihenschwingkreise
verwendet sein. Die Querkapazität des ursprünglich vorhanden gewesenen Ladekondensators
C in F i g. 1 ist auf die Kondensatoren der vorgesehenen Reihenschwingkreise verteilt, und
zwar in der Weise, daß die sich ergebenden Teilkapazitäten sich wie die Quadrate der Perioden der
Resonanzschwingungen der zugehörigen Reihenschwingkreise verhalten. Es ist also
1 C: 2 C: 3 C = TI2: T22: T 32 =
2\2 /2\2 /2\2
Mit Hilfe der bereits angegebenen Bedingungen lassen sich die Schaltelemente der Reihen-
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Schwingkreise einzeln in an sich bekannter Weise dung des Ladekondensators C in einer Anordnung
berechnen. gemäß Fig. 1, durch die ausgezogene sinusförmige
Wie F i g. 2 zeigt, ist das aus den Reihenschwing- Kurve, die sich über die Schließungszeit t des Konkreisen
bestehende impulsformende Reaktanznetz- taktes erstreckt, dargestellt. Nach Ablauf der
werk mit dem Tiefpaß aus den Schaltelementen K, 5 Schließungszeit t wird der Kontakt wieder geöffnet.
H, C zu einem neuen Netzwerk verschmolzen, und Über die gleiche Schließungszeit t ist der Verlauf
zwar in der Weise, daß das impulsformende Re- eines entsprechenden Stromimpulses dargestellt, wie
aktanznetzwerk die Querkapazität C nunmehr mit- er vorhanden ist, wenn ein impulsformendes Reenthält.
Wie durch Messung nachweisbar ist, bleibt aktanznetzwerk mit drei Schwingungskreisen verdabei
die Grenzfrequenz des ursprünglichen Tief- io wendet ist. Es ist dies die gestrichelte Kurve in
passes und dessen Wellenwiderstand zur Anpassung F i g. 7. Die Form dieses Stromimpulses hat sich gean
die Leitung erhalten. genüber dem sinusförmigen Verlauf des ursprüng-
Das in F i g. 6 dargestellte impulsformende Re- liehen Stromimpulses der Gestalt eines Rechteckes
aktanznetzwerk ist bei den Schaltern gemäß Fig. 3 schon sehr weit genähert. Die Fläche unter den
vorgesehen. Es besteht aus im Längszweig liegenden 15 beiden verglichenen Kurven ist jeweils gleich.
Parallelschwingkreisen und einer Spule I, die dem Es ist nun möglich ohne Vermehrung der Schalt-Kontakt eines Schalters vorgeschaltet sind, sowie mittel, aus denen das verwendete impulsformende aus dem im Querzweig liegenden ursprünglichen Reaktanznetzwerk besteht, eine weitere Verringerung Ladekondensator C mit unveränderter Kapazität. der Betriebsdämpfung um einige Prozent zu er-Bei den dargestellten Schaltungsbeispielen sind je- 20 reichen. Dies wird durch zusätzlichen Abgleich in weils die beiden Parallelschwingkreise /I parallel el dem Reaktanznetzwerk erreicht, der eine noch gün- und ZII parallel eil vorgesehen. Es können auch stigere Form der Stromimpulse zustandebringt, hier, entsprechend wie bei den bereits beschriebenen Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zu-Reaktanznetzwerken mit Reihenschwingkreisen, nächst kann ein zusätzlicher Abgleich der Schwingmehr als zwei Parallelschwingkreise vorgesehen sein. 25 kreise bei Erhaltung der Querkapazität vorgenom-Je mehr Schwingkreise vorgesehen sind, desto mehr men werden. Die Querkapazität setzt sich aus den zu nähert sich die Gestalt eines übertragenen Strom- den Kondensatorenöle, A2C, A3 C usw. gehörenimpulses einem Rechteck. Wie bereits erwähnt, ge- den Teilkapazitäten zusammen oder besteht aus der hört der ursprüngliche Ladekondensator C ebenfalls Kapazität des Kondensators C. Für den Abgleich zu diesem impulsformenden Netzwerk. Dieses ent- 30 sind die jenseits des Kontaktes, z. B. in den Zeichhält daher auch die Querkapazität des Ursprung- nungen links des Kontaktes k 1, abgehenden Leilichen Tiefpasses. Durch die Einbeziehung dieser tungsadern durch den Wellenwiderstand der Leitung Querkapazität zum impulsformenden Netzwerk wird zu ersetzen. An Stelle der in Fig. 2 und 3 vom eine Verschmelzung zwischen dem ursprünglichen Multiplexpunkt Mt nach links wegführenden Lei-Tiefpaß mit dem impulsformenden Netzwerk erzielt, 35 tungsadern und der dort angeschlossenen Reaktanbei der die früheren für seine Wirkung maßgeben- zen ist also ein Abschlußwiderstand vorzusehen, der den Eigenschaften des Tiefpasses erhalten bleiben. dem Wellenwiderstand der Leitung entspricht und
Parallelschwingkreisen und einer Spule I, die dem Es ist nun möglich ohne Vermehrung der Schalt-Kontakt eines Schalters vorgeschaltet sind, sowie mittel, aus denen das verwendete impulsformende aus dem im Querzweig liegenden ursprünglichen Reaktanznetzwerk besteht, eine weitere Verringerung Ladekondensator C mit unveränderter Kapazität. der Betriebsdämpfung um einige Prozent zu er-Bei den dargestellten Schaltungsbeispielen sind je- 20 reichen. Dies wird durch zusätzlichen Abgleich in weils die beiden Parallelschwingkreise /I parallel el dem Reaktanznetzwerk erreicht, der eine noch gün- und ZII parallel eil vorgesehen. Es können auch stigere Form der Stromimpulse zustandebringt, hier, entsprechend wie bei den bereits beschriebenen Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zu-Reaktanznetzwerken mit Reihenschwingkreisen, nächst kann ein zusätzlicher Abgleich der Schwingmehr als zwei Parallelschwingkreise vorgesehen sein. 25 kreise bei Erhaltung der Querkapazität vorgenom-Je mehr Schwingkreise vorgesehen sind, desto mehr men werden. Die Querkapazität setzt sich aus den zu nähert sich die Gestalt eines übertragenen Strom- den Kondensatorenöle, A2C, A3 C usw. gehörenimpulses einem Rechteck. Wie bereits erwähnt, ge- den Teilkapazitäten zusammen oder besteht aus der hört der ursprüngliche Ladekondensator C ebenfalls Kapazität des Kondensators C. Für den Abgleich zu diesem impulsformenden Netzwerk. Dieses ent- 30 sind die jenseits des Kontaktes, z. B. in den Zeichhält daher auch die Querkapazität des Ursprung- nungen links des Kontaktes k 1, abgehenden Leilichen Tiefpasses. Durch die Einbeziehung dieser tungsadern durch den Wellenwiderstand der Leitung Querkapazität zum impulsformenden Netzwerk wird zu ersetzen. An Stelle der in Fig. 2 und 3 vom eine Verschmelzung zwischen dem ursprünglichen Multiplexpunkt Mt nach links wegführenden Lei-Tiefpaß mit dem impulsformenden Netzwerk erzielt, 35 tungsadern und der dort angeschlossenen Reaktanbei der die früheren für seine Wirkung maßgeben- zen ist also ein Abschlußwiderstand vorzusehen, der den Eigenschaften des Tiefpasses erhalten bleiben. dem Wellenwiderstand der Leitung entspricht und
In F i g. 5 und 6 sind die beiden bisher beschrie- der die beiden Leitungsadern verbindet. Hierzu ist
benen impulsformenden Reaktanznetzwerke einan- ein ohmscher Widerstand zu verwenden. Nach dem
der gegenübergestellt. Sie können als zwischen den 40 Abgleich ist der frühere Zustand wiederherzustellen,
Klemmen Xl und X2 liegende Zweipole aufgefaßt um die Anordnung in Betrieb nehmen zu können,
werden. Die Dimensionierung der in F i g. 5 gezeig- Der Abgleich selber ist in der Weise vorzunehmen,
ten, aus Reihenschwingkreisen bestehenden Reak- daß als Kriterium der bei der Entladung des Ladetanznetzwerke
ist bereits angegeben worden. Das in kondensators C in F i g. 3 bzw. der gleich hoch auf-F
ig. 6 gezeigte Reaktanznetzwerk kann z.B. als 45 geladenen Ladekondensatoren A1C, AlC, A3 C
äquivalentes Netzwerk zu dem in F i g. 5 gezeigten über in F i g. 2 über den Abschlußwiderstand auf-Reaktanznetzwerk
berechnet werden. Dies kann tretende EnÜadungsvorgang verwendet wird. Der
nach dem bekannten Reaktanztheorem von Foster Kontakt kl ist dabei jeweils so lange zu schließen,
erfolgen. Dieses Berechnungsverfahren ist z. B. in bis der EnÜadungsvorgang abgeklungen ist, also
dem Buch »Pulse Generators« von Glasoe und 5° langer als für die sonst vorgesehene Schließungs-Lebacqz,
1948, auf Seite 193 und 194 be- zeit t. Dieser Entladungsvorgang ist in Fig. 8 durch
schrieben. die gestrichelte Kurve dargestellt. Im Vergleich zu
Es seien noch die Ergebnisse eines Berechnungs- einem zur Schließungszeit t gehörenden Rechteckbeispieles
angegeben, nach dem eine Schaltung ge- Näherungsimpuls, wie er in F i g. 7 als gestrichelte
maß F i g. 5, welche die beiden Reihenschwingkreise 55 Kurve dargestellt ist, hat der EnÜadungsvorgang
11 — AlC und 12 — A2C aufweist, in eine Schal- einen Ausschwingvorgang, der aber erst nach Ablauf
tung gemäß F i g. 6 umgewandelt wurde, welche der Schließungszeit t einsetzt. Die Form des Entdementsprechend
den KondensatorC, die Spule/ ladungsvorgangs läßt sich durch den angegebenen
und den Parallelschwingkreis ZI parallel el aufweist. Abgleich so verändern, daß der Ausschwingungsvor-Aus
den Schaltelementen 11 — 5,4 μΗ, AlC = 4,5 nF, 60 gang verkleinert wird. Die sich beispielsweise dabei
Ζ2 = 5,4μΗ, J2C = 0,5nF, d.h. bei AlC-r A2C ergebende Form des Entladungsvorganges ist als
= 5nF, ergeben sich die Schaltelemente Z = 2,7μΗ, punktierte Kurve in Fig. 8 gezeigt. Betreibt man
ZI= 1,14μΗ, el = 3Fn und C = 5nF, d.h AlC den Schalter nach dem Abgleich wieder in der ur-
-*-J2C = C. sprünglich vorgesehenen Weise, so zeigt es sich
In Fig. 7 ist ein Beispiel für die Auswirkung des 65 dann, daß sich die Betriebsdämpfung verringert hat.
Ersatzes der Längsinduktivität durch eine Anord- Außerdem kann ein zusätzlicher Abgleich auch in
nung gemäß der Erfindung dargestellt. Zum Vergleich der Weise vorgenommen werden, daß zur Hervorist
der Verlauf eines Stromimpulses bei der Entla- hebung der Oberschwingungen beim Stromimpuls
gemäß F i g. 7 ein Abgleich der Teilkapazitäten, also der Kapazitäten JlC, AlC, J3C usw. der Reihenschwingkreise
gemäß F i g. 2 vorgenommen wird, und zwar derart, daß sich die Summe der Teilkapazitäten
und die Periode der Resonanzschwingungen der die Teilkapazitäten aufweisenden Reihenschwingkreise
nicht verändern. Dieser Abgleich verändert das -Verhältnis in den einzelnen Reihenschwingkreisen.
Wird das -= -Verhältnis bei den
die Oberschwingungen beeinflussenden Reihenschwingkreisen größer, so werden diese Oberschwingungen
mehr hervorgehoben. Es läßt sich dadurch der quadratische Mittelwert des Stromes
P-dt
während der Dauer t eines Stromimpulses verkleinern. Eine sich beispielsweise ergebende Kurvenform
für den Stromimpuls nach diesem Abgleich ist in F i g. 9 an Hand der punktierten Kurve gezeigt.
Die Flächen unter der punktierten Kurve und der gestrichelten Kurve sind gleich. Die Größe dieser
Flächen wird also durch den Abgleich nicht beeinflußt. Mit der Vergrößerung des quadratischen
Mittelwertes ist nun zugleich eine Herabsetzung der Betriebsdämpfung verbunden. Ein derartig abgeglichenes
Reaktanznetzwerk läßt sich auch nach dem Reaktanztheorem nach Foster in ein Reaktanznetzwerk
mit Parallelschwingkreisen gemäß F i g. 6 umwandeln.
Bei der in F i g. 3 gezeigten Anordnung sind den Kontakten k 1 und kl jeweils Reihenschaltungen
aus Parallelschwingkreisen und Spulen vorgeschaltet. Die Reihenfolge der Teile dieser Reihenschaltungen
ist jeweils beliebig. Unter bestimmten Voraussetzungen können die zu zwei Schaltern gehörenden Reihenschaltungen
miteinander zu einer resultierenden Reihenschaltung vereinigt und außerdem zentralisiert
werden, so daß bei weiteren mit ihnen zusammenarbeitenden Schaltern die Reihenschaltungen
eingespart werden können. Dies ist der Fall, wenn der Nachrichtenaustausch anstatt über einen Multiplexpunkt,
wie in den Schaltungsanordnungen gemäß Fig. 1 bis 3 dargestellt ist,nunmehr über eineMultiplexleitung
geführt wird, in deren Leitungszug die resultierende Reihenschaltung eingeschleift ist. Die
hierbei vorliegenden Verhältnisse werden an Hand von F i g. 4 erläutert. Es sind hier zwei Gruppen von
Schaltern angedeutet. Zur ersten Gruppe gehört der Schalter mit dem Kontakt k 1, der bei dem Vielfachschaltungszeichen
ν 1 an die Multiplexleitung Mg angeschlossen ist. Wie durch das Vielfachschaltungszeichen
ν 1 angedeutet ist, sind dort noch andere Schalter angeschlossen. In entsprechender Weise
sind an die Multiplexleitung Mg bei dem Vielfachschaltungszeichen ν 2 mehrere weitere Schalter angeschlossen,
die die zweite Gruppe von Schaltern bilden. Zu ihnen gehört der Schalter mit dem Kontakt
k 1. Der Nachrichtenaustausch muß hier stets über die Multiplexleitung Mg geführt werden, d. h.,
am Schalter derselben Gruppe angeschlossene Teilnehmer können untereinander keinen Nachrichtenaustausch
durchführen, sondern es kann ein Nachrichtenaustausch lediglich zwischen jeweils einem
Teilnehmer der einen Gruppe und einem Teilnehmer der anderen Gruppe durchgeführt werden. Unter
dieser Voraussetzung ist es jedoch möglich, die in Reihe mit den Kontakten k 1 und k 2 liegenden
Schaltelemente, über die der Stromimpuls zu fließen hat, der die Übertragung von Ladungen zwischen
den Ladekondensatoren zu bewirken hat, zu einem resultierenden Zweipol zusammenzufassen und in
die Multiplexleitung Mg einzufügen. Dieser liegt dann zwischen den übrigen Teilen K, H und C der
beiden Reaktanznetzwerke, wenn die Kontakte k 1 und kl für die Übertragung geschlossen sind, und
bildet mit diesen zusammen ein Netzwerk mit der gleichen Wirkung wie bei der ursprünglichen Schaltungsanordnung.
Wegen der Symmetrie der Schaltung ist dies auch der Fall, wenn an Stelle der Kontakte
kl und kl die Kontakte von je einem anderen Schalter der einen und der anderen Gruppe von
Schaltern geschlossen sind. Der in die Multiplexleitung Mg eingefügte Zweipol ersetzt also die
Parallelschwingkreise und die zu den Kontakten führenden Spulen aller Reaktanznetzwerke.
In Fig. 4 ist noch angegeben, wie groß die Schaltelemente des resultierenden Zweipols sind.
Er besteht aus der Spule 21, deren Induktivität doppelt so groß ist wie die der Spule/ in Fig. 3, aus
dem Parallelschwingkreis mit der Spule 2/1, deren Induktivität doppelt so groß ist wie die der Spule /I
in Fig. 3, und dem Kondensator -j-cl, dessen Kapazität
halb so groß ist wie die des Kondensators el in Fig. 3. Ferner ist noch der Parallelschwingkreis
mit der Spule 2/II, deren Induktivität doppelt so groß ist wie die der Spule/II in Fig. 3, und dem
Kondensator -eil, dessen Kapazität halb so groß ist
wie die des Kondensators eil in Fig. 3. Die Größen dieser Schaltelemente ergeben sich in elementarer
Weise.
Es sei noch erwähnt, daß die jeweils verwendeten impulsformenden Reaktanznetzwerke oder Teile
derselben außer in der bereits beschriebenen Weise auch in anderer Weise im Rahmen der Erfindung
durch äquivalente Netzwerke ersetzt werden können.
Claims (7)
1. Schaltungsanordnung zur impulsweisen Energieübertragung zwischen zwei Leitungsabschnitten
über mindestens einen periodisch betätigbaren Kontakt mit vorgeschaltetem Tiefpaß,
dessen Grenzfrequenz kleiner ist als die halbe Betätigungsfrequenz des Kontaktes und dem ein
die während der Betätigungsdauer des Kontaktes zu übertragende Energie speicherndes, Querkapazität
und Längsinduktivität enthaltendes Reaktanznetzwerk nachgeschaltet ist, in elektrischen
Anlagen, insbesondere in Zeitmultiplex-Fernsprechvermittlungsanlagen, dadurch gekennzeichnet,
daß das Reaktanznetzwerk (L, C in Fig. 1) unter Beibehaltung der Größe der Querkapazität (C) so impulsformend ausgebildet
ist, daß die Energieübertragung jeweils in Form eines nahezu rechteckförmigen Impulses
erfolgt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das impulsformende
Reaktanznetzwerk aus einzelnen quer zu dem betreffenden Leitungsabschnitt liegenden unter-
409 769/97
schiedlichen Reihenschwingkreisen (/1- JlC;
12—J2C; 13—3C) besteht, deren Resonanzschwingungen
jeweils eine Periodendauer haben, die doppelt so lang ist wie jeweils ein ungeradzahliger
Bruchteil ( , γ, - j der Betätigungsdauer des Kontaktes, und daß die Querkapazität (C)
in Fig. 1 auf die Kondensatoren dieser Reihenschwingkreise in der Weise verteilt ist, daß die
sich ergebenden Teilkapazitäten (JlC, J 2 C; ίο
J 3 C) sich zueinander wie die Quadrate der Periodendauer der Resonanzschwingungen der zugehörigen
Reihenschwingkreise verhalten (F i g. 2 und 5).
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das impulsformende
Reaktanznetzwerk aus dem die ursprüngliche Querkapazität (C in Fi g. 1) aufweisenden, im
Querzweig liegenden Kondensator und aus im Längszweig liegenden Parallelschwingkreisen
(/I parallel el; ZII parallel eil) und einer damit
in Reihe liegenden Spule (Z) besteht (F i g. 3 und 6).
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das impulsformende
Reaktanznetzwerk als äquivalentes Netzwerk zum impulsformenden Reaktanznetzwerk gemäß Anspruch 2 nach dem Reaktanztheorem
von Foster dimensioniert ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der An-Sprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
ein zusätzlicher Abgleich der Schwingkreise unter Beibehaltung der Größe der Querkapazität
vorgenommen ist, bei dem die jenseits des Kontaktes (kl bzw. k2) abgehenden Leitungsadern
ohmisch durch den Wellenwiderstand der Leitung ersetzt sind und durch den der bei Entladung
der gleich hoch aufgeladenen Ladekondensatoren auftretende Entladungsvorgang, der
im Vergleich zu einem entsprechenden Rechteck-Näherungsimpuls einen Ausschwingvorgang aufweist,
so verändert ist, daß der Ausschwingvorgang verkleinert ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Hervorhebung der Oberschwingungen beim Stromimpuls ein zusätzlicher Abgleich der Teilkapazitäten (J IC; J 2C; J2C)
der Reihenschwingkreise (It —JlC; 12— IC;
13 —A 3 C) ohne Veränderung der Summe der
Teilkapazitäten und bei Erhaltung der Periodendauer der Resonanzschwingungen der die
Teilkapazitäten aufweisenden Reihenschwingkreise vorgenommen ist, wodurch der quadratische
Mittelwert des Stromes während der Dauer eines Stromimpulses verkleinert wird (Fig. 2).
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 in Verbindung mit Anspruch 3, bei der jeder Leitungsabschnitt
einen eigenen Kontakt aufweist und bei der die Leitungsabschnitte zweier Gruppen
über eine Multiplexleitung verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Parallelschwingkreise
(ZI parallel el; ZII parallelen)
und die in Reihe dazu liegenden Spulen (Z) der Reaktanznetzwerke beider Gruppen zu einem resultierenden
Reaktanznetzwerk (2ZI parallel _ el;
2ZII parallel - c II) zusammengefaßt und in die
Multiplexleitung (Mg) eingefügt sind (F i g. 4).
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
jeweils verwendeten impulsformenden Reaktanznetzwerke oder Teile derselben durch äquivalente
Netzwerke ersetzt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1061 844,
1084329, 1087176, 1114228, 1118283, 1135972; USA.-Patentschrift Nr. 2 718 621;
1084329, 1087176, 1114228, 1118283, 1135972; USA.-Patentschrift Nr. 2 718 621;
»The Proceedings of the Institution of Electrical Engineers«, Part B, Vol. 105 (1958), Nr. 23, S. 449
bis 462;
»Frequenz«, Bd. 15 (1961), Nr. 5 (Mai), S. 141 bis 155;
»Einführung in die Fernsprechtechnik — Ortsämter mit Wählerbetrieb«, (Kleine Fachbuchreihe
für den Post- und Fernmeldedienst) von R. Krause,
2. Auflage (1952), S. 47;
»Lexikon der Hochfrequenz-, Nachrichten- und Elektrotechnik« von C. Rint, Bd. III (1959), S. 63I5
und Bd. IV, S. 65;
»Taschenbuch für Fernmeldetechniker« von H.W. Götsch, 7. Auflage, 1938, S. 101;
»Pulse Generators« von Gl as ο e und Lebacqz,
1948, S. 193/194 und 307/308.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 769/97 1.65 ® Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
| NL273561D NL273561A (de) | 1961-01-20 | ||
| DES72142A DE1185667B (de) | 1961-01-20 | 1961-01-20 | Schaltungsanordnung zur impulsweisen Energieuebertragung in elektrischen Anlagen, insbesondere in Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen |
| CH1272161A CH433439A (de) | 1961-01-20 | 1961-11-02 | Schalter für elektrische Anlagen, insbesondere für Zeitmultiplexvermittlungsanlagen |
| US160088A US3259694A (en) | 1961-01-20 | 1961-12-18 | Resonant transfer switch circuit for time multiplex communication systems |
| SE13156/61A SE316512B (de) | 1961-01-20 | 1961-12-29 | |
| GB2734/62A GB969252A (en) | 1961-01-20 | 1962-01-18 | Improvements in or relating to time-division multiplex switching arrangements |
| BE612850A BE612850A (fr) | 1961-01-20 | 1962-01-19 | Commutateur pour systèmes de communication multiplex dans le temps |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES72142A DE1185667B (de) | 1961-01-20 | 1961-01-20 | Schaltungsanordnung zur impulsweisen Energieuebertragung in elektrischen Anlagen, insbesondere in Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1185667B true DE1185667B (de) | 1965-01-21 |
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ID=7502990
Family Applications (1)
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| GB (1) | GB969252A (de) |
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Also Published As
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