DE1183954B - Verfahren zur Einstellung von Orthogonal-Entzerrern zur Daempfungs- und Laufzeitentzerrung, insbesondere von Cosinus-Entzerrern, fuer Vielkanal-Traegerfrequenz-UEbertragungssysteme - Google Patents
Verfahren zur Einstellung von Orthogonal-Entzerrern zur Daempfungs- und Laufzeitentzerrung, insbesondere von Cosinus-Entzerrern, fuer Vielkanal-Traegerfrequenz-UEbertragungssystemeInfo
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Description
- Verfahren zur Einstellung von Orthogonal-Entzerrern zur Dämpfungs- und Laufzeitentzerrung, insbesondere von Cosinus-Entzerrern, für Vielkanal-Trägerfrequenz-Übertragungssysteme Zusatz zum Patent: 1143 236 Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Einstellung von Orthogonal-Entzerrern zur Dämpfungs-und Laufzeitentzerrung, insbesondere von Cosinus-Entzerrern, für Vielkanal-Trägerfrequenz-Gbertragungssysteme, bei dem die Gewinnung des Einstellkriteriums durch Übertragung ständig gesendeter Pilotspannungen erfolgt, deren Frequenzen über den Frequenzbereich des Übertragungssystems verteilt sind und deren empfangsseitige Pegel ausgewertet und zur Einstellung der Orthogonal-Entzerrer benutzt werden. Die Einstellung der einzelnen Entzerrerglieder wird dabei nacheinander automatisch schrittweise, von einem Taktgeber gesteuert durchgeführt, derart, daß nach dem ersten Regelschritt automatisch geprüft wird, ob dieser Schritt zu einer Verminderung oder Vergrößerung der Verzerrung geführt hat und daß gegebenenfalls bei Größerwerden der Verzerrung die Richtung der Regelung automatisch umgekehrt wird, so daß vom zweiten Regelschritt an eine fortlaufende Verkleinerung der Verzerrung erreicht wird bis zu einer Mindestregelabweichung, wonach dann die Umschaltung auf das nächste Entzerrerglied ebenfalls automatisch erfolgt.
- Im Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes werden die einzelnen Pilotspannungen empfangsseitig jeweils über ein Filter ausgesiebt und einem Kettenschalter zugeführt, der die Pilotspannungen nacheinander von der tiefsten zur höchsten Frequenz und umgekehrt im Rhythmus einer niederfrequenten Wiederholungsfrequenz (z. B. 400 Hz) periodisch auf einen gemeinsamen Hochfrequenzverstärker mit nachgeschaltetem Gleichrichter schaltet. Die Zeitkonstante der Gleichrichtung ist so gewählt, daß am Ausgang des Gleichrichters die niederfrequente Hüllkurve der getasteten Pilotspannungen, d. h. die Wiederholungsfrequenz und deren Oberwellen, erscheint, die einen zeitlich periodischen Spannungsverlauf darstellt, der den zu entzerrenden Dämpfungsverlauf der übertragungsstrecke nachbildet und dessen Spektralamplituden den Amplituden einer Reihe von Orthogonalfunktionen, insbesondere einer Cosinusreihe, entsprechen. Diese niederfrequente Spannung wird auf die Eingänge von sechs Bandpaßfiltern gegeben, die die ersten sechs Komponenten des Niederfrequenzspektrums aussieben. Die ausgesiebten Niederfrequenzkomponenten werden über einen impulsgesteuerten Ringschalter nacheinander auf einen gemeinsamen Niederfrequenzverstärker mit nachgeschaltetem Gleichrichter gegeben.
- Um ein Kriterium für die Richtung der Regelschritte zu erhalten, wird die gleichgerichtete Niederfrequenzspannung einem Differenzierglied zugeführt, das die Amplitudenänderungen der Niederfrequenzspannung, d. h. die Sprünge der Gleichspannung, in Spannungsimpulse umformt, die je nach der Polarität der Gleichspannungssprünge entweder positiv oder negativ werden. Diese Impulse werden direkt einem Schmitt-Trigger zugeführt, der nur auf positive, nicht aber auf negative Impulse anspricht und beim Ansprechen über eine bistabile Kippschaltung die Richtung der Regelung dadurch umsteuert, daß die Diodentore der Einstellvorrichtungen für die einzelnen Entzerrerglieder eine andere Vorspannung erhalten.
- Diese direkte Ansteuerung des Schmitt-Triggers durch die vom Differenzierglied kommenden Impulse ist unzweckmäßig, da bei sehr kleinen Regelschritten auch nur sehr kleine Impulse erzeugt werden und die Dimensionierung eines Schmitt-Triggers, der auf sehr kleine Impulse einwandfrei anspricht, schwierig und aufwendig ist. Deshalb wurde bereits vorgeschlagen, statt eines einfachen Differenziergliedes einen transistorisierten Impulsverstärker zu verwenden, dessen Eingang durch ein Differenzierglied gebildet wird und der eine Kollektoreingangsstufe und mindestens eine Emitterstufe enthält, die im AB-Betrieb arbeitet (deutsche Auslegeschrift 1158 573). Dieses Verfahren hat folgende Nachteile: 1. Es können wegen der im AB-Betrieb arbeitenden Stufe des Impulsverstärkers nur Impulse einer Polarität verstärkt werden.
- 2. Da zwischen die einzelnen Stufen des Impulsverstärkers kein Koppelkondensator eingeschaltet werden darf, weil dadurch nämlich die Impulse »gemittelt«, d. h. in Richtung zum Arbeitspunkt verschoben werden würden und somit das Richtungskriterium verlorengehen würde, wird die Temperaturstabilisation schwierig und muß durch NTC-Netzwerke vorgenommen werden, welche bei jedem Verstärker neu abgeglichen werden müssen.
- 3. Die Streuung der Kenndaten der Transistoren macht sich durch die Art des Verstärkeraufbaues sehr stark bemerkbar, so daß bei jedem Verstärker eine Arbeitspunkteinstellung erfolgen muß.
- Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß statt eines einfachen Differenziergliedes ein Impulsverstärker verwendet wird, der aus zwei Transistoren mit einem gemeinsamen Emitterwiderstand nach Art eines Differenzverstärkers mit einem Differenzierglied im Eingang aufgebaut ist und der einen nur auf Verstärkereingangsimpulse einer bestimmten Polarität ansprechenden, die Umsteuerung der Regelrichtung bewirkenden Schmitt-Trigger und gegebenenfalls einen weiteren, nur auf Verstärkereingangsimpulse entgegengesetzter Polarität ansprechenden, zur Kontrolle der Regelung dienenden Schmitt-Trigger steuert.
- Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in der Figur dargestellten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäß verwendeten Impulsverstärkers in Verbindung mit zwei Schmitt-Triggern als Impulsformer näher erläutert.
- Die bei Regelschritten auftretenden Sprünge der gleichgerichteten Ausgangsspannung des Niederfrequenzverstärkers gelangen an die Eingangsklemme El des nach Art eines Transistor-Differenzverstärkers aufgebauten Impulsverstärkers JV. Das Differenzierglied, bestehend aus der Kapazität C1 und dem Eingangswiderstand des Impulsverstärkers, wandelt die Spannungssprünge in positive oder negative Impulse um, je nachdem, ob durch den Spannungssprung die Spannung an der Eingangsklemme El größer oder kleiner geworden ist. An der Ausgangsklemme A 1 treten die verstärkten Impulse auf, welche den beiden transistorisierten Schmitt-Triggern ST, und ST2 zugeleitet werden. Der gemeinsame Emitterwiderstand R4 bewirkt, daß die Summe der Kollektorströme der Transistoren Tsl und Ts. des Impulsverstärkers gleichbleibt, wodurch ein gutes Temperaturverhalten erzielt wird. Der Kondensator C2 dient zur Ableitung von im Verhältnis zu den Nutzimpulsen hochfrequenten Brummspannungen nach Masse. R1 und R2 bilden die über die Betriebsspannung UB geschalteten Basisspannungsteilerwiderstände für den Transistor Tsl und R5 und R7 die Basisspannungsteilerwiderstände für TsZ, während R3 und R6 die Kollektorwiderstände darstellen. An die Ausgangsklemme A1 des Impulsverstärkers ist sowohl der Schmitt-Trigger ST1 mit den Widerständen R8 ... R14 und den Transistoren Tsq und Ts4 als auch der Schmitt-Trigger ST2 mit den Widerständen Rls . . . R21 und den Transistoren Tss und Tse angeschlossen, und zwar über eine gemeinsame, in Sperrichtung geschaltete Zener-Diode Dl, die die an die Schmitt-Trigger gelangende Gleichspannung herabsetzt, damit die Schwellwerte der Schmitt-Trigger nicht höher als zur Impulsauswertung gelegt zu werden brauchen. Der Spannungsteilerwiderstand R9 des Schmitt-Triggers St, ist so dimensioniert, daß dieser Trigger nur auf positive Impulse anspricht. Der Spannungsteilerwiderstand R13 des Schmitt-Triggers ST, ist dagegen so bemessen, daß dieser Trigger nur auf negative Impulse anspricht. An der Ausgangsklemme A2 des Triggers ST, treten Rechteckimpulse einer bestimmten Polarität auf, welche zur Umschaltung der Regelrichtung benutzt werden. An der Ausgangsklemme As des Triggers ST, treten Rechteckimpulse entgegengesetzter Polarität auf, welche zur Kontrolle, ob die Regelung richtig erfolgt, ausgewertet werden.
- Die Schmitt-Trigger ST, und ST2 können auch an den Kollektoranschluß des Transistors Tsl angeschaltet werden.
- Die beiden Schmitt-Trigger, insbesondere ihre Widerstände R9 und R13, können gleich dimensioniert werden, wenn ein Trigger an den Kollektoranschluß des Transistors Tsl, der andere an den Kollektoranschluß des Transistors Ts2 angeschaltet wird. Dabei ist dann aber je eine Diode Dl erforderlich.
Claims (1)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Einstellung von Orthogonal-Entzerrern zur Dämpfungs- und Laufzeitentzerrung, insbesondere von Cosinus-Entzerrern, für Vielkanal -Trägerfrequenz - Übertragungssysteme, bei dem die Gewinnung des Einstellkriteriums durch Übertragung ständig gesendeter Pilotspannungen erfolgt, deren Frequenzen über den Frequenzbereich des Übertragungssystems verteilt sind und deren empfangsseitige Pegel ausgewertet und zur nacheinander erfolgenden, automatischen schrittweisen Einstellung der einzelnen Entzerrerglieder benutzt werden, derart, daß nach dem ersten Regelschritt automatisch geprüft wird, ob dieser Schritt zu einer Verminderung oder Vergrößerung der Verzerrung geführt hat und daß bei größer gewordener Verzerrung die Richtung der Regelung automatisch umgekehrt wird, wobei das Kriterium für die Richtung eines Regelschrittes durch ein Differenzierglied erhalten wird, nach Anspruch 6 des Patentes 1143236, dadurch gekennzeichnet, daß statt eines einfachen Differenziergliedes ein Impulsverstärker (JV) verwendet wird, der aus zwei Transistoren (Tsl, Ts2) mit einem gemeinsamen Emitterwiderstand (R4) nach Art eines Differenzverstärkers mit einem Differenzierglied im Eingang aufgebaut ist und der einen nur auf Verstärkereingangsimpulse einer bestimmten Polarität ansprechenden, die Umsteuerung der Regelrichtung bewirkenden Schmitt-Trigger (STl) und gegebenenfalls einen weiteren, nur auf Verstärkereingangsimpulse entgegengesetzter Polarität ansprechenden, zur Kontrolle der Regelung dienenden Schmitt-Trigger (ST.) steuert. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schmitt-Trigger (STl, ST.) über eine in Sperrichtung betriebene Zener-Diode (D1) gemeinsam an einen der beiden Kollektoranschlüsse des Impulsverstärkers (JV) angeschaltet sind. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schmitt-Trigger jeweils über eine in Sperrichtung betriebene Zener - Diode an verschiedene Kollektoranschlüsse des Impulsverstärkers angeschaltet sind.
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1966
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