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DE1183876B - Ringwalzwerk - Google Patents

Ringwalzwerk

Info

Publication number
DE1183876B
DE1183876B DEA31577A DEA0031577A DE1183876B DE 1183876 B DE1183876 B DE 1183876B DE A31577 A DEA31577 A DE A31577A DE A0031577 A DEA0031577 A DE A0031577A DE 1183876 B DE1183876 B DE 1183876B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rollers
workpiece
rolling mill
ring
roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA31577A
Other languages
English (en)
Inventor
Norman Coupe Ashton
Cecil Vincent Wilson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
N C ASHTON DEVELOPMENTS Ltd
Original Assignee
N C ASHTON DEVELOPMENTS Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by N C ASHTON DEVELOPMENTS Ltd filed Critical N C ASHTON DEVELOPMENTS Ltd
Publication of DE1183876B publication Critical patent/DE1183876B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H1/00Making articles shaped as bodies of revolution
    • B21H1/06Making articles shaped as bodies of revolution rings of restricted axial length

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Reduction Rolling/Reduction Stand/Operation Of Reduction Machine (AREA)

Description

  • Ringwalzwerk Ein Ringwalzwerk dient zur Herstellung von ringförmigen oder zylindrischen Werkstücken aus ringförmigen Rohlingen, die etwa die gleiche axiale Länge, aber größere Dicke und geringeren Durchmesser als die gewünschten Abmessungen des Endproduktes haben. Es umfaßt im allgemeinen einen Tisch zur Aufnahme des Rohlings während des Walzens, eine auf einer vertikalen Achse auf dem Tisch gelagerte angetriebene Walze und eine Druckwalze, die um eine vertikale Achse frei drehbar ist und von einem in Horizontalrichtung relativ zu der getriebenen Walze beweglichen Glied getragen wird, wobei die Druckwalze gegen die getriebene Walze gedrückt wird. Im Betrieb wird ein erhitzter ringförmiger Rohling über die eine Walze gestülpt und dann die .Druckwalze gegen die Stützwalze bewegt, die zur allmählichen Reduktion der radialen Dicke des Rohlings und zur gleichzeitigen Durchmessererhöhung dient.
  • Ein Nachteil des beschriebenen Ringwalzwerkes liegt darin, daß auf ihm hergestellte ringförmige oder zylindrische Werkstücke im allgemeinen von der wahren Kreisform so stark abweichen, daß ein erhebliches Abrichten und/oder spanabhebendes Bearbeiten vor der Verwendung erforderlich ist. Solche Ringe, die stark abgerichtet oder zentriert wurden, neigen zu Verformungen, wenn sie anschließend abwechselnden Erwärmungen oder Abkühlungen ausgesetzt sind, wie es z. B. bei Ringen in Gasturbinen vorkommt.
  • Man hat ein derartiges Ringwalzwerk auch schon mit Führungswalzen ausgestattet, die den Ring an gegenüberliegenden Seiten berühren sollen. Da aber der Durchmesser des Ringes während des Walzens dauernd zunimmt, müssen diese Führungswalzen im Verlauf des Walzvorgangs stetig nachgestellt werden. Diese Nachstellung geschieht von Hand oder mittels eines nockengesteuerten oder hydraulisch betätigten Steuergetriebes. Sie ist jedoch umständlich, häufig auch ungenau und ergibt im allgemeinen keine Ringe mit ausreichender Kreisgestalt.
  • Eine weitere bekannte Ausbildung eines solchen Ringwalzwerkes mit einer ortsfest gelagerten, innen am Ringwerkstück angreifenden Stätzwalze und einer verstellbaren, außen angreifenden Druckwalze besteht darin, die Achse der Druckwalze in die gemeinsame Ebene der Stützwalze und des Ringwerkstückes zu legen und mit zwei an der Außenfläche des Ringwerkstückes anliegenden Führungswalzen von verschiedenem Durchmesser und mit konischen, in verschiedenen Ebenen liegenden Randwalzen zu versehen. Bei diesem bekannten Ringwalzwerk greift jede der beiden Führungsrollen an einem Punkt des Werkstückumfanges an, dessen rechtwinkliege Projektion auf die Achsenebene der Walzen zwischen den Berührungsstellen beider Walzen am Werkstück und im Bereich der Berührungsstelle der Stützwalze liegt. Mit diesem Ringwalzwerk können auch Rohringwerkstücke verarbeitet werden, deren Dicke größer als deren Breite: ist, da eine Verformung derselben, z. B. ein; Abweichen von der Kreisform, verhindert wird, denn die Werkstücke werden von den konischen Walzen in ihrer Lage gehalten, jedoch wird der Ring während der Formung und der damit verbundenen Vergrößerung seines Durchmessers etwas über die Ausgangsebene gehoben, damit er nicht zu kräftig gegen die konischen Walzen gestoßen wird. Diese Walzenanordnung muß aber für jede Ringwerkstückdimension besonders eingestellt werden, da sich mit jeder veränderten Werkstückgröße bzw. -dicke auch die Vergrößerung von dessen Durchmesser während der Formung ändert und auch eine unterschiedliche Hebung des Werkstückes aus der Ebene seiner Ausgangslage mittels der Walzen erforderlich wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bzw. die Führungsglieder oder -walzen so anzuordnen, daß diese während des ganzen Walzvorganges in fester Anstellung verbleiben, wodurch die Herstellung von Ringen wahrer Kreisgestalt während des gesamten Verlaufes des Ringwalzens gewährleistet ist. Es wurde festgestellt, daß bei der Herstellung von Ringen mit wahrer Kreisgestalt im ganzen Verlauf des Ringwalzens zwei Stellen am Umfang des Ringes vorhanden sind, die trotz der Änderungen in der Dicke und im Durchmesser des Ringes bezüglich der Stützwalzenachse fest bleiben. Dies kann mathematisch wie folgt bewiesen werden Der Innenradius eines Ringes sei a und sein Außenradius b. Die Gleichung eines Kreises mit dem Radius a, dessen Mittelpunkt auf der y-Achse liegt und der durch den Mittelpunkt hindurchgeht, lautet: x2+(y+a)2=a2. Hierbei ist y die Ordinate an der Stelle x. Für einen hierzu konzentrischen Kreis mit dem Radius b ist die Gleichung x2+(y+a)2=b2 (1) Nun gilt beim Ringwalzen eines Werkstückes, dessen axiale Länge sich nicht ändert: zb2-za2=A. Hierbei ist A für jeden gegebenen Ring eine Konstante, welche den Flächeninhalt des quer zur Ringachse liegenden, kreisförmigen Ringquerschnittes bedeutet. Es ist also Durch Einsetzen in Gleichung (1) ergibt sich: c x2 + .z (y + a)2 = A + ;z de .
  • Für y = 0, d. h. für die Stelle, wo die Abszisse x eine horizontale Tangente an den kleineren Kreis mit dem Radius a bildet, ergibt dies @cx2+za2=A+7va2, Hiermit ist x durch die Konstante A ausgedrückt, und man sieht, daß x völlig unabhängig von den Radien a und b ist.
  • Anders ausgedrückt heißt dies, daß beim Festhalten eines Punktes auf dem Umfang des inneren Kreises während einer Größenänderung eines Ringes, der die Ringwalzbedingung konstanter axialer Länge erfüllt, der Umfang des äußeren Kreises stets durch diejenigen Punkte auf der Tangente an den festen Punkt hindurchgeht, die von diesem Punkt um die Strecke A entfernt sind. Selbstverständlich sind zwei solche Punkte vorhanden, nämlich einer an jeder Seite des Festpunktes.
  • Das vorgeschlagene Ringwalzwerk erfüllt nun alle notwendigen Bedingungen dieses mathematischen Beweises, da die axiale Länge des Ringes sich nicht ändert und der Punkt, an welchem der Ring die Stützwalze berührt, während des ganzen Walzens frei bleibt, falls die Stützwalze sich um eine feste Walze dreht. Für jeden gegebenen Ring, der dem Ringwalzprozeß unterworfen wird, existieren also zwei Punkte auf seinem Umfang, die ihre Lage relativ zur Achse der Stützwalze nicht ändern. Bei dem Ringwalzwerk mit einer Stütz- und einer Druckwalze, welche die Innenfläche und die Außenfläche des Werkstückes berühren und von denen eine Walze angetrieben ist, und mit einem oder zwei an der Außenfläche des Werkstückes anliegenden Führungsgliedern, von denen das bzw. jedes Führungsglied an einer Stelle des Werkstückumfangs angreift, deren rechtwinklige Projektion auf die die Achsen beider Bearbeitungswalzen enthaltende Ebene zwischen den Berührungsstellen beider Walzen am Werkstück, vorzugsweise im Bereich der Berührungsstelle der ortsfest gelagerten Stützwalze liegt, wobei das bzw. jedes Führungsglied während des ganzen Walzvorganges in fester Anstellung verbleibt, können das oder die Führungsglieder an zwei Punkten auf dem Umfang jedes Rohlings auf mindestens drei verschiedenen Wegen angebracht werden. Diese sind folgende: 1. Es werden zwei Führungsglieder in gleichem Abstand auf beiden Seiten der durch die Achsen der inneren und äußeren Walze gehenden Ebene angebracht. In diesem Falle hat die Berührungsstelle jedes Führungsgliedes mit dem Rohling von dieser Ebene einen Abstand worin A den kreisförmigen Ringquerschnitt des Rohlings bedeutet.
  • 2. Es werden zwei Führungsglieder, je eines auf jeder Seite der durch die Achsen der inneren und äußeren Walze gehenden Ebene, angeordnet, 'die ungleichen Abstand von dieser Ebene haben. , haben jedoch gegenseitig einen Abstand 2 , worin A wieder die Fläche des kreisförmigen Ringquerschnitts des Rohlings bedeutet. Diem Anordnung ist jedoch nicht so gut wie die erste, weil die Vorrichtung asymmetrisch und die- Bd+ lastung der Führungsglieder nicht gleichmäßig ist: 3. Es wird nur ein Führungsglied auf einer Seite der durch die Achsen der inneren und äußeren Walze gehenden Ebene angeordnet, dessen Ab- stand von dieser Ebene gleich ist. Diese An'-ordnung verläßt sich auf die Klemmwirkung der beiden Walzen, um etwaigen Kräften entgegew, zuwirken, welche den Ring von dem Führungsglied wegzudrücken versuchen. Sie ist jedoch gleichfalls nicht so gut wie die erste Anordnung und verspricht nur Erfolg, wenn das Führungsglied an der anlaufenden Seite der beiden Walzen angebracht ist.
  • Der Weg 1 wird bevorzugt, wobei die zwei, zu beiden Seiten der die Achsen der beiden Walzen enthaltenden Ebene angeordneten Führungsglieder den im Walzwerk befindlichen Rohling an Stellen berühren, die in der an der Berührungsstelle des Rohlings mit der Stützwalze an die letztere angelegten Tangentialebene liegen.
  • Die Führungsglieder bestehen vnrztigsweise aua
    Walzen, die in Lagern frei drehbar sind und rdsttiv zur
    Achse der Stützwalze festgestellt wez*n . An
    Stelle von Walzen können auch Stäbe oa. l#. `für
    diesen Zweck dienen. Zur Erzielung extremer Genauigkeit sollten die Führungsglieder Schneidenberü .h rung mit dem Rohling haben, jedoch ist dies im Hin-
    blick auf die Kräfte, denen die Führuu"ieder wütW-
    stehen müssen, unpraktisch. Es wurde gefunden, daß
    eine Rolle mit geringem Durchmeem zu recht guten
    Ergebnissen führt.
    Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun an Hand der Zeichnung beschrieben. Hierin ist F i g. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Walzwerkes, F i g. 2 eine Vorderansicht des Walzwerkes, F i g. 3 eine Teilansicht einiger Walzen im Zusammenwirken mit einem gerade im Walzwerk befindlichen Ring, F i g. 4 eine Seitenansicht der in F i g. 3 gezeigten Walzen ohne den Ring, F i g. 5 ein Wirkschaltbild der hydraulichen Einrichtung und F i g. 6 eine teilweise geschnittene Draufsicht der Befestigungsanordnung für die Steuerwalze.
  • Das erfindungsgemäße Walzwerk hat eine Grundplatte 10 und ein stählernes Gestell 12, an welchem die verschiedenen bewegten Teile befestigt sind. Selbstverständlich kann das Gestell des Walzwerks auch in bekannter Weise aus Gußstücken bestehen.
  • Am rückwärtigen Ende der Einrichtung befindet sich ein Elektromotor 16 auf einer Grundplatte 14, der eine Antriebswelle 18 über einen Riemen 20 und ein Vorgelege 22 antreibt. Das treibende Glied 24 einer Kupplung ist an der Antriebswelle 18 befestigt, während das getriebene Glied 26 dieser Kupplung auf einer koaxial mit der Antriebswelle 18 angeordneten Welle 28 verschiebbar ist. Die Kupplung kann mittels eines Handrades 30 betätigt werden, das eine Schraubenspindel 32 aufweist, deren Mutter 34 am Ende eines Hebels 36 sitzt, der über einen zweiten Hebel 38 mit einem Kniehebel 40 verbunden ist, so daß durch Drehen des Handrades 30 der Kniehebel 40 den getriebenen Teil 26 der Kupplung mit dem treibenden Teil 24 in und außer Eingriff bringt. Die Kupplungsanordnung dient also zur willkürlichen Drehungsübertragung auf die getriebene Welle 28.
  • An ihrer Vorderseite geht die getriebene Welle 28 durch eine Platte 42 hindurch, die an den senkrechten Teilen des Gestells 12 befestigt ist, und trägt eine Stützwalze 44. Diese Stützwalze 44 trägt den Rohling 46, der in F i g. 2 gestrichelt eingezeichnet ist.
  • Oberhalb der Stützwalze ist eine Druckwalze 48 frei drehbar in einem Lager 50 gelagert, das auf einer Führung 52 senkrecht verschiebbar ist. Die 52 befindet sich an einer Platte 54, die am Geste f1 -befestigt ist. Die Druckwalze 48 arbeitet mit der Stützwalze 44 zusammen, und die Achse der Druckwalze befindet sich senkrecht über der Achse der Stützwalze. Zum Heben und Senken des Lagers 50 dient die Kolbenstange 56 eines hydraulichen Motors 58, der von einem Querhaupt 60 getragen wird. Eine Pumpe 62 befindet sich in einem Behälter 64 und wird mittels eines Elektromotors 60 über einen Riemen 68 angetrieben. Diese Pumpe liefert die Druckflüssigkeit für den Zylinder 58 über einen Zweiwegehahn 70.
  • Die hydrauliche Anordnung ist in F i g. 5 dargestellt. Die Druckflüssigkeit von der Pumpe 62 wird über die Leitung 72 in den Zweiwegehahn 70 gedrückt. Wenn dieser Hahn so gestellt ist, daß die Kolbenstange 56 nach unten verschoben wird, so fließt die Druckflüssigkeit durch die Leitung 74 zum oberen Ende des Zylinders 58. Gleichzeitig wird eine Rückleitung über die Leitung 76 vom unteren Ende des Zylinders 58 zum Steuerschieber 70 und von dort eine Leitung 78 zurück zum Behälter 64 geöffnet.
  • Ein Auslösehebel 80 ist auf dem Gestell 12 gelagert und über eine Stange 82 mit einem Auslöseventil 84 verbunden. Die Anordnung ist so getroffen, daß, wenn die Druckwalze auf eine vorbestimmte Stellung ab-, gesenkt wurde, der Auslösehebe180 das Auslöseventil 84 betätigt und eine Rückleitung von der Druckleitung 74 über die Leitung 86 zur Leitung 80 und von dort zum Behälter 64 öffnet. Der Hebel 80 dient also zur Begrenzung der Bewegung der Druckwalze 48 in. Richtung auf die Stützwalze 44. Durch Vierstellen der Verbindung zwischen dem Auslösehebel80 und der Stange 82 (z. B. mittels einer auf dem Hebel 80 befestigten Mutter, die auf einen -entsprechenden Teil der Stange 82 aufgeschraubt ist) ist es also möglich, die Lage zu verändern, in welcher das Auslöseventil 84 geöffnet wird und die Abwärtsbewegung der Druckwalze 48 unterbricht.
  • Wenn die Druckwalze 48 angehoben werden soll, wird der Zweiwegehahn umgelegt, ..und die Druckflüssigkeit geht von der Pumpe 62' Über die Leitung 72, den Hahn 70 und die Leitung 76 zurn unteren Ende des Zylinders 58. Gleichzeitig wird eine Rückleitung über die Leitung 74, den Hahn 70 und die Leitung 78 geöffnet.
  • Beiderseits der Stirnseite des Walzwerks sind Träger 88 und 90 angeordnet, die Steuerwalzenanordnungen tragen, welche einander spiegelbildlich entsprechen. Es braucht also nur eine 'beschrieben zu werden.
  • Eine Steuerwalze 92, die im vorliegenden Falle als gehärtete Stahlwalze von etwa 10 cm Durchmesser ausgebildet ist, ist auf einem Lagerklotz 94 frei drehbar angeordnet, der seinerseits an der Vorderseite des Trägers 88 horizontal verschiebbar ist. Die Vorrichtung zur seitlichen Verschiebung des Trägers 94 entspricht derjenigen für den Reitstock einer Drehbank und besteht aus einer Muffe 96, die in der Längsbohrung eines an dem Träger 88 befestigten Blocks 98 axial verschiebbar ist. Die Muffe 96 weist eine Mutter 100 auf, die auf den mit Gewinde versehenen Teil 102 einer Spindel 104 aufgeschraubt ist, welche ihrerseits eine Scheibe 106 trägt, die entweder mit dem Boden einer Aussenkung 108 im äußeren Ende des Blocks 98 oder mit der Innenseite einer am äußeren Ende des Blocks 96 befestigten Stirnplatte 110 in Berührung steht. Durch Drehen der Spindel 104 in einer Richtung legt sich die Scheibe 106 gegen die Innenseite der Stirnplatte 110, woraufhin bei weiterer Drehung der Spindel die Muffe 96 sich nach innen bewegt. Wenn die Spindel in entgegengesetzter Richtung gedreht wird, legt sich die Scheibe 106 gegen den Boden der Aussenkung 108, und hierauf wird bei weiterer Drehung dei\Spindel die Muffe 96 nach außen bewegt. Die Spindel 104 ist mit einem Handrad 112 versehen, mit dessen Hilfe sie von Hand gedreht werden kann. Am Block 98 ist ein Riegel 113 vorgesehen, der eine nicht dargestellte Klemmvorrichtung für die Muffe 96 in gleicher Weise betätigt, wie es für die an vielen Werkzeugmaschinen, z. B. für die Muffe eines Drehbankreitstocks, vorgesehenen Sperrvorrichtungen bekannt ist.
  • Um die Bewegung des Rollenträgers 94 noch besser beherrschen zu können, ist eine Stirnplatte 114 am Ende des Trägers 94 befestigt und an der Vorderseite des Blocks 98 verschiebbar. Zwei Schrauben 116 und 118 erstrecken sich durch ein Langloch 120 an der Platte 114 und sind in Schraubenlöchern des Blocks 98 befestigt. Durch Lösen der Schrauben 116 und 118 ist es möglich, die Platte 114 relativ zum Block 98 in der erforderlichen Weise zu bewegen, wenn die Muffe 96 mittels des Handrades 112 verstellt wird. Wenn die Muffe 96 mittels des Riegels 113 gesperrt wurde, können die Schrauben 116 und 118 angezogen werden und drücken die Platte 114 fest gegen den Block 98. Der Träger 88 kann mit Markierungen und einem entsprechenden Zeiger am Block 98 versehen sein. Dies erleichtert die Einstellung der Rolle 92.
  • Mittels der soeben beschriebenen Vorrichtung kann die Rolle 92 in beliebigem vorbestimmten Abstand von der die Achsen der Stützwalze 44 und der Druckwalze 48 enthaltenden Ebene eingestellt werden. Eine zweite Steuerrolle 122 ist an dem Träger 90 gegenüber der Steuerrolle 92 angebracht. Diese beiden Steuerrollen sind so angebracht, daß ihre Berührungslinien mit einem auf der Stützwalze 44 befindlichen Rohling in der Tangentialebene an die Stützwalze in demjenigen Punkt liegen, in welchem der Rohling auf dieser Walze aufliegt. Wenn die Walze für sehr verschiedene Ringe gebraucht werden soll, müssen die Lagerungen der Stützrollen auch verü%od verstellbar und/oder kippbar sein.
  • Wenn die auf der Walze herzustellenden Ringe rechteckigen Längsschnitt haben, sind die Stützwalze 44, die Druckwalze 48 und die Steuerrollen 92 und 122 sämtlich zylindrisch. Es ist jedoch auch möglich, Ringe zu walzen, die andere Längsschnitte aufweisen. So sind in F i g. 3 und 4 Walzen gezeigt, die zur Herstellung von Ringen mit gewölbtem Längsschnitt erforderlich sind. Offenbar ist es schwierig, konisch zulaufende Ringe zu erzeugen, weil der Ring von der Stützwalze ablaufen würde, aber Ringe mit dachförmigem Längsschnitt können hergestellt werden, so daß praktisch zwei konische Ringe gleichzeitig entstehen; die nur nachträglich getrennt werden müssen.
  • Im Betrieb wird ein ringförmiger Rohling nach dem Vorheizen auf die Stützwalze 44 gebracht, so daß er gemäß F i g. 2 und 3 auf der Walze hängt. Die beiden Steuerwalzen 92 und 122 werden dann von Hand verstellt, bis sie je den Umfang des Rohlings in einem Abstand von der die Achsen der Druckwalze und der Stützwalze enthaltenden Ebene berühren, der durch den Ausdruck gegeben ist, wo A gleich der Querschnittsfläche des Rohlings ist. Die Steuerwalzen werden dann in dieser Stellung festgestellt und verriegelt.
  • Das Walzwerk kann nun in der üblichere Weise betrieben werden, d. h., der Motor 16 treibt die Stützwalze 44, und die hydrauliche Einrichtung wird so eingestellt, daß die Druckwalze 48 allmählich nach unten zur Stützwalze 44 wandert. Wenn die Druckwalze den Rohling zu klemmen beginnt, wird derselbe in der bekannten Weise des Ringwalzens ausgewalzt, bis der Auslösehebe180 betätigt wird und den Walzvorgang unterbricht. Während des ganzen Walzens berühren die Steuerrollen 92 und 122 den Umfang des Werkstückes und üben hierdurch eine Steuerwirkung auf die Gestalt des Ringes aus. Wenn der Ring sich in irgendeinem Zeitpunkt zu verformen droht, wird dies durch die Berührung eines nach außen verformten Teiles mit einer der beiden Steuerrollen korrigiert. In der Praxis ist im allgemeinen ein Rohling alles andere als kreisförmig. In diesem Falle kann das Walzen begonnen werden, während die beiden Steuerwalzen 92 und 122 um eine kurze Strecke zurückgezogen sind. Sie werden dann allmählich zum Rohling vorgeschoben, bis sie die beschriebenen Stellungen einnehmen.
  • Es wäre an sich möglich, nur eine der Steuerrollen 92 und 122 zu verwenden, falls diese auf die durch die Formel gegebene genaue Entfernung voreingestellt wäre. Hierbei müßte man sich aber auf das Einklemmen des Werkstückes zwischen der Stützwalze und der Druckwalze verlassen, um die notwendige Reaktion auf die Kräfte zu erzeugen, die im Betrieb von der Steuerwalze auf das Werkstück übertragen werden-Auch wäre es möglich, beide Steuerwalzen mit dem Umfang des Werkstückes in Berührung zu bringen, ohne jedoch sie in gleichem Abstand von der die Achsen der Stützwalze und der Druckwalze enthaltenden Ebene einzustellen. Hierbei müßten jedoch die Steuerwalzen das Werkstück längs einer Tangente an die Stützwalze berühren und längs dieser Linie müßten die beiden Berührungsstellen einen Abstand von 2 haben. Keine dieser anderen Anordnungen ist jedoch. so gut wie die beschriebene symmetrische Anordnung.
  • Die Walzen könnten statt horizontaler Achsen auch vertikale Achsen haben. In diesem Fall können die Walzen auf einem Tisch angebracht sein, der zur Unterstützung des Werkstückes dient.
  • Ferner können in beiden Fällen Mittel vorgesehen sein, um eine axiale Ausdehnung der Werkstücke während des Walzens zu verhindern. Zum Beispiel kann hierzu mindestens eine Walze mit Flanschen versehen sein, welche die Stirnflächen des Werkstückes erfgreien. Auch können zwei drehbare Walzen, z. B. konische Walzen, mit radial zum Werkstück angeordneten Achsen vorgesehen sein, die mit einer oder beiden Stirnflächen des Werkstückes in rollender Berührung stehen.
  • Bei den bekannten Ringwalzwerken entstanden gewöhnlich unregelmäßige Werkstücke, die keineswegs kreisförmigen Querschnitt aufwiesen. Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, Ringe mit annehmbarer Genauigkeit sowohl.hinsichtlich der radikalen Dicke als auch der Kreisgestalt herzustellen, auch wenn stark verzerrte Rohlinge Verwendung finden: Da die Ringe zu genauen oder jedenfalls angenäherten Kreisen ausgewalzt werden, folgt die Kornorientierung des Metalls der gleichen Richtung. Nachdem die Ringe auf die Endabmessungen abgedreht wurden, sind sie deshalb im Betrieb weniger für Verformungen anfällig als Ringe, die auf den bekannten Ringwalzwerken hergestellt wurden.
  • Abgesehen von der Verwendung zum Walzen von Ringen aus geschmiedeten Rohlingen kann die Erfindung auch zum Ausrichten von Ringen ohne Dickenverringerung verwendet werden.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Ringwalzwerk mit einer die Innen- und Außenfläche berührenden Stütz- und Druckwalze, von denen eine Walze angetrieben ist, und einem oder zwei an der Außenfläche des Werkstückes anliegenden, an einer Stelle des Werkstückumfanges angreifenden Führungsgliedern, deren rechtwinklege Projektion auf die die Achsen beider Walzen enthaltende Ebene zwischen den Berührungsstellen beider Walzen am Werkstück, vorzugsweise im Bereich der Berührungsstelle der ortsfest gelagerten Stützwalze liegt, wobei das bzw. jedes Führungsglied während des ganzen Walzvorganges in fester Anstellung verbleibt, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Berührungsstelle des bzw. jedes Führungsgliedes (92, 122) am Werkstück (46} von der die Achsen beider Bearbeitungswalzen (44, 48) enthaltenden Ebene im Abstand liegt,, worin A die beim Ringwalzen gleichbleibende ringförmige Querschnittsfläche des Werkstückes bedeutet.
  2. 2. Ringwalzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Führungsglieder (92, 122) zu beiden Seiten der die Achsen beider Bearbeitungswalzen (44, 48) enthaltenden Ebene in ungleichen Abständen von dieser Ebene so angeordnet sind, daß der Abstand zwischen ihren Berührungspunkten am Werkstück den Wert 2 hat.
  3. 3. Ringwalzwerk nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsglieder aus frei drehbaren Walzen (92, 122) bestehen, deren Lager während des Walzvorganges relativ zur Achse der Stützwalze (44) ortsfest verbleiben.
  4. 4. Ringwalzwerk nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsglieder aus Stützstäben bestehen, die während des Walzvorganges relativ zur Achse der Stützwalze (44) ortsfest verbleiben.
  5. 5. Ringwalzwerk nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsglieder (92, 122) quer zu der die Achsen beider Bearbeitungswalzen (44, 48) enthaltenden Ebene verstellbar sind. In Betracht gezogene Druckschriften Britische Patentschriften Nr. 553 649, 750 407; USA.-Patentschrift Nr. 2 636 406.
DEA31577A 1958-03-12 1959-03-12 Ringwalzwerk Pending DE1183876B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1183876X 1958-03-12

Publications (1)

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DEA31577A Pending DE1183876B (de) 1958-03-12 1959-03-12 Ringwalzwerk

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DE2208515A1 (de) * 1971-02-22 1972-09-07

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