DE1183639B - Vorrichtung zum Ausziehen eines mehrfaedigen Glasfadenbuendels - Google Patents
Vorrichtung zum Ausziehen eines mehrfaedigen GlasfadenbuendelsInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KL: C 03 b
Deutsche KI.: 32a-37/02
Nummer: 1183 639
Aktenzeichen: O8153VIb/32a
Anmeldetag: 10. Juli 1961
Auslegetag: 17. Dezember 1964
Vorrichtungen zum Ausziehen eines mehrfädigen Glasfadenbündels sind an sich in zahlreichen Ausführungsformen
bekannt. Insbesondere ist es bereits bekannt, das Glasfadenbündel dadurch auszuziehen,
daß es über den Umfang eines oder mehrerer Räder oder anderer umlaufender Vorrichtungen geleitet
wird, wodurch die Fäden eine hohe Lineargeschwindigkeit erhalten. Diese Ausziehvorrichtungen sind
jedoch deshalb nicht frei von Nachteilen, weil die ausgezogenen Glasfäden den Rand der umlaufenden
Vorrichtung, beispielsweise des Rades, an verschiedenen Stellen verlassen, so daß die Stelle der
Freigabe eines Fadenbündels nicht hinreichend definiert ist.
Es ist ferner eine Vorrichtung zum Ausziehen eines mehrfädigen Glasfadenbündels bekanntgeworden,
die aus einem Ausziehrad, dessen Umfangsfläche zahlreiche, im gleichen Abstand voneinander
angeordnete Schlitze besitzt, und aus einem im Inneren des Ausziehrades angeordneten, um eine
ortsfeste, parallel zu und im Abstand von der Ausziehradachse liegende Achse mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit
wie das Ausziehrad drehbaren Speichenrad besteht, dessen Speichen mit ihren Enden im Verlauf der Drehung an einer vorbestimmten
Stelle durch die Schlitze des Ausziehrades hindurchtreten und das Glasfadenbündel vom Ausziehrad
abheben.
Mit dieser Vorrichtung ist es zwar möglich, die das Glasfadenbündel bildenden Einzelfäden an einer
definierten Stelle des Ausziehrades von dessen Umfang frei zu machen. Andererseits ist auch diese Vorrichtung
nicht frei von Nachteilen. Das bekannte Speichenrad wird dadurch angetrieben, daß die
Speichen sich durch die Umfangsschlitze des Ausziehrades erstrecken und dadurch von diesen mitgenommen
werden. Wegen der hohen Drehgeschwindigkeit derartiger Ausziehräder ist der zwangläufig
auftretende Aufschlag der Speichen auf die Schlitze des Ausziehrades so stark, daß es zu einem Bruch
der Speichen bzw. Schlitze kommen kann. Insbesondere treten diese Erscheinungen dann auf,
wenn das Speichenrad und das Ausziehrad sich auf einer unterhalb der normalen Arbeitsgeschwindigkeit
liegenden Geschwindigkeit befinden.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die vorbezeichneten Mängel zu beseitigen und schlägt
hierzu vor, daß der Antrieb des Speichenrades durch das Ausziehrad über ein die Speichen nicht unmittelbar
belastendes Kraftübertragungselement erfolgt. Dieses Kraftübertragungselement sorgt dafür, daß
das Speichenrad und das Ausziehrad sich mit der-Vorrichtung zum Ausziehen eines mehrfädigen
Glasfadenbündels
Glasfadenbündels
Anmelder:
Owens-Corning Fiberglas Corporation, Toledo,
Ohio (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr
und Dipl.-Phys. E. Betzier, Patentanwälte,
Heme, Freiligrathstr. 19
Als Erfinder benannt:
Gustav E. Benson, Greenville, R. L;
Herbert M. Saunders, Newark, Ohio (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 11. Juli 1960 (41 977)
selben Umfangsgeschwindigkeit bewegen, wodurch alle Schläge der Speichen an den Schlitzen des Ausziehrades
entfallen.
Im übrigen ist die Erfindung praktisch auf verschiedene Weise zu verwirklichen.
Insbesondere kann als Kraftübertragungselement im Sinne der Erfindung eine Kopplung dienen, die
zwischen dem Ausziehrad und dem Speichenrad besteht und aus einem Zahngetriebe aufgebaut ist.
Dieses Zahngetriebe kann gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung aus einem am Ausziehrad
angebrachten Zahnkranz mit Innenverzahnung bestehen, der mit einem mit dem Speichenrad
verbundenen Stirnrad kämmt.
Eine andere Möglichkeit zur Verwirklichung des Kraftübertragungselementes besteht darin, erne
Kopplung des Ausziehrädes mit dem Speichenrad über einen Ketten- oder Riementrieb herbeizuführen.
Gewöhnlich bedarf man zur Durchführung der Erfindung nur geringer Durchmesser des Speichenrades.
Das läßt sich praktisch so verwirklichen, daß die Achse des Speichenrades näher am Außenumfang
des Ausziehrades als an dessen Achse angeordnet ist.
409 758/109
Da das Speichenrad innerhalb des Ausziehrades angeordnet ist und das Ausziehrad nicht nur hohl,
sondern auch mit den Schlitzen versehen ist, kommt es zu einer erheblichen Luftventilation innerhalb des
Ausziehrades, die sich störend auf den Ausziehvorgang des Glasfadenbündels auswirken kann. Um
dies zu vermeiden, schlägt die Erfindung vor, das Innere des Ausziehrades und damit auch das
Speichenrad zur Verhinderung von Lufteintritt und Zutritt von Fremdkörpern zu umkapseln.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand mehrerer in den Figuren der Zeichnungen dargestellter
Ausführungsbeispiele, auf die die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist, weiter beschrieben; es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Ausziehvorrichtung,
F i g. 2 eine teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht des Ausziehrades und des Speichenrades
im wesentlichen längs der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht längs der Linie 3-3 der ao
Fig. 2,
F i g. 4 die Ausziehvorrichtung gemäß der Erfindung in einer weiteren Ausführungsform in Seitenansicht
und teilweise im Schnitt,
F i g. 5 einen Ausschnitt aus einer weiteren abgeänderten Ausführungsform der Erfindung und
F i g. 6 einen Schnitt im wesentlichen längs der Linie 6-6 der Fig. 5.
In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Ausziehen eines aus mehreren Fäden 10 bestehenden
Glasfadenbündels 12 dargestellt. Die Vorrichtung besteht aus einem Ausziehrad 16, dessen Umfangsfläche
zahlreiche und insbesondere aus den F i g. 3 bis 6 ersichtliche, im gleichen Abstand voneinander
angeordnete Schlitze aufweist. Die Schlitze sind in F i g. 4 mit 56, in F i g. 3 mit 38 und in F i g. 5 mit
58 bezeichnet.
Außerdem weist die Vorrichtung, wie die in den F i g. 2 und 3 dargestellte Ausführungsform der Erfindung
erkennen läßt, ein im Inneren des Ausziehrades 16 angeordnetes, um eine ortsfeste Achse 33,
die parallel und im Abstand von der Ausziehradachse 18 verläuft, mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit
wie das Ausziehrad 16 drehbares Speichenrad 20 auf. Die Speichen 37 des Speichenrades 20 können
im Verlauf der Drehung des Speichenrades 20 einer vorbestimmten Stelle durch die Schlitze 38 des
Ausziehrades 16 hindurchtreten und das Glasfadenbündel vom Ausziehrad abheben, wie dies im linken
Teil der F i g. 1 dargestellt ist.
Der Antrieb des Speichenrades erfolgt allgemein durch das Ausziehrad über ein am Speichenrad befestigtes,
die Speichen nicht unmittelbar belastendes Kraftübertragungselement.
Gemäß dem in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Kraftübertragungselement durch eine Koppelung zwischen dem Ausziehrad
16 und dem Speichenrad 20 verwirklicht, die aus einem Zahnradgetriebe besteht. Dieses Zahnradgetriebe
weist ein Antriebszahnrad 22 auf, das an dem Ausziehrad 16 mit Hilfe von Schrauben 26 befestigt
ist, also kein Schlupf zwischen dem Ausziehrad 16 und dem Antriebsrad 22 vorhanden ist. Das
Zahnrad 22 trägt ein Zwischenzahnrad 23, das auf einem Doppelkäfigkugellager 41 einer Welle 42 getragen
wird. Das Zwischenzahnrad 23 kämmt mit einem Zahnrad 24, das mit dem Speichenrad 20 fest
verbunden ist.
Bei dem in F i g. 4 dargestellten weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das Ausziehrad
47 Schlitze 56 auf, in die Speichen 54 eines Speichenrades 55 eintreten. Das Kraftübertragungselement ist in dieser Ausführungsform durch eine
Koppelung des Ausziehrades mit dem Speichenrad verwirklicht, die aus einem Treibriemen oder einer
Treibkette 53 besteht, welche einerseits über das auf die Welle 48 aufgekeilte Kettenrad 49 und andererseits
über das auf die Welle 51 aufgekeilte Kettenrad 52 geführt ist.
Das in den F i g. 5 und 6 wiedergegebene Ausziehrad 57 besitzt Schlitze 58 und ein Speichenrad 61
mit radialen Speichen 63. Bei dieser Ausführungsform ist das Kraftübertragungselement als Koppelung
zwischen dem Ausziehrad und dem Speichenrad ausgeführt, die aus einem Zahnkranz 66 mit Innenverzahnung
einerseits und aus einem mit dem Speichenrad 61 verbundenen Stirnrad 67 besteht,
wobei das Stirnrad 67 mit dem Zahnkranz 66 kämmt.
In F i g. 2 ist außerdem die Möglichkeit zu erkennen, das Innere des Ausziehrades 16 und damit
auch das Speichenrad 20 zur Verhinderung von Lufteintritt und Zutritt von Fremdkörpern zu umkapseln.
Das geschieht im wesentlichen dadurch, daß auf einem Rand 17 des Ausziehrades 16 ein Ring 30
angebracht ist. Der Ring 30 besitzt einen nach innen gebogenen Flansch 31 in der Nähe der Deckplatte
27, welcher sich über eine Umfangslippe 32 legt, die sich von der Kante der Deckplatte 27 nach außen
erstreckt. Der Ring 30 läuft mit dem Rad 16 um und dient als Halterung für den Rand 17 und gleichzeitig
als Führung für den Spinnfaden 12. Die Anordnung des Flansches 31 auf dem Ring 30 und der Lippe
32 auf der Platte 27 verhindert den Eintritt von Luft und Fremdkörpern in das Innere des Rades 16. Eine
solche Anordnung verhindert nicht nur eine Beschädigung des Zahngetriebes 21 durch Fremdkörper,
sondern auch ein radiales Herauspumpen von Luft aus dem Inneren des Ausziehrades 16, was ein
Ablösen des Spinnfadens 12 vom Rand 17 verursachen könnte.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Ausziehen eines mehrfädigen Glasfadenbündels, bestehend aus einem
Ausziehrad, dessen Umfangsfläche zahlreiche, im gleichen Abstand voneinander angeordnete
Schlitze besitzt und aus einem im Innern des Ausziehrades angeordneten, parallel zu und im
Abstand von der Ausziehradachse liegende Achse mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit wie te
Ausziehrad drehbares Speichenrad, dessen Speir chen mit ihren Enden im Verlauf der Drehung
an einer vorbestimmten Stelle durch die Schütze des Ausziehrades hindurchtreten und das Glasfadenbündel
vom Ausziehrad abheben, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb
des Speichenrades (20) durch das Ausziehra4(16) über ein am Speichenrad befestigtes, die Speichen
(37) nicht unmittelbar belastendes Krafübertragungselement erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplung zwischen dem
Ausziehrad (16) und dem Speichenrad (20) über ein Zahnradgetriebe erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausziehrad (16) einen
Zahnkranz (66) mit Innenverzahnung besitzt, der mit einem mit dem Speichenrad (61) verbundenen
Stirnrad (67) kämmt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplung des Ausziehrades
mit dem Speichenrad über einen Ketten- oder Riementrieb erfolgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse
des Speichenrades näher am Außenumfang des Ausziehrades als an dessen Achse angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Innere
des Ausziehrades und damit auch das Speichenrad zur Verhinderung von Lufteintritt und Zutritt
von Fremdkörpern umkapselt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 758/109 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
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