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Einrichtung in Fünfer-Kode-Fernschreibgeräten zum Einstellen von Zeichen,
die auf einer Typenwalze angeordnet sind Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung
in Fünfer-Kode-Fernschreibgeräten zum Einstellen von Zeichen, die auf einer Typenwalze
zu je acht Zeichenreihen auf dem Umfang und in axialer Richtung angeordnet
sind, durch hintereinandergeschatete Planetenrad-Wegsummengetriebe, die über Einstellglieder
durch die zugehörigen binären Kodekombinationsschritte und die Kodekombination Ziffern-
oder Buchstabenwechsel einstellbar sind und ein übersetzungsverhältnis von
1 : 2 bzw. 2 : 1 je
Getriebestufe haben.
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Bei Typenwalzendruckern für hohe Schreibgeschwindigkeiten ist es erforderlich,
die zu bewegenden Massen und das Trägheitsmoment des Typenträgers klein zu halten.
Die Einstelleinrichtung muß so ausgeführt werden, daß die Einstellwege des Typenträgers
möglichst klein sind und zum Einstellen ein möglichst großer Teil der Druckerumlaufzeit
zur Verfügung steht.
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Das Hauptpatent 1158 102 bezieht sich auf ein Fünfer-Kode-Fernschreibgerät
mit einer Typenwalze, auf deren Umfang und deren axialer Richtung je
acht
Zeichenreihen angeordnet sind, wobei für die axiale Einstellung und für die Dreheinstellung
der Typenwalze je ein zweistufiges Planetenradgetriebe, dessen erstes Sonnenrad
und dessen zwei Planetenradpaare über Einstellstangen in je zwei Lagen einstellbar
sind, angeordnet ist. Durch diese Einrichtung werden gegenüber anderen bekannten
Ausführungen zum Teil erhebliche Vorteile erzielt. Die beiden durch die Einstellstangen
gesteuerten Planetenrad-Wegsummengetriebe z. B. drehen bzw. schieben die Typenwalze
unmittelbar von einer Abdruckstellung in die nächste, im Gegensatz zu vielen anderen
bekannten Druckern, bei welchen der Typenträger vor jeder Neueinstellung in eine
Grundstellung gebracht werden muß.
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Aufgabe der Zusatzerfindung ist es, die Einrichtung gemäß dem Hauptpatent
1158 102 dadurch zu vervollkommnen, daß die Massen der Einstellelemente für
die Typenwalze klein gehalten werden und die Einstellelemente möglichst einfach
und störungsunanfällig angeordnet sind.
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Dies wird gemäß der erfindungsgemäßen Zusatzeinrichtung dadurch erreicht,
daß der Typenwalzenwagen mit einer auf einer Keilwelle gelagerten Typenwalze in
Achsrichtung der Typenwalze verschieblich gelagert ist und daß eine in einem parallel
zum Typenwalzenwagen gelagerten, durch eine Vorschubeinrichtung verschiebbaren Käfig
geführte, auf einer Keilwelle gelagerte Schnecke im Eingriff mit einer an dem Typenwalzenwagen
angeordneten Schneckenstange steht. Die Schnecke ist vorzugsweise mehrgängig, damit
für die Längsbewegung der Typenwalze nur eine geringe Drehung aufgebracht werden
muß.
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An Hand der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung
beschrieben. Die Zeichnung stellt die erfindungsgemäße Einrichtung zur Längseinstellung
der Typenwalze über ein Planetenrad-Wegsurnmengetriebe in einem Fernschreibgerät
dar.
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Auf einer Keilwelle 1, die über ein nicht gezeichnetes Planetenradgetriebe
antreibbar ist, ist eine in einem Typenwalzenwagen 2 geführte Typenwalze
3
längsverschieblich gelagert. Parallel zur Keilwelle 1
ist eine weitere
Keilwelle 4, die von einem zweistufigen gleichartigen Planetenradgetriebe
5 antreibbar ist, angeordnet. Auf dieser Keilwelle 4 ist in einem Käfig
6 eine mehrgängige Schnecke 7 geführt. Von einer nicht gezeichneten
Vorschubeinrichtung wird über ein Seil 8 der Zeichenvorschub auf den Käfig
6 und somit über die Schnecke 7, die mit einer an dem Typenwalzenwagen
2 angeordneten Schneckenstange im Eingriff steht auf die Typenwalze 3 übertragen.
Die Auswahl eines Zeichens in Längsrichtung der Typenwalze 3 erfolgt durch
eine Drehbewegung der Schnecke 7, wobei die Drehbewegung vom Planetenradgetriebe
5 über die Keilwelle auf die Schnecke 7 übertragen wird. Jedem der
Planetenradpaare 9 des zweistufigen Planetenradgetriebes 5 und dem
an der Welle des ersten Sonnenrades des ersten Planetenradgetriebes angelenkten
Hebel 10 ist je eine Einstellstange 11 angelenkt. Die freien
Enden der Einstellstangen 11 haben hakenfönnige
Ansätze
12. Unterhalb der freien Enden der Einstellstangen 11 sind um eine Achse
13 schwenkbare Einstellglieder 14 angeordnet, durch die die hakenförinig
ausgebildeten Enden 12 der Einstellstangen 11 in eine obere und in eine untere
Lage je
nach dem Informationsinhalt der von einer nicht gezeichneten Empfangseinrichtung
erhaltenen Kodekombination schwenkbar sind. In der oberen Lage der Einstellstangen
11 befinden sich die hakenförmigen Enden 12 im Schwenkbereich einer Schwinge
15
und in der unteren Lage im Schwenkbereich einer Schwinge 16. Die
Schwingen 15,17 sind an den entgegengesetzten Enden zweier auf einer Welle
17 angeordneter Schwenkhebel 18, 19 angelenkt, so daß die Schwingen
15,16 gegenläufig schwingen, An dem Schwinghebel 18 ist eine Gleitführung
20 angeordnet, die mit einer Kurbel 21 einer Antriebswelle 22 ein schwingendes Kurbelschleifengetriebe
bildet. Die in der oberen Lage eingestellten Einstellstangen 11 werden während
des Arbeitshubes von der Schwinge 15
über die in die Schwinge 15 einhakenden
Enden 12 zurückgezogen, während die sich in der unteren Lage befindlichen Einstellstangen
11 durch die Schwinge 16 herausgedrückt werden. Die dadurch erzeugte
Bewegung der Einstellstangen 11 wird über das zweistufige Planetenradgetriebe
5 als Drehbewegung auf die Keilwelle 4 und somit auf die Schnecke
7 übertragen, die durch ihre Drehbewegung eine Längsbewegung des Typenwalzenwagens
2 und somit der Typenwalze 3 erzeugt. Eine Blattfeder 23 wirkt über
einen Kipphebel 24 auf die Einstellstangen 11 und somit auch auf die Planetenradpaare
9 und den mit dem ersten Sonnenrad verbundenen Hebel 10 als Totpunktfeder.
Anschläge 25 fixieren die beiden Endlagen der Planetenradpaare
9 und des Hebels 10.
Die Blattfeder 23 mit ihrem Kipphebel 24
und das Anschlagpaar 25 sind der Übersichtlichkeit halber nur einmal dargestellt.
Ein zweites Planetenrad-Wegstirnmengetriebe, das über die Keilwelle 1 die
Drehbewegung auf die Typenwalze 3 einleitet, sowie die dazu benötigten Einstellelemente
sind ebenfalls der übersichtlichkeit halber weggelassen. Sie sind in gleicher Weise-
angeordnet wie die Einstellstangen und Einstellgliedel# Soll die beschriebene Einrichtung
zum Einstellen der Typenwalze statt in Blattschreibem in Streifenschreibern Anwendung
finden, so fällt die Vorschubeinrichtung weg. In diesem Falle ist die Schnecke
7
fest auf der Welle 4 angeordnet.