DE1183421B - Verfahren zur Entsaeuerung von Kalkstein in einem Drehrohrofen und einem diesem vorgeschalteten Wanderrost - Google Patents
Verfahren zur Entsaeuerung von Kalkstein in einem Drehrohrofen und einem diesem vorgeschalteten WanderrostInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B7/00—Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
- F27B7/20—Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
- F27B7/2016—Arrangements of preheating devices for the charge
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Description
- Verfahren zur Entsäuerung von Kalkstein in einem Drehrohrofen und einem diesem vorgeschalteten Wanderrost Die Leistung eines Drehrohrofens zum Brennen von Kalkstein in Tonnen Erzeugnis je Kubikmeter Ofenraum und Tag ist um so größer, je niedriger der C02 Gehalt des dem Drehrohrofen zugeführten Brenngutes ist.
- Es ist früher vorgeschlagen worden, einen Schachtvorwärmer, der einem Drehrohrofen vorgeschaltet ist, mit einer Mischung von Brenngut und festem Brennstoff zu beschicken. Der Erfinder hat erkannt, daß es bei Verwendung eines Wanderrostes als Vorwärmer vorteilhaft ist, als festen Brennstoff Steinkohlenkoks zu wählen, weil Steinkohlenkoks einen Zündpunkt von 650° C hat, welcher die bei 25 bis 3511/o CO.-Gehalt des Abgases bestehende Zersetzungstemperatur von Kalkstein nahezu erreicht, so daß die frei werdende Koksverbrennungswärme entweder überhaupt nicht oder nur in geringem. Maße in minderwertige Niedertemperaturwärme abgewertet wird, während bei Verwendung von Stein- oder Braunkohle als Brennstoff starke Wärmeverluste durch Wärmeabwerbung auftreten.
- Bei dieser Kombination eines Wanderrostes mit einem nachgeschalteten Drehrohrofen soll ein weichgebrannter Kalk gewonnen werden.
- Erfindungsgemäß wird beim Brennen von Kalk in einem Drehrohro,fen und in diesem vorgeschalteten Wanderrost, der von den Abgasen des Drehrohrofens von oben nach unten durchquert wird, so verfahren, daß dem Brenngut vor der Aufgabe auf den Wanderrost so viel Steinkohlenkoks -beigemischt oder auf das Brenngut mit Wanderrost so viel Steinkohlenkoks aufgelegt wird, daß das Gut auf dem Wanderrost weitgehend entsäuert wird und daß die Beheizung des Drehrohrofens mit so hohem Luftüberschuß erfolgt, daß der Sauerstoffgehalt der Abgase für den Ausbrand des Kokses auf dem Wanderrost ausreicht. Bei diesem Verfahren wird eine milde Temperatur der Flamme des Drehrohrofens und ein weichgebrannter Kalk ermöglicht. Die Verwendung des Wanderrostes als Vorwärmer bietet auch die Möglichkeit, das Brenngut zuerst in ungebranntem Zustand .als untere Schicht auf den Wanderrost und nach Verlassen des Wanderrostes als obere teilentsäuerte Brenngutschicht, entweder mit einer Auflage von Steinkohlenkoks oder in Mischung mit Steinkohlenkoks auf die untere ungebrannte Brenngutschicht zu legen.
- Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel. Dem Kalkdrehrohrofen 1 ist der Wanderrost 2 vorgesch,altei, über welchem die Heißgaskammer 3 und unter welchem die Abgaskammer 4 angeordnet sind. Aus der Abgaskammer 4 wird das Abgas durch öffnungen 5 abgesaugt. Mittels der Aufgabevorrichtung 6 wird die aus Kalksteinsplitt bestehende Schicht 7 auf den Wanderrost 2 gelegt. Diese Breungutschicht 7 ist frei von Steinkohlenkoks; auf ihr liegt die Schicht 8, die aus einer Mischung von Brenngut und Steinkohlenkoks besteht.
- Das heiße lufthaltige Abgas des Drehrohrofens 1 strömt aus der Heißkammer 3 nacheinander quer durch die Schichten 7 und 8 in die Abgaskammer 4. Das Brenngut der Schicht 7 wird auf dem Wanderrost erwärmt und dann mit einer mittleren Temperatur von etwa 200 bis 400° C mittels der Fördereinrichtungen 11 und 12 zur Aufgabe 9 transportiert. Das erwärmte Brenngut wird in Mischung mit Steinkohlenkoks aus der Leitung 10 als Schicht 8 auf die Brenngutschiaht 7 gelegt. Der zwischen den Brenngutstücken der Schicht 8 befindliche Koks zündet auf seinem Wege zum Drehrohrofen erst etwa im Punkt A, wenn die Schicht 8 von 200 bis 400° C auf etwa 650° C erwärmt ist; er verbrennt vollständig auf dem Wege A bis B. Als Verbrennungsluft für den Steinkohlenkoks dient die im Abgas enthaltene Luft. Diese Luft ist zum Teil Luft, welche von der Flamme des Drehrohlrofens nicht verbraucht worden ist (überschußluft), zum Teil ist sie Falschluft, die zwischen dem Drehrohrofen 1 und dem Vorwärmer 2 in den heißen Abgasstrom eingetreten ist. Der in den D.rehrohrofen eingeführte Brennstäff wird mit solch hohem Luftüberschuß verbrannt, da.ß im Vorwärmen genügend Luft zur Verbrennung des Steinkohlenkoks zur Verfügung steht. Der hohe Luftüberschuß verbürgt eine milde Temperatur der Flamme des Drehrohrofens und einen w-aichgebraaanten Kalk. Weiter wird durch die Vezwandung der Übersehußluft und der Falschluft für die Koksverbrennung im torwärmer ein geringer Luftüberschuß im Abgas des Vorwärmers und damit ein hoher thermischer Wirkungsgrad der ganzen Anlage erreicht.
- Da das Brenngut in weit höherem Maße als ohne Verwendung von Koks im Vorwärmer entsäuert wird, wird die Leistung der Drehrohrofens, der praktisch nur noch eine Nachentsäuerungsarbeit zu leisten hat, wesentlich erhöht und eine hohe spezifische Raumleistung in Tonnen Kalk je Kubikmeter Ofenraum und Tag erreicht.
- Die genannten Vorteile, insbesondere die Erzielung weichgebrannten Kalkes, sind nicht oder mindestens nicht in demselben Maße erzielbar bei einer bekannten Vorrichtung, die aus einem Drehrohrofen und einem davorgeschalteten Schachtofen besteht, und in der ein stufenweises Brennen von Zement und Einsatzgut erfolgen soll. Bei dieser Kombination muß indem nachgeschalteten Schacht zusätzlich Luft geblasen werden, damit die Heizeinrichtung des Drehrohrofens nicht mit zu großem Luftüberschuß gefahren werden muß. Hierdurch kann die für das Brennen von Zement erwünschte hohe Temperatur im Drehrohrofen nur schwer aufrechterhalten werden. Beim Brennen von reaktionsfreudigem Kalk ist hingegen keine hohe Temperatur im Drehrohrofen erforderlich. Man ist im Gegenteil bestrebt, den Fertigbrand bei möglichst niedriger Temperatur im Drehrohrofen zu Ende zu führen. Was sich für das bekannte Verfahren als Nachteil erweist und aufwendige Maßnahmen zu dessen Beseitigung erfordert, ist für das Brennen von reaktionsfreudigem Kalk ein Vorteil. Durch die Beimischung von Koks zum Gut auf dem Wanderrost und durch die Beheizung des D,rehrohrofens mit hohem Luftüberschuß wird somit sowohl ein Minimum .an Brennstoff benötigt als auch ein Kalk von großer Reaktionsfreudigkeit gewonnen.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Brennen von Kalk in einem Drehrohrofen und einem diesem vorgeschalteten Wanderrost, der von den Abgasen des Drehrohrofens von oben nach unten durchquert wird, d adurch gekennzeichnet, daß dem Brenngut vor der Aufgabe auf den Wanderrost so viel Steinkohlenkoks beigemischt oder auf das Brenngut am Wanderrost so viel Steinkohlenkoks aufgelegt wird, daß das Gut auf dem Wanderrost weitgehend entsäuert wird und die Beheizung des Drehrohrofens mit so hohem Luftüberschuß erfolgt, daß der Sauerstoffgehalt der Abgase für den Ausbrand des Kokses auf dem Wanderrost ausreicht.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgas im Anschluß daran noch eine Breangutschicht durchquert, die keinen Steinkohlenkoks enthält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 609 839, 657 252, 1035 040; schweizerische Patentschrift Nr. 334 962; britische Patentschrift Nr. 860 791.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE20917A DE1183421B (de) | 1961-04-13 | 1961-04-13 | Verfahren zur Entsaeuerung von Kalkstein in einem Drehrohrofen und einem diesem vorgeschalteten Wanderrost |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEE20917A DE1183421B (de) | 1961-04-13 | 1961-04-13 | Verfahren zur Entsaeuerung von Kalkstein in einem Drehrohrofen und einem diesem vorgeschalteten Wanderrost |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1183421B true DE1183421B (de) | 1964-12-10 |
Family
ID=7070413
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEE20917A Pending DE1183421B (de) | 1961-04-13 | 1961-04-13 | Verfahren zur Entsaeuerung von Kalkstein in einem Drehrohrofen und einem diesem vorgeschalteten Wanderrost |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1183421B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE609839C (de) * | 1933-04-05 | 1935-02-26 | Metallgesellschaft Akt Ges | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zement aller Art |
| DE657252C (de) * | 1933-03-10 | 1938-02-28 | Fried Krupp Grusonwerk Akt Ges | Einrichtung zum Brennen von Zement |
| DE1035040B (de) * | 1952-01-25 | 1958-07-24 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zum Brennen oder Brennen und Sintern auf Sinterrosten |
| CH334962A (de) * | 1955-11-29 | 1958-12-31 | Smidth & Co As F L | Verfahren und Vorrichtung zum Vorerhitzen von Zementrohmaterial u. dgl. |
| GB860791A (en) * | 1957-05-27 | 1961-02-08 | Smidth & Co As F L | Improvements relating to methods of and apparatus for calcining, burning or sintering cement raw material, lime, ore and similar raw material |
-
1961
- 1961-04-13 DE DEE20917A patent/DE1183421B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE657252C (de) * | 1933-03-10 | 1938-02-28 | Fried Krupp Grusonwerk Akt Ges | Einrichtung zum Brennen von Zement |
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