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DE1183461B - Gruben-Reibungsstempel - Google Patents

Gruben-Reibungsstempel

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Publication number
DE1183461B
DE1183461B DER30318A DER0030318A DE1183461B DE 1183461 B DE1183461 B DE 1183461B DE R30318 A DER30318 A DE R30318A DE R0030318 A DER0030318 A DE R0030318A DE 1183461 B DE1183461 B DE 1183461B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lock
clamping plate
wedge
abutment
punch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER30318A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinstahl Wanheim GmbH
Original Assignee
Rheinstahl Wanheim GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinstahl Wanheim GmbH filed Critical Rheinstahl Wanheim GmbH
Priority to DER30318A priority Critical patent/DE1183461B/de
Publication of DE1183461B publication Critical patent/DE1183461B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D15/00Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
    • E21D15/14Telescopic props
    • E21D15/28Telescopic props with parts held relatively to each other by friction or gripping
    • E21D15/285Telescopic props with parts held relatively to each other by friction or gripping by means of wedges or wedge combinations
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D15/00Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
    • E21D15/50Component parts or details of props
    • E21D15/502Prop bodies characterised by their shape, e.g. of specified cross-section

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Clamps And Clips (AREA)

Description

  • Gruben-Reibungsstempel Die Erfindung betrifft einen Reibungsstempel mit einem rohrförmigen Innenstempel, der sich rückwärtig im Schloß an kreisbogenförmigen Anlageflächen abstützt und bei dem die Klemmkraft über eine Klemmplatte auf den Innenstempel übertragen wird.
  • Es sind Reibungsstempel in verschiedenen Ausführungen bekannt, bei welchen im Schloß ein zweiarmiger Schwenkhebel vertikal oder horizontal gelagert ist, der durch einen Horizontalkeil beaufschlagt werden kann. Beim Anschlagen des Keils drückt der Schwenkhebel mit seinem einen Arm gegen eine am Innenstempel anliegende Klemmplatte mit nahezu der gleichen Kraft mit der sich der Schloßkeil, der an dem anderen Arm des Schwenkhebels angreift, auf der Klemmplatte abstützt. Es wird auf diese Weise nahezu eine Verdoppelung der Klemmwirkung auf den Innenstempel erzielt. Von Nachteil ist bei dieser Stempelbauart, daß mit dem Schwenkhebel ein zusätzlicher Bauteil in das Schloß gebracht wird, der, da er auf Biegung beansprucht wird, außerdem noch sehr kräftig ausgeführt werden muß. Da ferner der Schwenkhebel unter den Biegebelastungen elastisch verformt wird, wird ein Teil der für das Antreiben des Schloßkeils aufzubringenden Schlagleistung als nutzlose Formänderungsarbeit aufgezehrt. Von Nachteil ist außerdem, daß bei einigen dieser Schloßkonstruktionen der Schwenkhebel so ausgebildet und angeordnet ist, daß sich beim Antreiben des Keils an den Abstützfiächen des Schwenkhebels erhebliche Reibwege ergeben, die ebenfalls Energieverluste und damit einen schlechten Wirkungsgrad der Schloßkonstruktion bedingen.
  • Bekannt sind ferner Grubenstempel, die im Schloß Drehmomentspannringe aufweisen, die den Innenstempel umschließen und durch Antreiben des Schloßkeils gegen den Innenstempel verspannt werden. Die als Hebel wirkenden Drehmomentspannringe haben erhebliche Hebelkräfte aufzunehmen. Sie müssen daher sehr kräftig ausgeführt werden. Damit die Hebelkräfte annähernd gleichmäßig über die 'auf den Umfang des Innenstempels verteilten Reibflächen übertragen und somit örtliche überbeanspruchungen 'vermieden werden, müssen die Drehmomentspannringe außerdem sehr genau bearbeitet werden. Bei Verwendung von rohrförmigen Innenstempeln ergibt sich ferner die Notwendigkeit, an dem Mantel des Stempelrohres eine Anzahl radial nach außen vorspringender Leisten anzubringen, an denen die Drehmomentspannringe mit an ihnen angeordneten radialen Nasen angreifen.
  • Schließlich ist auch eine Schloßkonstruktion bekannt, bei der zwei .horizontale Keile im Schloß vorgesehen sind, die über eine Klemmplatte auf den Innenstempel wirken. Beide Keile lassen sich unabhängig voneinander antreiben: Auch mit dieser Schloßkonstruktion läßt sich die Klemmlast etwa verdoppeln, jedoch besteht hier der Nachteil, daß die Handhabung des Stempels gegenüber einem Einkeilstempel etwas umständlicher ist, und daß das Schloß etwas größer und schwerer baut als dasjenige von Einkeilstempeln.
  • Die Erfindung bezweckt einen verbesserten Reibungsstempel, der sich ebenfalls des Hebelprinzips zur Erzielung einer um das Mehrfache größeren Klemmwirkung bedient.
  • Gemäß der Erfindung ist die im Schloß quer zur Stempelachse verschieblich angeordnete Klemmplatte so angeordnet, daß sie an einer exzentrisch zur Stempelachse liegenden schmalen Reibfläche des Innenstempels angreift. Die Anordnung ist dabei derart getroffen, daß beim Antreiben des Schloßkeils der Innenstempel sich mit einer zweiten, ebenfalls exzentrisch angeordneten Reibfläche gegen ein im Schloß angeordnetes Widerlager dreht.
  • Bei einer derartigen Ausführung des Stempels und seiner Schloßkonstruktion wird der Innenstempel für die Erzielung des übersetzungse$ektes herangezogen. Ein besonderer Schwenkhebel im Schloß wird daher nicht benötigt. Das Schloß kann mithin leichter, einfacher und billiger ausgeführt werden. Außerdem wird die für das Antreiben des Schloßkeils aufzubringende Schlagleistung wesentlich besser ausgenutzt, da einerseits keine nennenswerte Formänderungsarbeit aufgebracht werden . muß und andererseits selbst die Reibungskräfte am Keil keinen vollen Energieverlust mehr darstellen, sondern teilweise ebenfalls im Sinne einer Verspannung des Schlosses zur Wirkung gebracht .werden können. Auch die Verwendung eines rohrförmigen Innenstempels bedeutet einen Vorteil, da dieses Profil auf Grund seiner hervorragenden statischen Eigenschaften sich ganz besonders für auf Knickung beanspruchte Teile eignet. Der erfindungsgemäße Stempel benötigt im Schloß neben dem Schloßkeil lediglich eine einfache Klemmplatte und ein gegebenenfalls mit der Klemmplatte vereinigtes Baustück, welches das genannte Widerlager bildet. Beide Schloßteile sind von vergleichsweise geringer Baugröße und geringem Gewicht.
  • Das für den erfindungsgemäßen Stempel vorgesehene Innenstempelprofil besitzt zweckmäßig zwei vergleichsweise schmale Reibflächen, die mit dem Abstand von etwa der Länge des Innendurchmessers des Profils nebeneinander angeordnet sind. Von den genannten Reibflächen dient die eine als Angriffspunkt für die Klemmplatte, während die andere für die Abstützung an dem genannten Widerlager des Schlosses bestimmt ist. Beide Reibflächen sind vorzugsweise pfannenartig ausgebildet. Die Klemmplatte und das Widerlager besitzen dabei ballige Flächen, die den pfannenartigen Flächen des Profils angepaßt sind und sich demgemäß auf diesen Flächen abstützen können.
  • Der Keil ist zweckmäßig als Horizontalkeil im Schloß gelagert, wie das im Stempelbau üblich ist. Er kann selbstverständlich aber auch als Vertikalkeil oder als Schrägkeil angeordnet werden. Das Widerlager ist im Stempelschloß in geeigneter Weise befestigt bzw. aufgehängt. Beispielsweise kann das Widerlager gabelförmig derart ausgebildet sein, daß es die quer im Schloß liegende Klemmplatte umgreift und von dieser getragen wird. Das Widerlager stützt sich dabei rückseitig an dem Schloßgehäuse ab.
  • Vorteilhaft ist auch, wenn sich die Klemmplatte und das Widerlager quer zur Stempelachse, d. h. in Richtung der Längsachse des Horizontalkeils bewegen können. Man erhält hierdurch nicht nur eine Verbesserung der Einstellmöglichkeit der Schloßteile auf den Innenstempel, sondern es läßt sich außerdem auf sehr einfache Weise erreichen, daß auch die Reibkräfte am Schloßkeil teilweise zu einer Verspannung des Schlosses zur Wirkung kommen, wie weiter unten näher erläutert wird.
  • Auch kann es sehr zweckmäßig sein, wenn man das Widerlager im Schloß ebenfalls als Keil ausbildet. Der Stempel besitzt bei einer solchen Ausführung zwei, vorzugsweise horizontal gelagerte Schloßkeile, die, wie bei dem bekannten Zweikeilstempel, unabhängig voneinander angetrieben werden können. Zweckmäßig wird jedoch der das Widerlager bildende Keil als Füllkeil gehandhabt, d. h., er wird beim Setzen des Stempels nur so weit angeschlagen, daß er, ohne eine nennenswerte Verspannung zu bringen, im wesentlichen nur das Spiel im Schloß ausgleicht. Der zweite Keil kann dann als Spannkeil dienen, der beim Setzen des Stempels mit wuchtigen Schlägen angetrieben und beim Rauben wieder zurückgetrieben wird. Auf diese Weise kann in Verbindung .mit dem Hebelprinzip eine außerordentlich hohe Klemmkraft im Schloß erzielt werden.
  • Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der Erfindung. Es zeigt F i g. 1 einen Stempel gemäß der Erfindung in Seitenansicht, wobei das Schloß zum Teil im Schnitt dargestellt ist, F i g. 2 einen horizontalen Schnitt durch das Schloß gemäß F i g. 1, F i g. 3 eine Einzelheit des Schloßgetriebes, F i g. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, F i g. 5 und 6 zwei horizontale Schnitte durch das Stempelschloß gemäß F i g. 4. Der Stempel gemäß der Erfindung besteht in üblicher Weise aus einem Außenstempel 1, einem darin teleskopartig verschiebbaren Innenstempel 2 und einem Schloß 3, welches an dem oberen Ende des Außenstempels fest angebracht ist und in deit der Innenstempel 2 in - jeder beliebigen Auszugsstegjäg reibungsschlüssig festgelegt werden kann. Der Innenstempel t trägt an seinem oberen Ende eine Kopfplatte 2 d (F i g. 4) für die Auflage einer Kappe od. dgl.
  • Der Innenstempel 2 weist ein rohrförmiges Profil auf, an welchem sich zwei Reibflächen 2 a befinden. Die beiden Reibflächen 2 a liegen mit etwa dem Abstand des Innendurchmessers des Profils nebeneinander, um einen langen Hebelarm zu erzielen. Sie sind pfannenartig ausgebildet und so angeordnet, daß die Schloßkräfte etwa tangential in das Proßl eingeleitet werden. Zwischen den Reibflächen besitzt das Profil eine Ausbuchtung 2 b. Der Rücken 2 e den Profils ist kreisbogenförmig ausgebildet. Er stützt sich an entsprechenden Kreisflächen des Schlosses 3 so ab, daß der Innenstempel sich im Schloß um .neige Längsachse drehen kann. In horizontalen Längsschlitzen 3 a ist ein Schloßkeil 4 gelagert, der über eine Klemmplatte 5 auf eine vier beiden Reiff 2 a des Innenstempels 2 wirkt (F i g. 1 bis 3). Die Klemmplatte 5 besitzt zu diesem Zweck eine b Reibfläche S a, die sich in die pfannenartige Re> fläche 2a des Innenstempels hineinlegt. Die Anordnung ist so getroffen, daß beim Antreiben dea Keils 4 infolge des exzentrischen Kraftangri% der Innenstempe12 um seine Längsachse im Schloß ge- dreht wird.
  • Der Innenstempel 2 wird bei diesem Vorgang gegen ein Widerlager 6 gedreht, welches sich mit balligen Flächen 6a in die zweite Reibfläche 2a riss Inenstempels hineinlegt. Das Widerlager 6 ist, wie insbesondere die F i g. 1 und 3 zeigen, gabelartig gebildet, und umgreift mit seinen Gabelteilen einen der beiden schmalen Ansätze 5c der Klemmplate. Auf diese Weise wird das Widerlager von der Klemmaplatte 5 in dem Schloß gehalten. Das Wi stützt sich rückseitig mit einer abgerundeten Fläche 6 b an dem Sehloß ab.
  • Die Ansätze 5 c der Klemmplatte greifen m die Schlitze 3 a des Schlosses ein. Die Klemmplatz S und das Widerlager 6 sind in den Sehlitzen 3a fa Richtung der Keilachse beweglich. Die Mitnahme des Widerlagers 6 bei Querverschiebung der Klemmplatte 5 erfolgt durch einen Ansatz 5 b an der I platte. Außerdem ist das Widerlager 6 gegenüber Klemmplatte 5 etwas beweglich, um eine Einsieg der Schloßteile zueinander zu ermöglichen.
  • Wie erwähnt, wirkt der Keil 4 über die Klemmaplatte 5 nur auf die eine der beiden Reibflächen 2u des Innenstempels. Beim Antreiben des SChloßkeN 4 wird daher der Innenstempel 3 gegen das Widerlager 6 gedreht, so daß nunmehr die Abstützung und die Reibung an beiden Reibflächen 2a des Innenstempels erfolgt. Der Innenstempel 2 wird durch diese Maßnahme zur Erzielung der Hebelwirkung herangezogen. Das bedeutet, daß die durch den Keilantrieb erzielte Klemmwirkung im Schloß verdoppelt wird, da an beiden Reibflächen 2a jeweils die volle Keilkraft wirkt.
  • Durch die Querbeweglichkeit der Klemmplatte 5 und des Widerlagers 6 in Richtung der Keilachse wird außerdem erreicht, daß auch die in Richtung des Pfeiles A (F i g. 2) wirkende Reibung an dem Keil teilweise zur Verspannung des Stempelschlosses ausgenutzt werden kann. Die Reibkraft A wirkt im Sinne einer Mitnahme, d. h. einer Querverschiebung der Klemmplatte 5 und des Widerlagers 6 und somit im Sinne einer Verdrehung des Innenstempels um seine Längsachse, da das Widerlager 6 sich seitlich an dem Vorsprung 2 b des Innenstempelprofils 2 sowie die Teile 5 a und 6 a in den Pfannen 2 a abstützen und daher das Drehmoment übertragen können. Es überlagern sich daher beim Antreiben des Schloßkeils 4 einerseits die durch die Anpressung der Klemmplatte 5 gegen den Innenstempel 2 bewirkten Klemmkräfte und andererseits die durch die Querverschiebung der Klemmplatte 5 und des Widerlagers 6 in Richtung der Keilachse wirkenden Reibkräfte, die beide eine Verdrehung des Innenstempels 2 gegen das Widerlager 6 hervorrufen.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der F i g. 4 bis 6 wird das Widerlager 6 durch einen zweiten Schloßkeil 4 a gebildet, der unterhalb des erstgenannten Schloßkeils 4 liegt und ebenfalls als Horizontalkeil in Längsschlitzen 3a des Schlosses 3 gelagert ist. Die beiden Keile 4 und 4a wirken auf eine gemeinsame Klemmplatte 5, die sich mit den balligen Flächen 5a in die beiden pfannenartigen Reibflächen 2a des Innenstempelprofils hineinlegt. Selbstverständlich kann auch für jeden Keil eine besondere Klemmplatte vorgesehen werden.
  • Die Keile stützen sich rückseitig mit balligen Flächen 4 b an pfannenartigen Widerlagerffächen im Schloß ab, wie insbesondere F i g. 4 zeigt. Auf der anderen Seite stützen sich die Keile an der Klemmplatte 5 ab. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß beim Antreiben der Keile 4 und 4 a die Kraftübertragung jeweils nur auf eine der beiden Reibflächen 2 a des Innenstempels erfolgt. Zu diesem Zweck sind die Keile 4 und 4 a gegenüber der Klemmplatte 5 etwas geneigt, so daß sie nur einseitig an der Klemmplatte anliegen (F i g. 5 und 6). Es ist aus F i g. 5 ersichtlich, daß der Keil 4 beim Antreiben so auf den Innenstempel 2 wirkt, daß dieser in Pfeilrichtung B gedreht wird. Dagegen ist für den Keil 4a die Anordnung so getroffen, daß eine Verdrehung des Innenstempels 2 in Pfeilrichtung C erfolgt (F i g. 6).
  • Wird nun zunächst der Keil 4 angetrieben, so dreht sich der Innenstempel in Pfeilrichtung B gegen die das Widerlager für den Anzug des Keils 4 bildende Fläche 5 a der Reibplatte 5, über die der Keil 4 a auf den Innenstempel wirkt. Der Keil 4 a bildet also das Widerlager für die unter Einwirkung des Keils 4 bewirkte Verdrehung des Innenstempels. Andererseits bildet der Keil 4 das Widerlager für die Verdrehkräfte, die beim Antreiben des Keils 4a erzeugt werden. Durch diese Wechselwirkung kann unter Anwendung des Hebelprinzips eine außerordentlich hohe Verspannung des Schlosses erzielt werden, indem zunächst der eine der beiden Keile eingetrieben und anschließend der zuerst das Widerlager bildende zweite Keil eingeschlagen wird.
  • Auch bei der Anordnung gemäß F i g. 4 bis 6 ist die Klemmplatte 5 in Richtung der Keilachse im Schloß querverschiebbar. Es können also auch hier die an den Keilflächen wirkenden Reibkräfte für eine zusätzliche Verspannung des Schlosses wirksam gemacht werden. Um dies zu erreichen, wird zunächst der Keil 4 a als Füllkeil, d. h. so weit angetrieben, daß er im wesentlichen nur das Spiel im Schloß ausgleicht. Für die weitere Verspannung wird dann nur noch der Keil 4 angetrieben, wobei sich die erwähnte Ausnutzung der Reibkraft'ergibt.
  • Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen stützt sich der Innenstempel 2 rückwärtig unmittelbar im Schloß ab. Es ist selbstverständlich möglich, für die Abstützung des Innenstempels eine pfannenartige Reibeinlage vorzusehen, die sich auf geschmierten Flächen im Schloß zusammen mit dem Innenstempel drehen kann. Es wird hierdurch die beim Verdrehen auftretende Reibung an der Abstützfiäche des Innenstempels erheblich verringert, so da( das Schloßgetriebe einen außerordentlich hohen Wirkungsgrad erhält.
  • Die Drehung, die der Innenstempel beim Verspannen des Schlosses ausführt, ist natürlich nur sehr gering. Sie geht über das durch das erforderliche Spiel im Schloß und die elastische Verformung der Schloßteile gegebene Maß nicht oder nicht wesentlich hinaus.
  • Selbstverständlich ist die Hrfinäung nicht an das beschriebene Innenstempelprofil gebden. Es können für diesen Zweck auch andere Profile verwendet werden, bei denen die Klemnnkräfte mentrisch so in das Profil eingeleitet werden können, daß eine Verdreheng gegen ein Widerlager erzielt wird.
  • Auch für die Verspannung des Schlosses brauchen nicht unbedingt Horizontalkeile verwendet zu werden, obwohl dies im allgemeinen besonders zweckmäßig ist. Es können auch vertikal im Schloß angeordnete Keile oder auch andere Spannmittel, beispielsweise Exzenter, Spannschrauben u. dgl. vorgesehen werden. Der Ausdruck »Keil« ist daher im allgemeinsten Sinne zu verstehen.

Claims (14)

  1. Patentansprüche: 1. Reibungsstempel mit einem rohrförmigen Innenstempel, der sich rückwärtig im Schloß an kreisbogenförmigen Anlageflächen abstützt und bei dem die Klemmkraft über eine Klemmplatte auf den Innenstempel übertragen wird, d adurch gekennzeichnet, daß die im Schloß quer zur Stempelachse verschieblich angeordnete Klemmplatte (5) an einer exzentrisch zur Stempelachse liegenden schmalen Reibfläche des Innenstempels so angreift, daß beim Antreiben des Schloßkeils (4) der Innenstempel sich mit einer zweiten, ebenfalls exzentrisch angeordneten Reibfläche des Innenstempels gegen ein im Schloß angeordnetes Widerlager dreht.
  2. 2. Stempel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmplatte (5) unabhängig von dem Widerlager (6) im Schloß beweglich ist.
  3. 3. Stempel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung der Klemmplatte (5) und/oder des Widerlagers (6) ballig ist.
  4. 4. Stempel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmplatte (5) und das Widerlager (6) sich mit balligen Flächen (5 a, 6 a) an pfannenartigen Reibflächen (2 a) des Innenstempels (2) abstützen.
  5. 5. Stempel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibflächen (2a) an dem rohrförmigen Innenstempel (2) mit einem Abstand von etwa der Länge des Innendurchmessers des Innenstempelrohres (2) nebeneinander angeordnet sind.
  6. 6. Stempel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (4) als Horizontalkeil im Schloß (3) gelagert ist.
  7. 7. Stempel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmplatte (5) zusammen mit dem Widerlager (6) quer zur Stempelachse beweglich ist. B.
  8. Stempel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenstempel (2) sich rückwärtig auf einer pfannenförmigen Reibeinlage abstützt, die auf geschmierten Flächen im Schloß (3) drehbar ist.
  9. 9. Stempel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (6) gabelförmig ausgebildet ist und die Klemmplatte (5) umgreift.
  10. 10. Stempel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager mit der Klemmplatte so verbunden ist, daß es beim Querverschieben der Klemmplatte (5) in Richtung der Längsachse des Keils (4) von der Klemmplatte mitgenommen wird.
  11. 11. Stempel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (6) im Schloß (3) aus einem zweiten Schloßkeil (4a) besteht.
  12. 12. Stempel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß auch der zweite Schloßkeil (4 a) antreibbar ist und die Klemmplatte (5) so an dem Innenstempel (2) angreift, daß die Drehrichtung des Innenstempels unter Einwirkung des Keils (4a) der durch den Keil (4) bewirkten Drehung entgegengesetzt ist.
  13. 13. Stempel nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Keil (4a) ab Horizontalkeil ausgebildet ist, wobei beide Keile (4, 4a) im Schloß (3) übereinander gelagert sind und auf eine gemeinsame oder auf voneinander unabhängige Klemmplatten (5) wirken.
  14. 14. Stempel nach einem der Ansprüche Il biss 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmplatte (5) gegen beide Reibflächen (2a) des Innenstempeln (2) anliegt, wobei die Keile au der Rückenfläche der Klemmplatte (5) so angrei daß beim Antreiben derselben die Kraftüber gung jeweils nur auf die eine der beiden Reib-Rächen (2a) erfolgt. --.-15. Stempel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Keile (4, 4a) gegenüber der Klemmplatte (5) so geneigt sind, daß sie nur über einen Teil der Länge der Klemmplatte an dieser anliegen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1008 684, 1020 294, 1094 210.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1008684B (de) * 1956-01-09 1957-05-23 Gutehoffnungshuette Sterkrade Mehrteiliger Grubenstempel
DE1020294B (de) * 1956-06-23 1957-12-05 Gutehoffnungshuette Sterkrade Mehrteiliger Grubenstempel
DE1094210B (de) * 1959-11-26 1960-12-08 Karl Gerlach Mehrteiliger Grubenstempel mit Reibungsschloss

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