-
Vorrichtung an Automischern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
für die Lagerung und den Antrieb der Trommeln von Automischern.
-
Es ist bekannt, für die Lagerung der Trommel von Automischern auf
dem Transportfahrzeug einen Grundrahmen vorzusehen, auf dem sich die Trommel im
wesentlichen in drei Punkten abstützt. Zwei Abstätzpunkte werden dabei durch Laufrollen
gebildet, die die Trommel in der Nähe der Trommelmündung unterstützen, während für
den dritten Abstützpunkt eine Drehlagerung am Trommelboden Verwendung findet. Da
der Rahmen des Automischers mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ist, ist es schwierig,
zu verhindern, daß die Verwindungen des Fahrzeugrahinens sich auf den Rahmen des
Automischers übertragen. Durch die Dreipunktlagerung in Verbindung mit der Laufrollenanordnung
wirken sich zwar die Verwindungen des Rahmens nicht nachteilig auf die Lagerung
der Trommel aus, jedoch ergeben sich beim Trommelantrieb Schwierigkeiten. Der Antrieb
der Trommel erfolgt im allgemeinen durch ein Ritzel eines auf dem Rahmen gelagerten
Getriebes, das in einen Zahnkranz eingreift, der an der Trommel befestigt ist. Bei
Verwindungen des Rahmens verändert sich der Achsabstand und auch der Winkel zwischen
dem Ritzel und der Trommeldrehachse. Abstandsänderungen und Winkeländerungen führen
zu einer übermäßigen Beanspruchung des Ritzels und des Zahnkranzes -und zu einem
vorzeitigen Verschleiß dieser Teile.
-
Wird zwischen das Ritzel und den Zahnkranz eine Kette zwischengeschaltet,
so wirken sich Winkeländerungen und Abstandsänderungen in gleicher Weise nachteilig
aus.
-
Es ist klar, daß auch etwaige Verformungen der Trommel unter der Belastung
des Mischgutes zu einer Veränderung der vorbestimmten Lage des Antriebsritzels und
des Zahnkranzes bzw. der beiden Kettenräder führt und ebenfalls Ursache eines schnelleren
Verschleißes sein kann, auch wenn im allgemeinen diese Einflüsse von geringerer
Bedeutung sind.
-
Es ist bereits eine Lagerung für die Trommel von Automischern bekannt,
bei der der Trommelboden sich auf einem starr angeordneten Drehzapfen abstützt.
Zwischen dem Drehzapfen und dem Trommelboden ist ein Pendelwälzlager vorgesehen.
Eine solche Lagerung hat den Vorteil, daß Winkeländerungen des Drehzapfens zur Trommelachse
als Folge der Verformungen des Rahmens oder auch der Trommel ohne Schwierigkeiten
ausgeglichen werden können. Jedoch bestehen auch hier Schwierigkeiten hinsichtlich
des Trommelantriebs.
-
Durch die Erfindung soll eine Vorrichtung für die Lagerung und den
Antrieb der Trommel von Automischern geschaffen werden, bei der sich Verformungen
des Mischerrahmens bzw. Relativverschiebungen der Trommel gegenüber dem Rahmen oder
Teilen des Rahmens nicht mehr nachteilig auf die richtige Funktion des Trommelantriebs
auswirken können. Die Erfindung geht aus von einer Lager-und Antriebsvorrichtung
für Trommeln von Automischern, bei denen die Trommel in der Nähe der Trommelmündung
über Laufrollen und am Trommelboden über eine gelenkig mit dem Grundrahmen od. dgl.
verbundene Drehlagerung abgestützt ist.
-
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Gelenk
zur Abstützung der Trommel und dem Trommelboden ein aus zwei Ringen bestehendes
Drehkranzlager angeordnet ist, dessen einer Ring gegen Drehen gesichert auf dem
gegenüber dem Grundrahmen beweglichen Glied des Gelenks aufgesetzt ist, während
der andere Drehring fest mit dem Trommelboden verbunden ist, und daß das Antriebsgetriebe
mit dem Drehkranzlager zusammengebaut ist.
-
Durch die Erfindung wird erreicht, daß auch bei starken Verformungen
des Rahmens die genaue Zuordnung der die Trommel antreibenden Getriebeteile immer
erhalten wird. Die Drehlagerung bestimmt unabhängig von der Form des Rahmens die
gegenseitige Lage von Antriebsgetriebe und Trommel, so daß Verschiebungen zwischen
Antriebsritzel und Zahnkranz ausgeschlossen sind. Die auszugleichenden Bewegungen
zwischen der Drehlagerung und dem Grundrahmen werden durch das Gelenk aufgenommen.
-
Wenn auch unter besonderen Voraussetzungen ein einfaches Bolzengelenk
für die Zwecke der Erfindung ausreichend sein kann, so sieht doch die Erfindung
insbesondere vor, daß das Gelenk als Kugelgelenk ausgebildet ist.
Vorteilhaft
ist es, wenn sich der eine Ring über ein schalenartiges Zwischenteil auf dem beweglichen
Glied des Gelenkes abstützt. Hierdurch läßt sich in einfacher Weise bei verhältnismäßig
leichter Bauart eine genügende Stabilität der erfindungsgemäßen Vorrichtung erreichen.
-
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist in dem mit dem Trommelboden
fest verbundenen Drehring ein Zahnkranz, insbesondere eine in die Innenseite des
Drehringes eingearbeitete Innenverzahnung angeordnet, in die ein Antriebsritzel
eingreift, und der Trommelboden bildet mit dem Zwischenteil ein geschlossenes Getriebegehäuse,
das das Ritzel, den Zahnkranz und den Drehring umschließt. Hierdurch wird das Zwischenteil
außer zum Ausgleich der Verformungen des Rahmens auch noch als Getriebegehäuseteil
verwendet. Es ist klar, daß die Wartung des Trommelantriebs und der Trommellagerung
durch das Gehäuse wesentlich erleichtert wird.
-
Zur Verhinderung der Drehbewegungen des Zwischenteiles gegenüber dem
Rahmen sieht die Erfindung einen Ansatz am Zwischenteil oder am Grundrahmen vor,
der mit einem Anschlagpaar am Rahmen oder am Zwischenteil zusammenwirkt. Diese Drehsicherung
soll nur die Antriebs- bzw. Bremsmomente der Trommel aufnehmen, die erfindungsgemäße
Beweglichkeit des Zwischenteiles gegenüber dem Rahmen jedoch nicht behindern.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht mit einem teilweisen Schnitt
durch eine Vorrichtung nach der Erfindung und F i g. 2 eine Ansicht in Richtung
des Pfeiles IT der Darstellung der F i g. 1.
-
Der Grundrahmen 1, mit dem die Trommel 2 auf einem nicht dargestellten
Transportfahrzeug befestigt wird, trägt die Lagerböcke 3 und 4. Die Lagerböcke
4 sind zu beiden Seiten der Trommel angeordnet und stützen mit je einer Laufrollenanordnung
5
die Trommel 2 am Laufkranz 6 ab. Die Trommelmündun- ist mit
7 bezeichnet.
-
Der Lagerbock 3 trägt eine Kugelschale 8, welche eine
nicht dargestellte Kugel umschließt. Das die Kugel tragende bewegliche Glied
9 des Gelenks 8, 9
ist fest mit dem schalenartigen Zwischenteil
10 verbunden. An den äußeren Umfang des Zwischenteiles 10 ist der
äußere Drehring 11 des Drehkranzlagers 12 angesetzt. Die Kugeln des Drehkranzlagers
sind mit 13 bezeichnet. Der innere, Drehring 14 dieses Drehkranzlagers ist
am Trommelboden 15 befestigt. In den Drehring 14 ist der Zahnkranz
16 eingearbeitet.
-
Das Zwischenteil 10 ist fest mit einem Ansatz 17
versehen,
welcher mit den beiden Anschlägen 18 zusammenwirkt, welche als Teile des
Lagerbockes 3
ausgebildet sind.
-
Das Zwischenteil 10 trägt ferner das Antriebsgetriebe
19 für die Mischtrommel 2. Das Antriebsritzel 20 dieses Antriebsgetriebes
ragt in das vom Zwischenteil 10 und dem Trommelboden 15 gebildete
Getriebegehäuse 21 hinein und greift in den Zahnkranz 16 ein. Der Motor 22
ist auf dem Grundrahmen 1 angeordnet und treibt über eine Kardanwelle
23 das Getriebe 19 an.
-
Bei der Erfindung ist es auch möglich, den Antriebsmotor, beispielsweise
einen Hydraulikmotor, direkt am Getriebe 19 anzufianschen, so daß also der
Antriebsmotor die Bewegungen des Zwischenteiles 10 in gleicher Weise mitmacht
wie das Getriebe 19.
Bei schwereren Antriebsmotoren ist jedoch im allgemeinen
die in den Zeichnungen dargestellte Anordnung des Motors zu bevorzugen.