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Schlägerkopf für Schlägermühlen Die Erfindung betrifft eine Befestigung
von Schlägerköpfen an Schlägerarmen für Schlägermühlen, bei der das Schlägerarmende
mit Verstärkungen in eine entsprechende Aussparung des Schlägerkopfes eingreift.
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Es sind bereits verschiedene Befestigungsarten für Schlägerköpfe an
Schlägerarmen bekannt, bei denen jedoch der Verschleißanteil der Köpfe relativ gering
ist, so daß beim Auswechseln der Schlägerköpfe nach einer bestimmten Betriebszeit
ein großer Teil des Kopfes unausgenutzt in den Schrott geworfen werden muß. Ferner
ist bei verschiedenen bekannten Befestigungseinrichtungen das Auswechseln der Schlägerköpfe
sehr umständlich und zeitraubend.
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Es ist bereits eine Schlägerkopfbefestigung bekannt, bei der der Schlägerarm
mit einem schlüsselförmigen Ende in eine rechteckige Ausnehmung des Schlägerkopfes
einsteckbar ist und durch Drehen des Schlägerkopfes formschlüssig verbunden werden
kann. Damit ein Zurückdrehen während des Betriebes vermieden wird, greift ein auf
dem Schlägerarm verschiebbares Verriegelungsstück in Form einer Hülse in die Ausnehmung
des Schlägerkopfes ein. Das Drehen des Schlägerkopfes auf dem Schlägerarmende ist
jedoch nicht immer möglich, so daß in solchen Fällen andere Konstruktionen angewendet
werden müssen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die geschilderten Nachteile zu beseitigen
und eine Befestigung für Schlägerköpfe an Schlägerarmen zu schaffen, die sowohl
ein schnelles Auswechseln der Köpfe als auch einen sehr weit gehenden Verschleiß
der Kopfenden zuläßt, so daß der in den Schrott zu werfende Restteil des Schlägerkopfes
nicht über 25% liegt. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß zwei an
das verstärkte Schlägerarmende angepaßte Flacheisenstücke dieses in der Aussparung
des Schlägerkopfes seitlich festklemmen und durch eine über den Schlägerarm und
die beiden Flacheisenstücke geschobene, gesicherte Hülse in ihrer Lage gehalten
werden. Hierbei wird zweckmäßig die Aussparung im Schlägerkopf an den Anlagestellen
der Flacheisenstücke mit einer runden Begrenzung versehen. Die Hülse liegt mit einem
Ende auf dem Schlägerkopf, so daß das Mahlgut durch die Hülse von der Aussparung
und dem unteren Teil des Schlägerarmes ferngehalten wird. Die Hülse wird vorteilhaft
an der der Schlagrichtung zugewandten Seite verstärkt und dient hier als Schlägerarinschutz.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Die F i g. 1 bis 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei die F i g.
3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III in F i g.1 darstellt.
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Der Schlägerkopf 1 ist am Schlägerarm 2 mittels Befestigungselemente
4 a, 4 b, 5 und 6 befestigt. Am äußeren Ende ist der Schlägerarm mit einer Verstärkung
3 versehen, an der Fladhelsenstücke 4 a, 4 b an gegenüberliegenden Seiten angelegt
sind. Diese Flacheisenstücke liegen mit ihren gebogenen Enden 8 a, 8 b an
entsprechend geformten Flächen innerhalb der im Schlägerkopf vorgesehenen Aussparung
9 an. Gegen unbeabsichtigtes Herausrutschen der Flacheisenstücke 4 a, 4 b
wird über ihre am Schlägerarm 2 anliegenden Teile eine Hülse 5 geschoben, die ihrerseits
durch ein Sicherungselement 6 festgelegt ist. An der der Schlagrichtung zugewandten
Seite ist die Hülse 5 zu einer Armschutzplatte 7 verstärkt.
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Zum Umwechseln des Schlägerkopfes, der nach einer bestimmten Betriebszeit
der Schlägermühle einseitig abgenutzt ist, wird die Befestigungseinrichtung in folgender
Weise gelöst: Das Sicherungselement 6 wird entfernt und die Hülse 5 über den Schaft
des Schägerarmes 2 in Richtung Schlägermühlenachse so weit geschoben, daß die Flacheisenstücke
4 a und 4 b frei liegen, .die dann aus der Aussparung 9 des Schlägerkopfes 1 herausgezogen
werden. Nun kann der Schlägerkopf abgenommen werden. Nach Umwenden des Schlägerkopfes
um 180° kann er in umgekehrter Reihenfolge wieder befestigt werden, wobei eine mindestens
zum größten Teil noch nicht verschlissene Fläche des Schlägerkopfes zum Mahlen des
Mahlgutes benutzt werden kann und dadurch der volle Rotorkreis des Schlägerkranzes
annähernd wieder erreicht wird. Bei verschiedenen Befestigungsarten von Schlägerköpfen
ist es nicht möglich, diese auszuwechseln, wenn sie dicht nebeneinander bzw. neben
einer der Mahlraumwände angeordnet sind. Die gemäß der Erfindung ausgebildeten und
befestigten Schlägerköpfe lassen sich jedoch auch in solchen Lagen montieren
und
auswechseln. Der Verschleiß des äußeren Kopfteiles kann bei dem erfindungsgemäßen
Schlägerkopf sehr weit gehen, ohne daß die Befestigung des Schlägerkopfes angegriffen
wird, so daß die Betriebszeit der Schlägerköpfe bedeutend verlängert wird.
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In F i g. 4- ist gezeigt, wie die weitere Befestigung des Schlägerkopfes
1 mit seinem Schlägerarmende 2 an den Armen 10 vorgenommen werden kann. Hierbei
ist das Armende 2 zur Schlägermühlenachse hin mit einer Gabel 11 versehen,
welche die beiden Arme 10 umfaßt. Ein Bolzen 12 verbindet die Gabel 11 mit den Armen
10 kraftschlüssig, wobei der Bolzen mit einer geeigneten Sicherung gegen unbeabsichtigtes
Lösen festgelegt ist.
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Nicht nur die Schlägerköpfe unterliegen beim Mahlen einem Verschleiß,
sondern auch die Schlägerarme, besonders in dem äußeren Bereich des Schlägerkranzes,
da das Mahlgut auch hier auf die Arme auftrifft. Die Schlägerarme müssen demgemäß
nach einer bestimmten Laufzeit ebenfalls ausgewechselt werden. Dies ist jedoch bedeutend
seltener der Fall als das Auswechseln der Schlägerköpfe. Erfahrungsgemäß wird nach
etwa sechsmaligem Auswechseln der Schlägerköpfe ein Schlägerarm erneuert. Die Schlägerarme
sind jedoch relativ teuer, und das Auswechseln eines Schlägerarmes dauert längere
Zeit, so daß die Anordnung gemäß F i g. 4 wesentliche Vorteile bringt. Der größte
Verschleiß tritt bekanntlich am äußeren Ende des Schlägerarmes auf. Dieses Teil
des Schlägerarmes wird unterteilt, so daß nur das Schlägerarmende 2 auszuwechseln
ist und die hier verwendeten gegabelten, langen Schlägerarme 10 weiter in Betrieb
bleiben können. Die Befestigung der Schlägerarme gemäß F i g. 4 ist vor allem bei
großen Schlägermühlen mit relativ großem Schlägerkranzdurchmesser, die mit langen,
starren Schlägerarmen ausgerüstet sind, von Bedeutung.