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Speicher- und Verzögerüng~sänordnung für elektrische Rechenmaschinen'.
In elektrischen Rechenmaschinen werden bekanntlich häufig Speicher- und Verzögerungskreise
benötigt. Insbesondere ist es in Ziffernrechenanlagen oft erwünscht, serienweise
auftretende Impulsreihen in parallele Impulsreihen umzuwandeln, oder umgekehrt.
Außerdem kann es erforderlich sein, eine Impulsreihe um eine vorherbestimmte Anzahl
von Zeitabschnitten zu verzögern und die Impulsreihen nach jedem einzelnen Zeitabschnitt
oder nach einer vorgegebenen Anzahl von Zeitabschnitten verfügbar zu haben. Dafür
wird eine Speicher- oder Verzögerungsvorrichtung verwendet.
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Die Erfindung betrifft eine Speicher- und Verzögerungsanordnung, insbesondere
für elektrische Rechenmaschinen. Die Speicheranordnung enthält einen an sich bekannten
Speicherkondensator, an dessen eine Seite die Eingangsimpulse angelegt werden. Erfindungsgemäß
werden den Eingangsimpulsen Synchronisierimpulse überlagert, die nach der Aufladung
des Speicherkondensators an seiner anderen Seite einen Ausgangsimpuls erzeugen.
Gemäß weiterer Merkmale der Erfindung sind Gleichrichter, wie Kristalldioden, vorgesehen,
welche für eine richtige Zuordnung der Impulse sorgen.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung, welche Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigt. Die Zeichnungen haben
folgende Bedeutung: F i g. 1 stellt das grundsätzliche Schaltschema eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung dar; F i g. 2 ist eine graphische Darstellung von Impulsformen, die
an verschiedenen Punkten des Stromkreises gemäß F i g. 1 vorhanden sind; die Zugehörigkeit
ist durch gleiche Buchstaben angedeutet; F i g. 3 bis 8 sind Blockdiagramme mehrerer
Ausführungsbeispiele der in F i g. 1 gezeigten Anordnung; F i g. 9 stellt eine Abwandlung
der in F i g. 1 gezeigten Anordnung dar; F i g. 10 ist eine graphische Darstellung
von Imzulsen, die sich auf die Anordnung von F i g. 9 bezieht; die großen Buchstaben
entsprechen sich gegenseitig; F i g. 11 zeigt Einzelheiten der in F i g. 9 dargestellten
Anordnung.
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F ig . 12 ist eine graphische Darstellung von Impulsen und bezieht
sich auf die Anordnung gemäß Fig. 11; F i g. 13 ist das Schaltschema einer Speichereinheit
gemäß F i g. 9 in Verbindung mit einer Einheit gemäß F i g. 1; F i g. 14 stellt
das Blockdiagramm für ein Beispiel eines dynamischen Speicherstromkreises in Verbindung
mit den Einheiten gemäß -F i g. 1 und 9 dar.
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Gemäß F i g. 1 werden die -Synchronisierimpulse A und Signalimpulse
B an di&:Eingangsklemmen A
und B angelegt. Gemäß F i g. 2sind die
mit A bzw. B bezeichneten Synchronisier-:,:,- Signalimpulse phasengleich, da dies
in der Praxis häufig der Fall ist. Es ist jedoch keine notwendige Voraussetzung:
Die Signalimpulse B gelangen über Leitung 21 an die eine Seite des Eingangskbndensators
22. Die andere Seite des Kondensators 22 ist über einen Gleichrichter geerdet, der
z: B: eine Germaniumdiode 23 mit einer Kathode 24 und einer Anode 25 sein
kann.
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Die Synchrönisierimpulse A: werden über Leitung 26 an einen Gleichrichter
angelegt; der in Form einet Germaniumdiode 27 mit einer Kathode 28 und einer Anode
29 dargestellt Ist. Die Anode 29 der Diode 27 ist an die eine Seite eines Widerstandes
31 angeschlossen. Die andere Seite des Widerstandes 31 ist an den Verbindungspunkt
C zwischen Kondensator 22 und Diode 23 angeschlossen. Außerdem ist der Verbindungspunkt
C über den Widerstand 32 mit dem negativen Pol einer 100-V=Quelle verbunden. Der
Verbindungspunkt D zwischen Diode 27 und Widerstand 31 ist über einen Kondensator
33 an das Steuergitter 34 einer Elektronenröhre 35, die, z. B. vom Doppeltriodentyp
ist, gekoppelt. Die linke Kathode 36 der Röhre 35 ist geerdet, und die linke Anode
37 ist über einen Belastungswiderstand 38 an den positiven Pol einer 150-V-Quelle
angeschlossen.
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Die rechte Kathode 39 der Röhre 35 ist geerdet, und die rechte Anode
41 ist über die in Reihe geschalteten Belastungswiderstände 42 und 43 an den positiven
Pol der 150-V-Quelle angeschlossen. Der Verbindungspunkt F zwischen Widerstand 38
und der linken Anode 37 ist über: Kondensator 44 und Widerstand 45, die parallel
geschaltet sind, mit dem
rechten Steuergitter 46 der Röhre 35 gekoppelt.
Der Verbindungspunkt G zwischen dem rechten Steuergitter 46 und Kondensator 44 ist
über Widerstand 47 an den negativen Pol der 100-V-Quelle angeschlossen. Der Verbindungspunkt
H zwischen dem Widerstand 42 und der rechten Anode 41 ist über einen Widerstand
48 an den Verbindungspunkt E zwischen Kondensator 33 und dem linken Steuergitter
34 der Röhre 35 angeschlossen.
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Wenn ein negativer Signalimpuls, der im Zeitabschnitt T
1 bei B in F i g. 2 gezeigt ist, über Leitung 21 an den Kondensator
22 gelangt, wird die Ladung auf dem Kondensator 22 verringert, da der Verbindungspunkt
C durch die Verbindung über die Diode 23 zur Erde daran gehindert wird, nur leicht
negativ zu werden. Wenn der Signalimpuls endet und das Potential der Leitung 21
ansteigt, wird dieser Anstieg über Kondensator 22 zum Verbindungspunkt C übertragen,
wie im Zeitabschnitt T 1 bei C in F i g. 2 gezeigt. Wenn Klemme A und damit
Leitung 26 das normale positive Potential haben, das etwa -I-50 V entsprechend bei
A in F i g. 2 beträgt, lädt sich Kondensator 33 über den Widerstand 31 auf und gleicht
die Potentiale an den Verbindungspunkten C und D aus.
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Während der Aufladung von Kondensator 33 wird der Verbindungspunkt
E durch das linke Steuergitter 34 der Entladungsvorrichtung 35 nahe dem Erdpotential
gehalten. Da das Gitter 34 über die Widerstände 48, 42 und 43 an den positiven Pol
der Spannungsquelle'angeschlossen ist, ist die linke Seite der Röhre 35 normalerweise
stark leitend und ergibt eine Diodenwirkung zwischen der linken Steuerelektrode
34 und der linken Kathode 36. Diese Elemente dienen daher als Gleichrichter zwischen
Verbindungspunkt E und Erde.
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Wenn jetzt der Verbindungspunkt D ein höheres Potential hat, als dem
Erdpotential entspricht, läßt die Vorderkante des Synchronisierimpulses, der im
Zeitabschnitt T 2 bei A in F i g. 2 gezeigt ist, die Diode 27 leitend
werden und bringt den unteren Verbindungspunkt D auf Erdpotential. Dieser Potentialabfall
am Verbindungspunkt D setzt sich über den Kondensator 33 fort zum Verbindungspunkt
E, der bei E in F i g. 2 gezeigt ist, und erzeugt einen verzögerten Ausgangsimpuls
an dem dynamischen Speicherkreis. Der Kondensator 33 entlädt sich jetzt über die
Widerstände 48, 42 und 43, und das Potential am Verbindungspunkt E wird erhöht,
und der Ausgangsimpuls endet, wie im Zeitabschnitt T2 bei E in F i g. 2 gezeigt
ist; der Potentialanstieg am Verbindungspunkt E wird auf etwa Erdpotential begrenzt
durch das linke Steuergitter 34 der Entladungsröhre 35. Man sieht also, daß
ein Ausgangsimpuls im zweiten Zeitabschnitt T2 entsprechend einem Eingangsimpuls
im ersten Zeitabschnitt T1 erzeugt wird.
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Außerdem wird während des zweiten Zeitabschnittes T 2 ein zweiter
Signalimpuls an Klemme B
und damit an den Kondensator 22 angelegt.
Die Vorderkante dieses Signalimpulses senkt wiederum die Ladung am Kondensator 22
und das Potential am Verbindungspunkt C. Wie erwähnt, wird der Potentialabfall am
Verbindungspunkt C durch die Diode 23 auf etwa Erdpotential beschränkt. Falls die
Vorderkante dieses Signalimpulses vor der Vorderkante des Synchronisierimpulses
im Zeitabschnitt T2 auftritt, verhindert der Widerstand 31 die sofortige Übertragung
des Signalimpulses zum Verbindungspunkt D. Wie zuvor wird, wenn der Signalimpuls
endet und das Potential der Leitung 21 ansteigt, dieser Anstieg über den
Kondensator 22 zum Verbindungspunkt C übertragen, wie im Zeitabschnitt T2
bei C in F i g. 2 gezeigt ist. Der Koadensator.33 lädt sich jetzt wieder über Widerstand
31 auf, um die Potentiale an den Verbindungspunkten C und ID auszugleichen.
Die im Zeitabschnitt T3 bei A in F i g. 2 gezeigte Vorderkante :des Synchronisierimpulses
läßt die Diode 27 leitend werden und den Verbindungspunkt D auf Erdpotential sinken.
Dieser Abfall am Verbindungspunkt D gelangt über Kondensator 33 zum Verbindungspunkt
E und erzeugt einen zweiten Ausgangsimpuls im dritten Zeitabschnitt T3. Wie zuvor
endet dieser Ausgangsimpuls durch die Entladung des Koncfiensators 33 über die Widerstände
48, 42 und 43.
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Die Vorderkanten der erwähnten Signalimpulse entladen den Kondensator
22, und die hintere Kante jedes Signalimpulses erhöht das Potential von Verbindungspunkt
C, wodurch sich die Kondensatoren 22 und 33 aufladen. Bei Aufladnng des Kondensators
33 über Widerstand 31 hat sich auch Kondensator 22 über diesen Widerstand und -.Widerstand
32 aufgeladen, wodurch sich die Potentiale an den Verbindungspukten C und D ausgleichen.
Der oben beschriebene dynamische Speicherkreis stellt insofern eine elektrostatische
Speicherumg dar, als durch die Wegnahme einer auf Kondensator 33 aufgebrachten Ladung
ein Signal erzeugt wird, welches anzeigt, daß die Ladung vorhanden war.
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Im dritten Zeitabschnitt T3- tritt kein Eingangsimpuls auf. Der Kondensator
22 wird also in diesem Zeitabschnitt nicht entladen und Kondensator
33
nicht aufgeladen. Bis zum Auftreten des Synchronisierungsimpulses im vierten
Zeitabschnitt hat sich Kondensator 22 vollständig aufgeladen, und Kondensator 33
besitzt keine Ladung. In diesem Falle erzeugt der Synchronisierimpuls im vierten
Zeitabschnitt keinen Potentialabfall am Verbindungspunkt E. Bei Nichtvorhandensein
eines Eingangsimpulses im dritten Zeitabschnitt ist im vierten Zeitabschnitt also
auch kein Ausgangsimpuls vorhanden.
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Aus dem oben Gesagten geht hervor, daß ein an Klemme B im ersten Zeitabschnitt
auftretender Eingangsimpuls im zweiten Zeitabschnitt am Verbindungspunkt E erscheint.
Die Anordnung stellt also einen Speicher- oder Verzögerungskreis dar, in welchem
ein Impuls gespeichert und verzögert wird für einen Zeitabschnitt, der dem Zeitabschnitt
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Synchronisierimpuisen entspricht.
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Die bei B und E in F i g. 2 gezeigten Impulse lassen erkennen, daß
die verzögerten Impulse bei E geschwächt sind. Sollen die Ausgangssignale gleiche
Amplitude wie die Eingangssignale haben, muß ein Verstärker vorgesehen werden. Dieser
besteht gemäß F i g. 1 aus der Röhre 35. Die bei E in F i g. 2 gezeigten Impulse
werden an das linke Steuergitter 34 angelegt und erzeugen am Verbindungspunkt
F die bei F in F i g: 2 gezeigten Signale. Diese Signale werden über den Kondensator
44 und Widerstand 45
zum Verbindungspunkt G und damit an das rechte
Steuergitter 46 der Röhre 35 angelegt und erzeugen verzögerte Ausgangssignalimpulse
am Verbindungspunkt H, die bei H in F i g. 2 gezeigt sind ,und dieselbe Größe und
Polarität wie die Eingangssignal-
Impulse bei B haben. Der Widerstand
48 bildet eine regenerative Rückkopplung vom Verbindungspunkt H zum Verbindungspunkt
E, um die Ausgangsimpulse am Verbindungspunkt H genauer zu formen. So entsteht eine
dynamische Speichervorrichtung, in der Signalimpulse für einen Zeitabschnitt gespeichert
werden können und danach in gleicher Größe und Polarität verfügbar sind. Vom Ausgang
dieser Speichereinheit können die Impulse an die Eingangsklemme einer zweiten Speichereinheit
gemäß F i g. 1 angelegt werden. Ein zweiter Ausgang kann vom Verbindungspunkt der
Widerstände 42 und 43 für jeden beliebigen Zweck abgenommen werden, z. B. zur Betätigung
anderer Mechanismen in einer Rechenanlage.
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F i g. 3 bis 8 zeigen in Form von Blockschaltbildern Beispiele für
verschiedene Anwendungen der in F i g. 1 gezeigten dynamischen Speichereinheiten.
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F i g. 3 zeigt ein Beispiel für eine gemäß F i g. 1 gebaute Speichereinheit
51 in Verbindung mit einer Magnettrommel. Diese enthält eine Magnettrommelspur 52
mit den üblichen Aufzeichnungs-, Abfühl-und Löschköpfen (nicht gezeigt) und zugeordnete
Verstärker- und Steuerkreise. Durch Verbindung der Speichereinheit 51 mit der Magnettrommel
wird die Kapazität der letzteren vergrößert. Signalimpulse können in die Speichereinheit
51 von einem Verstärker 53 aus eingeführt werden, und der Ausgang von der Speichereinheit
kann zu einem Steuerkreis 54 für die Magnettrommel geleitet werden.
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F i g. 4 zeigt eine Magnettrommelanordnung mit der Spur 55, welche
die gespeicherten Angaben in Form von magnetisierten Punkten enthält. Eine Synchronisierspur
56, vorzugsweise auf derselben Trommel wie die Spur 55, kann magnetisierte Punkte
in jedem Bereich der Spur enthalten. So können Synchronisierimpulse von der Spur
56 abgenommen und einer Mehrzahl von Speichereinheiten 57 zugeleitet werden. Alle
diese Speichereinheiten können gemäß F i g. 1 aufgebaut und in gleicher Weise wie
F i g. 5 geschaltet sein. In diesem Beispiel stehen Synchronisierimpulse, die mit
den Signalimpulsen phasengleich sind, zur Verfügung.
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Der Steuerkreis 58 schaltet in gewünschter Weise die Ausgänge der
Speichereinheiten 57 an Leitung 59. Bei dieser Anordnung entsteht gewissermaßen
eine Magnettrommel von verstellbarer Länge.
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F i g. 6 zeigt in Blockschaltbildern dynamische Speichereinheiten
61, die gemäß F i g. 1 aufgebaut sind. Angaben werden in Form von Impulsen
über Leitung 62 eingeführt und über Leitung 63 entnommen. Die Stufen sind kaskadenförmig
hintereinandergeschaltet, wodurch die Kapazität beliebig erweitert werden kann.
Synchronisierimpulse werden an jede Einheit von einer gemeinsamen Leitung 64 aus
angelegt. Jede Einheit verzögert oder speichert einen Impuls für einen Zeitabschnitt,
und die Gesamtzeit, um die ein Impuls von seiner Einführungszeit auf Leitung 62
bis zu seiner Austrittszeit auf Leitung 63 verzögert wird, umfaßt eine Anzahl von
Zeitabschnitten, die gleich der der Anzahl von Speichereinheiten oder einem Vielfachen
davon ist.
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F i g. 7 zeigt einen Stromkreis zur Umwandlung einer parallelen Impulsreihe
in eine Serienimpulsreihe. Die parallel auftretende Impulsreihe kann von einem Eingangsgate
65 aus an die Eingangsklemmen einer Reihe von dynamischen Speichereinheiten 66 gemäß
F i g. 1 angelegt werden. Diese Speichereinheiten können Synchronisierimpulse von
einer gemeinsamen Leitung 67 aus .empfangen, und der Serienausgang erfolgt über
Leitung 68.
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Ein Stromkreis zur Umwandlung einer Serienimpulsreihe in eine parallele
Impulsreihe ist in F i g. 8 gezeigt. Die Serienimpulse werden an die Eingangsklemme
einer Reihenschaltung mehrerer dynamischer Speichereinheiten 69 gemäß F i g. 1 über
Leitung 71 angelegt. Der parallele Ausgang geht über das Ausgangsgate 72 von einem
.der in der Speichereinheit von F i g. 1 gezeigten Ausgängen aus. über Leitung 73
gelangen Synchronisierimpulse an jede der Speichereinheiten 69.
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F i g. 9 zeigt die Eingangsklemmen. J, K und S, an welche negative
Synchronisierimpulse (J in F i g. 10), Signalimpulse (K in F i g. 10) bzw. positive
Synchronisierimpulse (S .in .F i g. 10) .angelegt, werden.
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Die Signalimpulse gelangen über, Leitung 81 an die eine Seite eines
E, ngskaators 82. Die andere Seite des Kondensators 82 ist über einen Gleichrichter,
z. B. in Form der Germaniumdiode 83 mit einer Kathode 84 und einer Anode 85, geerdet.
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Die negativen. Syachronisierimpube werden über Leitung 86 an einen
Gleichrichter angelegt, der in Form einer Germaniumdiode 87 mit Kathode 88 und Anode
89 dargestellt ist. Die Anode 98 ist an den Verbindungspunkt L zwischen Kondensator
82 und Diode 83 angeschlossen. Der. Verbindungspunkt L ist außerdem über einen K-mdensator
91 geerdet und mit einer Seite eines Kondensators 92 verbunden. Die andere Seite
des Kondensators 92 ist über einen Widerstand 93 an den positiven Pol einer +150-V-Quelle
angeschlossen. Der Verbindungspunkt M zwischen Widerstand 93 und Kondensator 92
ist über einen Widerstand 94 mit dem linken Steuergitter 95
einer Elektronenröhre
96 verbunden, die beispielsweise vom Doppeltriodentyp, ist. Die linke Kathode r97
der Röhre 96 ist geerdet, und die linke Anode 98 ist über einen Belastungswiderstand
99 an den positiven Pol der 150-V-Spannungsquelle angeschlossen. Der Verbindungspunkt
L ist außerdem über einen Widerstand 101 mit dem negativen Pol einer -15-V-Quelle
verbunden.
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Die rechte Kathode 102 der Röhre 96 ist geerdet, und die rechte Anode
103 ist über die in Reihe geschalteten Belastungswiderstände 104 und
105 an den positiven Pol der 150-V-Quelle angeschlossen.
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Der Verbindungspunkt N zwischen Widerstand 99 und der linken Anode
98 der Röhre 96 ist an die eine Seite eines Kondensators 106 angeschlossen. Die
andere Seite des Kondensators 10'6 ist über einen Gleichrichter geerdet, der z.
B. als eine Germa.niumdiode 107 mit Anode 108 und Kathode 109 dargestellt ist.
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Die positiven Synchronisierimpulse werden über Leitung 111 an einen
Gleichrichter angelegt, der etwa als Germaniumdiode 112 mit Anode 113 und Kathode
114 dargestellt ist. Die Kathode 114 der Diode 112 ist an den Verbindungspunkt O
zwischen Kondensator 106 und Diode 107 angeschlossen. Der Verbindungspunkt O ist
außerdem an die eine Seite eines Kondensators 115 angeschlossen, dessen andere Seite
über einen Widerstand 116 an das rechte Steuergitter 117 der Röhre 96 angeschlossen
ist. Der Verbindungspunkt P zwischen Widerstand 116 und Kondensator 115 ist über
einen Gleichrichter in Form der Germaniumdiode 118 mit Kathode 119 und Anode 121
an den negativen Pol der 15-V-
Quelle : angeschlossen. Der Verbindungspunkt
P ist außerdem über einen Vorwiderstand 122 mit der Anode 113 der Diode 112
verbunden. Die Synchronisierimpulsleitung 123 dient als Spannungsquelle für den
Vorwiderstand 122.
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Der Verbindungspunkt L zwischen Kondensator 82 und Diode 83 wird normalerweise
durch die Diode 83 nahe dem Erdpotential gehalten. Die -15-V-Quelle hat die Neigung,
den Verbindungspunkt L über den Widerstand 101 negativ zu machen, aber wenn die
Kathode 84 der Diode 83 hinsichtlich der geerdeten Anode 85 negativ
wird, leitet die Diode 83 und hält den Verbindungspunkt L nahe dem Erdpotential.
Der Verbindungspunkt M zwischen Kondensator 92 und Widerstand 93 wird normalerweise
durch das linke Steuergitter 95 der Röhre 96
nur wenige Volt positiv gehalten.
Da das Steuergitter 95 über die Widerstände 94 und 93 mit der +150-V-Quelle verbunden
ist, ist der linke Teil der Röhre 96
normalerweise stark leitend und ergibt
eine Diodenwirkurig zwischen dem linken Steuergitter 95 und der linken Kathode 97.
Diese Elemente dienen also als Gleichrichter zwischen Widerstand 94 und Erde.
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Im ersten Zeitabschnitt (T 1 in F i g. 10) wird kein Eingangsimpuls
an Klemme K angelegt. Der negative Synchronisierimpuls (Zeitabschnitt
T 1 bei J in F i g. 10) erzeugt keine merkliche Wirkung am Verbindungspunkt
L, da dieser Impuls von +30V auf 0 V geht und Verbindungspunkt L nahezu Nullpotential
hat. Der negative Synchronisierimpuls erzeugt also im ersten Zeitabschnitt keine
Potentialveränderung am Verbindungspunkt M.
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Der Verbindungspunkt O zwischen Kondensator 106 und Diode 107 wird
normalerweise durch die Diode 107 nahezu auf Erdpotential gehalten. Sollte der Verbindungspunkt
O dazu neigen, hinsichtlich der Erde positiv zu werden, leitet die Diode 107 und
hält ihn auf Erdpotential. Der Verbindungspunkt P zwischen Kondensator 115 und Widerstand
116 wird normalerweise durch die Diode 118 auf einem Potential von -15 V gehalten.
Die Leitung 111, die normalerweise -45 V hat (S in F i g. 10), neigt dazu, den Verbindungspunkt
P auf ein Potential von -45 V zu bringen, aber die Diode 118 leitet und hält den
Verbindungspunkt P nahe dem Potential der -15-V-Qüelle.
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Wie oben erwähnt, wird im ersten Zeitabschnitt T 1 kein Signal am
Verbindungspunkt M erzeugt, und daher entsteht auch kein Signal am Verbindungspunkt
N. Es wird also während des ersten Zeitabschnittes T1 kein Signal an den Kondensator
106
angelegt. Der positive Synchronisierimpuls, der im Zeitabschnitt
T 1 bei S in F i g. 10 gezeigt ist, erzeugt keine merkliche Wirkung
am Verbindungspunkt O, da dieser Impuls von -45 V auf 0 V geht und Verbindungspunkt
O nahezu Nullpotential hat, Der positive Synchronisierimpuls im ersten Zeitabschnitt
erzeugt also keine Potentialveränderung am Verbindungspunkt P.
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Während des zweiten Zeitabschnittes wird ein negativer Eingangssignalimpuls,
der bei K in F i g. 10 gezeigt ist, an Klemme K angelegt. Die Vorderkante dieses
Impulses entlädt den Kondensator 82, da die Diode 83 verhindert, daß der Verbindungspunkt
L negativ wird. Wie zuvor erzeugt der negative Syn- i chronisierimpuls im zweiten
Zeitabschnitt T2, der bei J in F i g. 10 gezeigt ist, keine merkliche Wirkung am
Verbindungspunkt L, da dieser nahezu Nullpotential hat. Die hintere Kante des Signalimpulses,
der während des zweiten Zeitabschnittes auftritt, erhöht das Potential der Leitung
81 auf die normalen -r 150 V. Dieser Potentialanstieg wird über den Kondensator
82 zum Verbindungspunkt L übertragen.
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Wegen der Diodenwirkung zwischen dem linken Steuergitter
95 und der linken Kathode 97 der Röhre 96 steigt. das Potential des
Verbindungspunktes M nur leicht an. Der Kondensator 92 wird daher während des zweiten
Zeitabschnittes aufgeladen, wie bei L in F i g. 10 gezeigt.
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Da der linke Teil der Röhre 96 nahezu den Sättigungsstrom führt, erzeugt
eine leichte Potentialerhöhung am Verbindungspunkt M keine merkliche Veränderung
im Potential des Verbindungspunktes N. Während des zweiten Zeitabschnittes wird
kein Signalimpuls vom Verbindungspunkt N an den Kondensator 106 angelegt,
und der positive Synchronisierimpuls, der an Klemme S während des zweiten Zeitabschnittes
T 2 (S in F i g. 10) angelegt wird, bewirkt keine Potentialveränderung am
Verbindungspunkt O oder P.
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Da der Verbindungspunkt L ein über dem Erdpotential liegendes Potential
hat, macht- jetzt die Vorderkante des negativen Synchronisierimpulses, der im Zeitabschnitt
T 3 bei J in F i g. 10 gezeigt ist, die Diode 87 leitend, wodurch
der Verbindungspunkt L auf Erdpotential sinkt. Dieser Potentialabfall wird über
den Kondensator 92 weitergeleitet und erzeugt einen Potentialabfall am Verbindungspunkt
M (M in F i g. 10), wodurch ein Ausgangsimpuls an dem dynamischen Speicherkreis
erzeugt wird. Der Kondensator 92 entlädt sich jetzt über Widerstand 93, um das Potential
am Verbindungspunkt M zu erhöhen und den Ausgangsimpuls zu beenden, der im Zeitabschnitt
T 3 bei M in F i g. 10 gezeigt ist: Die Größe des Potentialanstieges
am Verbindungspunkt M wird durch das linke Steuergitter 95 der Röhre 96 begrenzt
auf wenige Volt über dem Erdpotential. Man sieht also, daß ein Ausgangsimpuls im
dritten Zeitabschnitt entsprechend einem Eingangssignal im zweiten Zeitabschnitt
erzeugt wird.
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Der abgeschwächte negative Ausgangsimpuls am Verbindungspunkt M im
dritten Zeitabschnitt, dargestellt bei M in F i g. 10, wird an das linke Steuergitter
95 der Röhre 96 angelegt, um einen verstärkten positiven Impuls am Verbindungspunkt
N zu erzeugen, der bei N in F i g. 10 gezeigt ist. Dieser positive Impuls wird als
Eingangsimpuls an die eine Seite des Kondensators 106 angelegt. Die andere
Seite des Kondensators 106, d. h. der Verbindungspunkt O, wird durch die
Diode 107 daran gehindert, positiv zu werden. Der Kondensator 106 wird also durch
den positiven Eingangsimpuls am Verbindungspunkt N aufgeladen. Wie erwähnt, hat
ein positiver Synchronisierimpuls, der im dritten Zeitabschnitt T 3 bei
S in F i g. 10 gezeigt ist, keine merkliche Wirkung auf das Potential am
Verbindungspunkt O oder P, weil der Verbindungspunkt O auf Erdpotential gehalten
wird. Die hintere Kante des positiven Impulses am Verbindungspunkt N wird über den
Kondensator 106
weitergeleitet, um das Potential am Verbindungspunkt O zu
erniedrigen. Der Verbindungspunkt P wird durch die Diode 118 auf etwa -15 V gehalten.
Der Kondensator 115 wird also durch die hintere Kante des positiven Impulses aufgeladen,
der am Verbindungspunkt N auftritt. Der positive Synchronisierimpuls, der im vierten
Zeitabschnitt T4, dargestellt
bei S in F i g. 10, auftritt, läßt
die Diode 112 leitend werden und den Verbindungspunkt O auf Erdpotential ansteigen.
Dieser Potentialanstieg wird über den Kondensator 115 weitergeleitet und erhöht
das Potential am Verbindungspunkt P, wo ein Ausgangsimpuls entsteht. Der Kondensator
115 entlädt sich über Widerstand 122, wodurch das Potential am Verbindungspunkt
P erniedrigt wird und den positiven Ausgangsimpuls am Verbindungspunkt P beendet,
der im vierten Zeitabschnitt T4 bei P in F i g. 10 gezeigt ist. Die Größe des Potentialabfalls
am Verbindungspunkt P wird durch die Diode 118
auf etwa -15 V beschränkt.
Man sieht also, daß ein positiver Ausgangsimpuls an dem Verbindungspunkt P im vierten
Zeitabschnitt entsprechend einem positiven Eingangsimpuls an Verbindungspunkt N
im dritten Zeitabschnitt erzeugt wird.
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Der positive Ausgangsimpuls am Verbindungspunkt P im vierten Zeitabschnitt
wird über Widerstand 116 an das rechte Steuergitter 117 der Röhre 96 angelegt. Dieser
positive Impuls erzeugt einen verstärkten negativen Impuls am Verbindungspunkt
Q, der im vierten Zeitabschnitt T 4 bei Q in F i g. 10 gezeigt
ist. Dieser verstärkte negative Impuls am Verbindungspunkt Q tritt einen Zeitabschnitt
nach einem positiven Impuls am Verbindungspunkt N oder zwei Zeitabschnitte nach
einem negativen Eingangsimpuls an Klemme K auf.
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Aus dem oben Gesagten geht hervor, daß ein negativer Eingangsimpuls
an Klemme K in einem ersten Zeitabschnitt, am Verbindungspunkt M in einem zweiten
Zeitabschnitt erscheint und daß, wenn kein Impuls an Klemme K in einem ersten Zeitabschnitt
auftritt, auch kein Impuls am Verbindungspunkt M im zweiten Zeitabschnitt erscheint.
Man sieht ferner, daß ein positiver Signalimpuls, der am Verbindungspunkt N in einem
ersten Zeitabschnitt auftritt, am Verbindungspunkt P in einem zweiten Zeitabschnitt
erscheint und daß, wenn kein Impuls am Verbindungspunkt N in einem ersten Zeitabschnitt
auftritt, auch kein Impuls am Verbindungspunkt im zweiten Zeitabschnitt erscheint.
Es sind also Speicher- oder Verzögerungskreise vorgesehen, in denen ein Eingangssignal
für einen Zeitabschnitt gespeichert oder verzögert wird, der durch den Zwischenraum
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Synchronisierimpulsen definiert ist.
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Gemäß F i g. 9 ist eine dynamische Speichereinhe t vorgesehen, in
der ein Eingangssignal für zwei Zeitabschnitte gespeichert oder verzögert wird und
danach in gleicher Größe und Polarität wie das Eingangssignal verfügbar ist. Der
Ausgang von dem Verbindungspunkt Q (Q in F i g. 10) kann an die Eingangsklemme einer
zweiten dynamischen Speichereinheit gemäß F i g. 9 oder an eine andere beliebige
Anordnung angelegt werden. Die zweite, in F i g. 9 gezeigte dynamische Speichereinheit
kann in gleicher Weise aufgebaut sein und arbeiten wie die erste.
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F i g. 11 zeigt das Schaltschema von Eingangskreisen für Synchronisierimpulse
in Verbindung mit einer Anzahl der in F i g. 9 gezeigten dynamischen Speichereinheiten,
die als Blöcke dargestellt sind. An die Eingangsklemme U werden positive Impulse
(U in F i g. 12) angelegt, welche an einen Verstärker, z. B. Kathodenverstärker,
bestehend aus der Vakuumröhre V 1 und dem Widerstand 125, gelangen. Der bei V in
F i g. 12 gezeigte Ausgang des Kathodenverstärkers wird von Klemme V abgenommen
und als positive Synchronisierimpulse an eine Anzahl von Speichereinheiten 126 angelegt,
die alle gemäß F i g. 9 aufgebaut sind. Der Ausgang von Klemme V wird außerdem an
einen Anodentreiberstromkreis angelegt, der die Vakuumröhre V 2 und den Widerstand
127 umfaßt. Der Ausgang des Anodentreibers, der bei W in F i g. 12 gezeigt ist,
wird von Klemme W abgenommen und als negativer Synchronisierimpuls an die verschiedenen
Speichereinheiten 126 angelegt. Dadurch werden positive und negative Synchronisierimpulse
im richtigen Phasenverhältnis erzeugt.
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Gemäß F i g. 13 und 14 legt eine dynamische Speichereinheit gemäß
F i g. 1 Eingangssignale an eine dynamische Speichereinheit gemäß F i g. 9. Gemäß
F i g. 14 ist die Einheit 128 so angeordnet, daß sie eine Verzögerung eines einzigen
Zeitabschnittes erzeugt, und jede Einheit 129 ist so angeordnet, daß sie eine Verzögerung
um zwei Zeitabschnitte erzeugt. Bei dieser Anordnung stehen Impulse, die um ungerade
Anzahlen von Zeitabschnitten verzögert sind, bei Verwendung einer Mindestanzahl
von Bestandteilen zur Verfügung.