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DE1181727B - Fahrzeugantrieb mittels Stroemungsgetriebe, vorzugsweise fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Fahrzeugantrieb mittels Stroemungsgetriebe, vorzugsweise fuer Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE1181727B
DE1181727B DEV12288A DEV0012288A DE1181727B DE 1181727 B DE1181727 B DE 1181727B DE V12288 A DEV12288 A DE V12288A DE V0012288 A DEV0012288 A DE V0012288A DE 1181727 B DE1181727 B DE 1181727B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gear
converter
vehicle drive
drive
generator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV12288A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Carlotto Baumeister
Dipl-Ing Ernst Seibold
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JM Voith GmbH
Original Assignee
JM Voith GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JM Voith GmbH filed Critical JM Voith GmbH
Priority to DEV12288A priority Critical patent/DE1181727B/de
Publication of DE1181727B publication Critical patent/DE1181727B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H47/00Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing
    • F16H47/06Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing the fluid gearing being of the hydrokinetic type
    • F16H47/07Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing the fluid gearing being of the hydrokinetic type using two or more power-transmitting fluid circuits 
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C9/00Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
    • B61C9/08Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C9/00Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
    • B61C9/08Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
    • B61C9/14Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines hydraulic, including combinations with mechanical gearing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Arrangement Of Transmissions (AREA)

Description

  • Fahrzeugantrieb mittels Strömungsgetriebe, vorzugsweise für Schienenfahrzeuge Gegenstand der Hauptpatentanmeldung V 8959 XII / 47h ist ein hydrodynamisches Getriebe mit wenigstens zwei verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen zugeordneten Strömungswandlern oder aber mit wenigstens einem Wandler mit vorgeschaltetem mechanischem Wechselgetriebe, das mindestens zwei Wandlergänge ermöglicht, insbesondere für Schienentriebfahrzeuge, wobei wenigstens einer dieser Wandlergänge für nur einen Teil der vollen Motorleistung ausgelegt ist, während der bzw. die übrigen Wandlergänge für die volle Motorleistung bemessen sind. Der erstgenannte Gang ist nach dem Hauptpatent hauptsächlich zum Rangieren etwa von Schienenfahrzeugen vorgesehen und daher dort als »Rangiergang« bezeichnet. Zur Erzielung der unterschiedlichen Leistungsaufnahme der Wandlergänge kann also je ein gesonderter, nur für jeweils einen einzigen Gang dienender Wandler vorgesehen sein, oder es wird einem Strömungswandler ein Zahnräderwechselgetriebe vorgeschaltet, wodurch die Eingangsdrehzahl dieses Wandlers vermindert und damit auch seine Aufnahmeleistung auf den für den Rangiergang gewünschten Bruchteil der vollen Motorleistung reduziert wird.
  • Die Erfindung macht nun davon Gebrauch, daß im Rangiergang, der nachstehend als »Kriechgang« bezeichnet wird, bei nur kleiner Abtriebs- und Fahrgeschwindigkeit dem Motor nur ein Teil seiner vollen Leistung abverlangt wird. Durch die Erfindung wird das obengenannte Getriebe für ein besonderes und zusätzliches Verwendungsgebiet geeignet gemacht, wodurch der Gegenstand des Hauptpatents eine zweckmäßige weitere Ausbildung erfährt. Die Erfindung besteht darin, daß das nach dem Hauptpatent ausgebildete Fahrzeug-Strömungsgetriebe auf einen Brennkraftmaschinenantrieb angewendet wird, der zeitweise bei geringer Fahrgeschwindigkeit (analog dem Kriechgang fortan als »Kriechfahrt« bezeichnet wird) zusätzlich noch eine Arbeitsmaschine mit erheblichem Leistungsbedarf antreibt, und daß ferner diese Arbeitsmaschine mit dem Antriebsmotor unabhängig von den für den Fahrwerksantrieb vorgesehenen Strömungskreisläufen in Triebverbindung steht. Als unabhängige Triebverbindung sei hierbei eine solche verstanden, die nicht über die für den Fahrwerksantrieb vorgesehenen Strömungskreisläufe verläuft; der Leistungsanteil der Arbeitsmaschine wird also nicht über die letztgenannten Kreisläufe geführt.
  • Der erfindungsgemäße Antrieb kommt hauptsächlich bei Triebfahrzeugen für Sonderzwecke in Frage, bei denen neben dem normalen Fahrbetrieb - mit verhältnismäßig großer Fahrgeschwindigkeit und gutem Wirkungsgrad - außerdem zeitweise ein Betriebszustand erzielbar sein soll, bei dem bei sehr geringer Fahrgeschwindigkeit, mitunter bei nur Schrittgeschwindigkeit (Kriechfahrt) von dem Antriebsmotor zusätzlich noch eine Arbeitsmaschine als zweiter Energieverbraucher mit erheblichem Leistungsbedarf anzutreiben ist. Dieser zusätzliche Verbraucher kann beispielsweise eine Gleisbaumaschine oder etwa ein elektrischer Generator für eine solche oder ähnliche Arbeitsmaschine sein und benötigt mitunter 60 bis 80'% der vollen Motorleistung. Würde hierbei die Antriebseinrichtung eine Brennkraftmaschine sowie ein lediglich übliches Strömungsgetriebe mit nicht regelbaren Turbokreisläufen für das Fahrtriebwerk aufweisen, dann bereitete das gewünschte Verteilen der Motorleistung einerseits auf das Fahrtriebwerk und andererseits auf die Arbeitsmaschine erhebliche Schwierigkeiten, da ja die Strömungskreisläufe bei voller Motordrehzahl stets zwangläufig auch die gesamte Motorleistung aufnehmen; es wäre in diesem Falle bei Betrieb mit voller oder fast voller Motorleistung nicht ohne weiteres möglich, einen nur geringen Teil der Motorleistung dem Fahrtriebwerk und die übrige Leistung der Arbeitsmaschine zuzuführen.
  • Die Erfindung ermöglicht es dagegen, bei gleichzeitigem Betrieb des Fahrwerkes und der Arbeitsmaschine den nur für einen Teil der vollen Motorleistung ausgelegten Kriechgang einzuschalten; dieser Kriechgang nimmt dann selbst bei höchster Motordrehzahl nur einen geringen Teil, beispielsweise nur 20 bis 30% der vollen Motorleistung auf und überträgt auch nur diesen Teil zur Fortbewegung des Fahrzeuges auf das Fahrwerk. Für die zugleich eingeschaltete Arbeitsmaschine verbleibt dann die restliche Motorleistung, bei dem vorgenannten Beispiel also 80 bis 70%, wobei der Motor dabei nicht überlastet wird. Selbstverständlich ist es auch ohne weiteres möglich und zulässig, die Arbeitsmaschine bei Fahrzeugstillstand zu betreiben.
  • Für die Fahrzeugfortbewegung allein, also bei ausgeschalteter Arbeitsmaschine, werden die wie üblich für die volle Motorleistung ausgelegten Gänge des Strömungsgetriebes verwendet, die dann von einfacher Bauart sein können und große Betriebssicherheit, Zugkraft und Wirkungsgrade ergeben.
  • Hinsichtlich der Bemessung besteht eine zweckmäßige Ausführung nach der Erfindung darin, daß der nur für einen Teil der vollen Motorleistung ausgelegte Wandlergang (Kriechgang) und die Arbeitsmaschine bzw. ein Generator für die Arbeitsmaschine beide zusammen bei der der vollen Arbeitsmaschinendrehzahl entsprechenden Motordrehzahl eine Leistung aufnehmen, die der des Antriebsmotors bei dieser Drehzahl und maximaler Brennstoffzufuhr entspricht. Auf diese Weise kann auch bei Betrieb der Arbeitsmaschine die maximale Motorleistung ausgenutzt-werden.
  • In zahlreichen Anwendungsfällen soll bei etwa konstanter Arbeitsmaschinen- und Motordrehzahl die Kriechgeschwindigkeit willkürlich und vor allem sehr feinfühlig veränderbar sein. Bei dem eingangs erwähnten Beispiel eines Triebfahrzeuges mit einer Gleisbaumaschine kann z. B. erforderlich sein, daß die Fahrgeschwindigkeit auch auf kleinste Werte und schnell einregelbar und dabei unter Umständen sogar auf Null (Fahrzeugstillstand) einstellbar ist. Für so hohe Ansprüche reicht dann die Regelung allein durch Einschalten des Kriechganges und durch Steuern des Verbrennungsmotors nicht mehr aus. In solchen Fällen wird der Strömungswandler des Kriechganges mit einer Regeleinrichtung zur Regelung seiner Leistungsaufnahme versehen. Die Regeleinrichtung kann dabei, wie bekannt, verschwenkbare Leit- oder Laufschaufeln, verschiebbare Schaufelkränze usw. aufweisen. Da der Kriechgang nur einen geringen Teil (20 bis 300/0) der Gesamtleistung zu übertragen hat und somit sein Wirkungsgrad nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist sogar eine Füllungsregelung des Kriechwandlers denkbar. Besonders vorteilhaft ist eine Regelung mit Ringschieber, da sie konstruktiv einfach und billig ist und trotzdem den Betriebserfordernissen gerecht wird.
  • Ferner kann zur Vermeidung einer falschen Bedienung die Schaltvorrichtung für die Antriebsanlage so ausgebildet sein, daß der Fahrwerkantrieb nur im Kriechgang gleichzeitig mit der Arbeitsmaschine bzw. dem Generator einschaltbar ist. Ein Überlasten des Motors oder etwa eine Beschädigung der Arbeitsmaschine durch gleichzeitiges Einschalten der letzteren und eines schnellen Fahrganges ist dann ausgeschlossen.
  • Die Erfindung kommt, wie eingangs bereits gesagt wurde, vorzugsweise für Schienentriebfahrzeuge in Frage.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen erläutert. Hierbei zeigt F i g. 1 das Schema eines Schienentriebfahrzeuges mit einem Verbrennungsmotor, einem Strömungsgetriebe für das Fahrwerk sowie einem zwischen Motor und Strömungsgetriebe geschalteten, dauernd angetriebenen elektrischen Generator, F i g. 2 die Hauptteile einer etwas abgewandelten Antriebsanlage in vergrößerter Darstellung, wobei der elektrische Generator über eine regelbare Strömungskupplung mit der Primärwelle des Strömungsgetriebes in Verbindung steht, F i g. 3 das Antriebsschema einer dritten Ausführungsvariante, wobei der Kriechwandler des Strömungsgetriebes regelbar ist und der elektrische Generator von dem Verbrennungsmotor über eine Schalt-Lamellenkupplung angetrieben wird, F i g. 4 nähere Einzelheiten des Strömungsgetriebes des Antriebes nach F i g. 3 und F i g. 5 ein Drehzahl-Leistungs-Diagramm für den Antrieb nach F i g. 3 und 4.
  • Bei dem Schienentriebfahrzeug nach F i g. 1 treibt der Verbrennungsmotor 1 über die Zwischenwelle 2, den Anker des elektrischen Generators 3, die Zwischenwelle 4, das Strömungsgetriebe 5, das mechanische Wendegetriebe 6, ferner über nicht näher bezeichnete Kardanwellen, Zwischengetriebe und Achsgetriebe die Treibachsen 7, 8 und 9 an. Der Anker des Generators 3 läuft in diesem Falle dauernd mit der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors 1 um, durch Unwirksammachen der Erregung des Generators 3 lassen sich aber seine Stromerzeugung und Leistungsaufnahme ausschalten. Der Generator 3 speist den Elektromotor 10, der die darunter liegende Arbeitsmaschine 11, beispielsweise eine Gleisstopfmaschine, antreibt.
  • Das Strömungsgetriebe 5 weist einen Kriechwandler 12 auf, der selbst bei voller Motordrehzahl nur einen Bruchteil der vollen Motorleistung, beispielsweise 20 oder 300;0 aufnimmt und dann eingeschaltet wird, wenn bei Kriechfahrt der Generator 3 in Betrieb ist; für letzteren verbleiben dann 80 bzw. 70% der vollen Motorleistung. Der Strömungswandler 13 und die Strömungskupplung 14 sind so ausgelegt, daß sie je allein die volle Motorleistung aufnehmen können und soweit dem normalen ersten und zweiten Fahrgang entsprechen. Nähere Einzelheiten des Strömungsgetriebes sind aus F i g. 2 ersichtlich, die ein derartiges Getriebe in größerem Maßstab zeigt.
  • Die bei sehr geringer Fahrgeschwindigkeit und eventuell auch bei Stillstand anzutreibende Arbeitsmaschine kann beispielsweise auch ein Verladekran oder etwa eine Schneeschleuder sein. Vielfach wird die Arbeitsmaschine zweckmäßig auf einem Anhänger untergebracht, dem dann der Generatorstrom über die in F i g. 1 gestrichelt dargestellten Leitungen 15 und Kupplungsanschlüsse 16 zugeführt wird. In diesem Fall ist das Triebfahrzeug nicht nur für den vorbeschriebenen Sonderzweck verwendbar, sondern es kann auch ohne wesentlichen Nachteil - etwa durch zu großes Leergewicht - zum normalen Zugdienst herangezogen werden. Außerdem erleichtert eine solche Bauart das Fertigen in Serie, da dann die Triebfahrzeug-Konstruktion ohne wesentliche Änderung sowohl für den normalen Zugdienst als auch für den Sonderzweck mit Arbeitsmaschinenbetrieb anwendbar ist.
  • Bei der abgewandelten Antriebsanlage nach F i g. 2 treibt der Verbrennungsmotor 21 über eine Zwischenwelle unmittelbar das Strömungsgetriebe 22 an. Dieses weist wiederum einen Strömungswandler 23 und eine Strömungskupplung 24 auf, die je für die volle Motorleistung ausgelegt sind und im ersten bzw. zweiten normalen Fahrgang eingeschaltet werden. Der Kriechwandler 25 ist wesentlich kleiner als die beiden vorgenannten Strömungskreisläufe dimensioniert. Da außerdem die Pumpenräder sämtlicher Strömungskreisläufe auf der gemeinsamen, über den Zahnradhochgang 26 mit dem Verbrennungsmotor 21 in Verbindung stehenden Primärwelle 27 angeordnet sind, nimmt demzufolge der Kriechwandler 25 selbst bei höchster Motordrehzahl nur einen Bruchteil der vollen Motorleistung auf. Seine Wirkungsgrade sind daher von untergeordneter Bedeutung, und er kann eine einfache, billige Bauweise und Beschaufelung aufweisen. Aus diesem Grunde dürfte diese Ausführungsvariante mit einem gesonderten Kriechwandler geringere Herstellungskosten verursachen als eine zweite Variante, die einen einem Wandler vorgeschalteten wechselbaren Hochgang aufweist. Die Turbinenräder sämtlicher Kreisläufe sind ebenfalls untereinander verbunden und geben ihr Drehmoment über die Hohlwelle 28 und die Zahnradstufe 29 an das angedeutete Zahnräderwendegetriebe 30 und von dort an die Kardanwellen 31 und die hier nicht dargestellten Treibachsen ab.
  • Der Antrieb der Arbeitsmaschine bzw. des zugehörigen elektrischen Generators 32 erfolgt in dem vorliegenden Fall abweichend von F i g. 1 von der Primärwelle 27 des Strömungsgetriebes 22 aus über eine vorzugsweise im Betrieb schaltbare Strömungskupplung 33. Infolge des Hochganges 26 ist dann die Generatordrehzahl größer als die Antriebsmotor-Drehzahl, so daß der Generator 32 kleiner gebaut werden kann als bei einer Anordnung nach F i g. 1. Die Strömungskupplung 33 ist in bekannter Weise durch eine Schöpfrohreinrichtung 34 regelbar und ermöglicht ein Ein- und Ausschalten des Generators 32 sowie ein Regulieren seiner Drehzahl.
  • Bei der Antriebsanordnung nach F i g. 3 weist das vom Verbrennungsmotor 41 angetriebene Strömungsgetriebe 42 einen regelbaren Kriechwandler 43 sowie die normalen Fahrwandler 44 und 45 auf. Nähere Einzelheiten dieses Strömungsgetriebes 42 sind im Zusammenhang mit der Erläuterung zu F i g. 4 beschrieben. 46 ist wiederum ein nachgeschaltetes mechanisches Wendegetriebe.
  • Die Arbeitsmaschine bzw. deren elektrischer Generator 47 wird hier von der dem Strömungsgetriebe 42 abgewandten Stirnseite des Verbrennungsmotors 41 über eine vorzugsweise im Betrieb ein- und ausschaltbare Lamellenkupplung 48 od. dgl. angetrieben. 49 stellt einen Riemen-Nebenabtrieb für den Kühlventilator 50 dar.
  • F i g. 4 zeigt das Strömungsgetriebe 42 des Antriebes nach F i g. 3 in vergrößertem Maßstabe. Über den Zahnradhochgang 51 wird die die Pumpenräder sämtlicher Strömungskreisläufe tragende Primärwelle 52 angetrieben. Das Turbinenrad des für die volle Motorleistung bemessenen ersten Wandlers 44 steht über die Zahnradstufe 53 mit der Abtriebswelle 54 in Verbindung. Dieser Wandler 44 ist einschließlich der Zahnradstufe 53 dem ersten normalen Fahrgang zugeordnet. Das Turbinenrad des ebenfalls für die volle Motorleistung ausgelegten zweiten Wandlers 45 steht über eine zweite Zahnradstufe 55 (und zwar mit geringerer Untersetzung als die Zahnradstufe 53) mit der Abtriebswelle 54 in Verbindung. Diese Teile gehören zum Kraftfluß im zweiten normalen Fahrgang. Der Kriechwandler 43 nimmt infolge seines wesentlich kleineren Durchmessers beispielsweise höchstens 2511/o der vollen Motorleistung auf und bedient sich derselben Zahnradübersetzung 53, wie dies beim ersten normalen Fahrgang der Fall ist. Der Kriechwandler 43 ist außerdem mittels des axial verschiebbaren Ringschiebers 56 und des Hebels 57 in seiner Leistungsaufnahme regelbar, so daß bei konstanter Drehzahl des Verbrennungsmotors und des Generators die Kriechgeschwindigkeit verändert werden kann.
  • Zwecks wirtschaftlicher Fertigung ist das Getriebe nach dem Baukastenprinzip ausgebildet, indem für die auf die volle Motorleistung ausgelegten Fahrgänge ein normales handelsübliches und serienmäßig hergestelltes Zweigangströmungsgetriebe verwendet wird, das also in dem vorliegenden Falle die Wandler 44 und 45, den Hochgang 51, die Zahnradstufen 53 und 55 sowie die zugehörigen Wellen und Lager und das Gehäuse 58 umfaßt. Es braucht dann lediglich noch ein kleines Zusatzgetriebegehäuse 59, das den Kriechwandler 43 aufweist, in Sonderfertigung hergestellt und an das serienmäßige Getriebe angeflanscht zu werden.
  • F i g. 5 zeigt für den vorbeschriebenen Antrieb ein Drehzahl-Leistungs-Diagramm. Hierbei ist auf der Abszisse die Drehzahl nmot des Verbrennungsmotors aufgetragen, die der Primärdrehzahl der Strömungskreisläufe direkt proportional ist. Die Kurve NMot stellt hierzu die bei jeweils voller Brennstoffüllung erzielbare Motorleistung dar, während der Kurvenzug N44 = N45 die von den Wandlern 44 und 45 tatsächlich aufgenommene Leistung angibt. Im Betriebspunkt A, der beispielsweise der maximalen Motordrehzahl von nmot = 1800 U/min entspricht, nimmt somit sowohl der Wandler 44 als auch der Wandler 45 je die gesamte volle Motorleistung von 650 PS auf. Da diese beiden Wandler 44 und 45 nicht regelbar sind, ist ihre Leistungsaufnahme nicht verringerbar. Für den Betrieb des Generators ist somit in diesem Betriebszustand keine Leistung verfügbar.
  • Der Kriechwandler 43 nimmt eine Leistung nach der Kurve N43 auf, bei der maximalen Motordrehzahl nmot = 1800 U/min also nur etwa 200 PS (Betriebspunkt B). Es sind dann entsprechend der Strecke A-B noch 450 PS, also fast 70°/o der vollen Motorleistung, für den Generatorantrieb verfügbar.
  • Es sei jedoch angenommen, daß der Generator etwa mit Rücksicht auf einen guten Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors bei der Motordrehzahl nmot = 1400 U/min betrieben werden soll. Der Kriechwandler 43 nimmt dann nur noch 100 PS (Betriebspunkt D) auf, so daß der Generator gemäß der Strecke D-E für eine Leistung von rund ebenfalls 450 PS ausgelegt sein kann.
  • Anspruch 1 schützt nur die Gesamtkombination seiner sämtlichen Merkmale. Die Ansprüche 3, 4 und 6 bis 10 gelten nur in Verbindung mit Anspruch 1.

Claims (10)

  1. Patentansprüche: 1. Fahrzeugantrieb mittels eines Strömungsgetriebes nach Patentanmeldung V 8959 XII/47 h, bei dem mindestens ein Wandlergang für die volle Motorleistung und ein zweiter Wandlergang für einen Teil der vollen Motorleistung ausgelegt ist, insbesondere für Schienentriebfahrzeuge, gekennzeichnet durch die Anwendung dieses Getriebes (5) auf einen Brennkraftmaschinenantrieb, der zeitweise bei geringer Fahrgeschwindigkeit (Kriechfahrt) zusätzlich noch eine Arbeitsmaschine (11) mit erheblichem Leistungsbedarf antreibt und bei dem diese Arbeitsmaschine mit dem Antriebsmotor (1) unabhängig von den für den Fahrwerksantrieb vorgesehenen Strömungskreisläufen (12, 13 und 14) in Triebverbindung steht.
  2. 2. Fahrzeugantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, däß der für einen Teil der vollen Motorleistung ausgelegte Wandlergang (Kriechgang 51, 43, 53) und die Arbeitsmaschine bzw. der Generator (47) für die Arbeitsmaschine beide zusammen bei der der vollen Arbeitsmaschinendrehzahl entsprechenden Motordrehzahl eine Leistung aufnehmen, die der des Antriebsmotors (41) bei dieser Drehzahl und maximaler Brennstoffzufuhr entspricht (F i g. 3, 4, 5).
  3. 3. Fahrzeugantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungswandler (43) des Kriechganges (51, 43, 53) außerdem eine Regeleinrichtung (56, 57) zur Regelung seiner Leistungsaufnahme aufweist (F i g. 3, 4).
  4. 4. Fahrzeugantrieb nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine als Ringschieber (56) ausgebildete Regeleinrichtung (F i g. 4).
  5. 5. Fahrzeugantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Vermeidung von Fehlschaltungen der Fahrwerkantrieb (5 bis 9) nur in seinem Kriechgang gleichzeitig mit der Arbeitsmaschine (11) bzw. dessen Generator (3) einschaltbar ist (F i g. 1).
  6. 6. Fahrzeugantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die auf die volle Motorleistung ausgelegten Fahrgänge ein für normale handelsübliche Fahrzeugantriebe verwendbares und serienmäßig hergestelltes Strömungsgetriebe verwendet wird, an das das die Kriechgangelemente (Kriechwandler 43 usw.) enthaltende Zusatzgetriebegehäuse (59) angeflanscht ist (F i g. 4).
  7. 7. Fahrzeugantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsmaschine bzw. deren Generator (32 oder 47) mittels einer vorzugsweise im Betrieb schaltbaren Kupplung (Strömungskupplung 33, Lamellenkupplung 48 od. dgl.) mit dem Verbrennungsmotor (21 bzw. 41) kuppelbar ist (F i g. 2, 3). B.
  8. Fahrzeugantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Regelung der Arbeitsmaschinendrehzahl die Strömungskupplung (33) regelbar ausgebildet ist (F i g. 2).
  9. 9. Fahrzeugantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator (3) der Arbeitsmaschine dauernd mit dem Verbrennungsmotor (1) in Triebverbindung steht und durch Unwirksammachen seiner Erregung ausschaltbar ist (F i g. 1).
  10. 10. Fahrzeugantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Arbeitsmaschine bzw. des zugehörigen Generators (32) von der Primärwelle (27) des Strömungsgetriebes (22) erfolgt (F i g. 2). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 232 525, 700 778, 919 449, 930 813; »Glasers Annalen«, 1952, S. 80, und 1956, S.48.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE232525C (de) *
DE700778C (de) * 1935-08-15 1940-12-30 J M Voith Fa Fluessigkeitskreislauf als Kupplung oder Wandler nach dem hydrodynamischen Arbeitsprinzip
DE919449C (de) * 1942-08-06 1954-10-21 Voith Gmbh J M Auslasssteuerung fuer Stroemungskreislaeufe
DE930813C (de) * 1952-12-14 1955-07-25 Krauss Maffei Ag Zweikraftantrieb fuer Schienenfahrzeuge, insbesondere Lokomotiven

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