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Einrichtung zur Erzeugung von mehreren Schaltkriterien für Fernmeldeanlagen,
insbesondere für Tastaturwahleinrichtungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung
zur Erzeugung von mehreren Schaltkriterien mit Hilfe von auf je einen Wandler einwirkenden
elektromagnetischen, vorzugsweise lichtelektrischen Strahlen für Fernmeldeanlagen,
insbesondere für Tastaturwahleinrichtungen in Fernsprechanlagen.
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Die Erfindung bezweckt, eine derartige Einrichtung so auszugestalten,
daß das zu bildende Schaltkriterium aus mehreren Lichtstrahlen kodiert wird, um
auf diese Weise den Aufwand an Strahlern und Wandlern weitgehend herabdrücken zu
können.
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Es ist z. B. bei Lichtschranken bekannt, durch Beeinflussung eines
lichtelektrischen Strahles, welcher auf eine Fotozelle wirkt, ein Schaltkriterium
zu erzeugen. Dabei ist für jedes Schaltkriterium ein eigener, eine Fotozelle beeinflussender
Lichtstrahl notwendig, was bei einer Einrichtung zur Erzeugung mehrerer Schaltkriterien
zu einem beachtlichen Aufwand führt.
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Es ist auch bei Typenfernschreibsendern bekannt, durch einen auf eine
Fotozelle wirkenden Lichtstrahl mehrere Schaltkriterien dadurch zu erzeugen, daß
dieser Lichtstrahl von mehreren mechanischen Mitteln, z. B. von rotierenden Blenden,
in unterschiedlicher Weise beeinflußt wird. Derartige Steuerungsmittel führen ebenfalls
bei Einrichtungen, mit denen mehrere Schaltkriterien ausgesendet werden sollen,
zu einem Aufwand, der für einfache Anlagen, z. B. für Fernsprechteilnehmereinrichtungen,
die Verwendung derartiger Lichtschranken in Frage stellt.
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Bei einer ebenfalls bekannten Anordnung zur übertragung von Impulsen
für Tonfrequenzwahl in Fernsprechanlagen wird ein einziger Lichtstrahl durch ein
Ablenkmittel, welches zu unterschiedlichen Schwingungsfolgen angeregt wird, dazu
ausgenutzt, zeitlich unterschiedliche Impulsfolgen abzugeben. Es handelt sich dabei
aber nur um die Abgabe gleichartiger Schaltkriterien und nicht um mehrere Kriterien
unterschiedlicher Wirkung, wie dies mit den mechanisch betätigbaren Tasten normaler
Tastenfelder möglich ist.
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Es ist bereits vorgeschlagen worden, für jedes abzugebende Schaltkriterium
eine Lichtquelle und eine Fotozelle zu verwenden, deren Lichtstrahl so geführt ist,
daß er an einer Stelle frei zugänglich liegt und an dieser Stelle unterbrochen werden
kann. Diese Einheiten werden zu einem Feld zusammengebaut, das die Bildung unterschiedlicher
Schaltkriterien ohne mechanische Hilfsmittel zuläßt, jedoch je Schaltkriterium eine
komplette Einheit benötigt. Jedem Lichtstrahl kann aus Sicherheitsgründen ein zweiter
Lichtstrahl zugeordnet sein, welcher der Ein-und Ausschaltung der übrigen zur Erzeugung
der Schaltkriterien dienenden Lichtstrahler dient und welcher mehrere in einer Reihe
liegende Einheiten kreuzt.
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Bei sogenannten Koordinatenschaltungen ist es bekannt, sich kreuzende
Leiterbahnen zu verwenden, welche an den Kreuzungspunkten durch mechanische oder
elektronische Verbindungsmittel miteinander galvanisch verbunden werden, wobei dementsprechend
unterschiedliche Schaltkriterien abgegeben werden, so daß jedes Schaltkriterium
aus einer unterschiedlichen Kombination von Schaltzuständen gebildet wird. Derartige
Einrichtungen zeichnen sich dadurch aus, daß der Aufwand an Schaltmitteln je abzugebendes
Schaltkriterium herabgesetzt wird: Gemäß der Erfindung wird von dieser vorteilhaften
Eigenschaft der Koordinatenschaltung für Einrichtungen zur Erzeugung von mehreren
Schaltkriterien mit Hilfe von auf je einen Wandler einwirkenden elektromagnetischen
Strahlen Gebrauch gemacht, dadurch, daß die Strahlen in der Einrichtung derart geführt
sind, daß sie an mehreren örtlich getrennten Bedienungsstellen in unterschiedlicher
Kombination für ihre Beeinflussung frei zugänglich sind, um jedes Schaltkriterium
in an sich bekannter Weise durch elektrische Zustandsänderung bei mindestens zwei
der Wandler in unterschiedlicher Kombination zu erzeugen.
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Damit wird erreicht, daß für die zu bildenden Schaltkriterien weit
weniger Strahler und Wandler nötig sind, als Schaltkriterien mit der Einrichtung
abgegeben werden können, womit entsprechend an Platz und Montagearbeiten gespart
wird. Besondere, den Lichtstrahl in unterschiedlicher Weise steuernde mechanische
Hilfsmittel werden vollständig vermieden. Der mit der Verwendung von Lichtstrahlen
zur
Abgabe unterschiedlicher Schaltkriterien verbundene Vorteil,
nämlich die von mechanischen Widerständen freie Betätigung der Einrichtung, bleibt
im vollen Umfange erhalten. Je nach Art der zur Verwendun@a gelangenden Wandler
können elektromagnetisch Strahlen im sichtbaren oder im unsichtbaren Bereich des
Spektrums verwendet werden.
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Es ist bekannt, für asynchrone elektrische Fernschnellschreiber unterschiedliche
Schaltkriterien dadurch zu erzeugen, daß die Strahlung einer Lichtquelle in mehrere
Richtungen optisch zerlegt und in jeder dieser Richtungen durch eine angetriebene
Blende unterschiedlich beeinflußt wird und die unterschiedlich modulierten Lichtstrahlen
der verschiedenen Richtungen auf je eine Zelle wirken, in deren Stromkreisen entsprechend
unterschiedliche Frequenzen entstehen, welche einer gemeinsamen Leitung in Kombination
aufgedrückt werden.
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Zur weiteren Verringerung des Aufwandes wird gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung von dieser Zerlegung der Strahlung einer Lichtquelle Gebrauch gemacht
dadurch, daß die Strahlen aus dem Strahlungsbereich eines einzigen Strahlers durch
Umlenkmittel ausgelenkt werden.
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Eine einfache Ausgestaltung der Umlenkung wird gemäß einer Ausbildung
der Erfindung bei Verwendung von lichtelektrischen Strahlen dadurch erhalten, daß
die Umlenkmittel als im Strahlungskegel des Strahlers gestaffelt angeordnete Spiegel
ausgebildet sind.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung werden bei Verwendung
lichtelektrischer Strahler die Umlenkmittel als im Strahlenbündel des Strahlers
liegende, teildurchlässige Spiegel ausgebildet, wodurch die für den Strahler notwendigen
Linsen vereinfacht und der Platzbedarf für die Spieael verringert wird.
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In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden die Strahlen
in zwei Gruppen aufgeteilt, welche an den frei zugänglichen Bedienungsstellen sich
kreuzende Richtungen aufweisen, und jeder Richtung wird ein Satz Umlenkmittel zugeordnet.
Dadurch erhält man ein Lichtstrahlenfeld, welches eine an sich bekannte Koordinatenstruktur
aufweist, die sich durch ihre Einfachheit auszeichnet und welche ebenfalls durch
einen einzigen Strahler erzeugt werden kann.
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Bei der obenerwähnten, bereits vorgeschlagenen Einrichtung werden
zur Beeinflussung des jeweiligen Lichtstrahles abdeckende Blenden od. dgl. ersetzt
durch den Finger des Bedienenden selbst, indem dieser Finger an den frei zugänglichen
Bedienungsstellen in den Gang der Lichtstrahlen eingesetzt wird. Damit wird eine
besonders einfache Betätigungsweise der vorgeschlagenen Einrichtung erzielt, welche
auch bei der erfindungsgemäßen Einrichtung mit Vorteil dadurch verwendet werden
kann, daß an den frei zugänglichen Bedienungsstellen die dort vorhandene Strahlenkombination
in an sich bekannter Weise durch den Finger des Bedienenden abgedeckt wird.
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Im folgenden ist die Erfindung an Hand von in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen beschrieben. Es bedeutet F i g. 1 eine schematische Darstellung
der in einem Gehäuse eingebauten Einrichtung gemäß der Erfindung in Draufsicht,
F i g. 2 eine zweite Ausführungsform der Einrichtung ohne Gehäuse, F i g. 3 eine
dritte Ausführungsform der Einrichtung ohne Gehäuse.
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Wie aus F i g. 1 zu entnehmen, besteht die Einrichtung aus mehreren
Kanälen. durch welche elektromagnetische Strahlen 1 und 2 geleitet sind, welche
je von einem Strahler 3 bzw. 4 erzeugt werden und auf je einen Wandler 5 bzw. 6
einwirken, wie dies bei sogenannten Lichtschranken bekannt ist, welche Strahlen
im sichtbaren Bereich in Verbindung mit lichtelektrischen Zellen verwenden. Entsprechend
der vorerwähnten, bereits vorgeschlagenen Einrichtung ist jeder der Strahlen 1 und
2, in einem Gehäuse 7 so geführt, daß er an Bedienungsstellen 8 des Gehäuses frei
zugänglich liegt und an diesen Stellen unterbrochen werden kann.
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In der Ausbildung gemäß der Erfindung sind die Strahlen 1 und 2 in
dem Gehäuse 7 so geführt, daß sie in zwei Gruppen aufgeteilt sind, welche an den
örtlich voneinander getrennten Bedienungsstellen 8 in sich kreuzenden Richtungen
verlaufen. Dort sind die Strahlen l und 2 in unterschiedlichen Kombinationen frei
zugänglich, so daß sie kombinationsweise unterbrochen werden können. Zum Beispiel
liegen an der Bedienungsstelle 8' die Strahlenkombination 1'/2' und an der Bedienungsstelle
8" die Strahlenkombination 1"/2' frei. Dementsprechend werden die den Strahlen 1'
und 1" und dem Strahl 2' zugeordneten Wandler 6 bzw. 5 in unterschiedlichen Kombinationen
beeinflußt und erzeugen in an sich bekannter Weise kodierte Schaltkriterien. Mit
der dargestellten Einrichtung kann man auf diese Weise fünfzehn unterschiedliche
Schaltkriterien erzeugen mit acht Strahlern 3, 4 und acht Wandlern 5, 6. Gegenüber
den bekannten Einrichtungen, welche pro Schaltkriterium einen Strahl benötigen,
sind somit der Aufwand und der Platzbedarf wesentlich verringert. Besondere mechanisch
oder elektromagnetisch zu betätigte Steuerungsmittel, mit welchen die einzelnen
Strahlen unterschiedlich beeinflußt werden müssen, um mit einem Strahl mehrere unterschiedliche
Schaltkriterien zu erzeugen, kommen durch die Anwendung der an sich bekannten Koordinatenschaltung
auf Schalteinrichtungen, welche mit Hilfe elektromagnetischer Strahlen gesteuert
werden, völlig in Fortfall. Dadurch. daß die Strahlen 1 und 2 an den Berührungsstellen
8 völlig frei liegen, kann die dort vorhandene Strahlenkombination unmittelbar durch
Dazwischenschalten eines Fingers des Bedienenden unterbrochen werden, wie dies bei
der vorerwähnten, bereits vorgeschlagenen Ausführung für jeden einzelnen, jeweils
nur für ein Schaltkriterium vorgesehenen Lichtstrahl durchgeführt wird.
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In F i g. 2 ist die gleiche Einrichtung wie in F i g. 1 dargestellt,
jedoch ist zur Erzeugung der Strahlen nur ein einziger Strahler 9 vorgesehen, welcher
hier als Lichtstrahler ausgebildet ist. Dem Strahler 9 ist eine Ringlinse 10 zugeordnet.
Mit Hilfe einer Doppelblende 1.1 werden zwei zueinander senkrecht stehende Lichtkegel
12 und 13 ausgeblendet. In jedem der Lichtkegel 12 und 13 sind als
Spiegel ausgebildete Umlenkmittel 15 bzw. 16 gestaffelt angeordnet, so daß aus den
Lichtkegeln 12 und 13 je eine Gruppe von Lichtstrahlen 1 bzw. 2 mit mehreren örtlich
getrennten Bahnen entstehen, welche sich an den hier nicht angedeuteten Bedienungsstellen
8 ( F i g. 1 ) kreuzen.
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Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführung wird der gleiche einzige
Lichtstrahler 9 wie in F i g. 2 verwendet,
welchem zwei Linsen 16
und 17 zugeordnet sind, so daß zwei Strahlenbündel 18 und 19 entstehen, aus welchen
durch Umlenkmitte120 und 21 in Form von teildurchlässigen Spiegeln die Strahlen
1 bzw. 2 der Einrichtung ausgelenkt werden. Bei dieser Ausführung brauchen die Umlenkmitte120
und 21. nicht gestaffelt angeordnet zu werden, wodurch weiterhin an Platz gespart
wird. Die Strahler 3 und 4 (F i g. 1 ) oder 9 (F i g. 2 und 3) können, um Strom
zu sparen, in der Anlage, in welcher die Einrichtung verwendet wird, ohne weiteres
so geschaltet sein, daß sie bei Inbetriebnahme der Anlage eingeschaltet und in Abhängigkeit
von der Vollendung der Schaltkriterienabgabe sofort ausgeschaltet werden. Zum Beispiel
ist es möglich, durch Ausnutzung der Körperkapazität des Bedienenden an der jeweiligen
Bedienungsstelle 8 eine kapazitive Änderung in einem die Strahler 3 und 4 oder den
Strahler 9 anschaltenden Stromkreis hervorzurufen, wodurch, wie dies z. B. bei Aufzugssteuerungen
bekannt ist, die Ein-und Ausschaltung der Strahler 3, 4 bzw. 9 bewirkt werden kann.