DE19702743A1 - Integriert-optische Schaltanordnung - Google Patents
Integriert-optische SchaltanordnungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine integriert-optische
Schaltanordnung mit jeweils zwei Anschlüsse aufweisenden, un
abhängig voneinander ansteuerbaren, integriert-optischen
Schalteinrichtungen, mit den Schalteinrichtungen in Verbin
dung stehenden elektrischen Ansteuerleitungen, die jeweils
einen äußeren Anschluß aufweisen, und einer mit den äußeren
Anschlüssen verbundenen, elektrischen Ansteuerschaltung.
Eine Schaltanordnung dieser Art ist beispielsweise aus der
Druckschrift ThD.2.2 des Konferenzbandes der "22nd European
Conference on Optical Communication ECOC '96" bekannt. Bei
dieser vorbekannten Schaltanordnung handelt es sich um eine
8×8 Schaltanordnung für acht optische Eingangswellenleiter
und acht optische Ausgangswellenleiter. Die vorbekannte
Schaltanordnung weist 128 Schaltelemente auf, von denen je
weils zwei elektrisch parallel geschaltet sind und unabhängig
voneinander ansteuerbare Schalteinrichtungen bilden; die
Gesamtzahl der Schalteinrichtungen beträgt somit 64. Jede
Schalteinrichtung ist mit jeweils zwei Ansteuerleitungen
verbunden, wobei jede Ansteuerleitung einen äußeren Anschluß
aufweist. Folglich enthält die vorbekannte Schaltanordnung
128 Ansteuerleitungen mit ebenso vielen äußeren Anschlüssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine integriert-op
tische Schaltanordnung anzugeben, die mit einer verhältnismä
ßig einfachen Ansteuerung auskommt.
Diese Aufgabe wird bei einer integriert-optischen
Schaltanordnung der bekannten Art erfindungsgemäß dadurch ge
löst, daß die Schalteinrichtungen elektrisch in Form einer
Matrix angeordnet sind, indem Schalteinrichtungen jeweils
einer Zeile mit ihrem jeweils einen Anschluß mit jeweils ei
ner Ansteuerleitung einer Gruppe von Ansteuerleitungen und
Schalteinrichtungen jeweils einer Spalte mit ihrem jeweils
anderen Anschluß an jeweils eine Ansteuerleitung einer an
deren Gruppe von Ansteuerleitungen angeschlossen sind, und
die Ansteuerschaltung einen Taktgeber und eine an die äußeren
Anschlüsse und den Taktgeber angeschlossene Steuereinrichtung
enthält, mit der an die Schalteinrichtungen Ansteuerpulse in
Form von Spannungs- oder Strompulsen im Zeitmultiplexbetrieb
angelegt werden.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Schaltanordnung besteht
darin, daß für eine Anzahl Z von Schalteinrichtungen nur
ca. 2√Z Ansteuerleitungen und ca. 2√Z äußere Anschlüsse er
forderlich sind. Die erfindungsgemäße Schaltanordnung kommt
bei 64 unabhängig voneinander ansteuerbaren Schalteinrichtun
gen also mit nur 16 Ansteuerleitungen und nur 16 äußeren An
schlüssen aus. Damit ist in vorteilhafter Weise die elektri
sche Kontaktierung vereinfacht und die Anzahl der Ansteuer
treiber reduziert.
Da die Schalteinrichtungen im Zeitmultiplexbetrieb angesteu
ert werden, wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die
Schalteinrichtungen digitale optische Schalter sind. Beim
Zeitmultiplexbetrieb werden die Schalteinrichtungen nämlich
nicht zeitkontinuierlich mit Spannung bzw. Strom versorgt,
sondern in regelmäßigen zeitlichen Abständen mit Spannungs- bzw.
Strompulsen beaufschlagt, so daß bei jeder Schaltein
richtung der für eine hohe Übersprechdämpfung exakt einzu
stellende Schaltpunkt nur im zeitlichen Mittel erreicht wird.
Digitale optische Schalter sind für den Zeitmultiplexbetrieb
besonders geeignet, da sie eine digitale Schaltcharakteristik
aufweisen, die auch bei nicht exakt eingestelltem Schaltpunkt
eine hohe Übersprechdämpfung ermöglicht.
Besonders einfache Schalteinrichtungen lassen sich realisie
ren, wenn die Schalteinrichtungen thermo-optische Schalter
oder Ladungsträgerinjektionsschalter sind.
Zur Erläuterung der Erfindung ist in einer Figur ein Ausfüh
rungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltanordnung darge
stellt.
Die Figur zeigt Schalteinrichtungen Ax,y (x=1 . . . N, y=1 . . . M),
die elektrisch in Form einer Matrix angeordnet sind. Tat
sächlich sind die einzelnen Schalteinrichtungen entsprechend
dem jeweiligen Anwendungsfall der Schaltanordnung räumlich
zueinander angeordnet, häufig also nicht matrixförmig pla
ziert. Jede Schalteinrichtung Ax,y jeweils einer Zeile X ist
mit ihrem jeweils einen Anschluß mit jeweils einer Ansteuer
leitung Lx einer Gruppe N von Ansteuerleitungen verbunden.
Außerdem ist jede Schalteinrichtung Ax,y jeweils einer Spalte
Y mit ihrem jeweils anderen Anschluß an jeweils eine An
steuerleitung Ly einer anderen Gruppe M von Ansteuerleitun
gen angeschlossen. Die Ansteuerleitungen Lx, Ly der beiden
Gruppen N und M sind über jeweils einen äußeren Anschluß mit
einer Ansteuerschaltung 30 verbunden, die einen Taktgeber 31
und eine Steuereinrichtung 32 aufweist. Der Taktgeber 31 ist
mit einem Eingang E321 der Steuereinrichtung 32 verbunden; an
einem weiteren Eingang E322 der Steuereinrichtung 32 ist ein
Steuergerät 35 zum Vorgeben des optischen Schaltzustandes der
integriert-optischen Schaltanordnung angeschlossen. Durch
dieses Steuergerät 35 wird - ähnlich wie in der eingangs
angegebenen Literaturstelle beschrieben - festgelegt, welche
Schalteinrichtungen zur Schaffung eines vorbestimmten opti
schen Übertragungsweges jeweils zu betätigen sind. Die
Steuereinrichtung 32 weist einen Eprom-Baustein 40 auf, der
mit seinem einen Eingang E401 mit dem einen Eingang E321 der
Steuereinrichtung 32 und somit mit dem Ausgang des Taktgebers
31 verbunden ist. Ein weiterer Eingang E402 des
Eprom-Bausteins 40 ist mit dem weiteren Eingang E322 der Steuerein
richtung 32 und damit mit dem Steuergerät 35 verbunden. Dem
Eprom-Baustein 40 nachgeschaltet sind Verstärker Vx, die je
weils mit einem äußeren Anschluß einer Ansteuerleitung Lx der
einen Gruppe N von Ansteuerleitungen verbunden sind. Eine
Hilfseinrichtung 60 in der Steuereinrichtung 32 ist mit ihrem
Eingang mit dem einen Eingang E321 der Steuereinrichtung 32
verbunden. Ausgangsseitig ist sie an Schalter Sy ange
schlossen, die jeweils mit einem äußeren Anschluß einer An
steuerleitung Ly der anderen Gruppe M von Ansteuerleitungen
verbunden sind.
Um einen definierten Schaltzustand der erfindungsgemäßen
Schaltanordnung zu erreichen, werden die einzelnen Schalt
einrichtungen Ax,y mit der Steuereinrichtung 32, dem Takt
geber 31 und dem Steuergerät 35 jeweils für eine kurze Zeit
dauer, d. h. im Zeitmultiplexbetrieb, angesteuert, wobei die
Schalteinrichtungen Ax,y hierzu mit einem Strom- bzw. Span
nungspuls beaufschlagt werden. Dieser Pulsbetrieb ist beson
ders geeignet für langsame Schalteinrichtungen, wie z. B.
thermo-optische Schalteinrichtungen, deren Schaltzeit im Be
reich von Millisekunden liegt. Die erfindungsgemäße
Schaltanordnung läßt sich aber auch bei anderen vergleichs
weise langsamen Schaltprinzipien wie z. B. Ladungsträgerin
jektionsschaltern mit hoher Ladungsträgerlebensdauer ein
setzen. Die Schalteinrichtungen Ax,y sollten digitale opti
sche Schalter sein, da diese aufgrund ihrer stufenförmigen
Schaltcharakteristik besonders unempfindlich gegenüber
Schwankungen der Ansteuerleistung bzw. der Ansteuerströme
sind.
Beim Betrieb der Schaltanordnung ist sicherzustellen, daß die
einzelnen Schalteinrichtungen Ax,y mit ausreichend hoher
Wiederholfrequenz der Ansteuerpulse angesteuert werden. Dies
ist sichergestellt, wenn die Schaltzeit jeder Schalteinrich
tung Ax,y deutlich höher als die Gesamtzeit ist, die zum An
sprechen aller in der Schaltanordnung vorgesehenen Schaltein
richtungen Ax,y notwendig ist. In diesem Fall ergibt sich im
zeitlichen Mittel bei jeder Schalteinrichtung Ax,y ein nahezu
konstanter Schaltzustand. Die Höhe der Ansteuerpulse, die in
Form von Spannungs- oder Strompulsen vorliegen können, kann
durch eine Variation der Pulshöhe oder der Pulsbreite oder
einer Kombination davon geregelt werden.
Um die Zeit zwischen zwei Ansteuerpulsen bei jeder Schalt
einrichtung Ax,y möglichst gering zu halten, wird die An
steuerung der Schalteinrichtungen Ax,y nicht einzeln, sondern
spaltenweise vorgenommen. Hierzu wird eine Ansteuerleitung Ly
der anderen Gruppe M von Ansteuerleitungen mit dem Schalter
Sy auf ein definiertes Potential, beispielsweise Masse,
geschaltet, während die übrigen Ansteuerleitungen Ly der an
deren Gruppe M von Ansteuerleitungen zeitgleich potentialfrei
geschaltet werden. Die Schalteinrichtungen Ax,y der Spalte Y
können nun mit den Verstärkern Vx angesprochen werden. Das
dem gewünschten Schaltzustand der Schaltanordnung entspre
chende Ansteuermuster für die einzelnen Spalten Y ist in dem
Eprom-Baustein 40 abgespeichert. Die Ansteuermuster werden
abgerufen, indem die zugehörige Speicheradresse mit dem Takt
geber 31 und dem Steuergerät 35 an den Eprom-Baustein 40 an
gelegt wird; die Speicheradresse ergibt sich hierbei aus ei
ner Kombination des gewünschten Schaltzustandes der
Schaltanordnung mit der Nummer der anzusteuernden Spalte Y.
Der Schaltzustand der Schaltanordnung wird dabei vom Steuer
gerät 35 zum Eprom-Baustein 40 übermittelt; die Nummer der
jeweiligen Spalte Y wird vom Taktgeber 35 festgelegt, der zu
gleich das Hilfsgerät 60 mit den nachgeordneten Schaltern Sy
ansteuert.
Die Ansteuerung der übrigen Spalten wird in gleicher Form
durchgeführt; danach wird die Ansteuerung beginnend mit der
ersten Spalte wiederholt.
Claims (4)
1. Integriert-optische Schaltanordnung mit
- - jeweils zwei Anschlüsse aufweisenden, unabhängig voneinan der ansteuerbaren, integriert-optischen Schalteinrichtun gen,
- - mit den Schalteinrichtungen in Verbindung stehenden elek trischen Ansteuerleitungen, die jeweils einen äußeren An schluß aufweisen, und
- - einer mit den äußeren Anschlüssen verbundenen, elektrischen Ansteuerschaltung,
- - die Schalteinrichtungen (Ax,y) elektrisch in Form einer Ma trix angeordnet sind, indem Schalteinrichtungen (Ax,y) je weils einer Zeile (X) mit ihrem jeweils einen Anschluß mit jeweils einer Ansteuerleitung (Lx) einer Gruppe von Ansteu erleitungen (N) und Schalteinrichtungen jeweils einer Spalte (Y) mit ihrem jeweils anderen Anschluß an jeweils eine Ansteuerleitung (Ly) einer anderen Gruppe von Ansteu erleitungen (M) angeschlossen sind, und
- - die Ansteuerschaltung (30) einen Taktgeber (31) und eine an die äußeren Anschlüsse und den Taktgeber (31) angeschlos sene Steuereinrichtung (32) enthält, mit der an die Schalteinrichtungen (Ax,y) Ansteuerpulse in Form von Spannungs- oder Strompulsen im Zeitmultiplexbetrieb ange legt werden.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schalteinrichtungen (Ax,y) digitale optische Schalter
sind.
3. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schalteinrichtungen (Ax,y) thermo-optische Schalter
sind.
4. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schalteinrichtungen (Ax,y) Ladungsträgerinjektions
schalter sind.
Priority Applications (2)
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| DE19702743A DE19702743A1 (de) | 1997-01-15 | 1997-01-15 | Integriert-optische Schaltanordnung |
Publications (1)
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Family
ID=7818399
Family Applications (1)
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| JP (1) | JPH10308961A (de) |
| DE (1) | DE19702743A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1152630A1 (de) * | 2000-05-05 | 2001-11-07 | Corning Incorporated | Integrieter mehrstufiger planarer optischer Schalter |
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1997
- 1997-01-15 DE DE19702743A patent/DE19702743A1/de not_active Ceased
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1998
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Also Published As
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